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Central-Verein-Zeitung · 1938-08-18 · 33 (18.8.1938) · page 4

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
17 (1938)
Issue
33 (18.8.1938)
Date
1938-08-18
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Seite 4 C-V.-Zeltung Nr. 33 V18. August 1938 fände ihr Charakteristisches darin, daß der Jude die Erwählungstatsache, sein sich im. Golus Befinden und sein Da-sein als leidender Gottesknecht auf Erden vergessen hätte. Das Ringen im Golus um die Ge'ula, die Erlösung, wäre verloren gegangen. So ist eine W e n d e: allem Geschwundenen schufen die Rabbiner einen Ersatz, so für das Opfer und den Tempel Wohltun, Lehre und Gebet. 1790 aber sei ein Bruch, die Geschichte des 19. Jahrhunderts eine einzige Geschichte des Auflösungsprozesses. — Heutiges jüdisches Leben mit seinen jüdischen Zeitungen und Veranstaltungen sei keine Renaissance. Echtes Wiedergeborenwerden finde sich nur in der Teschuwa, in der Rückkehr zu dem Gehorsam Abrahams, wieder gottesfurchtig werdend. Der „Heidenjude" müsse wieder „Volljude" werden, sich seiner Souveränität begeben und Gott als den König sehen. Die Teschuwa sei die Aufgabe des Heute. Die wirkliche Lesung der Judenfrage kann aber allein durch Gott, nicht den Menschen, geschehen. Wohl die Absicht, populär zu sprechen, führte den Vortragenden manchmal mehr in die Breite als in die Tiefe. Aber um der Fragestellung und seiner eigenen Deutungsversuche willen kann dieses Referat als wertvoll bezeichnet werden. R. ß. * Das Jüdische Lehrhaus teilt mit: Intensivkurse für Englisch (25 RM. monatlich) finden Montags bis Donnerstag von 19—22 Uhr, Wilsnacker Str. 3. sfatt. Am 5. September beginnt ein Kurs für kaufmännisches Englisch (gute Vorkenntnsse erforderlich); wöchentlich ly» Stunden (monatlich 4 R.M.). Voranmeldungen für Tagesintensivkurse in Englisch und Spanisch sowie Anfängerkurse nimmt das Sekretariat Berlin W 50, Marburger Str. 5. III, Tel. 24 55 87, entgegen. Sprechstunden Montag bis Donnerstag. 10—12, außerdem Montag und Mittwoch, 17 bis 19 Uhr. Aufbau und Zielsetzung des Reichsverbands der Juden in Deutschland Das Augustheft der „Blätter für jüdische Wohlfahrtspflege und Sozialp olitik" bringt Ausführungen von Dr. Arthur Lilienthal über den „Reichsverband der Juden in Deutschland", die die Satzungen des neu geschaffenen Reichsverbandes zum Gegenstand haben. Sie stellen gewissermaßen eine authentische Interpretation des neu geschaffenen jüdischen Organisationsaufbaus dar, da Lilienthal bekanntlich an der Gestaltung des Statuts maßgeblich beteiligt war. Der Aufsatz geht von der geschichtlichen . Grundlage der neuen Schöpfung aus: „Als im April 1933 die Reichsvertretung sich zu entwickeln begann und bald darauf der Zentralausschuß für Hilfe und Aufbau von Ludwig Tietz ins Leben gerufen wurde, war das wohl der erste Ansatz zu einer Gesamtorganisation der Juden in Deutschland. Jedoch nicht eben mehr. Mit der Um- und Ausgestaltung der Reichsvertretung im September 1933 entstand daraus eine zielbewußte Lenkung und Leitung der jüdischen Menschen und der jüdischen Arbeit in den Aufgaben, die uns seit dem Umschwung von 1933 neu oder in verstärktem Maße gestellt waren. Die Arbeit der Gemeinden aber in ihren alten Aufgabengebieten wurde von der Arbeit der Reichsvertretung nur nebenbei und in besonderen Fällen berührt. Und dadurch, daß am Ganzen so ein Teil fehlte, erlitt auch die Möglichkeit zur Einflußnahme auf die Gesamtarbeit eine merkliche Beschränkung. Diese Lücke ist jetzt ausgefüllt. Der Reichsverband ist die zusammenfassende einheitliche Stelle für die Gesa m t a r b e i t." Gottesdienste in Berlin Abkürzungen ALTER RITUS: Grunewald G., Heidereutergasse H., Kaiserstr. K., Köpenick Kp., Münchener Str. M., Pestalozzistr. Pe., Rykestr. R., Thielsch-üfer Tu. NEUER RITUS: Fasanenstr. Fa., Friedenst-empel Fr., Levetzowstr. Le., Lindenstr. Li., Lützowstr. Lü., Oranienburger Str. 0., Oranienburg Or., Prinzregen tenstr. Pr., Schmargendorf Sm. REFORM: Johannisstr. Jh., Joachirnsthaier Str. J. FALKENBERG - Synagogen: Kaiserstr. Ka., Kaiserdamm Kd., Prenzlauer Promenade Pz., Schönhauser Allee Sq., Trift- : T. Iteitag, 19. August Sonnabd., 20. Aug. Sonniag{St.)21 .Aug. Fa. 19 Galliner 10 Fr. 19 10 Graf G 19.15 9 H 19.15 8.30 Berkowitz I 18.30 Rosen thal — Jh. 10.30(St.}Rosenthal K 19.15 9 Freier Ka. 19.30 Zimet 10 Zimet Kd. 19.15 Neumark — Le. 19 Lewkowitz 10 Li. 19 10 Mavbaum Lü. 19 Nussbaum 10 M 19.15 9 O 19 10 Or. 19.15 9.45 Pe. 19.15 9 Pr. 19.15 Swarsensky 10 Pz. 19.30 Friedländer — R 19.15 9 Sm. 19 Winter 10 So. 19.15 Loewenthal 10 Loewenthal T 19.30 Rautenherg — Tu 19.15 9 Jacobovits WEITERE VEREINSSYNAGOGEN: Düppelstraße 41, 20.: 9 (Winter). — Falkenthaler Steig 10 (Hermsdorf), 19.: 18.30 (Klein); 20.: 10 (Klein). — Frankfurter Allee 56, 19.: 19.15; 20.: 9 (Rosenthai) und 19.17 (Rosenthal); St.: 8; werktags: 7 und 19.30. — Kammerstr. 7 (Spandau), 19.: 19.30; 20.: 10 und 20.08. — Lothringenstr. 22, 19.: 19 (Mever); 20.: 10 (Meyer). — Markgraf-Albrecht-Str. 11/12, 19.: 19.15; 20.: 9 (Amolski) und 18.30 (Neuhaus). — Prinzenallee 87, 19.: 19.15; 20.: 9 (Alexander)- und 19.15; werktags: 7 und 19.15. — Schulstr. 7, 19.: 18.30 (Adler); 20.: 9.30 (Adler). — Stierstr. 21, 19.: 19.15; 20.: 9 und 19.30 (Winter); St.: 8. Dr. Lilienthal wirft nun auch die Frage nach dem Aufbau des neuen Reichsverbandes auf: „Seine Mitglieder sind die einzelnen Juden in Deutschland. Sie treten bei durch Satzungsbeschluß ihrer Gemeinden. Ihre Mitgliederrechte werden wahrgenommen von der Gemeinde, der sie angehören. Ebenso bedient sich der Reichsverband für die Wahrnehmung der Rechte, die ihm seinen Mitgliedern gegenüber zustehen, der Gemeinden; sie ziehen vor allem den Beitrag des Rcichsverbandes ein und führen ihn an ihn ab. Sie handeln so als die Gliederungen, das heißt als die örtlichen Gruppen des Reichs verban- Polsterwaren EHene Werkst. Umarbeitung Weißensee, Berliner Allee 255 56 38 58 des. Sie erfüllen mit dieser Seite ihrer Tätigkeit alle Aufgaben, die den örtlichen Gliederungen einer überlokalen Vereinigung obzuliegen pflegen: Wahrnehmung der Mitgliederrechte, Einziehung der Beiträge der Vereinigung bei den Mitgliedern, Ausführung der Beschlüsse der Vereinigung an ihrem Ort. Einer solchen örtlichen Gliedgruppe gehören die Mitglieder der Vereinigung auf Grund der Satzung ohne weiteres an. So auch hier. Der Jude, der Mitglied des Reichsverbandes ist und aus einem Ort in den anderen zieht, ist ohne weiteres Mitglied der Gliedgruppe des Reichsverbandes an seinem Wohnort, der dortigen jüdischen Gemeinde. Zugleich ist dadurch, daß die Beziehungen zwischen Reichsverband und Mitgliedern hin und her durch die Gemeinden laufen, und auch niemand" Mitglied des Reichsverbandes sein kann, ohne einer Gemeinde anzugehören, die Arbeit des Reichsverbandes praktisch auf den Gemeinden aufgebaut: Ihre Erfahrungen und ihre Bedürfnisse fallen für die Planungen und Richtlinien des Reichsverbandes entscheidend ins Gewicht; sie führen sie aus." Der Verfasser stellt sodann fest, daß die jüdischen Gemeinden in Zukunft eine doppelte Funktion erfüllen. „Sie sind nach wie vor der Zusammenschluß der Juden zur Gemeinschaftsarbeit für ihre örtlichen oder bezirklichen Aufgaben und Interessen; darin sind sie nach wie vor selbständig und autonom. Und sie sind gleichzeitig die ausführenden, an seine Richtlinien gebundenen Gliederungen des Reichsverbandes, soweit die Arbeit nicht nur lokalen Charakter hat. Wo die Grenzen der beiden Aufgabengebiete liegen, kann nicht, Tür alle Gemeinden einheitlich bestimmt werden. In der Groß-Gemeinde ist der Kreis der lokalen Aufgaben, ist vor allem auch die Zahl der Aufgaben, die im Ort gelöst werden können, groß und umfangreich; in der kleineren Gemeinde wird er meist um vieles beschränkter sein. Man war sich dieses Unterschiedes bewußt und hat. in diesem Bewußtsein eine Fassung gewählt, die erlaubt, den Unterschieden der Sachlage und dem Flusse der Entwicklung Rechnung zu tragen, die ein unnötiges und darum schädliches Hineinreden ebenso verhindert, wie sie eine Regelung dort, wo es erforderlich ist, möglich macht." Wurde eine Gesamtplanung schon bisher auf den Gebieten geübt, die seit 1933 immer mehr in den Vordergrund getreten sind, nämlich Auswanderung, Berufsausbildung und -Umschichtung, Schule und Wohlfahrt, so wird sie sich in Zukunft im Rahmen der Verfassung des Reichsverbandes zunehmend auch da auswirken, wo die Voraussetzung für alle Arbeit Carl Lfinsky, WSO, Fernspr. 28 4030 JHeilbronner Straße £1, parterre. liegt: in der Mittelaufbringung. Die Verfassung des Reichsverbandes sagt: „Spätestens am 1. Januar 1940 soll durch den Reichsverband unter Berücksichtigung der Leistungsfähigkeit der einzelnen Kultusvereinigungen eine Möglichkeit einheitlichen Lastenausgleichs zugunsten leistungsschwacher Kultusvereinigungen durchgeführt werden. Zum 1. Januar 1939 soll eine Uebergangsregelung in der Richtung auf di••«.•!> '/t:-;nnd geschaffen werden." Lilienthal geht an dieser Stelle auf das Verhältnis der neuen Gesamtorganisation zu den bisher bestehenden Landesverbänden ein: „Die Durchführung alles dessen wird erleichtert und fruchtbarer gemacht dadurch, daß der Preußische Landesverband jüdischer Gemeinden beschlossen hat, im höheren Interesse der Einheitlichkeit der Gesamtarbeit seine Arbeit auf den Reichsverband überzuleiten. Damit ist ein großes Beispiel gegeben für die uneigennützige Zurückstellung besonderer Organisationsinteressen hinter die höheren Interessen der Gesamtheit. Fast l*/* Jahrzehnte wertvollsten Schaffens finden damit einen Abschluß." Auch die süddeutschen Verbände haben ihr Eigeninteresse hinter dem Gesamtinteresse zurückgestellt. Sie werden ihre Tätigkeit in Zukunft nicht mehr als Landesverbände, sondern als Bezirksorganisationen des Reichs Verbandes verrichten. Hierzu stellt Lilienthal fest: „In allen Dingen nicht rein bezirklicher Natur sind sie an die Richtlinien und Regelungen des Reichsverbandes gebunden (§ 60 der Satzung). Zu ihnen gehört — und hier liegt das entscheidende Neue der Einordnung der Bezirksorganisation in den Reichsverband — 3 l.^sslaSstn^, P&shdMssc &mk &Mtm Erscheint wöchentlich ohne Gewähr. Postschluß für Luftpostsendungen bei folgenden Postämtern: Berlin SW 11;• Frankfurt/Main Bahnpostamt 19 oder Flughafen; München Postamt 1 (Flughafen); Köln Flughafen. Einwurf bei anderen Postämtern oder in anderen Orten bis zu 1 Tag früher. Abkürzungen: B. A. — Buenos Aires; C. Cuxhaven; Cherb. — Cherbourg; L H Le Havre; Liss. Lissabon; Melb. Melbourne; Syd. Sydney. Ziifern in Klammern Postschlußzeiten. Ab Seeweg nach Nordamerika An Berlin Hamburg: Bremen Cherb. N.-York 22.8. 22. 8. (19) „Europa"- 23.8. 24.8. 29. 8. 23. 8. 23. 8. (17) „Manhattan" 25. 9. (LH) 1. 9. 24. 8. 25. 8. (8). „Deutschland" 26. 8. (C.) 27. 8. 2. 9. Luftweg: Nachbringeflüg Köln-Cherbourg („Mit Luftpost ab Köln zum Dampfer"), Zuschlag 10 Pf. für;'e 20 g Berlin KSln Cherb. N.-York 23. 8. (20) 24. 8. (10) Flug zur „Europa" 24. 8. 29. 8. Goeine souynnaus Das Spezialhaus für elegante Damenschuhe FRANKFURT a. .Vi. MATHILDE OPPENHEIMER / GOETHESTRASSE 28 im Rahmen des oben erörterten Beschlusses die finanzielle Gebarung, wie sie in dem Maße der finanziellen Heranziehung der jüdischen Menschen und in dem Maße der Versorgung der bestehenden Bedürfnisse zum Ausdruck kommt. Mit der Stellung der Aufgabe, den einheitlichen Lastenausgleich über Nord- und Süddeutschland durchzuführen, ist der entscheidende letzte Schritt auf dem Wege zu einer vernünftig gehandhabteri Einheitlichkeit der Arbeit getan." Wenn im Reichsverband Zusammenfassung und Planung der Gemeindearbeit ihre Stelle haben, so darf das nicht dahin verstanden werden, daß seine Aufgabe sich darin erschöpft. „Alle Zweige jüdischen Gemeinschaftslebens sollen in ihm zusammengefaßt sein", unterstreicht der Verfasser. „Wer vorurteilslos sieht, der weiß, daß unser jüdisches Leben in nicht unwesentlichen Bezirken auch von den großen jüdischen Organisation e n. getragen ist. Eine Zusammenfassung: der in uns,vorhandenen Kräfte würde nicht vollständig sein, wenn diese Organisationen nicht inbegriffen wären. Die Satzung des Reichsverbandes stellt in ihrem § 2 klar, daß er seine Aufgabe zu erfüllen habe ,unter Teppichitll![S|£0Pi?ufi N0» Greifswalder iiraße 13 / 53 33 71 Reinigung Willy DCbfi >l , Kunststopferei.Entmottung.Aufbew.etc. Heranziehung aller vorhandenen Kräfte'. So bleiben die Organisationen als solche auch künftig im Rat vertreten. Sie werden vollen Anteil haben an der Arbeit des Reichsverbandes. Mit dem Jüdischen Central -Vere i n, dem Reichsbund jüdischer Frontsoldaten, den Staatszionisten, der Zionistischen Vereinigung, der Unabhängigen Orthodoxie, dem Jüdischen Frauenbund sind die großen ideellen Kräfte innerhalb des Judentums in Deutschland erfaßt und in die Gesamtheit eingegliedert. Es war kein Streit um diese Eingliederung. Wir alle wissen: in Zusammenfassung und Fruchtbarmachung aller Kräfte und in fester •Disziplin müssen wir Juden in Deutschland, ein jeder da, wo er hingestellt ist, unsere schwere Aufgabe erfüllen." Aus den Gemeinden .Lmslaken Am 1. September können Direktor Dr. phil. Leopold Rothschild und seine GaLtin auf eine 25jährige Wirksamkeit am Israelitischen Waisenhaus in Dinslaken (Niederrhein) zurückblicken. Die Anstalt weist bereits eine über fünf Dezennien umspannende Geschichte auf und steht somit fast die Hälfte dieser Zeit unter Dr. Rothschilds Regie. Es gereicht Dr. Rothschild' und seiner Gattin zum beson- . deren Lobe, daß sie für das streng im Religiös-Traditionellen geführte Heim eine glückliche Synthese für ein familiäres, individuell gestaltetes und dabei doch denkbar diszipliniertes Leben gefunden haben. Als moderner Pädagoge hat Dr. Rothschild stets Wert darauf gelegt, daß die dem Dinslakener Waisenhaus anvertraute Jugend neben den vielen geistigen und religiösen Anregungen das Interesse für das Sportliche keineswegs vernachlässigt. Im Zuge der Zeit hatte sich nun in den letzten Jahren die Aufgabe der Anstalt infolge Aufnahme von Haushaltsschülerinnen beträchtlich erweitert. Der große Kreis der Zöglinge, der durch die Dr. Rothschildsche Schule gegangen ist, wird sich heute mit besonderer Dankbarkeit seiner Dinslakener Zeit erinnern. Hz. Emmerich In der Synagoge, die seit 130 Jahren besteht, wurde am 14. August der letzte Gottesdienst abgehalten. Nach einigen Abschiedsworten des Gemeindevorsilzenden, Herrn Sander, hielt Rabbiner Dr. S. Klein, Seeweg nach Südamerika Berlin Frankf. Boul. 23.8. (23) 24. S. (14) 25.8.(18) 26.8. (8) 27.8 Liss. Rio 27. 8. 6. 9. 31.8. 12. 9. B. A' 9.9. 16. 9. Luftweg: ZuschL 1,50 RM für je 5 g(1,25 Brasil.) Berlin Frankfurt KSln Rio B. A. 20. 8. (13) 20. 8. (16) 20. 8. (17) Fr. Luftp. 23. 8. 24. 8. 24.8. (21) 24.8. (24) Dt. Luftp. 27.8. 23.8. Seeweg nach Südafrika Berlin Köln Southampton Kapstadt 24.8 (17) 24.8.(21) 26.8. („Dunnotar C".) 12.9. Kapstadt—Johannesburg (oder Pretoria) 30 Stunden Luftweg'. Zuschlag 35 Pf. für je 5g Berlin Manchen Brindisi Athen 19.8. (10) 19.8. (13) 20.8. (16) \ 20. 8. (6) 21. 8. (5) I Laufzeit 23. 8. (10) 23. 8. (13) 24. 8. (161 - ( 7-9 Tage 24.8. (6) 25.8. (5) J * Seeweg nach Australien Berlin München Frankfurt Mars. Melb. Syd. 24.8.(22) 25.8.(13) 25.8.(15) 27.8. 24.9. 25.9. Luftweg: Zuschlag 50 Pf. für je 5g Berlin München Athen Brindisi Laufzeit 20. 8. (6)* 21. 8. (5) ca. 8 Tage 20.8.(10) 20.8.(13) 21.8.(16) „ 9 „ 23. 8. (6Y* 24.8.(5) „ S „ 25.8.(6)* 26.8.(5) „ 9 „ See- und Landweg nach Palästina Berlin München Haifa 19. 8. (16) 20. 8. (9) via Belgrad—Istanbul 24. 8. 20. 8. (14) 21.8. (9) Schiff 23. 8. ab Piräus 26. 8. 21.8. (14) 22.8. (9) via Belgrad-Istanbul 26.8. . 23. 8. (16) 24. 8. (9) Schiff 25. 8. ab Brindisi 29. 8. Luftweg: Zuschlag 10 Pf. für je 5 g Berlin München Brindisi Athen 19. 8. (6) 20. 8. (11) 20. 8. Lydda 20.8. (6)* 21.8. (5) 21.8. Lydda 20. 8. (10 20. 8. (13) 21.8. (16) 22. 8. Tiberias 22. 8. (6) 2\ 8. (11) 23.8. Lydda 23. 8. (6)* 23. 8. (13)f 24.8. (5) 24.8. Lydda 24. 8. (6) 25. 8. (11) 25. 8. Lydda 25. 8. (6)* 25. 8. (13)f 26. 8. (5) 26. 8. Lydda ' Halle Leipz. Flugh. (6) i Brind. nach Haifa Düsseldorf, die Abschiedspredigt, in der er auf die alte, glanzvolle Geschichte der Gemeinde hinwies. Leipzig In der letzten Gemeindesitzung wurde die Gemeindeveranlagungsordnung für das Rechnungsjahr 1938 beschlossen. Die Gemeindeanlage beträgt 33V?» % der Einkommensteuer bzw. der Maßstabssteuer .für das Vorjahr, Kinderermäßigungen sollen weiterhin berücksichtigt werden. Im vorigen Etatsjahre war der gleiche Steuersatz festgelegt. Lilly Kann (Berlin), deren Name allen Kulturbundmitgliedern des Rhein-Ruhr-Bezirks in angenehmster Erinnerung mit der Gestalt der „Frau Peschta" (Das Kamel geht durch das Nadelöhr) verknüpft ist, zeigte sich von einer neuen, nicht minder anziehenden Seite: als Chanson-Interpretin. Die Künstlerin gehört nicht zu den kleinen Geschöpfchen, die vom Kabarett herkommen und — geht es gut — ihr Publikum zwei Stunden lang ablenken und betäuben, sie ist ein ganzer Mensch, eine Persönlichkeit, die alles, was an Lebenskraft und Lebensmut in uns ist, erweckt. Und das nicht nur auf ein paar Stunden, sondern mit einer Wirkung, die lange nachklingt. Ihre Wärme, ihre innere Kraft spürt man in jedem Vortrag, ihr feines Empfinden, ihr tiefes Erleben teilen sich dem Hörer gleich einem köstlichen Elixir mit, ob sie die übelnehmende 'Tante Rosa oder das erschütternde Geständnis einer Angetrunkenen („Ich habe Dich so lieb"), ob sie die Ballade vom verlorenen Sohn, graziöse französische oder derbe englische Chansons bringt. Den Chansondarbietungen, die von Willi Löwenstein (in Anpassung an die ihm als „seriösen" Musiker fremde Materie) geschickt begleitet wurden, ging ein Prosa-Teil voraus mit Werken von Bialik, Wedekind und Strindberg. Hier lauschte man gebannt den von einer großen Künstlerin gesprochenen Dichtwerken. —yo— Aus den Familien Louis Mühlfelder (Unna i. W.) beging am 4. August seinen 80. Geburtstag. — Julie Cohn (Emmerich, N./Rh.) feierte am 18. August ihren 80. Geburtstag. — Jenny Hiller, geb. Biesenthal (Schwerin a. W., -früher Neutomischel), wird am 19. August 70 Jahre alt. — Betty Kahn, geb. Wilmeisdörfer (Frankfurt a. M.), vollendet am 20. August ihr 70. Lebensjahr. — Max Cohn (Frankfurta. M., früher Wiesbaden), begeht am 23. August seinen 75. Geburtstag. — Johanna Zobel, geb. Lewy (Pasewalk), feiert am 25. August ihren 85. Geburtstag. — Frau Margarete Bohrmann (Königsberg/Pr.), wird am 26. August 90 Jahre alt. — Alfred Dannenberg und Frau Carry, geb- Arensberg (Dramsfeld), feierten am 17. August ihre Silberne Hochzeit. Das langjährige Vorstandsmitglied des Ortsverbandes Köln des Jüdischen Central-Vereins, Sally Roßberg, wird am 21. August 75 Jahre alt Der

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