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Central-Verein-Zeitung · 1938-06-16 · 24 (16.6.1938) · page 20

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
17 (1938)
Issue
24 (16.6.1938)
Date
1938-06-16
Page
– (sequence 20)
Language
German
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Seife 16 * 16. Juni 1938 Nr. 24 * Beiblatt Freude am Sport Training und Leistung Der Begriff des Trainings ist heute keinem Menschen mehr ein „Buch mit sieben Siegeln", wie es noch vor 20 und 30 Jahren der Fall war, da man sportliches Training sogar als überflüssig empfand. Dieses Wort Training, das sich aus dem Englischen (to train abrichten) ableitet, ursprünglich nur im Pferdesport eine Rolle spielte und nun in erweiterter Bedeutung etwa soviel heisst wie: seinen Körper durch fortgesetzte, sich allmählich steigernde Anforderungen und entsprechend vernünftige Lebensweise zur Leistung zu zwingen. Training und Leistung gehören zusammen; denn das Training bereitet systematisch auf die Leistung vor. Es ist die Ausführung einer zielbewussten Arbeit, die auf der Eignung als Grundlage basiert. Unser Zeitalter sieht in der Leistung den tieferen Sinn des Lebens. Und diese Bejahung ist notwendig, um die Opfer, die das Ziel der Leistung erfordert, ohne weiteres auf sich zu nehmen. Das heisst also, Training sieht als Zwang, sondern als gegebene Not- Makkahi-Endrunde Am 19. Juni in Berlin Es hat sich nichts geändert an der Kräfteverteilung im Deutschen Makkabi-Kreis. Wie im vorigen Jahr stellen die Makkabi-Vereine aus Berlin und Frankfurt a. M auch diesmal die Endrundengegner. Gemessen an den Leistungen der Zwischenrundenspiele muss man die Situation im Handball als völlig offen bezeichnen, während im.Fussball Bar Kochba Hakoah Berlin seine Leistung vom letzten Sonntag schon bedeutend steigern musste, um eine Chance gegen den Titelverteidiger geltend machen zu können. Gespielt wird auf dem G r une wa 1 d Sportplatz. Die Fussballer beginnen bereit« um 15 Uhr, die Handballer um 11% Uhr. In den Pausen finden leicbtathletische Wettbewerbe statt. wendigkeit aufzufassen, Training mit jener Begeisterung durchzuführen, die auch über Rückschläge und Niederlagen hinweghilft. Es ist schon richtig: zur Erzielung einer besonderen Leistung gehört die besondere Eignung. Sie setzt jedem Menschen Grenzen in seiner Leistungsfähigkeit. Sie verhindert aber keineswegs, dass auch der minderveranlagte, gesunde Sporttreibende durch systematisches Training aus seinem Körper viel herauszuholen vermag — mehr, als er sich selbst je zugetraut hat Die Freude an der Verbesserung seiner persönlichen Bestleistung wird ihm genügen: denn die Wirkungen eines geregelten Trainings verspürt er natürlich in gleichem Masse wie der, dessen Leistungen infolge grösserer Veranlagung höher liegen. Er wird genau so frisch und elastisch aussehen, genau so abgehärtet sein und dazu eine ebensolche Steigerung seiner Willenskraft feststellen können. Der Sport, besser: sportliches Training erzieht also jeden, der den Wunsch zu dieser Erziehung hat und den Willen, ihn durchzusetzen. Wer "bewusst und planvoll durch die Schule körperlicher Ertüchtigung gegangen ist, stellt schliesslich einen Menschentyp dar, der überall im Leben bestehen wird. * Vielleicht den grössten Raum in der Welt- Sportliteratur nimmt die Auswertung der unzähligen Trainingsprobleme und -Systeme ein. Mit Recht; denn sie sind d«s „A und 0'" der gesamten theoretischen Sportwissenschaft, ohne die der heutige überragende Stand der Ledbesübungen zweifellos noch lange nicht erreicht worden wäre. Auch das „Sportblatt" der C.-V.-Zeitung beabsichtigt, sich, in Zukunft mit den vielseitigen, speziellen Trainingsfragen zu beschäftigen, die Aktive und Trainingsleiter des jüdischen Sports in Deutschland interessieren. M.F, Endrunden-Gegner ermittelt Makkabi: Frankfurt a. Main und Berlin mit beiden Mannschaften Schild: Stuttgart wurde Bochums Gegner Die letzten Spiele vor den endgültigen Entscheidungen haben stattgefunden. In Leipzig und Berlin qualifizierten sich wie im Vorjahr der M a k k a b i - Titelverteidiger Bar Kochba Frankfurt a. M. und Bar, Kochba Hakoah Berlin sowohl im Handball wie im Fussball. Die Entscheidungen gerade im Fussball waren bedenklich knapp, und Ueberraschungen lagen in der Luft, Es hätte diesmal leicht unprogrammgemäes gehen können; denn Bar Kochba Leipzig und Bar Kochba Hamburg waren zeitweilig ebenso dicht am Sieg wie ihre schliesslich glücklicheren Gegner. Beim „Schild"- Sportbund behauptete sich in Stuttgart der dortige Schild-Verein gegen Schild Leipzig und hat nun am 26. Juni gegen die Sportgruppe Bochum seinen Fussball-Titel zu verteidigen. Die unschönen Begleitumstände dieses Spiels dürften im übrigen noch die Instanzen des Sportbundes zu beschäftigen haben. Schild Stuttgart noch nicht in Hochform Trotz anfänglicher Bedenken hat sich Schild Stuttgart nun doch wieder für das Endspiel um die „Schild"-Meisterschaft durchgekämpft. Am 12. Juni konnte endlich das mehrmals verschobene Vorschlussrundenspiel gegen Schild Leipzig in Stuttgart ausgetragen werden. Der Wettergott war den Stuttgartern nicht hold; denn kurz vor Beginn setzte ein Dauerregen ein, der den Platz vollkommen aufweichte. Von einem regelrechten Spielverlauf kann man unter diesen Verhältnissen nicht sprechen. Die Leistungen waren desgleichen sehr dürftig. ■> Das Spiel Hess jede Planmässigkeit in Aufbau und Kombination vermissen. Zudem brachten die Leipziger durch ihre ständigen Beanstandungen eine Note ins Spiel, die' auf die Zuschauer abstossend wirkte. Die 'Entscheidungen des Schiedsrichters Wolf (Pfungstadt) waren dabei durchaus einwandfrei. Die ersten drei Tore von Rali Maier und Fritz Vollweiler (2) waren auf schwache Abwehr des recht ansicheren Leipziger Torhüters zurückzuführen. _Sie kamen sämtlich durch Nachschüsse zustande. Nach der Pause sah es aus, als ob Leipzig: aus seiner.Reserve herausginge, während Stuttgart stark ermüdet scheint. Immer wieder schafft der flinke Rechtsaussen Leipzigs, Karger, gefährliche Situationen. Und sein Eifer wurde belohnt: denn eine Flanke von rechts konnte er zum Ehrentor für Leipzig verwandeln. Kurz vor Scfeluss markierte Scheer eine Flanke von Ralf Maier unhaltbar zum 4 :1. Dieses Tor war neben dem Leipzigs das einzige, das sich aus einer spielerischen Handlung entwickelte, Mit diesem Resultat wurde Stuttgart glücklicher Entspielteilnehmer. Leipzig hatte im Verteidiger und dem bereits erwähnten Rechtsaussen die besten Leute. Der „alte" Schild-Meister hat immer noch seine Stärke in der Hintermannschaft, während es im Sturm am Zusammenhalt mangelte. Man wird nun mit Spannung warten dürfen, ob der Altmeister bis zum' Endkampf seine Hochform wieder gefunden hat. E. H. 6:5 und 12:2 für Berlin Aber im Fussball erst nach Verlängerung Die eine Zwischenrunde zur Makkabimeister- 'schaft, die in Berlin die Handball- und F u s s b a 11 mannschaften des Bar Kochba Hakoah Berlin und des Bar Kochba Hamburg im Vot Stßd Müd Sief Sonntag, 19. Juni Südwestd eut schland Leichtathletik: Meisterschaften des JSV Ottenbach a.Main, Frankfurt a. M., Sportplatz Buchrainweiher, 9 Uhr; Vereinsmeisterschaften des „Schilde- Stuttgart. Stuttgart, Feuerbacher Tal. 9 Uhr. Turnen: Sportschau des JSV Offenbach a. M., Frankfurt a. M., Sportplatz Buchrainweiher. Beginn 15 Uhr. Fassball: JTB Frankfurt am Main—JJB Hanau I, Frankfurt a. M.. Sportplatz, Bornheimer Hang. 16K Uhr; Schild Frankfurt a. M. I—Bar Kochba Frankfurt a. M. Ia. Frankfurt a. M., Sportplatz Sondershausener Strasse, 16% Uhr: JSV Offenbach AH—Schild Frankfurt a. M. II, Frankfurt a. M., Sportplatz Bachrainweiher, 1PA Uhr: Schild Worms —Bar Kochba Offenbach, Frankfurt a. M., Sportplatz Sondershausener Strasse, 16 Uhr; Hakoah Stuttgart I—Bar Kochba Mannheim I, Stuttgart, Sportplatz Feuerbacher Tal, 16 Uhr; Schild Mann-, heim I—Hakoah Karlsruhe I, Mannheim, B.K.¬ Sportplatz, 16 Uhr: Schild Mannheim Jugend—Hakoah Karlsruhe Jugend, Mannheim, 14% Uhr. Handball: Schild Frankfurt a. M. Jugend—Bar Kochba Frankfurt a. M. Jugend, Frankfurt am Main, Sportplatz Buchrainweiher, 10 Uhr; Pbilanthropin Frankfurt a. M. Frauen—JJB Hanau Frauen, Frankfurt a. M., Sportplatz Bornheimer Hang, WA Uhr: Bar Kochba Ofefnbach Frauen—Schild Frankfurt a. M. Frauen, Frankfurta. M., Sportplatz Sondershausener Strasse, 15 Uhr; JSV Offenbach Frauen—Bar Kochba Frankfurt a. M. Frauen. Frankfurt a. M., Sportplatz Buchrainweiher, 11K Uhr. Fürth Leichtathletik: Vereinsmeisterschaften des JSC Fürth, Sportplatz Karolinenstrasse 148. Köln Leichtathletik: Sportfest des JTV Köln. Vorkämpfe 10^ Uhr, Hauptkämpfe 15 Uhr, Sportplatz Fort Deckstein. Hamburg . Tag des jüdischen Sports in Form eines Klübkampfes- Schild Hamburg—Bar Kochba Hamburg, Schild-Sportplatz Lokstedt, 15 Uhr. Leipzig Fnssball: Bar Kochba Leipzig I und Knaben- Bar Kochba Chemnitz I und Knaben, Bar-Kochba- Platz, Dübener Landstrasse. Handball: Bar Kochba Leipzig II und Mädels— Bar Kochba Chemnitz I und Mädels, Bar-Kochba- Platz, Dübener Landstra-sse, 1334 Uhr. Kampf sahen, ergaben ohne besondere Leistungen Siege deT Berliner Makkabisportler. Ganz überlegen und begünstigt durch das Versagen des gegnerischen Torstehers, erkämpften sich die Handballer ungefährdet den Eintritt in die Schlussrtmde. Anders im Fussball, wo die Hakoah dicht am Rande einer Niederlage stand, schon mit 2 :5 zurücklag, wiederum nur durch Fehler des sonst ganz ausgezeichneten Hamburger Torstehers Blanck zum Ausgleich und erst in der Verlängerung zum knappen Sieg kam. Während man sich über das derzeitige Können der Bar-Kochba-Hakoah-Handballer ' infolge des allzu leichten Sieges kein rechtes Bild machen konnte, stimmte die Leistung im Fussball sehr bedenklich. In dieser Form wird die Revanche gegen Bar Kochba Frankfurt a. M. kaum gelingen. Im Handball stand der Sieg nie in Frage. Ehe die Hamburger zu ihren Gegentreffern kamen, hatte der schussfreudige und trickTeiche Sturm der Berliner Bar Kochbaner . mit Werner Spandau und Schlesinger an der Spitze bereits für eine 7:2- Führung gesorgt. Auch nach der Pause änderte sich am Spielverlauf nichts. Die Gäste hatten zwei, drei Einzelkönner, alle anderen kamen bei weitem nicht mit. Und trotzdem wäre das Ergebnis nicht so hoch ausgefallen, wenn ihr Torsteher, ein Jugendlicher, ruhiger und glücklicher gehalten hätte. Fünf Tore waren zumindest zu verhindern. Mit leichter Ueberlegenheit begannen die Fussballer des Bar Kochba Hakoah. 1 :0 stand es bald durch Ringel, Freschel glich aus. 2:1 durch einen Köpfer Czuppers, bis wiederum Freschel gleichzog. Zut Pause lag dann Hamburg mit 3:2 in Führung. Klare Deckungsfehler verschafften den Gästen später sogar ein 5: 2, jedesmal durch den ausgezeichneten Freschel, der seine Betreuer überspurtete und unhaltbar einschoss. Und dann kam die Wendung: Blanck, der vorher oftmals in bester Manier zu retten verstand, Hess je einen Ball von Gzupper, Rohrstock und Hilkowitz passieren, so dass es beim Schlusspfiff des guten Unparteiischen Looser (ISK) 5:5 stand. In der Verlängerung gelang es dann dem Hakoah-Mittelstürmer, einen Eckball mit der Stirn placiert einzudrücken und damit seiner - Elf den schwer erkämpften, glücklichen, aber letzten Endes doch verdienten Sieg zu retten. M. F. Bar Kochba Frankfurt a. Main war gefährdet Das Zwischenrundenspiel um die Makkabimeisterschaft im Handball gegen Bar Kochba Frankfurt a. M. wurde durch die im letzten Augenblick notwendig gewordenen zahlreichen Ersatzeinstellungen beim Leipziger Makkabiverein leider nicht der erhoffte Grosskampf. Glatter, als das Ergebnis von 8:4 (3:2) besagt, setzte sich der Gast über das Leipziger Hindernis hinweg, ohne jedoch die Form zu zeigen, die ihm eine abermalige Erringung des Meistertitels gewährleisten könnte. Erleichtert wurde der Sieg ausserdem durch die Verletzung des Leipziger Rechtsaussen, der. schon nach 10 Minuten kampfunfähig den Platz verlassen musste. Der Unparteiische Epstein (Bar Kochba Berlin) leitete mit grösster Gewissenhaftigkeit, hatte aber alle Hände voll zu tun, um das manchmal zu harte Spiel reibungslos über die Zeit zu bringen. _ Das F u s s b'a 11 spiel der gleichen Vereine hätte beinahe die erwartete Ueberraschung gebracht, wenn die Platzelf nach ihrer bald nach Beginn errungenen 2 :0-Führung die Chance zum naheliegenden 3 : 0 verwertet hätte. Nach dieser Unterlassungssünde 'ging es mit Leipzigs Aussichten immer mehr bergab; denn nun kam der Gast dank seines grösseren Einsatzwillens, vor allem aber infolge seiner entschieden besseren Kondition allmählich ins Spiel. Bar Kochba Frankfurt a. M. holte bis zur Pause zum 2:1 auf, schoss gleich nach Wiederbeginn das Ausgleichstor und erzielte bereits wenige Minuten später durch den verletzten Linksaussen das 3:2, das auch alles Drängen und alle Umstellungen der Leipziger nicht mehr korrigieren konnten. K—n. Sportbetrieb überall Südwestd eutschland Schild Wiesbaden schlägt Frankfurt a. Main In Wiesbaden trafen die Handball- Mannschaften von Schild Frankfurt a. M. und Schild Wiesbaden im fälligen Rückspiel zusammen. Das überaus harte, aber doch ganz korrekte, faire Spiel endete mit einem Ueberraschungssieg der Wiesbadener Elf über die Zweitbesten des Sportbundes von 7 :6 (3:1). Die Niederlage der Frankfurter ist in der Mannschaftsschwächung, die durch das Fehlen zweier guter Spieler bedingt war. zu suchen. Schiedsrichter Schwan (Mannheim) war dem Spiel ein ausgezeichneter Leiter. ■ Die Frauen mannschaften von Wiesbaden und Frankfurt a. M. beendeten ihr Spiel mit einem Unentschieden 1:1 (1:1); denn der Schild-Meister Frankfurt a. M trat mit Reservespielerinnen und unvollständig an. Die Jugendmannschaften der Frankfurter er-* zielte gegen die Jugendelf von Wiesbaden ein 6 $5 (3:1). * Im Fnssball trafen in As ehaf f enbur g JJB Hanau und der JSV Offenbach im fälligen Verbandsspiel aufeinander. Das harte Treffen wurde von Hanau mit 8:2 (4:1) gewonnen. Weitere Ergebnisse: Hakoah Frankfurt a. M: Jugend B— JSV Offenbach Jugend B 11 11 (5:0); Schild Frankfurt a. M. 2. Schüler—Bar Kochba Offenbach Schüler 3:1; Schild Frankfurt a. M. Jugend A—Bar Kochba Ottenbach Jugend- 2 : 3 (1:0). B. K. Erstmalig Boxen in Karlsruhe Die erste jüdische Boxveranstaltung in Karlsruhe war ein voller Erfolg für den Veranstalter, den Turnclub Karlsruhe 1903. Eine für Karlsruher Verhältnisse erstaunliche Anzahl von Zuschauern hatte sich eingefunden und nahm lebhaften Anteil an dem Geschehen im Ring. Als fjgfc Malermeister Oskar Simenauer w Berlin W 15, Pariser Str. 50, 921537. Erstkl. Eef Gegner hatte sich der Turnclub die Staffel von Schild Mannheim verschrieben und hiermit einen guten Griff getan. Was Mannheim an Ringeriahrung und Technik voraus h-atte, das glich Karlsruhe mit seiner jungen Mahnschaft durch Eifer aus. Dem Klnbkampf voraus ging eine Begegnung der beiden-Karlsruher Mayer und Froehlich. In der 1. Begegnung im Fliegengewicht standen sich Reich (Mannheim) und Baer (Karlsruhe) gegenüber. Das Unentschieden ist sehr schmeichelhaft für Baer. Im Federgewicht war Kuhn (Mannheim) seinem Gegner Samson über alle Runden klar im Vorteil. Sein Punktsieg entspricht dem Verlauf. Im Leichtgewicht sah man in Elkan (Mannheim) einen veranlagten Boxer, der mit seinem Gegner Kuhn leichtes Spiel hatte und klar nach Punkten siegte. Als der an Technik schönste Kampf muss die Leichtgewichtsbegegnung Frank (Mannheim) gegen Heymann (Karlsruhe) angesehen werden. Heymann, der schon ca. 30 Kämpfe hinter sich hat, gewann schliesslich durch Aufgabe des--Gegners. Der Mittelgewichtskampf nahm insofern keinen regulären Verlauf, als Levi (Karlsruhe) zu Beginn der 2. Runde so unglücklich stürzte, dass er nicht mehr weiter kämpfen konnte. Dadurch blieb Sohn (Mannheim)- Sieger. K. W, Diesmal siegte. Hakoah Irr F u s s b a 11 spiel zwischen TCK 03 ' und Hakoah Karlsruhe blieb diesmal verdient die Hakoah mit 3:0-Toren siegreich. Nicht, dass die Hakoah-Leutemehr vom Spiele gehabt. hätten, besonders in der 2. Hälfte war der TCK tonangebend, aber seine Leute verstanden es auch, zu schiesseji, während man das gleiche vom Turnelub-Sturm nicht sagen kann. Die leichtsinnige Abwehr des Torwarts des TCK 03 verdient, einmal fest-gestellt zu werden. K. W. In Stuttgart gewann Hakoah im Handball gegen Schild mit 7:4 (4:3). Bei den Frauen siegte indes die Schild-Elf mit 4:1. . H. Rheinland-Westfalen „Schild"-Boxen in Köln Nach langer Pause trat die Boxabteilung des ITV 02 wieder einmal mit einer Veranstaltung vor die Kölner Öffentlichkeit. Bei Beginn der Kämpfe wiesen Saal und Galerie noch bedeutende Lücken auf, die sich jedoch im Laufe des Abends noch füllten. Den ersten' Kampf bestritten die Fliegengewicht- Ier WingensII (Köln) und Schweiger (Dortmund), wobei der Dortmunder einen knappen Punktsieg buchen konnte. Im. Mischgewicht bekam Bunan. I "(Köln) einen unverdienten Punktsieg über den schwereren Heinemann . (Frankfurt a. M.1 zugesprochen, der ein Unentschieden verdient hätte. Der Kölner Federgewichtler Lorch zeigte sich dem Wuppertaler Lichtwitz weit überlegen und gewann klar. Im Leichtgewicht war Herz (Köln), der seinen ersten Kampf bestritt, kein Gegner für Leven (Wuppertal) und wurde nach der 1. Runde zurückgezogen.. . Im Weltergewicht traf Samuel II (Krefeld) auf Waldhorn (Dortmund), der knapp nach Punkten verlor. Ebenso knapp unterlag nach der Pause Burian II (Köln) gegen den Dortmunder Federgewichtler Stern. Einen flotten, sauberen Kampf lieferten sich dann, gleichfalls im Federgewicht, Frank (Krefeld) und Eisenberg (Frankfurt a; M.), in dem der alte Routinier Eisenberg' knapp; aber verdient siegte. Die Ueberraschung des Abends war der frühere Makkabiboxer Belfer. (Dortmund), der in der 3. Runde gegen den Kölner Weltergewichtler Grünberg vor dem k. o.-Sieg stand, als er wegen eines unglücklichen Genickschlags disqualifiziert werden musste. Der erst 17jährige Kölner Eckstein (Mittelgewicht) zeigte zwar eine ansprechende Veranlagung, musste .aber Klinger (Dortmund) den klaren Punktsieg überlassen. Im Schlusskampf bot der Dortmünder Berger (Federgewicht) gegen den erfahrenen Frankfurter Altmeister Langmann (Bantam) eine feine Leistung, die ihm ein verdientes Unentschieden einbrachte. _ O. M. Spitzenteistungen Die beiden amerikanisch-jüdischen Leichtathleten Phil Levy und #Marty G1 i c kmann sind zur Zeit in hervorragender Form» Levy führt die diesjährige Weltrangliste im Diskuswerfen mit einem Wurf von 51,78 m als Erster an, während Glickmann kürzlich im Westpoint 100 Yards in 9,5 (das wäre -der zweite Platz in der Bestenliste) und 200 m in 21,6 lief. * ' ■ Beim Grossen Preis von Tripolis verunglückte Ladislaus Hartmann. Seine Leiche wurde unter einem Ehrengeleit des italienischen Automobilclubs nach Budapest übergeführt. An seinem Grabe hielt Rabbiner Dr. Franz H e v e s i vor einer grossen Trauergemeinde die Gedenk- rede. *H* *»l *Tit}a^r^it>e* Goia JUWELIER LIPOWETZKI * BERLIN W 8 FRIfiDRBCHSTRASSfi 193a, ECKE LEIPZIGER STRASSE. ANK. & NR. II 48 541 HL«* Wüffc^e* fUfi

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