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Central-Verein-Zeitung · 1938-07-21 · 29 (21.7.1938) · page 4

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
17 (1938)
Issue
29 (21.7.1938)
Date
1938-07-21
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Seife '4 C.-V.-Zelhm£ Nr. 29 * 21. Juli193$ die- Eröffnung einer Praxis erlaubt. Was bedeutet das gegenüber 14 700 Zahnärzten, die in britischen Listen geführt würden? „New.York Times." sagen in einem Leitartikel, es sei ein guter' Anfang gemacht worden. Wenn die in Evian versammelten Staaten in dieser Frage nicht zu einer Einigung und einer Lösung kämen, so müsse man die Hoffnung aufgeben, das« sie jemals auf irgendeinem anderen Gebiete würden zusammenarbeiten können. Es sei die Aufgabe der Vereinigten Staaten, ■■ von denen die Initiative ausgegangen sei, nunmehr auch selbst ein Beispiel schneller und grossmütiger Hilfe zu geben. Auslandsnachrichten Argentinien s Präsident 0 r t i z empfing am 14. Juli Direktoren der ICA. und unterhielt sich mit ihnen über die Fortschritte der jüdischen Siedlungen im Lande. Er erklärte, dass Argentinien Landwirten ohne jeden Unterschied jederzeit offenstehe. Brasilien Präsident Vargas besuchte die ICA.T Siedlungen bei R e z e n d e und lobte öffentlich die dort geleistete Arbeit. England Die Frage der Zulassung jüdischer A e rzt e aus Deutschland (vgl. C.-Y.-Zeitung Nr. 28 vom 14. Juli), hat weitere Kreise gezogen. Auf der Jahresversammlung der britischen medizinischen Vereinigung in Plymouth setzte sich der Schatzmeister N. Bishop Harman für eine beschränkte Zulassung ein. Er wies darauf hin, dass das Problem nicht auf Mitteleuropa beschränkt sei, dass es aber auf der anderen Seite die Tradition der Vereinigung erfordere, eine Geste in dieser Richtung zu tun. Auf seinen Vorschlag wurde ein Komitee ernannt, dass die Bewerbungen überprüfen soll. Dabei müsse, sagte er, darauf gesehen werden, dass die Zugelassenen über das Land und das Volk, dem sie ihre Kraft in Zukunft widmen wollten, hinreichend informiert seien. Es müsse ausserdem dafür gesorgt werden, dass diese Aerzte über das Land verteilt würden. Insgesamt wolle man 50 Aerzte zulassen. In der Diskussion setzte sich Dr. Morgan für die Heraufsetzung dieser Quote ein. Er wies auf den Mangel an Aerzten in den Kronkolonien hin, wo oft erst Teppich- W?|}|u QanSrar N0' Greifswafder Str. 13 /' 533371 Reinigungmiljf OöUftGl,Kunststopferei. Er.tmottung.Auibawahrungetc. auf 20 000 Köpfe ein Arzt komme. Er appelierte an den Grossmut und die Menschlichkeit der Konferenz — allerdings vergeblich. In der Unterhaussitzung "vom 14. Juli beantwortete der Innenminister Sir Samuel Hoare eine die gleiche Angelegenheit betreffende Anfrage des Abgeordneten Sir John M o r r i s-J o n e s dabin, dass er mit den Vertretern der Aerzteschaft Beratungen gehabt habe, und dass er seine Entscheidung über die Zahl der aufzunehmenden Aerzte von der Anzahl und der Qualifikation der Bewerber abhängig machen wolle. Auch die Frage der Verteilung werde eine wichtige Rolle spielen. Wie verlautet, sollen die Regierungsstelleu in dieser Frage sehr, viel grosszügiger denken, und die Absicht haben, etwa 500 Aerzte zuzulassen. Jedoch scheint diese Absicht an dem Widerstand der Aerzte zu scheitern. Aus Melbourne wird gemeidet, dass die Regierung 40 kürzlich angekommenen Aerzten die Arbeitserlaubnis versagt und eine fünfjährige Ausbildung im Lande verlangt hat. Holland In einem ,.Bei uns . . ." überschriebenen Artikel setzt sich das „Centräal Blad voor Israelieten in Xederland" mit einer Ideologie der Eingewanderten auseinander, die nur allzu oft im Hinblick auf die früheren Verhältnisse die Worte „bei uns" gebrauchen. Es wird versucht, von hier aus das gesamte Flüchtlingsproblem aufzurollen und vor allem Verständnis # ^aSerarfeeiSen / Eduard Glaser Berlin XO 55, Greifswalder Strasse 88. 53 50 59. zu wecken für diese begreifliche Haltung der Eingewanderten. Es wird gesagt, dass die Bindung an das Herkunftsland von den Eingewanderten deswegen besonders stark empfunden wird, weil sie sich im neuen Land, in dem sie ihre Kindheit nicht verbracht haben, noch nicht heimisch fühlen können. Es sei nicht der Kampf um die Existenz, der zudieser Haltung führe. Man könne hieraus weder auf die Qualität noch auf die Moral der Einwanderer schliessen. Für die Alteingesessenen klängen solche Redewendungen wenig angenehm, und es sei verständlich, dass sich hieraus manche Misshelligkeiten ergäben. Deswegen müssten sich die Eingesessenen stets vor Äugen halten, dass ihre "Glaubengenossen nicht freiwillig sondern einem Zwange gehorchend ins Land gekommen seien. Es sei nicht zu leugnen, dass die materiell gutgestellten Einwanderer diese Schwierigkeiten' rascher überwänden. Aber auf ihnen sowohl wie auf denen, die mit Reichtümern nicht. gesegnet seien, laste der Zwiespalt zwischen neuem und altem Leben in gleicher Weise. Italien Eine Gruppe italienischer Hochschullehrer hat unter Führung des Ministeriums für Volkskultur die Stellung des Faschismus gegenüber dem R a s s e p r o b 1 e m festgelegt. Es wird gesagt, dass die in Deutschland geltenden Theorien nicht ohne weiteres auch auf Italien Anwendung finden könnten. Die Frage sei ausschliesslich unter biologischen, nicht nach philosophischen oder religiösen Gesichtspunkten zu betrachten. Wenn sich Italien zum nordischen Ariertum bekenne, so sei dieser Begriff nicht geographisch zu verstehen, sondern man bekenne sich dadurch zu einem physischen und psychologischen Vorbild europäischen Charakters. Die Rassenunterschiede seien eine reale Tatsache, aber kein Werturteil. Seit der Langobardenzeit seien keine Fremdrassen nach Italien eingedrungen, und seit damals habe sich die Substanz der italienischen Rasse unverändert erhalten. Es erfolgt sodann in diesen in 10 Thesen niedergelegten Gedanken die Abgrenzung der italienischen Rasse von den anderen Rassen am Mittelmeer. Theorien, welche den afrikanischen Ursprung europäischer Völker nachweisen wollten und in die europäische Völkerfamilie Semiten und Hamiten einbezögen, seien abzulehnen. In These 9 heisst es: ,.Die Juden gehören nicht zur italienischen Rasse", sie seien die einzige Bevölkerungsgruppe des Landes, die sich nicht assimiliert habe, weil sie ein nichteuropäisches Rasseelement darstelle. Offiziös verlautet, dass aus dieser Fixierung des Rasseproblems gesetzliche Massnahmen zunächst nicht zu erwarten seien. Mit Wirkung vom 18. Juli wurde das ..Zentralamt für Bevölkerung'' im Ministerium des Innern in „Generaldirektion für Bevölkerung und Rasse" umbenannt. Lettland Unter dem Vorsitz von Professor Simon Dubnow tagte, in Riga am 14. Juli der Hauptvorstand der OSE. An den Sitzungen nahmen auch Vertreter der polnischen Schwesterorgauisation TOZ teil. Das Hauptaugenmerk galt der Kinder Wohlfahrt. Trotz aller Anstrengungen konnten, so wurde berichtet, die Anforderungen längst nicht alle erfüllt werden. Das Budget der beiden Organisationen ist in der Berichtszeit von 450 000 auf 600 000 Dollar gestiegen. Polen speiste im vergangenen Winter 40 000 Schulkinder und schickt in diesem Sommer fast 20 000 (16 000 im Jahre 1937) ins Ferienlager. Sowohl aus Rumänien wie aus Litauen wurde von vermehrten Erfolgen der Arbeit berichtet. In diesen Ländern wandte man sich besonders der vorschulischen Fürsorge und der Schulhygiene zu. Lettland teilte mit, dass die Fürsorge „Mutter und Kind" zur Zeit etwa 60 Prozent aller neugeborenen Kinder umfasse. Mexiko Präsident Gardenas sagte in einem Interview, dass das Land für Techniker jederzeit zur Einwanderung offenstehe. Er wandte sich noch einmal gegen Gerüchte, die von einer juden- oder fremdenfeindlichen Haltung des Landes sprechen. Schweden In Stockholm fand vom 10. bis 13, Juli der IS. Kongress der jüdischen Jugendverbände Skandinaviens statt. Klan beschloss, den Beitritt zum Weltverband jüdischer Jugend und schickte an Oberrabbiner M. Ehrenpreis, der sich nach Evian begeben hatte, ein Begrüssungstelegramm. Ehrenpreis selbst veröffentlicht in der Julifestnummer von „Judiskt Tidskrift" einen Begrüssungsartikel. Die Beteiligung an der Tagung war sehr gross. Zu dem Vortrag von Rabbiner M e 1 c h i o"r (Kopenhagen) im jüdischen Gemeindehaus wurden über 400 Karten ausgegeben. Im Sportheim Weda bei Stockholm wurde ein Jugendlager abgehalten, in dessen Verlauf Rabbiner E. Kronheim (Stockholm) eine Ansprache hielt und Gemeinschaftssingen unter Leitung von Kantor I. Bornstein abgehalten wurde. Feierlich wurden an jedem Morgen die Fahnen der vier verschiedenen skandinavischen Länder gehisst, die vier Nationalhymnen gesungen und zum Abschluss die Hatikwah. Die Verbundenheit der dort versammelten Jugend mit ihren Heimatländern kam in allen Diskussionen und Ansprachen zum Ausdruck. Im Jahre 1939 wird die Tagung in Trontheim abgehalten werden. Südafrika Der Führer der National Party, Dr. Mal an, der bei den Wahlen zum Parlament 27 Sitze für seine Partei erhielt, will ein Gesetz einbringen, wonach. jeder Bevölkerungsteil in jedem Beruf nur prrozentual seinem Anteil an der gesamten europäischen Bevölkerung des Landes vertreten sein soll. Ungarn Im Amtsblatt vom 18. Juli werden die Ausführungsbestimmungen zu dem Judengesetz im Hinblick auf die Presse und Theaterkammer veröffentlicht. Diese Bestimmungen besagen im wesentlichen, dass bis zum 16. August an den hierfür bestellten Sachbearbeiter Sektionschef Dr. Ernst Traeger die nötigen personellen Unterlagen zu leiten sind. Bis zum Ende des Jahres 1939 soll dann im Einvernehmen mit : Dr. Traeger die gesetzliche Verhältniszahl 20 :80 im Hinblick auf die personelle Zusammensetzung . und die Besoldung hergestellt sein. Jeder .Fall soll individuell geprüft und unnötige Härten sollen vermieden werden. Die ungarische Presse rühmt ohne Unterschied die menschlichen und sachlichen Qualitäten Dr. Traegers und hofft, dass sichunter seiner Führung die Umstellung reibungslos vollziehen werde. Im Zusammenhang hiermit wird eine Verordnung über die Konzessionierung der periodischen Zeitungen (nicht der Tageszeitungen), Korrespondenzen usw. im Umfang von 6 Kapiteln und 30 Paragraphen veröffentlicht. Danach dürfen in Magister Kinch Der gute Likör, Magister, München VII Zukunft derartige Unternehmungen nur mit Zustimmung des Innenministers gegründet werden. Die gegenwärtig bestehenden müssen bis zum 31. August an den Ministerpräsidenten ein Gesuch um Weitererscheinen richten. Wird dieses Gesuch bis zum 31. Dezember 1938 nicht positiv entschieden, müssen die Blätter ihr Erscheinen zum 1. Januar 1939 einstellen. Zum Tode Benjamin Cardozos In einer Botschaft an die Presse sagt Präsident R o o s e v e 11, dass ihm der Tod Cardozos einen schweren persönlichen Schlag versetzt habe. Die ganze Nation habe einen wertvollen Freund verloren. Aehnlich äussern sich zahlreiche andere führende Persönlichkeiten Amerikas. Am Tage der Beisetzung hatte das Oberste Bundesgericht in Washington zum erstenmal seit seinem Bestehen halbmast geflaggt. Bei den meisten Gerichten wurden zu Beginn der Sitzungen des Verstorbenen gedacht. Das Parlament des Staates New-York veröffentlichte eine besondere Kundgebung. Im Hause von Richter Lehmann wurde ein Gedenkgottesdienst abgehalten. Leo Smoschewer Am 15. Juli starb in Breslau nach einem arbeits- und erfolgreichen Leben der Fabrikbesitzer und kgl. rumänische Generalkonsul Leo Smoschewer. Der Heimgegangene war der Begründer der bekannten Feldbahnen-Lokomotiven- und Strassenwalzenfabrik Smoschewer & Co., die er 40 Jahre hindurch leitete. Neben seinem Kaufmannsberuf hat Leo Smoschewer viel für die Förderung der schönen Künste getan. Seit langen Jahren stand er im jüdischen Leben an führender Stelle. Er leistete der jüdischen Gemeinde in Breslau als Gemeindevertreter durch seine eingehende Beherrschung aller Finanzfragen grosse Dienste. Er gehörte dem Vorstande des"Jüdischen Centrai-Vereins in Breslau, dem Zentralkomitee des Hilfsvereins der Juden in Deutschland und dem Vorstand der Israelitischen Krankenverpflegungsanstalt in Breslau an. Die grosszügige Art. in der er Wohltätigkeit ausübte, hat ihm unzählige Freunde geschaffen. T. Fünf Jahre Elternhilfswerk Der Ablauf des ersten Jahrfünfts seit Bestehen des Elternhilfswerks für die jüdische Jugend e. V. gibt Anlass, über die Entwicklung der Arbeit dieser Einrichtung zu berichten. Es ist gelungen, bei aller Schwere der Zeit die Arbeit aufrechtzuerhalten: es konnten sogar in letzter Zeit, in d?r die wachsende Not weitester Mittelstandskreise die Zahl der Anträge steigerte, mehr Kinder unterstützt werden als in den Vorjahren. Dies ist nicht zuletzt dem verständnisvollen Entgegenkommen der Schulen zu danken, die durch Senkung des Schulgeldes für die zu betreuenden Kinder und durch tatkräftigen Einsatz für die Werbung der Arbeit förderten. Der Erfolg der Eiternhilfswerksarbeit zeigt sich besonders deutlich an der Weiterentwicklung der Schützlinge. Die Jungen, welche sich den technischen Berufen widmeten, haben sehr gute Gesellenprüfungs- und Lehrausweise erhalten, die einen Start im Ausland ermöglichen. Die Leistungen der unterstützten Mädchen in der Haushaltungsausbildung verdienen hervorgehoben zu werden. Kunstgewerbliche Ausbildung führte zu günstigem Uebergang nach USA; Pflichteifer, Arbeitsfreude, beste jüdische Haltung, unbeirrbares Streben auf das Ziel kennzeichnen die Jugendlichen des Arbeitskreises. So wurde den schwer um die Existenz ringenden Eltern wertvolle Hilfe gewährt. Die erhöhten Aufgaben des neuen Schuljahres bedingen neue Verpflichtungen. Das Elternhilfswerk kann ihnen nur dann "nachkommen, wenn sich die wenigen jüdischen Menschen weiter in hochherziger Weise zur Verfügung stellen, die wirtschaftlich dazu noch in der Lage sind. Der Jüdische Centrai-Verein, der dem Elternhilfswerk korporativ angeschlossen ist, bittet seine Mitglieder und Freunde dringend, durch Spenden, durch den Erwerb der Mitgliedschaft des Elternhilfswerks oder durch Uebernahmevon Patenschaften dasElternhiliswerk weiter tatkräftig und grosszügig zu unterstützen. Die Anschrift des Elternhilfswerks ist: Berlin- Charlottenburg 2, Kantstrasse 158 (Tel.: 9177 61), das Postscheckkonto lautet: Berlin 17 13 44. B. G. Die jüdischen Schüler in Preussen und im Reich Bei der Besprechung des .Arbeitsberichtes der Rcichsvcrtretung, soweit-er sich auf das jüdische Schul werk bczojr (2fr. 21 der C.-V.-Zeitung vom 2(5. Mai 1938) war darauf hingewiesen worden, dass die Ergebnisse der Schulstatistik der Reir-hsvortretung lückenhaft seien, weil die amtlichen Unterlagen für das gesamte Reich noch nicht zur Verfügung' gestanden hätten. Diese Lücke ist nunmehr durch die Veröffentlichung der amtlichen Ergehnisse in der Zeitschrift ..Deutsche Wissenschaft. Erziehung und Volksbildung" (Heft 10 vom 20. Mai 1938) ausgefüllt. In den folgenden Uebersichten werden die Zahlen der jüdischen Schüler auf den Volksschulen Preussens und des Deutschen Reiches (mit Ausnahme von Oesterreich) für die Jahre 1936 und 1937 gegenübergestellt. I. Preussen 4.. Ocffentllche Volksschulen -lüdische Schulen...............\.. Hauptamtlich beschäftigte Lehrkräfte isr. Religion männlich.................... 'weiblich..................... zus.. Schulkinder isr. Religion Kimben............. .Mädchen............ Schulkinder nach der rassischen Zugehörigkeit jüdisch Knaben...................... Mädchen..................... jttd. mischblütig Knaben...................... JLidchen..................... B. Private Volksschulen Jüd Schulen................ Schulkinder Religion Knaben................. Mädchen................ •Schulkinder nach der rassischen Zugetiörigkeit jüd. Knaben...................... Mädchen..................... jüd. miscbblütig Knaben....... Mädchen______ zus.......... C. Oeffentl. und prlv. Volksschulen zus. Schulen............................ 85 Schulkinder isr. Religion.......... ISUSL II. Deutsches Reich 4fifln 4 S26 4 600 4 689 4 537 43 34 6 034 6 062 2 495 2 428 ~4923" 78 20S57 A. Oeffentliche Volksschulen 39 65 Hanntamtlich beschäftigte Lehrkräfte männlich.................... 132 134 weiblich..................... 35 34 zus.......... 167 168 - Schulkinder isr. Religion 6 882 8 644 TW- 8 735 zus. ......... IS 988 17 379 Schulkinder nach der rassischen Zugehörigkeit, jüd. Knaben. .................... 6 742 8535 Mädchen..................... 6 939 8 599 zus.......... 13681 17 134 jüd.-mischblütig Knaben...................... 3 507 3 764 3 488 3 625 zus.......... 6 995 7 389 B. Private Volksschulen" 76 60 Schulkinder isr. Religion Knaben.......\.............. 5 624 5 410 5 192 4 979 10 816 10 389 Schulkinder nach der rassischen Zugehörigkeit, jüd. Knaöen...................... 5 597 5 396 Mädchen..................... 5 186 4 969 zus.......... 10 783 10 365 jüd.-mischblütig Knaben.................... 74 122 Mädchen..................... 88 151 162 273 C. Oeffentl. und prlv. Volksschulen zus. Jüdische Schulen.................. 145 125 Schulkinder isr. Religion.......... 24S04 27 768 Der Rückgang der Schüler israelitischer Religion beträgt somit innerhalb eines Jahres für das Deutsche Reich 2964, in Preussen 2276, das sind 11,9 bzw. 11,1 Prozent. Hierbei muss berücksichtigt werden, dass der Hauptanteil des Rückganges auf die öffentlichen Volksschulen entfällt. Er beträgt für das Deutsche Reich 3391, für Preussen 2571. Demgegenüber sind 16 jüdische Privatschulen entstanden, die — zusammen mit den bereits bestehenden Schulen — einen Zuwachs von 10 3S9 auf 10 816 Schülern, also um 427 Schüler für das Deutsche Reich, einen Zuwachs von S261 auf S556, d. s. 295 Schüler für Preussen, zu verzeichnen haben. Dr. Hermann .Weil, Frankfurt a. M. Englisch-Kurs für Lehrer In der Zeit vom 24. Juli bis 4. August 1938 findet in Stuttgart ein von der Reichsvertretung der Juden in Deutschland und vom Oberrat der Israelitischen Religionsgemeinschaft Württembergs gemeinsam veranstalteter englischer Intensiv- Fortbildungskurs für Lehrer statt. Als Teilnehmer sind Lehrer vorgesehen, die englischen Sprachunterricht in Schulen und an Erwachsene erteilen. Einer kleinen Zahi von Lehrern kann evtl. noch die Teilnahme ermöglicht werden. Meldungen sind, an den Oberrat der Israelitischen Religionsgemeinschaft Württembergs, Stuttgart-W., Königstrasse 82,1, zu erstatten. Hausfrau! Jetztdie Augen auf: 6rünfeld-Sommer-Schluß-Verkauf E W r *• « 1*1 VomaS.JnliW.ö.Äugurt Landeslutfer Leinen- und GeMIdwefterei L w. (ifflllieifl BERLIN, Leipziger Straße 20-22, Knrförstendamm 227 * KÖLN, Kolie Slraße 77-79

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