Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 17 (1938)
- Issue
- 29 (21.7.1938)
- Date
- 1938-07-21
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 29 * 2. Beiblatt CYIeitung 21. Juli 1938 * Seite 5 Kenya / Von Dr. Mark Wischnitzer Der englische. Hauptdelegierte in Evian, Lord Winterton, erklärte, dass seine Regierung die Frage der Ansiedlung von Juden aus Deutschland in den ostafrikanischen Kolonien prüfe. Somit tritt wiederum ein Siedlungsgebiet in das Blickfeld jüdischen Geschehens, das bereits vor 35 Jahren die Aufmerksamkeit auf sich gelenkt hatte. Als Joseph Chamberlain, Staatssekretär für die Kolonien, Kenya 1920 besuchte, erhielf er einen ausserordentlich günstigen Eindruck vom Lande, der sicherlich auch durch die Berichte des damaligen Hohen Kommissars für Ostafrika, Sir Charles Elliot, unterstützt wurde. Der Hohe Kommissar von Uganda, Sir H. H. Johnson, und Professor J. W. Gregory, der die Hochplateaus von Ostafrika besucht hatte, mögen das Urteil Chamberlains ihrerseits mit beeinflusst haben. Wie dem auch sei: Chamberlain kehrte nach England zurück in der Ueberzeugung, dass sich Kenya für europäische Besiedlung durchaus eigne. Kurz darauf hatte Chamberlain eine Unterredung mit Theodor Herzl. Dieser schildert sie in seinen Tagebüchern. Chamberlain rühmte das ausgezeichnete Klima im Innern des Landes und sprach von den Zucker- und Baumwollpflanzungen. „Das wäre ein Land für Dr. Herzl, aber der will ja nur nach Palästina oder in dessen Nähe gehen!'', waren die Worte Chamberlains. Herzl notierte auch seine Antwort „Ja, ich muss! Die Basis müssen wir in oder nächst Palästina haben. Später können wir auch nach Uganda übersiedeln, denn wir haben Massen von Menschen, die zur Emigration bereit sind.'"' Auf dem 6. Zionistenkongress in Basel (1903) erklärte Herzl, dass die englische Regierung den Juden ein Territorium in Uganda für eine autonome Siedlung angeboten habe. Es handelte sich um ein Gebiet von 5000 Quadratmeilen auf dem Uasin-Gishu-Plateau, das damals zu Uganda zählte. Heute bildet es den nordwestlichen Teil von Kenya. Vielen wird noch in Erinnerung sein, welchen Sturm der Entrüstung das Angebot bei einem grossen Teil der Kongressdelegierten auslöste, die sich, in zwei unversöhnliche Lager, die Nein- und die Ja-Sager, spalteten. Der Kongress entsandte eine Expedition nach Ostafrika. Sie kehrte mit einem nicht ungünstigen Bericht zurück. Nichtsdestoweniger lehnte der 7. Zionistenkongress das Angebot ab. Das Siedlungsprojekt wurde aufgegeben. Diesen Kongress hat Theodor Herzl nicht mehr erlebt. Es ist aber wichtig zu wissen, dass er vor seinem Tode in einem Kreise vertrauter Freunde äusserte, er würde dem Kongress vorschlagen, zwei Aktionskomitees zu wählen, eines für Palästina und eines für Ostafrika. Er dachte offenbar an zwei sich parallel entwickelnde Aktionen. Aber die Zeit war nicht reif und die Kraft nicht ausreichend, und so musste erst die palästinensische Sache ein Stück weiter vorwärtsgetrieben werden. Es ist interessant, dass David W o 1 f s o h n einige Jahre später Kenya kennenlernen sollte. Er war Herzls Nachfolger in der Leitung der zionistischen Bewegung. Er passierte Kenya auf der Rückreise aus Südafrika nach Palästina. Seine Eindrücke vom Land wurden von Ephraim Cohn-Reiss in seinen kürzlich erschienenen Memoiren festgehalten. Wolfsohn besuchte den damaligen Leiter des palästinensischen Schulwerks, des Hilfsvereins. Er sagte zu Cohn-Reiss: „Kenya ist ein Land, in dem Milch und Honig flieset." Er war sich aber bewusst, dass man davon nicht reden konnte. Drei Jahrzehnte sind seither vergangen. Kenya ist*eine blühende Kolonie der britischen Krone geworden. Die Ochsengefährte, die im Morast stecken blieben, gehören heute zum Mythos. Eine Eisenbahn verbindet Mombassa mit Campala, der Hauptstadt von Uganda. Nebenlinien führen nach den landwirtschaftlich wichtigen Distrikten. 1935 hatte das Land Eisenbahnlinien von einer Länge von 1622 Meilen, mehr als das Doppelte gegenüber 1919. Es gibt ausgezeichnete Strassen, einen regen Personen- und Lastwagen-Auto verkehr. Die grosse Luftschiffahrtslinie von England nach Südafrika führt durch den nordwestlichen Teil Kenyas von Kisumu nach Nairobi, ein lokaler Flugverkehr verbindet Nairobi mit Mombassa. Kenya umfasst ein Areal von 5S2 000 Quadratkilometern, das sich von der Küste des Indischen Ozeans bis zum Viktoria-See erstreckt. Drei Fünftel des Landes liegen nördlich vom Aequator. Seit 1920 ist Kenya britische Kronkolonie, deren Geschicke vom Colonial Office in London geleitet werden. Der Verwaltung mit einem Gouverneur an der Spitze steht ein gesetzgebender Rat zur Seite, der sich zur Hälfte aus Mitgliedern zusammensetzt, die von der Verwaltung ernannt werden, zur Hälfte aus Vertretern der Bevölkerung, die gewählt werden. Die wählbaren Delegierten setzen sich zusammen aus elf Weissen, fünf Indern, einem Araber und einem nichtbeamteten Vertreter der Eingeborenen. Hinter dem 30 Kilometer breiten Küstenstreifen von üppiger Vegetation liegt ein wüstenähnlicher, fast wasserloser B o d e n streifen, mit Gras und Dornbusch bewachsen, reich an Wild, jedoch schwer durchdringbar, für Menschensiedlung ungeeignet. 350 Kilometer von der Küste entfernt beginnt die baumlose Steppe, die sich über 150 Kilometer bis dicht an Nairobi erstreckt, regenarm, menschenleer. Der Massai- Stamm allein weidet hier seine Rinderherden. Hinter Nairobi beginnt das gebirgige Hochland von 2000 Meter Durchschnittshöhe, 17 bis 18 Grad Durchschnittstemperatur, mit Niederschlags- —••— ci$Cnqahp4 ---a***izc mengen bis 2000 Millimeter. Es gedeihen hier Mais, Weizen, Kaffee, Tee, Sisal, Rohrzucker, Erdnüsse, tropische Früchte, Pyrethrum, das für Flit verwendet wird, Baumwolle, Kopra, Sesam, europäisches Obst, Wattle-Akazien, Bohnen und Kartoffeln. Auch für die Viehwirtschaft ist der Boden geeignet. Die Ansiedlung von Weissen begann in den 90er Jahren. Einige 100 000 Acres wurden den Kolonisten von der Regierung zugeteilt. Aber erst nach dem Weltkrieg erhielt die Einwanderung einen mächtigen Auftrieb. 1919 wurden 1050 Farmen vermessen, man siedelte englische Kriegsteilnehmer an. Im ganzen gelangten 2,9 Millionen Acres in den Besitz von Europäern. 4,7 Millionen Acres waren bereits früher vergeben worden. Die Wirtschaft der Weissen hat ihren Rückhalt in der Kaffeeproduktion, an der 40 Prozent der Farmer Anteil haben, und im Sisal- Hanf. Der Teeanbau macht seit 1928 Fortschritte. Die Viehwirtschaft, die durch die 1905 aus Australien eingeführten Merino-Schafe gefördert wurde, befriedigt hauptsächlich den lokalen Bedarf. Der Handel in Kenya befindet sich mit Ausnahme der grösseren Exportfirmen, die den Engländern gehören, in den Händen der Inder. Weniger übersetzt ist das Handwerk, das gewisse Aussichten bietet, und zwar -für Autoschlosser, Tischler, Elektromonteure — allerdings in den Grenzen des Bedarfs der noch geringen weissen Bevölkerung. Für Aerzte und Zahnärzte sind die Möglichkeiten allerdings äusserst beschränkt. Nairobi hat bereits zwei jüdische Zahnärzte. (Die Bevölkerung Kenyas Jjetzt sich zusammen aus 3,1 Millionen Schwarzen verschiedener Stämme, aus 17 759 Europäern, 37 676 Indern, 3522 Goanesen, d. h. katholischen Indern, die Portugiesisch sprechen und von der portugiesischen Kolonie Goa eingewandert sind, und 12 841 Arabern). Kenner des Landes äussern sich gegen jede Form der Kollektiv s i e d 1 u n g. Unter der heissen Sonne führe das enge Beieinander von Menschen zu schweren Differenzen und zum unweigerlichen Zusammenbruch des Gemeinwesens. Genossenschaftlicher Zusammenschluss selbständiger Eigensiedlungen wäre dagegen zu empfehlen. Diese Ansicht wird u. a. von dem Geschäftsführer der Kenya Association, der Organisation der Farmer, Mr. Sylvester, vertreten. Die schwarze Arbeitskraft könne nicht entbehrt werden. Als besonders lohned wird sowohl von der Kenya Association als auch von einzelnen Siedlern der Anbau von Pyrethruin bezeichnet, der wie auch andere Kulturen, schwarze Arbeitskraft erfordert. Der Normalgehalt des afrikanischen Pyrethrums an Pyrethrin ist etwa 0,9 Prozent. Der Weltmarktpreis pro Tonne beträgt etwa 65 bis 69 Pfd. Sterl. Wir entnehmen den Mitteilungen eines neueingewanderten jüdischen Siedlers aus Deutschland die weiteren Angaben. Ein Acre Pyrethrum bringt nach 1 bis VA Jahren eine jährliche Einnahme von 20 Pfd. Sterl., so dass man allein von 20 bis 25 Acres Pyrethrum ein ganz „beschauliches Dasein" führen kann. Das Pyrethrum wird hauptsächlich in Amerika zu Fht verarbeitet. Seine Absatzmöglichkeiten können noch erheblich ausgebaut werden. Die Weissen in Kenya, und zwar die englischen Farmer, stehen der Ansiedlung von Juden aus Deutschland sympathisch gegenüber. In einer August 1937 gehaltenen Rede behandelte Major Grogan, Mitglied der gesetzgebenden Versammlung in Kenya, das Problem der jüdischen Einwanderung. Er schilderte mit Anerkennung die grossartige Umschichtungsbewegung unter den Juden in Deutschland und w-ies auf die immerhin nur begrenzte Aufnahmefähigkeit Palästinas hin. Er bezeichnete die Juden als verlässliches und in jeder Beziehung wünschenswertes Siedlerelement. Kenya wäre nach den Ausführungen Grogans durchaus imstande, grössere Mengen von Europäern zu ab- -sorbieren, und biete mit Ausnahme einiger Gebiete an der Nordgrenze günstige Bodenverhältnisse. Für die Frage der Besiedlung Kenyas spielt die Beurteilung der klimatischen Verhältnisse eine besondere Rolle. Es bestehen Bedenken im Hinblick auf die gesundheitliche Entwicklung der zweiten Generation im Lande. Nach einem amtlichen Bericht aus dem Jahre 1935 ist die Zukunft der europäischen Kolonisation in Kenya nicht so sehr von der Regierungspolitik als von biologischen Faktoren abhängig. Es wird auf die intensive ultraviolette Strahlung, die Sauerstoffarmut der Luft, die starken Temperaturschwankungen und die Feuchtigkeit hingewiesen. Es gibt allerdings Menschen, die sowohl auf dem Hochplateau als auch in der Hauptstadt Nairobi leben und das Klima erträglich finden. Diese Leute beobachten bei ihren in früher Jugend nach Kenya gebrachten Kindern sowie bei denen, die bereits in Kenya geboren wurden, keinerlei Schäden. Siedler mit gesundem Herzen haben in Kenya keinerlei Beschwerden zu befürchten. Die Lebensdauer kommt in Kenya fast der in England gleieh, was sich übrigens auch in den niedrigen Versicherungsprämien äussert, die die gleiche Staffelung zeigen wie in England und Südafrika. Die körperliche Entwicklung der Schulkinder ist durch Zunahme des Wuchses und des Gewichtes und Gleichheit der geistigen Fähigkeiten E« SCHEIN Iterwartuno'TB^BP^TÄi Cnr\ 7r»k**l BERLIN W62 \~OT\ Z.OD61 Kurfürstenstr. I Kurfürstenstr. 107 Tefef. 24 29 53 Feine Herren-u. Damenkleidung nach Mass. Gr.Stoffcuswahl. * gekennzeichnet. Oskar Karstedt, ein sonst recht kritischer Beurteiler der Verhältnisse in Kenya, sagt in einem Werke, dass man sich früher skeptisch gegenüber der Möglichkeit, weisse Siedler unmittelbar unter dem Aequator anzusiedeln, verhielt. Die Tatsachen hätten aber die gehegten Befürchtungen weitgehend widerlegt. Der Gesundheitszustand sei derartig günstig, dass selbst in dem durch seinen Wind berüchtigten Nairobi die Europäersterblichkeit von etwa 10 bis 13,5 pro Tausend niedriger sei als die Englands. Meine eigenen, ausserordentlich günstigen Eindrücke, die ich während meines Aufenthaltes in Kenya Herbst 1936 gesammelt habe, habe ich vielfach zum Ausdruck gebracht. Der Hilfsverein hat inzwischen eine Anzahl landwirtschaftlich und gärtnerisch geschulter junger Menschen nach Kenya gebracht, die sich dort als Farmer und Hilfsarbeiter bewähren. Nicht uninteressant ist, dass ein Warschauer Journalist, S. Gottlieb, der das Land bereist hat, eine landwirtschaftliche Siedlung in Kenya befürwortet. Den dauernd einlaufenden privaten Mitteilungen ist zu entnehmen, dass die Milchwirtschaft in Kenya gute Erfolge zeigt, dass die Getreide- und Gemischtwirtschaft, sowie fachmännisch betriebene Obstkulturen sich vielversprechend entwickeln. Von der wachsenden Bedeutung der Herstellung von eingemachten Früchten und Marmeladen sowie von Weissblechkonserven zeugt der Rückgang des Imports in dieser Branche. Eine bekannte Fleischkonservenfabrik ist im Begriff, in Kenya die Herstellung von Cornedbeef und sonstigen Fleischkonserven aufzunehmen. Als lohnend Ernst Lochner & HorkheimerN Liebfrauenberg 39 — gegründet 1837 I £4errens*o?fe I in gut tragbaren Qualitäten J wird die Verarbeitung von Sisal für Säcke, Seile und Kunstseide im Lande selbst betrachtet. Der Initiative und der Erfahrung bietet sich hier ein weites Feld. Der kürzlich erschienene amtliche Bericht „The Colonial Empire in 1937—193S'; (London, H. M. Stationary Office) stellt,die wachsende Prosperität der Kolonie mit Befriedigung fest, die sich im Berichtsjahr in den gesteigerten Ziffern für Produktion, Einfuhr, Ausfuhr und Handel und somit auch in den Einnahmen der Regierung geäussert hat. Einzelsiedlungen in Kenya? Der Abgeordnete Creech-Jones richtete an den. 'Kolonieminister Malcolm Mac Donald eine Anfrage über Siedlungsmöglichkeiten in Kenya. Die Frage stand wohl im Zusammenhang mit Aeusse runden, die Lord Winterton, der Führer der britischen Delegation in Evian setan hatte. Der Minister erwiderte, dass das,Problem der Einzelsiedlung oder von kleinen Gruppen Siedlungen von der Regierung der Kronkolonie erwogen werde. Von einer Massenansiedlung, die zu einer Beeinträchtigung des Eingeboreneiibesitzes führen würde, könne keine Rede sein. Einzelheiten stünden noch nicht fest. In einer früheren Antt!l!iilijll!iiII!ll!lii!l!!!W Der ..Hilfsverein der Juden in Deutschland" teilt mit:' Im Bereich des amerikanischen Generalkonsulats Berlin ist eine Stockung in der Annahme neuer Einwanderungsanträge eingetreten, die einige Zeit andauern dürfte. Dagegen nehmen die übrigen Generalkonsulate im Rahmen ihrer Zuständigkeit weiter Affidavits entgegen. Illllllllllllillllillllllllll^ \rort hatte der Minister u. a. gesagt, dass es eine Beschränkung des Zuzuges in die Kolonien nicht gäbe, sofern die Einwanderer die Einwanderungsgesetze erfüllten. Wie gross die Zahl der Einwanderer sei, die sich in den letzten fünf Jahren in den Kolonien niedergelassen hätten, könne er nicht angeben. Die Anregung Lord Wintertons wird auch in der letzten Nummer der Zeitschrift „Ostafrika und Rhodesien" günstig kommentiert. Die Zeitschrift teilt mit, dass ein Plan zur Ansiedlung jüdischer Flüchtlinge in Kenya existiere. „Einige der bekanntesten Menschen in Kenya und führende finanzielle Interessenten der Londoner City", heisst es dort, „haben ihm viel Zeit gewidmet." Es ist noch verfrüht, Einzelheiten zu veröffentlichen, der sehr wesentlich die Gesamtzukunft der Siedlung von Weissen in Kenya beeinflussen kann; da aber nun ■einmal die Angelegenheit öffentlich erwähnt worden ist. ist es gut, anzudeuten, dass die Urheber der Idee sie nach geschäftlichen Richtlinien entwickelt haben und dass sie sich besondere Mühe gegeben haben, die bestehenden Interessen zu wahren,- die keineswegs gefährdet werden, sondern im Gegenteil durch eine Aktion auf der projektierten Grundlage noch gefördert werden sollen. Wenn es möglich wäre, im gegenwärtigen Zeitpunkt die Namen von, sagen wir, ein Dutzend Ostafrikanern — sämtlich Nichtjuden — zu veröffentlichen, von denen uns bekannt ist. dass sie den Plan begünstigen, so würde alle Besorgnis bis zur Veröffentlichung der Einzelheiten beschwichtigt werden. Diejenigen, die mit dem Sciieiner&Co. S£-£ES2rS Plan eng verbunden sind, hatten, so glauben wir, keine Ähnung davon, dass der britische Hauptdelegierte ihn in Evian vor die Oeffentlichkeit der Welt stellen würde. Vor wenigen Wochen würde eine derartige Veröffentlichung als durchaus unerwünscht betrachtet worden sein. Aber in der Zwischenzeit sind die Dinge soweit fortgeschritten, dass keine unliebsamen Wirkungen daraus erwachsen dürften. Kenya würde zweifellos von einer ausgewählten, organisierten und richtig finanzierten Einwanderung der rechten Art profitieren; denn, eine grössere europäische Bevölkerung bedeutet grössere Aufwandsmöglichkeit, eine grössere Vielfältigkeit geschäftlicher Unternehmungen, vermehrten Export und dadurch vermehrtes Einkommen, vermehrten Import und dadurch neuen Spielraum für britische Fabrikation und grössere Für die Dame, für den Herrn LEISTUNG ENTSCHEIDET \ IM i S OMME R - S CH LU SS-VE R K AU F Für den Auswanderer ■eiALEKvJCUUU- Berlin W 15, Kurfürsrendamm 216 Berlin W50, Tauentzienstrasse 11 Beginn: Montag, den 2 5. Juli 1938 LEISTUNG ENTSCHEIDET IM SOMMER-SCHLUSS-VERKAUF