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Central-Verein-Zeitung · 1938-09-08 · 36 (8.9.1938) · page 15

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
17 (1938)
Issue
36 (8.9.1938)
Date
1938-09-08
Page
– (sequence 15)
Language
German
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Hr. 36 * 8. Sept. 1938 Seite 15 Schulsport Die Reicnswetikämpfe in Berlin Wenn sich am 12. September auf dem Grune- %vaitfsportplatz in Berlin die besten Schüler und Schülerinnen der jüdischen Schulen aus Teutschland im Wettkampf gegenüberstehen, um in den verschiedenen Jahrgängen und Klassen die Reichssieger zu ermitteln, wenn, wio in jedem Jahr, die 4—5000 Schüler fachkundig und kritisch, mehr oder minder temperamentvoll, die Leistungen ihrer Kameraden auf Aschenbahn und Rasen miterleben, dann ist auch wieder jene Atmosphäre gegeben, die eindeutig unter Beweis stellt: Der jüdische Schulsport ist auf dem richtigen Wege. Er hat es verstanden, sich die Herzen der vielen jungen und Mädel zu erobern und ihnen die ideellen Werte der Leibesübungen zu vermitteln. Etwa 23 Jungen und Mädel als die Erfühlten aus den sieben Bezirken des Reichsgebietes, dazu 20 Beste der Berliner jüdischen Schulen — sie sind die würdigen Repräsentanten einer sportlich fühlenden und sportlich erzogenen Generation. Das erhellt den tieferen Sinn dieser Veranstaltung, für die die Reichsvertretung und die Jüdische Gemeinde zu Berlin verantwortlich zeichnen. Man wird auf die Ergebnisse der zur Entscheidung kommenden Mehrkämpfe und Staffeln, gespannt sein dürfen, um so mehr, als zu den Teilnehmern einige unserer besten Nachwuchssportler, die auch im Vereinsleben eine Rolle spielen, gehören. — Mit Ausnahme der Schüler und Schülerinnen ist die Veranstaltung infolge Raummangels für sonstigen pubiikumsbesuch gesperrt. —n. Berliner Schüler in großer Form Die Ausscheidungswettkämpfe der Berliner jüdischen Schulen am 6. September, die etwa teilnehmende Jungen und Mädel am Start saiien, erforderten ein Höchstmaß an Organisation. Um so erfreulicher, daß sich den V-. ettbewerbe überaus pünktlich abwickelten. Die vollständigen und genauen Ergebnisse konnten natürlich noch nicht berechnet wer- B den. Vorerst sind einige Einzelresultate bekannt, von denen erwähnenswert sind: der 6.20-m-Weitsprung Ehrlichs, der außerdem auf regenschwerer Bahn die 100 m in 12,0 lief und den Dreikampf seiner Klasse als Bester beendet haben müßte. Die besten Leistungen scheinen jedoch in der C-Klasse zu liegen. Nach unseren Berechnungen hat hier Goldstein nicht weniger als 94 Punkte und Rawitsclier 92 Punkte erreicht. Goldsteins Einzelleistungen waren 12,8 für 100 m, 5,16 m im Weitsprung und 13,11m im Kugelstoßen. Bei den älteren Jugendlichen sprang Ernst Simon 1,80 m hoch. Bei den Mädels lief die Beste die 100 m in 13,8, eine andere sprang 4,47 m weit, während der weiteste Kugelstoß bei 9,02 m lag. Von den Entscheidungskämpfen ist also viel zu erwarten. Fünf aus Leipzig in Lerozig führte der mitteldeutsche Schulbezirk die von der Schulabtei'.ung der Reichsvertretung zur Ermittlung der Bezirksbesten vorgeschriebenen Dreikämpfe durch, bei denen sich fünf Schüler der Leipziger Oberschule qualifizierten. Die höchste Punktzahl des Tages (76,5) erreichte Nemann (Jahrgang 24/25), indem er die 100 m in 13,1 durchlief, die Kugel 11,86 m stieß und 4,69 m weitsprang. Von den auswärtigen Schülern zeigten sich die beiden Chemnitzer Harry Rotenberg und Ruth Kartofel (Jahrgang 24/25) mit 68,5 bzw. 55 Punkten als die besten ' Volksschüler des Bezirks, zum Gruppensieg langte es aber nicht, da beide durch die Leipziger Nemann und Hannelore Warschauer überflügelt wurden. Weitere hervorstechende Einzelleistungen waren der 1,55-m-Hochsprung von Zwick und Obstlers 25,9 für 200 m (beide Jahrgang 20/21). K—n. Revanche der Besten Der JBC „Berlin" beschließt die Saison Noch einmal werden die besten Leichtathleten des jüdischen Sports in Deutschland die Gelegenheit erhalten, gegeneinander zu starten und ihre diesjährigen, überraschend guten Leistungen weiterhin zu verbessern. In großzügiger Weise hat der veranstaltende Verein versucht, zu den zahlreichen Wetttte*. Simi uted Sieg, Sonntag, 11. September Berlin Leichtathletik, Handball, Völkerball, bündische Spieie: Sportfest der zionistischen Bünde Berlins, Sportplatz Grunewald, Vorkämpfe 9 Uhr, Haupt- Simple 15 Uhr. Frankfurt a. M. Handball: Schild Frankfurt a. M. gegen Schild :.ibaden, I. Mannschaften und Frauen, Sportplatz fcuehrainweiher, ab 10 Uhr. Hockey: Bar Kochba Frankfurt a. M. I gegen Schild Frankfurt a. M. I, Sportplatz Sondershausener S'ra;":,c. 11.30 Uhr; Bar Kochba Frankfurt a. M. *!'3uen gegen Schild Frankfurt a. M. Frauen, Sport- P-iuz Sondershausener Straße, 10.30 Uhr. Leichtathletik: Klubkampf Schild Frankfurt a. M. cn Schild Wiesbaden, Sportplatz Buchrainweiher, %inn 10 Uhr. Asehaffenburg Faustball: Turnier des JJB. Hanau, Beginn 14 Uhr. Duisburg! ischiennis: Meisterschaften des Schild Wesit- &u'-schland, Lauterhaus. Hamburg Tennis: Klubkampf-Schild Hamburg gegen Hannover, Tcnnisanlage Hoheluft, Beginn 9 Uhr. Leipzig Fußhall: Bar Kochba Leipzig I und Alte Herren S<-\;rcn Bar Kochba-Hakoah Berlin I und Alte. Herren. Sportplatz Dübener Landstraße. tiandball: Bar Kochba Leipzig I gegen Bar Whba-Hakoah I, Sportplatz Dübener Landstraße, Besinn der Spiele: 13.30 Uhr. bewerben der Männer, Frauen und Jugendlichen die Spitzensportler der beiden Verbände zu verpflichten. Nach den vorliegenden Bestätigungen scheint ihm das in vollem Maße gelungen zu sein, und wenn das Wetter es am 18. September auf dem Grunewald- Sportplatz gut meint, dann dürfte die Leichtathletiksaison mit einem wirklichen Höhepunkt abgeschlossen werden. Die Revanche, die Schattmann dem Schild- Meister Rafael auf der 100-m- und 200-m- Strecke geben will, das Zusammentreffen der jugendlichen 800-m-Läufer Goldstein (Schild Hamburg) und Jonas (Bar Kochba-Hakoah Berlin) mit Werthen, die großartige Besetzung des 100-m-Laufes für Frauen mit Pels (Stuttgart), Liefmann (Hamburg) und Fließ (Berlin) und das Antreten Klabers und Blancks in den technischen Wettbewerben — diese Angaben dürften genügen, um den Wert der Veranstaltung gebührend zu kennzeichnen. 400 Jugendliche kämpften in Hamburg Schild- und Makkabi-Nachwuchs gemeinsam am Start Lassen wir zuerst die Zahlen sprechen: 400 Teilnehmer aus acht Vereinen (Schild Hamburg, Bar Kochba Hamburg, JBC. Berlin, Bar Kochba-Hakoah Berlin, JSG. Dortmund, Bar Kochba Kassel, Schild Leipzig und Schild Chemnitz) gaben über 1200 Nennungen ab. Das hieß für den Veranstalter, viele tausend Leistungen zu werten. Und das bei nur einer Grasbahn, einer Weit- und einer Hochsprunggrube, die lediglich am Vormittag benutzt wurde. Trotz dieser großen Schwierigkeiten wurde der 5. Hamburger Jugendtag in Pünktlichkeit und Disziplin reibungslos abgewickelt — in erster Linie ein Verdienst von Gustav Nachmann (Schild), der organisatorisch Hervorragendes leistete. Ihm halfen Cossen (Schild), Nußbaum und Blank (Bar Kochba) u. a. m. Der erfolgreichste Verein war der JBC. Berlin, der mit seiner Jugendmannschaft 24 Plätze belegte. Bei einer Gesamtwertung, die nicht durchgeführt wurde, dürften die beiden. Hamburger Vereine sich die Waage halten. In den Wettbewerben, die als Rahmenkämpfe für Senioren ausgeschrieben waren, dominierte bei den Männern Bar Kochba-Hakoah Berlin, bei den Frauen Schild Hamburg. Schattmann lief 100 m in 11,5. Blank sprang 1,675 m hoch und 6,38 m weit, Werthen gewann überlegen die Mittel- und Langstrecken. Ruth Liefmann befand sich wieder in guter Form, übersprang 1,425 m, im Weitsprung 4,92 m und über 100 m erreichte sie eine Zeit von 13,1. Die Hamburger Staffel kam über 4X100-m auf die gute Zeit von 54,6. Aber das waren nur Rahmenwettbewerbe, während das Schwergewicht der Veranstaltung bei der Jugend lag. Schade, daß der Bar Kochba Berlin nicht statt der Senioren seine begabten Jugendlichen geschickt hatte; denn man war gerade auf ein Zusammentreffen der besten Jugendlichen der beiden Verbände besonders gespannt. Bei der A-Jugend gelang es Krombach (JBCB) überraschend, den Favoriten Zeiler (Schild Hamburg) in der schönen Zeit von 11,6 und auch über 200 m zu schlagen. Heinz Goldstein (Schild Hamburg), der jugendliche Schildmeister, hatte Pech. Vom Start an kämpfte er mit der Zeit ohne Gegner und mußte dann später feststellen, daß seine 2: 03 Min. für eine Strecke von 785 m galten, da versehentlich die später nachgezogene Innenbahn benutzt worden war. Rechnet man aber seine Zeit auf 800 m um, so ergibt sich immer noch 2,06 Min. Die Hochspringer brachen bei 1.525 m ihren Vorkampf, der gleichzeitig Entscheidung war. ab. Die gleiche Höhe erreichten die beiden JBCBer David und Salomon bei der B-Jugend, wo David auch den 100-m-Lauf und den Weitsprung mit 5.82 m gewann. Liebenthal das Kugelstoßen mit 11,58 m. Bei der C-Jugend dominierten Goldstein und Rawitscher, ebenfalls vom JBCB. Sehr gut waren auch die Leistungen der Mädchen. So erreichte im Jahrgang 22/23 Ellen H.orwitz vom JBCB 13.5 vor Annelore Neuhaus (Schild Hamburg) in 13,6. Im Jahrgang 24/25 gab es einen herrlichen Zweikampf von Eilen Wolff (JBCB) und Inge Nathan (BK Hamburg), der als totes Rennen endete. Der Weitsprung wurde von Inge Nathan mit 4,40 m gewonnen. — Und dann folgte zum Abschluß Staffel auf Staffel der einzelnen Jugendklassen, in denen die Hamburger A-Jugend die sehr gute 4X100-m-Zeit von 46,8 herauswcch-sclie. wie überhaupt die gewohnte Bahn die Hambu ger meist zu den Staffelsiegern machte. In langen Reihen marschierten nach Abschluß der Kämpfe die Aktiven auf, voran die Fahnen des Schild und des Bar Kochba. In tiefem Schweigen ehrten die Jungen und Mädel die Gefallenen des Weltkrieges und die Opfer der Unruhen in Palästina, und dann begleitete lauter Jubel den Aufruf der zahlreichen Sieger. Als die ersten Regentropfen nach einem warmen Sonnentag dann auch in Hamburg fielen, waren die ca. 800 Zuschauer schon auf dem Heimweg, tief beeindruckt von diesem 5. Jugendt?-? der Hamburger jüdischen Vereine. P. M. Makkabi eröffnet die Boxsaison JBC Makkabi - Berlin in Westdeutschland In Köln . . . Der JBC. Makkabi Köln eröffnete mit einem großartigen Programm die Boxsaison 1938/39. Da es zugleich die Abschiedsvorstellung der auswandernden Makkabi-Meister Schindler, Barterer, Kummer und Reiff II war, dürfte der etwa 450 Personen fassende Saal des Kölner Gemeindehauses am 3. September bis auf den letzten Platz besetzt gewesen sein. Hauptkampf des mit 11 Treffen überreich besetzten Programms war die Revanche Reiff I I(Köin) gegen Schott (Berlin). Das Kampfgeschehen hob ihn dann auch weit über den Rahmen der anderren Begegnungen hinaus. Reiff, der unter Verzicht auf seine überlegene Technik einen schnellen Sieg erringen wollte, kam nicht zum entscheidenden Treffer, während der schnelle Berliner sich einen kaum noch einzuholenden Punktvorsprung zusammenschlug. Mitte der 3. Runde stellte Reiff seinen Gegner aber doch und in einem tollen Schlagwechsel brachte ein rechter Gerader Reiffs genau auf den Punkt das Ende. Schott mußte stehend ausgezählt werden. Viel weniger Arbeit hatten die anderen Makkabimeister mit ihren Gegnern. Schindler, der 34jährige Fliegengewichtler, hatte gegen Heymann II den Punktsieg stets sicher, wenn er sich auch vor den gefährlichen Schwingern in acht nehmen mußte. Noch leichter war die Aufgabe für den Bantammeister Barterer, für den Eskenazi II (Berlin) kein ebenbürtiger Gegner war. Immerhin kam der Berliner mit Hängen und Würgen über die Runden und verlor nur nach Punkten. Vorzeitig siegte dagegen der sehr verbesserte Halbschwergewichtsmeister Lewkowitz (Berlin) gegen den jungen Waag I (Hakoah Essen). Was der Meister in den li/o Runden, die es bis zur Aufgabe des Gegners dauerte, zeigte, war eine der technisch schönsten Leistungen im jüdischen Boxsport Deutschlands seit langer Zeit. Als einziger Meister blieb im Federgewicht Kummer (Köln) ohne Sieg. Wohl konnte er mit seinen langen linken Kopthaken die 1. Runde für sich gestalten, aber dann punktete sich der emsige Rüben (Berlin) einen immer größeren Vorsprung zusammen, der überall, außer in Köln, wohl zum Siege gelangt hätte. So gab es Unentschieden. Ein arges Fehlurteil, das minutenlanges Pfeifkonzert zur Folge hatte, bedeutete das Unentschieden, das den klar besseren Waag II (Essen) gegen Reif I (Köln) sehr benachteiligte. In den restlichen fünf Kämpfen wurde wenig Technik, dafür aber viel harter Fight gezeigt. Neubauer (Frankfurt am Main) und Pflanzer (Köln) trennten sich unentschieden, Beretz (Köln) gewann gegen Stutinsky (Wuppertal) nach Punkten, desgleichen Hauser (Essen) gegen Klinger (Düsseldorf). In zwei Jugendkämpfen boxten Wolkowitz (Köln) und Lilienfeld (Frankfurt a. M. unentschieden, während Hofrichter (Köln) gegen Grünfeld (Mainz) nach Punkten siegreich blieb. Durchaus nicht befriedigen konnte nur der Ringrichter, der in allen schweren Momenten einfach trennte. Das Punktgericht war indes sicher guten Willens, wenn ihm auch der eine oder andere Schnitzer unterlief. Nichtsdestoweniger war die Veranstaltung ein schöner Erfolg, nicht nur für den JBC. Makkabi Köln, son- Verbandskampf im Handhall Am 27. November in Berlin Dieser mit Spannung erwartete Kampf zweier repräsentativer Verbandsmannschaften des Deutschen Makkabikreises und des Sportbundes „Schild" ist nun endgültig für den 27. November abgeschlossen worden. Als Austragungsort dürfte Berlin in Frage kommen. Wir wrerden laufend über nähere Einzelheiten und Vorbereitungen der Verbände zu diesem Höhepunkt des jüdischen Sportgeschehens in Deutschland berichten. Max Flörsheim (Frankfurt a. M.), der bisherige Obmann für Handball im Deutschen Makkabikreis, ist dieser Tage ausgewandert. Mit ihm verliert nicht nur der Makkabi, sondern darüber hinaus auch der gesamte jüdische Sport einen seiner besten und tatkräftigsten Mitarbeiter. „Floh" — so nannte man ihn — hatte sich dank seines stets fairen, seines menschlich anständigen und aufrichtigen Auftretens viele Freunde erworben. Sie wünschen ihm für die Zukunft alles Gute. — Als Nachfolger von Flörsheim ist Rudolf Perls (Berlin) für den Posten des Handballobmanns im Makkabikreis in Aussicht genommen. Boxsport ~ 'Notizen Englische Manager beabsichtigen, für den Exweltmeister Max Baer in London einen Kampf abzuschließen. Als Gegner ist der Sieger aus dem am 13. September stattfindenden Treffen zwischen Eddie Phillips und Jack Doyle vorgesehen. Da Baer zur Zeit wieder anerkannter Herausforderer ist, würde diesem Kampf erhöhte Bedeutung zukommen. Benny Lynch, der erst vor wenigen Wochen seinen Weltmeistertitel im Fliegengewicht infoige Uebergewichts verlor, bereitet sich mit besonderem Ernst auf seinen am 27. September in Glasgow stattfindenden ersten Kampf in der Bantamklasse gegen den Amerikaner Kayo Morgan vor. Einen ausgezeichneten Kampf lieferten sich" in Hollywood der frühere Halbschwergewichts-Weltmeister Maxie Rosenbloom und der bekannte, zur ersten amerikanischen Klasse gehörende Bob Pastor. Rosenbloom, der schon seit langem nicht mehr im Ring gestanden hatte, gestaltete sein come back zu einem schönen Erfolg; denn es gelang ihm, dem starken Gegner ein gerechtes Unentschieden abzutrotzen. 25 fahre USA-Fußball Amerikas Fußballsport, d. h. die „United States Football Association of America", feiert in dieser Saison ihr 25 jähriges Bestehen. Der Verband wurde 1913 gegründet, nachdem englische Einwanderer das Spiel bereits um 18TO ins Land gebracht hatten. Das erste Fußballspiel in New York fand im Jahre 188S statt. Wesentlichen Anteil an der starken Entwicklung des amerikanischen Fußballsports in letzter Zeit hatte zweifellos die erfolgreiche Wettspielreise, die 1925 die HakoahWien, damals eine der besten Mannschaften des Kontinents, durch die Staaten unternahm. Fast die ganze Mannschaft blieb damals in Amerika. Als aktive Spieler und Trainer, die sich auf die verschiedensten Klubs verteilten, förderten die Wiener die Spielkultur der USA.-Fußballer bedeutend. Auch die vorjährige ausgedehnte USA.-Tournee des palästinensischen Meisters, Makkabi Tel-Aviv, stieß überall auf großes Interesse und dürfte nicht ohne Einfluß auf die Weiterentwicklung des Fußballsports in Amerika gewesen sein.!llill!i!l!llili;illlllllllllllllllllllllll!ll!!lillH dern für den ganzen jüdischen Sport in Deutschland. R. B. . . und in Essen „Parade der Makkabi-Boxer", so lautete der Titel des Plakates, mit dem die rührige Box-Abteilung der Essener Hakoah zu ihrem ersten Abend in dieser Saison einlud. Die den Saal bis auf den letzten Platz füllenden Zuschauer wurden auch nicht enttäuscht. Es gab eine ganze Reihe sehr schöner und interessanter Kämpfe, wenn sich auch leider bei einigen der Teilnehmer die Anstrengungen des Vortages leicht bemerkbar machten. Einen besonderen schönen Kampf, reich an spannenden Momenten, lieferten sich Schott (Berlin) und Waag II (Essen). Vor allem in der zweiten Runde gab es lebhafte Schlagwechsel, bei denen Schott einige gute rechte Gerade anbringen konnte. Die stärkere Kraftreserve in der letzten Runde sicherte Waag dann den Sieg. — Einen technischen k. o. gab es im Treffen Barterer (Köln) gegen Eskanazi II (Berlin), in dem der Berliner in der dritten Runde aufgeben mußte. Einen sehr schönen harten' Kampf zeiligte das Zusammentreffen zwischen Makkabimeister Lewkowitz (Berlin) und dem früheren Essener Belfer (Schild Dortmund) im Mittelgewicht. Lewkowitz konnte, dank seiner besseren Technik, in

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