Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 17 (1938)
- Issue
- 33 (18.8.1938)
- Date
- 1938-08-18
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
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Seite 12 * 18. August 1938 Nr. 33 * Beiblatt „ScMd"-Meisterschaften 1938 Ruth. Lief mann, Raiael u. Klaber wurden dreifache Meister — Rafael Hei mit 23,0 Sekunden Rekord über 200 Meter — Hannelore Pels besser denn je. Die diesjährigen vierten leichtathletischen Meisterschaften des Sportbundes „Schild", die erstmalig der Landessportverband Westdeutschland in Köln zur Durchführung brachte, bestätigten den angenehm überraschenden Eindruck, daß die Aktiven des „Schild", in der Hauptsache die zahlreichen Jugendlichen, an absolutem Können eher zuals abgenommen haben. Es ist erstaunlich, daß das ausgezeichnete Nachwuchsmaterial des jüdischen Sports immer wieder die Lücken auszufüllen versteht, die die Auswanderung gerade in die Reihen unserer Spitzenkönner schlägt. Diese etwas kühne Feststellung erscheint sofort verständlicher, wenn man sich überlegt, daß die Schwächen des Sonntags in den Mittel- und Langstrecken der Männer sowie in den technischen Uebungen der Frauen in erster Linie auf den Ausfall der JSG. 33 Berlin zurückzuführen sind. Hinzu kommt, daß die teilweise beschränkten Möglichkeiten der Platzanlage und die nicht sehr günstigen Wetterverhältnisse bessere Resultate von vornherein unterbanden; denn während die Laufbahn erstklassig schien, ließ die Beschaffenheit der Sprung-, Wurf- und Stoßanlagen durchaus zu erwartende Rekordleistungen einfach nicht zu. Die Organisatoren der Veranstaltung hatten sich jedenfalls alle erdenkliche Mühe gegeben. Das kann man ihnen ohne weiteres bescheinigen. Und wenn wirklich nicht alles so „am Schnürchen" ging, wie man es von den früheren Berliner Meisterschaftskämpfen her gewohnt wrar, dann soll das der von bestem W:illen getragenen Organisation keineswegs. Abbruch tun. Der 14. August war insgesamt ein Erfolg für den „Schild", au dem alle Beteiligten in gleichem Maße ihren Anteil hatten. Rekord dürfte für Köln im übrigen auch die Zuschauerzahl gewesen sein, die man mit etwa 1000 nicht zu hoch beziffert. Rafael bestätigte seine Form Mit dem Fürther Stefan Rafael besitzt der Sportbund zur Zeit einen Sprinter von überdurchschnittlicher Qualität. Der Stil, in dem er die 200 m unangefochten in der neuen Rekordzeit von 23,0, die 100 m bei strömendem Regen in 11,3 und wenig später auch den 400-m-Lauf trotz aufgeweichter Bahn in 53,6 herunterlief, war derart überzeugend, daß man ihm bei gleichwertiger Gegnerschaft noch bedeutend mehr zutrauen darf. Die Bestleistungen seiner Spezialdisziplinen werden in diesem. Jahr vor ihm kaum sicher sein. Schade, daß sich der Vorjahrsmeister Salmang (Aachen) nach seinem 200-m-Vorlaufsieg von 23,3 verletzte und nicht weiter mitmachen konnte. Er hätte Rafael sicherlich zu noch besseren Zeiten getrieben, als es später in den Endläufen die talentierten Jugendlichen M. Bendorf und Kraus (beide Frankfurt a. M.) über 100 m, Guttmann (Stuttgart) und Zeller (Hamburg) auf der 200-m-Strecke sowie Hepner (Frankfurt a. M.) und Rosenberg (Wiesbaden) im 400-m-Lauf zu tun vermochten. Klaber (Frankfurt a. M.), der gleich Rafael drei Meistertitel in den technischen Konkurrenzen eroberte bzw. erfolgreich verteidigte, war in seinen Leistungen schwächer als sonst, nicht zuletzt durch das Handicap der viel zu weichen Anlagen. Er entschädigte sich dafür auf andere Art; denn schließlich waren die Erfolge des Schild Frankfurt a. M. eine Folge seiner systematischen Trainingsarbeit in diesem Verein. Neben Klaber wurde Jule Beiidorf jeweils vor Klubkameraden Doppelmeister in den Sprungwettbewerben und sein jüngerer Bruder Manfred Titelhalter im Sechskampf' vor Kronfeld (JBC. „Berlin"). 9t» Stad ämd Siep Sonntag, 21. August Rheinland-Westfalen Fußball: Freundschaftsspiel Schild Krefeld gegen Schild Bochum, Krefeld, Sportplatz Weverhof, 16 Uhr. Leichtathletik: Klubmeisterschaften der Hakoah Köln. Köln, Fort Deckstein, Entscheidungen ab I0V2 Uhr. Tennis: Klubkampf Schild Düsseldorf — Hakoah Essen, Düsseldorf, Tennisplätze des Schild. Südwesideutschland Fußball: Jjß Hanaul —Bar Kochba Frankfurt a. M. I, Aschaffenburg, 17 Uhr: Schild Frankfurt a. M. I—JTB. . Frankfurt a. M., Frankfurt a. M., Sportplatz Buchrainweiher, 16 Uhr. Handball: JJß. Hanau Frauen—Bar Kochba Frankfurt a. M. Frauen. Aschaffenburg. 16 Uhr. Leipzig Fußball: Jugendturnier, Teilnehmer: Schild und Bar Kochba Leipzig, Schild und Makkabi Chemnitz, PI ata Dübener Landstr., ab 10 Uhr. Handball: Bar Kochba Leipzig II und Mädchen gegen Schild Chemnitz I und Mädchen, Platz Dübener Landstr., ab 10 Uhr. Auch über 4x100 m stellten die glänzend aufeinander eingewechselten Frankfurter die bei weitem schnellste Staffel, die im Vorlauf 46,6 lief. Leider mußten sie später zugunsten des Schild Stuttgart disqualifiziert werden. In den Mittel- und Lang strecken waren die Ergebnisse dagegen wenig meisterschaftsreif. Während der 800-m-Sieg des Hamburger Jugendlichen Goldstein in 2.12.2 noch anging, zumal der 18jährige Hamburger bei vernünftiger Schonung noch viel Besseres zu leisten imstande ist. stimmte die 1500-m- Zeit von Cerf (Köln), der seinen Klubkameraden Berg in 4.46.8 schlug, wie auch die 18.02.6, die Berg in 4.46,8 schlug, wie auch die 18.02.6, die der Breslauer Schein benötigte, um vor Cerf und Winter (Stuttgart) über 5000 m als Erster ins Ziel zu kommen, mehr als bedenklich. — In der 4X400-m- S taffei kam der Platz verein JTV. 02 Köln zum Titel vor Wiesbaden, und die abschließende IOXI2V2- Runden-Lnndesverbands-StafCel gewann die Kombination Württemberg/Nordwestdeutschland vor Berlin/ Schlesien und Westdeutschland. Die vielseitigste Sportlerin Auch die Hamburger Schildsportlerin Ruth Liefmann konnte diesmal ihr vielseitiges Können nicht voll entwickeln. Sie kann mehr als es die Anlagen in Köln zuließen, wenn sie auch technisch noch keineswegs ausgereift ist. Vielleicht wird sie ihr wahres Leistungsvermögen schon am kommenden Sonntag in Berlin unter Beweis stellen können. In den Sprints war Hannelore Pels (Stuttgart) in Abwesenheit ihrer kranken Klubkameradin Alsberg eine Klasse für sich. Die 100 m gewann sie leicht in 13,0 vor Ruth Lief mann (13,2) und Anni Freund (13,4). Ueber 200 m lief sie 28,2 gegenüber 30 Sekunden der jungen Frankfurtern Worms. Auch In der 4Xl00-m-Staffel verdankte Schild Stuttgart ihr den Sieg. Ruth Liefmann erspurtete für Hamburg vor dem JBC. „Berlin", der eine reine Mädchenstaffel stellte, noch den zweiten Platz. Leistungssteigerungen zu erwarten In den technischen Uebungen der Frauen fielen die neuen Meisterinnen durch solides Können angenehm auf. Trude Seligmann stieß die Kugel 10 m und warf den Speer 31.94 m, während Inge Cohn (Leipzig) den Diskus 30 m weit schleuderte. Die Meisterschaften sind vorüber, und befriedigt darf man das Fazit ziehen, daß die Titel den Würdigsten zugefallen sind, die sich an den Kämpfen beteiligen konnten. Ueberrasehungen sind im einzelnen ausgeblieben. Nun ist zu hoffen, daß die Aktivität der „Schild"-Leichtathleten im letzten Drittel der Saison nicht nachläßt. Mögen sie die noch ausstehenden größeren Wettkampf gel egenheiten gebührend ausnutzen, damit die Saison so erfolgreich wie möglich abgeschlossen wer- den kann. Leistungssteigerungen sind auf jeden Fall noch zu erwarten, sowohl beim „Tag der Besten", den am kommenden Sonntag der Makkabi veranstaltet, als auch am 18. September, an dem der JBC. „Berlin" für ein Einladungssportfest verantwortlich zeichnet. Manfred Friedmann Ergebnisse Männer, 100 m: 1. Rafael (Fürth) 11.3, 2. M. Bendorf (Frankfurt a. M.) 11.6, 3. Kraus (Frankfurt a.M.) 11,7; 200 m: 1. Rafael (Fürth) 23.0 (neuer Schild-Rekord). 2. Gutmann (Stuttgart) 24.0. 3. Zeller (Hamburg) 24.5; 400 m: 1. Rafael (Fürth) 53.6, 2. Hepner (Frankfurt a. M.) 57.0.. 3. Rosenberg (Wiesbaden) 57.9: 800 m: 1. Goldstein (Hamburg)' 2.12.2, 2. M. Bendorf (Frankfurt a. M.) 2.16.5. 3. Schupack (Köln) 2.22.0; 5000 m: 1. Schein (Breslau) 18.02,6, 2. Cerf (Köln) 18.34.0, 3. Winter (Stuttgart) 18.36.6; 4X100 - m - S t a f fei: 1. Schild (Stuttgart) 48,2. 2. JTV 02 Köln 48.6? 3. JBC Berlin; 4X 400m- Staffel: 1. JTV 02 Köln 4.02,3, 2. Schild Wiesbaden 4.04.3; IOXV2- Runde-S taffel:.l. LV. Hamburg/Württemberg 4.18,1, 2. LV. Berlin/Breslau, 3. LV. West; Weitsprung: 1. J. Bendorf (Frankfurt a. M.) 6,05 m, 2. Klaber (Frankfurt a. M.) 6,03 m, 3. Oschinsky (Breslau) 5,94 m; Hochsprung: 1. J. Bendorf (Frankfurt a.M.) 1.60.5 m, 2.ITeppner (Frankfurt a. M.) 1,55.5m, 3. Bloch (Köln) 1.55.5 m; Kugelstoßen: 1. Klaber (Frankfurt a. M.) 11.60.5 m, 2. Hallgaxten (Wiesbaden) 10,73 m, 3. Vollweiler (Stuttgart) 10,68 m; Diskuswerfen: 1. Klaber (Frankfurt a. M.) 32,65 m, 2. Rafael (Fürth) 28,45 m, 3. Kornfeld (Berlin) 28.35 m; Speerwerfen: 1. Klaber (Frankfurt a. M.) 45.94 m, 2. Flallgarten (Wiesbaden) 44.58 m, 3. Goldstein (Hamburg) 42,75 m; Sechskampf: 1. M. Bendorf (Frankfurt a. M.) 30.86,1 Punkte, 2. Kornfeld (Berlin) 2327 P., 3. Grünberg (Köln) 2286.1 P. Frauen, 100 m: 1. Pels (Stuttgart) 13,0 Sek., 2. Liefmann (Hamburg) 13,2 Sek., 3. Freund Ernst Lochner & Horkheimer Frankfurt a.M., Liebfrauenberg 3? . gegr. 1837 HERRENSTOFFE in gut tragbaren Qualitäten (Frankfurt a.M.) 13,4 Sek.; 200 m: 1. Pels (Stuttgart) 28,2 Sek., 2. Worms (Frankfurt a. M.) 30,0, 3. Herz (Köln) 30,6; 4 X 100 - m - S t a f f el: 1. Schild Stuttgart 55,6 Sek., 2. Schild Hamburg 56,2 Sek., 3. JBC. Berlin 57.4 Sek.; Weitsprung: 1. Liefmann (Hamburg) 4,96 m. 2. Pels (Stuttgart) 4.93 m, 3. Freund (Frankfurt a.M.) 4,63m; Hochsprung: 1. Liefmann (Hamburg) 1,38.5 m, 2. Pels (Stuttgart) 1.38.5 m, 3. Marek (Mannheim) 1,25.5 m; Kugelstoßen: 1. Seligmann (Stuttgart) 10 m, 2. Cohn (Leipzig) 9.49 m, 3. Liefmann (Hamburg) 9.29 m; Speerwerfen: 1. Seligmann (Stuttgart) 31.94 m, 2. Cohn (Leipzig) 23,60 m, 3! Spiro (Hamburg) 22,34 m; Diskuswerfen: 1. Cohn (Leipzig) 30 m, 2. Friede (Frankfurt a. M.) 26.20 m, 3. Selig-' mann (Stuttgart) '25,42 m; Dreikampf: 1. Liefmann (Hamburg) 139 Punkte, 2. Pels (Stuttgart) 115 P., 3. Lippmann (Stuttgart) 90 P. Die Besten am Start / Sportfest des Makkabi in Berlin Handball — Leichtathletik — Boxen Baskettball — Turnen An Stelle der üblichen Seniorenmeisterschaften, die in diesem Jahr nicht durchgeführt werden, veranstaltet der Deutsche Makkabikreis am 21. August auf dem Sportplatz Grunewald in Berlin ein Sportfest, das die Besten des jüdischen Sports, die Meister des „Schild" und des Makkabi, im friedlichen Wettkampf gemeinsam am Start sehen" wird. Das vielseitige Programm ist überaus geschickt zusammengestellt, so daß mit einem sportlichen Ereignis größten Ausmaßes zu rechnen ist. Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht das Handballtreffen der beiden Verbandsmeister, Bar Kochba Frankfurt a. M. und JBC. Berlin. Von der Tagesform und der Besetzung der Mannschaften wird es abhängen, wer die besseren Chancen geltend maqhen kann. Neben dieser mit Spannung erwarteten Kraftprobe interessieren vor allem die .leichtathletischen Wettbewerbe. Werden die Makkabisprinter Rafaels Siegeszug hemmen können? Ist Werthen (BK.-H. Berlin) in Form, um den Mittel- und Langstrecklern des Makkabi Wien, Kaiser und Beck, ein gleichwertiger Gegner zu sein? Blanck (BK. Hamburg), Klaber (Schild Frankfurt a. M.). Rafael (JSC. Fürth) und Dr. Topf (Wien) dürften in den technischen Uebungen an der Spitze liegen. Bei den Frauen haben es die beiden besten Schild-Sportlerinnen Hannelore Pels (Stuttgart) und Ruth Liefmann (Hamburg) in erster Linie mit Gerda Gottlieb (Makkabi Wien) aufzunehmen. In vier Box kämpfen stehen Rüben, Lewkowitr, Eskenazil (sämtlich Maccabi Berlin) und Hochhäuser (Bar Kochba Breslau) Gegner aus Westdeutschland' gegenüber, -und zwar den drei Schildsportlern Berger, Grüneberg und Beifer sowie Reiff (Makkabi Köln). — Ein Baskcttballspiel, das zwei Mannschaften des Bar Kochba Hakoah Berlin demonstrieren, und Turn Vorführungen einer Musterriege des Makkabi vervollständigen das Programm. Beginn: 14 Uhr, Hauptkämpfe 15 Uhr. Sportbetrieb überall Berlin Jugendsportfest des Bar Kochba Der Regen machte dem Bar Kochba, der am Sonntag ein großes leichtathletisches Jugendsportfest durch rührte, zum Teil einen Strich durch die Rechnung. Wenn trotzdem der größte Teil der Wettbewerbe abgewickelt werden konnte und noch dazu gute Leistungen herauskamen, dann stellt das der Organisation und den Aktiven ein gutes Zeugnis aus. Die besteLeistung bot die hochveranlagte 14jährige Helga Romanus ((BK.-H.). die in der Mädchen- C-Klasse 5.10 m weit sprang. Ueberraschend kamen die zahlreichen Siege der Jugendlichen des JBC. Berlin, die sich namentlich in den unteren Jugendkassen hervortaten. Ergebnisse: Jugend A, 400 m: 1. Mohr (BK.-FI.) 61.3: 800 m: 1. Markwald (BK.-H.) 2:16,7; Hochsprung: 1. Teitelbaum (BK.-H.) 1.50 m; Weitsprung: 1. Spiegelberg (BK.-H.) 5.49 m; Speerwerfen: 1. Brasch (JBCB.) 36.50 m: 100 m: 1. Mohr (BK.-H.) 11.9; Kugelstoßen: 1. Politzer (BK.-H.) 12.33 m. — Jugend B, 100 m: 1. Wienskowitz (BK.-FI.) 12.2; 200 m: 1. Liebenthal (JBCB.) 26,7, 2. Steinbock (BK.-H.) 26.7; 800 m: 1. Dicnes (BK.-H.) 2:18,1; Weitsprung: 1. Wienskowitz (BK.- H.) 5.59m; Hochsprung: 1. Salomon (JBCB) 1.50 m; Speerwerfen: 1. Wienskowitz (BK.-H.) 41.80 m; Kugelstoßen: 1. Liebenthal (JBCB) 11,85 m; Dis- Wann und wo linden Sie Rat? Mitteldeutschland. Erfurt 25. August von 16—18.™ Uhr, Synagfog-engebüude. Xorddeutschland Hannover Mittwochs 16—18 Uhr, Landschaftstr.,6 prt, (Bankhaus Meyerstein). kuswerfen: 1. Steinbock II (BK.-H.) 25.25 m. — Jugend C, 100 m: 1. Goldstein (JBCB) 13.0; Weitsprung: 1. Goldstein (JBCB) 5.23 m; Kugelstoßen: 1. Rawitscher (JBCB) 13.83 m. — -Mädchen A, 100 m: 1. Fließ (BK.-H.) 13.6; Speerwerfen: 1. Speyer (BK.-H.) 27,60 m, 2. Weißbrod (BK.-H.) 26,35 m, 3. Simon (BK.-H.) 25.15 m. — MädchenB, 100 m: 1. Buttermilch (BK.-H.) 14.6 und Weißbrod (BK.-H.) 14,6; Weitsprung: 1. Weißbrod (BK.-H.) 4.60 m. Mädchen C, 60 m: 1. Romanus (BK.-H.) 8.5; Weitsprung: 1. Romanus (BK.-H.) 5.10 m; Schlagballweitwerfen: 1. Romanus (BK.-H.) 67,20 m. Mitteldeutschland Leichtathletik in Leipzig Das Sportfest des Bar Kochba Leipzig versprach groß zu werden, aber leider machte das Wetter einen gehörigen Strich durch die Rechnung, so daß qualitativ wie auch quantitativ mancher Wunsch offen blieb. Lediglich die vier Hamburger, an ihrer Spitze Blanck II, erfüllten zu einem großen Teil die in sie gesetzten Erwartungen. Im Hochsprung erreichte Blank trotz schwerer Anlaufbahn "1.65 m, gewann den Weitsprung mit 6,20 rn, den Diskuswurf mit 31,83 m und die 400 m in 56,3. Seine Klubkameradin Hadra holte sich den Weitsprung mit 4.39 m, das Kugelstoßen mit 9.10 und den Speerwurf mit 30.50 m. Die 100 m der Senioren fielen abermals an Kauber vom Platzverein, dessen 11,8 immerhin beachtlich sind. Einen 200-m- Lauf gab es lediglich für die Jugend A, der durch Salo Hölzer in 25,5 ebenso ein Sieg für den veranstaltenden Verein wurde, wie auch die für die Jugendklassen A und B angesetzten 800 m, die von Maletzki in 2,23 und von M. Frankel in 2,26 Min. gewonnen wurden. Schild begnügte sich in den Läufen mit dem Sieg einer 4X100-m-Staffel, die mit 49,1 jedoch weit unter ihrer sonstigen Form lief. Beim Kugelstoßen kam Wasser lauf (BK. Leipzig) wiederum nicht über 10,77 m. Bei der Jugend A schaffte es Schlesinger (Schild) mit 10.49 m. und im Hochsprung mit 1,52 m, der bei der B-Gruppe mit 1,42 m an U. Cohn, und bei den Mädels Jahrg. 22/23) mit 1,25 m an Bronia Fuchs (BK. Leipzig) fiel. Schließlich wurde Ehrlich (Schild) mit 5,30 m Weitsprungsieger. Das den Sporttag abschließende Fußballspiel zwischen den 1. Mannschaften der beiden Makkabivereine aus Leipzig und Dresden endete mit einem 2:O-Ueberraschungssieg der Gäste. K.. n. Breslauer Ergebnisse Fußball: Schild Breslau I/II komb'.— Schild Neiße 10:0 (6:0); Schild Breslau Jugend A — Schild Breslau Jugend B 2: 3. E. W, Südwestdeutscliiand Hockey in Frankfurt a. M. Bar Kochba-Hakoah Berlin erwiderte das kürzliche Hockeygastspiel der Frankfurter Makkabim mit dem Besuch einer spielstarker! Mannschaft. Berücksichtigt man, daß es da3 erste Spiel der neuen Saison war, so darf man mit den Leistungen des Tages sehr zufrieden sein. An die Berliner Mannschaft wurden in zwei schnellen Kämpfen große Anforderungen gestellt, so daß ihr 1:3- (0:1-) Verlust gegen Schild Frankfurt a. M. und ihr 1:1 (1:1) gegen eine durch v^r Spieler der Hakoah Köln verstärkte Einheit des Bar Kochba Frankfurt a. M. ein sehr ehrenvolles Abschneiden bedeutet. Schild Frankfurt a. M. hatte am Vormittag aus dem Rest der einstmals so stolzen Mannschaft zusammen mit jetzt bei Frankfurt spielenden Mannheimern die siegreiche Elf zusammengestellt. Es war zugleich das Abschiedsspiel des als besten jüdischen Hockeyspielers in Deutschland geltenden Mittelläufers W. Hamburger. Konnte Schild die erste Spicihälfte klar für sich buchen, so war es nach der Pause zeitweise gerade umgekehrt, Rosenberg im Frankfurter Tor wehrte jedoch ungemein sicher ab, so daß den Berlinern nur der Ehrentreffer gelang. Am Nachmittag gab-es dann auf dem inzwischen durch starke Regenfälle aufgeweichten Boden einen z\veiten Kampf, der fast noch mehr begeistern konnte, als das erste Treffen. Die Verstärkung des Bar Kochba Frankfurt a. M. durch vier westdeutsche Makkabispieler wirkte sich fühlbar aus. Der Kölner Mittelläufer Levy überragte alle anderen, und die Makkabim aus Berlin hatten schwer zu kämpfen, um das Unentschieden von 1:1 sicherzustellen. — Vorausgegangen war ein Damen spiel zwischen Schild und Bar Kochba Frankfurt a. M., das die Bar Kochbanerinnen sehr klar mit 1:0 (0:0) gewannen. E. IC Ergebnisse Fußball: Bar Kochba Frankfurt a. M. Jugend gegen JJB Hanau Jugend 5:4 (4:0); Hakoah Frankfurt a.M. Schüler—JJB. Hanau Schüler 6:0 (4:0). Handball: Bar Kochba Frankfurt a. M. Frauen gegen JJB Hanau Frauen 5:0 (0:0). E.Kl/ca* 11-13 UU findet die Sprechstunde der Beratungssteile des Jüdischen Centrai- Vereins, Berlin W 15, Emser Str. 42, IV, statt. Sprechtage sind Montag bis Freitag, für Mitglieder des Centrai-Vereins auch außerhalb der angegebenen Sprechstunde nach votheriger telefonischer Veieinbarung.