Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 17 (1938)
- Issue
- 29 (21.7.1938)
- Date
- 1938-07-21
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 16 * 21. Juli 1938 Nr. 29 * Beiblatt Umschau Wenn auch der Begriff des ausgesprochenen Saisonsports für viele Disziplinen überlebt ist, man sich also weder leichtathletisch, nur im Sommer betätigt, noch Handball und Fussball allein auf die Wintermonate beschränkt, so gibt es doch in weiser Voraussicht für jede Sportart sog. ..Schonzeiten". Nach Schluss der einen und vor Beginn der anderen Saison muß jeder Aktive einmal imstande sein, ausspannen und seelisch wie körperlich wieder neue Kräfte sammeln zu können. Das gilt auch für den jüdischen Sport. Der Handballer und Fussballer hat im allgemeinen vom 15. Juli bis zum 15. August völlige Pause. Diese Pause kann vielleicht einmal anlässlich einer besonderen Gelegenheit unterbrochen werden — keineswegs aber Woche für Woche, wie es aus dem Vcranstaiiungskalender unserer Vereine für den nächsten Monat ersichtlich ist. Alles zu seiner Zeit. Und wenn sich im jüdischen Sport der Brauch heraus-!ll!l!ii!i;il!lllilllllll!llllinilll!!!!ll!n Für das jüdische Kind Sportfest am 31. Juli in Berlin Zugunsten der Hilfsaktion ..Für das jüdische Kind!" veranstaltet der Jüdische Sport-Klub (ISK) am 31. Juli in Berlin unter dem Protektorat der Jüdischen Gemeinde zu Berlin ein Sportfest, in dessen Mittelpunkt ein F u s s b a 11kampf zwischen den Auswahlmannschaften des „Schild"-Sportbundes und des Deutschen Makkabikreises steht. Ferner wird neben einer Anzahl le ichtat h letischer Staffeln für Jugendliche und Schüler ein Handballturnier durchgeführt, an dem sich die Mann-, Schäften des Schild Breslau, des IBC Berlin, des Bar Kochba Hakoah Berlin und des ISK Berlin beteiligen. gebildet hat, leichtathletischen Sportfesten einen interessanten Rahmen zu geben, dann braucht dieser Rahmen nicht gerade aus Handball- und Fussballspielen zu bestehen. Es gibt sicherlich auch ohne diese Kampfspiele noch „schaumässige" Vorführungen genug, die sich mit gleichen) Erfolg zur Ausgestaltung eines Programms eignen. Die ausgezeichneten und vielseitigen „Sportschauen" des Schild Frankfurt a. M. sollten den Verantwortlichen unserer Vereine den richtigen Weg weisen können. Vier Meister — zwei Spiele Nun hat auch der Deutsche Makkabikreis seine Meister im Handball und Fussball festgestellt. Frankfurt a. M. war am 17. Juli der Austragungsort zweier rassiger Kampfspiele, die nicht ganz den Erwartungen entsprechend Bar Kochba Hakoah Berlin im Fussball und Bar Kochba Frankfurt a. M. im Handball in den Besitz der Titel brachten. Wenige Wochen zuvor hatte bekanntlich schon der Sportbund „Schild" seine Meistermannschaften im IBC „B e r 1 i n<4 und Schild Bochum ermittelt. Diese Aneinanderreihung der vier diesjähri- . gen jüdischen Meister hat ihren guten Grund. Sie soll erneut auf ein Ereignis hinweisen, das wir schon so oft projektierten, auf die Begegnung der beiden jeweiligen Verbandsmeister. Ende August scheint uns für diese Treffen der richtige Termin zu sein. IBC „Berlin"—Bar Kochba Frankfurt a. M. im Handbali und Schild Bochum- Bar Kochba Hakoah Berlin im Fussball: einen würdigeren Beginn der neuen Saison gäbe es nicht. Makkahi: keine Meisterschaften Der Makkabikreis hat der Entwicklung, die der jüdische Sport zurzeit infolge der überaus ftee Siad mi Sty Sonntag, 24. Juli Berlin Leichtathletik, Handball: Sportfest des IBC „Berlin"', teilnehmende Vereine: Bar Kochba Hakoah Berlin, ISK Berlin, Taubsturamen-Sportverein, Schild Leipzig, Schild Hamburg, Bar Kochba Hamburg: Grunewald-Sportplatz, Hauptkämpfte ab 15 Uhr, Vorkämpfe ab 13>2 Uhr. Frankfurt a. M. Fussball: JJB Hanau I—Bar Kochba OffenbackL Sportplatz Sondershausener Strasse, 15^4 Uhr. Handball: JJB Hanau Frauen—Bar Kochba Offenbach Frauen, Sportplatz Sondershausener Strasse, 17K Uhr. Leichtathletik: Meisterschaften des Landesverbandes Südwest des Sportbundes „Schild" (reichsoffen), Sportplatz Buchrainweiher, Vorkämp'e 9 Uhr, Hauptkämpfe 15 Uhr. Chemnitz Tischtennis: Mitteldeutsche „Schild"-Meisterschaften, Zöllnerhaus, Rossmarkt 7, ab 9 Uhr. starken Auswanderung seiner Senioren genommen hat, und die das Schwergewicht der Arbeit immer auffallender zugunsten der Jugend verschiebt, konsequent Rechnung getragen: er hat auf die Austragung seiner leichtathletischen Seniorenmeisterschaften verzichtet. Unter der Devise „Die Besten der Saison" beabsichtigt er dafür, am gleichen Tag eine Veranstaltung durchzuführen, in deren Rahmen bei Teilnahme der ,.Schild"-Sportler eine grosse Anzahl der üblichen Meisterschaftswettbewerbe abgewickelt werden sollen. Wir begrüssen diesen Plan umsomehr, als er in vollem Umfange dem entspricht, was wir noch kürzlich zur Situation des jüdischen Sports schrieben (vgl. „Sportblatt" der C.-V.- Zeitung Kr. '27 vom 7. Juli). Es bleibt nur zu hoffen, das« man sich hinsichtlich des Termins einigen wird; denn für den 14. August hatte der Sportbund „Schild" bereits seine Meisterschaften nach Köln vergeben. Auf der Terminliste des Makkabi stehen ferner an wesentlichen Veranstaltungen für den 2S. August ein Treffen der besten Jugendlichen aller Makkabivereine und für den 18. September als Saisonabschluss ein Sportfest, für das man den Start einiger ausländischer Makkabisportler vorbereitet. Kurse und Lehrgänge Paul Yogi Mayer, der Verband Sportlehrer des „Schild", hat in den letzten Wochen im Reich mehrere leichtathletische Lehrgänge abgehalten. Breslau. Tilsit und Königsberg waren die bisherigen Stationen seiner Tätigkeit. Hamburg folgt Anfang August. Weitere Landesverbände stehen zwecks Durchführung von Kursen in ihren Bezirken .bereits in Unterhandlungen. Die Berichte über diese Lehrgänge sprechen durchweg von grossen Erfolgen. Die Teilnehmer, in der Hauptsache Jugendliche, waren stets begeistert bei der Sache und konnten gar nicht genug an theoretischem und praktischem Wissen vermittelt bekommen. Systematische Arbeit ist damit geleistet worden. In breitester Front erfasste man das überraschend vorzügliche Material des Nachwuchses, dem fachkundige Anleitung fehlte. Man wird auf die leislungsmässige Auswirkung der Lehrgänge gespannt sein dürfen, zumal sie neben dem Pädagogischen sicherlich auch rein psychologisch wertvolle Dienste geleistet haben. Bessere Mittel, unsere Jugend in ihrem Drang nach körperlicher Ertüchtigung zu unterstützen, stehen nicht zur Verfügung. Es gilt daher, diese Erziehungsarbeit unermüdlich und konsequent fortzusetzen. . Die S c h wi m m e r des. „Schild" wollen in Zukunft den gleichen Weg gehen. Lolo B a e r machte kürzlich in Breslau den Anfang. Ernst Flörsheim, der neuernannte Schwimmobmann des „Schild", wird ihn energisch und rücksichtslos gegenüber allen auftretenden Schwierigkeiten weiterzugehen und auszubauen versuchen. Der Makkabi hat seine Sportlehrer und Funktionäre indes in E11 g u t h (Oberschlesien) zusammengezogen, wo in der Zeit vom 17. bis 24. Juli unter der Leitung von Dr. Hans Kuhn ein Seminar durchgeführt wird. Neben theoretischer und sportlich-praktischer Fortbildung erhalten die Träger der Makkabi-Arbeit in Deutschland auch auf jüdischem Gebiet eine intensive Schulung. Manfred Friedmann. Auf die Plätze! n Frankfurt a.M.: um Makkabititei Bar Kochba Hakoah Berlin gewann im Handball — Bar Kochba Frankfurt a. M. im Fusskall Nun sind die Makkabimeister im Handball und Fussball ermittelt. Wir sahen in Frankfurt am Main die Meisterschaften im Handball sowohl des Sportbundes als auch des Makkabi. Ein Wunsch bleibt offen: wir sähen auch gerne noch das Spiel des Makkabimeisters gegen den Sportbundmeister. Dem Papier nach ist die Entscheidung gefallen; denn der nach langem Kampf unterlegene Verein, Bar Kochba Hakoah (Berlin) ist^derjenige, der letzte Woche in Berlin in einem 2 mal 15 Minuten dauerndes Turnierspiel den Sportbundmeister schlagen konnte. Aber die wirkliche Entscheidung fällt immer auf dem Sportplatz. Uns schien es, als habe der „JBC" damals das technisch hochstehendere und flüssigere Spiel vorgeführt. Dabei darf jedoch nicht vergessen werden, dass der „JBC" niemals so hart zu kämpfen hatte, wie gestern Bar Kochba (Frankfurt a. M.). Wer auch in diesem Spiel zweier vollkommen gleichwertiger Mannschaften siegen würde, könnte das erst nach härtestem Kampf und vor allem unter Einsatz der ganzen Mannschaft. Denn am 17. Juli siegte die vollkommenere Mannschaft. Berlin hatte zwar die besseren Einzelkönner zur Stelle, vor allem Spandau, Schlesinger und den ausgezeichneten Torwart, Frankfurt aber spielte, von ganz wenigen (und dann auch missglückten) Einzelaktionen abgesehen, wie aus einem Guse und hatte diesem Zusammenspiel in erster Linie seinen endgültigen Sieg zu verdanken. Es war ein Treffen, das die letzten Anforderungen an Kräfte und Nerven der Spieler stellte. In der 1. Halbzeit sah es ganz nach einem sicheren Sieg für Frankfurt aus, "Schon nach wenigen Minuten ging Bar Kochba Frankfurt a, M. mit ungeheurem Elan, heran, war Berlin sowohl in den Augriffen als auch in der Schnelligkeit meist überlegen und ging mit einer 6 :3-Fülirung in die Pause. In der 2. Hälfte änderte sich das Bild. Während Berlin sichtlich sehneller wurde, hatte sich Ifrankfurt doch zu sehr verausgabt und konnte da« Tempo nicht mehr durchhalten. Beim Stande von 6:ä würde durch eine reichlich, harte Entscheidung einer der Frankfurter Inn-ausgestellt. Und schon hiess es 5:6. Die gefahrvollsten Situationen vor den Toren wurden teils von Frankfurt verschoben, teils von beiden Torwarten in überragender Manier gemeistert. Mit einem Prachtschuss von Katz schien Frankfurt den endgültigen Sieg errungen zu haben, aber nuclumls glich Berlin aus. 7:7 — eine Verlängerung wurde nötig. Nachdem auch noch ein Berliner das Feld verlassen musste. schien das Siegestor für Frankfurt fällig zu sein, aber dreimal ging der Ball gegen die Latte, bis Katz mit einem Strafwurf zum siegbringenden 8 : 7 ein schiessen konnte. Der Sieg war verdient. Schiedsrichter Freund (Kassel) hatte schon einen besseren Tag. Beim Sieger spielte Max Flörsheim zürn letzten Mal. Er war wie immer die Seele seiner Mannschaft, riss sie zu allen Sturmangriffen nach vorn und war doch stets in der Verteidigung, wenn es not tat. Der Sieg seiner Mannschaft war für ihn sicherlich das schönste Abschiedsgeschenk. Im nachfolgenden F uss b all spiel standen die Leistungen leider bei weitem nicht auf derselben Höhe. Es war ein abwechslungsloses Spiel, ohne Angriffsgeist, ohne Zusammenspiel und ohne grosszügige Kombinationen. Nach einer torlosen ersten Halbzeit rafften sich die Berliner in den letzten 20 Minuten zusammen, konnten Durchbrüche durch Hilkowitz erfolgreich verwandeln und damit die Meisterschaft erringen. L. B. Sportbetrieb überall Internes Sportfest des Bar Kochba Hakoah Berlin Am 17. Juli führte Bar Kochba Hakoah Berlin ein internes leichta-thletisch.es Sportfest durch, das seinen Aktiven gute Gelegenheit zum Starten gab. Von den Leistungen imponierten vor allem die des Nachwuchses. So stiest; Tombowski die Männer-Kugel 11.80 m weit, Grünbaum sprang 1,62 m hoch und im 5000-Meter-Lauf gab sich der junge Berger erst in der letzten Runde geschlagen. Werthen gewann in 17.09,5 gegen 17.12,5 seines ehrenvoll unterlegenen Gegners. In der Jugendklasse lief Jonas die 1000 Meter in 2.55,9. Ergebnisse: Männer, 200 m: 1. Schattmann 24,4; 5000 m: 1. Werthen 17.09,5, 2. Berger 17.12,5; Dreisprung: 1. Steinbock 11,69 in: Hochsprung: 1. Grünbaum 1,62 m; Kugelstossen: 1. Tombowski 11,80 m. — Frauen, 100 m: 1. Reich 14,2; Kugelstossen: 1. Schulmann 9,83 m; Speerwerfen: 1. Schulmann 24,50 m. — Jugend, 1000 m: 1. Jonas 2.55,9; Weitsprung: 1. Wiehskowitz 5,62 ni; Hochsprung: 1. Hoffmann 1,55 m; Speerwerfen: 1. W7ienskowitz 44/20; Diskuswerfen: 1. Nieburg 28,62 m; Kugelstossen: 1. Politzer 12,20 m. — Knaben, 60 m: 1. Mandelkern 8,4; Weitsprung: 1. Mandelkern 5,11 m; Kugelstossen: 1. Justmann 11,50 m. — Mädchen 24/25. 60 m: 1. Jacobus 9,0; Schlaghall: 1. Safir 35,80; Weitsprung: 1. Joachimsthal 3,82 ni. — M ä d c Ii e n 22/23, 100 m: 1. Buttermilch 14,0; Weitsprung: 1. Weissbrot 4,51 m; Kugelstossen: 1. Durst 8,55 m. H. F. Fertig! ... Los! Wir beginnen beute mit der Veröffentlichung der in Nr.'24 des „Sportblattes" der C.-V.-Zeitung vom 16. Juni angekündigten Serie spezieller Trainingsratschläge — zunächst aus dem Gebiet der in" der jetzigen Jahreszeit vorherrschenden Leichtathletik. Die Kunst des richtigen Startens — bei den Strecken bis zu 400 Meter oft von entscheidender Bedeutung — ist ein überaus schwieriges Kapitel und will auch noch vom Fortgeschrittenen besonders intensiv geübt sein; denn was nützt der schönste Tiefstart, wenn die durch ihn gewonnene Schnellkraft infolge technisch mangelhafter Ausführung wirkungslos verpufft. Zunächst das Kommando. Es lautet: Au! die Plätze! Fertig! Los!, wobei im Weltkampf an Steile des .,Los!" ein Schuss erfolgt. Setzt ein Läufer Hand oder Fuss aus der Ablaufstellung in Bewegung nach dem Kommando „Fertig!", aber noch ehe der Startschuss bzw. das ..Los!" gefallen ist, so gilt dies gemäss den Wettkampf bestimmungeh als Fehlstart. Einer ist jedem erlaubt. Nach dem zweiten wird der Schuldige, ausgenommen bei Mehrkämpfen, ausgeschlossen. Es "heisst eben, beim Start Ruhe zu bewahren und sich mit letzter Konzentration auf den Schuss einzustellen. Blitzschnelles, sicheres Reagieren ist stets besser als waghalsiges „in den Schuss lallen". Da für unseren Bereich kaum damit zu rechnen ist, dass die jüngste Erfindung der Startklötze, die im übrigen schwedischen Ursprungs ist, zur Verfügung stehen wird, erscheint es wichtig, etwas über die Anlage der Start- 1Ö c h e r zu wissen. Das vordere (Sprung-) Bein wird in Fusslänge hinter die Mallinie gestellt. Darauf lässt sich der Startende auf das Knie des hinteren Beines so nieder, dass es etwa in Höhe der Ferse bzw. der Zehenspitzen (man probiere, wo die Körperlage am ungezwungensten ist) des vorderen liegt. Nach d ieser Lage werden die Startlöcher sorgfältig gegraben, und zwar so tief.dassdie Füsse mindestens zur Hälfte in sie hineinpassen. Die Rückflachen der Startlöcher verlaufen am zweckmässigsten schräg vorwärts abwärts: denn sie haben die Aufgabe, den Startdruck aufzunehmen und ohne Zeitverlust den Schwerpunkt nach vorwärts zu übertragen. „Auf die Plätze!": Der Startende stellt zunächst den vorderen Fuss locker in das Startloch, stützt bei gestreckten Armen etwa in Schulterbreite die Hände mit den Fingern (Daumen innen, die übrigen Finger aussen), auf die Mallinie und setzt dann das hintere Bein - ins hintere Startloch. Die Gesamthaltung hat so locker und entspannt wie möglich zu sein. Der Blick %t geradeaus auf die Bahn gerichtet.^ — „Fertig!": Der Körper verlagert sein Gewicht nach vorn über die gestreckten Arme, das Becken schiebt sich gleichzeitig so weit in die Höhe, dass ein leises Antippen zum Uebcrkippen genügen müsste. Beide Hacken bleiben gesenkt, soweit es die Fussgelenke zugeben. Der Rücken des Startenden verläuft in dieser Stellung etwa waagerecht, während Ober- und Unterschenkel des hinteren Beines einen stumpfen Winkel bilden. — Schuss (.,Los!(i): Das hintere Bein drückt federnd mit der Fusssohle ab und wird mit dem Knie scharf nach vorn gerissen, um zum schnellen ersten Schritt anzusetzen. Das rechte Bein vollendet die Streckung, so dass Bein, Becken und Oberkörper eine Linie bilden. Mit kleinen, „trommelnden" Tretschritten beginnt man. behält sie 20 bis 30 Meter bei. um erst allmählich zum grossen Schreitschritt überzugehen. Ebenso allmählich und organisch erfolgt das Aufrichten des Körpers. Die Arme, die beim Schuss sofort gebeugt werden, schwingen indes entgegengesetzt zu den Beinen. Dieser in Sekunden-Bruchteilen abrollende Bewegungslauf ist nicht einfach. Systematisch aufgebaute Startübungen dürfen daher bei keinem Training fehlen. Je intensiver man sie betreibt, desto schneller gehen sie einem in Fleisch und Blut über. Je öfter man nach Kommando startet, desto mehr Itählt man die Reaktionskraft, und desto grösser werden die Vorteile sein, die man sich gegenüber schlechteren, nervösen- Konkurrenten schon von vornherein verschafft. —n. Bezirksmeisterschaften des Schild in Köln Auf regennasser Bahn und andauernd von Regenschauern gestört, fanden in Köln die leichtathletischen Mittelrheinbezirks- Meistersehaften des „Schild" statt, zu denen 160 Aktive und etwa 200 Zuschauer erschienen waren. Die Ergebnisse waren entsprechend. Nennenswert ist nur die Dreikampf-Leistung von Edith Herz (ITV.02 Köln) mit 108 Punkten, der 100-m-Lauf des Juniors Grünberg (ITV 02 Köln) mit 11,9 (während Leo Salmang bei den Senioren 12.0 brauchte) und die Kölner 4 mal 100- Meter-Staffel mit 48,8. Die Organisation war ausgezeichnet. R. B. ... und ein Schulsportfest * Als-Ausscheidungen :zu dem'Wettkampf der jüdischen Schulen im Bezirk Rheinland-Westfalen veranstalteten die Kölner jüdischen Schulen Löwengasse, Jawrie, Morijah und Humboldtstrasse ein Schulsportfest, an dem sich etwa 200 Schüler beteiligten. Leider war das Wetter sehr schlecht, so dass sich nur etwa 100 Zu- - schauer eingefunden hatten. Die Leistungen waren in Anbetracht des Wetters recht gut. je jünger die Teilnehmer, desto besser waren sie im Verhältnis. R. B. Fussballergcbnls: Makkabi M.-Gladbach—Hakoah Essen 3 :1. _ Handballergebnisse aus Südwestdeutschland Hakoah Frankfurt a. M. Frauen I—JSV Wiesbaden Frauen I 6 :2 (4 :1); Hakoah Frankfurt a. M. Jugend—JSV Wiesbaden Jugend 6 :6; JSV Wiesbaden Frauen I—Itus Asehaffenburg Frauen 2 :1. B. Der Reichsausschuss der jüdischen Sportverbände teilt mit: Durch die Auswanderung Walter Becks sowie durch anderweitige Inanspruchnahme von Paul L e w i n s o h n ist eine Neubesetzung der Geschäftsführung-des Reichsaus- . Schusses jüdischer Sportverbände, notwendig geworden. Dr. Max Scheinmann (Makkabi), und Robert Fischbein („Schild") haben nunmehr die Geschäftsführung des 'Reichsausschusses übernommen. Sommer - Schlussverkauf Beginn: 25. Juli W. Bernhard Nachf. Kleider, Mäntel, Kostüme, Bissen v Berlin SW 81, 9e!le-fllliaact-S!r.105 a.101 (Hallncfeeslsr)