Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 17 (1938)
- Issue
- 20 (19.5.1938)
- Date
- 1938-05-19
- Page
- – (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite TS C.-V.-Zeitung Nr.20 * 19.Mail938 Das Dokument Deiner Gib Deinen Beiiraa für- HILFE UND AUFBAU Blaue Beilragskar'te Z ENTRALE FÜR. BERLIN ". BERLIN C2- ROSEMSTRASSE 2/4 TELE FON: V 6711 Wann und wo finden Sie Rat? Mitteldeutschland Erfurt 24. Mai. 16—ISVj Uhr. SynaKOfrcnfrebäude, Obcrjreschoss. Baden Karlsruhe liiprlich 11—12 Ulir oder narh vorheriepr Vcrfiijhnnnitr im Sekretariat de? Jüdischen C. V., Herrcnstr. 7 (Tel.: 5399). Mannheim Mittwochs und Freitags. 10 bis 12 Uhr, E 7 28. Zimmer 8. Itörrach 26. Mai. 15—17 Uhr, im Gern ein d ex immer. Xorddeutschland Hannover •Teden Mittwoch. 16—18 Uhr, Landschafter. 6. ptr. (Bankhaus Meyerstein). Hessen->"assau und Hessen Frankfurt a. 31. Steimvoz 9. Zimnifr 75—77 (To!. 2,^U3), Moiiinc, Mittwoch. Freitag. 11—l;: Uhr. Mainz Albäiiäir. 12, II. (Tel. 31S57). Montau, Dienstag. Douiiorsiap. Freitag. 16—18 Uhr. Darmstadt Kasinostr. 31 (Tel. 6662), Dienstag. 16—171-2 Uhr. Wiesbaden Jtäahnhofitr. 25 (Tel. 2-1014). nach Vereinbarung. Kassel An jeden} ersicn und dritten Dienstag im Monat. lfv"i bis 18 Uhr. Genicindebibliothek. Gr. Rosenstr. 22. Glessen An jedem ersten Tienstng im Monat, 10—12 Uhr. Gemeindehaus, Lonystr. 4. Fulda An iedem dritten Dienstag /ni Monat, 11—12UUhr. Gemeindehaus (neben der Synagoge). Limburg An jedem zweiten Donnerstag im Monat. 1014—12 Uhr. Werityr-Sen^cr-Str. 13. bei Albert Metzger. Worms An iedera letzten Mittwoch im Monat, 15—16 Uhr, Gemeindehaus. Hintere Judengasse 2. Aus den Gemeinden Berlin Der Verwaltungsbericht des Vorstandes der Jüdischen Gemeinde für das Jahr 1937, erstattet vom Vorsitzenden des Gemeindevorstandes, ist jetzt im Druck erschienen. Die kleine Schrift enthält zahlreiche Bilder aus der Sozialarbeit der Gemeinde. Dresden Die Ostern 1935 gegründete Jüdische Volksschule hat mit Beginn des vierten Schuljahres die achte Klasse erhalten. Die Zahl der Kinder betrug am Ende des vorigen Schuljahres rund '200. Als neue Lehrkräfte traten zu Schuljahrsbeginn die Lehrer Leonhard Natowitz aus Dresden und Siegfried Rottenberg, bisher Halberstadt, ein. ~ G. J. Kiel Ende April wurde die jüdische Volksschule eröffnet. Rabbiner Dr. Winter (Lübeck) begrüsste die Eltern, Lehrer und Schüler. Wenige Tage später fand in der Synagoge ein Festgottesdienst statt, der von den Gemeindeangehörigen sehr stark besucht wurde. Der Vorsitzende der Gemeinde, Jonas, begrüsste die Gemeinde und die Lehrer der Schule, und Rabbiner Dr. Winter hielt die Festpredigl, in der er die Bedeutung einer jüdischen Schule darlegte. Fericnkimlerverselüekuntr. SclnilvenvaItung und Wohlfahrts- und Jugendamt der Jüdischen Gemeinde Berlin haben Veranlassung, die bereits im letzten Jahr herausgegangene Warnung allen Eltont, die ihre Kinder Privatpersonen zu einem Ferienaufenthalt überlassen, noch einmal eindringlichst in die Erinnerung zu rufen. In den letzten .Jahren habe sieh gezeigt, dass Kitern ihre Kinder Personen anvertrauten, die nämlich nicht die Gewähr dafür boten, dass der Aufenthalt in pädagogischer und gesundheitsfürsorgerischer Hinsicht den zu stellenden Ansprüchen genüge. Es empfiehlt sich deshalb, dass sich alle in Frage kommenden Eltern bei der A 1) t e i 1 u n g E r h o I n n g s - f ü r s o r g e des Jüdischen Wohlfahrts- und Jugendamtes, C'2, Rosenstr. 2—1, erkundigen. iisehes Leben — jüdischer Geist Berlin Selten erlebt man es. dass ein für ein nicht nur aus Fachkreisen bestehendes Publikum bestimmter Vortrag so gut auf die Zuhörerschaft abgestimmt ist. ohne dabei an Niveau zu verlieren, wie dies bei dem Vortrag der Fall war, den Kammergerichtsrat a. D. Dr. Friedrich Caro über das Thema „Die Entwicklung des Rechtsaus der Religion" in der Lehranstalt für die Wissenschaft des Judentums hielt. Caro vertrat die These, dass Recht und Religion, zwei anscheinend selbständige Gebiete, ursprünglich und in ihrem tiefsten Grunde auch ^heute noch aufs innigste zusammenhängen. Um dies zu erweisen, untersuchte er zunächst die vier Begriffe Recht. Sitte, Ethik, Religion, die er den vier übergeordneten Begriffen Staat, Gesellschaft, Gewissen, Gott zugeordnet wissen will. Ursprünglich haben nun diese vier Oberbegriffe nicht getrennt nebeneinander gestanden, sondern sich erst langsam aus dem Begriff „Gott" als dem allumfassenden Massstab und Gesetz entwickelt. Die entscheidende Frage ist, ob im Laufe der historischen Entwicklung eine völlige Verselbständigung, insbesondere der Gegenpole „Recht" und „Religion", eingetreten ist oder ob ein innerer Zusammenhang der Begriffe sich auch heute noch erweisen lässt. Caro, der an diesen Zusammenhang" glaubt, untersuchte hier diejenige Theorie, die seiner Ansicht am schärfsten widerspricht: die Vertragstheorie. Er wies nach, dass diese Theorie, die alle bestehenden Rechtsordnungen als durch stillschweigenden Vertrag zustandegekommen ansieht, in dem Augenblick scheitert, in dem es sich darum handelt, den ..wirklichen Willen" der Menschen zu definieren: hier greift die Vertragstheorie auf den Begriff „Gott" zurück — -womit die Verbindung zwischen Recht und Religion wiederhergestellt' ist. In seinen weiteren Ausführungen zeigte Caro, dass es sich mit anderen Theorien völlig parallel verhält und der Schwerpunkt sich lediglich danach verschiebt, ob die Diesseitigkeit oder die Jenseitigkeit in der jeweiligen Theorie stärker betont wird. Günther Looser Gottesdienste in Berlin Studio zur Ausbildung von Tänzerinnen. Die Beruf'sfiirsorge und die Künstlerhilfe der Jüdischen Gemeinde Berlin eröffnen ein Tanzstudio unter Leitung von Ilse Vordem berge. Lehrfächer: Bewcgungsschulung und Training, Solotanz, Gruppentanz, Biihnentanz, Ballett. National- und Volkstanz, Akrobatik, Step, Tanzpädagogik, Tanzregi-e. Raumlehre, Rhythmik, Geschichte des Tanzes. Volkskunde, Tänzerische Musiklehre. Anatomie. Lohrkräfte: Ilse Vordemberge, Toni Beüing, Hildegart Lewin, Dr. Artur Michel und Kurt Baumann. Klassen für Anfänger, Fortgeschrittene, Meisterklasse, Abschlussprüfling. Ausbildungshonorar: 4ü RM. pro Monat. Anmeldungen bis zum 31. Mai nur schriftlich an die Berufsfürsorgestelle der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Berlin 0 2, Rosenstrasse 2—4. Aus den Familien Frau Bertha Herzberg (Berlin-Charlotten burgi begeht am 19. Mai ihren SO. Geburtstag. L. Schüft a n. Vertrauensmann des Jüdisc. und Vorsitzender der Synagogengemeinde T Jüdischen?t Id unu Vorsitzender ner >vnagr>gengempinde lost O.-S.. wird am 1H. Mal fiü Jahre alt. — Sally Cohn (Loeben/Westpr.) vollendet, am 23. Mai sein 75. Lebensjahr. — Paul Marchs und Frau geb. Müller (Zella-Mehlis) feiern am 2-7>. Mai ihre silberne Hochzeit. — Moritz Xeom.ann und Frau Johanna geb. Posenthal (Köln) begehen am 2ä. Mai das Fest der silbernen Hochzeit. — Siegfried Reinhold und Frau Clara geb. Kimmels-tiel (Nürnberg) feiern 25. Mai ihre silberne Hochzeit. — Max S c h (Stuttgart, früher Bonn) ist am 25. April im 73. Lebensjahr gestorben. Am 10. Mai starb Louis Jutkowski, der frühere langjährige Vorsitzende des Orisverbandes Nord-Osten des Landesverbandes Gross-Beriin des Jüdischen Ccntral-Vereins. Der C.-V. verliert in dem Verstorbenen, der auch in vielen anderen jüdischen Organisationen seines Wohnbezirks an führender Stelle tätig war, einen treuen Förderer seiner Arbeit, dessen Andenken er stets in Ehren halten wird. Der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Lübeck, Alfons Frank, bisher Inhaber eines angesehenen Bankgeschäfts, siedelt nach New-York über. Er war lange Zeit Vorsitzender der Ortsgruppe Lübeck des Jüdischen Central-Vereins. Sein Amt übernahm Siegbert Caranitzer. Zum Gemeindevorsitzenden wurde an seine Stelle Bankdircktor a, D. Henry Rüben gewählt. n Abkürzungen — ALTER RITUS: Grunewald G., Heidereutergasse H., Kaiserstr. K., Köpenick Kp., Münchener Str. M., Pestalozzistr. Pe., Rykestr. R., Thielsch-Ufer Tu. NEUER RITUS: Fasanenstr. Fa., Friedenstempel Fr., Levctzowstr. Le., Lindenstr. Li., Lützowstr. Lü., Oranienburger Str. O., Oranienburg Or., Prinzregentenstr. Pr., Schmargendorf Sm. REFORM: Jobannisstr. Jh., Joachinisth stier Str. J. FALKENBERG - Synagogen: Kaiserstr. Ka., Kaiserdamm Kd., Prenzlauer Promenade Pz., Schönhauser Allee Sö., Triftstrasse — T. Freitag, 20. Mai Synagoge Fa. Fr. G H J Jh. K Ka. Kd. Kp. Le. Li. Lü. M O Or. Pe. Pr. Pz. R Sm. Sö. T Tu Sonnabend, 21. Mai Sonntag (St.), 22. Mai Ansprache Ansprache finn bzw. Predigt Beginn bzw. Predigt Swarsensky Hamburger .30 .30 .30 Gottschalk .30 .30 10 10 8.30 10.30 Zimet 9 10 ).15 Hanff .30 G. Graf Salomonski Lew ko witz .30 Jospe (St.) Ballin Silbe rstein (Einsegnung) 10.30 19.15 10.30 19.30 19 19.15 19.30 19.30 Wiener Friedländer Goetz Loewenthal Brasch 0.45 10 10 10 9 10 9 10 10 WEITERE VEREINS - SYNAGOGEN: Düppel- Strasse 4L 24.: 10.30: 21.: S.30. — Falkenfhaler Steig 10 '(Hermsdorf), 20.: 18.30 (Klein): 21.: 10 (Klein). — Frankfurter Allee 56, 20.: 19.30; 21.: S: St.: 8: werktags: 7 und 19.30. — Kleine Auguststrasse 10. 20.: 19.30; 21.: S.30; werktags: 6.30 und 7.30. — Lothringenstrasse 22, 20.: 19 (Meyer): 21.: 10 fMever). — Markgraf-Albreeht-Stras.se 11/12. 20.: 19.30: 21.: 9 und 10.15 (Neuhaus). — Miihlenstras.se 77, 20.: 19.15 ('Ohrenstein): 2l„- 9. — Passauer Strasse 17. 20.: 19.30: 21.: 9 und 20: werktags 7 und 20.15. — Prinzenallee 87, 20.: 19.30; 21.: 9 und 20.15 (Alexander): werktags: 7 und 19.30. — Schönhauser Allee 98 (Tifercs Isroel), 20.: 19.30; 21.: 8.30. — Schulstrasse 7 (Charlottenburg), 20.: 18.30 (Adler): 21.: 9.30 (Adler) und 15.30 (Adler). — Stierstrasse 21, 20.: 19.30; 21.: 9 (Winter): 20.10 (Winter). — Spandau, 20.: 19.30; 21.: 10 und 20.55. Voranzeigen 23. Mai. Uhr: Künstlerliilfe der Jüdischen Gemeinde. Lieder zeitgenössischer jüdischer Komponisten (zum - Teil Uraufführungen). Paula Guttmanu (Gesang), Gustav Säbel (Klavier). .Klubheim des Jüdischeo Frauenbunds, Marburger Str. 5. 24. Mai (verlegt vom 3. Mai): Schülerkonzert von Else Cobn-Prausnitz. Mitwirkender: Gustav Säbel. Klubheim des Jüdischen Frauenbunds, Marburgex Str. 5. 25. Mai. 20V4 Uhr: Künstlerhilfe der Jüdischen Gemeinde. Aus der Bibel und religiöse Lyrik: „Wallfahrt zu Gott." Herta Reiss (Rezitation), Kantor Bernhard Chrzelitzer (Gesang). Klubheim des Jüdischen Frauenbunds, Marburger Str. 5. Einzelhundel im Bleich ALTENBURG ESSEN FRANKFURT a.M. MÜNCHEN r Kaufhaus M. I S. Cohn' Immer lührend v J ff (ßfcAuAAczus •Mrijemmmt Llfia^CUcR STP. 39/43 EMMA BLUM REINECKSTRASSE 3 Wäsche, Wollwaren, Strample V J Bu5f«m 1 Küchenmöbel, Porzellan, Haus-J haitwaren, Glas, Geschenke V preiswert bei HlOttflt BOtlfOH Ne'uhauL Str. 9 ANNABERG MONSTERS. W. uaceiiyink. 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