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Central-Verein-Zeitung · 1938-05-12 · 19 (12.5.1938) · page 8

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
17 (1938)
Issue
19 (12.5.1938)
Date
1938-05-12
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Seite 4 C.-V.-Zeitung Nr. 19 * 12. Mai 1938 Die massgebendenjüdischen Organisationen in Deutschland ballen zwar die Hinlenkung der jungen jüdischen peneration zu handarbeitenden Berufen für dringend notwendig. Man verkennt 3ber dabei dennoch nicht den Umstand, dass wirklich aussergewöhnlicb begabten und für geistige Berufe voraussichtlich geeigneten jungen Menschen eine entsprechende Ausbildung nicht vorenthalten werden darf. Demgemäss wurden u. a. die Bemühungen fortgesetzt, durch Vermiit- Polsterwaren Eigene Werks». Umarbeitung Weissensee. Berliner kl]ee 255 lung des International Student Service seitens amerikanischer Fraternities Stipendien für besonders begabte Studenten zur Fortsetzung und Beendigung ihres Studiums in den Vereinigten Staaten zu erlangen. Die produktive Wirtschaftshilfe ist, worauf schon eingangs aufmerksam gemacht wurde, nur e i n Zentralproblem von vielen, die zum Aufgaben- und Zuständigkeitsbereich der Reichs vergib Malerarbeiten / Eduard Glaser v Berlin 2V© 55. (ireifs^alder Strasse 88. 53 50 59. Iretung gehören. Die insgesamt zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel, derea Verwendung nach äusserst sorgfältiger Prüfung erfolgt, können also nur zu einem gewissen, zu einem entsprechenden Teil den Anforderungen der Wirtschaftshilfe zugute kommen. Mag auch der Gesamtbetrag, auf den ersten Blick gesehen, gering erscheinen: es muss anerkannt werden, dass das. was hier im Rahmen der gezogenen Möglichkeiten geleistet wurde und geleistet wird, qualitativ höchst wertvoll, wichtig und notwendig ist Aus den Gemeinden Breslau In der letzten Sitzung der jüdischen Gemeindevertretung wurde der Haushaltsplan der Synagogengemeinde für das Jahr 1938/39 verabschiedet. Er sieht einen Gesamizuschuse von 1 182 000 RM, d. h. 132 000 RM mehr als im Vorjahre vor. Von dem Zuschussbedarf entfallen 435 000 RM auf das Fürsorgewesen, einschliesslich der Jugendfürsorge und der Beratungsstelle, und 131 000 RM auf Schul- Spe*.: PüfSiaft©!' Mäntel Benno Lobatz. Kurfürstendamm 214. Eig-. Werkstatt zwecke. Der Zuschlag zur Reichseinkommensteuer soll von 25 auf 28 Prozent erhöht werden. Der Finanzdezernent des Vorstands, Obermagistratsral a. D. Dr. G u 11 m a n n , hob u. a. den Beginn des Baues weiterer 2S Wohnungen der Oesterreicher-Stiftung hervor. — Die Zahl der Gemeindemitglieder hatte sich Ende 1937 auf etwa 16 600 vermindert. Seliw. Frankfurt a. M. An Steile der aus der Gemeindeveriretung ausgeschiedenen Mitglieder Dr. W. S. Maizdorff. Dr. Eduard Strauss (Lib.) und Dr. Gottschalk (Vp.) wurden Lothar Nordschild (Lib.), Dr. Siegfried Rosenthal (Lib.) und Max Flörsheim (Vp.) in die Gemeindevertretung gewählt. — Auf Anregung der Gemeindevertretung soll demnächst bei der Gemeinde eine Schlichtungsstelle errichtet werden. Die Schlichtungsordnung ist vom Gemeindevorstand ausgearbeitet. — Die Finanzkommission des Vorstands und der Gemeindevertretung hat die Beratung des Haushaltsplanes 1938/39 vorläufig beendet. Es hat sich jedoch eine zweite Lesung als notwendig erwiesen, da die Finanzlage der Gemeinde gerade in den letzten Wochen durch die Zunahme der Auswanderung, das Absinken der Einnahmen der Gemeindemitglieder und durch die infolge der neuen Gesetzgebung eintretende ausserordentliche Heranziehimg der Gemeinde zu Steuern stark beeinfiusst wird. Schneidemüh! Mit einem feierlichen Gottesdienst wurde am 2. Mai die jüdische Bezirksschule mit einer Schülerzahl von 70 Kindern eröffnet. Bezirksrabbiner Dr. Fritz Plotke hielt die Festpredigt. Zu Lehrern wurden Max Rosenb e r g (Marienwerder) und Fritz Ollendorff (Berlin) berufen. Wiesbaden Kantor und Lehrer Edmund C a p e 1 i schied nach 38jähriger Wirksamkeit aus seinem Amte. Wie angesehen und geschätzt er war, kommt vor allem in der Verleihung des Chower-TUels durch Stadt- und Bezirksrabbiner Dr. Lazarus zum Ausdruck, der die Verdienste des Scheidenden in ehrenden Worten hervorhob. x. Kürzlich wurde der neue Seelsorger der Jüdischen Gemeinde Forst (N.-L.), Prediger Erich Cohn, in sein Amt eingeführt. Nach einer sehr herzlichen Begrüssungsanspräche des Vorsitzenden, Sanitätsrat Dr. F. Miodowski, hielt Prediger Cohn seine Antrittspredigt. Ella Riess, Stettin, 70 Jahre Wer Ella Riess kennt, wird nicht glauben wollen, dass wir ihr heute zum Altersjubiläum gratulieren. Nicht eine „rüstige Greisin", eine Frau in der Vollkraft des Lebens steht vor uns. Die Fülle der Arbeit, die auf ihr lastet, belastet sie nicht. Was sie als Vorsitzende des Israelitischen Frauenvereins geleistet hat. ist ihr erst kürzlich bei der Feier seines neunzigjährigen Bestehens in tiefer Dankbarkeit bekundet worden. Wäscherei ¥ikforia,Fr©nkfisrta.fVI. inh. S. Schönthai, Gntleutstrasse 13 / Tel. 32002 Herrenwäsclse - Pfundwäsc&e — erstklassig: Carl Zobel S,r«,07 Me, 242953 Feine Herren-u. Domenkleidung rtochMass. Gr. Stofrouswahl. Hier liegt der Schwerpunkt ihrer sozialen Arbeit. In gleich vorbildlicher Weise ist sie im Vorstand des Altersheims, in der Organisation der Jüdischen Winterhilfe und als Gemeinderepräsentantin tätig. Seit vielen Jahren gehört sie dem Landesverband Pommern des Jüdischen C.-V. als Vorstandsmitglied an. Man nennt Ella Riess die Mutter der Gemeinde. Darin kommt die mütterliche Warmherzigkeit zum Ausdruck, mit der sie allen begegnet, die sich Rat und Hilfe suchend an sie wenden. Und sie hilft wirklich. Das Vertrauen und die Verehrung, die sie bei allen Gruppen innerhalb der Gemeinde geniesst, bat sie bei Meinungsverschiedenheiten zum erioiggen, aus einer Wurzel entsprossenen Stämme den Platz. Die Linde gab dem Friedhof das Gepräge. In ihrer Zweieinbeit schien sie ein Sinnbild sich ewig erneuernder Kraft zu sein, bis sie sich eines Tages bedenklich neigte und schnell gefällt werden musste. Man sah, dass die Stämme von der Wurzel an fast vollkommen hohl gewesen waren. Ein kahler Stumpf ist der letzte sichtbare Rest dieses Riesen. Grab reiht sich an Grab, terrassenförmig steigen die Reihen an bis zum höchsten Punkt des Hügel». Dort oben liegen die ältesten Gräber, viele ohne Grabstein, namenlos. Die Zeit und das wuchernde Unkraut hat sie gleich gemacht. Vielleicht ist dieses das Grab eines reichen Kaufmanns, und jenes nebenan die letzte Ruhestätte eines armen Handwerkers. Es ist nicht mehr zu erkennen. Beide deckt der filzige Käsen und der wuchernde Wegerich. An den Wegrändern: Unkraut. Unkraut. Die kleine Gemeinde hat für die Lebenden, zu sorgen, für die wenigen jungen Menschen, denen von hier aus Auswanderung geebnet werden muss. Die Toten müssen hinter den Lebenden zurückstehen. Das Leben will stärker sein als der Tod. Eine Lücke zwischen einer Scheune und der Friedhotshalle ermöglicht die Sicht nach Westen. Unten, hinter dem" grüneu Tale des kleinen Flusses erscheinen die Umrisse der Synagoge. Dunkel heben sich die beiden schieferbekleideten Kuppeln von dem blauen Himmel ab. Sie bilden eine schöne Einheit mit dem ziegelroten Rechteck des Synagogenbaues. Dort das Gotteshaus — hier der Friedhof, das sind die beiden sichtbaren Pole, zwischen denen sich das Leben in dieser jüdischen Gemeinde abspielt. Es ist eine erschütternde Wechselbezüglichkeit zwischen ihnen: die Synagoge wird leerer, die Plätze auf dem Friedhof hingegen werden bald besetzt sein. Denn die Gemeinde ist überaltert. Das Durchschnittsalter ist hoch. Die Jungen ziehen langsam fort: der nach LTruguay, jener nach Palästina; wieder ein anderer wohnt jetzt in Südafrika. Die Alten bleiben zurück und haben genug zu tun, für die Fahrlkoslen der Jungen beizusteuern oder für die ümschichlungsausbildung. Die Alten aber bleiben zurück, bis sie ihren Platz dort oben auf jenem Hügel finden werden. Wie aber soll es erst künftig mit dem Zustand dieses schönen alten Friedhofs werden, wenn er schon jetzt nicht würdig Fersehen werden kann? Wie, wenn es eine Geseisde hier nicht mehr gibt? Aus dem Graben, der die eine Scheunenreihe von dem Friedhof trennt, schauen die Spitzen zweier Grabsteine hervor. Sie scheinen von Brennesseln und wilden Sträuchern fast erstickt worden zu sein. Die hebräische Inschrift ist verwaschen und kaum leserlich. Die Kuppeln der , Synagoge glitzern und leuchten jetzt" in den Strahlen der untergehenden Sonne. Es ist, .als spielten tausend Diamanten um die Kuppelspitzen. Langsam senken sich die Schatten der Dämmerung auf den Platz der Toten. Der literarische Puiitzer-Preis wurde Maria Zaturenskafür einen Gedichtband mit dero Titel „Kalter MorgenhimrneIu verliehen. Die Preisträgerin ist eine 36jährige Jüdin aus Kiew. Der langjährige Chefredakteur des Israelitischen Wochenblaus ..Orszägos Egyetertes", Max P i n t e r, der auf eine 42jährige 'journaiistisciie Tätigkeit zurückblicken konnte, starb im Alter von 60" Jahren. reichen Ausgleich befähigt. Dass die Stettiner Gemeinde sich noch lange ihres segensreichen Wirkens erfreuen möge, ist unser Wunsch. Dr. Walther Brock. Gottesdienste in Berlin Die falsche Bildunterschrift Der ganze Berufszweig trat auf den Plan. Alles, was dazu gehörte, meldete sich, mündlich, schriftlich oder telephonisch, in der Tonstärke verschieden, je nach Temperament und dem Grade der Verbundenheit mit unserer Zeitung. Teils fast „strafend" energisch, teils aufklärend väterlich und mit dem Anerbieten, der Redaktion in Zukunft beratend zur Seite stehen zu wollen: der Ingenieur und der Leiter einer Berliner Umschichtungslehrwerkstätte, der Schlossermeister aus dem Süden des Reiches, ein Schlossereibesitzer; und selbst der aufgeweckte jüdische Handwerkslehrling fehlte nicht. Was war passiert? Die C.-V.-Zeitung hatte in ihrer letzten Nummer eine Darstellung „Neue Wege der Berufserziehung" veröffentlicht. Eines der Fotos, das einen jungen jüdischen Handwerker an der Drehbank zeigt, war irrtümlich mit der Unterschrift „Am Schraubstock" versehen worden. Kaum war das Blatt in den Händen seiner Leser — und schon meldeten sich die Fachleute zu Wort. Wir freuen uns der Tadel, danken für die Aufmerksamkeit, mit der unser Blatt gelesen wird, und versprechen, in Zukunft besser, aufpassen zu wollen,. E. G. 3L Konrad Cohn gestorben Am 3. Mai wurde der Zahnarzt Dr. med. Konrad Cohn (Berlin) nach kurzem Krankenlager mitten; aus seiner Arbeit gerissen. Seit über fünfzig Jahren übte Konrad Cohn seine Praxis aus. Unzählige Familien sind generationsweise seit seiner Niederlassung in der Spandauer Strasse bis kurz vor seinem Tode von ihm betreut worden. Sie alle betrauern den Verlust ihres helfenden Freundes. Aber nicht nur auf den grossen Kreis seiner Patienten beschränkte sich seine Tätigkeit und sein Interesse. ' Er war Wissenschaftler und Organisator von Rang. Die Kraft zu diesen Riesenleistungen fand er immer wieder durch seine Liebe zur?satur und seine Verbundenheit mit ihr. Er fand in reichstem Masse Anerkennung. So war er u. a. früher Generalsekretär der internationalen Zahnärztevereinigung (F. D. I.) und anderes mehr. 1933 stellte er sein Können in den Dienst der in der „Beratungsstelle für jüdische Zahnärzte", Berlin, zusammengefassten Hilfsaktion als ihr Leiter. Seine besondere Aufgabe sah er darin, dem jungen Nachwuchs, der seinen angefangenen Weg nicht zu Ende geben konnte, und denen, die ihren Beruf aufgeben mussten, einen neuen Lebensinhalt zu geben. Viele verdanken Konrad Cohn neuen Lebensmut und eine neue Existenzbasis. Ueberall in der Welt, wo Menschen wohnen, die ihn kennen, wird der Verlust dieses warmherzigen Mannes betrauert werden. Ein reiches, arbeitsames Leben ist abgeschlossen, aber es war von Segen für alle, die ihm begegneten. H. Aus den Familien Samuel Klebe (Rhina Kreis Birnfeld) feierte am 5. Mai seinen TO. Geburtstag. — Adolf Freu: d e n b e r g (StadtlengsfeM a. Rhön) wurde am 8. Mai 75 Jahre alt. — Handelsgerichtsrat a. D. Hugo Kroner. Begründer und Inhaber der Eos-Werke Gebr.Kroner (Berlin) beging am 11. Mai seinen 75. Geburtstag. — Adolf Frankfurter (Bonn) wird am 15. Mai 70 Jahre alt. — Else Plant geb. Frankel (Hamburg) vollendet am 16. Mai ihr 60. Lebensjahr. In dem Amt. das sie an der Seite ihres Mannes, des Leiters des Jüdischen Waisenhauses, Raphael Plaut, ausübt, vermag sie ihre ganze Persönlichkeit zu entfalten. — Carl Leven (Krefeld) feiert am IS. Mai seinen 70. Geburtstag. — Im April starb in Jerusalem Rosa Le^'y geb. Domnauer (früher Berlin). * Am IS.Mai feiert der Maler und Graphiker und Leiter der Privatschule für Mode- und Reklamekunst, Georg Hausdorf, Berlin-Charlottenburg, das 20jährige Lehrerjubiläum und seinen 50. Geburtstag. Aus der C.-V.«Arbeit Landesverband Oberschlesien. Rechtsanwalt Dr. Georg Tarao wski, der Vorsitzende des Landesverbandes Niederschlesien des Jüdischen Central-Vereins, spricht über „Die Rechtslage des Auswanderers bei der Auswanderung und nach der Einwanderung*' am 14. Mai, SOVs Uhr, in den Kulturbund räumen in Beuthen O.-S.. Scbiessbausstrasse 6, am 15. Mai, 17 Uhr, in der Synagoge in Hindenburg O.-S.. und 2OV2 Ubr^ in den Gemeinderäumeu in Gleiwitz, Kreideietrasse 16. Wann und wo finden Sie RgJ? Hessen-STassatg und Hessen Frankfurt a. M. Sfaiaz S»arm&ta.dt Wiesbaden Kassel Glesses Fnida Worms Stelitweg 9, Zimmer 75—77 (Tel 25403), Montag, Mittwoch, Freitag, 11—13 Uhr. Albimstr. 12.11. (Tel. 81837), Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag 16—18 Uhr. Kasisosträsse 31 (Tel. 8662), Dienstag, 16—I?Va Uhr. Baiehofstr. 25 (Tel. 24010), nach Vereinbarung. am 17. M&i, 1684—18 Uhr, Gemeindebibliothek, Gr. Eoeenstrasse 22. jeden 1. Dienstag im Monat, 10 — 12 Uhr, Gemeindehaus, Lonystrasse 4. 11. Mai, 11—12% Ehr. 25. Mai, 15—16 ühr, Gemeindehaus, Hintere Judengasse 2. Unksrhelü Sola Aacbe« Kohlen z Oberstein Trier Montag bis Freitag. 10-13 Uhr, Aeripplnahaus, Brekesix. 92-96, III, Zimmer 76-78. 24. Mai, 16H-—IS ühr, G> reeindehaus, Prcmenadenstr. 21. 18. Mai, Uhr, m' Büro von Rechtsanwalt v'r. Herrmanns, Meckenbeimersti. 64. 17. Mai. 16^—18 Uhr, G*- meindehaus, Florinsmaikt 11. 19. Mai, 11%—13 Uhr, Gß meindezimmer der Synagoge. 18. Mai, 11U—13 Uhr, im Füre, von Rtchisanwa.lt Dr Voremberg, Adolf-HIIler-Str. 9- Vor d Deutschland Hannover Jeden Mittwoch nachmittag 14^—16 Uhr, La.ndscbaftstr.6pt. (Bankhaus Meyerstein). Pommern Neustettin Mittwochs, 15—17 ühr, Friedrichstrasse 21 (Tel.: 676). Mitteldeutschland Halle 17. Mai, 17—19 Uhr, Gemeindehaus, Germarstrasse 12. 18. Mai, 16—19 Uhr. Königstrasse 15 II, bei Sabatzky. ■ Abkürzungen ALTER RITUS: Grunewald G., Heidereutergasse H.. Kaiserstr. K., Köpenick — Kp., Münchener Str. 3L, Pestalozzistr. — Pe., Rykestr. R., Thielsch-Ufer Tu. NEUER RITUS: Fasanenstr. Fa., Friedenstempel Fr., Levetzowstr. Le., Lindenstr. LL, Lützowstr. LS., Oranienburger Str. — O., Oranienburg Cr., Prinzregentenstr. P'r., Schmargendorf Sm. REFORM: Johannisstr. Jh., Joa-chimsthaler Str. J. FALKENBERG - Synagogen: Kaiserstr. Ea.. Kaiserdamm Kd., Prenzlauer Promenade Pz., Schönhauser Allee Sö., Triftstrasse T. Freitag, 13. Mai Sonnabend, 14. Mal Sonntag (St), 1 S.Mai Ansprache Ansprache Synagoge Beginn bzw. Predigt Beginn bzw. Predigt * Fa. 19 Galiiner 10 Fr. 19 Warschauer (A) 10 G 19.30 9 H. Wolf! H 19.30 S.30 J 18.30 Ballin — Jh. — 30.30 (St.) Gottschalk K 19.30 9 Ka. 19.30 Oberländer 30 Oberländer Kd. 19.15 Goetz — Kp. 19.30 9.15 Le. 19 Jospe 10 Li. 19 Kantorowsky 10 Lü. 19 Xussbaum 10 M 19.30 9 O 19 Weyl (A; 10 Or. — - Pe. 19.30 9 Pr. 19.15 Maybauro 10 Pz. 19.30 Loewenthal 10 Zimet (Einsegn.) R 19.30 Zimet (Jug.A) 9 Sm. 19 10 So. 19.15 F. Winter 10 F. Winter T 19.30 Rautenberg — Tn. 19.30 9 WEITERE VEREINS-SYNAGOGEN: Falkenthaler Steig 10 (Hennsdorf), 13.: 18.30 (Klein); 14.: 10 (Klein). — Franklnrtex Allee 06, 13.: 19.30; IL: 9. — Markgraf-AJbrecht-Str. 11/12, 13.: 19.30; U>. 9 and 19.15 (Neuhaus). — Prinzenallee 87, 13.: 19.30; 14.: 9 (Alexander). — Schalstr. 7 (Chari.), 13.: 1Ä.30 (Adler): 14.: 9.30 und 19.30 (Adler). üüililiiüüiüiiiliiliii! IlliiÜii Aus der wissenschaftlichen Welt Der junge, in Berlin geborene Physiker Dr.-Ing. Walter Boas hat einen Ruf als Professor an die' Universität Melbourne in Australien erhalten. Nach dem Abschluss seiner Hochschulstudien hat Dr. Boas am Kaiser-Wilhilm-Institut gearbeitet und sich besonders der Metallforschung zugewandt; seit Ende 1932 war er in der Schweiz an den Universitätsin&tituten zu Fribourg und Zürich tätig. In Fribourg gab er gerneinsam mit Professor Erich Schmid ein Buch über „Kristallplastizität (mit besonderer Berücksichtigung der Metalle)" heraus, das in der wissenschaftlichen Welt als eine hervorragende, grundlegende Arbeit auf einem ganz neuen Forschungsgebiet hohe Anerkennung gefunden bat. In Melbourne hat man die Einrichtungen der naturwissenschaftlichen Fakultät einer besonderen Erweiterung im Hinblick auf die Spezialstudien des jungen Gelehrten unterzogen, der seine dortige Lehrtätigkeit bereits Anfang Mai aufgenommen hat. Versteigerung der Sammlung Schiff _ Die Versteigerung eines Teiles der bekannten Bibliothek Morümer L. Schiff, über die an dieser Stelle schon kurz berichtet wurde» bedeutete mit einem Gesamtergebnis von annähernd 23 000 Pfund für einige fünfhundert Nummern einen grossen Erfolg. Bauptpreise im Londoner Auktionshause Sotheby & C<x bildeten 1100 Pfund für einen grossen Aldusdruck des Tiieophrast von 1497 in "einem Maroquineinband mit den Signets Heinrichs II. und der Diana von Poitiers, 1020 Pfund für ein vollständiges Exemplar von Moreau-Freudebergs „Suite d'Estampes", 900 Pfund für den China-Einband der Lemonnier- Familie um 1750, SSO Pfund für eine Erstausgabe von Molieres „Les precieuses ridicules" von 1660. Die Kunstfreunde werden überrascht sein, zu erfahren, dass nach Auflösung der kostbaren Bestände der Schiff-Bibliothek nun auch die anerkannte Kunstsammlung des verstorbenen Morümer L. Schiff unter den Hammer kommt. In 25jährigex Sammeltätigkeit konnten hier Meisterwerke der Malerei zusammenkommen, die sich nunmehr im Auktionshaus Christie's in London zusammen mit bedeutenden Tapisserien, Möbeln und Antiquitäten dem internationalen Kunstmarkt stellen werden. O.B. V oranzeigen Berlin: 14. Mai, 20 ühr (verlebt vom 30. April): Künstlerhilfe der Jüdischen Gemeinde. Ellen Epstein (Klavier). Alice Hannes-Cassirer (Sopran), Manfred Lechner (Klarinette1», Dr. Werner Liebenthal (Begleitung). Klubheim des Jüdischen Frauenbundes, Marburger Str. 5. 19. Mai, 2ÖU Uhr: Synagoge „Ohel Jizebok". Rabbiner Regina Jonas. „Religiöse Gegenwartsprobleme der jüdischen Gemeinschaft.'- Kantor James Levy (Gesang). Konditorei Dobrin, An der Spandauer Brücke. Frankfurt am Main: 15. Mai, 20% Uhr: Gesellschaft für iüdisebe Volksbildung e. V. Religiöse Weihesbinde. Dr. Eschwege. Trausaal der Westend-Synagoge. Saar Saarbrücken 19. Mai, 16%—17% Uhr, Gemeindehaus. Futterstrasse. Pakete aus dem Reichsgebiet nach Oesterreich müssen nach wie vor. mit Auslan<lspaketkarte eingeliefert werden, da äie Zollgrenze zwischen dem bisherigen Reichsgebiet und dem Lande Oesterreich noch besteht. Das gleiche gilt für Zollinhaltserklärungen, statistische Anmeldescheine und gegebenenfalls andere Begleitpapiere (Rechnungen), die, wie bisher, den Paketen beigefügt werden müssen. Dagegen ist für Postsendungen, in denen Waren nach dem Lande Oesterreich versandt werden und die nicht für ein drittes Land bestimmt sind, die Abgabe, des Abschnittes B der Exportvalutaerklärung nicht mehr erforderlich.

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