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Central-Verein-Zeitung · 1938-06-09 · 23 (9.6.1938) · page 13

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
17 (1938)
Issue
23 (9.6.1938)
Date
1938-06-09
Page
– (sequence 13)
Language
German
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Nr. 23 * 3. Beiblatt 9. Juni 1938 * Seite 1-3 ^att^C'VrZei+ung Quer durch den jüdischen Sport Unser i3Sporthiatt<€ Schwierig ist es, ajlen richtig zu machen. Gewiss — das ist die Aufgabe des ..Sportblattes" der C.-V.-Zeitung: so vielseitig wie möglich zu sein. Diese Vielseitigkeit darf jedoch nun nicht Bärin bestehen, die blosse Berichterstattung über Veranstaltungen jüdischer Sportgruppen und Vereine bis ins Uferlose zu betreiben. Unsere Leser, Aktive und sonstige /xxxx><xxxxxx><xxx>o<xx><xxxxx><>^^ Jüdischer Schulsport Fot. Archiv <y><K><><x>o<><>^ sportlich Interesiserte, wollen niht nur wissen, dass irgendwo der Sportler X 4.95 Meter weitgesprungen ist, und diese oder jene Mannschaftim Handball 4 : 4 unentschieden gespielt hat. Persönliche Wünsche müssen hier schon hinter sachlichen zurückstehen: denn ein Sportblatt, das seinen zahlreichen Aufgaben gerecht werden will, hat in zumindest gleichem^ Masse die Pflicht, auch" erzieherisch und anregend durch die Veröffentlichung belehrender und unterhaltender Artikel sportechnischen und -taktischen. Inhalts zu wirken. Und in diesem Sinne werden wir auch in Zukunft den dem „Sportblatt" zur Verfügung stehenden Raum aufteilen, das heisst also, ihn neben allgemein interessierenden Artikeln und Notizen auf eine Berichterstattung verwenden, die grundsätzlich grössere Ereignisse gross und lebendig gestaltet herausstellt, kleinere Begebenheiten lokaleren Charakters entsprechend klein und zusammengefasst. Die Vorschaurubrik „Vor Start und Sie g" wird in diesem Zusammenhang als getreuer Spiegel des jüdischen Sports in Deutschland selbstverständlich keine Beschränknug erfahren. Mit diesem Plan glauben wir, allen den uns zugetragenen Wünschen auf Gestaltung des „Sportblattes" am ehesten gerecht zu werden. - Sckild Frankfurt a. M. blieb Ffcmenmeisier Die Frauen-Handballelf des Schild, Frankfurt a. M., die sich durch einen leichten 5:0- Vommdensieg über die Sportgruppe Bonn für die Endrunde der Frauenmeisterschaft qualifiziert hatte, blieb dort durch die Nichtteilnahme der ISG 33 Berlin ohne Gegner. Ihr ist daher seitens der Sportbuudleitung erlaubt worden, als Meisterschaftsverteidiger den Titel für ein weiteres Jahr zu tragen. Das ist eine etwas ungewöhnliche Auszeichnung, die-jedoch gerechtfertigt erscheint, wenn man die guten Leistungen und stets überlegenen Ergebnisse der Frankfurter Schild-Frauen zum Massstab nimmt. Trotzdem, ungetrübte Freude bereitet eine solche kampflos errungene Meisterschaft nicht, selbst wenn die betreffende Mannschaft, wie in diesem Fall, des Titels nach siegreichem Endspiel durchaus würdig gewesen wäre. Vor Schluss der restlichen Titelkämpfe Nach Erledigung der „Schild'-Meisterschaften im Handball werden die Verbände am 12. Juni auch in den übrigen Konkurrenzen die Teilnehmer der Endspiele festzustellen versuchen. Im Bereich des ..Schild" kommt in Stuttgart die mehrmals verschobene Fuss!) all- Zwischenrunde zwischen den Schild-Vereinen aus Stuttgart und Leipzig zustande. Wir erwarten nach den Ergebnissen der letzten Wochen den Titelverteidiger Schild Stuttgart als klaren Sieger und Endrundengegner des Schild Bochum am 26. Juni. Beim Male k ab i sind Leipzig und Berlin die Austragungsorte der Zwischenrunden im Handball und F u s s b a 11. Während in Leipzig Bar Koch ha Frankfurt a. M. mit seinen beiden Meistermannschaften die Vertretungen des Bar Kochba Leipzig trotz energischen Widerstandes klar abfertigen müsste. könnten die Spiele in Berlin zwischen Bar Kochba Hakoah und Bar Kochba Hamburg am ehesten eine Ueberraschung ergeben. Die Spielstärke der Hamburger ist beträchtlich. Die Berliner werden ernsthaft kämpfen und in bester Besetzung antreten müssen, wenn sie sich, ihrer Chance gegenüber den Frankfurtern nicht schon vor dem Endspiel begeben wollen. Es ist im übrigen beabsichtigt, die Endkämpfe bereits eine Woche später durchzuführen. Sollten Frankfurt und Berlin die Zwischenrunden als Sieger beenden, würde man Berlin als Austragungsort wählen. Gretel Bergmann schrieb: WTieder erreichte uns ein Brief von, Gretel Bergmann, unserer nach New York ausgewanderten „Schild"-Meisterin und amerikanischen Doppelmeisterin. Noch weiss sie zwar nichts von sportlichen Erfolgen zu hellichten, da sie in dieser Saison noch nicht gestartet ist: was sie jedoch über ihre derzeitige Konstitution schreibt, ist auch recht interessant, zumal sie versprochen hat, uns fortlaufend und umgehend über ihre Starts in Kenntnis zu setzen. ..Bei meinem Training, das zunächst nur der .Aufwärmung' galt, um meine steifen Knochen wieder' in Schwung zu bringen, hatte ich das Gefühl einer erfreulichen Leichtigkeit. 'Wenn das Springen genau so geht, kann ich für nichts garantieren. Ausserdem habe ich durch das Massieren (das sie beruflich ausübt. D. Red.) sehr starke Armmuskeln bekommen, so dass ich auch für das Kugelstossen sehr optimistisch bin. Ich habe mir jedenfalls fest vorgenommen, mich nicht wieder so zu verzetteln, wie letztes Jahr und die ganze Zeit in Deutschland. Denn dadurch verdirbt man sich nur. Ich will dieses Jahr noch einmal ganz ernsthaft versuchen, das Beste herauszuholen: denn schliesslich werde ich ja auch nicht jünger. Und später sind keine Rekorde mehr zu holen." * Zum neuen „Schilde-Obmann für die Sparte Boxen, der längere Zeit unbesetzt war, ist Roif Bischofs w e r der (Köln) ernannt worden. M;t dieser Berufung ist zu hoffen, dass die boxsportlichen Beziehungen im Sportbund zwischen Westdeutschland, Südwestdeutschland, ' Berlin einerseits sowie zwischen Makkabi und „Schild" andererseits einen Auftrieb erhalten, der im Interesse unserer aktiven Boxer schon lange notwendig war. M. F. Sportbetrieb überall Gruppenkegeln der SKV Berlin Der 2. Gruppenkampf der Sportkegler-Vereinigung, der am 29. Mai in Berlin durchgeführt wurde, zeitigte nach 200 Kugeln, folgende Ergebnisse: Bezirksliga Osten. 1. IG mit 7189 Holz, 2. IM mit 7006 Holz,?.. IJ mit 7004 Holz; Tagesheste. Tworoser (1 G) mit 745 Holz, Teichner (IG) mit 741 Holz. Rutipn (IG) mit 734 Holz. — Bozirksliga Westen, 1. I A mit 7066 Holz. 2. I K mit 6977 Holz, 3. III D mit 6965 Holz; TaepsbRSte. H. Barkowski (IE) mit 729 Holz. Danielsohn (IK) mit 725 Holz. Fröhlich I (I A) mit 721 Holz. — Schere 100 Kugeln. 1. Korzfeld (TB) mit 66 Plus. 2. TVoroger (IG)" mit 49 Plus, 3. Teichner (IG) mit 35 Plus. F. In Köln: Leichtathletik — Beginn bei Makkabi Einige gute Ergebnisse gab es anlässlich des leichtathletischen Eröffnungssportfestes beim Makkabi in Westdeutschland, obgleich Wetter und Bodenverhältnisse alles andere als günstig waren. Von den etwa 140 zumeist jugendlichen Teilnehmern waren die Aktiven des Makkabi Düsseldorf am erfolgreichsten. Die Gebrüder Katzenberg stellten sich als vielseitige Könner vor. Während der noch jugendliche R. Katzenberg im Hochsprung mit 1.67 Metern gewann und dabei von seinem Bruder Egon (1.62 Meter) und Pflanzer. (1.60 Meter) blieb, holte.sich Egon Katzenberg den 100-Meter- Lauf in 11,5 und den Weitsprung mit genau 6 Metern.' Die 4X100-Meter-Siafiel gewann Hakoah Köln bei den Männern, Makkabi Düsseldorf bei den Frauen. Im Speerwerfen verfehlte Levy (Essen) mit 43.60 Metern nur knapp den Makkabi rekord. Schild-Turnen in Mannheim Vor etwa 500 Zuschauern wickelte die Sportgruppe Mannheim ein ausgezeichnet zusammengestelltes Schauturnen ab. Der neue ,.Schild"- Meister Victor Lenel gab ihm sein Gepräge. Sowohl die Jugendals auch, die S e n i o r e nriegen zeigten am Barren und Reck vorzügliche Leistungen, wobei die exakte Haltung bei den An- und Abgängen ganz besonders hervortrat. Die von den Frauen vorgetragene Gymnastik und das Barrenturnen bewies beste Schulung. B. K. V§& Stmi Mud Slif Sonntag, 12. Juni Berlin Handball und Fussball: Zwischenrunde um die deutsche Makkabimcistcrsehaft Bar Kochba. Hakoah Berlin—Bar Kochba Hamburg, Gnuiewsldsportplatz, 15 Uhr (Handball), 10% Uhr (Fussball). " - Handball: Gesellschaftsspiele Bar Kochba II— Hai.'ibor/'Maceabi (komb.). 10 Uhr: JBC „Berlin'1 I— JSK f. 11% Uhr, beide Spiele: Gruncwaldsportphtz. Fussball: Schüler- und Jugo.ndspiele Bar Kochba Hakoah—JSK, Sportplatz am Schäfersee, ab!) Uhr. Leichtathletik: Interne Wertkämpfe des Bar Kochba Hakoah, Grunewaldsportplatz, ab 14. Uhr. Südwestdeutschlanü Fussball: Schild Worms I—Schild Frankfurt a. M. I, Frankfurt a. M... Sportplatz Buschrainweiher, Iß Uhr: JJB Hanau I —JSV Gonbach 1, A s c h a f f e n b u r g , Sportplatz an den Kasernen, lß lihr; Schild Frankfurt a. M. Jugend A—Bar Kochba Offenbach Jugend A. Frankfurt a. M.. Sportplatz Buclirninwcihcr, 14% Uhr: Bar Kochba Frankfurt a. M. 2. Jugend B—JTJ3 Frankfurt a. M. Jugend B, Frankfurt a. M., Sportplatz Sondcrshausener Strasse, 14 Uhr; Hakoah Frankfurt a. Jugend B—JSV Offenbach a. M. Jugend .13, Frankfurt a. M., Sportplatz Bornheimer Hang, 9% Uhr: TC 03 Karlsruhe I—Hakoah Karlsruhe I, Karlsruhe, TCOS-Sportplatz, 16 Uhr; Schild Stuttgart- Schild Leipzig (Zwischenrunde um die ..Schilde- Meisterschaft), S tut t g a r t, Feuerlacher Tal. 16 Uhr. Handball: Schild Wiesbaden I—Schild Frankfurt a. M. I, Wiesbaden, Sportplatz Lahnstrasse, Iß Uhr: Schild Wiesbaden Jugend—Schild Frankfurt a. M. Jugend, Wiesbaden, 14 Uhr: Schild Wiesbaden Frauen—Schild Frankfurt a. M. Frauen, W i e s b a d c n , 15 Uhr; JSV Offenbach Frauen— J.1B Hanau Frauen, A s c h a f f e n b u r? , Spartplatz an den Kasernen, löK Uhr: Hakoah Frankfurt a. M. Frauen—Bar Kochba Frankfurt a. M. Frauen, Frankfurt a. M., Sportplatz Sondershausener Strasse, lö/i Uhr; Philanthropin Frankfurt a. M. Frauen—Bar Kochba Offenbach Frauen, Frankfurt a. >U, Sportplatz Bornheimer Hang, 14 Uhr: Schild Stuttgart—Hakoah Stuttgart, Stuttgart, Feuerbacher Tal, 14X* Uhr. Rheinland-Westfalen Fussball: Gesellschaftsspiel Schild Aachen/Düren— Schild Düsseldorf, Aachen, Sportplatz Rothe Erde. Handball: Gesellschaftsspiel Schild Aachen/Düren Frauen—Schild Düsseldorf Frauen, Aachen, Sportplatz Rothe Erde. Tischtennis: Endspiel um die Landesverbands- Meisterschaft Schild M.-Gladbach—Schild Herne, Krefeld, Schildheim. Boxen: Boxschau des „Schild", 14 Kämpfe in sieben Gewichten, sechs Schildmeister im Ring. U. a. Berger—Langmann; Köln, Cäcilienstrasse 18—22, Beginn 20 Uhr. Leipzig Handball: Bar Kochba Leipzig I—Bar Kochba Frankfurt a. M. I (Vorschlussrunde um die Makkabimeisterschaftl, Sportplatz Delitzscher Landstrasse: Schild Leipzig I—Sportgruppe Jena I, Schild-Platz Thekla, 11.. Uhr. Fussball: Bar Kochba Leipzig I—Bar Kochba Frankfurt a. M. I (Vorschlussrunde um die Makkabinieisterschaft'!, Sportplatz Delitzscher Landstrasse, 15 Uhr. Tischtennis: Klubkampf Schild Leipzig— Sportgruppe Jena, Klubhaus, Spurtplatz Thekla, ab 9 Uhr. Aus Palästina Der Sport in Palästina nimmt langsam die Entwicklung, die ihm im Interesse des Aufbaus des Landes zukommt. Möglichkeiten, Material und Organisatoren sind schon vorhanden. Es wird nun darauf ankommen, die grossen Schwierigkeiten, die einer geregelten sportlichen Erziehung aus den verschiedensten Gründen zweifellos entgegenstehen, zu überwinden. Die kürzlich stattgefundene Landestagung des jetzt 25 Jahre bestehenden palästinensischen Makkabi, über die wdr berichteten, muss in diesem Zusammenhang schon als grosser Fortsehritt bezeichnet werden, desgleichen die Gründung einer Spitzenorganisation des gesamten Palästina-Sports, der als oberster sportlicher Instanz und Vereinigung aller Fachverbände die Pflege internationaler Beziehungen, die Aufsicht und Wahrung der sportliehen Gesetze und die Ausrichtung der Landesmeisterschaften obliegt. Wichtig erscheint auch die Bestellung eines Instruktors für körperliche Erziehung beim Waad Leumi, dem vor allem der gesamte Schulsport unterstellt ist. Von aktuellen sportlichen Geschehnissen ist folgendes zu berichten: Zum erstenmal wurden die Landesmeisterschaften im Tischtennis durchgeführt. Sieker blieb erwartungsgemäss der frühere polnische Spitzenspieler Finkelstein vor Feinberg. In der Handball meisterschaft stehen die Endrundengegner fest. Makkabi Haifa als Meister des nördlichen Bezirks und Makkabi Petach. Tikwah als Meister des Süddistrikts werden sich im Kampf um den Titel einen heissen Kampf liefern. Makkabi Petach Tikwah ist hier durch seine verschiedenen Spiele gegen Mannschaften deutscher Makkabivereiue bestens bekannt. Die Kämpfe um den palästinensischen Fussball- Cup stehen ebenfalls vor dem Abschluss. Makkabi Tel-Aviv wartet im Finale auf Hapoel Tel-Aviv, dessen Elf sich erst im dritten Wiederholungsspiel gegen Hapoel Haifa durchzusetzen vermochte. Im S c h w i m m sport steht ein grosses Ereignis bevor. Die französische Wasserballmannschaft, der u. a. auch Alfred Nacache angehört, wird sich nach Abschluss der Europameisterschaften auf eine Tournee begeben, die nach Palästina, Aegypten und Syrien führen soll. Baer — Ross — Lynch Drei jüdische Boxer im Vordergrund Es ist zur Zeit wieder ruhig geworden tun Max Baer, dessen Karriere in den letzten Monaten, besonders durch seinen entscheidenden Sieg über Tommy Farr, erneut steil nach oben führte. Soll das heissen, dass sich der einst vielversprechende Exweltmeister eines besseren besonnen, seine Clownerien aufgegeben hat und sich nun ernsthaft bemühen will, seine Chancen wahrzunehmen? Wir wollen abwarten und uns vorerst mit der Nachricht begnügen, dass Max Baer. den die massgebende amerikanische Box- Zeitschrift ..The Ring'' kürzlich als den im Augenblick drittstärksten Schwergewichtler der Welt bezeichnete, einen festen Vertrag als Herausforderer des Siegers aus dem Titelkampf Schmeling gegen Louis in der Tasche hat- Man rechnet, dass Jacobs diesen Kampf spätestens im September stattfinden lassen wird. Bis dahin hat Baer also Zeit, sich in einwandfreiem Bemühen in seiner Form weiter zu verbessern. Den Weltmeislertitel Jahre hindurch zu tragen und ihn immer wieder gegenüber dem Ansturm junger, unverbrauchter Herausforderer zu verteidigen, reibt zweifellos auf — nicht nur körperlich, sondern auch seelisch. Diese Wahrheit hat nun auch Barney Ross erfahren müssen, der seit 1934 ununterbrochen die. Weltergewichtsklasse, zeitweilig auch das Mittelgewicht, beherrschte, seit 1931 schon ungeschlagen war und 1928 bereits den Amateurtitel der Vereinigten Staaten in seinem Rekord hatte.. Am 31. Mai verlor er in N York vor 40 000 Zuschauern gegen den schwarzen „Ueber"- boxer Henry Armstrong über 15 Runden Kampf und Titel nach Punkten. Ross konnte diesmal trotz erheblicher Favorisierung seine enorme Schnelligkeit und seine sonst so gefährliche Linke gar nicht .ausspielen, sondern musste weit unter Form seinem zehn Pfund leichteren Gegner, der auch Weltmeister im Federgewicht ist und in Kürze sogar beabsichtigt, auch* "den dritten Titel, nämlich den im Leichtgewicht, zu erobern, glatt den Vortritt lassen. Man darf gespannt sein, ob Barney Ross nach dieser psychologisch schweren Niederlage den Versuch machen wird, den'Titel-zurückzugewinnen, oder ob er resignierend seine Laufbahn als beendet betrachtet. Der einzige, zur Zeit noch anerkannte jüdische Weltmeister bleibt demnach der Engländer Benny Lynch, der im Fliegengewicht, nun auch schon seit zwei. Jahren, dominiert. Er sollte in diesen Tagen seinen Titel in Glasgow gegen den Amerikaner Jurich verteidigen. Der Kampf musste* jedoch auf einige Wochen "verschoben werden* da Lynch sich im Training verletzte. * Der französische. Europameister im Leichtgewicht, Maurice Holtzer, der kürzlich gegen den ' Italiener Spoldi kämpfen sollte,'ist an einer Blutvergiftung schwer ~ erkrankt. Er liest in einer Klinik in Montreuil. Sein Zustand gibt zu ernsten Besorgnissen Anlass. x Der englische WeltergeAvichtler Harry Mizler erfocht, in London wiederum einen "grossen Sieg. Er schlug Daly Well nach technisch hervorragendem Kampf sicher nach Punkten. * Bei den Amateur-Boxnieisterschaften von Riga kam die dortige. Hakoah zu zwei Meistertiteln. D o 1 z i g e r siegte im Fliegengewicht und Bari im Federgewicht. # Jack Hyams, der boxende Taxi Chauffeur, einer der besten Mittelgewichtler Englands, schlug in London den bekannten Südafrikaner Eddie Peirce über 12 Runden klar nach Punkten. "£ Phil Levy. der amerikanische Diskuswerfer, ist bereits in vorgeschrittener Form. Er schlug kürzlich in Palo Alto (Kalifornien) den Olympiasieger Carpenter und erzielte dabei nicht weniger als 49,89 Meter. Bei einem Prüfungschwimmen in P a r i s belegte Alfred Nacache zwei erste Plätzp. üeber 100-Meter-Kraul schwamm er 1.01,8, über 200-Meter-Kraul 2.22,4. Haus Ringel, der frühere Sekretär des Bar Kochba-Hakoah Berlin, vollendete am S.Juni sein 50. Lebensjahr. Als Obmann des Berliner £. SCHEIN "Überwachung •Xi %T$ Carl Zobe! En™107 Tele, 24 29 53 Feme Herren-u. Damenkleidung nach Mass. Gr.Stoffauswahl. Spielausschusses jüdischer Fussballvereine, zeichnet er seit 1933 für die Entwicklung des Berliner jüdischen Fussballsports verantwortlich. Darüber hinaus verwaltete er seit langen Jahren die Sparte Fussball im Deutschen Makkabikreis. Seinem fachmännischen Urteil und seiner Objektivität verdankt der jüdische Fussballsport in Deutschland viel. Das „Sport- Watt" der C.-V.-Zeitung schliesst sich den Gratulationen anlässlich dieses Tages sern an.

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