Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 17 (1938)
- Issue
- 33 (18.8.1938)
- Date
- 1938-08-18
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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Nr. 33 18. August 1938 LVürihwg Seite 3 Ludwig Borchardt In Zürich starb im Alter von 75 Jahren unerwartet Geheimrat Professor Ludwig Borchardt, der bekannte Aegyptologe, der aus Berlin stammte. Er widmete sich zunächst dem Baufach und war als Regierungsbaumeister mehrere Jahre bei der Ministerial-Baukomnüssion in der Reiehshauptsiadt tätig. Während dieser Zeit beschäftigte er sich unter der Aegide von Professor Erman mit der Aegyptologie. Die Akademie der Wissenschaften veröffentlichte damals verschiedene Arbeiten aus seiner Feder. Die Philosophische Fakultät verlieh 1897 dem erst 34jährigen den Ehrendoktor. Als im Jahre 1895 die Vorarbeiten für das Stauwerk des Nils in Assuan in Angriff genommen wurden, mußte die Insel Philae mit ihren kostbaren Bauwerken zum Teil unter Wasser gesetzt werden. Borchardt nahm damals die Inventarisierung der anerkannten Kunstwerke vor, wobei er einer internationalen Kommission gemeinsam mit einem englischen und einem französischen Forscher angehörte. Als Baumeister und Aegyptologe siedelte er 1895 für ständig nach Aegypten über, wo er in den Dienst des Khedive trat, um das damalige Museum in Bulak bei Kairo zu inventarisieren. Später wurde dann für ihn die Stellung eines wissenschaftlichen Attache beim Generalkonsulat geschaffen. Borchardts Initiative verdankte das Archäologische Institut in Kairo sein Entstehen, dessen 1. Direktor er bis 1928, dem Jahre seiner Pensionierung, gewesen ist. Zahlreiche Arbeiten entstammen der Feder Borchardts, eine Veröffentlichung über die Cheops-Pyramide und die Stufenpyramide zu Sakkara, die Tempel von Karnak und das Porträt der Königin Nefretete haben Weltruf und Weltihteresse erlangt. Die „Annalen und die zeitliche Festlegung des Alten Reiches der Aegypter" und die von ganz neuen Gesichtspunkten ausgehende Veröffentlichung „Die Mittel zur zeitlichen Festlegung von Punkten der ägyptischen Geschichte und ihre Anwendung" sind neben dem fünf Folio-Bände umfassenden Werk „Statuen und Statuetten von Königen und Privatleuten im Museum Kairo" im Rahmen des „Catalague general des antiquites egyptiennes. du Musee du Caire" auch in dem großen Werk verzeichnet, das zum 70. Geburtstag Ludwig Borchardts von seinen Freunden zusammengestellt wurde und 300 Schriften aufzählt. Ludwig Borchardts Name steht auch mit den berühmten Teil El Amarna-Grabungen in Zusammenhang, die das Reich des Amenophis und der Kunstkreis der Königin Nefretete mit der Bildhauerwerkstatt des Tutmosis erfaßte und in die Kunstgeschichte als neuer, wertvoller Begriff eingegangen sind. Unter den maßgebenden Schriften des verstorbenen Forschers nennen wir in diesem Zusammenhang den aufschlußreichen Aufsatz „Der Porträtkopf der Königin Teje im Besitz von Dr. James Simon". Dr. Olga Bloch Drei Gedenktage David Popper Die ungarische Presse gedachte in der vergangenen Woche des 25. Todestages von David Popper, der am 9. Dezember 1843 in Prag geboren war und als Cellist Weltruhm erlangte. Nach Beendigung seiner Studien in Prag war er zuerst Kammervirtuose in Deutschland, dann Konzertmeister an der Hofoper in Wien. Seine Virtuosenlaufbahn BRIEFMARKEN-KATALOGE 1939 / An-und Verkauf FALÜD1, Berlin, HektorstraSe 2, p. / 971084 ■ ■■ führte ihn durch' die ganze Welt. Abwechselnd lebte er in London, Paris, Wien und Berlin, bis er in Budapest seinen ständigen Wohnsitz nahm. Dort gründete er u. a. das Hubay-Popper-Quartett. Oft trat er auch zusammen mit seinem Bruder Wilhelm Popper (1846—1924) vor die Oeffentlichkeit, der ebenfalls ein Cellist von Weltruf war. Zwei Tage vor seinem Tod, der am 7. August 1913 in Baden bei Wien eintrat, war er zum königl. ungarischen Hof rat ernannt worden. Als Komponist schrieb er u. a. einige Konzerte für Violoncello, eine hohe Schule des Cellospiel's, ein Requiem für drei Celli. ftogum.il Zepler Am 17. August jährte sich zum 20. Male sein Todestag. Als Komponist und als Wissenschaftler hat er manches, Bedeutsame, zumindest jedoch Ueberdurchschnittliches, geschaffen. Zepler wurde am 6. Mai 1853, also vor 80 Jahren, in Breslau geboren. Obwohl er schon frühzeitig starke musikalische Neigungen erkennen ließ, mußte er doch, auf Alf papier — Ado!! Naftaniel Berlin MW 87, Wuilenweberstraße 2. Tel.: 39 78 02 des Vaters Wunsch, zunächst Bautechniker und dann Mediziner werden (1886 promovierte er zum Dr. med.), bis sich ihm mit dem Studium bei Heinrich Urban endlich die Pforte zum Reiche der Tonkunst öffnete. Seine Ausbildung war ungemein gründlich; sie sollte bald das Fundament zu seinem nach Zahl und Wert recht ansehnlichen Lebenswerke bilden, das sich aus zehn vorwiegend heiteren Opern, Operetten und Parodien (darunter 1911 die erfolgreiche komische Oper „Monsieur Bonaparte"), zwei Ballettsuiten für Orchester und graziösen Couplets für Kabaretts, einer Fülle von Liedern, darunter auch mehreren jüdischen Volksliedern, zusammensetzt. Nicht zuletzt muß der Herausgabe jener Notensammlung gedacht werden, durch die er die Musikliteratur der ganzen Welt in breiten Massen populär machte. Diese Sammlung war in ihrer Art etwas Einmaliges. Zepler, der sie seit 1906 redigierte, hatte von Anfang an das Bestreben, die Kunst ins Volk zu tragen. Er tat es auf eine sehr unauffällige Weise, indem er jeden Monat ein Heft herausgab, das dem Schaffen eines Komponisten, einem Werke oder einer Kunstgattung gewidmet war. Durch die verständnisvolle Auswahl, die dabei getroffen wurde, erhielt der musikalisch Interessierte, der ja nicht immer musikalisch „gebildet" war, trotz der fast stets notwendigen Transkription auf einen möglichst leichten .Klaviersatz, einen unschätzbaren Einblick in die verschiedensten Gebiete der Musikliteratur (Symphonie, Kammermusik, Oratorium, Oper, Operette, Lieder, Tänze) und durch die bei aller Kürze doch sehr sorgfältigen Texteinführungen auch eine Ahnung vom Leben der Meister und dem Zeitstil, aus dem das Werk hervorgewachsen ist. Marlin Hausdorff, Breslau Irving Berlin Amerika feierte vor kurzem den 50. Geburtstag des großen Schlagerkomponisten, des Vaters des Jazz, Irving Berlin. Den Höhepunkt der Feiern bildete eine Rundfunk- Revue, die am 3. August über sämtliche amerikanischen Sender verbreitet wurde. Im Rahmen dieser Revue, die 100 000 Dollar kostete, traten u. a. Sophie T u c k e r, AI J o 1 s o n, Rudy V a 11 e e und Tyrone Power auf. Der englische Rundfunk wird diese Revue in nächster Zeit von Schallplatten aus Dringen. Irving Berlin, den sein Adoptiv-Land so" ehrt, kam im Jahre 1892 als Baby mit seinen Eltern, armen russischen Juden, drüben an. Es wurde ein hartes bitteres Leben, und der kleine Izrael Baline mußte als Zeilungsjunge zum Lebensunterhalt beisteuern. Mit 16 Jahren arbeitete er als singender Kellner in „Nigger Mike's" auf der Bowery. Als Zeitungsjunge hatte er herausgefunden, daß sein Umsatz größer würde, wenn er seine Blätter mit trauriger hoher Singstimme ausrief, und er verkaufte auch mehr Bier auf diese Weise. Später arbeitete er in „Jimmie Kelly's Gin Mill", in der Sophie Tucker auftrat, die er singend begleitete und für die er sehr pointierte Parodien auf bekannte Sorgenfreier Lebensabend durch LEIBRENTE bei erster Gesellschaft. Günstigste Tarife. JAKOB GEIGER FRANKFURT a. M. Bockenheimer Landstr. 73. Tel. 71814 Lieder komponierte. Dort war es auch, daß er die Zugkraft einfacher ins Ohr gehender Melodien und im Gedächtnis haftender .Texte erkennen lernte. Carl Lämmle, der nachmalige Präsident der Universal Film Co., damals Musikverleger, war der erste, der Berlins Lieder herausbrachte. Dann ging er zu den Verlegern Harry Waterson, Ted Snyder und Ed Rose. „Dorando", ein parodistischer Schlager über den Marathonlauf Windsor—London, den ein Italiener gleichen Namens gewann, war sein erster Erfolg. Er verkaufte ihn für 25 Dollar; seinen Verlegern brachte er 4000 Dollar. Das war der Anfang der märchenhaften Karriere Irving Berlins. „Alexanders Ragtime Band", „What'li I do?", „All Alone „Everybody's Döing It", „Michigan" wurden in Millionen verkauft. Heute hat Berlin einen der größten Musikverlage. Als Clarence McKay, Chef der American Cable Company, seine Tochter Ellin auf eine \Veltreise mitnahm, um sie den „Schlagerfritzen" vergessen zu machen, schrieb Berlin „All Alone". Nachdem er sie geheiratet hatte, schrieb er lustige Lieder. Man kann seine Lebensgeschichte aufzeichnen, wenn man seine Schlager chronologisch aneinanderreiht. Hollywood hat seiner Musik die Welterfolge vieler großer Filme zu verdanken. Als Geburtstagsgeschenk erscheint in Kürze ein Großfilm „Alexanders Ragtime Band", der mit einem Kostenaufwand von zwei Millionen Dollar produziert Irving Berlins Lebensgeschichte zeigt. Bei einem Essen, das der Friars Club im Oktober 1913 zu Ehren des jungen Berlins gab, sagte ein Redner, daß „dieser junge Mann unserm ernsten Leben Licht und gute Laune durch seine Musik schenkt" — und das gilt heute noch oder heute grade ganz besonders... E. W. Kilinski, London Alexander Eig In Jerusalem starb am 30. Juli der Botaniker Professor Dr. Alexander Eig, von der Hebräischen ■Universität, der zu der jüngeren Generation der in Palästina aufgewachsenen Gelehrten gehörte. Der 1896 in Litauen geborene Gelehrte kam als junger Mensch ins Land, besuchte die landwirtschaftliche Schule in Mikwe Israel, dann das „Herzliah"-Gymnasium und widmete sich der Er¬ Briefmarken «- Fritz Lewin Berlin W 35, Lützowstrosse 91 A. Kataloge neu erschienen forschung der Pflanzen Palästinas. Sein Werk über die Pflanzen Erez Jisraels, das in langjähriger Forschungsarbeit entstanden ist, und seine Arbeit, welche Eig in Berührung mit den Bewohnern der Dörfer und den Arbeitern des Landes brachte, haben ihn zu einem der wichtigsten Forscher der jungen Universität gemacht, welche ja in den Aufbau Palästinas eingeordnet ist und der Entwicklung des Landes neue Wege weisen soll. A. Jüdisches Leben - jüdischer Geist Hebräische Konferenz An dieser von der Schulabteilung der Reichsvertretung der Juden in Deutschland am 15. und 16. August in Berlin veranstalteten Tagung nahmen 100 bis 120 Hebräisch Lehrende aus Berlin und dem ganzen Reiche teil. Geleitet wurde sie von Rabbiner Dr. Max Grünewal d, Berlin, der in seinem kurz gehaltenen einleitenden Referat über „Die S t e 11 u njf des Hebräischen in der jüdischem Schule" auf die Unterschiede zwischen der Schule der Moschawa, die gewissermaßen das „Land" in ihren Unterricht hineintrage, und dem Betriebe bei uns hinwies, der sich mit ungleichem Erfolge bemühe, dem Unterricht jüdischen Charakter zu geben. Auch eine an sich wünschenswerte Vermehrung der Stundenzahl und moderner Unterricht werden wohl, nicht viel nützen, wenn das Hebräische nur als Fremdsprache empfunden und behandelt wird. — Das nun folgende Referat von Dr. Ehrmann, Berlin, über „Modernen Unterricht", schloß sich der im allgemeinen üblichen Fordeining des fremdsprachlichen Unterrichts an. Er unterstlich die Notwendigkeit und Wichtigkeit der richtigen Aussprache und Betonung und empfahl angelegentlich das Hilfsmittel des Grammophons. In der Nachmittagssitzung sprach Fräulein S c h i r a t z k i, Berlin, zeichnerisch wirkungsvoll unterstützt von Lehrer R i w k e s, über „M ethodische Fragen des hebräischen Unterrichts auf der Unterstufe der jüdischen Volksschule" und gab ein eingehendes Bild von der Art, wie an ihrer Schule im ersten Schuljahre der hebräische Unterricht gestaltet wird. — Josef Jakobsohn, Berlin, legte in lebhaften, bezüglich des „Wie" aber weniger deutlichen und klaren Ausführungen dar, worauf es ihm bei seinem „T nach -Unter rieht auf der Oberstufe der Volksschule" ankommt, nämlich, das Herz seiner Schüler für die Helden der biblischen Erzählung oder des biblischen Buches zu gewinnen. Am zweiten Arbeitstage gab zunächst Dr. Kaleko, Berlin, in wohldurchdachter und formschöner Weise einen „U eberblick über die hebräische Bewegung in Palästina, in der Gola, insbesondere in Deutschland". Die hebräische Sprache habe für die Judenheit ein gar nicht zu überschätzende Bedeutung; sie sei ein Mittel zur Gesundung des jüdischen Volkes. Notwendig sei bei uns und in der ganzen Gola, die ja 15 Millionen Juden zähle, eine umfassendere und straffere Organisierung der Bewegung. Jeder müsse an seinem Platze mit ganzer Kraft für ihre Stärkung und Erweiterung Arbeiten. (I JFoto, RoIieiflexV Contax lJrlfJfL Gelegenheitskäufe ~ry™™r Wolff u. Leonhardt (gegr.1906) Berlin-Wilmersdorf, Berliner Str. 129, Telef. 8629 44 Die letzten Referate hielten Berggrün, Berlin, und Reznicov, Breslau, über „M e - thodische Fragen des hebräischen Unterrichts bei Erwachsene n". Ihre Ausführungen waren wohl von vornherein als „Korreferate" gedacht und so waren sie auch in Auffassung, Ergebnis und Darstellung diametral verschieden. An alle drei Sitzungen schlössen sich Aussprachen; der Nachmittag des zweiten Tages war unter Leitung von Dr. Kaleko ganz der Diskussion gewidmet. Es traten sich sehr gegensätzliche Ansichten .gegenüber. Die Diskussion verlief z. T. nicht ohne Schärfe und nicht ohne Kritik an der Konferenz als solcher. Dr. Urbach, Breslau, drängte darauf, daß aus den Beratungen wenigstens einige praktische Maßnahmen hervorgehen sollten. Was er und andere in dieser Richtung an Vorschlägen unterbreitet hatten, wurde am Ende der Aussprache vorgelesen. Es wird der Reichsvertretung als Material zugeleitet werden. Mit wenigen Worten schloß Dr. Grunewald die arbeitsreiche Tagung. Er gab dabei seiner Zuversicht Ausdruck, daß die Konferenz, für die er voll die Verantwortung übernehme, ihre Früchte tragen werde. Einen uneingeschränkt harmonischen und eindrucksvollen Verlauf hatte am Abend vorher die „Oeffentliche hebräische Veranstaltung" genommen, die in der Aula der Joseph Lehmann-Schule in der Joachimsthal er Straße stattgefunden hatte. Der stattliche Raum konnte nicht alle Erschienenen fassen. Trotz der enormen Hitze lauschte die Menge in mustergültiger Ruhe und Aufmerksamkeit zunächst den Begrüßungsansprachen der Vertreter der Reichsvertretung (Max Grünewald), der Jüdischen Gemeinde zu Berlin (Berggrün), und der Zionistischen Vereinigung für Deutschland (Hans Friedenthal), sodann den vorgesehenen Referaten. Dr. Josef Burg zeigte in „Hebräisch und Wanderung" auf, welche Rolle als zusammenhaltendes Band und verbindende Brücke dem Hebräischen zufalle, jetzt, wo die Familien und Gemeinden auseinandergerissen und die Glieder derselben in alle Welt versprengt werden. — Aufs lebhafteste begrüßt, sprach Meier M o h r in seiner geistreichen, humorvollen und pointenreichen Art, unter Einfügung zweier eigener Gedichte, über „Die hebräischen Schriftsteller in Palästin a". Als letzter Referent legte Dr. Kaleko in großen, allgemein gehaltenen Zügen und warmherzigen Worten Rechenschaft ab über „5 Ja hre hebräischer Arbeit in Deutsch- 1 a n d". Die große, mit Verständnis der hebräischen Veranstaitungssprache folgende Versammlung bezeugte ihm durch ihre Anwesenheit und ihren Beifall, daß seine und seiner Mitarbeiter Tätigkeit einen schönen Erfolg zu verzeichnen habe. Rabbiner Dr. Grünewald dankte besonders Dr: Kaleko, der nun nach Palästina übersiedelt. M. Abraham Berliner Kulturbund Im Jüdischen Kulturbund sprach Hans Joachim Schoeps über das Thema „Vom göttlichen Auftrag und geschichtlichen-Schicksal des Volkes Israel". Das Empfinden, daß der Vortragende im tiefen Ernste seiner ganzen Persönlichkeit nach dem durch Gott gestellten Auftrage und dem durch die Ge- Alfaba Das Haus für elegante Damenhüte. Berlin W, Kurfürstendamm 220. schichte bereiteten Schicksal seines Volkes fragt und nach einer Antwort ringt, gaben dem Referate sein Eigenes und Bedeutungsvolles. Die Ausführungen selber wollten die Ansicht nicht eines liberalen oder orthodoxen Juden, sondern die eines Religionshistorikers sein, blieben aber oft die persönliche Schau des Vortragenden. In nicht Wenigem müßte ihm widersprochen werden. Hier aber kann nur der Gedankengang kurz wiedergegeben sein. Das Blut des jüdischen Volkes sei durch die Auserwählung zum Offenbarungsempfang geweiht. Als ein Volk aus Aegypten gezogen, hätte der Sinai es zum „M ehr als ein Volk" gemacht. Weniger als eine Nation, aber mehr als Konfession, das sei die Formel jüdischen Seins. Die Erwählung ist geistig, aber auch real. Durch die Berit, den Bundesschluß, sei das eine Volk abgesondert (Pradosch) zu einem Königtum Gottes. Das Gesetz bedeute die Bundeswirklichkeit, der Partner sei Gott als der König Israels. Im geschichtlichen Schicksal des jüdischen Volkes fänden sich zwei Krisen und Wendepunkte: am Ende des 1. und des 18. Jahrh.: — Kaufhaus Edelstein Berlin-Halensee, Kurf ürstendamm Viele Artikel zur Auswanderung 100 | «9_j die Zerstörung Jerusalems und die Emanzipation. Die Katastrophe des Jahres 70, die Galut und das Leid als ihre Folgen fanden in den Quellenschriften des Judentums ihre verschiedene, bzw. immer wiederkehrende Begründung (z. B. in der Sünde - oder als ein Zweck großer Gnade). Die Emanzipation Persianer « nerze .w f-pr » _ TKT- JK TT VT CS VL3T W B E Ä L 1 N w 5 0 Silberfüchse. Samti, Pelzarfen -ÄT^ JC4 JLJ mT ä JSELA * m m. JE2BL. m 4 9 «Tm JBk Augsburger Strasse 45