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Central-Verein-Zeitung · 1938-06-16 · 24 (16.6.1938) · page 18

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
17 (1938)
Issue
24 (16.6.1938)
Date
1938-06-16
Page
– (sequence 18)
Language
German
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Seite 12 C-V.-Ze?tung Nr.24-'*-. 16. Juni 1938 Das Defizit im Staatshaushalt Von unserem ^-Palästina-Berichterstatter Tel-Aviv, 12. Juni. Der bisherige Verlauf der Unruhen hat dem palästinensischen Staatsschatz beinahe vier Millionen Pfund gekostet. Dies ist das Ergebnis, das sich aus dem vorläufigen, zunächst freilich noch recht summarischen Abschluss für das am 31. März abgelaufene Rechnungsjahr ergibt In das Fiskaljahr 1936/37, das wenige Tage vor Ausbruch der Unruhen begann, war Palästina mit einer Ueberschussreserve von rund 6,2 Millionen LP eingetreten, ein Betrag, der nach den Durchschnittsausgaben " der vorangegangenen Jahre ausgereicht hätte, für zwei volle Jahre den gesamten ordentlichen Staatshaushalt zu decken. Schon das erste Unruhejahr aber erbrachte nach einem Zeitraum ständig wachsender Ueberschüsse ein Defizit von 1,43 Millionen LP, und das jetzt abgelaufene, Jahr^schliesst sogar mit einem Fehlbetrag von 2,45 Millionen LP ab. Immerhin, auch dieser Fehlbetrag kann .noch mühelos aus den Rücklagen gedeckt werden, und. es verbleibt dem palästinensischen Finanzminister noch immer eine Reserve, um die viele seiner europäischen Kollegen ihn vielleicht beneiden werden: 2,38 Millionen Pfund, das sind beinahe 50 Prozent einer vollen Jahresausgabe. Die Entstehung dieser Fehlbeträge ist gerade in diesem Jahre Gegenstand der finanzpolitischen Kritik. .Im vorigen Jahre war das Bild verhältnismässig einfach. Die Staatseinnahmen, die im Jahre 1935/36 den Rekordstand von 5.77 Millionen, "doppelt soviel wie vor der Prosperity erreicht hatten, sanken auf 4,64 Millionen LP; in manchen besonders unruhigen Gebieten konnten die Steuern nicht eingetrieben werden, die Gebühreneinnahmen sanken mit der Wirtschaftstätigkeit, und ein erheblicher Teil der für den Staatshaushalt so wichtigen Zolleinnahmen fiel durch die-Stillegung des bedeutenden Einfuhrhafens Jaffa zeitweilig aus. Auf der anderen Seite hatten sich die Ausgaben für Militär und Polizei um beinahe anderthalb Millionen erhöht. In diesem Jahr aber liegen die Verhältnisse wesentlich anders. Die Staatseinnahmen haben sich um mehr als 5 Prozent-auf 4,88 Millionen LP erhöht Die reinen Militärkos t e n, die im : Vorjahr den Etat mit 1,3 Millionen LP belasteten, werden diesmal nur mit 0,7S 'Millionen LP ausgewiesen, und für die Zukunft ist durch Vereinbarung mit der Londoner Zentralregierung ein Modus gefunden worden, der die Möglichkeit gibt die zusätzlichen Militärausgaben, nach Massgabeder finanziellen Leistungsfähigkeit Palästinas, auf einen längeren Zeitraum zu verteilen. Die grösste Sonderbelastung des Etats bildet jedoch ein Posten von VA Millionen LP, die ausserordentlichen Ausgaben, . die ursprünglich aus Ueberschussreserven gedeckt werden sollten, jetzt aber auf den ordentlichen Etat übernommen werden. Das Verhältnis zwischen ordentlichem und ausserordentlichem Etat bildet überhaupt ein besonderes Kapitel der palästinensischen Finanzpolitik. Palästinas Staats schulden pro Kopf der Bevölkerung sind ausserordentlich gering; die Belastung pro Kopf des Einwohners mit Verzinsung und Tilgung der Staatsschulden ist z. B. in Palästina nur ein Zehntel so gross wie in Dänemark und nur ein Zwanzigstel so gross wie in USA. Die vor zehn Jahren in. London mit Bürgschaft der britischen Regierung aufgelegte palästinensische Staatsanleihe ist noch nicht einmal aufgebraucht worden; da das für die Anleihe vorgesehene Investitionsprogramm abgewickelt ist hat man in diesem Jahre den unverbrauchten Rest als Sondereinnahme dem ordentlichen Etat zugeführt. Die Palästina-Regierung hat bisher immer Bedenken setragen, neue öffentliche Arbeiten oder grössere Investitionen auf Grund neuer Anleihen durchzuführen,. obwohl ihr vor längerer Zeit eine neue Anleihebewilligung grundsätzlich erteilt worden war. Es muss allerdings zugegeben werden, dass sich die Palästina-Regierung im letzten Jahre, hauptsächlich aus strategischen Erwägungen, entschlossen hat, den Umfang der öffentlichen Arbeiten, in erster Linie des Strassenbaues, wesentlich auszudehnen, und diese Arbeiten kommen natürlich auch der Wirtschaft des Landes und dem Arbeitsmarkt zugute. Auch gelegentliche Steuer- und Kreditnachlässe zugunsten notleidender landwirtschaftlicher Bezirke sowie Zollbefreiungen — also Einnahmeverzichte — für bestimmte, von der heimischen Wirtschaft benötigte Materialien wären als finanzielle Hilfeleistungen des Staates für die Wirtschaft zu erwähnen. Es ist aber die allgemeine 'Ansicht, dass wesentlich mehr getan werden ' 'G**ohnli*esWornOPfg., fett- >vqeJdnjckfcs Uebersdiriftswort. T^2Qr: pfg.(bei SteHengesuchen ■ 8 Pfg. und 15 Pfg I Pianos F liiere 1 Ankauf, Verkauf H8rer,Kleiststr.n 25 27 27 Unterricht Londoner ■unterrichtet Englisch.Üebersee-Englisch,Amerikanisch. Schnellstbeherrschune garantiert. 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Auskunfteien könnte, wenn man nicht im Prinzip die Ausgaben des Staates von den Einnahmen, des ordentlichen Etats^ abhängig machen würde und sich entschliessen könnte, Aufwendungen auf. lange Sicht auch durch langfristige Anleihen zu finanzieren. Die Kreditmöglichkeiten des palästinensischen Staates sind jedenfalls noch nicht ausgenutzt, wenn .auch zugegeben werden muss,"' dass der heutige Zeitpunkt für den Beginn einer solchen Politik sicher nicht allzu günstig ist. Die öffentliche Kritik führt übrigens auch das. Eisenbahn-Defizit, das diesmal die Staatsrechnung mit dem stark erhöhten Betrag von 230 000 LP belastet, auf diese Finanzierungsmethoden zurück; auch hier sind erhebliche Investitionen zu Lasten der "laufenden Betriebsrechnung vorgenommen worden. Die E i n n a h m e n des Staates sind hinter dem Voranschlag zurückgeblieben. In erster Linie liegt das an der enttäuschenden Entwicklung der Zolleinnahmen: die. im Gegensatz zu den übrigen Einnahmeposten, mit fast genau 2 Millionen LP sogar etwas niedriger waren als im Vorjahr. Diese Entwicklung ist nicht überraschend, wenn man sich die Einfuhrziffern der ersten drei Monate 1938 betrachtet, die ja für die Finanzrechnung des am 31. März abgelaufenen Fiskaljahres stark ins Gewicht fallen.. Im ersten Quartal 1938 hat die Wareneinfuhr, hauptsächlich wegen des geringeren Importbedarfs an Getreide, sonstigen. Lebensmitteln und Baumaterial, nur 3.55 Millionen LP betragen gegen 4,19 Millionen -LP im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Man scheint auch von dieser Seite her die " Staatsfiuanzen aufbessern , zu wollen. Vor wenigen Tagen wurde eine fühlbare Zollerhöhung auf Zucker bekanntgegeben. Die palästinensischen Zölle sind zum überwiegenden Teil Finanzzölle, also weniger mit Rücksicht auf die Regulierung der Einfuhr oder den Schutz heimischer Produktionszweige als mit Rücksicht auf ihre finanzielle Ergiebigkeit festgesetzt. Erst in neuerer Zeit sind, wie erwähnt, in. grösserem Umfange Zollbefreiungen und Schutzzölle zur Förderung der Produktion, eingeführt worden.-' Warenmosaik des palästinensischen Aussenhandels Von unserem Dr. E. R—rz-Rerichterstatter (Sckluss) Der quantitativ beachtliche Import von Bier aus Syrien und von Tabak — besonders &us. den Balkanländern — .wird durch die vergrösserte Fabrikation im Lande allmählich zurückgedrängt werden. Zigaretten kommen weit überwiegend aus England, Zigarren dagegen aus Deutschland und Holland: 1935 wurden aus diesen beiden Ländern allein für 45 000 RM Zigarren importiert, eine beachtliche Ziffer, wenn man berücksichtigt, dass im Hinblick auf Klima und altüberkommene Gewohnheit nur eine ganz dünne Mittel- und westeuropäische Einwari-dererschicht. Zigarren, rauchen. ZwanzigmaL grösser als diese Ziffer ist der Zigarettenimport, trotzdem die eigene Fabrikation Palästinas sehr ausgedehnt ist. sowohl in jüdischen wie "in arabischen Fabriken. Dennoch exportierte England 1935 für rund eine halbe Million RM Zigaretten, die Türkei für rund 180 000 Reichsmark, und ägvptische Zigaretten kamen für 120 000 -RM ins Land. Das ist ein kleiner Ausschnitt aus den Verbrauchsartikeln von Keller und Küche. Nicht weniger interessant ist die Vielseitigkeit der Herkunft der Fertigfabrikate, die nach Palästina importiert und dort verbraucht werden- Davon einige Beispiele! M e t a 11 ö f e n, in der Regenzeit unentbehrlich, und Petroleumkocher — mangels Gas! — in einfacher oder mehrfacher Ausfertigung in jedem Haushalt, werden aus Schweden und Deutschland bevorzugt; einen kleinen . Bruchteil dieses Marktes eroberten in letzter Zeit die USA. In allen Nickel waren führt Deutschland, in Zinnwaren dagegen England. Uhren der verschiedensten Art werden aus der Schweiz und Deutschland importiert. Am .Radiomarkt, der sich von Tag zu Tag-; ausweitet, marschieren die Apparate aus USA weit an der .Spitze!- Das holländische Geschäft - tritt gegenüber dieser Vormachtstellung zurück. Dieselbe Ausschliesslichkeit, das könnte man fast sagen, gilt für tropensichere elektrische Elsschränke amerikanischer Herkunft. Andererseits führt Deutschland in der Einfuhr von ärztlichen Instrumenten aller Art, die englische Konkurrenz durchaus schlagend. England wiederum hat den Markt der elektrischen Kabel und Drähte in der Hand, obzwar auch hierin der deutsche Palästinaexport gestiegen ist. Die meisten Glühlampen, die im Haushalt usw. verbraucht werden, kommen aus Deutsehland und Ungarn, Nähmaschinen, die hier gekauft werden, sind zu 80 Prozent in England produziert. Jede zweite Schreibmaschine stammt dagegen aus den USA. Porzellan, Phantasieglas und sog. Chinawaren kommen natürlich — aus der Tschechoslowakei nach Palästina, aber deuisches Porzellan setzt sich auf dem palästinensischen Markt stärker durch. In der Einfuhr aller Flaschen — ein sehr wichtiger Importartikel in.den durstigen Subtropen! — halten sich Deutschland, Holland und die Tschechoslowakei fast die Waage. Baumwollstoffe mit bedruckten Mustern öder gebleicht und eingefärbt, Velvets usw. werden zu Schleuderpreisen aus Japan auf den Markt geworfen, England und Italien, hinsichtlich der Quantität "ihres Imports dieser Waren zusammengenommen, können mit den japanischen Importziffern nicht konkurrieren. In allen W o 11 a r ti k e 1 n dagegen ist die Führung des englischen Imports unbestritten. Zwar liefern auch Frankreich und Italien beachtliche Quantitäten, die aber hinter der englischen Einfuhr dieser Art weit zurückbleiben... Auf den Gebieten des.Kunsts e i d-e n Verbrauches befriedigt die syrische Fabrikation den Löwenanteil des palästinensischen Bedarfs. Japan, Deutschland, England und Italien zusammengenommen, liefern weniger Kunstseidenprodukte als Syrien. Die Schuhe, die auch in Palästina getragen werden, haben ihre Herkunft zumeist in Syrien, das auch die Tschechslowakei als Importland immer mehr zurückdrängt. Italien bleibt der grösste H u t lieferant. Palästinas Tarbousche, die National-Kopfbedeckung des Vorderen Orients, kommen aus — der Tschechoslowakei! Der Vorsprung Deutschlands als Lieferant von Medizin, Drogen, chemischen Produkten der verschiedensten Artist bedeutend. Parfümerien dagegen sind natürlich hauptsächlich französischen Ursprungs. Rumänien ist der Hauptlieferant von Autobenzin, dagegen stammen etwa sieben von zehn Motoren, Personen- und Lastautos aus den USA. Fahrräder liefert überwiegend Deutschland, Motorräder dagegen fast ausschliesslich England. Die Bau Wirtschaft Palästinas, des holzarmen Landes, lässt Rumänien als Holzlieferanten eine sehr bedeutsame Rolle spielen, sowohl was Bauholz wie aueh was Möbelhölzer anbelangt. Osteuropäische Länder, wie Polen und Russiand, können in diesem „Rohstoff" jedoch wichtige Exportzifiern verbuchen. Im Rahmen der Bauwirtschaft spielt die Einfuhr von Eisenröhren aus Deutschland eine grosse Rolle, das über 70 Prozent des palästinensischen Gesamtbedarfs beliefert. * Dieser Ausschnitt importierter Fertigwaren wie auch der eingeführten Nahrungsmittel verschiedener Arten zeigt, wie stark' der Import i m m i g r.a t i o n s b e"d i n g t in doppeltem Sinne ist. sowohl in der Zusammensetzung und Auswahl der Waren selbst, die dem Geschmack des Europäers entsprechen, als auch in der Quantität, die sich aus Zahl und Zusammensetzung der Einwandererschicht. ableitet. Die Schicht der arabischen Bevölkerung und der orientalilschen Juden als Verbraucher europäischer und amerikanischer Fertigfabrikate, die einem gewissen gewohnten Lebensstandard entsprechen, ist natürlich weit geringer als die der letztjährigen europäischen Einwandererschicht; Dennoch soll nicht verkannt werden, dass hier eine gewisse gegenseitige Anpassung allmählich eintritt und eintreten muss, die zwar nicht zu einer völligen Angleichung führt, aber doch eine gewisse Stabilität des Imports qualifizierter Wo r t*A n z e i g e n Helrats-Auskünfte über Ruf, Charak- .Einkommen, Vermögen, Lebenswandel. Vorleben, Gesundheit. Beobachtunsen, Ermittlungen: In- und Ausiandt Privat- Auskunftei, Detektei Stensen (Gemeindemitglied), Berlio-Charlottenburg-6,Kantstr.l52. Tel.: 3163 82. Fesidichtungen „DIchterherzoa" Norbert' Herzoe. Ihr moderner Festdichter. Berlin, Flensbureer Str. 22. Tel.: 39 25 00. 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Dan eben geben diese -wenigen Fakten des Wareneinfuhrmosaiks ein einprägsames Bild der vielgestaltigen Bedarfswirtschaft des kleinen Palästina mit einer Bevölkerung, deren qualitativer Bedarfsrahmen so weit gespannt ist wie in' keinem Lande des Orients, .aber wie in den meisten Ländern Europas War die Liste der Länder, die palästinensische Produkte kaufen, Meiner als die der Lieferstaaten, so ist diese Divergenz noch weit ausgeprägter in der Warenliste der palästinensischen Exportgüter. Einen Rohstoff, wenn man so will, produziert das Land," der weltweiten Ruf geniesst: die Orange und die Grapefruit. Von den 80 Millionen RM Exportwerten im Jahre 1935 entfallen weit über 95 Prozent auf den' Export von Citrusfrüchten, die den Gegenwert von 78 Millionen RM darstellen. England ist der Hauptkäufer der palästinensischen Orangen. Es übernimmt etwa zwei Drittel aller exportierten Apfelsinen. Ein Zehntel davon ging nach Deutschland." dann folgen als Abnehmer mit immer kleiner werdenden Zahlen.:. Holland, Polen, Rumänien, Frankreich, Belgien, Schweden, die Tschechoslowakei usw. Am Rande sei vermerkt, dass man auch in Aden — auf dem Wege naeh dem Fernen Osten — frisch importierte „Jaffa-Orangen" kaufen kann. Von den exportierten Grapefrüchten. deren Markt weit schwieriger 'ist als der der Orangen, geht der Hauptanteil im übrigen auch nach England. Ein in Europa seltenes Naturprodukt ist ein einbringlicher Ausfuhrartikel des Landes: Melonen, sie werden aber fast ausschliesslich von Syrien, und Aegypten gekauft. Die fruchtverarbeitende Industrie Palästinas, obzwar noch jung, hat sich auf den ausländischen Märkten so gut. eingeführt, dass die Exportziffer des Jahres 1935 ' von-: palästinensischen F r u c h t s ä f t e n und Syrup nahe an die Grenze von 200 000 RM herankommt, wovon für rund 60 000 RM Fruchtsäfte usw. nach Indien verschifft wurden. Länder Mitteteuropas und des Vorderen Orients gehören ebenfalls zum Abnehmerkreis dieser jungen früchteverarbeitenden Industrie. Das 01 i,v e nö 1, das in Palästina hergestellt und nicht im Lande selbst verbraucht wird, findet einen Auslandsabsatz von etwa . einer halben Million Kilo, die nach einer grossen Anzahl europäischen und vorderorientalischen Ländern, versandt werden, aber auch z.B. die Südafrikanische Union und die Vereinigten Staaten .....gehören zum Kundenkreis der palästinensischen Glivenölindüstrie..' Die Ausfuhr der palästinensischen Weine erreichte (1935) die erstaunlich hohe Wertziifer von über 400 000 RM, wovon für etwa 140 000 RM allein von England gekauft werden, für etwa 80 000 RM konsumiert Aegypten palästinensische Weine und für etwa 50 000 RM die USA. Erwähnenswert sind unter den Ausfuhrartikeln Palästinas noch der Häute export, der etwa den Gegenwert von einer Million RM repräsentiert. Hauptinteressenten für Häute sind Syrien und Polen, auch die Türkei-und Italien sind gute Kunden. Interessant ist, dass Palästina einen wichtigen Teil der Kleiderkonfektion nach Syrien ausführt. Pottasche, das Produkt des Toten Meeres, geht in grossen Quantitäten nach England, und Belgien^ aber zu den Grosskunden gehören auch Australien. Japan. Ceylon und Indien. Die beachtlichen Fabriken von bekannten Waschseifen usw. finden in den Nachbarländern ihren Hauptauslandsabsatz. Künstliche Zähne, made in Palestine, gehen bis nach Australien, Kanada und Südafrika. Ausserhalb des direkten Warenexportes steht der Ausfuhrwert des Rohöls aus der Pipe- Line, die in Haifa mündet. 1935 war der Wert des von dort verschifften Rohöles 30 Millionen RM, die der palästinensischen Wirtschaft allerdings nicht zugutekommen. Davon nahm Frankreich mehr als 80 Prozent ab, d. h. für etwa 25 Millionen RM. Der Rest des in Haifa durch die bis ins Meer reichenden Rohrleitungen verschifften Rohöles ging nach England (für etwa 4 Millionen RM), nach Belgien und Italien und schliesslich, nach Afrika. Aus der naturgegebenen Situation des Landes heraus. ist die Zahl der. -Exportwaren relativ klein, trotzdem sind die Exportmöglichkeiten in der Zukunft dann nicht ungünstig, wenn auf. den Hauptgebieten der Ausfuhr, der Citruswirtschaft, eine Verbesserung der AusfuhrOrganisation eintritt und. eine Zusammenarbeit zwischen jüdischer und arabischer Citrusindustrie erreicht wird und wenn das Finanzzollin ein gleitendes industrielles Schutzzollsystem umgewandelt wird. "^Wörter mit mehr a\sÜ5 fcudwtaben gelten' als"„zwei Worter. _ Ziffergebühr 25 Pfg. _ Porlofr. Zusend^--d: Erngange nafh jJerlin ia<h dem Reich'40 PJg :« Lampenschirme. kunstgewerblich. Bertha Heimann. Sleiststi. 11. Gartenhaus. Telephon 25 45 08. * — B. 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