Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 17 (1938)
- Issue
- 28 (14.7.1938)
- Date
- 1938-07-14
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
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Seite 4 C-V.-Zeltung Nr. 28 »14. JuIi.1938 einwanderung die Bildung einer fremden Gruppe innerhalb des Landes zur Folge haben könne. Aus diesen Erfahrungen heraus rate er zu individueller Ei ri\v anderung und nicht zu Masseileinwanderung. Sir Keill Malcolm Knabenkleidung Merrenkleidung preiswert u. gut bei LUDWIÜ Spezlal-Angrebtote für Auswanderer Frankfurt a. M. Gegenüber d. Hauptbahnhof schloss mit folgendem Appell an die Einwanderungsländer: „Vor dem Kriege gingen mehr als Hunderttausend Wanderer jährlich nach Uebersee und sie gereichten den Einwanderungsländern zum Segen. Nichts berechtigt dazu, anzunehmen, dass die Menschen der jetzigen Auswanderung etwa minderer Qualität sind als die Vorkriegswanderer. Sie verdienen, dass die. Ueberseelander sie aufnehmen und ihnen Gelegenheit geben, ihre Kräfte zum Besten der neuen Länder zu entfalten." Die Konferenz beschäftigte sich zum Schluss der Sitzung mit der ■ Frage, ob das geplante zwischenstaatliche Flüchtlingsbüro sich ausser mit den Flüchtlingen aus Deutschland auch mit denen anderer Länder, insbesondere Osteuropas beschäftigen solle, ohne jedoch zu einem definitiven Ergebnis zu kommen. Auf jeden Fall wird das Büro seinen Sitz nicht in Paris, Avie zuerst geplant, sondern in London haben und von einflussreichen amerikanischen Persönlickeiten geleitet werden. Die letzte öffentliche Sit&ung Nachdem am 10. Juli der Präsident der zwischenstaatlichen Konferenz von Evian, Myron C. Taylor, und der Chef der britischen Delegation, Lord Winterton, Jüdische Delegationen empfangen hatten, trat die Konferenz am 11. Juli zu ihrer letzten öffentlichen Sitzung vor . der Schlusssitzung zusammen, um Erklärungen einer Reihe weiterer Regierungsvertreler entgegenzunehmen. Als erster sprach der Delegierte Schwedens, Ministerialrat Engzell. Er sagte, obwohl Schweden kein Einwanderungsland sei, habe sich die Regierung doch entschlossen, eine Zahl ausgewählter Einwanderer aufzunehmen, unter der Voraussetzung, dass sie sich den Bedürfnissen des Landes anpassen. Schweden sei auch bereit, einen "finanziellen Beitrag zur Erhaltung des zwischenstaatlichen Flüchtlingsbüros zu leisten. Dieses Büro dürfe sich aber nicht nur mit dem Schicksa 1 der jüdischen Flüchtlinge aus Deutschland beschäftigen, sondern müsse später auch das jüdische Problem in Osteuropa behandeln. Von besonderem Interesse waren die Mitteilungen des paraguyanische n Vertreters, Wingreen. Er betonte ausdrücklich, dass sein Land mit dem grossen Territorium, über das es verfüge und das grosse Entwicklungsmöglichkeiten in sich berge, an Arbeitermangel leide. Daher sei die Regierung bereit, die Einwanderung von Arbeitern zu gestatten; jedoch habe die Erfahrung der letzten Jahre die Notwendigkeit gelehrt, nur Landwirte aufzunehmen. Sie sei bereit, an den Arbeiten des ständigen Flüchtlingsamtes teilzunehmen. Die Vertreter von Nikaragua, Costarica, Honduras und Panama erklärten sich gleichfalls zur Mitarbeit und zur Aufnahme von Einwanderern bereit, vorausgesetzt, dass es keine Kaufleute und Intellektuelle seien. Als letzter Redner sprach der Schweizer Delegierte Rothmund. Er wies auf die grosse Zahl von Ausländern hin, die bereits in der Schweiz ansässig seien (9 Prozent). Sie machen es zusammen mit der im Lande noch vorhandenen Arbeitslosigkeit den Schweizer Behörden unmöglich, Einwanderer definitiv aufzunehmen. Als Durchgangs- und vorläufiges Zufluchtsland sei die Schweiz immer gross zügig gewesen und werde es auch weiter sein. Die Durchgangsgüter würden weit bereitwilliger Flüchtlinge innerhalb ihrer Grenzen aufnehmen, wenn sie die Sicherheit hätten, dass diese nach einem gewissen Zeitraum in ein endgültiges Zufluchtsland abreisen würden. Die Schweiz sei bereit, unter diesen Gesichtspunkten au den Arbeiten des zwischenstaatlichen Amtes teilzunehmen. Mit diesen Ausführungen wurde die allgemeine Aussprache geschlossen. lichung von Büchern jüdischer Autoren, die Ausstellung von Werken jüdischer Künstler und die Aufführung von Stücken jüdischer Bühnenschriftsteller zu unterbinden. Diese Nachrichten werden unter Hinweis auf eine am 16. Februar be; reits in der „Informazione Diplomatica" erschienene Erklärung dementiert. Dort hiess es seinerzeit u. a., dass die Anwesenheit von Juden in Italien keineswegs ein jüdisches Problem auslösen müsse. Die "italienische Regierung habe in keinem Zeitpunkt politische, wirtschaftliche oder moralische Massnahmen judenfeindlichen Charakters geplant. — In einem gewissen Gegen- .. satz hierzu steht das nach zwei Monaten erfolgte Wiedererscheinen des judenfeindlichen Wochenblattes ..Giornalissimo". Einige Beiträge aus der Zeitschrift sind auch in andere Blätter überszegangen, so u. a. in das von dem Staatssekretär Farinacci geleitete Organ „II Regime Fascista". Lettland In der Sitzung der jüdischen Kreditgenossenschaften wurde über eine ständige Aufwärtsentwicklung der jüdischen Darlebns- und Sparbanken in Lettland berichtet. Die Mitgliederzahl der 25 bei der Sitzung vertretenen Organisationen beträgt 7399. Die Banken verfügen über ein Kapital von über 1 Million Lat und Depositen von etwa 2 Millionen. Das bedeutet eine Vermehrung von 268 000 Lat gegenüber dem vorigen Jahr. Die Konferenz beschloss die Wiedereröffnung einer Bank in Liüzin. die besonders für die Opfer der Feuersbrunst bestimmt ist. ©ie Arbeit der zweiten *Unferkommissioii Am Nachmittag des 7. Juli tagten die Unterkomitees. .. An der Sitzung des Unterkomitees für private Organisationen nahmen etwa 40 vorwiegend jüdische Organisationen teil. Fünfundzwanzig ihrer Vertreter wurde Gelegenheit gegeben, in der allgemeinen Aussprache die Vorschläge ihrer Organisation zu unterbreiten, die grösstenteils in umfangreichen Memoranden niedergelegt waren. Professor Norman Ben t wich wies auf die Dringlichkeit einer rasciien Lösung des Judenproblems in Deutschland hin. Er kam gleichzeitig auf die Lage der Juden in Rumänien, Polen und Ungarn zu sprechen und appellierte an die Staatenvertreter, eine Lösung der Flüchilingsfrage in ihrer Gesamtheit auszuarbeiten. Im gleichen Sinne sprach auch der Vertreter des Jüdischen Weltkongresses, Dr. Nahum Goldmann. der zugleich auf die Notwendigkeit einer Oeffnung Palästinas hinwies. Oberst White lehnt vorerst jede Diskussion der Lage der Juden ausserhalb Deutschlands und Oesterreichs grundsätzlich ab. Wie wir hören, hat er unter dem Druck des zusammengetragenen Materials und den eindringlichen Situationsschilderungen der jüdischen Vertreter diesen Standpunkt geändert und auch in der Frage der jüdischen Einwanderung nach Australien einen weniger ablehnenden Standpunkt eingenommen. Für die jüdischen Organisationen sprachen fer- *faferarbeiten / David Frisdmann Berlin W 13, Paderborner Str. 9. 97 2.1 «r». ner Lord Marie y (ORT), der die Notwendigkeit der beruflichen Umschichtung behandelte, Professor Besredka (OSE), welcher sich mit der Lage der jüdischen Aerzte befasste, Dr. Arthur R u p p i n , der palästinensische .Wirtschaftsexperte, u. a. m. " Mr. Brotman, der Vertreter des Anglo- Jewish Board of Deputies, erklärte, es habe sich in England erwiesen, dass der Aufbau neuer Industrien durch Flüchtlinge aus Deutschland die Arbeitslosigkeit im Lande gemindert habe. In allen Ländern zeigen sich die Flüchtlinge bestrebt, sich dem Asyllande dankbar zu erweisen. Harry Goodman .(Agudas Jisroel) wies auf die Notwendigkeit einer ausreichenden religiösen Betreuung der Auswanderer hin. Dr. Julius Brutzkus (Emeol) und Dr. G. Steinberg (Freilandbewegung) entwickelten detaillierte und weitgehende Pläne zur Ansiedlung kompakter jüdischer Massen auf grossen, heute noch unbevölkerteh und unentwickelten Territorien, insbesondere in Austra- ÜGslsUMsse muU Uetotsee Erscheint wöchentlich ohne Gewähr. Postschluss für Luftpostsendungen bei folgenden Postämtern: Berlin SW .11; FranMurt/aiaiH Bahnpostamt 19 oder Flughafen; München Postamt 1 (Flughafen); Köln Flughafen. Einwurf bei anderen Postämtern oder in anderen Orten bis zu 1 früher. Abkürzunuen: B. A. Buenos Aires; Cherb. — Clierbourjr; Liss. Lissabon; Melb. Melbourne; Syd. — . Sydney. Ziffern in Klammern Postschlusszeiten. Ab Seeweg nach. Nordamerika An Berlin Hamburg Bremen Chcrb. N.-York 18.7. 18.7. (19) „Europa" 19. 7^- 20 7. 25.7. 2U. 7. 21.7.(8) „Hansa" ■ 21. "f. 22. 29. i. Luftweg: Nachbringeflug Köln—Cherb. („Mit Luftpost ab Köln zum Dampfs"). Zuschlag 15 Pf für je 20 g- Berlin Köln Chcrb. N.-York 19. 7. (22) 20. '7. (10) Flug zur ..Europa" 20. 7. 25. 7. Seeweg nach Südamerika Berlin FrÄnkf. Münch. Genua Cherb. Liss. Rio B. A. IG. 7. (22) 17.7. (14) 20.7- 1.8. 5.8. 10. 7. (IS) 19. 7. (19) 20. 7. (9) 21. 7. 3.8. 6.8. 21.7. (18) 22. 7. (8) 23.7. S.S. 12.8. Luftweg: Zuschl. 1,50 RM für je 5 g(125 Brasil) Berlin Frankfurt ' Köln Rio B. A. Iß. 7. (13) ' 16. 7. (16) 16. 7. (17) Fr. Luftp. 19. 7. 20. 7. 20. 7. (21) 20. 7. (24) Dt. Luftp. 23.7. 24. 7. Seeweg nach. Südafrika Berlin Hamb. Köln Southampton Kapstadt 18. 7. (17) 18. 7. (24) 10. 7. (21) 21. 7 (..Pretoria1^ 5. 8. 20. 7. (17) 20. 7. (21) 22. 7. (..Arundcl C") 6. 8. Kapsladt—Johannesburg (oder Pretoria) 30 Stunden Luftweg: Zuschlag 35 Pf. für je 5 g Berlin München Brindisi Athen . (10) 15. 7. (13) 16. 7. (16) 1 " l lien, Afrika und Südamerika. Sie forderten geschlossene Siedlungen mit autonomen Rechten, in denen sich eine neue Gemeinschaft entwickeln könne. Der Sprecher des Komitees zum Schutze jüdischer Rechte, Boris Gourevitch, nahm gegen die Ausführungen des australischen Delegierten .Oberst White — der übrigens als Vorsitzender des Ausschusses die Vernehmung leitete — in der Vollversammlung Stellung, wonach Australien keine jüdischen Auswanderer aufnehmen wolle, um die Entstehung eines Rasseproblems zu vermeiden. Die Ausführungen der Repräsentanten der privaten Organisationen beeindruckten die Mitglieder des Unterausschusses ausserordentlich. Sie haben nicht wenig zu dem Umschwung beigetragen, der in manchen Delegationen in bezug auf die Einwanderungsfrage stattgefunden hat. In dem Aussehuss waren die Schweiz, England, USA, Holland, Belgien und Haiti vertreten. Die privaten Organisationen haben ihre Bemühungen fortgesetzt. Lord Winterton und Senator Berenger haben eine jüdische Delegation empfangen, die sich aus den Vertretern der grössten in Evian repräsentierten jüdischen Organisationen zusammensetzte: Oungre für die Ica-Hicem, Dr. Ruppin für die Jewish Agency for Palestine, Dr. Gold ni a n n für den Jüdischen Weltkongress, Brotman für den British Board of Deputies und Kahn für das American Joint Distribution Committee. Die jüdische Einheitsdelegation diskutierte mit den englischen und französischen Vertretern die zu erwartenden Resultate der Konferenzarbeit. Auslandsnachrichten England Es waren gewisse Bemühungen im Gange, einer grösseren Zahl von jüdischen Aerzten aus Deutschland, speziell aus Wien, in England Aufenthaltsgenehmigung zu erteilen. Hiergegen hat sich die Vereinigung englischer Aerzte gewandt. Auch die Londoner Kunsthändler haben an das Innenministerium eine Eingabe gerichtet, in der sie gegen die weitere Zulassung jüdischer Kunsthändler aus Deutschland protestieren. Frankreich In Paris starb vor wenigen Tagen der am 5. September 1882 in Wien geborene frühere Politiker Dr. Otto Bauer. Italien I In der englischen Presse waren Nachrichten erschienen, wonach die italienische Regierung Massnahmen ergriffen habe, um die Veröffent- Polen Die erste Liste der polnischen Staatsangehörigen, die auf Grund eines kürzlich erlassenen Gesetzes ihre Staatsangehörigkeit verloren haben, weil sie keine Fühlung mehr mit dem Mutterlande haben, enthält 59 Personen, von denen die meisten Juden sind. Von ihnen halten sich 23 in Palästina, 11 in Frankreich, 7 in Belgien, je 4 in Argentinien und Deutschland, je 3 in Russland und den Vereinigten Staaten, 2 in Lettland und je einer in Kanada und England auf. Inzwischen ist bereits eine zweite Liste veröffentlicht worden, über deren Zusameinnsetzung jedoch noch nichts bekannt ist. Rumänien Die Vereinigung rumänischer Eisenbahni n g e n i e u r e beschloss in ihrer Jahresversammlung, Juden von der Mitgliedschaft auszuschliessen. Der Präsident der Vereinigung, M. Segeceanu, erklärte, dass zwar bisher keinerlei Differenzen zwischen den jüdischen und nichtjüdischen Ingenieuren aufgetaucht seien, dass jedoch im Zuge der Nationalisierung des Landes diese Ausschaltung erfolgen müsse. Die Direktionen der rumänischen Eisenbahnen hätten alle jüdischen Ingenfeure, die auf verantwortlichen. Posten gestanden hätten, bereits entlassen. Nicht von dem Ausschluss betroffen würden jene Juden, die vor 1918 im Lande ansässig gewesen wären, aktiv am Krieg teilgenommen haben oder sich assimiliert hätten. Dabei war nicht genau ersichtlich, ob sich diese Einschränkung nur auf die Mitgliedschaft in der genannten Vereinigung oder auf die Berufsausübung überhaupt bezog. Juden in Bädern und Kurorten . Die Richtlinien für den Besuch auswärtiger jüdischer Kurgäste in Bädern und Kurorten sind durch den Reichsinnenminister jetzt ergänzt worden. Danach ist die Regelung grundsätzlich von dem Träger der Kureinrichtungen zu treffen; von einer Regelung durch Polizeiverordnung ist abzusehen. Aus den Bestimmungen sollen die Beschränkungen, die für jüdische Kurgäste bestehen, genau hervorgehen. Insbesondere sind die Einrichtungen, zu deren Benutzung Juden nicht oder nur in beschränktem Umfange zugelassen sind, ferner auch die besonderen Besuchszeiten und die örtlichen Beschränkungen im einzelnen genau zu bezeichnen. Wie der Minister feststellt, können zu den Gemeinschaftseinrichtungen, von deren Benutzung jüdische Kurgäste in Heilbädern ausgeschlossen werden können, regelmässig auch die Strandbäder am Meer, an Flüssen und Binnenseen, ferner die Luft- und Sonnenbäder und ähnliche Einrichtungen gehören. Jüdische Kurgäste haben die Tatsache, dass sie Juden sind, anlässlich der polizeilichen Anmeldung oder im Anschluss daran der Kurverwaltung persönlich oder schriftlich mitzuteilen. Die jüdischen Kurgäste können auf diese Pflicht durch die ihnen zur Verfügung stehenden jüdischen Kuranstalten, Heime und dergleichen hingewiesen werden. Die für Juden ausgestellten Kurgarten können durch eine besondere Farbe (zum Beispiel gelb) kenntlich gemacht und Zuwiderhandlungen mit der sofortigen Einziehung der Kurkarte geahndet werden. Diese Ergänzungen werden von dem Präsidenten des Reichsausschusses für Fremdenverkehr den einzelnen Fremden Verkehrsverwaltungen mit dem Hinweis darauf bekanntgegeben, "dass sie von allen Trägern der Kureinrichtungen, die den Besuch auswärtiger jüdischer Kurgäste zu regeln wünschen, zu beachten sind. / Von jüdischer Seite wird uns aus Kissingen mitgeteilt, dass dort Trink- und', Badekuren nach ärztlicher Vorschrift durchge- ' führt werden können. Der Verkauf von Auswanderer-Guthaben Mit Erlass vom 30. Juni (V. Dev. 3/13885/38) hat das Reichswirtschaftsministerium der Wirtschaftsgruppe Privates Bankgewerbe mitgeteilt, dass die deutsche Golddiskontbank in Zukunft 17. 7. (5) \ Laufzeit 19. 7. (10) 19.7. (13) 20. 7. (16) f 7—9 Tage ~" " - 21. 7. (5)J 16. 7. (6) '. oo: 20. 7. (6) Seeweg nach Australien Berlin München Frankf. Neapel Meli). Syd. 21. 7. (24) 22. 7. (20) 22. 7. (19) 24. 7. 20. 8. 21. 8. Luftweg: Zuschlag 50 Pf. für je 5 g Berlin .München Athen Brindisi Laufzeit 16. 7. (BT 17. 7. (5) ca. 8 Tage 16. 7 (10) 16. 7. (13) 17. 7. (13) „ 11 „ 10. 7. (6)' 20.7. (5) „ 8 „ A 21. 7. (6)' 22. 7. (5) 11 „ w See- und Landweg nacli Palästina Berlin München Haifa 15. 7. (16) 16. 7. (0) via Belgrad—Istanbul 20. 7. 17. 7. (14) 18. 7. (9) via Belgrad—Istanbul 22. 7. 10. 7. (16) 20. 7. (9) Schiff 21. 7. ab Brindisi 25. 7. Luftweg: Zuschlag 10 Pf. für je 5 g; wind. 15 Pf. Berlin München Brindisi Athen 15. 7. (6) 16. 7. (11) 16. 7. Lydda 16. 7. (6)" 1". 7. (5) 17. 7. Lydda 16. 7. (10) 16. 7. (1?,) 17. 7. (16) 18. 7. Tiberias ' 18. 7. (6) 19. 7. (11) 10. 7. Lydda 10. 7. (6)" 10. 7. (13)t 26. 7. (5) 20. 7. Lydda. 20.7. (6) 21. 7. (11) 21. 7. Lydda 21. 7. (6)* 21. 7. (13)f 22. 7. (5) 22. 7. Lydda . " Halle/Leipz. Flughf. (6). t via Brind. nach Haifa. Ganzjähriger Luftpost-Verkehr nach USA in Vorbereitung In der Z-eit von Mitte Juli bis Ende Oktober dieses Jahres wird auf der Strecke Lissabon — Horta — Ncw-Y ork versuchsweise ein planmässiger Luftverkehr über den Nordatluntik durchgeführt. Die Maschinen fliegen je einmal wöchentlich in beiden Richtungen. In der genannten Zeit sind im ganzen 28 Ozeanübcrouerungen in Aussicht genommen, die sowohl bei günstiger als auch bei ungünstiger Wetterlage stattfinden sollen. Der Zwe^k dieser P r o b e f 1 ü g e. bei denen vorerst tob der Beförderung von Passagieren und Post noch abgegeben werden soll, ist die Einrichtung eines ganzjährigen Luftpostverkehrs zwischen Europa und den Vereinigten Staaten. Mit der praktischen Aufnahme dieses Dienstes, der von der Deutschen Lufthansa organisiert wird, ist wich'den bisherigen Dispositionen für die erste Hälfte des kommenden Jahres zu rechnen. Auch von amerikanischer und englischer Seite sind Vorbereitungen für einen Luftverkehr über den Nordatlantik mit Flugzeugen im Gange. Auswanderer-Guthaben nur dann ankaufen wird, wenn sowohl eine steuerliche als auch eine devisenrechtliche Unbedenklichkeitsbescheinigung .beigebracht wird. Die Unbedenklichkeilsbescheinigung muss bei der für deji Auswanderer zuständigen Devisenstelle (Sachgebiet Auswanderung) beantragt werden. Dabei soll die Devisenbank auf schon vorhandene Vorgänge Bezug nehmen. Wenn noch kein Auswanderungsantrag bei der Devisenstelle schwebt, ist dem Antrag der übliche Fragebogen für Auswanderer ausgefüllt beizufügen. Offene Auslandsstellen genehmigt durch rla& Landesarbeitsami Brandenburg Gesucht, werden: -für Indien: jüdischer Chemiker mit praktischen Kenntnissen von Analysen über Rohstoffe; jüdischer^ W e r k ] e h r e r für eine neu zu gründende Knabenschule, der auch Unterricht in Basteln. Tonarbeiten geben kann und ausserdem ein guter Pädagoge ist; jüdischer Psychot e e h n i k e r für dieselbe Schule, der die'Kinder vor ihrer Schulentlassung auf ihre Berufseignung prüft: jüdische Montessöri -Kindergärtnerin zur Erziehung eines zweijährigen Kindes. Sie muss über 35 Jahre alt sein und über gute englische Sprachkenntnisse verfügen. Zweijähriger Kontrakt würde geschlossen werden: für die Philippinen: jüdische Automechaniker, jüdische Zigarren- und Tabakfachleute, jüdische Damenschneiderinnen für Stilkleider und jüdische Bücherrevisoren: von Familie in Belgien erfahrene jüdische Hausangestellte, die auch die rituelle Küche beherrscht und alle im Haushalt vorkommenden Arbeiten ausführen kann. Bewerbern^ muss absolut selbständig sein. Der Haushaltbesteht aus einem kinderlosen jungen Ehepaar. Gutes Gehalt. Ausführliche Bewerbungen nur auf Luftpostdünnpapier, Lebenslauf, Zeugnisabschriften und Passphoto werden ausschliesslich durch die Jüdische Gemeinde, Berlin SW 68, Lindenstr. 48/50, weitergeleitet. Bewerbungen auf gewöhnlichem Papier werden nicht mit Luftpost befördert. Die Staatsangehörigkeit ist wegen der Verschiedenartigkeit der Einreisebestimmungen in jedem Fall anzugeben. & %*l itt&titc»^^ «jolA 1 JUWELIER LIPOWETZKI BERLIN W8 FRIEDRICHSTRASSE 183a, ECKE LEIPZIGER STRASSE. AN SC <3. NR. I!/ 48 541 «foja; ^i*e . c&Hjj 3?.*« *ÜF