Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 17 (1938)
- Issue
- 31 (7.8.1938)
- Date
- 1938-08-07
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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- Haifa 7× ep/1047930
- Safed 2× ep/1046078
- Tiberias 1× ep/1048138
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Palästma-Cmscliaii der C.-V.-Zeitii "5^ Erstarkte Abwehrfront Zusammenfassung der Kräfte — Mobilisierung neuer Menschen und Mittel Neue Landnahmen Von unserem ^-Palästina-Berichterstatter Tel-Aviv, 27. Juli. Die kurze Ruhepause, die nach den schweren Ausbrüchen in Jerusalem, Haifa und Givath Ada eingetreten war, dauerte wider Erwarten nur sehr kurze Zeit. Der neue geheimnisvolle Bombenwurf in Haifa, der hundert Opfer an Toten und Verletzten forderte, der Ueberfall auf Kirjath Charoschet, dessen Siedler sich zwar schliesslich der zehnfachen Uebermacht erwehren konnten, aber mehrere Todesopfer, darunter Frauen und Kinder, zu beklagen hatten, die Bombenexplosion am Strande von Tel-Aviv, der Doppelmord von Mischmar Hajarden — alle diese Dinge waren geeignet, das Gefühl der Spannung auf allen Seiten noch weiter zu verstärken. Sowohl die jüdischen Stellen wie die Mandatsbehörden haben aus der neuerlichen Verschärfung der Situation eine Reihe positiver Konsequenzen gezogen, die man ohne Uebertreibung als den Beginn einer neuen Etappe in der Terrorbekämpfung bezeichnen kann. Auf jüdischer Seite ist, in enger Anlehnung an den Waad Leumi, aber auf noch breiterer Basis, ein kleiner oberster Aktionsausschuss gebildet worden, die „Vaadah Jischuwith", in freier Uebersetzung etwa Zentralrat des jüdischen Palästina. Dieser aus wenigen, aber prominenten Mitgliedern bestehende Ausschuss — es gehören ihm unter anderem Bürgermeister Ro k a c h von Tel- Aviv und der Vorsitzende des Waad Leumi, Ben Zwi an — ist ein ausgesprochener Verteidigungsausschuss. Er hat sofort eine Aktion eingeleitet, um durch eine allgemeine ausserordentliche Anstrengung der ganzen Bevölkerung die nötigen Mittel zur Verstärkung des Sicherheits- und Wachdienstes aufzubringen. Denn auch in Palästina gilt der alte Satz, dass zum Kriegführen und selbst zu einem soeben Abwehrkampf Geld gehört. Gerade die Erfahrungen von Kirjath Charoscheth haben das gezeigt. Dieser entlegene Ort, von arabischem Berggebiet umgeben und schon dadurch zur Zielscheibe von Angriffen geeignet, erstreckt sich mit seinen wenig mehr als 60 Häusern über eine Länge von 2% Kilometern. Hätte dieser Ort eine genügende Ausrüstung, Drahtverhaue und kugelsichere Umfassungsmauern gehabt — wie heute schon die Mehrzahl der Siedlungen —, so hätte es bei dem letzten Kampfe wahrscheinlich weit weniger Verluste gegeben. Aber auch die Frage der Bewachung und Verteidigung selber ist leider zum guten Teil eine wirtschaftliche Frage. Der ganze Ort hatte nur einen hauptamtlichen Hilfspolizisten. Der übrige Bewachungsdienst, für den übrigens auch zu wenig Waffen vorhanden waren, musste in der Nacht von denselben Siedlern versehen werden, die gerade in dieser verhältnismässig jungen und noch nicht eigentlich konsolidierten Siedlung am Tage schwer arbeiten müssen. Dieser Doppeldienst aber, den viele Siedlungen schon seit zweieinhalb Jahren tragen und der zur Ermüdung und Erschöpfung der Wächter führt, muss die Sicherheit beeinträchtigen. Braucht eine junge und wirtschaftlich noch nicht leistungsfähige Siedlung Menschen, die auch einmal von der Arbeit freigestellt und zur Ablösung der Wachmannschaften herangezogen werden können, die also nicht unmittelbar durch eigene Feldarbeit soviel produzieren können wie sie verzehren, so muss ihr vorübergehend finanzielle Erleichterung geschaffen werden. Aber auch die Menschen selber müssen richtig verteilt werden. Die Bauernvereinigung hat an ihre Mitglieder einen Aufruf gerichtet, der die Bauernsöhne der älteren, konsolidierten und in sicheren Gegenden gelegenen Kolonien auffordert, ihren Brüdern in den entlegenen, bedrohten, ärmeren und neueren Siedlungen al s Wächter zur Hilfe zu kommen. Eine ähnliche Aktion hat die Arbeiterschaft, deren oberstes Organ zu einer dringlichen Landestagung zusammengetreten ist, in die Wege geleftet. Obwohl ja schon seit zwei Jahren in dieser Richtung viel geschieht, gibt es doch in den Städten und grösseren Landgemeinden noch viel junge Menschen, z. T. Arbeitslose, die geeignet und bereit sind, als Ablösungsmannschaften die Siedlungen „an der Front" — wie man sie hier bezeichnet — zu verstärken. Wenn die geeigneten Mittel beschafft werden, kann hieraus übrigens auch eine wirtschaftliche Verstärkung entwickelt werden, in dem diese Menschen nicht nur im Wachtdienst, sondern — vielleicht auch gegen die Aussicht auf einen ständigen Platz in der Siedlung — zur Arbeit herangezogen werden und damit zur Intensivierung des Aufbaus beitragen. Die Siedlung Y o k n e a m hat sich als erste bereiterklärt, solchen Ablösungswächtern, die von auswärts kommen, freie Unterkunft und Verpflegung zu gewähren. Alle diese Appelle haben schon in den wenigen Tagen seit Beginn der ganzen Aktion einen lebhaften Widerhall gefunden. Die Einnahmen 'der neuen Aktion sollen zu 75 Prozent für die Sicherheit des Dorfes, zu 25 Prozent für die Sicherheit der Stadt verwandt werden. Die Vorfälle in Jerusalem und Haifa, die sich meistens in gemischten oder rein arabischen Teilen der Stadt abspielen, sind natürlich von den jüdischen Stellen schwer zu beeinflussen. Sie können im wesentlichen nur für den Schutz der rein jüdischen Viertel sorgen und allenfalls dazu beitragen, dass jüdische Arbeitsstätten nach Möglichkeit aus gefährdeten in ruhigere Gegenden verlegt werden. Aber auch innerhalb der rein jüdischen Stadtteile und Städte gilt es an Sicherheitsdienst manches zu tun, nicht nur im Grenzschutz, sondern aiich in den inneren Bezirken. So hat Tel-Aviv jetzt, um Polizei und Hilfspolizei für ihre eigentlichen Aufgaben freizumachen, einen verstärkten Ordnerdienst eingerichtet, der zum Teil von Angehörigen der Feuerwehr ausgeübt wird. Seit den wiederholten Bombenwürfen aus Eisenbahnzügen sorgen die Sicherheitsbeamten dafür, dass an den Eisenbabnkreuzungen innerhalb der Stadt Publikum, Wagen und Autobusse eine Entfernung von 75 Meter vom Bahnkörper innehalten, sobald ein Zug sich naht. Auch die Ansammlungen in den Abendstunden, die namentlich am Schabbath- Ausgang am Strande und in der Allenby-Street einen ungeheuren Umfang annehmen, sollen durch Aufklärung in Wort und Schrift eingedämmt werden. In einer Stunde solchen Menschenandrangs explodierte am letzten Schabbath die Bombe am Strande von Tel-Aviv. Es ist geradezu ein Wunder, dass sie nicht noch mehr Unheil anrichtete, und noch erstaunlicher war es, wie kaum eine Stunde nach dem Vorfall der Betrieb in den überfüllten Tanzlokalen und Cafes sowie auf der Promenade völlig ungestört weiterging. Die Hauptarbeit ist natürlich die Verhinderung solcher Attentate, und es bedarf noch der Aufklärung, wie trotz der scharfen Ueberwachung eine solche Bombe an diese Stelle eingeschmuggelt werden konnte. Allgemein hat sieb, rein aus der Praxis heraus, eine gewisse Arbeitsteilung zwischen P o 1 i - z e i, M. i f i t ä r und jüdischem Selbstschutz herausgebildet. Namentlich die englischen uniformierten Polizeikräfte und das Militär werden vorwiegend in geschlossenen Trupps verwandt, die Streifen unternehmen oder als eine Art verstärkter Ueberfallkommandos für besondere Fälle bereitstehen. Daneben aber werden grössere Aktionen ausgeführt, so jetzt die Umzingelung des Terrordreiecks von Tulkerem, bei denen 1500 Araber aus diesen Felsendörfern, die als Mitglieder oder Helfer der Banden verdächtig waren, vorläufig in Haft genommen wurden. Der eigentliche Wachdienst dagegen sowie der Dienst innerhalb des jüdischen Bezirks konzentriert sich immer mehr bei den jüdischen Organen. Der Erfolg all dieser Massnahmen ist aber auch an gewisse seelische Voraussetzungen gebunden. Der neue Zentralrat will sich auch Auch dieser Wochenbericht beginnt wieder mit zwei jüdischen Todesopfern: am 26. Juli wurde der 50jährige Chaim Grabow ski aus Mischmar Hajarden und sein 14jähriger Sohn Menachem von Arabern getötet, als sie Wasser aus dem Jordan in ihre Siedlung trugen. Menachem starb auf der Stelle, wrährend Chaim sich zur Wehr setzte und dabei tödlich verwundet wurde. Später verfolgten Hilfspolizisten die Bande und töteten zwei Araber. In Jerusalem wurde Jakob Rass am Damaskustor durch Steinwürfe und Messerstiche schwer verwendet. Auf dem Gemüsemarkt der Altstadt entdeckte die Polizei eine über 60 Pfund schwere hochexplosive Landmine. Eine kleinere Bombe wurde im Eingang des Hauses von David Yellin entdeckt und rechtzeitig beseitigt. In der Kolonie Chanita wurde Mosche Vogel angeschossen und leicht verletzt. In Haifa wurde ein jüdischer Laden in Brand gesetzt; ein Jude wurde durch Steinwürfe leicht verletzt. In Dschenin wTurde ein berittener arabischer Polizist totgeschossen. Ueber Dschenin und Haifa wurde der Ausnahmezustand verhängt. Im Laufe der folgenden Nacht und des 27. Juli wurden eine Reihe jüdischer Siedlungen beschossen. Es waren dies: Meir Schefja, Bath Schlomo, Kadima, Schavei Zion und Mi gdal Zedek. Der jüdische Chauffeur Isaak H o 11 z wurde leicht verwundet. Auf die Siedlung Kfar Atta in der Haifa-Bay wurde ein heftiger Ueberfall unternommen. Es gelang den Hilfspolizisten, die Banditen solange in Schach zu halten, bis Truppen eintrafen, die die Angreifer in die Flucht trieben. In Haifa war die Lage im allgemeinen ruhiger. Doch wurden zwei jüdische Frauen durch Steinwürfe leicht verletzt, nachdem in einem Stadtviertel mit gemischter Bevölkerung eine Bombe explodiert war, ohne Schaden anzurichten. Der jüdische Hilfspolizist Ephraim Neuro ann (21 Jahre), der in der Nähe von Ness Z i o n a Arbeiter auf dem Heimwege von den Orangengärten begleitete, wurde von einem diesen Dingen zuwenden. Mit erhöhter Autorität und Aktivität will er alle Kräfte zur wirksamsten Verteidigung einsetzen, leitet aber gerade daraus auch den kompromisslosen Anspruch auf unbedingte Disziplin ab. Nicht Passivität, sondern Wacht und nachdrücklichste Abwehr, Verhinderung und Verhütung neuer Angriffe ist die Parole. Einzelaktionen aber, die aus diesem Rahmen herausfallen, sollen schärfsten« bekämpft werden. Auch in diesem Kampf freilich ist schon eine neue Phase zu verzeichnen. Obwohl seit zwei Jahren ganz offen auch ein schwerer innerarabischer Terror besteht, neigt jetztdie öffentliche arabische Meinung dazu, für jeden Terrorakt, bei dem auch Araber zu Sehaden kommen, Juden verantwortlich bu machen. Diese Hetze hat ihre Wirkung nicht verfehlt, und es ist festzustellen, dass auch in manchen arabischen Kreisen, die sich lange einer weitgehenden Zurückhaltung befleissigt haben, eine steigende Unruhe zu bemerken ist. So scharf und offen daher die jüdischen Instanzen jeden Disziplinbruch in den eigenen Reihen bekämpfen und verurteilen und trotz aller begreiflichen Erbitterung das Aeusserste an Selbstzucht verlangen, so stark fühlen sie sich auch verpflichtet, zu verhindern, dass von der Gegenseite ein Verleumdungsfeldzug eröffnet und die Offenheit unserer Selbstkritik missbraucht wird. Der Zentralrat hat daher an die Behörden die Forderung gerichtet, gerade die letzten mysteriösen Terrorakte einer besonders gründlichen, bis zu den letzten Urhebern zurückgreifenden Untersuchung zu unterziehen. Neben all dem Kampf um äussere Sicherheit und innere Geschlossenheit geht der Kampf für den Aufbau des Landes weiter. Nachdem vor kaum 14 Tagen der neue Siedlungspunkt Allonim entstanden ist, sind in der letzten Woche des Schreckens zwei weitere Landnahmen erfolgt. In den Bergen von J.ehuda, westlich von Kirjath Anawim, wo vor Jahresfrist fünf junge Arbeiter bei der Babnung des Weges ermordet wurden, haben jetzt die Kameraden der Gefallenen vom Gordonia-Kibbuz „Maaten" die ersten Baulichkeiten des neuen Siedlungspunktes errichtet, der zu Ehren der Wegbereiter „Maaleh Hachamischah" (etwa: „die Erhebung der Fünf") benannt wurde; im Scharon wurde ein weiterer neuer Punkt, Tel Jizchak, geschaffen; die Randsiedlung von Kfar Saba, Schechunath Elieser an der Chaussee nach dem viel angegriffenen Ramatb Hakowesch wird durch einen neuen Bauabschnitt erweitert und verstärkt. Und auch der Hafen von Tel-Aviv, ebenfalls ein Aufbauwerk der Unruhezeit, hat sich gerade jetzt bewährt. Am letzten Schreckenstag in Haifa fuhren mehrere nach dort bestimmte Schiffe, darunter auch die grossen italienischen und polnischen Liniendampfer, direkt nach Tel-Aviv, wo sich neun Dampfer sammelten. Die Landung von 700 Passagieren und 1300 Tonnen Fracht" waren die Rekordleistung dieses Tages, die reibungslos bewältigt wurde. Araber durch Messerstiche schwer verletzt. Der 19jährige David Kalmi, ein Hirt, im Kibbuz H u 11 a bei Jessod Haamale wurde, als er unweit der Siedlung Schafe weidete, von zwei Arabern angeschossen und am Bein verletzt. Trotz seiner Wunde vertrieb er die Angreifer mit einem Schuss aus seiner Flinte. Hilfspolizisten brachten Kalmi ins Krankenhaus. Auf der Strecke Safed — Tiberias wurde eine Bande, die einen jüdischen Autobus beschoss, von Militär gestellt. Bei dem Gefecht soll ein Bandit getötet worden sein. In der Nähe von Ramie wurde durch Steinwürfe auf jüdische Autobusse mit mehreren anderen Passagieren auch der Generaldirektor der Anglo Palestine Bank, Hoofien, verletzt. In Nablus wurden zwei arabische Hilfspolizisten auf dem Markt durch Messerstiche verwundet. Der Angreifer entkam. In dem Grenzgebiet zwischen Jaffa und Tel-Aviv, in dem schon an den vorangegangenen Tagen die Spannung wieder gestiegen war, kam es am 28. Juli zu einer Bombenexplosion, durch die ein sechsjähriges jüdisches Mädchen und ein achtjähriger jüdischer Knabe verletzt wurden. Auf der Strasse Tel-Aviv — Jerusalem wurde ein jüdisches Auto in einem arabischen Dorfe mit Steinen beworfen, w^obei die achtjährige Dalia Tschernowiiz aus Jerusalem ernstlich zu Schaden kam. Auch an diesem Tage bildeten wieder zwei jüdische Siedlungen den Gegenstand besonders heftiger Angriffe. In dem Kibbuz Ramat Jochanan gelang es den jüdischen Hilfspolizisten, die Angreifer zu vertreiben, die nach einem in der Nähe gelegenen arabischen Dojfe flüchteten. Dabei wurden mehrere Araber verwundet und zwei getötet. Besonders wohlvorbereitet, in der Art der früheren Angriffe auf Giwat Ada und auf Kirjat Haroschet, war ein Anschlag auf die in der Nähe von Haifa gelegene Siedlung Jokneam. Die Banditen hatten auf der Landstrasse Steinbarrikaden errichtet, um eventuell Verstärkungen aufzuhalten, und begannen die Siedlung von allen Seiten zu beschiessen. Die Hilfspolizisten von Jokneam hielten ihnen eine ganze Stunde lang stand, bis nach Wegschaffung der HBa die, wekke die C.-f.-Belto£ mtk mdä ee§e&m&$si§. tesm Senden Sie mir bis auf Widerruf die C.-V.-Zeitung 66 Pf. für August, September zahle ich bei Vorlage der Postquittung an den Briefträger oder (nach Aufforderung durch den Verlag) auf Postscheckkonto. Die erste August-Nummer erhalte ich nachgeliefert. Name: .......................................................................; Ort:..........................................................................__ Strasse: ..................................................................... Ausschneiden und mit 3 Pfg. frankiert (oder euch unfrankiert) senden an: C.-V.-Zeitung Vertrieb, Berlin W 15, Emser Strasse 42 Telef. 92 31 41 Auch Jedes Postamt nimmt Bestellungen entgegen. Barrikaden Verstärkungen aus Nahalal eintrafen. Darauf wurde die Bande unter Verlusten in die Flucht geschlagen. Auf jüdischer Seite waren keine Verluste zu beklagen. In dem berüchtigten Terroristennest T i r e h bei Ramat Hakowesch erschien unerwartet Militär und umstellte das Dorf. Dabei fiel eine arabische Bande, die nicht rechtzeitig flüchten konnte, in die Hand der Truppen. Auf eine Lastautokarawane der Palestine Pottash Company, die vom Toten Meer nach Jerusalem fuhr, wurden Schüsse abgegeben, die die 25jährige Celia St räum leicht verletzten. Polizei und Militär verfolgten die Angreifer. Wiedemm waren auch Araber Opfer arabischer Angreifer: In Akko wurde der arabische Rechtsanwalt und Richter am Moslemischen Gericht, Abdul Rachim, von Terroristen ermordet. Ueber Akko wurde daraufhin der Ausnahmezustand verhängt. Eine aus fünf arabischen Polizisten bestehende Patrouille wurde bei Bethlehem von Arabern angegriffen. Ein Polizist wurde schwer, ein anderer leicht verletzt. Die Banditen raubten die Waffen. Am 29. Juli wurde auf dem Wege zum Markt von Jaffa der 56jährige Israel B e - j e r a n o tödlich verwundet. Auf einem jüdischen Markt in Jerusalem entdeckte die Polizei bei einer Durchsuchung in einem Marktkorb zwei Bomben. Der Besitzer des Esels, auf dessen Rücken der Marktkorb herbeitransportiert worden war, wurde verhaftet. Ein jüdischer Panzerwagen aus A j e 1 e t Haschachar fuhr auf eine Landmine auf und wurde beschädigt, ohne dass jemand verletzt wurde. Der Wagen sollte eine Gruppe von Arbeitern nach dem Tegart-Wall begleiten. Am 30. Juli explodierten in der Nähe der Jeschurun-Synagoge nicht weit von den Büros der Jewish Agency in Jerusalem zwei Bomben. Drei Mädchen und ein Mann erhielten durch Splitter leichte Verletzungen. In Gan Haschomron bei Karkur setzten Araber das W'ächferhaus in Brand. Die 14jährige Tochter des Wächters erlitt schwere Brandwunden. Eine andere Araberbande drang in das Regierungskrankenhaus in Safed ein, entwaffnete die zwei wachestehenden Polizisten und befreite dann einen verwundeten Gefangenen, der wegen des Mordes an Chaim Grabowski und seinem Sohn Menachem verhaftet worden war. Auch die neue Woche begann wieder mit einer folgenschweren Bombenexplosion in Haifa. Hierbei wurden die 18jährige Sara Misrachi getötet, der 40jährige Mendel Schu-dnowsky schwer verwundet und zehn teils leicht, teils schwer verletzt. Schudnowsky starb später an den Folgen seiner Verletzungen. In der Nähe von Beisan stiess Militär und Polizei mit arabischen Terroristen zusammen. Es kam zu einem Gefecht, in dem acht Terroristen getötet und vier gefangengenommen wurden. Drei Mitglieder der Kwuza H u 11 a, die im Hule-See fischten, wurden am 31. Juli von Arabern beschossen und einer von ihnen, Baruch Diamond, leicht verletzt. In Haifa nahm die Spannung wieder zu, nachdem wiederum zwei Bomben, eine auf dem arabischen Markt, die andere in der Khouri- Strasse, explodiert waren. Mehrere Juden wurden verhaftet, aber nach eingehender Vernehmung wieder entlassen. Zu Zusammenstössen zwischen Militär und Arabern kam es am 1. August in der Nähe von J a 1 u d zwischen Nablus und Ramala. Dabei wurden sechs Araber getötet und ein britischer Soldat schwer, einer leicht verletzt. Ein arabischer Angriff auf Kfar Sirkin wurde von jüdischen Hilfspolizisten zurückgeschlagen. Interpellationen im Unterhaus In rascher Aufeinanderfolge wie schon in den vorangehenden Wochen war im englischen Unterhaus auch diesmal wieder das Palästinaproblem Wieder eine Woche Terror