Mannheim
Compact Memory

Central-Verein-Zeitung · 1938-07-21 · 29 (21.7.1938) · page 2

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
17 (1938)
Issue
29 (21.7.1938)
Date
1938-07-21
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2277379-2278191-2278217--13011-2291895
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Seite 2 C.-V.-Zeitung Nr.» »21.Juli!938 Sommer-Schlussverkaaf vom 25. Juli bis 6. August Fertige Herrenkleidung Damen-Mäntel — Kostüme — Kleider Herren'Artikel Herrmann Möllmann BERLIN SW68 Friedrichstr. SO 51 schlag dieser Art für vollkommen unhaltbar. Abgesehen davon, dase Palästina nicht ein grosses Land isi, gibt es besondere üeberlegungen, die sich aus den Bestimmungen des Mandates und aus der lokalen Situation "ergeben, die zu ignorieren unmöglich ist. Sr. Majestät Regierung als Mandatarmacht hat unter dem Mandat eine direkte Verpflichtung übernommen, die jüdische Einwanderung in Palästina unter entsprechenden Bedingungen zu erleichtern. Diese Verantwortlichkeit hat sie erfüllt und wird sie weiter erfüllen. Seit 1920 sind etwa 300 000 Juden nach Palästina gekommen, in den letzten Jahren kamen allein aus Deutschland 40 000 Juden ins Land. Ich habe auf „entsprechende Bedingungen'" hingewiesen. Ich brauche mich über die gegenwärtig herrschenden Bedingungen nicht zu verbreiten. Die akuten Probleme und die der Mandatarmacht sich entgegenstellenden Schwierigkeiten sind allgemein bekannt: sie haben drastische Aenderungen in der politischen Struktur des Landes zur Erwägung gestellt, deren Internationales Speditionsbüro - Brokerhof? & Lipschütz G. m. b. H. Gegründet 1910 Berlin C 2, Frömmelst!*, la Ruf 42 06 22 Gepäck dien st zu allen Dampfern Umzüge frei Haus nach allen Weltteilen praktische Aspekte jetzt noch geprüft werden. Bis die Untersuchung beendet ist, hat man es nicht für nötig befunden, die jüdische Einwanderung einzustellen — das wurde nie erwogen! —. sondern man hat gewisse Beschränkungen zeitweiligen Charakters eintreten lassen, deren Zweck es ist, das bestehende Bevölkerungsgleichgewicht innerhalb vernünftiger Grenzen aufrechtzuerhalten, bis ein endgültiger Beschluss über die politische Zukunft des Landes getroffen sein wird. Das ist die Lage, wie sie sich heute bietet. Ich wiederhole, .dass die jetzt geltenden Anordnungen betreffend die Einwanderung rein zeitweiliger Na tu r sind, dazu bestimmt, eine — nennen"wir sie — Uebergangs- Periode zu decken." Sie werden revidiertwerden, sobald die Untersuchungen, auf die ich hingewiesen habe, beendet und die Mandatarmacht in der Lage sein wird, die ganze Frage im Lichte der Resultate dieser Untersuchungen zu überblicken. Eine sofortige Aenderung ist nicht vorauszusehen. Jedenfalls ist es unsere Meinung, dass die Frage Palästinas einSonder- IS Hl Berlin W.^KIsiststr. 12 das Haus ür geschmackv. kapitel darstellt; es ist nicht von Nutzen, diese Frage in ihrem jetzigen Stadium im Zusammenhang mit den hier erörterten allgemeinen Problemen in Rechnung zu ziehen. Lord Winterton teilte der Konferenz mit, dass die englische Regierung einen Experten nach Kenya entsandt hat, dass er 'die Möglichkeiten jüdischer Einwanderung in dieses Gebiet untersucht. Der Bericht des Experten lautet günstig, aber der Prozess der Zulassung von Einwanderern kann nur ein allmählicher sein und nicht den Charakter einer Masseneinwanderung tragen. (Vglden Aufsatz „Kenya" auf Seite 5^dieser Nummer.) „Was die sonstigen Ansiedlungsleisten, soweit es praktisch nur irgendwie möglich i s t." Lord Winterton schloss seine Ansprache mit der Feststellung, er sei hocherfreut über das ' ermutigende Ergebnis der Konferenz, welches die Möglichkeiten für die Auswanderer aus Deutschland ünd Oesterreich erweitert und auch Perspektiven für eine spätere Behandlung ähnlicher Probleme anderer Länder geöffnet hat. Der Präsident begrüsste darauf den anwesenden Ersten Delegierten Boliviens beim Völkerbund und Mitglied des Yölkerbundsrates, Costa du Reis, und hob dessen Verdienste bei dem Zustandekommen des neuen Plans für die Fortsetzung der Flüchtlingshilfsarbeit des Völkerbundes nach der Auflösung des Nanseamtes und des Hochkommissarials für die deutschen Flüchtlinge hervor. In einer vielbeachteten Ansprache teilte Costa du Reis mit, dass Bolivien die vorliegenden Resolutionen wärmstens unterstütze. Seine Regierung werde alle Vorschläge des neuen Amtes mit der grössten Sympathie und Bereitwilligkeit zur Zusammenarbeit prüfen und im Rahmen der ihr gegebenen Möglichkeiten ihren Beitrag zu einem erfolgreichen Abschluss leisten. Er schloss mit folgenden Worten ..Ich möchte an dieser Stelle meiner Hoffnung Ausdruck geben, dass der jüdische Wanderungsstrom, der sich nach Südamerika richtet, zum Entstehen ..neuer Zivilisationsformen und zur Entwicklung des Fortschritts in den südamerikanischen Ländern führen möge. In diesem Sinne werde ich mit besonderer Freude Waldemar Strauss Jüdische Fabrikationsstätte chirurgischer Instrumente Berlin SW 68, Rltterstras*e 32 Aerztl. Einrichtungen, spez. bxporr Berliner Bezirksvertreter Dr. Weinberg, Schmargendorf, Krampasplatz 2 möglichkeiten in Ostafrika anbetrifft, so steht mir noch nicht das notwendige Material zur Verfügung, um mehr als in der Eröffnungssitzung dazu sagen zu können. Aber icn möchte an dieser Stelle wiederholen, dass zur Zeit entsprechende Untersuchungen angestellt werden, und dass sowohl bei der königlichen Regierung als auch bei den Kolonialbehörden der lebhafteste Wunsch besteht, Hilfe zu die angenommene Resolutionen meiner Regierung übermitteln, und ich hoffe aufrichtig, dass diese sie annehmen wird." Berengers Schlusswort Nun übernahm der Ehrenpräsident der Konferenz den Vorsitz, um das Schlusswort zu sprechen. Wie Lord Winterton, sprach auch er der geschickten und erfolgreichen Tätigkeit Myron C. Taylors seine höchste Anerkennung auch im Namen des gesamten Komitees aus. In' ergreifenden Worten dankte er dem Präsidenten Roosevelt für seine humanitäre Aktion. „Frankreich ist stolz darauf, dass t der Präsident gerade uns dazu bestimmt hat, die praktischen Folgen seiner Initiative durch Organisierung der Konferenz von Evian zu ermöglichen. Erst heute* morgen hat mir der französische Aussenminister persönlich mitgeteilt, dass die französische Regierung das Werk des zwischenstaatlichen Committees vollauf billigt. Getreu seiner historischen Tradition wird Frankreich seine Gastfreundschaft auch auf die Flüchtlinge ausdehnen." Nach einigen Dankesworten für die technischen Leiter der Konferenz und einer besonderen spontanen Ehrung Myron C. Taylors durch die gesamte Konferenz schloss die erste Tagung des zwischenstaatlichen Committees, einberufen durch den Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika und veranstaltet unter dem Protektorat des Präsidenten der Französischen Republik unter der Teilnahme von 32 Staaten, 40 privaten Organisationen, 100 Pressevertretern und einer leidenschaftlich interessierten Weltöffentlichkeit. besten Wege für seine Zusammenarbeit und die seines Direktors mit diesen Stellen festlegen. Bei seiner bevorstehenden Tagung in London wird das zwischenstaatliche Regierungscommittee die Grundsätze beschliessen, nach welchen di« Unkosten zwischen den verschiedenen beteiligten Regierungen verteilt werden sollen. 9. " Das zwischenstaatliche Regierungscommittee wird in seiner für die Dauer bestimmten Form am 3. August 1938 in London eine erste Tagung abhalten. Aktenzeichen: C. /. E./S. (1) Resolution des Untercommittees von der Konferenz am 14. Juli 193S auf Grund des Berichtes des Untercommittees angenommen! Das zwischenstaatliche Committee hat nach Kenntnis des Berichtes ihrer Unterkommission mit Genugtuung festgestellt, dass dieser Bericht gestattet, in grösserem Massstab die Zulassung von Flüchtlingen ins Auge zu fassen, die — im Rahmen der geltenden Gesetze und Praxis — geeignet sind, als Einwanderer in die Gastländer aufgenommen zu werden. Das Committee stellt weiterhin fest, dass einige Länder dem Ausdruck gegeben haben, Pläne zur Ansiedlung von Flüchtlingen in ihren Gebieten in Erwägung zu ziehen, sofern derartige Pläne von amtlichen oder privaten Organisationen vorgelegt werden. Das Committee erwägt, das?, wenn die an Deutschland (einschliesslichOesterreichs) Grabdenkmäler ._______,___________ Erbbegräbnisse " Berlinr-Welssensee, Lot lirin genstr. 23 56 31 54. JDie Resolutionen Aktenzeichen: C. L E./7. (1) Re?olution, angenommen vom Committee am 14. Juli 193S. Das zwischenstaatliche Committee hat in Evian (Frankreich) vom 6. bis 13. Juli 1938 getagt. 1. Das Committee hat in Betracht gezogen, da^s die Frage der „unfreiwilligen Auswanderung'* (wie der terminus technicus des Committees für die Auswanderung aus Mitteleuropa lautet) grösste Ausmasse angenommen hat, und dass das Schicksal der Betroffenen ein Problem für zwischenstaatliche Beratungen geworden ist. 2. Das Committee ist-sich bewusst. dass die unfreiwillige Auswanderung grosser Menschenmassen verschiedenen Glaubens, wirtschaftlicher Bedingungen, Stände und Berufe aus dem Lande oder den Länder-i ihrer bisherigen Niederlassung die Gesamtwirtschaft stört, da diese Menschen gezwungen sind, vorübergehende oder dauernde Zuflucht in anderen Ländern zu suchen, zu einem Zeitpunkt, zu dem dort schwere Arbeitslosigkeit herrscht. Dadurch sehen sich die Zufluchts- und Niederlassungsländer nicht nur vor wirtschaftlichen und sozialen Problemen, sondern auch vor solchen der öffentlichen Ordnung. An die Fähigkeit der aufnehmenden Länder, die Einwanderer einzuordnen und zu absorbieren, werden hohe Anforderungen gestellt. 3. Das Committee ist sich bewusst, dass ausserdem die unfreiwillige Massenauswanderung so gross geworden ist. dass Rassen- und Religionsprobleme stärker akut werden, die internationale Unruhe wächst und die Befriedung der internationalen Beziehungen ernstlich gefährdet werden kann. 4. Das Committee hält es für wichtig, ein langfristiges Programm in Aussicht zu nehmen, um im Rahmen der bestehenden Einwanderergesetze und -Vorschriften der Regierungen ..unfreiwilligen" Auswanderern sofortige und weitere Hilfe zu leisten. Asphaltierunsen "ESEiÄ1 Pflasterungen, Bürgersteig-e. - Telephon: 92 47 56 Der fünfte Punkt der Resolution befasst sich mit dem finanziellen Problem und stellt die Notwendigkeit einer weitgehenden Kooperation aller beteiligten Länder fest. 6. Das Committee begrüsst von Herzen die Initiative, die der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika mit der Einberufung der zwischenstaatlichen Regierungskonferenz nach Evian ergriffen hat, mit dem Hauptziele, die unfreiwillige Auswanderung aus Deutschland einschliesslich Oesterreich zu erleichtern. Das Committee dankt der französischen Regierung für die gastliche Aufnahme der zwischenstaatlichen Konferenz von Evian. 7. Das Committee hat die Resolution des Völkerbundsrats vom 14. Mai 1938 über die internationale Hilfeleistung für Flüchtlinge bei seinen Beschlüssen vor Augen gehabt. Dementsprechend empfiehlt das Committee: 8. a) dass sich die Tätigkeit des zwischenstaatlichen Regierungscommittees erstrecken soll auf Personen, die 1. noch nicht ihr Ursprungsland (Deutschland einschliesslich Oesterreich) verlassen haben, die aber wegen ihrer politischen Ansichten, ihres Glaubens oder ihrer rassenmässigen Abkunft auszuwandern genötigt sind, 2. Personen gleicher Art, die bereits ihr Ursprungsland verlassen haben, aber noch nicht für dauernd eine anderweitige Niederlassung gefunden haben; b) dass die an dem zwischenstaatlichen Committee beteiligten Regierungen dem Committee auch weiterhin zu seiner streng vertraulichen Unterrichtung mitteilen sollen: 1. nähere Angaben über solche Einwanderer, die jede Regierung nach den bei ihr geltenden Gesetzen und Praxis aufzunehmen bereit wäre, 2. nähere Angaben über diese Gesetze und Praxis. c) dass im Hinblick darauf, dass die Zufluchts- und Niederlassungsländer berechtigt sind, Wert auf eine wirtschaftliche und soziale Anpassungsfähigkeit der Einwanderer zu legen, diese letzteren in vielen Fällen, sich zum mindesten für eine Uebergangszeit damit abfinden müssen, in den Niederlassungsländern unter veränderten Lebensbedingungen zu stehen. d) dass die Regierungen der Zufluchts- und Niederlassungsländer ihrerseits keine Verpflichtungen für die Finanzierung unfreiwilliger Auswanderer zu übernehmen haben sollen. e) dass hinsichtlich der von den Zufluchts¬ und Niederlassungsländern geforderten Personenstandsurkunden die Regierungen, die auf dieser Konferenz vertreten sind, folgende Regelung in Betracht ziehen sollen: In den einzelnen 'Einwanderungsfällen, in welchen die üblicherweise notwendigen Urkunden von ausländischen amtlichen Stellen nicht beschafft werden können, sollen alle anderen Urkunden, die dem Gesetze genügen, und dem Einwanderer zur Verfügung stehen, als ausreichend erachtet werden. dass bei der Ausgabe der Urkunde, die einem unfreiwilligen Auswanderer von dem Lande seines ausländischen Wohnsitzes als Pass zur Verfügung gestellt wird, die .verschiedenen zwischenstaatlichen Vereinbarungen beachtet werden, welche die Ausgabe von Reisepapieren zur Verwendung als Pass regeln und ihm den Vorteil weiterer Anwendung sichern. f) dass in London ein zwischenstaatliches Regierungscommittee zusammentreten soll, bestehend aus den Vertretern, die von den an der Eviankonferenz beteiligten Regierungen ernannt werden. Dieses Committee soll das Werk der Eviankonferenz fortsetzen und ausbauen. Es soll . nach folgenden Grundsätzen errichtet werden und arbeiten: Es soll einen beamteten Direktor einsetzen, der nach den Weisungen ' des Committees zu handeln hat. Diesem Direktor soll es obliegen, Verhandlungen zu führen mit dem Ziele, die gegenwärtigen Auswanderungsverhältnisse zu verbessern und an ihre Stelle eine geordnete Auswanderung zu setzen. Er soll weiter an die Regierungen der Zufluchts- und Niederlassungsländer herantreten, um die Möglichkeiten für . eine dauernde Niederlassung auszubauen. In Anerkennung der wertvollen Arbeit der bestehenden Hilfseinrichtungen des Völkerbundes für die Flüchtlinge und der Studien des internationalen Arbeitsamtes über die. Wanderungsbewegungen wird das internationale Committee mit diesen Siellen zusammenarbeiten und das ständige Committee in London soll die n Altmann & Gerson R^rlttr.Welssensee. Lothrineensti angrenzenden Länder unter den obwaltenden Umständen auch nicht in der Lage sind, ihre gegenwärtigen Bemühungen erheblich zu vermehren, diese Länder doch wesentlich zur Lösung j des .Problems beitragen können, wenn sie den Flüchtlingen, denen sie vorübergehendes Asylrecht bieten, Erleichterungen für ihre Ausbildung, technischer oder landwirtschaftlicher Art, gewähren. Das Committee empfiehlt, dass die in ihr vertretenen Regierungen auch fernerhin in grosszügiger Wefse, die in dem Bericht des Unterkomitees aufgerollten Probleme prüfen möge. Erklärung des Joint Vor ihrer Abreise aus Evian hat das American Joint Distribution Comittee den Konferenzteilnehmern ein Memorandum übergeben, das von dem Vizepräsidenten Dr. Jonah B. Wise und dem Direktor der europäischen Abteilung Dr. Bernhard Kahn unterzeichnet ist, in ihm heisst es zunächst, dass man sich den Gedankengängen anschliesse, die in der gemeinsamen Denkschrift der jüdischen Hilfsorganisationen (vgl. die vorige Nummer der C.-V.-Zeitung) enthalten gewesen seien, auch wenn man dieses Memorandum nicht mit unterzeichnet habe. Es wird sodaun ein Ueberbli-ck über die Tätigkeit des American Joint gegeben. Zu den 13 Millionen Mark, die bisher für die Auswanderung aus Deutschland aufgebracht worden seien, habe der Joint fast die Hälfte beigetragen. Rechne man die von den jüdischen Gemeinden in Deutschland und von den Auswanderern selbst aufgebrachten Mittel hinzu, so käme man auf eine Gesamtsumme von 35 bis 40 Millionen Mark. Die fortschreitende Verarmung der Juden in Deutschland und die Ausweitung der Hilfe durch den Anschluss Oesterreichs werde eine Erhöhung der Zuschüsse' des Joint bedingen. Das wichtigste Problem sei die Erhöhung des Kapitaltransfers aus Deutschland und die Möglichkeit der Kapitalmitnahme für die Auswanderer. Man müsse hoffen, ciass die Kon-. ferenz nach dieser Richtung wertvolle Arbeit leisten werde. Es werden Summen genannt, die der Joint den verschiedensten europäischen Ländern für solche Auswanderer zur Verfügung gestellt hat, die eine Arbeit oder eine Arbeitserlaubnis noch nicht erhallen und eine Weiterwanderung noch nicht angetreten haben. Die hierfür seit 1933 ausgegebene Summe wird auf 1500 000 Dollar geschätzt. Trotz dieser bereits geleisteten. Arbeit könnten die Anstrengungen und die Mittel noch gesteigert werden, wenn man wisse, dass die Voraussetzungen für die Sesshaftmachung der Auswanderer gegeben seien. Das Londoner Büro müsse seinen ganzen Einfluss nach dieser Richtung geltend machen. Die Mittel selbst müssten in erster Linie produktiv, d. h. für Zwecke der Berufsumschichlung und der Existenzgründung verwandt werden. Auch die europäischen Länder müssten einen Beitrag hierzu leisten, indem sie den bereits Eingewanderten nach Möglichkeit dauernde Aufenthaltsgenehmigung erteilten. Geschäftliches (ausser Vr-rantwonnne der Redaktion) Unsere Berliner Leser finden in der heutigen Aussah: einen Prospekt der Firma N. Israel, Berlin C 2. Spandatier-Koni pst ra.ssi Chefredakteur: Dr. Alfred Hirsch berg. Stellvertretender Chefredakteur: Dr. Ernst G Löwenthal. Verantwortlich für die Aufnahme von Bildern und für Spurt: Dr. Ernst G. Löwenthal, für Feuillet'jn: Hans Oppenheimer. Sämtlich in Berlin. Für Rucksendung unverlangter Einsendungen ist Freiumschlag beizufügen. Leiter der Anzeigen-Abteilung und verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Friedrich Nathan, Berlin. DA, II Vj. 38 323. PI. 6 Verlag: Jüdischer C^ntral-Verein e. V.. Benin W 15, Emscr Sir. 42. Dnu-k der Buchu. Tiefdruck Gesellschaft uibH , Berlin SW b8. [95*LEIPZIGERSTRASS E 'LEI PZ IG ER ST RA SS E mm<s^&XA^uAm\ I U ITH m 4 iL. QUALITÄTS -KLEIDUNG I ü 1» J m m 4 *i TAU ENTZIEN STR ASS E' B ERLIN 0 Q U ALI TÄTS-KLEI DUNG für KINDER, DAMEN u. HE RR Eft BESONDERS PREISWERT TAU EN TZ I EN STR ASS E' BERLIN m %

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.