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Central-Verein-Zeitung · 1938-07-28 · 30 (28.7.1938) · page 5

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
17 (1938)
Issue
30 (28.7.1938)
Date
1938-07-28
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Beilage der G-V;-Zeiftmg Nr. 30 « 2. Beiblatt Mitteifungen aus 3em Hllfsvwein der Juden In Deufs3fam<fl 'ernw Erfahrungen in Australien / Ein Leser der C.-V.-Zeitung, der bereits einige Zeit in Australien ansässig ist, will seine Erfahrungen den Juden hier zugänglich machen. Er befasst sich im wesentlichen mit den Berufsaussichten in Australien; seine Ausführungen sind bewusst auf die praktische Seite abgestellt. Sydney, Ende Mai 1938. Die Kraft Australiens, Einwanderer schnell aufzusaugen, hat immer wieder etwa Geheimnisvolles an sich. Schon bevor man endgültig gesettlet ist, beginnt häufig dieser Prozess, und^er macht in den überwiegend meisten Fällen erstaunlich rasche Fortschritte, wenn man erst im Beruf steht. Woran das liegt, ist schwer erkennbar: ob an der Art des Lebens, an der Art der australischen Menschen oder — ich kann nur von Sydney, sprechen — an der besonderen Schönheit der Natur. Dieser Vorgang, der in den Briefen der aus Deutschland Eingewanderten mimer wieder zum Ausdruck kommt, dürfte nicht zuletzt der Grund dafür sein,. dass Australien von manchen Juden gern als das „Paradies" angesehen wird. Aber ein Paradies will erworben sein, und man kann es nur erwerben, w^enn man von vornherein die richtige; Einstellung zu ihm sucht. Von den Menschen, die in den beiden letzten Jahren nach Australien einwanderten, haben sich viel zu wenige die Mühe gemacht, sich vor ihrer Ausreise oder auf der langen Schiffahrt mit den Problemen Australiens auch nur ein wenig vertraut zu machen. Wer seinen Weg über London nimmt und sich dort auch nur ein bis zwei Tage aufhalten mag, sollte nicht versäumen, das Australia House aufzusuchen und ein paar Stunden in den dort aufliegenden Zeitungen und Zeitschriften zu blättern. Wer etwas Verständnis für statistische Dinge hat, sollte sich das Australische Jahrbuch kaufen, das einen mif allen erforderlichen Daten vertraut macht und fünf Schilling kostet. Der Rat, sich vor der Landung mit dem Land, den Menschen und ihren Sitten vertraut zu machen, kann nicht oft genug wiederholt werden. Die Lektüre jenes Jahrbuchs ist vor allem geeignet, mit der Anschauung aufzuräumen, als ob Australien ein .^Kolonialstaat" sei, für den jeder Einwanderer aus Europa eine „Acquisition" für das nationale Leben bedeute. Die Statistiken zeigen, was in diesem Lande geleistet wurde und geleistet wird. Die Australier sind ein arbeitsames, fleissiges Volk, das über genügend Experten verfügt. Der Einwanderer möge hieraus die Lehre ziehen, dass halbes Können und halbes Wissen zu keinem Ziel führt, und dass sich nur behaupten kann, wer tatsächlich etwas leistet. Niemand soll sich in Australien als Experte bezeichnen, der es nicht tatsächlich ist. In die „Falle des Expertentums" sind nur schon allzu viele hineingefallen. Die Australier wollen nur vom wirklichen Fachmann Belehrung, und zwar taktvolle Belehrung, annehmen. Pseudo-Experten werden schnell entlarvt und haben es dann doppelt schwer, selbst eine bescheidene Stellung zu finden. Mag auch das Schulwesen in mancher Hinsicht hinter dem zurückbleiben, was wir aus Europa gewohnt sind: in Australien wird dieser Mangel durch die Berufsausbildung wettgemacht. JedeT Lehrling hat die Pflicht, das „technical College" zu besuchen, eine Einrichtung, die etwa. der deutschen Fortbildungsschule entspricht, mehr noch mit dem deutschen Technikum zu vergleichen ist, nur . mit dem Unterschied, dass es nicht nur elektrotechnische und Maschinenbaufächer u. a., sondern alle Gebiete, des Handwerks und darüber hinaus zahlreiche ,.halbkommerzielle" umfasst. Die Universitäten stellen an ihre Studenten weit höhere Anforderungen, als wir sie gewöhnt sind. In Australien herrscht .Kollegzwang, und es kommt oft vor, dass die Einwanderer aus Deutschland, die in der medizinischen oder zahnmedizinischen Fakultät ihre Examina wiederholen wollen, mit grössten Schwierigkeiten zu kämpfen haben. Aehnliches gilt für das kaufmännische Leben. Hier setzt der Beruf des höheren Angestellten, z. B. des Oberbuchhalters, die Ablegung von Examina voraus. Der Australier hat zwar eine Vorliebe für Sport und Wetten, aber er nimmt dabei seine Berufsarbeit äusserst ernst. Der Ein Brief an die a-V-Zeitung rasche Aufschwung der Industrie bringt es natürlich mit sich, dass die Präzisionsarbeit zugunsten des Arbeitstempos in den Hintergrund rückt. Das bedeutend schnellere Tempo in den Fabriken handicapt die meisten, auch die geschulten jüdischen Facharbeiter, Mechaniker usw, die einwandern. Nur Leute mit wirklich jahrelanger Erfahrung bringen diese Umstellung von der Präzisionszur Tempo arbeit nach einiger Zeit zustande. Für Umgeschulte ist also der australische Arbeitsstandard ein schweres Hindernis. Voraussetzung für alle Berufstätigen, namentlich für die Angestellten, ist überdurchschnittliches Können oder überdurchschnittliches Wissen, höchste Intensität der Arbeit, Schnelligkeit im Entschlussfassen, Anpassungsfähigkeit. Zwar ist die Arbeitszeit vielfach kürzer als in den meisten europäischen- Ländern, aber Arbeitsintensität und Leistung sind um so grösser. Man kann zwei Gruppen von Einwanderern unterscheiden. Diejenigen, die mit Unterstützung von Hilfsorganisationen einwandern, haben es leichter, weil ihre Berufe meist schon „gesiebt" sind. Zahlenmässig tritt allerdings diese Gruppe hinter den selbständigen Einwanderern, die über das Vorzeigegeld von mindestens 200 australischen Pfund verfügen, zurück. Diese Kategorie von. Einwanderern umfasst in erster Linie Angehörige der kaufmännischen und freien Berufe. -Es ist nicht möglich, in diesem Rahmen die Berufe mit und ohne Aussicht im. einzelnen aufzuführen. Dafür sind die Dinge viel zu stark im Fluss, und dafür kommt es viel zu sehr auf den einzelnen an. Nur ein paar Hinweise: Dass A e r z t e und Zahnärzte aus Deutschland ohne ein mindestens zwei Jahre dauerndes Nachstudium nicht praktizieren können, dürfte bekannt sein. Kaufmännische Angestellte finden schwer ohne weiteres eine Beschäftigung, es sei denn, dass sie über besondere Fachkenntnisse verfügen. Die qualifizierte Kenntnis etwa der Buchführung gehört jedoch nicht dazu. Stenotypistinnen wird es interesiseren, zu erfahren, dass man in Europa selten auf so ausgezeichnete und schnelle „typists" trifft wie hier, und dass das Stenogramm fast völlig hinter die Diktaphonauinahme zurücktritt. Ein Wort zur Frage der Vertretungen. Die meisten der sogenannten selbständigen Einwanderer kommen mit einigen Vertretungen herüber und verdienen nur sehr schwer damit ihr Brot. Gut informierte Menschen vertreten den Standpunkt, dass ein „Berufsloser" — d. h. ein Nichthandarbeiter oder ein Nichtfachmann eines Industrieberufs — mit weit mehr als 200 Pfund nach Australien einwandern sollte. Das Land ist nur begrenzt aufnahmefähig für Kl e i nka uf 1 e u t e. Die durch die Einwanderung bereits erzeugte Konkurrenz in einzelnen Branchen hat schon gewisse fremdenfeindliche Strömungen entstehen lassen. Zusammenfassend darf man sagen: Viele selbständige Einwanderer, die nur über wenig Kapital verfügen, stellen sich immer wieder vor, sie könnten im Anfang ihrer Anwesenheit in Australien ihr Brot als ungelernter Arbeiter, als Packer u. dgl. verdienen. Aber gerade in der ungelernten Arbeiterschaft ist das Stellungfinden schwierig, weil die einzige Arbeitslosigkeit in den Kreisen der „unskilled labourers" besteht. Berufe mit wirklichen Chancen sind und bleiben die Handwerksberufe. Dreher, Tischler, Feinmechaniker, Giesser und praktisch erfahrene Ingenieure finden Tätigkeit, aber nur dann, wenn sie wirkliche Fachleute mit langjähriger Praxis sind. Den Mädchen und Frauen sei gesagt, dass sie als Hausgehilfin — hier übrigens eine recht gute Position —, wenn sie wirklich qualifizierte Kennlnisse und Erfahrungen im Kochen und Haushaltführen haben, unterkommen können. Landwirtschaftlich ausgebildete Menschen haben, auch wenn die Boden-, Klima- und Landwirtschaftsverhältnisse wesentlich andere sind als in Europa, bestimmt eine Aussicht. Zum Schluss noch einmal die Mahnung, dass eine gewisse Beherrschung der englischen Sprache unerlässlich ist, besonders in einem Lande der „unbedingten Einsprachigkeit". Dr. "W. M. Hirsch. Gemeinschaft entsteht in Uebersee Von unserem K.J.R.-Sonderberichterstatter Buenos Aires, 20. Juli. Erst spät und nur sehr zögernd haben sich die aus Deutschland ausgewanderten Juden in ihren neuen Heimatländern zu Gemeinschaften zusammengeschlossen. Um so bemerkenswerter ist es, wrenn sich irgendwo der Wille zu einem neuen jüdischen Zusammenschluss regt, wenn irgendwo ein Teil der so weit zerstreuten Judenheit zu seinen Gemeinsamkeiten zurückfindet. Die Jüdische Kulturgemeinschaft Buenos Aires, die nach einer längeren Vorbereitungszeit in diesen Tagen ihre endgültige Konstituierung vollzog, darf für ihre Arbeit besonderes Interesse beanspruchen. Die jüdischen Einwanderer aus Deutschland, deren Zahl von manchen auf 8000, von manchen auf mehr als 12 000 geschätzt wird, haben bisher kein eigenes kulturelles und gesellschaftliches Zentrum besessen, da sich im Rahmen des auf sozialem Gebiet rege tätigen Hilfsvereins deutschsprechender Juden eine Gelegenheit hierzu nicht fand. Buenos Aires hatte, obwohl es zahlenmässig die jüdisch weitaus bedeutendste Stadt des südamerikanischen" Kontinents ist. in dieser Beziehung bisher hinter Städten wie Sao Paulo und Montevideo zurückgestanden. Erst im Anschluss an den für die deutschsprechenden Juden in Buenos Aires veranstalteten Gottesdienst zu den Hohen Feiertagen des vergangenen Jahres kam es auf Veranlassung einiger verantwortungsbewusster jüdischer Persönlichkeiten am 6. Oktober 1937 in einem spontanen Akt begeisterter Zustimmung zur Begründung einer Gemeinschaft, die sich zunächst vornehmlich kulturelle Ziele steckte. Mit einem provisorisch bestellten Arbeitsausschuss an der Spitze ging man daran, die in der unübersichtlichen Riesenstadt verstreut lebenden Menschen zu sammeln und die Kulturarbeit aufzunehmen. Zunächst kam es aber nur zu wenigen Veranstaltungen, dann verhinderte der Anbruch der heissen Jahreszeit die Fortsetzung der zukunitsvoll begonnenen R^ihe von Kulturabenden. Für die Sommermonate bot die junge Vereinigung ihren Menschen etwas Besonderes: Sie schuf ausserhalb des Gross- . stadtbereichs am Ufer des Rio de la Plata einen Wochenendplatz und kam damit einem dringenden Bedürfnis entgegen. Buenos Aires ist eine „Stadt ohne Umgebung", und eine Entspannung in der Natur ist dem grossstadtmüden Menschen kaum möglich. So fanden sich auf dem weiten, mit hohen Eukalyptusbäumen bestandenen Rasenplatz unmittelbar am rotbräunen La Plata- Fluss zum erstenmal in grösserer und immer wachsender Zahl jüdische Menschen aus Deutschland zusammen. Manche alte Freundschaft wurde hier wieder neuangeknüpft, manche neue geschlossen, und die wenigen 100 Menschen wuchsen unmerklich zu einer Gemeinschaft zusammen, die den kulturellen Aufgaben des Winters gewachsen war. In mehreren Vortragsabenden grösseren und kleineren Formats und in einigen musikalischen Veranstaltungen stellte sich die Kulturgemeinschaft ihren Mitgliedern nach -der Sommerpause dann auf recht vorteilhafte Weise vor. Doch neben dem Kulturprogramm, das der Pflege jüdischen wie allgemeinen Kulturguts in gleicher Weise dienen sollte, hatte man sich von vornherein noch andere Aufgaben gestellt. Schon von den ersten Tagen ihres Bestehens an wurde im Rahmen der Jüdischen Kulturgemeinschaft Religionsunterricht erteilt, an dem sich eine schnell wachsende Zahl von Auswandererkindern beteiligte. Aus dem Wochenendbetrieb ergab sich die Gründung der Jüdischen Turn - und Spo.rtgruppe ITUS, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, der körperlichen Ertüchtigung der eingewanderten jüdischen Jugendlichen zu dienen. Die eigentliche Jtigendbetreuung steckt noch in einem Anfangsstadium, doch sind auch hier lebhafte Bemühungen im Gange. Der künstlerischen Betätigung der Mitglieder sollte eine eigene C h o r- und Orchestervereinigung dienen. Die Bildung anderer Untergruppen ist in Vorbereitung, insbesondere ist die Schaffung von Lerngemeinschaften übe. r jüdische Themen ins Auge gefasst. Auch mehr ins Soziale : schlagende Aufgaben rückten alsbald in den Tätigkeitsbereich der Kulturgemeinschait. So wurde es notwendig, die Frage einer allen Bedürfnissen genügendes Krankenversicherung und des Beerdigungswesens anzugreifen. Es wurde eine Bruderschaft gegründet, die etwa die Tätigkeit einer Chewra Kadischa ausübt. Hier ganz besonders lassen sich die ersten Ansätze zur Entwicklung eines jüdischen Gemeindewesens erkennen, dem die 2^J. Gütkind & Co. Spediteure seii 1906 Beriin-Schöneberg, Martin-Luther-Str. 25 /Telefon77 2020 Ausiand-Uebersee Kulturgemeinschaft mit Notwendigkeit zustreben muss. Zur Veranstaltung eigener Gottesdienste ist es aber bedauerlicherweise bisher noch nicht gekommen, doch ist zu den kommenden Hohen Feiertagen die Abhaltung von zwei Saal-' gottesdiensten in Aussicht genommen. Diese wie manche anderen Bemühungen der Kulturgemeinschaft werden in ihrem Gelingen abhängig sein von der Beteiligung der in Buenos Aires lebenden jüdischen Einwanderer, die den Notwendigkeiten noch keineswegs . entspricht. •: Man steht noch ganz im Anfang der Arbeit, aber Mut und Zutrauen zum eigenen Geschick und zur eigenen Aufgabe sind am Werke, um hier einen jüdischen Anfang neu zu schaffen. Das ausgedehnte Programm, das in den Monaten nach der vorläufigen Gründung der Kulturgemeinschaft zur Durchführung hattekommen' können, und das stetige, - wenn auch/: langsame- Anwachsen der Mitgliedschaft wareöunmittelbar auf die Arbeitsleistung des ehren"-- amtlich wirkenden Aueschusses zurückzuführen. So konnte dieser in den letzten Tagen sein Amt': in die Hände einer konstituierenden Generalversammlung zurücklegen. Es wurden dann Satzungen beschlossen, durch die die junge Gemeinschaft eine feste Lebensordnung erhielt. An die Spitze des Vorstarides, der sich aus einen* geschäftsführenden Ausschuss und Beisitzern zusammensetzt, wurde Hans Zweig berufen, der ' schon dem vorläufigen Arbeitsausschuss vorge- standen hatte. Dr. Wilhelm Lustig als Bei- ". sitzer und Dr.. Kurt Julius R i e g n e r als Mitglied des geschäftsführenden Ausschusses wurden in den Vorstand gewählt. * Die Jüdische "Kulturgemeinschaft Buenos! Aires gibt ein programmatisches Heft „I.K.G^ 1938" heraus, dessen Bedeutung für uns, diewir es hier lesen, nicht so sehr im Inhalt wie in'der Haltung seiner Aufsätze begründet liegt.: Lebendig tritt dem Leser, der unter den Autoren der Aufsätze manchen seiner Bekannten entdeckt, das Bild einer jungen, im Werden befindlichen Gemeinde von Juden aus Deutschland vor die Augen, denen alle Probleme, aber auch alle Erfahrungen der letzten Jahre zum Ausgangspunkt ihrer neuen Bemühungen geworden sind. Aus jeder Zeile spricht der IlGißgE! OL F Frankfurt/Main, Zeil 49 Gross- und Kteinverkaul Versand ab Mk. 20.- frei Haus kämpferische, veranivf^rtungsbewusste Geist, aus dem heraus unsere Menschen ihre Gemeinde bauen, die ihrem neuen Leben zum Kraftzentrum werden sollT Vieles von dem, was wir hier lesen, haben wir selbst aus eigenem Erleben oder aus Briefen unserer Angehörigenschon erfahren: das neue Gefühl jüdischer Verbundenheit, die Schwierigkeiten, sich in eine: neue Sprache einzuleben, das eigenartige Empfinden, dass ein fremdes Land trotz mancher Schwierigkeit . und vieler Enttäuschungenzur.. Heimat wird, die Beobachtung, dass. viele Menschen zu schnell vergessen haben und dem,, jüdischen Schicksal auch draussen zu entfliehen LEISTUNG ENTSCHEIDET IM SOMMER - SCHLUSS - VERKAUF Kurfürstendamm 216 Schluss: Sonnabend, den 6. August 1938 -BIALEK^CMUM- LEISTUNG ENTSCHEIDET IM SOMMER - SCHLUSS - VERKAUF Tauenfziensfrasse 11 Einzig, jud. Schuhgeschäft i. d. Tauentzienstraße Für die Dame, für den Herrn, für den Auswanderer

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