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Central-Verein-Zeitung · 1938-08-25 · 34 (25.8.1938) · page 2

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
17 (1938)
Issue
34 (25.8.1938)
Date
1938-08-25
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Seite 2 C.-V.-Zeitung Nr. 34 * 25. August 1938 Die gepflegte K ü t ti e im testen nur 3 /Änuten von der Tauentzienstr. Erns* Wersch*hal Privat-Mittagu. Abendtisch Marburger Straße 9, an der Augsburger Straße Telefon 24 8751 u. 24 65 44 Tageszeitungen Geöffnet tfigl. 11—20 Uhr Gedecke RM -,80 bis 1,50 Sonn- und Feiertag 11—16 Uhr Italien Die amtlichen Stellen haben damit begonnen, an alle die Familien, welche als jüdisch bekannt sind, Fragebogen zu schicken, welche neben üblichen statistischen Feststellungen die Frage nach der Rassezugehörigkeit enthalten. Als Stichtag gilt der 22. August, mitternacht. Unter der Rubrik Staatszugehörigkeit müssen Ausländer, die sich nicht genügend ausweisen können, den letzten Wohnort angeben. Wer nach seiner Geburt Italiener wurde, muß angeben, aus welchem Staat er stammt, oder weshalb er vorher keine Staatsangehörigkeit besessen hat. Konvertiten müssen alle Unterlagen über ihren Religionswechsel beibringen. Ehegatten müssen die bei der Eheschließung maßgebende Religion angeben, jüdische Ehegalten welcher Religionsgemeinde sie angehört haben. Ferner werden Angaben über den Eintritt in die Faschistische Partei und ihren Gliederungen mit der Mitgliedsnummer verlangt. Kriegsverdienste und andere Verdienste um den Staat sind auxzuiüliren. Nachdem bereits die zur Zeit an den italienischen Hochschulen studierenden ausländischen Juden für das kommende Semester nicht mehr zugelassen werden, ist durch eine neue Verordnung, die die Zahl der Studenten an allen Universitäten begrenzt, praktisch auch für die italienischen Juden ein numerus nullus eingeführt. Die Höchst* zahl der Studenten, die an den Universitäten Rom und Neapel zugelassen werden, beträgt 15 000 bzw. 10 000, wobei die Studenten italienischer Rasse zu bevorzugen sind. Auch die Presse beschäftigt sich weiter mit der Judenfrage. „Popolo d'Itaiia" veröffentlicht einen Artikel von Giacomo Prampolini, „Judaismus und römische Zivilisation", in welchem der zerstörerische Geist der Bibel geschildert wird. Er spricht ferner von einer grundlegenden geistigen und ethischen Antithese zwischen Judentum und römischer Zivilisation. Die zweite Nummer der Rassen- Erbbegräbnisse Kerlin-Weissen see, Lothringenstr. 23 56 3154. Zeitschrift „La Difesa della Razzia" beschäf- . tigt sich mit der Frage der Mohammedaner' und versichert sie der Sympathien und des. Schutzes Italiens, da sie nicht zur jüdischen- Rasse gehören. „II Tevere" veröffentlicht eine Liste von zwölf ausländischen jüdischen Aerzten in Rom und teilt" mit, daß über vierzig ausländische Aerzte in Rom praktizieren. Er fordert die italienische Aerztekammer auf, die Zahl der ausländischen jüdischen Aerzte im ganzen Lande festzustellen und die italienischen Aerzte vor ihnen zu schützen. In der Zeit vom 12. März bis 31. Juli haben 1559 ausländische Juden in Mailand um Aufenthaltsbewilligung für Italien nachgesucht, davon wraren 580 aus dem Lande Oesterreich, 472 aus Deutschland und 507 aus Polen. Nach einer neuen Statistik, die im „Corriere Padano" veröffentlicht wird, verteilt sich die Beschäftigung der Juden in Italien auf die einzelnen Berufszweige wie folgt: Von 48 000 Juden sind 15 000 (31,4'Vo) Kaufleute und Handelstreibende, 11000 (23,1 o/0) Angestellte und Beamte, 4724 (9,9o/o) Angehörige freier Berufe, 4170 (8,7o/o) von unbekanntem Beruf. Handarbeiter sind 2460 (5,1 o,0), 731 (1,5»b) Gewerbetreibende, 327 (0.2<y0) in der Landwirtschaft tätig, 246 (0,5%) sind Offiziere und 87 (0,2o/o) Soldaten. Kanada Das Einwanderungsamt veröffentlicht eine Statistik, aus der hervorgeht, daß in der Zeit vom 1. Januar bis 30. Juni dieses Jahres MESMinsniaöriü Erteil Oimpei 6DII: Aufzöge—El: Ksizu ngen BERLIN SW — Som.-Nr. 66 23 75 6 8135 Einwanderer ins Land gekommen sind, von denen.nur 174 Juden waren. Litauen In dem offiziellen Organ der Regierung war kürzlich ein Aufsatz erschienen, der die Trennung von Juden und Nichtjuden in den Badeplätzen des Landes forderte. Der Direktor der Presseabteilung der litauischen Regierung erklärte nunmehr gegenüber jüdischen Vertretern, dieser Aufsatz habe Viel zu große Erregung innerhalb der jüdischen Kreise hervorgerufen. Ansichten von Einzelnen — und um eine solche habe es sich gehandelt — oder von kleineren Gruppen könnten nicht als die Meinung des Landes betrachtet werden. Die Regierung wünsche nach wie vor, daß die Beziehungen zwischen den jüdischen und nichtjüdischen Einwohnern freundlich blieben, und sie werde alles tun, um Maßnahmen zu verhindern, welche diese Beziehungen gefährden können. Die jüdische Bevölkerung selbst solle sich jedoch die Frage vorlegen, ob sie nicht ihrerseits dazu beitragen könne, um Ursachen zu beseitigen, die zu solchen I re s Äußerungen geführt hätten. Mexiko In einer Entscheidung vom 22. August erklärt der mexikanische oberste Gerichtshof, daß Fremde, deren Ausweisung vom Innenminister wegen Verletzung der Einwanderungsgesetze angeordnet ist, vor der Vollstreckung der Ausweisung nicht das Recht der Berufung an die Gerichtshöfe habe.Nach der Ausweisung dürfen Berufungen eingelegt werden, und wenn sie Erfolg haben, wird der Wiedereintritt ins Land gestattet. Polen Die türkische Gesandtschaft in Warschau hat einer Abordnung jüdischer Studenten erklärt, daß die türkische Regierung bereit sei, für das Wintersemester 1938/39 jüdische Studenten aus Polen an die türkischen Universitäten zuzulassen.—Michael Grünfeld, der bei antisemitischen Ausschreitungen in.Wilna verletzt worden war, ist, 44 Jahre alt, an den Folgen der Verletzung gestorben. — Im März dieses Jahres war es in Majsegola zu Ausschreitungen gegen Juden gekommen. Vor dem Bezirksgericht in Wilna wurden jetzt 15 Teilnehmer an diesen Ausschreitungen schuldig befunden und zu Gefängnisstrafen von sechs Monaten bis zu zwei Jahren verurteilt. Elf Angeklagte wurden freigesprochen. Die Schadensersatzforderung der Juden wurde abgewiesen. Spanien Der Vorstand der Jüdischen Gemeinde in Barcelona hat die Errichtung eines rabbinischen Gerichtshofes für Spanien beschlossen. Zum Präsidenten wurde das frühere Mitglied der Jüdischen Gemeinde in Ceuta, Senor Don Menahem Goriat Bendaham, bestimmt. Zwei aschkenasische und zwei sefardische Rabbiner werden den Gerichtohof ergänzen. Aufgabe dieses Gremmins soll es sein, das religiöse Leben und die Schechita zu überwachen, Talmud-Tora-Schulen zu errichten und Streitigkeiten in den Gemeinden und zwischen den Gemeinden zu schlichten. Diese Tatsache gewinnt an Bedeutung, wenn man bedenkt, daß seit dem Mittelalter in Spanien keine Institution dieser Art mehr bestanden hat. Südafrika Der Bischof von Bloemfontein, Right Reverend A. H. Home Brown, führte den Vorsitz in einer Versammlung, welche den Beschluß faßte, eine Gesellschaft von Juden und Christen in Bloemfontein zu gründen. Auf der Tagung waren englische, afrikanische und jüdische Gsmemden vertreten. Bekanntlich sind ähnliche Gesellschaften vor kurzem, bereits in Kapstadt und Johannesburg gebildet worden. Tschechoslowakei Der Stadtverordnete Dr. Deutsch von Munkacew stellte in der Stadtverordnetenversammlung den Antrag, das tschechische Unterrichteministerium um die Genehmigung zur Gründung eines staatlichen hebräischen Lehrerseminars in der Stadt zu ersuchen. Der Antrag wnrrde einstimmig angenommen. Ungarn An dem Festgottesdienst der Israelitischen Kultusgemeinde in Budapest aus Anlaß des Weltkongresses der Ungarn nahmen als Vertreter der Regierung Bezirksvorsteher Tibor Zielinsky und Oberpolizeirat Franz Z o 11 a n teil. Die Festpredigt hielt Oberrabbiner Dr. Julius Fischer. Seine Ansprache wurde von Gesangsvorträgen Oberkantors Abrahamsohns und des Synagogenchors umrahmt. Vereinigte Staaten In Saranac Lake starb im Alter von 89 Jahren Adolf Levinsohn, ein bekannter jüdischer Bankier und Philanthrop. Ihm ist u. a. die Gründung der Hebräischen Technischen Schule für Mädchen und des Levinsohn- Stadions im City-College von New York zu danken. Auf einer Sitzung der Union of Hebrew Congregations wurde beschlossen, in ganz USA. und Kanada eine Aufklärungskampagne „Die Wahrheit über die Juden" durchzuführen. In Verfolg der Pittsburger Beschlüsse (vgl. C.-V.-Zeitung Nr. 25 vom 23. Juni) traten das American Jewish Committee, der American Jewish Congress und das American Jewish Labour Committee zu einer Sitzung zusammen, in der ein „Allgemeiner Rat für jüdische Rechte" gegründet wurde. Der Rat wird aus 20 Persönlichkeiten bestehen, von denen fünf den genannten Organisationen angehören und die restlichen 15 kooptiert werden. Der Rat soll mindestens einmal im Vierteljahr zu einer Sitzung zusammentreten. Auf dem Weltjugendkongreß im Vasar College von New York hielt der frühere Flüchtlingskommissar beim Völkerbund James G. MacDonald eine Ansprache, in der er sich gegen die Schwierigkeiten wandte, mit der manche Nationen die Wanderungsfrage belasten. Das Problem könne zum Wohle der aufnehmenden Länder gelöst werden, wenn sie dem Beispiel der Vereinigten Staaten folgten. In diesem Sinn appellierte er vor allem an die britischen Dominien und an die Staaten Süd- und Mittelamerikas. William Randolph H e a r s t veröffentlicht in den Sonntagsblättern seines Konzerns am 14. August einen Leitartikel „Die amerikanische Rasse". Er fordert die Vereinigten Staaten auf, die Juden aus Mitteleuropa nicht nur ins Land einzulassen, sondern sie einzuladen, ins Land zu kommen. Die Stärke der Vereinigten Staaten beruhe auf der Vielzahl der Stämme, aus denen es zusammengewachsen sei. Wir haben nicht den Völkern, die zu uns kamen, eine Wohltat erwiesen, sondern in Wirklichkeit haben sie sich als unsere Wohltäter gezeigt. Wir verlangen von den Menschen, die zu uns kommen, nichts anderes, als daß sie sich als Individuen unseren Einrichtungen unterwerfen und sich in das Land eingliedern. Sie sollen in unserem Land nicht nur einen dauernden Aufenthalt finden, sondern sie sollen sich mit ihm verschmelzen, und sie sollen uns als geistig. und ethnisch wertvolle Glieder willkommen sein. Einwanderung und Wirtschaft Die Problematik der Ueberseesiedlung den Umfang von Europa (ohne Rußland) Unter Hinweis auf den starken Rückgang der Einwanderung in die Ueberseegebiete, namentlich auch in die britischen Dominions, waren in Nr. 30 der C.-V.-Zeitung vom 28. Juli Stimmen aus dem englischen Parlament zitiert worden, in denen auf die große politische und wirtschaftliche Bedeutung einer stärkeren Einwanderung hingewiesen wurde. Mit Recht wurde hervorgehoben, daß der im wesentlichen durch . die Einwanderung veranlaßte große jährliche Bevölkerungszuwachs der Vereinigten Staaten vor dem Kriege eine wichtige Voraussetzung für das ständige Wachsen des dortigen Nationalreichtums war. Diese Zusammenhänge sollen im folgenden nach der wirtschaftlichen Seite hin noch etwas eingehender begründet werden; sie werden auch den Beweis erbringen, daß den großen, dünn besiedelten überseeischen Rohstoffländern aus einer verstärkten Einwanderung von wirtschaftlich geschulten und erfahrenen Men- . sehen, wie es die Juden aus Deutschland meist sind, nur Vorteile erwachsen können. An der Schaffung des Volkseinkommens sind nebeneinander drei Faktoren beteiligt: die Natur mit ihren Gaben, in erster Linie dem Boden, die Arbeit und das Kapital. Von der Verhältnismäßigkeit dieser Faktoren hängt es ab, mit welchem Erfolg sie dem genannten Ziele nutzbar gemacht werden können. Das Ideal ist, daß sie in einer solchen Menge vorhanden sind, .daß sie alle drei wirtschaftlich vollkommen verwertet werden können, kein Teil von ihnen also brach liegt. Von diesem optimalen Zustand können Abweichungen vorkommen. Einer dieser Faktoren kann in zu geringem Ausmaße vorhanden sein, so daß deshalb die beiden anderen nur unzulänglich ausgenutzt werden .können. In den Ueberseegebieten fehlt es in erster Linie den reichen Naturgaben gegenüber an Arbeit und Kapital. Das' letztere kann im Kreditwege aus den hochkapitalistischen Ländern bezogen werden. Die erforderliche Arbeitskraft entstammt der Einwanderung oder dem eigenen Uhren HERBERT 1CATZ Goldwaren Ankauf G. B. II. 4854B. W 30, Barbarossastr. 14. Tel. 26 21 32 organischen Volkswachstum dieser Länder. Wenn wir an dieser Stelle von der Tatsache ausgehen, daß es in den Ueberseegebieten an Arbeitskraft fehlt, so erkennt man leicht, daß deshalb das ökonomische Wirkungsverhältnis der drei Produktionsfaktoren nicht günstig sein kann. Auch der Verwendung von Kapital sind Grenzen gezogen, wenn es an Arbeitskraft fehlt. Alle diese Ueberseegebiete leiden heute den Naturgaben gegenüber an einem ausgesprochenen Mangel an Arbeitskraft: Einwohner auf 1 qkm Europa.......... Vereinigte Staaten von Amerika Union (Südafrika)...... Argentinien ........ Brasilien......... Kanada .......... Australischer Bund..... 51,— 15,66 6,65 4.24 3,60 1,08 0,86 Die Besiedelung dieser Länder ist dünn, trotzdem bis zum Ausbruch der Weltwirtschaftskrise die Einwanderung noch verhältnismäßig hoch war. Seitdem hat sie fast ganz aufgehört. Damit muß aber auch das eigene organische Volkswachstum dieser Einwanderungsgebiete, d. h. der Uebsrschuß der Geborenen über die Gestorbenen, zurückgehen. Die Einwanderer stehen bekanntlich in den lebensfähigsten und fortpflanzungsfähigen Altersjahren. Nimmt deshalb die Einwanderung ab, dann muß die Sterblichkeit zum Steigen und die Ehen- und Geburtenhäufigkeit zum Sinken tendieren. Damit ist das bisherige, starke Volkswachstum dieser Gebiete sehr in Frage gestellt. Man kann heute bereits in vielen von ihnen eine starke Verlangsamung der Volkszunahme beobachten. Geburtenüberschuß auf 1000 Einwohner Land Jahr 1926 1930 1935 Vereinigte Staaten von Amerika . 8,4 7,6 6,0 18,1 16,6 11,4 12,9 16,6 9,1 Kanada.......... 12,8 13,5 10,6 12,6 11,3 7,1 Mit einer derartigen Entwicklung muß aber auch der wirtschaftliche Ausbau dieser Länder langsamer werden. Kanada übertrifft — um dafür ein Beispiel zu geben um etwa ein Drittel. Seine Einwohnerzahl mit 10,38 Millionen ist nur um etwa 2 Millionen größer als diejenige Belgiens, während die Erträge seiner Landwirtschaft auf allen Gebieten wesentlich hinter denjenigen europäischer Landwirtschaften zurückbleiben. Diese Verlangsamung der wirtschaftlichen Entwicklung gilt auch vornehmlich für den Aufbau einer eigenen Industrie, die in fast allen diesen Staaten in den Anfängen begriffen ist. Nur da, wo genügend Arbeitskraft und Menschen vorhanden sind, kann ein ausreichender innerer Markt ent-' stehen, ohne den eine eigene Industrie nicht entwicklungsfähig ist. Schon im Jahre 1931 hat das internationale Arbeitsamt in Genf diese große wirtschaftliche Bedeutung der Einwanderung für die Ueberseegebiete aus sachverständiger Feder betont. Dabei wurde von den Vereinigten Staaten gesagt: „Doch haben amerikanische Volkswirtschaftler bemerkt, daß die Gesetze über die Beschränkung der Zahl der Einwanderer, die bekannten Quoten, zu einem wesentlichen Teile am Entstehen der gegenwärtigen Arbeitskrise in den Vereinigten Staaten mit Schuld tragen." Von Australien, das damals unter einer schweren Agrarkrise litt, heißt es: „Wenn das Land sich' nicht der Einwanderung (die sich im allgemeinen in den Städten konzentrierte) verschlossen hätte, wenn somit Städte und Industriegebiete Australiens sich stärker als bisher hätten entwickeln können, dann würden die australischen Landwirte über einen viel größeren inneren Markt für den Absatz ihrer Rohstoffe und Lebensmittel verfügen und sie würden nicht oder in viel geringerem Maße, unter einer Landwirtschaftskrise leiden. Andererseits* hätte der erhöhte Wohlstand der landwirtschaftliehen Bevölkerung und die allgemeine Bevölkerungszunahme infolge, der Einwanderung gleichzeitig die Kaufkraft erhöht und. die Ausdehnung des inneren Marktes auch im Hinblick auf die Fertigwaren gesteigert und damit zu einer Verminderung der Arbeitslosigkeit beigetragen." Diese Aeußerungen stammen aus einer Zeit, in der von einer stärkeren jüdischen Auswanderung noch keine Rede sein konnte. Professor Dr. Mombert, Stuttgart Oesterreich Der Reichskommissar für die Wiedervereinigung Oesterreichs mit dem Deutschen Reich gibt am 22. August bekannt, daß zur Regelung der Auswanderung von Juden aus der Ostmark eine „Zentralstelle für jüdische Auswanderung" in Wien errichtet worden sei. Alle Partei- und Staatsdienststellen haben Anweisung erhalten, alle Auswanderungsgesuche von Juden unverzüglich an diese Stelle weiterzuleiten. Samuel Jacobs Im Alter von 67 Jahren starb in Montreal (Kanada) Samuel Jacobs. Er war Rechtsanwalt und der erste Jude, der einen Sitz im kanadischen Unterhause hatte. Daneben war er Mitglied der Jüdischen Gemeinde und führend in der allgemeinen philanthropischen Arbeit. Mehrere Abhandlungen über kanadisches Recht entstammen seiner Feder. Von. seinen zahlreichen Ehrenämtern nennen wir: Mitglied der Anwaltskammer in Montreal; Vorstandsmitglied des Allgemeinen Krankenhauses, des Mount Sinai-Sanatoriums, der Aspüaitierungen tEEESNUr' Pflasterungen, Bürgersteiire - Telephon: 92 4756 Young Men's Hebrew Association und der Hebrew Free School Loan Society, ferner Vizepräsident der Jewish Publication Society of America, Ehrenpräsident der Jewish Immigrant Aid Society of Canada und Ehrensekretär des Canaclischen Committees der ICA. Chefredakteur: Dr. Alfred Hirschberg, Stellvertretender Chefredakteur: Dr. Ernst G. Löwenthal (in Urlaub). Verantwortlich für die Aufnahme von Bildern und für Sport: Dr. Ernst G. Löwenthal, für Feuilleton: Hans Oppenheimer, für Wanderungsfragen i. V. Hans Oppenheim e r. Sämtlich in Berlin. Für Rücksendung unverlangter Einsendungen ist Freiumschlag beizufügen.'Leiter der Anzeigen-Abteilung und verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Friedrich Nathan. Berlin. DA. II. Vj. 38 323. PI. 6. Verlag: Jüdischer Central-Verein e. V., Berlin W 15, Emser Straße 42. T>"''k: Max Lichtwitz, B- <W 68. PSRSSfiNSR © NERZE Silberfüchse. Sämftl« Pelsarien U gsl Äl B E RLS N W 50 Augsburger Strasse 45

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