Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 17 (1938)
- Issue
- 32 (11.8.1938)
- Date
- 1938-08-11
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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Seite 4 C.-V.-Zeltung Nr. 32 » IT. August 1938 Sohnes getrübt. Familiensinn war der am stärksten ausgeprägte jüdische Zug seines Wesens. Er starb als Vorsteher der Italienischen Kolonie in New York. Dr. Lutz Weltmann Der Richter und der Dichter Erinnerungen an Benjamin Cardozo Vor wenigen Wochen starb, wie wir berichteten, der Richter am Obersten Bundesgericht der Vereinigten Staaten Benjamin N. Cardozo. Aus diesem Anlaß hat die amerikanische Tagespresse in spaltenlangen Ausführungen weit über das Maß des Gewöhnlichen hinaus die Persönlichkeit und die juristischen Qualitäten des Verstorbenen gewürdigt. Benjamin Cardozo, 1870 geboren, wurde bereits im Alter von 19 Jahren mit den höchsten akademischen Würden ausgezeichnet. Als Anwalt praktizierte er 22 Jahre lang mit bemerkenswertem Erfolg in New York. 1913 wurde er Mitglied des Obersten Gerichtshofes des Staates New York und 1926 Oberster Richter am gleichen Gerich ts- Ha Sera r besten / David Friedmann JSerlin W15, Paderborner Str. 9. »7 25 65. hof. 1627 wollte Präsident Coolidge ihn zum amerikanischen Mitglied des Ständigen Internationalen Gerichtshofes im Haag ernennen, aber Cardozo lehnte diese Ehrung mit der Begründung ab, er könne auf seinem Posten den Interessen der Einwohner des Staates New York am besten dienen. Als er 1933 von Präsident Hoover zum Mitglied des Obersten Bundesgerichts ernannt wurde, geschah dies, wie alle seine früheren Ernennungen, nahezu einmütig, ohne Parteistreitigkeiten, in Anerkennung seiner großen Verdienste. Diese juristischen Fähigkeiten haben Cardozo zu einer der bemerkenswertesten Gestalten des amerikanischen Rechtslebens gemacht. So begnügte er sich nicht damit, das Recht in herkömmlicher Weise auszulegen und anzuwenden, er versuchte vielmehr, das Gesetz den Bedürfnissen der Zeit anzupassen, die Ansprüche der Vergangenheit und die Notwendigkeiten der Gegenwart zu überbrücken, er war nach seiner eigenen Definition ein „juristischer Evolutionist". Als solcher hat er im Kampf um den New Deal, dem von Roosevelt nach 1933 eingeführten Wirtschaftssystem, eine große Rolle gespielt. Er war neben dem ebenfalls jüdischen Bundesrichter Brandeis und einem dritten Bundesrichter der einzige, der -rs-cQ-ie, Vereinbarkeit des New Deal mit der amerikanischen Bundesverfassung für gegeben )T04ielt. Er blieb bis 1937 im Bundesgericht mit seinen beiden anderen Kollegen in der Minderheit; als aber dann die Mehrheit sich für die Vereinbarkeit gewisser Gesetze des New Deal mit der Verfassung aussprach, wurde Cardozo mit der Ausarbeitung der Begründung dieses Urteils betraut. Hierbei schrieb er die sehr bekannt gewordenen Sätze über das Recht und die soziale Entwicklung nieder: „Der Begriff der allgemeinen Wohlfahrt ist nichts Statisches. Notwendigkeiten, die vor einem Jahrhundert begrenzt oder nur auf einen Kirchenbezirk beschränkt gewesen waren, können jetzt mit dem Wohlergehen der Nation verwoben sein. W7as kritisch oder dringend ist, ändert sich mit der Zeit." Richter Cardozo war auch ein fruchtbarer juristischer Schriftsteller. Er hat mehrere Bücher, die alle rechtsphilosophischer Natur sind und für die amerikanische Rechtswissenschaft große Bedeutung erhielten (über die AUSWANDERUNGS - Spez. Umarbeitungen praktisch, elegant und preiswert MARTIN ADAM, Innenarchitekt, BERLIN W 50 Ausstellung-: Tauentzienstr. 8 (Fahrst.) Ruf: 24 4915, im Arnold-Müller-Haus Natur des juristischen Prozesses, das Wachstum des Rechts und die Paradoxien der Rechtswissenschaft), geschrieben. Man rühmte in den Besprechungen seiner Bücher seinen besonders ausgeprägten und in seiner Klarheit und Diktion beispielhaften Stil, seine Fähigkeit, auch Dinge zu sagen, die sonst in solcher Plastik nicht niedergeschrieben werden. Die Zeitungen bringen jetzt große Auszüge aus seinen Büchern und Entscheidungen, die diese Eigenschaften Cardozos illustrieren Bollen. Sein Tod hat, wie seinerzeit bereits gemeldet wurde, auf die amerikanische Oeffentlichkeit außerordentlichen Eindruck gemacht. Der Oberste Bundesrichter Hughes sprach das Wort von dem unersetzlichen Verlust, den das Bundesgericht und die Nation erlitten haben. Und Präsident Roosevelt brachte die Verehrung für den Verstorbenen eindrucksvoll zum Ausdruck. An der Beerdigung Cardozos nahmen die Gattin Präsident Roosevelt, der Schatzsekretär Henry M o r - g e n t h-a u, Gouverneur Lehm a n und mehrere Mitglieder des Obersten Bundesgerichts teil. Mehr als 200 Personen waren anwesend. Die Andacht dauerte nur zehn Minuten. Es wurden Psalmen und Sprüche gesprochen, die im sephardischen Ritus üblich sind. Denn Benjamin Cardozo stammte von Sephardim ab. Seine Vorfahren kamen 1654 aus Portugal nach Amerika. Seit 1752 haben Mitglieder der Familie Cardozo eine führende Rolle im Leben New Yorks gespielt. Benjamin Cardozo hat seit je lebhaftes Interesse für jüdische Dinge gezeigt. Er war in der jüdischen Erziehungsbewegung führend. Eine Zeitlang war er an hervorragender Stelle für die Hebräische Universität in Jerusalem tätig; er war Mitglied des American Jevvish Committee. Als er Mitglied des Obersten Bundesgericbts wurde, legte er alle seine Aemter in jüdischen Körperschaften wie in allen anderen Institutionen nieder, um sich ganz seiner Aufgabe zu widmen: dem amerikanischen Rechtsleben und der Weiterentwicklung des amerikanischen Verfassungswohls. Hz. * * * Der Vater des Verstorbenen war Richter am New-Yorker Supreme Court und gab freiwillig sein Amt auf, als in New York einer der großen Korruptionsskandale des Tammany- Rings aufgedeckt wurde. Benjamin Cardozo war damals ein Kind von zwei Jahren, aber das Ereignis warf einen Schatten über sein ganzes Leben, dessen edle Größe psychologisch als eine Wiedergutmachung des alten Unrechts und als eine großartige Reinwaschung des Familiennamens angesehen werden Benjamin C&rdozo ' Foto: The Associated Pres* kann. Wie sehr Cardozo darunter gelitten und welche Haltung er dabei gewahrt hat, zeigt folgende Episode. Vor einigen Jahren kam der berühmte amerikanische Dichter Carl Sandburg nach Washington, um Cardozo kennenzulernen. Ein liberaler Abgeordneter des Kongresses vermittelte die Bekanntschaft, und die Begegnung wurde um so angenehmer, als Cardozo il Mciermeister Oskar Simersauer W Berlin Wl5, Pnriser Str. SO. 921537. Erstkl. Ref. Sandburgs Verse kannte und schätzte und Sandburg Cardozo für dessen klassischen Stil in seinen juristischen Arbeiten aufrichtige Komplimente machte. Schließlich sagte Sandburg: „Judge, ich will ein Gedicht über einen Richter schreiben." „Ich bin überzeugt, es wird sehr interessant werden", antwortete Cardozo. „Ich danke Ihnen", sagte Sandburg, „aber ich habe es schon geschrieben und will es Ihnen vorlesen." „Ich werde mit Vergnügen zuhören." Und Sandburg, der Dichter von „Chikago, das Schlachthaus", las ein Gedieht über einen amerikanischen Richter, eine „Marionette der Gerechtigkeit an den Fäden politischer und ökonomischer Drahtzieher". Cardozo wurde blaß, aber er schwieg und hörte zu, wie Sandburg immer weiter in seinem heftigen, hämmernden Rhythmus auf den „Richter" schlug. Nur der Abgeordnete merkte, wie Cardozos schmale Hände zitterten und wie mühselig er sein Gesicht beherrschte, als . er dem Dichter zu erklären versuchte, daß dessen Figur doch juweiierLuduiigstesnmstz % Nürnberger Str. 56 fneben WoolwortM wohl kein typischer amerikanischer Richter wäre. Aber Sandburg, von seinen Versen entflammt, versicherte leidenschaftlich: „Nein, das ist er! So ist er! Ich kenne ihn!" Natürlich hatte Sandburg, der den Juristen und Stilisten Cardozo so schätzte, keine Ahnung von dessen Vergangenheit und Vater. Als er später erfuhr, wie sehr er ohne Wissen und Absicht Cardozo gekränkt hatte, erklärte er: „Das war der traurigste Augenblick meines Lebens." Denn eben weil Sandburg in Cardozo die „endliche Verkörperung der reinen amerikanischen Gerechtigkeit, der Menschlichkeit und des Gewissens" sah, hatte er ihm sein Gedicht vorgelesen. Cardozo begleitete den Gast mit seiner ständigen noblen Höflichkeit zur Tür, und nur der Abgeordnete sah den kalten Schweiß auf der hohen Stirn mit den weißen Haaren. Für Cardozos Art und Arbeit mag der Schlußsatz seines Meisterwerkes über den juridischen Prozeß sprechen: „Ich weiß nicht, wohin es uns führen wird. Ich weiß nur, es war eine interessante Zeit, in der ich lebte, eine interessante Zeit, um meinen kleinen Anteil an der Mühe beizutragen, in die Sprache des Gesetzes die sozialen und ökonomischen Kräfte zu übersetzen, die pulsieren und nach lebendigem Ausdruck verlangen." _ H. H- H- Joachim Im Alter von 70 Jahren starb am 30. Juli der am 28. Mai 1863 geborene ehemalige Professor für Philosophie an der Universität in Oxford, H. PI. Joachim. Der Verstorbene war einer der erfolgreichsten philosophischen Lehrer Englands und eine in seinem Fach sehr angesehene und hervorragende Persönlichkeit. Zahlreiche Generationen von Schülern hat er in ihrer philosophischen 'Grundhaltung beeinflußt, die ihn in England als Vertreter einer hegelianischen Tradition erscheinen ließ. Sein Hauptgebiet war die Logik, die nach seiner Auffassung nicht von der Metaphysik getrennt werden kann. Er widmete sich in wenigen, aber um so nachhaltigeren Publikationen der Erforschung des ethischen Problems bei Spinoza, und es ist bezeichnend für seine philosophische Anschauung, daß sein nächstes Werk über die Natur der Wahrheit handelte. Es folgten Veröffentlichungen über Aristoteles, über dessen Ethik noch unpublizierte Werke vorliegen. Den Lehrstuhl für Logik hatte Joachim seit 1919 inne. Im Jahre 1935 trat er in den Ruhestand. Joachim, der aus der bekannten Musikerfamilie stammt, Neffe Joseph Joachims war und selbst in seiner Jugend wiederholt öffentlich in Violinkonzerten mitgewirkt hat, werden in der englischen Presse große Nachrufe gewidmet. ÄHACH^ECW bearbeitet von P. Rosenblatt Schachaufgabe Nr. 131 von A. E 11 e r m a n (Buenos Aires) Rabbiner Dr. Ziegler Am 12. August kann Rabbiner Professor Dr. J. Ziegler sein Goldenes Rabbinerjubiläum begehen. Dr. Ziegler hat sich als Rabbiner in Karlsbad und durch seine berühmten Predigten Beziehungen geschaffen, die er zur Gründung von zwei Institutionen ausnützte, des Israelitischen Kurhospitals und des modern eingerichteten Israelitischen Altenheimes. Er ist auch eifriger Förderer des Palästina-Aufbauwerkes. . Dr. Ziegler ist Mitarbeiter vieler jüdischer Zeitschriften und veröffentlichte eine stattliche Reihe von Schriften über jüdischgeschichtliche und jüdisch-religiöse Fragen. Er wird sich mit dem Ende dieses Jahres von seinem Amte zurückziehen. Sein Abgang bedeutet für die Gemeinde einen fast unersetzlichen Verlust. 1ff w{m 'Ca 4/ a 4L> * n 'i* % fe*?; Matt in zwei Zügen Weiß: Kh6, Dd8, Tf8, Lc5, Sf2, Sg5, Bg4 (7) Schwarz: Ke5, Dd2, Td3, Sc8, Sg2, Bc3, d4, e6, h3 (9) * Schachaufgabe Nr. 132 von A. Ellerman (Buenos Aires) (1. Preis „II Probleraa" 1932) Aus den Gemeinden Baden Mit der Einbeziehung der Israelitischen Religionsgemeinschaft Badens als Bezirksorganisation in den neugegründeten Reichsverband der Juden in Deutschland fallen einige personelle Aenderungen im Oberrat der Israeliten in Baden zusammen. Der Vorsitzende Friedrich A. S t r a u s (Karlsruhe) ist aus dem Oberrat ausgeschieden, mit ihm Josef Erlanger (Mannheim) und Dr. Erwin WTeil (Karlsruhe). An ihre Stelle treten der Vorstand der Israelitischen Gemeinde Mannheim, Josef Stiefel, der Synagogenrat der Gemeinde Karlsruhe, Rechtsanwalt Hugo Stein, und Dr. Herbert Großberger (Heidelberg). Zum Vorsitzenden des Gremiums wurde das langjährige Mitglied des Oberrats, Rechtsanwalt Dr. Julius Ellenbogen, gewählt, das Oberratsmitglied Oberregierungsrat a. D. Dr. Siegfried W e i ß m a n n zum weiteren stellvertretenden Vorsitzenden. Dresden Julie Salinger wurde am 31. Juli 75 Jahre alt. In ihr verehren weite Kreise der jüdischen Oeffentlichkeit die Frau, die schon seit fast einem halben Jahrhundert im Dienst sozialer Bestrebungen steht. Die Jüdische Gemeinde ehrte die rüstige Jubilarin durch Ueberreiehung eines Handschreibens. G. J. Hamburg Rabbiner Eduard D u c k e s, Altona, begeht in diesen Tagen seinen 70. Geburtstag. Diesen Tag nehmen seine zahlreichen Freunde und Verehrer zum Anlaß, dem hochverdienten Lehrer und Rabbiner, dem angesehenen Toragelehrten und Geschichtsforscher den Beweis ihrer Hochachtung und Wertschätzung zu geben. Seit 48 Jahren wirkt Rabbiner Duckes in' Altona und entfaltet hier und auch in kleinen Gemeinden der Umgegend eine reiche und segensvolle Tätigkeit. Mögen seinem reichen Schaffen und seiner Lehre noch lange Jahre beschieden sein. Der Verband der jüdischen Gemeinden Schleswig-Holsteins und der Hansastädte hat es sich zur rühmlichen Aufgabe gemacht, Kindern aus den Kleingemeinden in dem in der Nähe Hamburgs gelegenen Landjugendheim Wilhelminenhöhe in jedem Sommer einige Ferienwochen zu be- V4' & « 7 <M / X=i y / <S5 ^$^>&1K "1 / 'fsfa'" m ^n/^it W P - - ' Matt in zwei Zügen Weiß: Kc6. De7, Th4, La8, Lc3, Sd5, Se6, Bd2, f6 (9) Schwarz: Ke4, Dh7, Tf3, Ld8, Lg4, Bd3, b.5, h6 (8) Lösung der Aufgabe Nr. 129: 1. Lg2—c4, Sc4Xd6t; 2. Le4—d3 matt Sc4—e5f; 2. Te3—d3 matt Sc4Xe3t; 2. Sd6—b5 matt Sc4—d2f; 2. Sd6—c4 matt K£4—e5 oder beliebig; 2. Sd6Xc4 " matt (Drohung] Lösung der Aufgabe Nr. 1301 1. Df3—f5, ■ (drohend 2. Df5—c2 matt) .... Tc6Xa6f; 2. Sb4—d5 matt .... Tc6Xc4f; 2. Sa5—b7 matt .... Lb5Xa6; 2. Sb4X'a6 matt .... Lb5Xc4; 2. Sa5Xc4 matt * Richtige Lösungen von 129 und 130 gingen ein von: Tilde Adler (Amsterdam), Max Pniower (Hindenburg), L. Mehrländer (Konstadt), Siegmund Auslerlitz (Gießen), Ella Rüben (Bünde), Gottfried Gumbel (Stuttgart), Adolf Schuck, Alfred Dzia- Joszynski (Breslau), Rechtsanwalt Dr. Ernst Boehm (Brieg), Michael Levy (Krefeld), Dr. med. Gerhard Böhm, Gustav Lewi, Paul Silberstein, Dr. med. Herbert Picard (Berlin), Tierarzt Max Koschminski (Landsberg), Rechtsanwalt Ludwig Mayer (Berlin^ Dr. med. Meyerhoff (Rotenfels). Von Nr. 129: Kantor W. Schul (Gelsenkirchen)', Fritz Rieß, Georg Arnheim. (Berlin), Jacob Baumann (Köln). L. Löwenstein (Osterholz-Scharmbeck), Dir. M. Oppenheimer (Heidelberg). Von Nr. 130: Quintaner Dieter Baer (Heidelberg). Von Nr. 127: Kantor W. Schul (GeJsenkirchen). Schachbriefkasten. Dr. E. N. (Mannheim). In Nr. 127 kann Schwarz natürlich Sc6—d6 ziehen; Weiß setzt dann nicht mit 2. Db7, sondern Db6 fort. reiten. Der diesjährige Ferienkurs gibt etwa 40 Kindern neben der notwendigen körperlichen Auffrischung auch neue seelische Kräfte für den Alltag. S. E. * In der 110 Jahre alten Synagoge in Nümbrecht im Oberbergischen (Regierungsbezirk Köln) fand Ende Juli der letzte Gottesdienst statt. Aus nah und fern waren viele jüdische Menschen gekommen, um diesem feierlichen Akt beizuwohnen. Für den Preußischen Landesverband jüdischer Gemeinden war Oberlandesgerichtsrat a. D. Franken, Düsseldorf, erschienen. Die letzte Predigt in dem altehrwürdigen Gotteshaus hielt Bezirksrabbiner Dr. Seligsohn, Bonn. Der langjährige Gemeindevorsteher Julius Bär sprach für den Gemeindevorstand, Eugen Goldbach für die Gemeindemitglieder Worte des Dankes. Warnung. Das Jüdische Wohlfahrts- und Jugendamt Berlin warnt erneut vor Charlotte Grünberg (geb. 21. 6. 1891 in Berlinchen, letzte bekannte Adresse: Pasteurstr. 40 bei Hirsch), die die Aufmerksamkeit hilfsbereiter Personen auf sich zu lenken versucht, indem sie auf der Straße umfällt und berichtet, daß sie von keiner Seite unterstützt werde und daher vor Hunger umsinke. Sie bedient sich auch anderer Namen. PERSiANER 9 SfEberfüchse. Sämftl. NERZE Pelzarfen US£LI B £ R L i N W 5 C Augsburger Strasse 45