Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 17 (1938)
- Issue
- 24 (16.6.1938)
- Date
- 1938-06-16
- Page
- – (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/2277379-2278191-2278212--12925-2291804- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Hr. 24 3. Beiblatt Pa1ii*tina-tiii schau der C.-V.-Zeitiiiig Seite 11 16. Juni 1938 Auf der Tagesordnung der Mandatskommission Wie alljährlich hat die britische Regie-« rang dem Volkerbundsrat auch dieses Jahr einen Bericht unterbreitet, der die wesentlichsten Tatsachen der Verwaltung Palästinas und Trans]ordaniens im Jahre 1937 zusammenfasst. Er betont eingangs die schwere Störung der öffentlichen Sicherheit in Palästina durch Morde, Einschüchterungen und Sabotageakte arabischer Rechtsbrecher, die in wenigen Fällen jüdische Gegenmassnahmen auslösten. Die terroristische Kampagne, deren einzelne Formen ausführlichdargelegt werden, habe sieh weniger im allgemeinen Leben des Landes ausgewirkt, als dass sie gegen Ende des Jahres schwere Störungen der wirtschaftlichen Verhältnisse hervorgerufen habe. Statistische Feststellungen über die Zwischenfälle weisen eine Gesamtzahl von 438 aus, unter denen sich 143 Angriffe gegen jüdische Siedlungen, 38 . gegen Jüdische Transporte und 109 gegen Polizei und Militär befinden. Es wurden während des Berichtsjahres 97 Menschen getötet und 149 verwundet. Davon waren 32 bzw. 83 Juden. Für die Verteidigung der jüdischen Siedlungen wurden insgesamt 4859 jüdische Hilfspolizisten ausgehoben. 87 Juden und 816 Araber wurden unter den Notverordnungen verhaftet. Die Militärgerichte verurteilten 38 Personen, und zwar sämtlich Araber. Während des Berichtsjahres wurden, insgesamt 10536 Einwanderer registriert, von denen- 35 v. H. aus Polen kamen (gegen 41 v. H. im Jahre 1936). Der Anteil der Ein- * i 57. Genf, 12. Juni. Die Ständige Mandatskommission des Völkerbundes ist am 9. Juni unter dem Vorsitz des Belgiers Orts und Professors Rappard (Schweiz) zusammengetreten, um den Bericht der Mandatarmacht von Palästina und Transjordanien entgegenzunehmen. Die britische Regierung war vertreten durch den stellvertretenden Unterstaatssekretär für Kolonien, Sir John Shuckburg, den stellvertretenden Chefsekretär der Palästina-Regierung, S.^ Mo-o d y, und A- S. Kirkbride, den Distriktskommissar von Nazareth. In seinen einleitenden Erklärungen schilderte Sir John die einzelnen Massnahmen, die die Mandatarmacht seit der letzten Sondersitzung der Mandatskommission im letzten Jahre getroffen hatte, um die notwendigen Untersuchungen und Erkundigungen zur Ausarbeitung eines bis ins einzelne gehenden Teilungsplanes vorzunehmen. Die Fachkommission, die die britische Regierung zu diesem Zweck nach Palästina gesandt habe, sei noch nicht am Ende ihrer Arbeit Es handle sich hier also um ein noch schwebendes Verfahren, dessen Diskussion im augenblickliehen Zeitpunkt zweifellos nicht angebracht sei. Nichtsdestoweniger wolle er zu zwei Punkten Stellung nehmen, hinsichtlich derer besonders viel Kritik geübt worden sei. Die Politik der Mandatsregierung ist eines ungerechtfertigten Zögerns und der Unklarheit bezichtigt worden. Diese Vorwürfe seien seiner Ansicht nach unberechtigt. Was die „säumige Politik" der Regierung anbetreffe, so. müsse darauf hingewiesen werden, dass der Völkerbundsrat erst im September 1937 zur Lage Stellung genommen habe, und dass es der Mandatarmacht vorher unmöglich gewesen sei, die Prüfung der Möglichkeit einer Teilung Palästinas fortzusetzen. In diesem Augenblick habe der Terrorismus im Lande wieder aufgelebt und seinen Höbepunkt mit der Ermordung des englischen Distriktskommissars von Nazareth und seiner Eskorte erreicht. Die Regierung habe darauf energisch eingegriffen und alle ihr zur Verfügung stehenden Mittel zur Unterdrückung der Unruhen eingesetzt Der Oberste Arabische A'usschuss, der für die Attentate moralisch verantwortlich gemacht wurde, wurde aufgelöst und zur gleichen Zeit der Mufti seiner Funktion enthoben, auf die er.seine gefährliche Machtstellung stützte. Im Frühjahr 1938 hätten die Unruhen zwar noch nicht vollständig aufgehört; jedoch habe sich die Lage soweit stabilisiert, dass die Ernennung und Entsendung einer neuen Kommission nach Palästina gerechtfertigt erschienen sei. Was* den Vorwurf angehe, dass die Regierung keine eindeutig klare Politik betreibe, so liege hier eine Verkennung der tatsächlichen Situation vor. Eine gewisse Unsicherheit bezüglich der Form und der Einzelheiten der Teilung müsse notwendigerweise bestehen,, so lange die Kommission nicht in der Lage sei, einen gerechten und durchführbaren Teilungsplan vorzuschlagen. Die Mandatsregierung sei auch weiterhin eindeutig der Ansicht dass die Teilung'den besten und angemessensten Weg darstelle, Palästina aus der Sackgasse, in der es sich zur Zeit befinde, herauszuführen. Diese Ansicht habe die Mandatsregierung in wanderer aus Deutschland ist von 27 v. H. im Jahre 1936 auf 34 v. H. im Jahre 1937 gestiegen. Der Bericht gibt sodann genaue Zahlen über Einfuhr und Ausfuhr und stellt im Anschluss daran fest, dass die Anwendung der Vorschrift der wirtschaftlichen Gleichberechtigung, die in Artikel. 18 des Mandates festgelegt ist, für Industrie und Handel eine schwere Belastung darstelle, da eine Gegenseitigkeit des Prinzips fehle. Infolgedessen würden die Empfehlungen der königlichen Kommission, den palästinensischen Handel durch Verbesserung des betreffenden Artikels auf eine gesündere Basis zu stellen, zur Zeit seitens der Regierung einer Prüfung unterzogen. Die leichte Verbesserung der wirtschaftlichen Situation, die zu Anfang des Jahres festzustellen war, habe sich nicht gehalten, sondern einem allgemeinen Absinken in Handel, Industrie und Bauwesen Platz gemacht. Die Zahl der jüdischen Arbeitslosen wurde Ende Dezember auf 12 000 geschätzt. Die Zähl der Gesuche um Gewährung der palästinensischen Staatsbürgerschaft habe im Berichtsjahr eine wesentliche Vermehrung erfahren, nämlich von 5444 im Jahre 1936 auf 12194 im Jahre 1937. Entsprechende Bewilligungen wurden in 9525 Fällen gegenüber 4941 gewährt. Die Gesamtbevölkerung Palästinas wird auf 1 383 320 geschätzt, davon sind 386 084 Juden, 875947 Mohamedaner und 109 769 Christen. ihrem „Statement of Policy" vom Juli 1937 vertreten, und erst kürzlich sei dieser Standpunkt vor dem englischen Unterhaus bestätigt worden. Es sei deshalb absolut klar gewesen, dass in dieser Hinsicht die Politik der Regierung keiner Aenderung unterzogen werden würde. Der Entscbluss, eine Untersuchung über die Möglichkeiten der Teilung Palästinas anzustellen, habe ein wichtiges Ressort der Palästinaverwaltung betroffen, nämlich ■ die E i n w a n - deruogskontrolle. Er, Sir John, begnüge Sich damit zu erklären, dass die augenblicklich angewandten Methoden zwar zweifellos willkürlich und vorübergehend seien, dass die Mandatsregierung sie jedoch durchaus nicht als einen Verstoss gegen die ihr durch das Mandat auferlegten Verpflichtungen betrachte. Es handele sich hier um eine zeitweilige Massnahme, und die englische Regierung habe die Absicht, sofort nach Festlegung der Grenzen, auf Grund eines gerechten und durchführbaren Teilungsplanes die jüdische Einwanderung in die nichtarabischen Gebiete nach dem Grundsatz der wirtschaftlichen Aufnahmefähigkeit zu regeln. . Zur Frage der allgemeinen Verwaltungspolitik übergehend, legte Sir John dar, dass es eine der wichtigsten und den grössten Teil ihrer Energien und. Finanzquellen in Anspruch nehmenden Aufgaben der Regierung gewesen sei, die öffentliche Sicherheit aufrechtzuerhalten. Es wäre kaum übertrieben, zu sagen, dass die Regierung einen ununterbrochenen Krieg gegen Terrorismus, Gesetzesmissachtung und Einschüchterungsversuche geführt habe. Auf Grund des Vorgehens der Regierung habe sich der Stand der öffentlichen Sicherheit in Jerusalem und den südlichen Bezirken merklich gebessert. Dagegen dauerten die Unruhen in Galiläa und dem Haifa-Samaria- Distrikt noch an, wo die Bodenbeschaffenheit den Guerillakrieg besonders begünstige. Im allgemeinen trügen die terroristischen Akte den Charakter vereinzelter Gewaltakte und Ueberfälle bewaffneter Banden." Die Regierung habe nichts versäumt, um die an der regierungsfeindlichen Kampagne unbeteiligten Bewohner des Landes wirksam zu beschützen. Die arabische- Hilfspolizei sei verstärkt worden, und Militär und Polizei haben ununterbrochen in den betroffenen Gebieten operiert. Die Regierung habe Massnahmen gegen den Waffenschmuggel und den Eintritt unerwünschter Elemente aus den benachbarten Ländern ergriffen. An der Nordgrenze bestehe ein ständiger Pätrouillendienst; gleichzeitig würde die Anlage eines sich über die gesamte Grenze erstreckenden Drahtverhaunetzes betrieben. Die Regierung beabsichtige ferner die Aufstellung einer berittenen Landgendarmerie. Die von der Krone eingesetzten Machtmittel zur Unterdrückung des Terrorismus hätten zu einer grossangelegten verleumderischen Zeitungskampagne ausserhalb Palästinas geführt, deren in die Augen springenden Uebertreibungen sich selbst ad absurdum geführt hätten. Alle Untersuchungen hätten ergeben, dass Militär und Polizei trotz aller Provokationen getreu ihrer Tradition eine ungewöhnliche . Zurückhaltung und Duldsamkeit an den Tag gelegt hätten, .die, wie Sir John mit besonderer Genugtuung feststellte, von einem grossen Teil der Öffentlichen Meinung auch aufrichtig anerkannt worden seien. Der Unruhezustand,-in dem sich das Land befinde, habe zu einem Rückgang der wirtschaftlichen Tätigkeit" geführt. Besonders schwer seiendavon die Staatseinnahmen betroffen worden, wo die Ueberschüsse der letzten Jahre einem Defizit Platz gemacht haben. Die aus den jährlichen Ueberschüssen. der Regierung zur Verfügung stehenden Mittel hätten sich von 6 200,000 Pfd. Sterl. am 1. April 1936 auf 2 300 000 Pfd. SterL vermindert. Die finanzpolitische Lage der Regierung müsse als ernst angesehen'werden, da-ihre Reserven rapide abnähmen. Die Mandatsregierung habe nicht verfehlt, dieser Situation; die gebotene Auf merksamkeit zu widmen. Abschliessend erklärte Sir John: ,.Die Regierung Seiner Majestät hat mit grosser Genugtuung die Anerkennung entgegengenommen, die die Mandatskommission im vergangenen Jahr ihrer Haltung gegenüber einer schwierigen und oft undankbaren Aufgabe gezollt hat, wie sie die Verwaltung des Palästinamandats darstellt." Im weiteren Verlauf der Tagung 'trat die Mandatskommission zu mehreren Geheimsitzungen zusammen, in denen der Vertreter der Mandatsregierung den Mitgliedern der Kommission nähere Auskünfte über die politische, wirtschaftliche und soziale Lage Palästinas sowie über Handel, Unterrichtswesen, Gesundheitswesen, öffentliche Finanzen usw. gab. Einzelheiten über diese nicht öffentlichen Sitzungen, mit denen die Mandatskommission ihre Beratungen zum PalästinaproblenV abschloss, werden erst in einigen Tagen nach Veröffentlichung des offiziellen Gesamtprotokölls bekannt werden. Die Teilungskommission Nachdem die Arbeiten der Teilungskommission durch eine zehntägige Reise durch Transjordanien unterbrochen worden waren, wurden sie am 10. Juni wieder aufgenommen. In einer geschlossenen Sitzung erschienen Ben Gurion, Mosche S h e r t o k, Dr. Bernhard Joseph und Salman Lifschitz von der Palestine Land Development Company als Zeugen. Am nächsten Tage sagten der Kommissär für Polizei- und Gefängniswesen, Major A. Saunders, und der Direktor für Erziehungswesen. W. J. Farrel, gleichfalls in geschlossener Sitzung aus. Traurige Wochen-Chronik Die traurige Wochenchronik der arabischen Terrorakte muss diesmal mit fünfjüdischen Todesopfern beginnen: in der Nacht zum 5. Huni wurde der 24jährige jüdische Hilfspolizist Zvi L e vi n in der Siedlung J e di d j a bei Afule erschossen, als eine arabische Bande die Siedlung überfiel. Dem 36jährgen Hanoch Glovinsky, der bei dem gleichen Ueberfall verwundet wurde, musste ein Bein amputiert werden. Zvi Levin war im Jahre 1933 von Warschau nach Palästina gekommen. In der Nacht zum 8. Juni wurde in der Nähe von Rosch Pina der 21jährige Jude Israel Liebermann erschossen- Zu diesem Zwischenfall kam es, als Siedler aus Rosch Pina sich bemühten, Kornfelder, die von Terroristen in Brand gesetzt worden waren, zu löschen. In der sich daran anschliessenden Schiesserei wurde Liebermann getötet. Er war im Jahre 1936 aus Polen gekommen und Mitglied des Belar in Rosch Pina. Auf der Landstrasse bei C h e d e r a wurde der 40jährige Jehuda Risnovsky mit schweren Verletzungen aufgefunden, denen er nach seiner Ueberführung nach Chedera erlag. In der Nähe des Montefiore-Viertels in Jerusalem wurde der jüdische Zimmermann Chaim N a k a im Alter von 30 Jahren erschossen aufgefunden. Der 22jährige in Palästina geborene Wächter des PICA-Waldes bei T i b e r i a s, Joseph Saphir, wurde am 11. Juni dort erschossen. Wie schon aus dieser Häufung von Todesfällen hervorgeht, war die Terrortätigkeit im ganzen Lande auch in der letzten Woche wieder lebhaft. In der Tat fand eine grosse Reihe von Ueberfällen statt, die ausser den erwähnten •jüdischen Todesopfern eine grosse Anzahl weiterer Toter und Verwundeter forderten. Ein Angriff auf die jüdische Siedlung B e t h A1 p h a, gegen den sich die Wächter zur Wehr setzten, führte zu Verwundungen unter den Angreifern. Zwischen zwei Dörfern in S a m a r i a explodierte eine Landmine unter einem Militärlastwagen, wobei ein britischer Soldat, namens David Hood getötet und zwei andere verwundet wurden. In den Feldern von Jawniel kam es zu einem Schusswechsel, bei dem der jüdische Hilfspolizist Mordechai Sukennik sowie ein Araber verletzt wurden. Der jüdische Autobuschäuffeur Jomtow Levy wurde auf der .Landstrasse Jerusalem—Jaffa, nachdem er versehentlich einen arabischen Knaben angefahren und dann angehalten hatte, um ihm die erste Hilfe zu leisten, von einem Haufen Araber überfallen und schwer verwundet. Bei einer Schiesserei nördlich von Tulkerem wurde ein britischer Soldat und eine Anzahl von Terroristen.% angeschossen. Die. Schiesserei entwickelte sich zu einem regulären Gefecht, bei dem auch Flugzeuge eingesetzt wurden. Am gleichen Tage, dem 8. Juni, wurden in einem Kampf zwischen Truppen und Terroristen in der Nähe von ZichronJakob drei Araber getötet. In der gleichen. Gegend und etwa zur gleichen. .Zeit überfiel eine 80 Mann starke arabische Bande das arabische Dorf Taijiba und verletzte zwei Araber schwer. * . Die Todesurteile gegen die beiden jungen- Juden aus R o s ch - P i n a, die vor mehreren Wochen einen arabischen 'Autobus beschossen haben, haben in der jüdischen Bevölkerung Palästinas grosse Erregung ausgelöst. Von allen Seiten laufen Gnadengesuche ein. Es wird darauf hingewiesen, dass die Tat, die 6elbstverständ-; lieh nicht gebilligt wird, eine Folge der unerträglich gewordenen Spannung istj deren Entstehen und Anwachsen nicht den Juden, sondern den Arabern zur Last fällt. Den aus dem Lande . kömmenden Gnadengesuchen haben sich zahlreiche Organisationen ausserhalb Palästinas,, u. a. die Zionistische Organisation von England, der Verband der litauischen Rabbiner unddie polnische Wizo angeschlossen. In der neuen jüdischen- Siedlung Chan i t"a, die schon vielfach von arabischen Angriffen heimgesucht worden ist, hat sich bedauerlicherweise jetzt ein Ui^lücksfall zugetragen, dem zwei junge jüdische Arbeiter, der 18jährige Jair Fi cht er aus der Kolonie Giwat Ada und der 22jährige Arje Lutzky aus Ness Ziona, zum Opfer fielen. Sie wurden bei Sprengarbeiten in der Nähe der libanesischen Grenze durch eine vorzeitige Dynamitexplosion getötet. Ein anderer Arbeiter wurde verwundet. Wie in jenem Falle, der zu der Ermordung von Liebermann führte, war auch in anderen Fällen die Brandstiftung in jüdischen Getreidefeldern der Anlass zu Schiessereien.. So im Beisantal, wo die Siedler der Kibbuzim Tel Amal und Bamesila bei der Abwehr des Brandes mit Arabern zusammengerieten, in der Nähe von Dajit Wegan im Emek, wo FESTA Strümpfe s Strickwaren Wäsche / Handschuh« Schbgr., Granewaldstr.56 a. Bayer. Platz. Tel.: 713S13 70 Dunam Weizen durch Feuer zerstört wurden, und wiederum in R o s c h P i n a, wo die an die Löscharbeiten sich anschliessende Schiesserei zum Tode eines Arabers führte. Da die Unruhen in diesem Bezirk kein Ende nehmen wollten, legten die Behörden den sich in der Nachbarschaft befindlichen Dörfern eine Geldstrafe auf. * - Eine 200 Mann, starke Araberbande griff das arabische Dorf Tarn un in der Nähe von Nablus an, wobei der Muktar des Ortes schwer verletzt wurde. Bei einem Ueberfall auf andere arabische Dörfer in der gleichen Gegend wurden 24 Araber verhaftet. Arabische Arbeiter wurden ebendort von Arabern aufgefordert, mit der Arbeit aufzuhören. Als sie sich weigerten, wurden sie beschossen und zwei von ihnen wurden verwundet. * Der jüdische Hilfspolizist Hanoch Levinsöhn wurde bei M a o z im Jordantai verwundet, als er für jüdische Landarbeiter Wache stand. Die Araber entrissen ihm sein Gewehr und entkamen. Lewinsohn ist ein 27jähriger Einwanderer aus Deutschland. * Der Stacheldrahtverhau an der Nordgrenze wurde von einer 100 Mann starken syrischen Bande stark beschädigt. In der Aus- Juwelier Ludwig Sfesninefz V > Nürnberger Str. 56 (neben WoolwortW & dehnung eines halben Kilometers wurden die Drähte durchgeschnitten und das Fundament des •Zaunes zerstört. Es gelang der Bande, unbehelligt nach Syrien zu entkommen. * Auf Grund des „Todesurteils" eines „Tribunals", das kürzlich von arabischen Banden eingesetzt wurde,, wurden zwei führende Araber aus den Dörfern Attil und Kirbat Jerda, von denen man annahm; dass sie der Polizei Informationen lieferten, ermordet. Ihre Frauen wurden verletzt. Araber, die die Irak^Petroleumlinie wieder einmal in Brand zu stecken versuchten,'wurden-von britischen Truppen gestellt. Dabei wurde ein Araber getötet und sechs gefangengenommen. . . Vom 13. Juni wird ein arabischer Angriff auf die neue jüdische Kolonie Sarid in der Gegend von Nazareth gemeldet. Bei der Verteidigung der Kolonie wurde ein Araber getötet und zwei jüdische Hilfspolizisten Chaim Glosser und Josia Zeevi leicht verwundet Mitten in dem Gebiet, auf dessen Beruhigung infolge der militärischen Besetzung'man grosse Hoffnungen setzt, griff eine 100 Mann starke arabische Bande das Dorf Deir-es-Sharff an und forderte die Auslieferung eines örtlichen Führers der Nashashibi-Partei, der wegen Beziehungen zürn Bürgermeister von Nablus „zum Tode verurteilt" worden sei. Er wurde von der Bande fortgeführt. Ueber sein Schicksal ist nichts bekannt. Eine andere arabische Bande entführte fünf Anhänger der Nashashibipartei aus dem Dorfe Attil. Eine dritte "Bande griff das Lager für öffentliche Arbeiten in der Nähe von N a b 1 u s an und .entführte ,den Aufseher. Truppen, die die Bande verfolgten, entdeckten ihre Verstecke . in den. u"n]ipnr»nclen Hügeln, griffen sie an und bhr>.'.-•;■! V?r'u*>e bei.