Mannheim
Compact Memory

Central-Verein-Zeitung · 1938-05-05 · 18 (5.5.1938) · page 14

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
17 (1938)
Issue
18 (5.5.1938)
Date
1938-05-05
Page
– (sequence 14)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/2277379-2278191-2278206--12810-2291681
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

Seite U C.-V.-ZeTfung Nr.18*5.Mai19S8 Mesusa gekostet hätten. Für die Fussböden und die Wäsche interessierte sie sich weniger. Mit 'der "liü'öSeVgäb '"es fundamentale 'Meinuhgsver-. schiedenheiten. Was immer ich auch vorschlug: Beefsteak, Bratfische, ■. Griessuppe, Kopfsalat, grüne Bohnen, ein Hähnehen zum Schabbat, immer begann sie eifrig: - „Man nimmt viel Zwiebalach ..Und wenn ich ihr auseinandergesetzt hatte, wieich es gerne haben wollte, wiederholte sie träumerisch und kopfschüttelnd: ,.Bei ins man machts oif Zwiebalach..." Als Stoffhaus -„Da'memann" Seit 1855 das Fachgeschäft für WoÜe - Seide - Samt Berlin SO., Oianieastrasse X79/1S0 ich sie bat, die Pyjamas des Hausherrn doch etwas schöner zu plätten, rebellierte sie: „Nu, er geht efscher (vielleicht) damit oif dem Gass? Er geht arein im Bett und wer sieht ihm dann schon?" Was, verehrte Leserin, hätten Sie da geantwortet? Ich war geschlagen. Strafend hielt mir Täubeben bei allen Beanstandungen vor, dass es bei der anderen Frau auch nicht anders gemacht wurde als so. und dabei war es „a sehr a fortschrittliche Frau" gewesen (geringschätziger Blick auf mich), die ins „King David" tanzen gegangen sei und auch einen Liebhaber gehabt hätte. Täubchen also blickte auf meine Tugend und Häuslichkeit herab wie einst Zippora auf meine mangelnden Examina. Wir fanden überhaupt nicht recht zueinander, auch weil Täubchen eben doch zu sehr Natur und Tempo eines Tapirs hatte. . Jetzt habe ich meine Luna — ja, Luna heisst sie, wie der Mond, und das ist gut so; denn sie ist wohl wirklich vom Himmel geschickt, der" sie mir erhalten möge. Luna ist eine fromme alte ' Sepfiafdin aus Beyruth und'spricht' Arabisch und""" etwas Französisch. Sie ist eine jener Perlen, die es heutzutage gar. nicht mehr gibt.. Sie istrespektvoll, aber fest Der Sohn des Hauses, der eben gehen lernt, heisst nicht anders als Monsieur Toviah oder, wenn sie ihm arabisch erzählt und vorsingt, Toviah Effeudi. Ich selbst darf mich kaum mehr im Haushalt betätigen. Sie empfindet es als Misstrauensvotum. Als ich neulich Petroleum in unser Oefchen gtessen wollte, wehrte sie streng ab. „Madame, sie verschütten zuviel und Petroleum ist kein Wasser." Aber ich füge mich gern meiner Luna. Ist sie doch ein unübertrefflich guter Hausgeist. Sie geht ihrem segensreichen Tagwerk mit selbstverständlicher Unermüdlichkeit nach, sie kocht herrliche und abenteuerliche Dinge, sie bringt die bösen Flecken aus den Kleidern, sie unterhält den kleinen Toviah und ist zufrieden, wenn sie abends ihren türkischen Kaffee trinken und dazu ihre Wasserpfeife rauchen kann. Freilich hat dieser Schatz im Hause eine Schattenseite. Denn bekanntlich verliert jede Kostbarkeit dadurch, .dass man sie nicht herzeigen darf. Aber eine Osereth wie meine Luna muss man vor Nachbarinnen und Freundinnen bewachen wie der Drache den Schatz in der Sage. aacnenausbiUlung rür den Haushalt — überall Im Anschluss an das Referat über den Jahresbericht des Jüdischen Frauenbundes in der letzten Nummer der C.-V.-Zeitung, der sich besonders mit der Ausbildung unserer Mädels in Berufen, die sich bei der Auswanderung verwerten lassen, befasst;- dürften -einige Angaben von Interesse sein,-wie . die Berufsausbildung der Hausgehilfinnen in anderen Ländern durchgeführt wird oder geplant-ist. Der Beruf-der Hausgehilfin wird dem jungen jüdischen Mädel, wenn esihn wirklich erlerntund-den .«rasten Willen zu seiner' Ausübung bat-, nicht nur in den meisten überseeischen Staaten, -sondern "'auchin einer Reihe europäischer -Ländernoch immer recht gute E xi-sienz m ö g 1 i ch ke i tem bieten. Voraussetzung dazu ist aber,.dass die Ausbildung möglichst gründlich und vielseitig erfölgt. so dass wir Mädels hinausschicken können, die wirklich allen - Anforderungengerecht zu werden vermögen.v ■ Einen : sehr^ instruktiven Einblick über die I3u.rchfuhrung einer'solchen Berufsausbildung" als Hausgehilfin gewinnt man aus Veröffentlichungen über in Schweden durchgeführte Untersuchungen Gegenwärtig wird in Schweden Haushaltsunterrieht in fast allen Schulgattungen erteilt, er ist jedoch, noch nicht Pflichtfach. In den Volkse und höheren Grundschulen wird Kocb- "unterriebt wenigstens an 34 Tagen zu. je vier bis fünf Stunden für Gruppen von mindestensacht Schülerinnen gegeben. Ausserdem. wird der Haushaltsunterricht an den Volkshochschulen gefördert. Das ist ein Weg für die Grundausbildung von Hausgehilfinnen, der — wenn auch natürlich mit den uns gebolenen Abwandlungen ~ sowohl für das jüdische Schulwesen wie für die jüdische Erwachsenenbildung in den jüdischen L'e h r h ä u s e r n erwägenswert zu sein scheint. Ausserdem gibt es in Schweden eine grössere Anzahl von Privatschulen, die ihre Schülerinnen für die Hausarbeit ausbilden. Die Ausbildung entspricht ungefähr derjenigen in den Gast- und Speisehäusern. Diese privaten ,.Husholtsskoian". unterhalten (wovon sich .der Schreiber dieser Zeilen selbst'überzeugen konnte) einen richtigen Restauraiionsbetrieb, in dem für billiges Geld ein ausgezeichnetes Essen in schwedischem Stil, was Qualität und Quantität angeht, gereicht wird. Interessant ist die Feststellung der Untersuchung, dass die befragten Sachverständigen die Ausbildung von Mädchen im Haushalt gegen ein entsprechendes Lehrgeld nicht für eine geeignete Lösung halten, da die Hausfrauen nur selten dis nötige ünterrichisbefähigung besässen. Die Berufsausbildung im Haushalt in Verbindung mit einem längeren Besuch von Abendschulen habe - nicht die erwarteten Erfolge gezeitigt. Begreiflieherweise wollten die Hausgehilfinnen, die sich weiter fortzubilden wünschen, von ihrer beschränkten wöchentlichen Freizeit nicht noch acht bis zwölf Stunden opfern. Auch die Hausfrauen seien nicht für diese Lösung. Soweit sie praktische Erfahrungen mit Lehrmädchen hätten, schienen sie sich immer mehr ablehnend zu verhalten. Aus allen diesen Erwägungen sprechen sich die Sachverständigen in ihren Schlussfolgerungen für einen .gründlichen Unterricht aus. Ausserdem hoffen sie, dass der vom schwedischen Reichstag 1936 gefasste Beschluss. den Haushaltsunterricht im siebenten Schuljahr als Pflichtfach einzuführen, bei der Neuordnung des Volksschulunterrichts in Schweden verwirklicht werde. Weiter sind sie aber dafür, durch die Einrichtung' bestimmter Must er a n s tal t ea den im Haushaltsberuf tätigen weiblichen Personen die erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten für eine selbständige Haushaiisrübrung zu vermitteln und so den Hausfrauen gut ausgebildete Hausgehilfinnen zur Verfügung zu stellen. Der L e h r p 1 a n . der für derartige Anstalten vorgesehen ist, dürfte für uns von besonderem Interesse sein, einmal weil er einen Vergleich mit -den ^bestehenden jüdischen Haushalturigsschulen ermöglicht, und zum andern, um bei etwaiger Einrichtung weiterer Anstalten oder deren Erweiterung mitberücksichtigt zu werden. Es wird zwischen normaler und b e sonderer Ausbildung unterschieden. Die normale Ausbildung würde zwei. Lehrgänge umfassen. Einen Halbjahreslehrgang •■' für Schülerinnen von mindestens 18 Jahren, die . wenigstens", zwei Jahre praktisch' tätig , waren- Er" besteht aus 24 Wochen rnit je '48,;Unferrich.tsstunden,"davon...42. Stünden praktischen Unterrichts (Kochen, Einmachen, Hausarbeiten -einschliesslich Reinemachen, Bedienen bei. Tisch,-, Wäsche,- Bügeln und Ausbessern) und 6 Stunden theoretischen Unterricht (Theorie der. Zubereitung der Speisen, Ernährung, Wirtschaftsführung, Hauswirtschaft, Gesundheitsführung und Berufspsychologie). Ferner ist vorgesehen ein Jahreslehrgang für Schülerinnen von mindestens 17 Jahren,^die wenigstens ein Jahr praktisch tätig waren. Die Ausbildung würde sich auf 46 Wochen mit je 48 Stunden erstrecken. 43Vo Stunden wöchentlich sollen der praktischen Ausbildung und 414 Stunden der theoretischen Ausbildung gewidmet sein. Der Lehrplan würde neben den eben erwähnten Fächern Kinderpflege und Handarbeiten einschliessen. Nach Abschluss eines dieser Lehrgänge sollen die "Schülerinnen ein Zeugnis als gelernte Hausgehilfinnen erhalten. Die besonderen Ausbildungslehrgänge sollen für Personen bestimmt sein, die schon ein Zeugnis als gelernte Hausgehilfin besitzen und das 20. Lebensjahr erreicht haben. Hierzu gehört ein Lehrgang für Köchinnen (16 Wochen zu je 48 Stunden, davon 43 praktische Arbeit) mit einem Schlusszeugnis für gelernte Köchinnen, ein Lehrgang von 12 Wochen mit je 48 Unterrichtsstunden wöchentlich (davon 43^ praktische Arbeit) für Alleinmädchen mit dem Abschlusszeugnis für gelernte Alleinmädchen, ein Lehrgang von 24 Wochen zu je 48 Stunden (davon 44 praktische Arbeit) für Kinderpflege mit dem Abschlusszeugnis als gelernte Kindermädchen und schliesslich ein Lehrgang für höhere Hausangestellte für Schülerinnen, die bereits an einem der vorgenannten Normallehrgänge teilgenommen haben. Er soll etwa 7 Monate für die Absolventen der Halbjahrslehrgänge und 5 Monate für diejenigen der Ganzjahreslehrgänge dauern. Die Schülerinnen werden hier besonders in der Haushaltsgestaltuns für die Ernährung bei verschiedenen Einkommen, im Einkauf, in der Rechnungsführung, der Zusammenstellung von einfachen und grösseren Mahlzeiten, der Feststellung ihres Nährwertes, der Schätzung des Brennstoffverbrauchs,- der' Kraukenküehe, der Kinderpflege, der Kinder Psychologie, der Krankenpflege und in Handarbeiten ausgebildet. Für solche besonderen. Gegenstände sind ausserdem noch zusätzliche Lehrgänge., vorgesehen. Darüber hinaus ist geplant in sog. Prüfungslehrgängen bereits in der Haushaltsführung erfahrenen Personen (zwischen 24 und 45 Jahren mit mindestens 5jähriger praktischer Erfahrung) in dreiwöchigen Lehrgängen die Möglichkeit "zur Erlangung * des Zeugnisses als seiernte Hausgehilfin zu geben. Die hier niedergelegten Gedankengänge mögen in vielem mit unseren beschränkten Möglichkeiten nicht übereinstimmen. Vor allem würden wir das Erfordernis einer vorhergegangenen ein- oder zweijährigen Praxis fallen lassen und dementsprechend in dem vorgesehenen Mindestalter und der Dauer der Ausbildungszeit gewisse Modifikationen eintreten lassen müssen. Sie können aber vielleicht doch in mancher Hinsicht Anregung für Mie Ausgestaltung unserer Einrichtungen bieten, und darum dürfte ihre Kenntnis gerade für die mit der Berufsausbildung unserer jüdischen Mädels befassten zentralen Stellen" von erheblichem Wert sein. H. W—1. Ein Buch für Töchter und Mütter Meta Samson: „Spatz macht sich". Philo G. m. b. H., Jüdischer Buchverlag u. Buchvertrieb, Berlin W 15. Wer ist „Spatz"? Schwer, das in einem Wort zu erklären; aber Sie kennen. Spatz, auch wenn Sie noch nie von ihr hörten, sie noch nie sahen. Spatz ist eine kleine ,.Sie", am besten wir sagen: Spatz könnte auch Ihre Tochter sein. „Unser" Spatz ist ein elfjähriges Mädel, das alles das erlebt, was Ihre Tochter auch erlebt: die grosesn . Dinge des Lebens: die Auswanderung der Geschwister, das Wohnen im möblierten Zimmer, die Barmizwah eines Kameraden; und die kleinen Dinge des Lebens: Geburtstag-Haben, Tischdecken, sich auf dem Schulweg verlaufen. Aber weil es Spatz ist, die alles das erlebt, wird nicht zwischen ..grossen" und „kleinen"- Dingen unterschieden. Schliesslich sind alle Begebenheiten im Leben eines ..Spatz" gross und wichtig, ob man sich im Kleiderschrank einer wirklich unausstehlichen alten Dame versteckt und . dabei entdeckt wird oder ob der beste Freund auswandert alles in Spatz' Leben sind grosse Hindernisse und alle Hindernisse müssen überwunden werden. Und Spatz überwindet sie, eines nach-" dem anderen, auch wenn unmerklich" eines nach -dein änderen grösser und schwerer wird; denn „Spatz macht sich" dabei — und wird schliesslich wirklich „Muttis Grosse"." Meta; S a m s on, die dies Buch, .schrieb,. das Lilly Szkolny mit schönen Bildern versehen, bat, sagt nicht, ob sie ein Kinder buch mit Tröstung. Prüfung alles, was Du sendest, Nichts geschieht, was Du nicht willst, Ist kein Ding, das Du nicht endest. Keinen Trost, den Du nicht spendest Und kein Raum, den du nicht füllst. Beugt uns nieder Deine Rechte, Trägt Dein Wort uns Hoffnung zu. Sind, wir vor der Welt zum Knechte, Gibt Dein Segen Trostesruh. — Uns trifft nichts, was Gott nicht möchte. - Hell und Dunkel, Gott, bist Du. Rolf Radlauer, Jerusalem. ihrem „Spatz" schreiben wollte. Ob sie es mit Absicht verschwieg? In der Tat weiss man nicht, wem man dieses Buch mehr empfehlen soll, das in ungewöhnlicher Frische und erstaunlichem Einfühlungsvermögen das Leben eines .jüdischen Mädels unserer Zeit schildert: den Müttern .oder den Töchtern! Es wäre gut, wenn sie beide es lesen würden; es ist eines der seltenen Bücher, die für Kinder und Eltern in gleicher Weise geschrieben sind. Denn sein Wert liegt darin, dass es keine grossen Begebenheiten konstruiert, keine Räubergeschichten erdenkt, um die Phantasie der Kinder anzuregen, sondern schlicht ihr Leben schildert und sie zum Nachdenken über ihr eigenes Dasein veranlasst. Manche Mutter wird durch, dieses Buch Einblick in das Leben ihrer Tochter gewinnen, und vielleicht wird auch ihr ..Spatz" sich machen, wenn er dies Buch mit seinen vielen Bildern begeistert ausgelesen hat. Günter Friedländer. Blick auf die Frauenarbeit in der Welt Die Leiterin der höheren Mädchenseil ule in Tokio, Frau Ayako Tanahas&i, die zugleich Japan? erst* Lehrerin ist, konnte vor kurzem ihren 99. Geburtstag feiern. Aus diesem Anlass wurden ihr von den Frauenverhänden und von den höheren Mädchenschulen Japans grosse Ehren zuteil. Sie unterrichtet an der von ihr gegründeten Anstalt sowie in anderen Vereinen and Organisationen noch selbst und ist hier führend tätig. In Dänemark ist die Frauensterblichkeit um fast .ein Drittel gestiegen, während die Sterblichkeit der Männer um etwa 50% fiel. Diese Tatsache wird auf den Umstand zurückgeführt, dass infolge der wirtschaftlichen Depression die Frauen mehr in den Wirtschaftsprozess gedrängt wurden, während die Männer arbeitslos wurden. Die Farailienausgleichkas-sen in Frankreich sind im Jahre 1933 gegründet worden. Augenblicklich beteiligen sich etwa 20 z. T. sehr bedeutende Industrieunternehmungen an diesen auf dem Versicherungssystem aufgebauten Kassen, die das Ziel haben, -derj Müttern vom ersten Kinde' an steigende Zuschüsse zum Gehalt des Mannes zu vermitteln. Bei einem Kinde erhalten die Mütter 2 frs. Zuschuss täglich, bei 2 Kindern 8 frs., bei 4 Kindern 16 frs. usw. Nur die Mütter können die Prämien erhalten, die keine ausserhäusliche Erwerbsarbeit tun. Der Beitrag bemisst sich auf 4 Prozent des Lohnes. bearbeitet von P. -R o s e n b 1 a 11 Schachaufgabe Nr. 121 von A. Schi ff mann (Berlin) . . . (Gartenlaube'.1932). W% irf^ mim. Si iif . m » I Wk 1 ^^Ä^^^^^ ffl^, & WZM ä 'fflffik & '■#///?//. iliäii» p§ m m mh' W/i & fe^ Matt in vier Zügen. Weiss: Kcl, Dgl, Th7, Sd4, Bb6, c2, d3, e2, g2 {% Schwarz: Ke3, Te4, Sh4, Bb7 Lösung der Aufgabe Nr. 119: 1. Dd3—f5, (drohend Df5Xh5 matt) .... Le3—d4f, 2. KeT—f7, beliebig .... Le3— cöf, 2. KeTXdT, „ . . . Le3—b6f. 2. Ke7—f8, . . . Le3—elf, 2. KeT—f6. ... - Le3—d2f, 2. LdlXe2f, SglXe2; 3. DföXhö matt. - . Lösung der Aufgabe ^Nr. 120:.. 1. Dd4—h8. (drohend Kh7—g7 matt) . . . c3—c2 bzw. Tdl—d3 bzw. Se".—fo oder s6. 2. Te4—U matt. . . . Se7—g8, 2. Kh7XgS matt. * > Richtige Lösungen der Aufgaben 119 und 120 gingen ein von: Gustav Lewi, Gerhard Lewisohn, Paul Silbersteio, X. Süssermann, Sanitätsrat Dr. S. Domke (Berlin), Tierarzt Max Koschminski (Ländsberg), Max Pniower (Hindenburgi, Dr. J. Bacharach, Lothar Schönthal (Nürnberg), Dr. med. J. Meyerhoff (Rotenfels), Justizrat M. HÖflein 'Bamberg), Michael Levy (Krefelds, Siegmund Austerlita (Glessen), Gottfried Gumbel (Stuttgart). Rechtsanwalt Dr. Ernst. Boehm (Brieg), Alfred Dzialoszynski, Adolf Schuck (Breslau), Dr. med. Herbert Picard, Sanitätsrat Dr. Ritterband (Berlin). Kantor W. Schul (Geisenkircheiii.■ Lan<3g;-Rat a.. D. Dr.-Karl Ulrich (München). - Von Nr. 120: Bernhard Loeb (Bingen), Rechtsanwalt Dr. Ernst Meyer .(Berlin), Frau. Tilde-Adler (Amsterdam). ' " Neue Romane- Adolf Fi«: Unseres .Herrgotts verschnupfte Lehensleüteü Ein Walliser.'NbvellenbucB, Schweizerspieg el-Verlag, Zürich 1937.. Dieses- Buch' mit dem etwas . komplizierten. Titel enthält novellistische Versuche eines-deutschsprachigen .Westschweizers.. .Wer an westr schweizerische Epik denkt, dem fällt sogleich und selbstverständlich der grosse Wadtländer. Ramuz zum Vergleiche ein — und der muss stets' zum Nachteil eines Neuen ausfallen. Aber auch ohne solchen Mä'ssstab muss gesagt werden, dass sich hier einer mit; unzulänglichen künstlerischen Mitteln an gute Stoffe heranmachte. Eine Menge vortreiflichen Materials aus dem gebirgsbäuerlicbenharten Leben seiner Heimat steht Fus. zur. Verfügung. Die Geschichten bleiben aber nicht viel mehr als Sittenschi'derungen. die kaum durch schicksalhafte Verknüpfungen so erhöht werden, dass sie ergreifen, obwohl'menschliche Beziehungen in Fülle angerührt werden, aus denen ein des Werkes Mächtiger etwas hätte zustande bringen können. Und doch ist es echt im Erleben und" in der Darbietung des Atmosphärischen wie in der holzschnittartigen Gestaltung. Auch die etwas primitive Sprache ziehen wir einer abgeschliffenen lahmen Atlerweltsprosa vor. Ganz erfreulich sind allerdings die Landschaften, die Fus mit sparsamen bildhaften Sätzen hinzustellen vermag: Gewiss wird er mit wachsender künstlerischer Erkenntnis einmal einen guten Roman eben aus diesem Stoffkreis zustande bringen. Jakob Picard. Sigfrid Siwertz: Das grosse Warenhaus. Aus dem Schwedischen übersetzt von Alfred Feder Cohn. Brandussche Verlagsbuchhandlung, Berlin 1938. Das ist die Geschichte vom alten Goldmann. Flüchtling und Hausierer aus Russland, der es zum grössten Warenhäusbesitzer in Stockholm bringt und doch immer sich selbst treu bleibt in manchem kleinen Allzumei schlichen und hi seiner grossen. Menschlichkeit. Undum ihn herum wimmelt es von Typen jeder Art: Mitarbeiter, Lieferanten, Kunden, Entgleiste und sehr Wegessicbere, alle durch ihr .Schicksal verbunden mit dem Riesenbau, dem Riesenorganismus des Warenhauses. Diese Vielzahl und Vielfältigkeit der in starker Lebendigkeit handelnden Menschen bringen es mit sich, dass fröhliche Zerstreuung und ernste Nachdenklichkeit in diesem Buch sehr dicht nebeneinander wohnen und es zu einem Kameraden machen, mit dem man sieb gern auchein zweites Mal wieder zusammenfindet - E. E.' „Le drame de Marcel Proust" betitelt sich ein soeben erschienenes Buch von Henri M a s s i"s Paris, (Grasset), das das Leben und Schaffen des bekannten französischen Prosaisten in neuartiger Beleuchtung darstellt. ' *i\Mit?» &o*a 5 iUWEUER L1P0WETZIC! vBERUH WS FRIEORICHSTRASSE 193a, ECKE LEiPZiCCR STRASSE, ANK. Q. NB. Ii, 48541 «•I« ,s^»4OBre'e f*VF

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.