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Central-Verein-Zeitung · 1938-07-07 · 27 (7.7.1938) · page 4

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
17 (1938)
Issue
27 (7.7.1938)
Date
1938-07-07
Page
– (sequence 4)
Language
German
Belongs to
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Seife 4 C.-V.-Zeifung Nr.27*7JuliT938l Das aoer würde bei den überseeischen Rohstoff- Staaten bedeuten, dass ibre an sich' heute zur Passivierung neigende Handelsbilanz noch passiver werden'würde. V/erden diese'Staaten" das in Kauf nehmen? Sie könnten es, wenn sie auf eine wachsende Industrialisierung Wert. legen. Denn mit den Menschen und den Waren, die in das .Land kommen, kommen Erfahrungen in industrieller Wirtschaft, herein. Das, was vielleicht in Monaten auf die Handelsbilanz drücken würde, würde dann später, nach wenigen Jahren, eine um so grössere Förderung der '.AusfuhrWirtschaft herbeiführen: nach dem Ausbau der Industrie würde das Land noch stärker ausfuhrfähig sein als bisher. Auf der anderen Seite würden Ausfuhrländer, die heute industriell hoch entwickelt sind, die Möglichkeit erhalten, durch den Warenbezug der Ueberseestaaten ihre Ausfuhr zu vergrössern; das Transferproblem würde ein anderes Aussehen erhalten. Es wird immer wieder darauf hingewiesen: ohne eine Finanzierung der Auswanderung steht eine reibungslose Lösung des Problems dahin. Mittellose Einwanderer werden von keinem Lande gern gesehen. In Evian wird man sich hauptsächlich über diese Finanzierung unterhalten müssen. Hier werden Fragen aufgeworfen, die nach der Natur der Dinge die Auswanderungsfragen in das Problem der Weltwirtschaft eingliedern. Dr. Arno Herzberg Äuslandsnaehrieiiten England Dreihundert Professoren. Studenten und Abgeordnete, unter denen sich der Vizekanzler der Universität Oxford. Dr. L i n d s a y , der Vizekanzler der Universität Birmingham, Gfant Robertson, der Professor für Internationales Hecht in Oxford. B r i e r 1 e y , befinden, haben durch den Polnischen Gesandten in London an den Polnischen Unterrichtsiriinister eine Eingabe gerichtet, in der um Aufhebung der Ghettobänke gebeten wird. Holland Der Handelssekretär der Britischen Gesandtschaft in Haag, R. V. Laiming, veröffentlicht in den von der Gesellschaft für üeberseehandel herausgegebenen Mitteilungen einen: Bericht über die wirtschaftliche "und kaufmännische Situation der Niederlande. Er betont die segensreiche Auswirkung, welche die Niederlassung von Magister Kirsch Der gute Likör, Magister. München Vli Einwanderern aus Deutschland auf die Entwicklung der Konfektionsindustrie des Landes gehabt habe. Der Nutzen der heimischen Textilindustrie sei unverkennbar, da der Import an Fertigkleidern sowohl wie an Materialien zurückgegangen sei. Einer Gesamteinfuhr von 17 400 000 Gulden im Jahre 1934 stünde eine solche von 13 200 000 Gulden int Jahre 1936 gegenüber. Die Zahl der Unternehmungen sei von 179 im Jahre 1933 auf 195 im Jahre 1936 gestiegen und die Zahl der Arbeitkräfte von 20 790 im Januar 1933 auf 24 21S im September 1936. Nicht berücksichtigt seien hierbei 295 kleinere Betriebe, die zwischen 10 und 15 Arbeitnehmern — insgesamt aber immerhin weitere 6259 Angestellte — beschäftigen. Mexiko ,_..£er_. Präsident ....der.. Gewerkschaften, Seuor Toledano. erklärte bei einem Besuch in Washington, dass Nachrichten, wonach die mexikanische Arbeiterbewegung judenfeindlich sei, jeder Begründung entbehrten. Es ist anzunehmen, dass sich diese Feststellung auf Vorgänge bezieht, .die vor..kurzem die neueingewanderten jüdischen Kaufleute und Gewerbetreibenden in eine gewisse Unruhe versetzten. In einigen Blättern war unter Bezugnahme auf Artikel 33 'der Verfassung, der die "Ausweisung von Fremden ohne Angabe von Gründen gestattet, die Nachricht verbreitet worden, daß die Vereinigung mexikanischer Arbeiter einen solchen Ausweisungsantrag an den Innenminister gerichtet habe, da-die Neueingewanderten für die augenblickliche Krise der Textilindustrie verantwortlich zu machen seien. Südafrika Referent Perlzweig, der zur Zeit eine Werbung für den Keren Hajessoth in Südafrika durchführt, wurde vom Vizepremierminister und Justizminister General Smuts und dem Erziehungsminister Hofmeyer in Audienz empfangen. Ungarn In den Schlachthäusern Budapests ist, wie wir vor einigen Wochen berichteten, das Schächten verboten worden. Auf Anregungen verschiedener Kreise, die in dieser Massnahme eine Beeinträchtigung der staatlich garantierten religiösen Freiheit sahen, begab sich eine besondere Kommission, unter Führung des Magistratsrats Dr. Johann Rosta, nach London, um die dort angewandte Methode des Schlachtens kennenzulernen. Von ihr wird behauptet, dass sie den Anforderungen des Tierschutzes und den religiösen Gefühlen in gleicher Weise gerecht wird. Als Ergebnis des Besuchs wird mitgeteilt, dass die Kommission, sich nicht zu einer Revision ihres Standpunktes Jiabe. entscbliessen können. Die Beisetzung Stefan Poppers, über dessen Ableben wir in der vorigen Nummer der C. - V. - Zeitung berichteten, fand unter ausserordentlich grosser: Beteiligung statt. Neben den Vertretern der israelitischen Kultusgemeinde sah man u.a. General a. D-. Martin Zöld v. Sioag ä r d und Senatspräsident. Dr. Peter N e m e t h. Die. Trauerrede hielt Oberrabbiner Dr. Simon H e ves.i. - . Am 2.6. Juni fand unter dem .Vorsitz.- von Hofrat. Samuel Stern die ordentliche Generalv e r s a m in 1 u.u g der Israelitischen Kultusgeinein.de statt.'. In seiner Begrüssungsansprache gedachte er der. Neunhundertjahrfeier des Heinsen Stefan und des siebzigsten Geburtstags des Reichsverwesers, die in diesem Jahr gefeiert wurden. Es wurde beschlossen, eine Huldigungsadresse an Admiral v. Horthy zu senden. Im weiteren Verlauf seiner grossangelegten Rede gedachte Präsident" Stern - der Sorgen des mitteleuropäischen Judentums. Er gab seinem Vertrauen Ausdruck, dass die Regierung ein Ueberhaudnehmen des Hasses im Lande nicht dulden werde und dass die erlassenen gesetzgeberischen Massnahmen den Betroffenen die Möglichkeit gäben, in menschenwürdiger Weise ihre Arbeit fortzusetzen und ihre Fähigkeiten im Interesse der Allgemeinheit zu entfalten. Er appellierte an FI Atf ^IavI AIiICE SJERVOS. W50 ISCFLI Vfl Passauer Strasse 3. 24 9231. Chemische Reinigung' — Färben — Entdecken. die Versammlung, mitzuhelfen, dass für die jüdische Jugend auch unter den neuen Verhältnissen genügend Arbeitsplätze geschaffen würden. Generalsekretär Epple'r unterbreitete sodann den Rechenschaftsbericht. Er dankte zuerst allen jenen — Juden und Nichtjuden —, die sich in den vergangenen Monaten für die Erhaltung der Rechtsgleichheit eingesetzt hätten. Er skizzierte .sodann das soziale Programm der Gemeinde, in dessen Rahmen im Hinblick auf "die neuesten Ereignisse systematische Umschichtungskurse und Ünterkunftsmöglichkeiten von Stellungslosen mit in vorderster Linie stehen. Im vergangenen Jahr wurden von der Gemeinde für religiöse, kulturelle und soziale Zwecke 4 800 000 Pengö ausgegeben. Präsident Hof rat Stern und die übrigen Mitglieder des Gemeindevorstands wurden einstimmig wiedergewählt. Geschäfts¬ und. Rechenschaftsbericht fanden ebenfalls die Billigung der Versammlung. Senatspräsidenl Dr. Albert Markus wurde zum Kultusvorsteher, Wilhelm Gabor zum Ausschussmitglied gewählt. Vereinigte Staaten Das sogenannte „Pittsburger Abkommen" (vgl. C.-V. - Zeitung Nr. 25 vom 23. Juni) wurde von allen Beteiligten angenommen. Die vom Jewish Congress ausgeschriebene Wahl wird sich also ' nur auf die Mitglieder dieser Vereinigung und nicht auf das gesamte amerikanische Judentum erstrecken. Ludwig Rosenthal Dr. Ludwig Rosenthal. Rabbiner der Synagogengemeinde Köln, ist in der Nacht vom 2S. zum 29. Juni nach langem schweren Leiden in die Welt der Ewigkeit abberufen worden. Damit ist eine angesehene repräsentative Persönlichkeit aus dem Kreise der Juden Deutschlands geschieden. Aus seiner süddeutschen Heimat, aus seinem Eiternhaus hat er die fromme und frohe Lebensauffassung mitgebracht, das Berliner Rabbinerseminar und die Universität haben die reichen Gaben seines Geistes und Gemütes geformt, die Stätten seiner Wirksamkeit haben die reifen Früchte seines Wissens, seiner Intelligenz und seines Herzens geerntet. Am 1. November 1897 hat er sein Amt als Rabbiner der Synagogengemeinde Köln in ihrer Blütezeit angetreten ■und ist ihr ununterbrochen, über 40 Jahre lang, bis zu seinem letzten Tage treu geblieben. Zu seinem 25jährigen Amtsjubiläum in Köln haben ihm Vorstand "und Repräsentanz eine Urkunde überreicht, in der er als „der Verkünder der lebendigen Lehre Gottes, der Verteidiger der Ehre des Judentums, der Lehrer, Freund, Berater und Tröster der Familien unserer Gemeinde" angeredet wurde. Bis zum Jahre 1906 hat Ludwig Rcsenthal abwechselnd mit Dr. Abraham Frank auch in der Synagoge Roonstrasse amtiert: nach Einführung der Orgel in die Synagoge Koonstrasse blieb die Synagoge Glockengasse die Stätte seines rabbinerlichen Wirkens. ..Du Stätte meiner Tat und meines Worts! Du Halle für mein Sinnen und mein Beten! Als Bild gebenedeiten Gnadenorts. Hoch über uns, will ich dich stets betreten." Dieses Bekenntnis der Liebe zu seiner Synagoge hat er vor wenigen Jahren abgelegt. Aber" er blieb auch weiterbin der Rabbiner der ganzen Gemeinde, für die Grossen und für die Kleinen, in der Schule, auf dem Katheder, im Lehrhaus und in der weiten Oeffentlichkeit. Sein Sireben ging dahin, ausgleichend zu wirken. Er hat. auch eine umfassende literarische und öffentliche Wirksamkeit entfaltet. Er"war nicht nur ein Kanzelredner besonderer Art und Prägung, der durch seine originellen Gedanken und die geistvolle Deutung des Schriftwortes die Hörer zur Höbe emporführte. „Um ein guter Redner zu sein, gehört ein Stück vom Dichter, eine glänzende Improvisationsgabe dazu". So sagt einer der bedeutendsten Redner aller Zeiten. Ludwig Rosenthal besass mehr als ein Stück vom Dichter. In beredter Weise kündet dies sein letztes Werk, die dichterische Uebersetzung des ..Hamatmid"' von Ch. N. Bialik. Die Schönheit der Formgestaltung aber zeichnet alle seine Reden, aus^ die er im Laufe der vier Jahrzehnt« seiner amtlichen Wirksamkeit in der Oeffentlichkeit gehalten hat und mit denen er berufen war, ^auch auf einen weiteren Kreis zu wirken, ob es sich um Einweihungsreden für jüdische Institutionen' oder wichtige Kundgebungen in m& S4a2@rargseif@i3 / Edyard Glaser ^SP Berlin Ä'O 55, Greifswalder Strasse 88. 53 50 59-- der Oeffentlichkeit handelte, um wissenschaftlich« Vorträge oder aktuelle Ausführungen. In Scher? und Ernst hat er das Wort zur rechten Zeit gemeistert. Davon wissen auch die grossen-Organisationen des Judentums zu erzählen; ich nenn? nur den Jüdischen Central-Verein, den Preussischen Landesverband Jüdischer Gemeinden, den Allgemeinen Rabbinerverband. Mit dem Glänze der Beredtsamkeit einten sich bei Ludwig Rosenthal Mut und Entschiedenheit, um das zu erreichen, was ihm am Herzen lag, um Wahrheit und Recht zum Siege zu führen- Besonders warm ist er für die jüdische Schule eingetreten. Ueber zehn Jahre stand er an der Spitze des Kuratoriums der Jawne in Köln. Sein0 Lebensarbeit, die in hingebungsvoller Weise mit von seiner Gattin getragen wurde, hat die Liebe der Gemeinde und die Anerkennung des Judentums gefunden. Auch die Gemeinde hat ihm Treue gehalten. Dies zeigte die Feier des 40jährigen Amtsjubiläums im Oktober 1937, die von allen Kreisen der Gemeinde mitbegange.i'' wurde. „Es ist mir leid um dich", mein Brude- und Kollege, dass wir dich verloren haben. So durfte der Unterzeichnete für sich und di" Kollegen des Rheinisch-Westfälischen Rabbinerverbandes an der Bahre sprechen. „Du wirst vermisst werden, denn dein Sitz wird leer bleiben." Rabbiner Dr. Adolf Kober, Köln. Aus den Familien Frau Jeannette Seligm am (Konstanz) feierte am 23. Juni ihren So. Geburtstag. — Alfred Schnell (Breslau, früher Strehlen, Schlesien)' begeht am 12. Juli seinen 75. Geburtstag. baren Erfolgen. In „Good Eartif ist Luise Rainer seine Partnerin, die ihren Welterfolg in „The great Ziegield" in der fast stummen Rolle der geknechteten chinesischen Bäuerin noch überboten hat ■ Munis fanatisches Streben nach Echtheit kommt in seinen sorgfältigen, minutiösen Studien der Literatur über die darzustellenden Personen zum Ausdruck. Als er die Rolle des Emile Zola übernahm, probte er seine Texte Stunden um Stunden mit einem Diktaphön, durch das er Tonfall und Stimme immer wieder und wieder abhören und bis zur Vollendung verbessern konnte: er studierte alle erreichbaren Bücher, Porträts und-Skizzen aus der Zeit, forschte in Zolas Kindheit und verfolgte dessen Leben Schritt für Schritt. Er las Zolas Werke, übte dessen typischen ruckartigen Gang, sein gackerndes Lachen und sogar die Art, wie Zola sich beim Essen die Serviette in den Kragen schob. Und der Erfolg gab ihm recht: in diesem Film hält er in der Gerichtsverhandlung eine Rede, die etwa 15 Minuten dauert. Jeder Filmfachmarm weiss bzw. glaubte zu wissen, dass solche Szenen, in * denen an und für sich bildlich nichts geschieht, den unweigerlichen Tod eines Filmes bedeuten. Muni, durch seine grosse Kunst macht diese Szene zum Höhepunkt dieses, in sich schon ganz grossen Films; der Zuschauer folgt gespannt und mitgerissen dem anklagenden grossen Franzosen und bemerkt die Länge der Szene überhaupt nicht. . Wie bei den Vorbereitungen so völlig in seine Aufgabe vertieft ist Muni auch im Atelier. Niemals lacht er, niemals macht er zwischen den Szenen Witze wie seine Kollegen. Nachdenkend sitzt er da und wartet auf den Beginn der neuen Szene. Stets ist seine Frau dabei, von deren Urteil er es abhängig machen iässt, ob eine Szene nochmals gedreht werden muss. Paul Muni hat eine grosse Vergangenheit und eine grössere Gegenwart. Seine Zukunft mag vielleicht noch grösser werden, aber er spielt schon mit dem Gedanken, sich zurückzuziehen. Augenblicklich reist er mit seiner Frau und sieht sich die Welt an •— inkongnito und ohne Reklame. Man versucht ihn in Hollywood mit allen Mitteln zu halten; denn man weiss, dass eine solche Persönlichkeit selten, ja einmalig ist —, aber man weiss dort auch genau, dass Muni eben das Rätsel der Filmkolonie bleiben wird und dass er klug genug ist, auf der Höhe seines Schaffens aufzuhören, denn er könnte niemals „der Zweite' sein ... E. W.K. Neue Bilder von Paula Griinfeld Die Ausstellung von Arbeiten jüdischer Künstler aus Breslau durch das Sekretariat für Bildende Kunst in Berlin gab mir Veranlassung, die Malerin Paula Grünfeld in ihrem Atelier in Breslau aufzusuchen. Auch hier wieder empfand ich, dass die Arbeiten der Künstlerin voller Probleme sind. Auf der einen Seite die figürlichen Bilder, das Gemälde ..Engel", ein Frauenbild, Darstellungen von Puppen — das gleiche Thema in verschiedenen Fassungen. Man denkt an Chagall, an jene Kunst, die Traumgebilde festhält und in diesen Traumgebilden die Gegenwart mit der Vergangenheit verflicht. Es ist eine Kunst, die in die fernsten Tiefen zurückgeht, aber doch vom künstlerischen Geist der Moderne umweht ist. Paula Grünfelds Gestalten, jene Puppen, jene Frau mit den goldenen Haaren, im blauen Kleid, die Engelsfiguren voller Bewegung, koloristisch in zarten Pastelltönen gehalten, das sind keine individuellen Porträts. Es geht dem Betrachter dieser Bilder wie vor den Gemälden Marc Chagalls: es mutet so vieles wie Kinderspielzeug an. Die Architekturen, die Menschen selber, alle die Gegensätze, sind psychologische Dekorationen, die zum Werk gehören, aber doch 'sehr eigenartig sind. Aber dann stehen im Atelier von Paula Grünfeld die vielen Blumenbilder. Sie malt Stilleben, sehr harmonisch und geschmackvoll. Sie arbeitet Baumstudien in dunklen und goldenen Tönen, Lilien und Fuchsien. Immer wird die Komposition vom Rausch der Farbe diktiert. Eine grosse Delikatesse verhilft den teils mit Feder und Stift, teils mit Oelfarben geschaffenen Malereien, sodass sie den Eindruck geschlossener Form und künstlerischer Freiheit vermitteln. Dr. Olga Bloch. Im Kunstsalon des „Bijenkorf" in Amsterdam stellt der Maler David Schulmann, der auch in Paris seine Arbeiten zeigte, neue Gemälde aus. * Der Kunstgraphiker Georg N e m e s ist in Budapest gestorben. Paula Grünfeld: „Amarylles'* FoL Grete Karplus Jüdisches Museum Berlin. Als erste der geplanten Herbstausstellungen bereitet das Museum eine Ausstellung unter dem Titel „J ü - dische Künstler erleben die Bibel" vor. Es sollen Werke aus alter und neuer Zeit gezeigt werden. Besitzer von Bildern und graphischen Werken jüdischer Künstler von wirklicher Qualität, die biblische Themen behandeln, werden gebeten, diese beim Jüdischen Museum anzumelden. Aus der wissenschaf tfidien Welt In der E n g 1 i s b H i s t o r 5 c a 1 Review veröffentlicht der bekannte Historiker Professor Ennest Barker einen Aufsatz über den 1037 veistorbenen französisch - jüdischen Gelehrten Hie Halevy. Halevy war der Sohn des Offenbath- Librettisten Ludovie H. und ein Grossneffe des Komponisten Jacques Halevy. Er beschäftigte sich seit seiner Schulzeit mit philosophischen Fragen und hatauch später auf diesem Gebiete fruchtbringend gearbeitet. In der Folge wandte sich Halevy jedoch mehr und mehr historischen Studien zu, und sein auch in England ausserordentlich geschätztes Hauptwerk gilt der Geschichte des englischen Volkes im 39. Jahrhundert. Barker, der auch über Haiey? s Familie und Jugend berichtet, würdigt dessen Verdienste um die Erkenntnis der englischen Geschieht*; in hohem Masse, und er schliefst seinen Aufsatz mit den Worten: „Seine Deutung englischen Denkens und englischen Lebens durch all die langen Jahre von der Jugend Bentäiams an bis zu dem Ende des Weltkrieges ist eine der grössten Gaben, welche der Genius Frankreichs England schenken konnte, und ist eine Gabe, welche die englischen Gelehrten nie vergessen werden." F. A. * Das Jiddisch -Wissenschaftliehe Institut in Wilna bringt in seinem neuesten Yn>- teilungsheft eine Fülle von Berichten. Aus ihm M hervorzuheben der Aufsatz über die Festsitzung zur „Bar Mizwa", dem 13jährigen Bestehen des Institut.-. Die Eröffnungsrede hielt Dr. 31. W e i n r e i c h. Es sprachen ferner Sannau Reis in und Dr. J. S c h Lp e r. « Professor Dr. Siegmund Freud ist am 3. Juli zum Mitglied der „Royal Society" in London ernannt worden. Da er wegen seiner angegriffenen Gesundheit — Freud ist bekanntlich über 82 Jahre alt — nicht selbst zum Burlington-House gehen konnte,- um sich in das Buch der Gesellschaft, wie das Vorschrift ist, einzutragen, wurde es zu ihm in die Wohnung gebracht. Die Royal Society ist die älteste wissenschaftliche Gesellschaft Grossbritanniens. Das Buch, in das sich die Mitglieder eintragen, ist 300 Jahre alt; es enthält die Unterschriften aller berühmten Mitglieder der Vereinigung. _ Frankfurt a. Main Das Jüdische Lehr b aus teilt mit. da ein Kurs für englisch-amerikanische Konversation unter Leitung von Dr. S a 1 o m o n (Dienstag 21,ir> Uhr) neu eingerichtet wurde. Die übrigen Vorlesungen usw. finden wie angekündigt statt. Nähere Auskunft erteilt das Büro, Unterlindau 53 II, Montau bis Freitag 10 bis 12 Uhr, Tel.: 72 562. Aeussersie Preise für TeppleSt® * aardl-iteii LäMgep TEPPICH HA U § ZENTRUM Berlin €2, Spandauer Strasse 2S an der Köitfgstrasse

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