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Central-Verein-Zeitung · 1938-06-02 · 22 (2.6.1938) · page 19

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
17 (1938)
Issue
22 (2.6.1938)
Date
1938-06-02
Page
– (sequence 19)
Language
German
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flr. 22 * 4. Beiblatt 2. Juni 1938 * Seite M C-VrZei+ung m$msmm®mmmmmmmmmm®mmmmm®ummmmmmm^ Zur Woche Zin würdiger Meister Der IBC „Berlin" hat sich mit seinem 9:3- Meisterschaftssieg in die Herzen der Frankfurter iiineingespielt. Volle 60 Minuten führte die BoxcIub-Elf ein technisch und taktisch hervorragendes Spiel vor, dessen Ausgang nie in Frage jiand. Alles in allem war es zwar eine bittere Enttäuschung für diejenigen Frankfurter, die an die Möglichkeit eines Sieges der eigenen Mannschaft glaubten, aber dennoch erkannte man vom Landessportleiter, den wir nach seiner Meinung {ragten, angefangen — bis zum jüngsten Sportplatzbesucher neidlos an: der Bessere hatte gewonnen — sogar in dieser Höhe verdient Der IBC war durchaus würdig, die Nachfolge der 1SG 33 in der Handballmeisterschaft des ,.Schild"-Sportbundes anzutreten. ..Jeder meiner Kameraden hat sein möglichstes getan, sein Bestes gegeben. Wir waren auf Grund eines vorbildlich kameradschaftlichen Einvernehmens und regelmässigen Trainings zur rechten Zeit in Hochform. Das war ausschlaggebend. Trotzdem — unser Gegner hat sieb iirossartig gewehrt. Wir sind ihm und dem Schiedsrichter für das schöne Spiel ebenso dankbar, wie wir uns über unseren anerkannten Erfolg freuen!" äusserte sich Dorfmann, der Spielführer des IBCB. Aehnlich zufrieden war der Schiedsrichter Marx, der das im allgemeinen faire Spiel interessanter fand als das Finale des Vorjahres, das er seinerzeit gleichfalls leitete: die Berliner waren eben eine Klasse besser. Diese Form hätten auch andere nicht überwinden können. BK Frankfurt a. M.—IBC Berlin? Vergleiche an Hand von Ergebnissen, sozusagen der Papierform nach anzustellen, ist gefährlich, zumal die betreffenden Dritten selbst noch nicht gegeneinander gespielt haben. Weil man derartige"Ueberlegungen jedoch in Frank- Üerrefi-Maß-Schneiderei feiner Genre. Reiches Lager an engl. u. deutschen Stoffen. Adolf Gabriel. Chart.. Niefouhistr. 81. Tel: 3146 02 Knabenn. «TüjrjqrlSugrs-Kleidunjer. Kindermäntel fertigt an: K. LOEWEKTHAL, Schönhauser Allee 177 Telefon: 44-53flfi_Krtn Sfofflager fürt a. M. anschnitt und sie uns zumindest im Endeffekt unterstützenswert erscheinen, sollen sie hier kurz erwähnt, werden. Der IBC „Berlin" gewann gegen Schild Frankfurt a. M. im Meisterschattsendspiel mit 9 :3, der Bar Kochba Frankfurt a. M. eine Woche zuvor im Verbandsspiel gegen den gleichen Verein, der damals allerdings mit wesentlich schwächerer Mannschaft antreten musste, mit 9 :2, womit, meinte man, die Gleichwertigkeit beider Mannschaften unter Beweis gestellt ist. Nun, so einfach gehen Rechnungen ^im aktiven Sport ja doch nicht auf. Der Vorsprung des Bar Kochba, der seit 1935 seine Mannschaft fast unverändert zur Verfügung hat, dürfte keineswegs schon ausgeglichen sein. Jedenfalls wäre Jas Zusammentreffen der beiden Spitzenmannschaften ein Ereignis von überdurchschnittlichem Interesse. So oft man diese Begegnung in letzter Zeit bereits projektierte, zustandegekommen ist sie bislang noch nicht. Vielleicht liesse sich das Spiel zurcfglanzvollen Abschluss der Saison doch noch einmal durchführen. Weiteste jüdische Sportkreise würden es begeistert begrüssen. Strafen sollten eingehalten werden Bestrafungen seitens sportlicher Schiedsgerichte haben in erster Linie erzieherischen III Wert, allerdings nur dann, wenn man sie nicht selbst desavouiert, vielmehr ohne Rücksicht auf Prestigefragen mit Nachdruck durchsetzt. Zwei Spieler des Schild Frankfurt a. M. waren kürzlich vom Schiedsgericht des Landesverbandes Südwest im „Schild" für zwei bzw. drei Monate gesperrt worden. Bereits 14 Tage später wurden sie dann, ohne dass indes das Urteil angegriffen oder gar aufgehoben war, für das Meisterschaftsendspiel nach strenger Verwarnung durch den Landesverband freigegeben. Der Erfolg war denkbar negativ; denn der eine der beiden, noch dazu ein 17jähriger Jugendlicher, war wohl der einzige der 22 Endspielteilnehmer, dessen gefährliches „Foul"-Spiel mehrfach zu ernsthaften Beanstandungen Anlass gab. Auf diese Weise erzieht man keine Sportler zu fairen und wertvollen Kämpfern des jüdischen Sports, um so mehr, wenn es sich um Jugendliche handelt, die unbedacht oder unbewusst zum „Foulen" neigen. Leistungsmässige Gründe dürfen da kerne Rolle spielen, wo es notwendiger ist, die Disziplin zu wahren. Im Gegenteil — Jugendliche, die man repräsentativ auftreten läset, müssen nicht nur körperlieh, sondern auch charakterlich ihrer Aufgabe gewachsen sein. Wir wollen keine falsche Erziehung zum Cracktum. Schade um das Material, das ob solcher Fälle zugrunde gehen kann! Alle Streitfälle begraben Nachdem kürzlich auf der Mannheimer Tagung des südwestdeutschen Makkabikreises durch den Sportwart Flörsheim erfreulicherweise die Bereitschaft des dortigen Bezirkes zum Ausdruck gekommen war. den Sportbetrieb mit den Vereinen des „Schild'' uneingeschränkt weiterzuführen, dürften in der vorigen Woche nun auch die letzten internen Streitigkeiten einiger ,,Schild"-Vereine untereinander endgültig und ernsthaft aus der Welt geschafft worden sein. Recht so; denn nur auf dieser Basis wird es gelingen, die sportliche Erziehung -und Ertüchtigung bis zum letzten zu intensivieren und die zurzeit überragende Stellung, die sich der jüdische Sport in Südwest erobert hat, zu halten und auszubauen. M. F. IBC „Berlin" Schild-MeUter Schild Frankfurt a. M. verlor unerwartet hoch 3 :9 Der 29. Mai war ein Tag grosser Handball begegnungen in Frankfurt a. M. Auf dem einen Platz hatte der deutsche Makkabimeister Bar Kochba 1TUS München zu Gast, auf dem andern wurde die „Schilde-Meisterschaft zwischen IBC ,.Berlin" und Schild Frankfurt a. M. ausgetragen. Es war schade, dass sich die beiden Treffen nicht auf einem Platz vereinigen liessen; denn sie zeigten beide ein Niveau, wie man es in Frankfurt a. M. seit langem nicht mehr gesehen hat. Das Treffen um die „Schild"-Meisterschaft verlief völlig unerwartet. Im stillen hatte man wohl den Berlinern ein Plus gegeben, aber dennoch gehofft, dass Schild ein harter, bis zum letzten kämpfender, gleichwertiger Gegner sein würde. Dies um so mehr, als die beiden Bendorfs freigegeben waren. Aber es kam anders: die Berliner hatten eine absolut überlegene, aas einem Guss spielende Mannschaft, deren Sic? auch nicht einen Augenblick in Frage stand. Wie der Ball in den schönsten, immer wechselnden und vor allem stets durchdachter. Kombinationen von Hand zu Hand gin?, das war wirklich Können, wie wir es im jüdischen Sport wohl ganz selten sahen. Der Sturm arbeitete schnell und genau. Weinstock erschien in den unerwartetsten Momenten an ebenso unerwarteten Stellen. Henoch als Mittelläufer verteilte seine Vorlagen sicher und überlegt, und ebenso gut arbeitete die Hintermannschaft. Bei den Frankfurtern sah es dagegen wesentlich schwächer aus. Erst 10 Minuten vor Schluss der 1. Halbzeit hatten sie sieh überhaupt gefunden. Aber da waren die Berliner längst mit nicht aufzuholendem Vorsprung davon. Schilds Angriffe schienen nicht durchdacht und planmässig genug aufgebaut. Vieles wurde vor dem Tor verschossen, und was wirklich durchkam, von Friedmann sicher gehalten. Die Mannschaft war eben nicht schnell genug und konnte deshalb nicht verhindern, dass sich der Gegner häufig frei spielte. Die besten Leute beim Schild waren Klaber, der leider nicht genug bedient wurde, und der grossartige Torwart. Sofort nach Anpfiff ging der IBC in rasantem Durchbruch nach vorne, der Ball wanderte hin und her, und bereits nach den ersten Minuten hiess es 1:0 für Berlin. Ein bald darauf folgender Strafwurf wurde von Friedmann gehalten. Levi im Schild-Tor erwischte einen unhaltbar scheinenden Bombenschuss von Dorfmann, aber Weinstock schoss ffleich nach. Und ehe man es sich versah, stand es 3:0, 4:0, 5:0. Erst in der 20. Minute wurde es durch den Frankfurter Linksaussen 6 :1. Frankfurt kam weiter auf und konnte kurz vor Halbzcitschluss durch einen Strafwurf noch ein 6 : 2 erreichen: Sofort nach Wiederbeginn sicherte sich die IBC durch drei weitere Tore den Sieg endgültig. 9:3, — dabei blieb es trotz letzten Einsatzes der Frankfurter. lilillüll JTV Köln nach fairem Spiel geschlagen Zum viertenmal spielte der Bezirk Mittelrhein des Sportbundes „Schild" den Dr.-Klopfer- Pokal aus, zum erstenmal standen in Krefeld die Mannschaften aus Krefeld und Köln im Endspiel. Vorweggenommen: es war ein Kampf, wie er sein soll, und alle Beteiligten 'mitten ihre Freude daran. Bei allem Einsatz blieb jeder Spieler ritterlich und Schiedsrichter Wolf (Oberhausen) hatte ein angenehmes Amt. Der JTV 02 Köln hatte Mittelstürmer und Torwart ersetzen müssen, was sich verhängnisvoll bemerkbar machte; denn dem Angriff fehlte jede Durchschlagskraft, und der Ersatzhüter versagte in der 2. Halbzeit vollkommen. Spielerisch war die Mannschaft etwas besser, in der Kampfkraft erreichte sie Krefeld nicht. Sie führte beim Seitenwechsel 1:0 durch den Linksaussen Simons, der bei gegnerischer Feldüberlegenheit einen Strafstoss verwandelt hatte. Durch die infolge einer Verletzung notwendige Zurücknahme von Stock verlor der Kölner Angriff noch mehr an Durchschlagskraft, und da zudem die Hintermannschaft von Krefeld, einschliesslich Mittelläufer, in allerbester Form spielte, war an weitere Treffer nicht zu denken. Nach der Pause wurde dann auch der Angriff Krefelds besser, und jetzt erwies sich, wie schwach der Kölner Torwart war. Dreimal kam Krefeld zu Toren, und nicht eines war unhaltbar. Trotzdem verlor Köln nicht den Mut und versuchte alles, um wieder aufzuholen. Frank wurde in den Angriff vorgezogen, doch auch das blieb vergeblich, weil die Halbstürmer zu umständlich spielten. Als glückliche Sieger verliessen die Krefelder den Platz. Bei der Siegerehrung dankte der Bezirkssporflpiter den Mannschaften für ihr vorbildlich faires Spiel und kündigte an, dass für die kommende Spielzeit Massnahmen getroffen würden, um eine Wiederholung der in letzter Zeit vielfach zutage getretenen unwürdigen Zustände zu verhindern. I. G. Schild-Boxen in Wuppertal Im Gegensatz zu früheren Jahren wird der Landessportverband Westdeutschland diesmal auch im Sommer grosse Boxkämpfe aufziehen. Die erste derartige Veranstaltung stieg am 29. Mai in Wuppertal. Die Kämpfe, die ursprünglich für Krefeld vorgesehen waren, hatten dennoch mit etwa 150 Zuschauern einen erfreulichen Besuch aufzuweisen. Sie hätten freilich ein weit zahlreicheres Publikum verdient. Als einziger Meister kam Berger (Schild Dortmund) gegen den starken Burian II (ITV 02Köln) zu einem Sieg, der dem jungen Nachwuchsboxer das beste Zeugnis ausstellte. "Die beiden anderen Schild-Meister boxten unentschieden und hatten dabei, noch %-iel Glück: Fx-ank (Krefeld) musste an Ecksteia (Köln) fast 20 Pfund Gewicht abgeben, was das Kampfgericht wohl mit in Rechnung stellte. Grünberg (Wuppertal) dagegen wäre in der zweiten Runde gegen' seinen Endkampfgegner Burian I (Köln) beinahe k. o. . gegangen, trotzdem reichte es dank überlegener Technik noch eben zu dem Remis. In den schweren Klasse-n feierte Samuel I (Krefeld) gegen Gasiorowski (Wuppertal) ein siegreiches come back. Samuel II (Krefeld) stand gegen den „bärenstarken11 Belfer (jetzt Schild Dortmund) auf verlorenem Posten, hielt sich aber tapfer und gestaltete sogar die Endrunde ausgeglichen. Der Punktsieg von Belfer war zu Unrecht sehr umstritten. In weiteren Begegnungen des Nachwuchses kämpften Zander und Kehlkopf (beide Wuppertal) unentschieden. Nach Punkten schlug Klank I (Dortmund) seinen Klubkameraden Waldhorn II, Löwenhardt I (Dortmund) Metzger (Wuppertal), Lichtwitz (Wuppertal) Beer (Köln) und Wingens II (Köln) Friedmann (Dortmund). R. B. Der einwandfrei Bessere hatte nach einem wunderschönen Spiel verdient gewonnen. Marx (Remagen) war dem Treffen ein vorbildlicher Schiedsrichter. Die Frauen des Schild Frankfurt a. M. zeigten vorher in einem, meisterlichen Spiel, dass sie auch eine Auswahlmannschaft des Spiclausschusses nicht zu fürchten haben. Sie besiegten ihre Gegnerinnen mit 8:1 (6:1). Das bessere Resultat der zweiten Halbzeit für die Auswahlmannschaft ist der ausgewechselten, tadellos haltenden Torhüterin zuzuschreiben. Lolo Baer. Bar Kochba erfolgreicher Auf dem Frankfurter Bar-Kochba-Platz war indes ITUS München zu Gast. In der ersten Halbzeit gingen die Gäste stets mit einem Tor Vorsprung in Führung — bis zum Stande von 3 :2, dann holte Bar Kochba auf und führte zur Pause seinerseits bereits mit 4 :3. Später siegle die grössere Wettkampferfahrung des deutschen Makkabimeisters, dessen Angriffe, auch wenn sie nicht immer durch die gute gegnerische Deckung kamen, doch stets planvoller aufgebaut waren. Das Endresultat dieses interessanten'"Spiels lautete 7 : 5 für Bar Kochba. Die Frauen des ITUS besiegten die Frankfurterinnen in einem besonders schönen und ausgeglichenen Spiel mit 3 : 2 (1: 2). Die Münchnerinnen waren schneller und besser eingespielt. In einem nachfolgenden F u s s b a I 1 spiel trennten sich die Mannschaften mit 2:2 unentschieden. Bar Kochba war in der zweiten Halbzeit durch Verletzung seines Mittelstürmers gehandicapt, gab aber trotzdem einen gleichwertigen Gegner ab. L. B. Weitere Ergebnisse Fusshall: Bar Kochba Frankfurt a. M. I—.MB Hanau 8 :2 (5 :0); Bar Kochba Frankfurt a. M. Ix—JTB Frankfurt a. M. 7:2 (0:1); Bar Kochba Frankfurt a. M. ■ Schüler—Bar Kochba Offenbacli Schüler 9:0 (3:0); JTB Frankfurt a. M. T—Bar Kochba Offenbacli 11:7 (0:4), Bar Kochba Frankfurt a. M. k—J.TB Hanau 4:1 (1:0); B~.r Kochba Frankfurt a. M. 1. Schüler—Hakoah Frankfurt a. M. 2. Schüler 8 :0 (5 : 0); Hakoah Frankfurt a. M. 1. Schüler—ITUS Aschaffenburg Schüler 8:3 (4 :&); JSV Off?nbach I—Schild Frankfurt a. M. I 2 : 4 (0 : 2). Handball: Bar Kochba Frankfurt a. M.-Jupond— Schild Wiesbaden Jugend 12:6 (4:4); Hakoah Frankfurt a. M. Frauen—Schild Frankfurt a. M. Frauen 2:9; Hakoah Frankfurt a. M. Frauen—JJB Hanau Frauen 1 : 1 (1 :fl): Schild Wiesbaden I—Bar Kochba Frankfurt a. M. I 3 : 10 (1 : 4): Schild Wiesbaden Frauen—Bar Kochba Frankfurt a, M. Frauen 0:2 (0 : 1). B. ITUS München in Stuttgart Am 26. Mai weilte ITUS mit einer Fussball- und zwei Handballmeisterschaften in Stuttgart. Die Handballer spielten gegen Schild, während die 1. Fussballelf gegen Hakoah Stuttgart antrat. Man merkte es den Münchenern an, dass sie infolge Platzmangels lange Zeit kein Training mehr hatten. Schild Stuttgart Frauen—ITUS München Frauen 5 : 3 (3 :1) Durch einig« ältere und erfahrene Spielerinnen hatte München anfänglich mehr vom Spiel. Doch bald zeigte es sich, dass die eingestellten Nachwuchs- und Ersatzspielerinnen noch keine Ahnung vom Handball hatten. Schade, da man gern einmal eine Kraftprobe für di-e junge, anscheinend im Kommen befindlich« Stuttgarter Frauenelf gesehen hätte. Schild Stuttgart I—ITUS München 16:9 Das schönste Spiel des Tages war das Männer- Handball spiel. Es Hess nichts au Tempo und xnitreissenden Augenblicken fehlen. München spielte zügig und hatte einen guten Schuss, dem der Ersatztorhüter Stuttgarts nicht gewachsen war. Stuttgarts fast neu zusammengestellte Mannschaft offenbarte noch viele Schwächen. Hakoah Stuttgart—MÜS München 13:1 Der Start dieses Spieles war vielversprechend. Ein Foul-Elfmeter brachte München in Führung. Noch vor der Pause konnte Hakoah. nach schöner Kombination ausgleichen. In der neunten Minuteder 2. Halbzeit drückte Meyersohn (Hakoah) eine Flanke voii rechts ein, und Levi stellt das Endergebnis mit 3 :1 für Hakoah sicher. " E. H. Auch gegen Mannheim verlor Schild Stuttgart Bar Kochba Mannheim stellt zur Zeit eine Handball mannschaft, die, nach dem gestrigen Spiel zu urteilen, eine der besten jüdischen "in Süddeut-schland sein dürfte. Die Spieler sind körperlich in guter Verfassung sowie technisch und taktiseti gut geschult. Hätte Schild nicht Vollweiler im Tor gehabt, der einige glänzende Paraden zeigte, so wäre das Endergebnis — 5:2 für Mannheim — weit höher ausgefallen. * Im F u s s b a 11 spielte Bar Kochba Mannheim ebenfalls gegen Schild Stuttgart. Durch den vor und während des Spiels auftretenden Regen kann man Regel 15: „13-Meter" Erziehung zum fair play Beim Internationalen H&n db all-Verband. (IAHF) hat das Fachamt Handball und Basketball im DRL beantragt, dass in Zukunft die Regel 15 der Spielordnung, die den Dreizehn- Meter-Wurf behandelt, insofern eine Erweiterung bzw. Verschärfung erfährt, als er neuerdings gegeben werden soll, wenn (Absalz a) ..grobe oder rohe Verstösse im Verhalten zum Gegner innerhalb der eigenen Spielhälfte" vorliegen. Entsprechend sind bezüglich des Hinweises auf Regel 6 als grobe oder rohe Verstösse innerhalb der eigenen Spielhälfte besonders anzusehen: das Halten und Klammern des Gegners, der im Ballbesitz ist oder freizulaufen versucht. * Früher wurde ein „Dreizehn-Meter" nur Sei Verstössen innerhalb des eigenen Strafraumes gegeben — und nun, wenn der Vorschlag, was anzunehmen ist, Eingang in das Regelwerk findet, darüber hinaus sogar innerhalb der eigenen Spielhälfte. Diese Aenderung würde also eine Verschärfung darstellen, mit der man der Popularisierung des Handballsports und der Beeinflussung der Spieler zu fairer, kameradschaftlicher Kampfesweise dienen will. Sie war zweifellos notwendig geworden; denn die oft viel zu harte Abwehr der Verteidiger und Läufer beruhte auf der Auslegung der bisherigen Regel. Man griff eb.en vorzeitiger an und behinderte die gegnerischen Stürmer, wenn man sie nicht regelgemäss halten konnte, mit unerlaubten Mitteln ausserhalb des Strafraums. Es gab ja nur einen wegen der Entfernung zumeist ungefährlichen Freiwurf. Dieses Verhalten zum Gegner machte das Spiel unübersichtlich, es hemmte den flüssigen Ablauf der Spielhandiungen und beeinflusste zudem auch die Taktik der Angreifer ungünstig, die zwangsläufig Technik zugunsten der Härte und Wucht im schlechten Sinn vernachlässigen mussten. Dem soll in Zukunft der Schiedsrichter einen Riegel vorschieben können. Die neue Fassung der Regel würde ihm jederzeit erlauben, auch schon vor der Strafraumgrenze, d. h. vor der Abseitslinie, durch Verhängung des empfindlichen „Dreizehn-Meter-Strafwurfes" spielschädigende Handlungen unfairen Charakters von vornherein zu unterbinden. Im Interesse der Weiterentwicklung des Handballsports wäre diese Regeländerung, die immerhin eines der wundesten Probleme des Regelwerks betrifft, nur zu begrüssen. —n. von einem regulären Spielverlauf nicht sprechen. Die Verteidigung beider Seiten waren der stärkste Mannschaftsteif. In der Mitte der 2 Halbzeit fiel der einzige Treffer. Kaufmann konnte über den fanio;cn, jedoch am Boden liegenden Mannheimer Torwart hinweg zum 1 :0 für Schild Stuttgart einsenden. E.H. TC Karlsruhe 03—Schild Mannheim 6 :3 Recht deutlich fiel die Revanche aus, die die Karlsruher Fussball-Elf für die im Vorspiel . erlittene Niederlage gegen Schild Mannheim in M a n n h e i m nahm. Trolz sechsfacher Ersatzstellung Lieferte die Karlsruher Elf eine recht beachtliche Leistung, die ihre Krönung in sechs Torea fand, während Mannheim nur drei Tore anbringen konnte. Wieder einmal mehr stach „Ju 11-er"1 Hirsch, der ewig junge Fussballer aus der Karlsruher Mannschaft, hervor. K. W. Schild Stuttgart—Hakoah Karlsruhe 4 :1 Schild Stuttgart, ohne „Bambula" Scheer antretend, besiegte am 26. Mai in Karlsruhe die dortige Hakoah klar mit 4 :1 Toren. Hakoah hatte eine Ersatzverteidigung, die sich tapfer hielt, lediglich der Torwart zeigte Schwächen, denn zwei der Tore waren haltbar. Auch bei Stuttgart offenbarten sich Schwächen, die hoffentlich bis zum Spiel gegen Leipzig behoben sind._ K. W. In Leipzig: Bar Kochba—SchiM Nun scheint endlich auch in Leipzig das Sportverhältnis der beiden Vereine ein besseres geworden zu sein, und wie man nach den innerhalb von vier Tagen durchgeführten acht Begegöersfung e. scheiß _"ü&erwaGhisiig guj^%r2 42 bl nungen feststellen konnte, herrscht nunmehr auf beiden Seiten der Wunsch vor, zu regelmässigen Wettkämpfen gegeneinander anzutreten. Leistungsmässig gab es im Fussball klassearmes Spiel. Schild verlor 3 : 0, weil fast die ganze Mannschaft glaubt, solche Spiele ohne jedes Konditionstraining bestreiten zu können. Schilds zweite gewann dagegen 4:1, seine -Alte Herren unterlagen 3:1. Das Treffen der beiden 1. Handball mannschaften wurde erwartuiigsgernäss zugunsten des Bar Kochba entschieden, der sich aber sehr anstrengen musste, um als 9 : 6- (5 :3-) Sieger vom. Platze zu gehen. Bei den 2. Mannschaften wurde Schild mit einem 18:2 nach Hause geschickt. Recht erfreulich zog sich Schilds Jugend aus der Affäre, aus der vor kurzem noch zweistelligen Niederlage wurde diesmal schon ein 4:7. Die F r a u cn verloren knapp 2 :3, wofür die M ä d e 1 s elf ebenso knafp 2:1 "-ewann. _ K,.. n. Leichtathletischer Auftakt in Fürth Am 26. Mai hatte der ISC Fürth seine Vereinsjugend erstmals an den Start gerufen. 150 Jugendliche traten zu Mehrkämpfen an, die ein erfreuliches Bild von der vielseitigen Durchbildung des einzelnen gaben. Die Leistungen waren für den Beginn der Saison durchaus beachtlich. R, St.

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