Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 17 (1938)
- Issue
- 32 (11.8.1938)
- Date
- 1938-08-11
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 14 * 11. Aunust Nr. 32 * Beiblatt Vor den Meisterschaften des „Schild" Diesmal in Köln: 125 Aktive - über 300 Meldungen In diesem Jahr ist es das vierte Mal, daß der Sportbund „Schild" seine leichtathletischen Meisterschaften durch"ührt. Der Landesverband Westdeutschland hat die Organisation übertrafen bekommen. Der zu diesem Zweck besonders hergerichtele Sportplatz des JTV. 02 in Köln am Fort Deckstein ist zum Austragungsort bestimmt worden und sollte durchaus genügen, allen sportliehen Anforderungen gerecht zu werden. Namentlich die schnelle, harte Bahn dürfte gute Läufleistungen garantieren. Trotzdem werden es die Veranstalter schwer haben, die Tradition der Meisterschaiten als Höhepunkt des gesamten sportlichen Geschehens innerhalb des Sportbundes hochzuhalten. Sollte es gelingen — ünd man scheint es den Vorbereitungen nach annehmen zu dürfen — um so besser. ftiiiif irif if iiiriirf iiiiiiiiiifiiiiif iiiiiiTifi iiiiiiiiiTiiiriieiiTiiTiii^iiiiiiiinTiiiiiiiiitiiiiiiiiif iiiitii;miii Gretel Bergmann wieder USA-Meisterin . In Connecticut kamen am 7. August die leichtathletischen Frauenmeisterschaften der USA. zur Austragung. Gretel Bergmann, die schon im vorigen Jahr die Meisterschaft im H o c h s p r u n g erringen konnte, beteiligte sich auch diesmal und verteidigte ihren Titel mit Erfolg. Mit einer Leistung von 1,58 m wurde sie zum zweiten Mal Hochsprungmeisterin der USA. HIllIlIXlIfTIIIlIlIttTllinillllllTIVlIClIIIIIIflTlIIIIIIIIIIIiillltlllllllTlfllttlllflllltfllllillllilülIlIlIIIIillll Aus der Meldeliste, die ungefähr 315 Nennungen von 125 aktiven Teilnehmern umfaßt, geht hervor, daß die einzelnen Landesverbände, mit Ausnahme des gastgebenden natürlich, nur ihre chancenreichsten Bewerber gemeldet haben. Spannende Kämpfe sind daher schon in den Vorentscheidungen gewährleistet. Beginnen wir mit den Wettbewerben der Frauen; Ueber 100 Meter sollte es erneut ZU: : einem scharfen Zweikampf zwischen Hannelore Pels und Magda Alsberg, den beiden Stuttgarterinnen, kommen. Ob Ruth Liefmann (Hamburg) vielleicht schon entscheidend eingreifen kann, muß der Verlauf des Renfiens zeigen. Traute Lippmann (Stuttgart), Hannelore Neuhaus (Hamburg) und Ellen Horwitz (Berlin) sollten aus dem Kreis der 21 zumeist jugendlichen Bewerberinnen weiterhin den Endlauf bestreiten. In den Sprüngen scheint Ruth Lief mann dagegen ungefährdet. Im Weitsprung müßte Hannelore Pels sie sogar zu einer neuen Bestleistung treiben. Die Leistungen der technischen Uebungen werden dagegen sehr unter dem Ausfall der guten JSGerinnen leiden. Trude Seligmann (Stuttgart), Inge Cohn (Leipzig) und Hildegard Friede (Frankfurt a. M.) dürften den bisherigen Ergebnissen nach zu urteilen diesmal die Entscheidungen unter sich ausmachen. In der 4xl00-Meter-Staf fei hat Schild Stuttgart die besten Aussichten, im Kampf gegen Schild Hamburg und JBC. „Berlin" in Rekordzeit zum erneuten Titelerwerb zu kommen. Wir werden uns damit abzufinden haben, daß bei den Männern in den Mittel- und Langstrecken trotz größerer Felder als im Vorjahr besondere Leistungen kaum zustande kommen können. Vielleicht war die bisherige Ceberlegenheit der JSGer auf diesen Strek- Icen schuld daran, daß die Ausbildung der Vereine im Reich gerade auf diesem Gebiete etwas zu wünschen übrig ließ. Während über 800 Meter der Hamburger Jugendliche Goldstein ernsthafte Chancen geltend machen sollte, dürfte Cerf (JTV. 02) über 1500 Meter und 5000 Meter, zumal Abt (Karlsruhe) nicht startet, in der Hauptsache mit Nadel (Berlin) und Moll (Aachen) zu rechnen haben. In den Sprints und über 400 Meter scheint Rafael, Vot Sütel Mttd Sief Sonntag, 14. August Berlin Leichtathletik: Jugendsportfest des Bar Kochba Hakoah, offen für alle jüdischen Vereine Berlins, Grunewald-Sportplatz, Beginn der Hauptkämpfe: 15 Uhr. Leipzig Leichtathletik: Bezirkssportfest des Bar Kochba Leipzig unter Beteiligung sämtlicher Schild- und Makkabi-Vereine Mitteldeutschland?. Bar Kochba- Platz,: Dübener Landstraße, ab 10 Uhr. der nur Guttmann (Stuttgart), Salmang (Aachen) und Oschinsky (Breslau) zu beachten haben wird, eine Klasse für sich zu sein. Er und Kl aber haben vernünf tigerweise auf eine Beteiligung am Sechskampf verzichtet, um sich besser auf die Einzelwettbewerbe konzentrieren zu können. Klabers Stärke sollte diemal im Speerwerfen, Diskuswerfen und Kugelstoßen zum Ausdruck kommen, wenn er seine kürzlich beim Fußballspiel erlittene Verletzung überwunden haben sollte. Für einige Rekorde scheint uns das derzeitige Können dieser beiden besten Leichtathleten des „Schild" schon sicher zu sein. In den Sprüngen schließlich hat Schild Frankfurt am Main gleich mehrere Eisen im Feuer, im Hochsprung Jule Bendorf und den Jugendlichen Hepner und im Weitsprung wiederum Bendorf und Klarer. Von den Staffeln wird die 4xlöO-Meter-S'aifel zu einem spannenden Rennen werden. Ob Schild Frankfurt a. M. zu seiner Jahresbestleistung auch die Meisterschaft gewinnen kann? Der Titelverteidiger aus Breslau, der allerdings in diesem Jahr noch nicht hervorgetreten ist, Stuttgart, Hamburg, Berlin und der beste westdeutsche Vertreter werden sich so leicht nicht geschlagen geben. Ueber 4x400-Meter liegen Vergleichszahlen bisher noch nicht vor. — Den Abschluß der Kämpfe bildet eine große Landessportverbandstaffel. Wir sind uns im übrigen bewußt, daß diese Prophezeiungen mehr gefühlsmäßig als den wenigen vorhandenen leistungsmäßigen Unterlagen entsprechend erfolgt sind. Vor allem die westdeutschen Vertreter, zumal sie als Gastgeber vor eigenem »Publikum und auf gewohnter Bahn eine besondere Verpflichtung haben, könnten mit ihrer Aufgabe wachsen und Leistungen vollbringen, die diejenigen der Favoriten klar übertreffen. Aber das ist ja gerade das Schöne sportlicher Geschehnisse: die Ungewißheit, die von so vielen wesentlichen Faktoren abhängt, ist stärker als die Papierform. Erst der Kampf selbst entscheidet. Das „Fit"-sein auf die Minute kennzeichnet den Athleten, der würdig •ist, einen Meistertitel -zu tragen. So soll es auch am Sonntag sein. In diesem Sinne wünschen wir den Meisterschaften einen Verlauf, der der wertvollen Tradition der bisherigen Meisterschaftsveranstaltungen in nichts nachsteht. Manfred Friedmann Bestleistungen der Verbände „Schild" Makkab i Männer: 100 Meter 10.8 Schild (Stuttgart) 10,8 Dr. Lewin (Berlin)* 2G0 Meter 23.2 Salmang (Aachen) 22.2 Levy (Hamburg)* 400 Meter 52.3 Frohsinn (Bochum) 50.6 Orgler (Wuppertal) 800 Meter 2: 04.1 Frühlich (Berlin) ' 1:55.5 E. Bergmann (Berlin)* 1500 Meter 4:19.2 Wien>kowitz (Berlin) 4:08.2 Katz (Berlin)* 5000 Meter 16:24.0 Wienskowitz (Berlin) 15:04.0 Katz (Berlin)* Hochsprung 1.70 YYioencck (Darmstadt) 1.78 Blanck I (Hannover) Weitsprung 6.62 Schild (Stuttgart) 6.92 lierzstein (Berlin) Kugelstoßen 12.15 Burg (Duisburg) 12.66 Speyer (Frankfurt a. M.) Diskuswerfen 35.82 Klaber (Frankfurt a. M.) 35.53 Herrmann (Hamburg) Speerwerfen 52.34 Pförtner (Berlin) 44.90 Seligmann (Düsseldorf) 4X100 Meter 45.1 L. V. Westdeutschland 42.2 Bar Kochba Berlin* 4X400 Meter 3:40.0 TSC 33 Berlin 3:29,2 Bar Kochba Berlin* Sechskampf 3413 Punkte, Rafael (Fürth) — Frauem 100 Meter 12.8 Bergmann (Stuttgart) 12.8 L. Meyer (Frankfurt a. M.) 200 Meter 27,3 Kann (Berlin) 27.3 L. Meyer (Frankfurt a. M.) Hochsprung 1.60 Bergmann (Stuttgart) 1.40 Fried (Leipzig) Weitsprung 5.19 Liefmann (Hamburg) 5.23 II. Meyer (Berlin) Kugelstoßen 11.36 Melio (Berlin) 11.54 Jacob (Berlin) Diskuswerfen 31.40 Bergmann (Stuttgart) 34.90 Jacob (Berlin) Speerwerfen 35.98 Caro (Berlin) 33.00 Czempin (Berlin) 4X100 Meter 54.2 JSG. 33 Berlin 54,6 Hakoah Köln Dreikampf 160 Punkte. Bergmann (Stuttgart) Von den Bestleistungen des Deutschen M a k k a b i kreises sind die mit einem * versehenen bereits vor 1933 erzielt worden. Bei den 1500-Meter- und 5000-Meter-Rekorden handelt es sich um Leistungen des finnischen Olympiasiegers Eli Katz, der einige Jahre für den Bar Kochba Berlin startete und damals absolute Weltklasse darstellte. Auch die Männerstaffeln des Bar Kochba, die „4x100- Meter" in der Aufstellung Gerber, Kurz I, Kurz II, Lewin, und die ,,4x400-Meter" mit Rosenthal, Gerber, Jokl, Bergmann vermochten 1929 viele wertvolle Erfolge gegen erstklassige internationale Gegnerschaft zu erringen; desgleichen der 300-Meter-Mann Erich Bergmann, der dann später für die Farben der JSG. 33 Berlin lief. Hingegen sind die Bestleistungen des Sportbundes „S c h i 1 d" naturgemäß durchweg jüngeren Datums. Die meisten von ihnen wurden sogar erst 1935 bzw. 1936 aufgestellt. Internationales Format hat lediglich der 1,.60-m-Hochsprung der späteren amerikanischen Meisterin Gretel Bergmann. In dieser Saison sind indes bereits zwei Rekorde gefallen: der im .Sechskampf, den Rafael schon zweimal verbessern konnte, und im Frauenweitsprung, wo Ruth Liefmann Hilde Finkensteins alte Bestleistung um genau einen Zentimeter überbot. — n. Zum „Schild"-Obmann im Handball wurde Manfred F. r i e d m a n n (JBC. „Berlin") ernannt Sportbetrieb überall JTV 02 Köln intern Vor recht gutem Besuch und unter ausgezeichneter Beteiligung aller Sparten des Groß Vereins wickelte der JTV. 02 Köln seine leichtathletischen Mehrkampfmeisterschaftc-n ab. Obwohl nur der Nachmittag zur Verfügung stand, wurden in allen acht Klassen die Meister ermittelt, wobei freilich zu berücksichtigen ist, daß bei den sämtlichen Uebungen keine Einzelmeistcr gefunden werden brauchten, da nur der Aligemeinausbildung gedient werden sollte. Ergebnisse: Senioren-Sechskampf: 1. Grünberg, 2708.32 Punkte. Frauen-Fünfkampf: 1. Herz. 90 Punkte. Alte-Herren-Dreikampf: 1. Simons, 957.1 Punkte. Jugend 20/21. Sechskampf: 1. Schupack. 4300,38 Punkte. Jugend 22/23. Vierkampf: 1. Baum. 2734,1 Punkte. Jugend 24/25. Dreikampf: 1. Schild, 1834 Punkte. Jugend 26/27, Dreikampf: 1. Sternberg, 1055 Punkte. Mädchen 24/25, Dreikampf: 1. Vohrenberg, 957,1 Punkte. R. B. Bezirksschtiüest in Köln Nahezu unter Ausschluß der Oeffentlichkcit fanden am 3. August die Ausscheidungen des Bezirks Rheinland-Westfalen für . das Sportfest der jüdischen Schulen in Deutschland statt. Auch die Beteiligung der Jugendlichen war sehr schwach. Nur 60 Teilnehmer hatten sich aus insgesamt sechs Orten eingefunden, was wohl nicht zumindest auf den ungünstigen Termin zurückgeführt werden muß. Die Leistungen waren zum Teil ansprechend, die Organisation gut. Ergebnisse: Jungen, Klasse 20/21: 1. Moses- Jawne Köln, 200 m 27.6; Hochsprung 1,45; Kugelstoßen 7.79: Dreikampf 39 Punkte; Klasse 22/23: 100 m: 1. Katz-Jawne 12,3; Weitsprung: 1. Katz, 5.15; Kugelstoßen: 1. Brunner, 9.36; Dreikampf: 1. Brunner, 62 Punkte. Klasse 24/25: 100 m: l.Jokl, Düsseldorf, 13.9; Weitsprung: 1. Jokl 4.48; Kugelstoßen: 1. Jokl 11.18: Dreikampf: 1. Jokl. 66 Punkte. 4X100-m-Staf!e!: 1. Köln 51.2; 2. Düsseldorf 59.2: 3. Dor tmund 60,2. M ä d e 1. Klasse 22/23: Dreikampf: 1. Smirka-Jawne, 42 Punkte; Klasse 24/25: Dreikampf: 1. Lewkowitz-Jawne, 56.5 Punkte; 4X100-m- Staffel: 1. Köln. R. B. Einige weitere leichtathletische Veranstaltungen in Westdeutschland ergaben ebenfalls z. T. recht gute Leistungen. In Düsseldorf führte der dortige Makkabi seine Klubmeisterschaften durch. Dabei lief Egon Katzenberg die 100 m in 11,5, sprang 1,62 m hoch und 5.99 m weit. Sein jüngerer Bruder Rolf sprang 1,67 m hoch und 6 m weit. Bei der weiblichen Jugend ragte vor allem Margot Kramer hervor. In Bielefeld bestritten Schild Bielefeld und Hakoah Essen einen Klubkampf. Die beste Einzelleistung war zweifellos der 4.85-m-Weitsprung von Ellen Schiff (Schild). Jacob (Schild) sprang 6.14 m weit. Levy (TTakoah) warf den Speer 40.40 m, und Kaufmann (Hakoah) stießdie Kugel 10,20 m. Essener Kegler siegreich Die Sportkcgler aus Essen empfingen die aus Aachen/Düren zum Rückkampf. Man hatte sich auf diese Begegnung besonders sorgfältig vor- Ausgleichstrainmg — Spitzenleistung Die Urformen körperlicher Betätigung Laufen, Springen und Werfen sind die Grundformen moderner sportlicher Uebungen geblieben. Unter diesem Gesichtspunkt gestaltet der Sportlehrer systematisch das Training seiner Zöglinge. Allgemeines leichtathletisches Konstitut'ions training, eben aus Laufen, Springen und Werfen bestehend, ist daher für jeden aktiven Sportler stets vorherrschend wichtig, solange er nicht selbst fühlt, „in Form" zu sein. Aber auch dann darf es nicht vernachlässigt werden; denn einseitiges Ueben in der Spezialdisziplin — gleich, um welche es sich handelt — hat nie den Erfolg, der sich in Verbindung mit einem harmonisch entwickelnden Ausgleichstraining einstellen könnte. Zum Beispiel: der Leichtathlet wird gut daran tun, sich . dann und wann, bestimmt aber in der wettkampflosen Winterzeit, durch ein Kampfspiel Abwechslung zu verschaffen. Umgekehrt gehören zum festen Trainingsprogramm der Handballer und Fußballer leichtathletische Disziplinen. Von Tennis Spielern hörte man .oft, daß sie nebenbei" leidenschaftliche Fußball- oder Hockeyspieler sind. Des Boxers wichtige Trainingsbeschäftigung ist der Waldlauf, desgleichen die des Rüde-, r e r s usw. Eine vielseitige sportliche Ausbildung zu erreichen, bei der Spezialisierung und Spitzenleistungen organisch aus der Breitenarbeit erwachsen — das ist Sinn und Zweck des jüdischen Sports. Dennoch dürfte in diesem Zusammenhang auch einmal ein Abstecher in das Gebiet der ausgesprochenen Spitzenleistungen von Interesse sein. Nehmen wir die Leichtathletik, die Sportart dieser Jahreszeit, zur Grundlage, und hier wiederum die Methode der finnischen Athleten als der in der Praxis erfolgreichsten zum Ausgang unserer Betrachtungen. Die Finnen bevorzugen ein streng individuelles Training, das den beruflichen, örtlichen und persönlichen Verhältnissen des Sporttreibenden, der schon durch seine ungeschulten Leistungen zu Hoffnungen berechtigt, Rechnung trägt. Sie arbeiten peinlich genau nach festem Trainingsprogramm unter ständiger Beaufsichtigung ihres Trainers. Nach dem Winter- und Frühjahrstraining folgt das eigentliche Haupttraining, dessen Steigerung, vor allem zu Beginn, sehr langsam fortschreitet. Finnischer Grundsatz ist: ruhig trainieren, langsam die Arbeit vermehren und niemals aufgeregt sein. Dabei ist das Training auf möglichst lange Sicht abgestellt, so daß sich der Erfolg oft erst nach fünf Jahren schwerster Trainingsarbeit einstellt. — Man soll stets beim Training denken. Wenn man z. B. einen Speer wirft, braucht man dies nicht fünfzigmal zu tun; weit wichtiger ist, quantitativ weniger zu leisten, dafür aber den Bewegungsablauf technisch vollkommen einwandfrei zu beherrschen. Die Finnen trainieren überaus viel und hart, trotz allem aber so, daß sie nach einem Training niemals müde sind. Darauf kommt es nämlich an, dann aufzuhören, wenn man sich zu guten Resultaten fähig fühlt. Im allgemeinen trainieren sie bei fast asketischer Lebensweise weniger auf Kraft, die sie „von Haus aus" genug haben, als auf Schnelligkeit. Man kann natürlich aus diesen Kenntnissen Nutzen ziehen, verallgemeinern darf man sie jedoch nicht, genau so wenig, wie man ein Training schematisieren soll. Aus freizügigem Gewährenlassen entwickelt der gute Trainer am besten die individuelle Trainingsmethode. —n. bereitet und es gelang auch ein Sieg mit nicht weniger als 295 Punkten Vorsprung. Die nach dem Klubkampf geworfene Preispartie gewann Fromm (Düren). J. "G. Königsberg: Für das jüdische Kind In Königsberg veranstalteten Schild und Bar Kochba einen leichtathletischen Klubkampf zugunsten der Hilfsaktion: Für das jüdische Kind. Zahlreiche Zuschauer waren anwesend. Bar Kochba gewann den Klubkampf mit 184:164 Punkten. Beim Sieger ragte Marianne Purwin hervor. Sie ist im 100-ni-Lauf eine Klasse für sich und sicher fähig, bei richtigem Training und guter Bahn unter 13 Sekunden zu kommen. Bei den Männern ist Georg Guttmann (Schild) in den Sprinterstrecken nicht zu schlagen. Wenn man bedenkt, daß et als 32jähriger auf der schlechten Bahn für die 100 m nur 11,5 gebrauchte, so ist seine Leistung ganz hervorragend. — Bei der Jugend A war Rolf. Feibusch (Schild) in glänzender Forin. Er gewann die 800 m in 2:15,6, die 100 m in 12,5, das Kugelstoßen mit 10.42 m, den Hochsprung, den Weitsprung mit 5,15 m. Im Speerwerfen wurde er Zweiter. Seinem aufopferndem Laufen verdankte Schild a<uch den Sieg in der 4X100-m-Staffel. Eine Ueberraschung war der Sieg von Landecker im 1500-m-Lauf, der ein taktisch kluges Rennen lief und durch einen langen Spurt weit vor den anderen durchs Ziel kam. M. B.