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Central-Verein-Zeitung · 1938-07-28 · 30 (28.7.1938) · page 4

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
17 (1938)
Issue
30 (28.7.1938)
Date
1938-07-28
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Seife 4 C-V.-Zgifung Nr.30 * 28.juin93S Die Form und vor allem der Ton dieser Gedichte überraschten. Der freie Vers war zu einer für französische Fqpriienstränge unerhörten Lockerung gebracht worden. Das Bestimmende war nicht mehr das Schema der "Versnisse und des Reims. Vom Inhalt her hat sich die Form des Gedichtes zu bestimmen. Dieser Inhalt, wiederum bleibt so einfach wie möglich. Nicht mehr suche der Dichter kostbare, fem hergeholte Sinnbilder, nicht mehr verströme er in selbstgefälligem Leide die Tränen seines Schmerzes. Er hat kein Recht, aus einer gesonderten Welt, in besonderer Sprache für eine erwählte Gruppe zu schreiben. Mensch ist er, wie alle anderen auch und teilt seine Freuden und Kümmernisse mit allem, was lebt. Die unmittelbarste Wirklichkeit gilt es zu erfassen, zu geniessen, zu besingen. Die Rose, die sich allmählich entblättert, die Bäume, die Sonne, die Menschen in Mühsal, und Alltag. Die Welt anschauen, sich ihrer freuen, gesund und problemlos. Lesen wir den Schluss dieses Gedichtes: Meine Mutter hat zu mir gesagt: Wenn ick noch jung wäre! — Was würdest Du dann tun, Mutter? — Das Weltall ist so schön und k^nnt sick nicht. Das Weltall ist Verlangen und will genossen sein. Dir gab ich, mein Sohn, starke Beine, Geschickte Arme, hurtige Hände, ein ^/arcs Hirn. Less all dies nicht verderben bei meinem alten Körper. Cek fort... Da er aufbricht, findet der Sohn nicht etwa nur die W7elfe des Genusses, der Schönheit und der Kraft. Früh schon entdeckt er gerade die >rot der Armen und den Hunger der Benachteiligten. So lehrt der junge Spire an den Volkshochschulen, die den Arbeitern Wissen vermit- Malerar&eifest / David Friedmann Berlin W 15, Paderborner Str. 9. 97 25 65. teln sollen. Wie so vielen Intellektuellen geht eg auch ihm: er findet nicht den Weg zum Herzen seiner Hörer; ein wenig enttäuscht, wendet er sich ab. Doch das jüdische Mitleiden mit den Bedürftigen verlässt ihn nicht. - Eines ■ jedoch wird das Zentralerlebnis, das . s-ein ganzes Leben und Schaffen beherrscht: die Entdeckung des jüdischen Volkes. Die Beschäftigung mit Israel Z a n g w i 11 hatte ihn dazu gebracht. In den Kindern und Träumern des- Gbetto tut sich ihm eine Welt auf, die er jubelnd als die eigene begrusst. Dieser Anschluss an alte Formen und Bräuche der Religion, an volkstümliche Ueberlieferungen und ungebrochenes jüdisches Dasein erfüllt ihn mit Freude und Dank. In einer besonderen Schrift setzt er 1913 Zangwill, Otto Weininger und James Darmsteter ein Denkmal. Drei Möglichkeiten moderner jüdischer Existenz stellen sich in diesen drei Männern dar. -Die ungeschwächte Kraft selbstverständlichen Beharrens im Volkstum. Der Kampf des höchstentwickelten Intellekts mit den letzten Problemen der Umwelt, die ausweglose Tragik dessen, der sich selbstzerstörerisch dem nährenden Boden der Geschichte, der Familie, des Volkes entreisst. Schliesslich ersteht in Darmsteter die Gestalt des grossen Orientalisten und Religionswissenschaftlers, der nur ein guter Franzose sein wollte, aber unter dem Eindruck der russischen Pogrome zur jüdischen Solidarität fand. Andre Spires Seele wird von jeder dieser drei Lebensformen etwas enthalten. Man merkt, wie jedes der drei Bilder mit der Liebe und Leidenschaft der unmittelbaren Beteiligung gezeichnet ist. Aber der Dichter bat es vermocht, das Widerstrebende zur Einheit zu binden. Trotz der natürlichen Anhänglichkeit an die ..glückliche Erde", auf der seine Wiege stand, ist er ein unermüdlicher Streiter für den Zionismus geworden. Er gründet die „Ligue des amis du Sionisme" und die Zeitschrift ..La Palestine". Bei den Friedensverbandlungen kämpft er gemeinsam mit Sokolow und Weizmann um die Erfüllung des von Balfour gegebenen Versprechens. Doch ein Dichter kann niemals das Jetzt und Hier als die endgültige Erfüllung ansehen. Der starke Arm, der scharfe Verstand — menschlich sind sie, bar der Kraft, die die Welt ändert. Da muss grössere Macht und -wuchtigere Hilfe, kommen. In einem seiner Dramen gibt er der jüdischen Messiashoffnung Ausdruck: Der Löwe und das Rind wird sich nähren von Stroh, Und e'm fernes Kmd wird sie fuhren. Alfons Rosenberg Abschied von Ismar Elbogen Professor Dr. Ismar Elbogen, der Historiker des mittelalterlichen und neueren Judentums, der Erforscher der jüdischen Liturgie, verlässt mit dem Abschluss dieses Sommer-Semesters Berlin, um reinem-ungewöhnlich ehrenvollen, an-keinen Ort und keine Lehrtätigkeit gebundenen For- 6chungsauftrag zu folgen, den die vereinigten vier, jüdisch-wissenschaftlichen Anstalten der USA an ihn ergehen Hessen. Man wird sich bei diesem Abschied zahlreicher wissenschaftlicher, literarischer und journalistischer Arbeiten des noch nicht 64jährigen - Gelehrten erinnern und dabei wohl besonders seiner, nunmehr in der dritten Auflage ■ vorlie- genden Monographie des jüdischen Gottesdienstes gedenken. Man wird unsere Lexika aufschlagen, J-ot. Herbert Sonnenfeld denen er mit ausserordentlicher Arbeitskraft als Mitherausgeber wie als Mitarbeiter diente, und. die Fülle seiner spezialen Leistungen vermerkt finden. Man wird insbesondere seine hohen Verdienste um die „Germania Judaica" und um die ..Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland", deren Mitherausgeber er ist, betonen. Man wird sich ferner seiner, von einem unablässigen Hilfswiilen und einem nie erlahmenden sozialen Interesse getragenen Teilnahme an zahlreichen Institutionen wie Körperschaften der Juden in Deutschland erinnern. Aber man wird an der eigentlichen Mitte seiher Tätigkeit vorübergehen, wenn man sich nicht die hohe, wissenschaftliche und pädagogische Förderung vergegenwärtigt, die sein 36jähriges Wirken an der Lehranstalt für die Wissenschaft des Judentums hinterlassen hat. Seiner geistigen Energie wie seinem systematischen Vermögen, vor allem aber der intellektuellen Rechtschaffenheit und der beharrlichen Quellennähe seines Denkens verdankten die historischen Studien der Lehranstalt (und nicht nur sie!) ihren akademischen Ruf, Generationen von Rabbinern. Lehrern und Forschern die seminaristisch strenge Schulung und ein von einer wahrhaft, väterlichen Fürsorge gesichertes humanes Geleit. Wenn sich nach seiner Emeritierung ein Hermann. Cohen .entechlieseeb konnte, an der Lehranstalt zu lesen, wenn — besonders nach dem Kriege — ein beträchtlicher Teil des jüdisch-wissenschaftlichen Nachwuchses-wie auch ein bildungswilliges auditorium publicum an der Lehranstalt mitzuarbeiten trachtete, wenn endlich dieses Institut noch im Herbst des Jahres 1935 durch Berufung von Franz Oppenheimer, iEugen Täubler und anderer jüdischer Universitätslehrer ihre "Wirksamkeit erweitern und vertiefen konnte: ohne die vorangegangene, beharrlich« Bemühung Ismar ■ Elbogen« um die Festigung des geisteswissenschaftlichen Gesamtniveaus derAnsta.lt wäre diese Entwicklung nicht. möglich gewesen. Arnold Berney ¥ In\ Rahmen einer würdigen Semesterscbluspfeier der Lehranstalt für die Wissenschaft des Judentums in Berlin nahm Professor Dr. Ismar Elbogen Abschied, von dem Institut, an dem er 36 Jahre gewirkt hat und die in vielfacher Hinsicht ihm ihr heutiges Gesicht verdankt. Die Bedeutung, die diese Abschiedsstunde für zahlreiche Menschen besitzt, verstand Dr. Leo Ba eck vom Persönlichen abzulösen, um sie in grössere überpersönliche Zusammenhänge zu stellen und damit nur noch mehr ins Bewusstsein der einzelnen zu rücken. Dass den Begriffen „Enge" und „Weite" tiefere Bedeutung zukommt, als man gewöhnlich annimmt, wies Leo Baeck nach, indem er zeigte, wie im Mittelalter die enge Gasse doch immer in fernste Weiten führte, während die scheinbar weltweite Haltung des 19. Jahrhunderts den Juden schliesslich nur eine Verengung ihres eigenen Lebens brachte. Heute nun erleben wir es abermals, dass das, was gestern noch in der Ferne lag, in unsere Nähe "rückt, und bei einer scheinbaren Verengung unseres Lebens gewinnen wir schon wieder ein nahes Verhältnis zur Ferne. In dieser Stunde tritt an den einzelnen die Frage nach seinem künftigen Leben, eine Frage, die er allein lösen, muss und bei deren Lösung ihm nicht geholfen werden kann. Wie er sie dann löst und wie er seine Lösung in die Wirklichkeit umsetzt, das ist für den Menschen entscheidend. Die Juden aus Deutschland haben überall, wohin sie in der vergangenen Zeit gelangten, Gemeinden aufgebaut. Wenn nun der Mann, der sein Leben in den Dienst der Lehranstalt gestellt hat, Deutschland verlässt. so ist erkennbar, in welcher geschichtlichen Entwicklung dieser Weg von Bedeutung ' ist. Den herzlichen Abschiedsworten dankte Professor Elbogen mit der Versicherung, dass auch in der Ferne seine Verbundenheit mit der Lehranstalt, seinem Lebenswerk, nicht enden werde. Seine Abschiedsstunde habe er sich früher ganz anders vorgestellt. Er hoffe, viele Menschen, die diese unerwartete Abschiedsstunde mit ihm erlebten, einmal irgendwie und irgendwann wiedersehen zu können. Es sei sein Wunsch, dass die Lehranstalt ihren Weg noch recht lange weitergehen und ihr Teil dazu beitragen möge, alle Begabungen und alle Zukunftshoffnungen ihrer Studenten zu entwickeln und sich zu schöner Blüte entfalten zu lassen. G. F. Zwischen Geist und Wirklichkeit Das Juliheft des „Morgen*' In einer Zeit, in der es scheint, als sei für uns geschichtliches Werden aufgelöst in ein Chaos zusammenhangloser Einzelschicksale und Einzelsorgen, drohen unsere Ohren taub zu werden für die Stimme des Geistes, und Haltlosigkeit und Ricbtungslosigkeit werden dem einzelnen und der Gesamtheit zum Verhängnis. Aber da dringt zu uns aus den "Worten Martin Bubers die Forderung des Geistes, da durchleben wir in Hans Bachs Studie über Moritz II e i m a n n die Grösse und Grenze dieses in unserer Mitte gewordenen geistigen Menschen und da sprengt eine Betrachtung E. R. - «f* s über Evian den zeitungsüblichen-wirtscbaftspolitiscb begrenzten Betracbtungsrahmen und stösst zur menschlichen Bedeutung dieser Tagung vor. Und alles dies nicht in einem Blatte, das "irgendwo erscheint, wo man von den Alltagssorgen entfernt lebt, sondern in einer Zeitschrift, die — obwohl oder weil sie aus unserem jüdischen. Leben hier und jetzt geboren ist — nicht müde wird, unsern Blick auf das Ganze zu lenken, wo er sich im Kleinlichen, zu verfangen droht. Dass d^r ..Morgen*' als Gebender unvermindert die Kraft aufbringt, gestaltend zu wirken, muss uns als den Nehmenden erneut die Verpflichtung wachrufen, aufgeschlossen zu bleiben. Doch wir sollen berichten, was das Juliheft B beratung E. SCHEIN IG J' 18*85 Kantstrasse 130, Tel. 31 91 0<$. If iSffS&l-iililiß Antennenbau-Spezialist ßeparaturen, itaUlU iSIISU Ankanf - Verkauf gebr. Apparate. bringt. Das fällt uns dort am schwersten, wo wir uns am meisten angesprochen fühlen; in der Jerusalemer Antrittsvorlesung Martin Bubers über „Die Forderung des Geistes und die geschichtliche Wirklichkeit."' Diese Rede, deren inhaltliche Wiedergabe kein rechtes Bild zu Vermitteln vermag, weil man ihre Wirkungskraft nur aus den unmittelbaren Worten spüren kann, mag symbolisch für den neuen Abschnitt sein, der nun in Bubers Leben beginnt: Mit der gleichen Stärke, mit der er,- als er noch in unserer Mitte wirkte, jüdischen Menschen dazu verhalf, dass sie in ihrem Judentum Wurzel schlugen und in ihr europäisch geformtes geistiges Blickfeld Jerusalem einbezogen, lenkt, er min "von -Jerusalem aus den - Blick der dort lebenden' Menschen auf die menschheitlichen Wrerte, denen sie — auf dem festen Fundament des eigenen aufbauend — zu dienen bestimmt sind. In den ausgezeichneten, plastischen Darlegungen Hans Bachs über Moritz Heimanns Leben und Werk wird die fruchtbare innere Gegensätzlichkeit und Zwienatur Moritz Heimanns mit besonderer Deutlichkeit herausgearbeitet. Widerstritten doch in seinem Innern der Dorfmensch mit dem Stadtmenschen, der gläubige Jude mit dem Träger europäischen. Geistesgutes; der lebende Moritz Heimann war nach Bach tiefer, weiser und lebendiger als der schreibende. Die Fülle des zusammengetragenen Materials macht die Ausführungen Bachs besonders wertvoll. ■ üeber den „Umgang mit Kindern'* schreibt Suse Michael. Durch ihre Ausführungen zieht sich immer wieder die Forderung, Kinder nicht nach einem vorgezeichneten Wunschbild des Erziehers, sondern nach ihren eigenen, in ihnen schlummernden Kräften reiten zu lassen. Leo Hirsch geisselt in amüsant zu lesenden, aberblutig ernst gemeinten Ausführungen über „Die-Kehrseite der Konjunktur" Verfallserscheinungen der Schriftstellerei und- Journalistik innerhalb unseres jüdischen Raums in Deutschland. Das Heft enthält ferner zwei Gedichte von Uri Rosenheim und - den Beginn einer Novelle Herbert Friedenthals über Salomen Maimon, deren Bedeutung erst nach Vorliegen des Schlussteils gewürdigt werden kann. Mit dem schon traditionell gewordenen Hinweis auf die „auch diesmal" sehr interessanten Glossen und Buchbesprechungen sei dieses nach Stoff und Form besonders schön abgewogene ,,Morgen"-Heft (P h i 1 o. Jüdischer Buchverlag, Berlin) der eigenen Lektüre der Leser anempfohlen. Dr. Werner Rosenstock. Jüdisches Jugendlager in Schweden R. S. Vadstena (Schweden), 23. Juli. Ueber den Verlauf des jüdisch-skandinavischen Jugendkongresses in Stockholm bat die C.-V.-Zeitung iß ihrer letzten Nummer berichtet — und dabei auch das Jugeridlager kurz erwähnt. Die folgenden Einzelheiten dürften darüber hinaus interessieren: Ueber hundert jüdische Mädchen und Jungen aus Dänemark, Schweden, Norwegen und Finnland waren etwa 30 Kilometer von Stockholm entfernt in einem Skisportheim eine Woche lang zusammen. Die Unterbringung war einfach, aber zweckmässig, und die Mädchen waren in einem ehemaligen Jagdschloss der Königin Christina einquartiert. Der Morgen begann mit „Dawneh", wobei es sich zeigte, wie gut besonders die Kopenhagener Jimgens Hebräisch konnten. Dann folgte das „Sammeln" beim Hissen der Fahnen, SCMÄCIHhiClltl bearbeitet von P. Rosenblat't Schachaufgabe Nr. 129 von C. Mansfield (1. Preis „Good Companion" 191") jvv^f m........*..... iliü P ':.■//..■:■.. "* '/*9&t>/ '/tsr/sAi 8 B B-Ä-B - mW%*L*M ü ü S r«:*«.....™K^^ p IS Iii Ü Ä£ . « - * _JH.....jtjJ|±JI '$M% - wm, ' wm?/, xM% Matt in zwei Zügen. Weiss: Ka6, Del, Ta4, Te3, LhS, Lg2, SdS, Sh7, Bc3. fö. h3 Schwarz: Kfl, Le2, Sc4, SgS, BcS * Schachaufgabe Nr. 130 von C. Mansfield (.1, Preis „Gazette de Liege" 1930) (11) (5) . Matt in'zwei Zügen Weiss: Eni, Df3. Ta6, Tc4, Le3, Le8, Sa5, SM, Ba-2, b2, e2 (11) Schwarz: Kai, Da8, Tc6, Lb5, Ba7, h2 ( 6) sz Wir bringen heute zwei der besten Aufgaben des hervorragenden englischen Problemkomponisten. * Lösung der Aufgabe Nr. 127: 1. Lg2-a8, g7—gö: 2. Dbl—b7: 3. Db7—hl matt .... fo—f4: 2. Dbl—g6: 3. Dg6—gl matt ____ ScS—b6: 2. DblXbS; 3. Db6—gl matt. ____ Kel—fl: 2. DblXfof; 3. Df5—fS matt. Auf 1____Kei—fl, kann Weiss nicht mit 2. Dbl— b? fortfahren, was mehrere1 Löser angeben, denn Schwarz würde e2r—elS antworten!-; - - - - Lösung der Aufgabe Nr. 128i; 1. Sbi—f3, (drohend Df4—M matt) . ...... Sh2Xf3; 2. Ke2Xf3: 3. Df4—z4 matt. .... Sb2—g4: 2. Df4—a4! 3. Da4—eS bzw.. b4 matt. * Richtige Lösungen von 127 und 128 gingen ein von: Adolf Schuck, Alfred Dzialoszynskl (Breslau), Michael Levy (Krefeld), Gottfried Gumbel (Stuttgart), Landgerichtsrat a. D. Dr. Karl Ulrich (München), Rechtsanwalt Dr. Ernst Boehm (Brieg).' L. Mehrländer (Konstadt). Dr. med. Meyerhoff" (Rotenfels), Ella Ruhen (Bünde), Tierarzt Mas Koschminski (Landsberg), Siegmund Austerlitz (Giessen), Rechtsanwalt Dr. Ernst Meyer, Rechtsanwalt Lud-- wjg Mayer. Dr. med. Herbert Picard, Gustav Lewi, Paul Silberstein, G. Amheim (Berlin). Von Nr. 127: Dr. med. Gerhard Böhm, Gerhard Lewisohn (Berlin), Bernhard Loeb (Bingen), M. Nüssen (Kreuzburg O/S.), Dr. Kurt Wolff (Hambürg), Oskar Wolff (Bad Godesberg). so wie es hier bereits geschildert wurde. An drei Tagen fanden mitten auf einer Wiese Arbeitsgemeinschaften statt. Der Lagerleiter, Kantor Bornstein, war auch der Leiter der oft recht lebhaften Diskussion. Man sprach über Gebräuche, Gebote und Verbote, über die Schechita, über die Festtage und vor allem auch über, die Frage, wie sich ein junger Jude von heute benehmen soll, über seine Aufgaben und Pflichten. An die Arbeit schlössen sich Gesangsübungen an. Auch der Sport kam zu seinem Recht, von Fussball und Staffellauf bis zu humoristischen Wettkämpfen um die ausgesetzten Preise. RnaJ)enu. JüugJIngrs-Jileidung-, Kiadermäntel fertigt an: K. LOEWESTHAL, Schönhauser Allee 177 Teleton: 445396 Kein Stofflager Der Freitagabend wurde mit feierlichem Gebet im Freien eingeleitet, während der Schabbat selbst nach gemeinsamem Gebet in Ruhe begangen wurde. Nach dem Hawdoloh begann dann ein ausgelassenes Fest mit allerhand Ueberraschungen, mit einem Kabarett, das von den Mitgliedern der einzelnen Nationen bestritten wurde, und mit Tanz. An einem der Tage kam grosser und ,.boher" Besuch aus Stockholm; im ganzen etwa 150 Personen mit Rabbiner Dr. Kronheim und Kantor R o s e n b 1 ü t h. Ein Ausflug wurde nach Uppsala unternommen, wo man Scbloss und Universität, Bibliothek und Dom besichtigte. Damit war der äussere Rahmen in jeder Weise harmonisch abgeschlossen. Aber auch innerlich brachtedas Lagerleben ein Gefühl herzlicher Zusammengehörigkeit, üeber die Grenzen und Meere wurde manche Freundschaft geknüpft. Junge jüdische Menschen, bewusste Juden mit einem" bestimmten Ziel vor Augen, trotz der ernsten Lage und der ernsthaften Diskussionen auch froh und vergnügt miteinander, wie es nur der Jugend ansteht; können der Stockholmer Gemeinde und ihrer eigenen Jugendleitung danken für ein Erlebnis, das ihnen noch lange in Erinnerung sein dürfte.

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