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Central-Verein-Zeitung · 1938-08-25 · 34 (25.8.1938) · page 16

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
17 (1938)
Issue
34 (25.8.1938)
Date
1938-08-25
Page
– (sequence 16)
Language
German
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Seite 16 * 25. August 1938 orfbl&lf' Nr. 34 Makkabi-Sportfest im Regen JBC „Berlin" schlug Bar Kochba Frankfurt a. Mim Handball Das Programm dieser Veranstaltung, das unter der Devise „Die Besten am Start" die stärksten Schild- und Makkabi-Soortler im friedlichen Wettkampf vereinte, versprach, ein Ereignis ersten Ranges zu werden. Der Regen, der während des Festes ununterbrochen fiel und die Qualität der Wettkampfanlagen äußerst beeinträchtigte, machte indes alle Hoffnungen auf besondere Leistungen von vornherein zunichte. Wenn die Konkurrenzen vor etwa 1000 mutig ausharrenden Zuschauern trotzdem glatt durchgeführt wurden, so stellt das der Organisation ein gutes Zeugnis aus. Im übrigen entschädigte der durchweg interessante Verlauf der Kämpfe für vieles. Makkabi-Sprinter besser Besonders gespannt erwartete man in der Leichtathletik das Zusammentreffen der Sprinter Rafael (JSC. Fürth) und Schattinann (Bar Kochba Berlin), die sich im Laufe der Saison als die Besten ihrer Verbände ll!ll!ll!llllllll!lllllllllllllllll!l!lll!llllllliilllllllllll!im Am 28- August Berlin: Jugend und Junioren um den Titel Nach dem „Start der Besten" beanspruchen die leichtathletischen Makkabimeisterschaften der Jugendlichen und Junioren am kommenden Sonntag erhöhtes Interesse. Man wird gespannt sein dürfen, welche Leistungen die zahlreich gemeldeten Nachwuchssportler, die aus allen Teilen des Reiches nach Berlin kommen, zu zeigen vermögen. Die bisherigen Ergebnisse versprechen jedenfalls ausgezeichneten Sport. Im einzelnen werden es die Berliner Bar Kochbaner in der Hauptsache wohl mit den Vertretern der Frankfurter Makkabivereine zu tun haben, wenn auch der westdeutsche Bezirk einige glänzende Einzelkönner und ernsthafte Titelanwärter besitzen sollte. — Die Vorkämpfe beginnen auf dem Grüne- . (W-ai h dr Sportplatz bereits um 9 Uhr, die 5.H ar-u p t k ä m p f e um 15 Uhr. Frankfurt a. M.: Turn- und Sportschau des Schild Die Turn- und Sportschau des Schild gehört schon seit Jahren zu den Höhepunkten, der Frankfurter jüdischen Sportsaison. So auch diesmal, wo der Veranstalter von seiner im jüdischen Sport einzigartigen Vielseitigkeit erneut Zeugnis ablegen will. Neben einigen leichtathletischen Wettbewerben, die auch Schild Stuttgart am Start sehen werden, treffen die Handballer, Fußballer und Hockey spieler in Kurzspielen auf Mannschaften des dortigen Bar Kochba. Alle anderen Abteilungen des Klubs werden in kurzen Vorführungen einen Ausschnitt ihres Trainingsbetriebes zu vermitteln versuchen, u. a. auch die Radfahr-, F e c h t - und R e i t abteilung. — Begonnen wird auf dem Platz am Buchrainweiher um 15 Uhr. 3tlflll«l»ltl4lli«l1ICtltltmitEttf 1f llllf f UteillllllitlllllllllUlllliltllltlVtlltllllClIlllI ISIIIIIIIUIIE Iltlltllll gezeigt hatten. Mit 11,5 gewann Schattmann gegen den Schildmeister, der sich in letzter Zeit, Sonntag für Sonntag startend, wohl doch etwas zuviel zugemutet hatte und weit unter Form ins Rennen ging. Sein Lauf wirkte schwer und verkrampft, so daß Schattmann, für den im Zwischenlauf schon 11,4 gestoppt wurden, diesmal knapp aber sicher einen Meter besser war. Rafael, dem an sich die längeren Sprints besser liegen, kann jedenfalls auch auf der 100 m-Strecke mehr, als er am Sonntag zu zeigen vermochte. Er wird es bei der Revanche zu beweisen haben. Bei den Frauen kam überraschend die Makkabiahsiegerin Lore Meyer (Frankfurt a. M.) zum Erfolg. Hannelore Pels (Schild Stuttgart) hätte gegen sie gewinnen müssen; denn noch bei 80 m lag sie in Front, glaubte scheinbar ungefährdet zu sein, ließ etwas nach und — wurde auf den letzten Metern abgefangen. Ruth Lief mann (Schild Hamburg), die vorher den Kochsprung vor Gerda Gottlieb (Makkabi Wien) gewonnen hatte, blieb Dritte. — Auch in den Sprint staffeln siegten die Makkabivereine: bei den Männern Bar Kochba Berlin in 46,1 gegen Schild Frankfurt a. M., wo J. Bendorf viel schwächer als sonst schien, und im Frauenlauf Bar Kochba Frankfurt a. M. in 57,1. Der vielseitige Werthen (Bar Kochba Berlin) wurde dreifacher Sieger. Kamen seine Erfolge über 800 m und 3000 m vor seinen Klubkameraden Hirsch bzw. Berger noch erwartet, bedeutet sein erster Platz im Weitspringen, das er mit 6,15 m gewann, eine gewaltige Uebcrraschung. Klaber kam hier mit 6,11 m nur auf den 3. Rang. Im Diskuswerfen gab es recht erfreuliche Leistungen. Dr. Topf (Makkabi Wien) kam auf 35,71 m und stellte damit eine neue Makkabi-Bestieistung auf, während Klaber (Schild Frankfurt a. M.) mit 34,34 m Zweiter wurde. Im Speerwerfen entschädigte sich der Frankfurter Schild-Mann dann durch einen klaren Sieg mit einer Weite von 48,45 m und über 6 m Vorsprung gegenüber dem Zweiten, Levy (Hakoah Essen). Das Kugelstoßen für Frauen ließ sich die Schildmeisterin Trude Seeligmann (Schild Stuttgart) nicht entgehen. Sie blieb nur 2 cm unter der 10-m- Grenze, während Selma Schulmann (Bar Kochba Berlin) als Zweite nicht über 9,35 m kam. 4:3 iür den Schildmeister Die Handballer der beiden Meistermannschaften, Bar Kochba Frankfurt a. M. und JBC. „Berlin", deren erstmaliges Zusammentreffen den Höhepunkt der Veranstaltung bilden sollte, hatten es auf dem nassen und „rutschigen" Rasen naturgemäß besonders schwer. Sie kämpften nicht nur gegen den Gegner, sondern in erster Linie gegen jene äußeren Schwierigkeiten, die eine genaue Ballkontrolle nahezu unmöglich machten. Um so erfreulicher, daß das Spiel insgesamt noch auf relativ hohem Niveau stand und vor allem in schönstem, kameradschaftlichstem Einvernehmen unter Leitung von Epstein (Bar Kochba Berlin) durchgeführt werden konnte. Von Beginn an hatte der Schildmeister etwas mehr vom Spiel und konnte durch einen Treffer von Weinstock zur 1:0-Führung kommen. Mit Halbzeitschluß gelang es den Bar Kochbanern auszugleichen, so daß es mit 1:1 in die zweite Spielhälfte ging. Nun schienen die Frankfurter, die ohne Stein und Strauß angetreten waren, überlegen zu werden. Sie schössen auch R F|Si<5 P$f7$ ühlandstr. 43 - 92 30 77 13* I 1 mLfS Gr. Laeer, günstig Angebote vorhanden das zweite Tor. Alles andere verhinderte jedoch die systematisch und sauber abwehrende Hintermannschaft, allen voran der sich selbst übertreffende Olling im JBCB.-Tor. 2:2 — Dortmann hatte ausgeglichen. 3: 2 durch eine S trafwurfVerwandlung von Lieber und 4: 2 durch einen schönen Schuß Hirschlands. Damit war das Spiel zugunsten des JBC. „Berlin" entschieden, wenn auch Bar Kochba noch zwei Minuten vor dem Abpfiff zu einem billigen dritten Tor kam. Der Schildmeister hatte verdient gewonnen. Seine Stürmer schössen besser. Das war ausschlaggebend für den knappen Sieg über einen durchaus gleichwertigen Gegner, der das Pech hatte, seinen schußgewaltigsten Stürmer nicht zur Verfügung zu haben. Nur drei Boxkämpfe Es war schon ein Wagnis., die Boxkämpfe trotz des Regens überhaupt zu sparten. Drei konnten schließlich noch zu Ende gebracht werden, während man den vierten dann doch absagen mußte. Im ersten Kampf standen sich Berrzer (cchild Dortmund) und Ruhen (Maccabi Berlin) gegenüber. Berger hielt zwar tapfer mit, konnte jedoch seine Pur/:' Berlage nie verhindern. Eskenazi I (Maccabi Berlin) boxte anschließend gegen Reiff (Maccabi Köln). Der Berliner war der härtere und genauere Schläger, der in der zweiten Runde einen k. o. zu landen vermochte. Zum Schluß: Hochhäuser (Bar Kochba Breslau) gegen Grüneberg (JTY. 02 Köln). Die nach Ablauf der Runden verkündete Punktniederlage 'Grünebergs war unverständlich. Ein Unentschieden wäre zumindet am Platze gewesen. Das Publikum protestierte lebhaft. Im Rahmen programm fährten zwei Mannschaften des Bar Kochba-Iiakoah Berlin ein B a s k e t balispiel durch, während die Vorführungen einer Musterriege des Makkabi am Burren ausfielen. Manfred Friedmann Ergebnisse: Männer: 100 m: 1. Schattmann (BK.-II.) 11.5; 2. Rafael (JSC. Fürth) 11,6; 3. Rabinowitsch (BK.-H.) 11.7. 800 m: 1. Werthen (BK.-IT.) 2:09.5; 2. Hirsch (BK.-H.) 2:10,0; 3. Tonas (BK.-H.) 2:11.5. 3000 in: 1. Werthen (BK.-H.) 9:43.2; 2. Berger (BK.-H.) 10:02,5; 3. Hirsch (BK.-H.)- 4X100-m-Staffel: 1. Bar Kochba-Hakoah Berlin 46.1; 2. Schild Frankfurt a. M. 46.5; 3. JBC. ..Berlin" 47,3. Speerwerfen: 1. Klaber (Schild Frankfurt a. M.) 46,45 m; 2. Lew (Hakoah Essen), 39.07 m; 3. Dr. Topf (Makkabi Wien) 36,59 m. Diskuswerfen: 1. Dr. Topf (Makkabi Wien) 35.71 m (neue M akkab i -B es tleistung in Deutschland); 2. Klaber (Schild Frankfurt a. M.) 34,34 m; 3. Blanck (BK. Hamburg) 29.35 m. Weitsprung: 1. Werthen (BK.-H.) 6.15 m; 2. Grünbaum (BK.-H.) 6.15 m; 3. Klaber (Schild Frankfurt a. M.) 6,11 m. — Frauen: 100 m: 1. Meyer (BK. Frankfurt a.M.) 13,3; 2. Pels (Schild Stuttgart) 13.4; 3. Liefmann (Schild Hamburg) 13.6. Hochsprung: 1. Liefmann (Schild Hamburg) 1.40 m; 2. Gottlieb (Makkabi Wien) 1.40 m; 3. Durst (BK.-H.) 1,30 m. Kugelstoßen: 1. Seeiigmann (Schild Stuttgart) 9.98 m; 2. Schulmann (BK.-H.) 9,35 m; 3. Cohn (Schild Leipzig) 9.20 ■ m. ■ 4X100-m-Staft'el: 1. Bar Kochba Frankfurt a. M. 57.1; 2. Bar Kochba-Hakoah Berlin 57,3; 3. JBC. „Berlin" 57,6. Umschau Sportbetrieb ü Südwestdeutschland Kleiner Spielbetrieb im Mainkreis Die Verbandsspiele des ,,Spie]ausschu?.ses" stehen kurz vor ihrem Abschluß, so daß am 21. August im Fußball nur zwei Freundschaftsspiele ausgetragen wurden. In A s c h a f f e n b u r g trafen sich die I. Mannschaften des JJB. Hanau und des Bar Kochba Frankfurt a. M. Die Kürze des Platzes erlaubte keine richtige Spielentfaltung. Erstmalig mußten die Frankfurter in ihrer neuen Zusammensetzung mit Parkas als Mittelläufer und Rosenthal als Verteidiger antreten. Xach einer fast ausgeglichenen Halbzeit stellten die besten Stürmer des BK.. Hirsch und Sommer, den Sieg ihrer Mannschaft, die schließlich mit 6:2 (1:0) Toren gewann, sicher. Bei Hanau hielt der Mittelläufer Rothschild, bisher Stuttgart, den Kampf oEten und verhinderte eine höhere Niederlage. In Frankfurt a. M. fand nur ein Schülerspiel statt: Hakoah Frankfurt a. M. gegen Philanthropin Frankfurt a. M. 6:2 (4:1). * Im Handball unterlagen die Mädels des Bar Kochba Frankfurt a. M. in Aschaffenburg gegen JJB. Hanau mit 2:4 (1:3) Toren. Von Anfang an beherrschten die Hanauerinnen durch ihr besseres Zusammen- und Zuspiel das Feld. Die unterlegene Elf hat ihre Niederlage hauptsächlich durch zu langes Ballhalten verschuldet. E. K. Faustball in Frankfurt a.M. Bei einem Turnier, das Schild Frankfurt a. M. durchführte, siegten die Veranstalter, die im Endspiel gegen JJB. Hanau mit 37:23 (19:16) Punkten nach spannenden Kampfmomenten gewannen. Den dritten Platz belegte Bar Kochba Frankfurt a.M. Alte Herren vor JTB. Frankfurt a. M. E. K. Rheinland ~ Westfalen Sieg des „Sekild"- Meisters Die Sportgruppe Bochum, „Schf.d':- Meister im Fußball, eröffnete die neue Spielzeit in Krefeld gegen den Pokalmeister vom Bezirk Mittelrhein. Beide Mannschaften wiesen bereits ansprechende Form auf. Nur Bochums Hintermannschaft war noch nicht ganz sicher. Doch machte dies der Angriff wett und sorgte für fünf Treffer, obwohl Krefelds Torwort Benima der beste Mann auf dem Platz war. Mit. 5:3 (1:1) entschieden die Leute aus Bochum den harten, aber stets ritterlichen Kampf für sich, naihaem Schiedsrichter Simons (M.-Gladba^h) bestens geleitet hatte. J. G. Tennis-Klubkampf: Makkabi K ö 1 n—Hakoah Essen 8:6. Mitteldeutschland Jugendltaßball in Leipzig Auch beim Jugendlußbaü-Tu.-ruer des Bar Kochba Leipzig hatte der Himmel kein Einsehen — schr.J.2 darum; denn eine solche Veranstaltung hatte man hier schon lange nicht mehr durchgeführt. Trotz a:lem sah man von den beteiligten Mannschaften. Schild Leipzig und Schild Chemnitz, Bar Kochba Leipzig und Bar Kochba Dresden/Chemnitz (kombiniert), zeitweise recht guten Fußball, bei dem der Platzverein glücklich aber verdient, fast mit dem Schlußpfiff, mit 2:1 als Endsieger über den anderen Makkabiverein hervorging, nachdem sie beide am Vormittag, der Turniersieger über den Chemnitzer Schild mit 12:1, und die Kombinierten über Schild Leipzig mit 3:1 Sieger geblieben waren. Das Spiel der beiden Unterlegenen entschied Schild Leipzig mit 5:1 für sich. Die Handballer des Chemnitzer Schild sollen nur den Mut nicht sinken lassen und weiterhin tüchtig an sich arbeiten. Diesmal gab es durch die doch erfahrenere II. Mannschaft des Bar Kochba Leipzig nur noch eine 6: l-Nieder'age. Noch einige solcher Spiele und die Leistungskurve wird merklich ansteigen. K—n. Hß% $£m£ und Sief Sonntag, 28. August Berlin Kege'n: Vorrunde um den Felix-Horwitz-Wanderpreis des Bezirks Westen der SKV. Berlin und lOO-Kuge'-Einzeikampf auf Bohle, Kommandantenstraße 58/59. Frankfurt a. M. Fußbail: Bar Kochba Frankfurt a. M. Jugend gegen Bar Kochba Oflenbach Jugend, Sportplatz Bornheimer Hang. 9.30 Uhr. Handball: Bar Kochba Frankfurt a. M. gegen Philanthropin Frankfurt a. M. Frauen, Sportplaiz Bornheimer Hang, 10.30 Uhr. Karlsruhe Leichtathletik: Klubkampf TC. 03 Karlsruhe gc ■ Schild Mannheim, TCK.-Plaiz, 15 Uhr. Leipzig Leich'at::!ctik: Sportfest der jüdischen Sil..;' Sportplatz Dübener Landstraße, 14 Uhr. Der „Start der Besten", der infolge widriger Wetterverhältnisse sportlich, vor allem leistungsmäßig, nicht das zu halten vermochte, was man sich von ihm auf Grund seiner großzügigen Programmgestaltung versprechen mußte, hat auf anderem Gebiet sein Gutes gehabt. Er hat erneut eindeutig unter Beweis gestellt, daß der jüdische Sport in. seiner heutigen Situation Großveranstaltungen nur noch dann durchführen kann, wenn die Verbände sie gemeinsam bestreiten. Spät hat sich diese von uns schon so oft als selbstverständlich vertretene Forderung durchgesetzt. Hoffen wir, daß sie wenigstens jetzt in allen Sportarten uneingeschränkt Anwendung findet. Der jüdische Sport ist eine einzige große Gemeinschaft, deren Ziel, die jüdische Jugend körperlich zu ertüchtigen und sie physisch auf ihre Auswanderung vorzubereiten, eine Zweiteilung der vorhandenen aktiven Kräfte nicht mehr verträgt. * Unsere leichtathletische „Besten-Liste", die im Laufe der Jahre fast offiziellen Charakter angenommen hat, verspricht diesmal besonders interessant zu werden. Ihre zweite Folge, die demnächst erscheinen und erstmalig auch die Leistungen der Wiener Makkabisportler enthalten wird, weist gegenüber der Veröffentlichung in Nr. 31 des Sportblattes der C.-V.-Zeitung vom 4. August wesentliche Verbesserungen auf. Und dabei stehen noch einige größere Veranstaltungen bevor: die Juniorenmeisterschaften des Makkabi am 28. August, das Jugendsportfest des Schild Hamburg am 4. September und am 18. September1 das Abschluß-Sportfest des JBC, „Berlin", der an diesem Tage den Versuch unternehmen will, im Rahmen von Einladungswettbewerben die besten Leichtathleten des „Schild" und dea Makkabi wiederum gemeinsam an den Start zu bringen. — Man kann es zweifellos als Erfolg systematischer Aufbauarbeit an unserem vorzüglich geratenen Nachwuchs bezeich" nen, daß die jüdische Leichtathletik im Jahre 1938 noch einmal einen völlig unerwarteten Leistungsanstieg durchmacht. * Nach dem Zusammentreffen der derzeitig besten jüdischen Handballmannschaften, der beiden Verbandsmeister Bar Kochba Frankfurt a. M. und JBC. „Berlin" dürfte auch in Zukunft die Kette besonderer Handballereignisse neben den eigentlichen Rundenspielen nicht abreißen. In einer Besprechung der Handball- Obleute des Makkabi und des „Schild" wurde die Durchführung eines Verbandskampfes in dieser Sportart prinzipiell beschlossen. Als Termin könnte ein Sonntag im November in Frage kommen. Bereits vorher ist für Berlin die nicht minder interessante Begegnung einer kombinierten Mannschaft der Frankfurter Schild- und Makkabivereine mit einer Kombination der besten jüdischen Handballer Berlins projektiert. Das wären gleich zwei Schlager, auf die man leider seit langem vergeblich gewartet hat. —n. König wurde dreifacher Meister Das ehemalige Mitglied des Makkabi Wien, Alfred König, der nach der Türkei ausgewandert ist und dort in Istanbul für den türkischen Sportklub Gunes startet, beteiligte sich mit großem Erfolg an den diesjährigen türkischen Leichtathletik- Meisterschaften. Er kam zu einem dreifachen Erfolg; denn über 100 Meter siegte er in 11,0, über 200 Meter in 22,8 und über 400 Meter unangefochten in 51,8. Bei der Beurteilung dieser Leistungen muß berücksichtigt werden, daß während der Veranstaltung eine große Hitze herrschte, die König sehr zu schaffen machte. Ein Brie! aus Buenos Aires Erich P r e i s s, von dessen Auswanderung nach Argentinien wir kürzlich berichteten, schrieb uns dieser Tage aus Buenos Aires. Er berichtete u. a., daß er sich bald nach seiner Ankunft an einem Handballspiel seines neuen Vereins, der der A-Klasse der argentinischen Handball-Liga zugeteilt ist, beteiligt hat. Mit ihm spielten in der gleichen Mannschaft Klaus Pförtner und Uli Markwald (früher JSG. 33), Horst Langesfeld (früher JSK. Berlin), Becker und Lasowski (früher Schild Breslau). Das Spiel wurde ini übrigen gegen „Dock Sud" mit 2:1 gewonnen. Erich Preiss und seine Freunde hoffen, da sie eisern trainieren, in der Tabelle weit vorn zu landen. — Desgleichen haben sie im dortigen JTUS. das Leichtathletik- Training aufgenommen.

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