Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 17 (1938)
- Issue
- 20 (19.5.1938)
- Date
- 1938-05-19
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 20 * 4. Beiblaff 19. Mai 1938 * Seite 15 Meisterschaften gingen weiter Um die Verbandstitel im Handball und Fussball Der 22. Mai -war für den jüdischen Sport bei herrlichstem Wetter ein ereignisreicher Tag. Neben den verschiedenen Veranstaltungen des Makkabi in Frankfurt a. M. beanspruchten vor allem die hart umstrittenen Vor- und Zwischenrunden der beiden Verbände um die Meisterschaften im Handball und Fussball das Hauptinteresse der Zuschauer und Aktiven. In Berlin qualifizierte sich erwartungsgemäss der IBC „Berlin" durch einen schwer erkämpften Sieg über die ausgezeichnete Leipziger Schild- Mannschaft für die Handball- Endrunde, die bereits am 29. Mai in Frankfurt a. M. gegen den Üiüillllllllüil üiiiiiüliüiüüilüüiil! HIHIHI Hart, aber notwendig Sühne für das Frankfurter „Schild"' Spiel Man erinnert sich der wenig schönen Zwischenfälle, die anlässlich des Wiederholungsspiels um die südwestdeutsche .,Schild"-Meisterschaft im Handball zwischen Schild Frankfurt a. M. und Schild Wiesbaden beim Stande von 6 :4 für die Frankfurter zu einem unrühmlichen, vorzeitigen Spielabbruch führten. Das verantwortliche Schiedsgericht des südwestdeutsehen Landesverbandes im Sportbund „Schild" hat nun ein Urteil gefällt, das die Schuldtrage für beide Teile zu gleichen Teilen klärt Damit dürfte auch die einseitige Stellungnahme einiger Berichte über dieses Treffen gekennzeichnet sein. Je zwei Spieler der beiden Vereine wTurden zu drei bzw. zwei Monaten Sperre verurteilt. Der Schild Frankfurt a., M. erhielt weiterhin eine Geldstrafe, weil er nicht für genügende Platzordnung gesorgt hatte, Schild Wiesbaden für den Spielabbruch desgleichen. Diese Strafen sind hart," aber gerecht und vor allem — notwendig, wenn man im Interesse des jüdischen Sports derartige Vorfälle in Zukunft unterbinden will. Sie tragen im übrigen unserer Stellungnahme (siehe Spielbericht in Nr. 16 des „Sportblatts** der C.-V.-Zeitung vom 21. April und unseren Artikel ..Disziplin" in Nr. 17 des „Sportblatte" der C.-V.-Zeitung vom 28. April) ia vollem Umfang Rechnung. filililllllllllllllill dortigen Schild-Verein zum Austrag kommen uird. Bei den .,Schild"-F ussballern steht bereits einer der Endspielteilnehmer fest. Es ist der Schild-Bochum, der nach seinem Vorrundensieg über Frankfurt a. M. nun auch die Hamburger Sportbund-Elf knapp auszuschalten vermochte. Unsere Ansicht, daes der Landesverbandsmeister aus dem Westen diesmal ernster denn je zu beachten sein wird, ist durch den bisherigen Verlauf der Spiele eher noch bekräftigt worden. Der Titelverteidiger Schild Stuttgart und Schild Leipzig werden erst am kommenden Sonntag in Leipzig den Endspielpartner ermitteln. Stuttgart wird sich bei dieser Auseinandersetzung die Chance kaum entgehen lassen, auch in diesem Jahr in der Entscheidung, die in der zweiten Junihälfte fallen wird, ein Wort mitreden zu können. Allerdings sollte man Leipzigs Spielstärke nicht unterschätzen; denn die Mannschaft scheint stark und zu jeder Ueberraschung fähig. Leipzig ist — wie im Handball —- bestens gerüstet. Im Makkabikreis ginget die Vorrunden ebenfalls ohne Zwischenfälle vonstatten. In Augsburg brachen die Berliner Bar Kochbaner den tapferen Widerstand des ITUS München in beiden Spielarten, wobei sie im Handball an einer Niederlage gerade noch so vorbeikamen. Da Bar Kochba Leipzigs Vertreter andererseits den Breslauer Makkabiverein eliminierten, weisen die Zwischenrunden, für die vorerst der 12. Juni vorgesehen ist, folgende interessante Paarungen auf: in Berlin treffen sich die Handball- und Fussballmannschaften des Bar Kochba Hakoah Berlin und des Bar Kochba Hamburg, der bereits vor zwei Wochen den westdeutschen Makkabiverein aus dem Rennen werfen konnte, und in Leipzig will der doppelte Titelverteidiger Bar Kochba Frankfurt a. M. den aussichtsreichen Versuch unternehmen, sich nach Siegen über Bar Kochba Leipzig erneut die Teilnahmeberechtigung an den Schlusskämpfen zu erspielen. —n. IBC „Berlin" erst nach Kampf ■ Bange Minuten hatte die Mannschaft des Jüdischen Box - Clubs „Berlin" zu überstehen, ehe es ihr gelang, den Leipziger Schild in der Zwischenrunde zur Handball meisterschaft des Sportbundes auf eigenem Platz auszuschalten. Mit Rieseneifer und solidem technischen Können übernahmen die Leipziger von Anfang an das Kommando. Ihr schneller Sturm wurde nicht genau genug markiert, und schon stand es 2 :0, dann 2 :1, 3 :1. 4 :1, 4 : 2 — und zur Pause immer noch 4 :3 für die angenehm überraschenden Leipziger. Auch in der zweiten Spielhälfte war das stets abwechslungsreiche Treffen anfänglich verteilt, so lange jedenfalls, bis Dorfmann aus der Verteidigung in den Sturm wechselte. Von diesem Augenblick an bekam das Angriffsspiel der Berliner Niveau, und vom 5 :5 schafften sie in den letzten 15 Minuten, energisch spurtend, noch einen 8 :5 - Erfolg. Trotz brütender Hitze, die allen Spielern schwer zusetzte, boten die Gäste aus Leipzig eine Leistung, wie man sie bisher kaum von ihnen gesehen hat. Vor dem großartighaltenden Torsteher Blonski, dem besten' seines Fachs im jüdischen Sport, stand eine umsichtig und geschickt handelnde Verteidigung. Die Läuferreihe war schnell und ausdauernd, während der schussgewaltige Sturm nicht so sehr im Kombinieren als in wuchtigen Einzelaktionen das gegnerische Tor zu gefährden versuchte. Der Boxclub fand sich indes nicht zu einer besonderen Leistung. Vor allem enttäuschte der Sturm, der die taktische Führung Dorfmanns eben nicht entbehren kann. Mittelläufer Henoch beherrschte das Mittelfeld durch sein sauberes, einsatzfreudiges Abwebr- und Aufbauspiel. Er war mit Dorfmann für den Sieg verantwortlich. Der IBCB konnte auf jeden Fall zufrieden sein, als der Schlusspfiff des Unparteiischen, Perls (B. K.-H. Berlin), das harte, aber faire Spiel beendete; denn diese schwere Klippe vor der Frankfurter Endrunde war weniger durch eine überragende und überzeugende Leistung, als mit Glück und Routine errungen. F. Bochum gewann in der Verlängerung In Hamburg standen sich die Fussb a 11 mann sc haften ' von Schild Hamburg und Schild Bochum gegenüber. Den Gästen gelang es, für die im Vorjahre erlittene Niederlage ffee Stad mhA Sief Sonntag, 22. Mai Berlin Leichtathletik: Eröffnungssportfest des JBC „Berlin", offen für jüdische Sportler, die keinem Verein angehören, Sportplatz G-runewald. 15 Uhr. Handball: Ü. a. JBC „Berlin" I—Bar Kochba Hakoah II, 10% Uhr, Maccabi I—Bar Kochba Hakoah A. H., WA Uhr, beide Spiele: Sportplatz Grunewald. Kegeln:- Einweihung des neuen Keglerheims. Komfcandantenstrasse. für" den Makkabi-Kreis. Meist er- ^hafts-Ausscheidungen der Berliner Makkabi-Vereine. 10% ühr. Fussbali: Gesellschaftsspiel Makkabi Rostock- Bar Kochba Hakoah komb., 16 Uhr, Sportplatz am Sehäfersee. Rheinland-Westfalen Fussball: Zwischenrunde um den Dr.-Klopfer-Pokal Schild Düsseldorf—Schild Krefeld, Düsseldorf, £biId-Platz: JTV02 Köln—Schild Neuwied, Köln, fort Deckstein. Handball: Gesellschaftsspiel Schild Krefeld Frauen -Schild Dortmund Frauen, Krefeld, Schild-Platz. Südwestdeutschland Fussbali: Schild Frankfurt a.M. I—JTB Frankfurt a. M. I. Frankfurt a.M.. Sportplatz Buch- '•ainweiher, 16 Uhr; Schild Frankfurt a. M. II—Bar Kochba Frankfurt a.M.. II. Frankfurt a.M., Sportplatz Buchrainweiher, l&A Uhr. Handball: Schild Frankfurt a. M. Frauen—JSV Offenbach Frauen. Frankfurt a. M., Sportplatz ötichrainweiher, 15% Uhr: Philanthropin Frankfurt |-M. Jugend—Schild Wiesbaden Jugend, 10 Uhr: (hilanthröpin Frankfurt a.M. Frauen—Schild Wiesbaden Frauen, 11K Uhr, beide Spiele Frank-, »u r t a. M., Sportplatz Bornheimer Hang. Rudern: Eröffnungsreeatta des Schild Frankfurt Frankfurt a.M., Bootshaus des Schüd, iMederrad, 10 Uhr. Schwimmen: Eröffnungsschwimmen des Schild {jaakfurt a.M., Frankfurt a.M., Freiluftbad ^iederrad. Leichtathletik: rAhteilungsmeisterschafteQ und Kampfrichterprüfungen. Frankfurt a. M., Sportplatz Buchrainweiher, 9 Uhr. Turnen: Jugend-Leistungsschau des Schild Frankfurt a.M., Frankfurt a.M-, Turnsäle Grosse Gallusgasse, 15 Uhr. Tischtennis: Badische Tischtennismeisterschaften, Karlsruhe, Gemeindesäle, ab 9 Uhr. Leipzig Fussball: Bar Kochba Leipzig I. A. H.. Jugend und Knaben—Bar Kochba Hakoah Berlin I, A. H.. Jugend und Knaben. Delitzscher Landstrasse; Schild Leipzig I—Schild Stuttgart I (Vorschlus?rundenspi?I um die „Schilde-Meisterschaft), 16 Uhr, Schild-Platz Thekla. Handball: Bar Kochba Leipzig I und Frauen- Bar Kochba Berlin I und Frauen, Delitzsoher Landstrasse, 10 Ufar. Donnerstag, 26. Mai Rheinland-Westfalen Tischtennis: Schild Wuppertal—Schild M. Gladbach. Wuppertal. Neuenteich 89. Fussball: Endrunde, um den Dr.-Klopfer-Pokal: Sieger von Düsseldorf/Krefeld—Sieger von Köln/Neuwied, Köln, Fort Deckstein. Südwestdeutschland Fnssball: JJB Hanau I—Bar Kochba Frankhirt a.M. I, Aschaffenburg. Sportplatz an den Kasernen, 16 Uhr: Bar Kochba Offenbach I—Schild Frankfurt a.M. I. Frankfurt a.M., Sportplatz Buchrainweiher, 16 Uhr: Bar Kochba Frankfurt a. M. Ia—JTB Frankfurt a. M. I, Frankfurt a.M., Sportplatz Sondershausen er Strasse. 16*4 ühr: Hakoah Karlsruhe I—Schild Stuttgart I. Karlsruhe, TC-03-Sportplatz. 16 Uhr; Schild Mannheim I—TC 03 Karlsruhe, Mannheim. B K-Sportplatz, 16 ühr. Handball: Bar Kochba Frankfurt I—Schild Wies-• baden I, Frankfurt, a. M.. Sportplatz Sondsrshausener Strasse, 15 Uhr: JJB Hanau Frauen— Bhilanthropin Frauen, Aschaffenburg, Sportplatz an den Kasernen. 15 Uhr: Hakoah Frankfurt a. M. Frauen—Schild Frankfurt a. M. Frauen, Frankfurt a.M.. Sportplatz Bornheimer Hang, 10K Ühr; Schild Wiesbaden Frauen—Bar Kochba Frankfurt Frauen. Frankfurt a.M., Sportplatz Sondershausener Strasse, 11% Uhr. Revanche zu nehmen und den nordwesideutschen .,Schild"-Meister knapp, aber verdient mit 2:1 (0:0) au schlagen. Die zahlreich erschienenen Zuschauer bekamen einen sehr schnellen und abwechslungsreichen Kampf zu sehen, der unter der sicheren Leitung von Anhalt (Paderborn) hart, aber stets fair ausgetragen wurde. Zunächst sah es nicht nach einem Sieg der Bochumer aus: denn nach einer torlosen 1. Halbzeit gingen die Hamburger durch einen Elfmeter m Führung und schienen diesen Vorsprung auch halten zu können. Wenige Minuten vor Schluss durchbrachen plötzlich die Bochumer Innenstürmer die massive Hamburger Abwehr und vermochten durch einen „Bombenschuss"' den Ausgleich herzustellen. Gleich danach ertönte der Sehlusspfiff. In der Verlängerung drängten ■die Boehumer stark und konnten im Anschluss an eine Ecke das siegbringende Tor landen. Mit Schild Bochum hat die bessere Mannschaft gewonnen. Und wäre nicht die gesamte Hamburger Hintermannschaft so hervorragend aufgelegt gewesen, hätte das Endresultat sicher höher gelautet. Jedenfalls hat Bochum, wenn sein Angriff vor dem gegnerischen Tor mehr Entschlusskraft zeigt und genauer schiesst, gute Aussichten, den Meistertitel heimzubringen. H. Fdler. Bar Kochba-Berlin siegte in Augsburg Gegen die Mannschaften des ITUS München spielte Bar Kochba Hakoah in Augsburg in den Vorrunden zur Makkabi meisterschaft im Handball und Fussbali. Trotz des Handicaps eines viel zu kleinen Platzes gewannen die Fussballer schliesslich noch klar mit 3 :1, während sich die Handballer mit einem 7:6-Eriolg begnügen mussten. Im Fussball hatten die Berliner Mühe, sich mit dem Platz abzufinden, der bei nur etwa 40 Meter Breite den Hintermannschaften die Abwehr sehr erleichterte. Ringel schoss das ewte Tor, das erst nach der Pause ausgeglichen wurde. Zum 2:1 kam später Hilkowitz und zum ">: 1 der gute Mittelstürmer Xeunianri. Seinen besten Mannschaftsteil harte Bar Kochba Hakoah in der Läuferreihe, aus der Ende nuch herausragte. Die Mannschaft .gewann verdient, zumal sie ihr Können nicht vollends entfalten konnte. Löwenstein (Hanau) pfiff zu kleinlich, wenn er auch alle Härten von vornherein ztt unterbinden wusste. Unter der Leitung von Freund (Kassel) begann" das Handball treffen im Zeichen der Berlineor Ueberlegenheit, die zur Pause bei einem 5:2- Vorteil richtig zum Ausdruck kam. In der 2. Spielhälfte fanden sich dann die Bar Kochbaner überhaupt nicht mehr, und ITUS kam durch energisches Spiel seines Mittelstürmers Einstoss beängstigend auf. 7 :6 stand es schliesslich beim Abpfiff. Die Münchener hatten sich glänzend gesehlagen, trotzdem bleibt die schwache Nachpausenleistung des Siegers nnerklärbar. Kam sie nur auf Kosten der ersatzgeschwächten Hintermannschaft, und des schlechten Bodens, der ein Tippen beispielsweise kaum erlaubte? B. K. Leipzig Doppelsieger In Breslau standen sich im Handball und Fussball die Mannschaften des Bar Kochba Breslau und des Bar Kochba Leipzig gegenüber, wobei die Leipziger beide Treffen siegreich gestalten konnten. Im H a n d b a 11 zeigte Breslau zwar grossen Eifer, jedoch war die nach Verlust einiger früherer Spieler zusammengewürfelte neue Elf sowohl im Fangvermögen und Zuspiel als auch im Auswerten von Strafwürfen klar unterlegen. Bei den Gästen überragte der Mittelstürmer, der trotz dos guten gegnerischen Torwarts allein fünf Tore schoss. In der 1. Hälfte hatten die Leipziger bereits eine 5:0- Führung erzielt, bis sich nach dem Wechsel die Breslauer etwas zusammenfanden und in einer Drangperiode drei Tore aufholten. Leipzig blieb schliesslich mit S : 3 klarer Sieger. Das F n s s b a l 1 treffen beider Geener verlief bedeutend ausgeglichener. Zwar blieben die Leipziger 4:1 (0:0) siegreich, doch entsprach das Resultat in dieser Höhe nicht dem Kräfteverhältnis. Kurz nach Beginn wurde infolge einer recht harten Entscheidung der Breslauer Rechtsaussen vom Felde gewiesen. Bei den Leipzigern überragte Wulff, der als ältester Spieler auf dem Platz das Breslauer Tor mit seinen gefährlichen Flankenläufen immer wieder bedrohte und drei Tore schoss. Nach torloser Halbzeit, in der <ler Breslauer Torwart Kwileeki durch seine schöne« Paraden gefiel, kam Breslau durch Elfmeter zum ersten und einzigen Tor. während Leipzig später nicht nur den Ausgleich, sondern durch zwei schöne Toro und einen Abseitstreffer den klaren Endsieg sicherzustellen vermochte. Dul. Jugend in Frankfurt a. M. „Schild"- und Makkabinachwuchs gemeinsam am Start Bar Kochba Frankfurt a. M. darf zufrieden sein. Er hatte sich für dieses erste grosse «lugendsportfest des Jahres ein Ziel gesteckt: die Jugend beider Verbände im fairsten Sportgeist gemeinsam antreten und kämpfen zu lassen. Das Ziel wurde erreicht; denn vom frühen Morgen an kämpften die 400 Jugendlichen in allen Disziplinen. Und nicht ein einziger Misston störte dieses Fest. Man sah teilweise sehr schöne Leistungen, bei denen in den Laufwettbewerberv immer die ausserordentlich weiche und nicht zu verbesseernde Bahn in Betracht gezogen werden muss. Anderes wiederum hätte sich jedoch sicherlich vorher verbessern lassen, besonders beim Hoch- und Weitsprung. Bei den M ä d e Ks gefiel vor allem die vielseitige Lore Mayersonn (Philanthropin), bei der weiblichen Jugend B, die kleine Hilde Löwenstein (Hakoah Frankfurt a. MO. die Siege und Plätze in verschiedenen Konkurrenzen gewann, aber vor allenr in der 4 x 100-m-Staffel in bestehendem Stil davonlief. Bei der weiblichen Jugend A zeigte Lore Marek (Schild Mannheim) in allen von ihr bestrittenen Konkurrenzen ausgezeichnete Veranlagung, die da/u mit Stil und'sauberster Technik gepaart war. Hilde Mayer (Schild Frankfurt a. M.) gewann den Schlagbaliweitwurf mit der überraschenden guten Leistung von 53 Metern. Im Hochsprung der männlichen Jugend A ging es hart her. Der erste Platz musste geteilt werden. Bendorf {'Sehild Frankfurt a. MO. der sich auf etwas weniger Wettbewerbe beschränken sollte, zeigte die bessere Veranlagung, sein Gegner Grünebaum (Hakoah Frankfurt a. M.) aber die grössere Energie, und Konzentration. Einer der schönsten Kämpfe des Tages war der 400-m-Lauf der männlichen Jugend B. Der bis zu 300 Meter führende Berliner Jonas wurde in der Zielgeraden von Czerner (Hakoah Frankfurt a. M.) eingeholt. Kopf an Kopf kämpften sie bis 10 Meter vor dem Ziel, wo sich der Berlinernden kleinen, aber' entscheidenden Vorsprung erkämpfen konnte. Bei den Knaben holte sich Hartmann (Schild Mainz) sämtliche ersten Siege. Es war eine Freude, die Leistungen und den Geist dieses Sportfestes feststellen zu können. * Im Rahmen der "Veranstaltung: sah man zwei Fussball spiele zwischen. Bar Kochba, Hakoah Berlin und Bar Kochba Frankfurt a. M. Während das •. S c h ü I e r treffen torlos endete, mussten die Berliner im Jugend spiel mit 3:7 eine unerwartet hohe Niederlage einstecken. L. B. Einige Ergehnisse: Männliche Jugend A : 90 m: L Bendorr (S.-hild Frankfurt a. M.) 10.4: Hochsprang: 1. Bendorf (.Schild Frankfurt a. M.) 1.52. 2. Grünbaum (B. K.-H. Berlin) 1.52: -100 m: 1. Widmana (B. K. Frankfurt a. M.) SS.5: WeiispniTig: 1. Vidniann (B. K. Frankfurt n.M.) 5.80: Kugelstossen: 1. Bendori' (Schild Frankfurt a. M.) 11.60: 4X100-111-Staffel: 1. B. K.-H. Berlin 48.0. — Männliche JugendB: 90 m: 1. Ehrlich B. K.-H. Berlin) 10.6: 400 m: 1. Jonas (B. K.-H. Berlin) 59.7; Kuselstossen: 1. Kramberg (B. K.-H. Berlin) 11,80; Hochsprang: 1. Kramherff (B. K.-H. Berlin) 1,47; 4Xl00on- Staffel: 1. B. K.-H. Berlin 49.0 — Weibliche Jugend A: Hochsprang: 1. Lore Marek (Schild Mannheim) 1.16; 90 m: 1. Lore Marek (Schild Mannheim) 12.6; Weitsprung: 1. Lore Marek (Schild Mannheim) 4,00: Kugelstossen: 1. Hilde Kahn (Schild Frankfurt a, M.) 7,15; 4Xl00-m-Staffel: 1. Hakoah Frankfurt a.M. 59,0. — Weibliche Jneend B : 90 m: 1. Ella Vogel (Hakoah Frankfurt, a. M.) 12,S: Hochsprang: 1. Ellen Karvitz (Schild Wiesbaden) 1.19: Kugelstossen: 1. Ruth Lang (B, -K. Frankfurt a. M.) 7,90. B. Am Tage zuvor: Boxkämpfe. Im Hauptkampf des vom Bar Kochba Frankfurt am Main durchgeführten Abends unterlag .,Schilde- Meister Langmann (Schild Frankfurt a. M.) gegen Barterer (Maccabi Köln'», der sich seinen Yorspnmg erst fn der letzten Kunde entscheidend festigen konnte. Während Langmann die bessere Technik zeigte, lag sein Gegner stets im Angriff. Der körperlich überlegene Katz (Maccabi Köln) unterlag fjfesä alten ..Ringfuchs;i Schindler in der zweiten BttfuLö durch k. o. . L.B. Nur 1:0 für Schild Stuttgart In der Begegnung Turnclub Karlsruhe 1903 gegen Schild Stuttgart standen sich in Karlsruh.9 zwei Widersacher gegenüber, von denen man in den letzten Jahren" so manchen spannenden Kampf gesehen hat. Mit dem knappsten aller Resultate, mit ltO Toren, blieb diesmal wieder Stuttgart siegreichu Die unterlegene Mannschaft, die mit einem Manfl Ersatz antrat, bot jedoch eine Leistung, die der der Stuttgarter mindestens, ebenbürtig war. Beim Turnclub muss wieder einmal Hirsch besonders genannt werden, der trotz seiner 45 Jahre eine hervorragende Leistung bot. Das entscheidende Tof fiel bald zu Beginn des Spieles und ist. auf ein Missverständnis der sich sonst tapfer schlagenden Hintermannschaft zurückzuführen. K.W. Die von der Sportgruppe Heilbronn durchgeführten württembergischen Tischtennis- Meisterschaften hatten ein überaus zahlreiches Meldcergebnis aufzuweisen. Im Mittelpunkt der Kämpfe standen die glänzenden Leistungen des Ehepaares Hedwig (Frankfurt a. MO sowie des neuen Meisters Aronade (Heidelberg) und dessen erst im fünften Satz unterlegenen Endspielgegncr Pick (Stuttgart). Das Dameneinzel gewann Hedwig (Frankfurt a. M.). _ Palästinas Länderkampf Aegypten gewann 70 : 42 Nachdem Palästina im Fussball und im Schwimmen bereits mehrere Landerkämpfe ausgetragen hat. sind nun auch in der Leichtathletik internationale Beziehungen aufgenommen worden. In Kairo war kürzlich eine ägyptische Repräsentative der erste Gegner. Wie man kaum anders erwarten durfte, verlor die Mannschaft aus Erez Israel klar mit 42 gegen 70 Punkte der überlegenen Aegypter, die in allen Wettbewerben die Einzelsieger stellen konnten. Die beste Leistung der Palästinenser bot der Sprinter Weil, der über 100 Meter in 11,0 Sekunden Landesrekord lief und sich nur um knappe Brustbreite von seinem bekannten Gegner Fahoum sehlagen liess. Man darf allerdings bei der Bewertung der Leistungen die verschiedensten ungünstigen Umstände, vor allem die durchweg schlechten Trainingsmögliehkeiten, nicht vergessen. Sie stellten für Palästinas Athleten ein nicht zu überwinden- . des Handicap dar, zumal Aegypten in der Leichtathletik heute zweifellos über eine recht hohe Kampfstärke verfügt. Der Anfang ist jedenfalls gemacht. Bei fortschreitender Entwicklung der palästinensischen Leichtathletik werden sich deshalb später auch die Erfolge einstellen. Blödr (Hagdbor Prag) beteiligte sich an einem 1000 -Meter-Lauf, der in P r a g in der Pause eines grossen Fussbalitreffens durchgeführt wurde. Er endete in 2.38,4 Minuten knapp geschlagen auf dem zweiten Platz. Sein Klubkamerad Schwarz wurde Fünfter. Der frühere englische Leichtgewiehtsmeister Harry Mizler startet jetzt im Weltergewicht und konnts kürzlich in London auch in dieser Klasse einen schonen Sieg davontragen. Er schlug den bekannten Leo Philipps über acht Runden klar nach Punkten,