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Central-Verein-Zeitung · 1938-04-21 · 16 (21.4.1938) · page 12

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
17 (1938)
Issue
16 (21.4.1938)
Date
1938-04-21
Page
– (sequence 12)
Language
German
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Seife 12 * 2!. April 1938 Nr. 16 * Beiblatt oHbla#d"C,VrZeitun „^child*'-Vereine im Titelkamp: Die Handballspiele in Breslau und Frankfurt a. M. f ISG 33 Berlin gewann 6 :3 In Breslau standen sich unter Leitung des wenig überzeugenden, weil viel zu nachsichtigen Schiedsrichters Ruschin (Dresden) die Handballmannschaften der Sportgruppe Breslau und der ISG?>3 Berlin gegenüber. Mit 6 :3 gewannen die Berliner das Spiel, nachdem sie zur Pause bereits mit 3 :0 in Führung lagen. F.? war ein klassearmer Kampf, in dem man auf beiden Seiten keine besonderen Leistungen zu sehen hekam. Vielleicht hat die LSG 33. die diesmal Chaim in der Sturmmitte spielen liess, die Begegnung nicht ernst genommen? Die Breslauer jedenfalls waren in dieser Verfassung kein gleichwertiger Gegner. Osebinsk: und der junge Torwart konnten als einzige ihrer Mannschaft gefallen. Die LSG 33 hatte in dem die.sm.-ii aussen «türmenden Bnhi Chotzen und im Verteidiger Mundstock ihre Stützen. Das Spiel, dessen erstes Tor die ISGer in der 20. Minute schössen, nahm vor allem nach der Pause viel vai harte Formen an. Auf beiden Seiten wurde, na, der Schiedsrichter nicht energisch genug durchgriff — ein oder zwei Dreizehnmeter hätten liier Wunder gewirkt —. reichlich viel geklotzt. Die- Mannschaften beider Vereine haben sieh schon schönere Spiele geliefert. Schild Frankfurt a. M. gewann, . aber... Es ist schwer, über ein Treffen zu berichten, das ein aussergewöhnlieh gutes hätte sein können und leider dank grober Unsportlichkeiten ausartete. In einem sehr schnellen Spiel wurde um jeden Ball gekämpft — schon von Beginn an oft härter als erlaubt. Wenn der ausgezeichnete, ruhig und objektiv leitende Schiedsrichter Marx (Remagen) hier einmal schärfer durchgegriffen hätte, "vielleicht wäre späterhin doch manches unterblieben. Die teilweise recht undisziplinierten Spieler, von denen Manfred Bendorf endlich einmal namentlich herausgestellt werden muss, liessen sich in der „Kampfeshitze" immer mehr zu unbedachten Akiionen hinreissen. Viel Schuld daran hatten die Zuschauer, unter ihnen sogar Funktionäre, die von aussen die Aktiven, aufstachelten, anstatt zu beruhigen. Schliesslich wurde die Wiesbadener?»Iannschaft kurz vor Spielschluss zurückgezogen, ohne dass der Schiedsrichter abgebrochen hatte. Nach schönen Kombinationen auf beiden Seiten stand es bei Halbzeit für Frankfurt 3:1 bei anfänglicher Führung der Gegenseite. Wiesbaden hatte bis dahin die schnellere und mehr im Angriff liegende, Frankfurt jedoch die sehussgewaliigere Mannschaft mit dem besseren Torhüter zur Stelle. In der zweiten Hälfte schien der Vorsprung von i : 1 nicht mehr «»mzuholen. Doch unter letztem Einsatz erreichten die Wiesbadener den Gleichstand. Dann Hessen sie nach. Ihr Torhüter versagte und durch zwei leichte Bälle führte Frankfurt mit 6 :4. Bei diesem Stand fand das Spiel sein wenig rühmliches Ende. Schade um so ausgezeichnete Leistungen wie die von Felsen, Strauss (Schild Frankfurt a. M.) und Tiefenbmnncr (Schild Wiesbaden). L. B. Leipzig probte zur Zwischenrunde Nach fast zu langer Pause wnr der JBC ..Berlin" wieder einmal Gast beim Leipziger Schild. Es war überhaupt der erste Besuch seit seinem Formanstieg, und man muss dieser L Elf nach ihren hohen Leistungen schon zugestehen, dass es heute jede jüdische Mannschaft in Deutschland schwer bat, gegen sie mit Erfolg zu bestehen — schade nur, dass man ihr nicht die Chance gab, in die Meisterschaftsspiele des Sportbundes einzugreifen. Gewiss waren von dem erzielten 11 :6 (5 :2} einige Bälle für den Schild-Torsteher halfbar. aber an dem verdienten Gesamtsieg der Gästeelf. bei der Weinstock und Dorfmann die treibenden Kräfte waren und zwei Stürmer noch in der 1. Halbzeit verletzt wurden, gibt es nichts zu rütteln. Nach der Pause hatte Schild, mit dem Wind im Rücken, wob! die Chance, zu einem erträglicheren Resultat zu kommen, aber beim 6:5 für Berlin war er mit seinem Widerstand am Ende. Der JBCB zog davon, weil eben sein Spiel mehr Schwung und vor allem mehr ..Geist" besass. Auch Scfai'd II musstc der gleichen. Einheit der Berliner einen haushohen 16:2-Sieg überlassen, während seine Jugend mannschaft mit einem 3 : 0 die Ehre des Tages rettete. k—n. Hockeyturnier in Hamburg Schild. Hamburg—Schild Frankfurt a. M. 1:1 Am 15. und 18. April veranstaltete der Schild Hamburg ein grösseres Hockeyturnier, bei dem durch die Teilnahme der stärksten Sportbund- Mannschaften ausserordentlich interessanter Sport geboten wurde. Leider war die JSG 33 Berlin mit mehrfachem Ersatz gekommen und spielte am zweiten Tag nur mit zehn Mann, da der beste Spieler wegen einer Verletzung ausschied. So kamen die JSGer zu keinem Sieg. Gegen Schild Frankfurt verloren sie mit 1 :5 (0 :2) und gegen Schild Hamburg sogar 1 :15 (0:9). Diese Ergebnisse sprechen für sich. Den weitaus interessantesten Kampf lieferten sich Schild Frankfurt a. M. und Schild Hamburg. Nach einem äusserst schnellen, technisch hochwertigen Spiel trennten sich die Gegner unentschieden 1:1 i'l: 1>. Hatte Hamburg den besseren Sturm, so glichen dies die Süddeutschen durch eine „eiserne" Hintermannschaft aus. Immer wieder holten die energischen Frankfurter den Ball aus dem Schusskreis, so dass der gefährliche Hamburger Sturm nicht zum entscheidenden Schuss kam/Jedenfalls blieben die Hamburger auf eigenem Platz weiter ungeschlagen und bilden heute mir Schild Frankfurt, Hakoah Köln und BarKohba Berlin die Spitze im jüdischen Hockeysport Deutschlands. — In einem weiteren Spiel besiegte Schild Frankfurt a. M. den Bar Kochba Kamburg mit 1 : 0 (0 : Q\ Bei den Damen, dominiert Schild Hamburs: weiterhin, trotzdem die wohl überhaupt beste jüdische Spielerin Frau Katzenstein inzwischen nach Amerika ausgewandert ist. Erfreulicherweise verfügt Hamburg über einen sehr guten Nachwuchs, und so gelang es den jungen Norddeutschen, die Damen vom Schild Frankfurt a. M. sicher mit 4:1 (2:0) zu schlagen. Nur mit sieben Spielerinnen antretend, mussten sie sich allerdings im Rückspiel 2 : 3 (0 : 2) geschlagen geben, zeigten aber auch hier, dass sie den Gästen an Schnelligkeit und Technik weit überlegen waren. II. Fdter. Um den Dr. Klopfer-Pokal Die Fussballer im Westen kämpfen weiter Am 8. Mai "beginnen im westdeutschen Bereich des ..Schild^-Sportbundes die Spiele um den Dr.-Klopfer-Pokal, um den sich die Fussballinannochaften des Bezirks Mittelrhein einschliesslich des Schild Bochum bewerben. Pokalverteidiger ist die Mannschaft von Aachen/ Düren. Die Auslosung erfolgte nach Teilung in eine Nord- und Südgruppe, wobei im ..Norden" Krefeld—Bochum sowie * M.-Gladbach/Rheydt— Düsseldorf und im Süden Köln—Bonn sowie Aachen/Düren—Neuwied aufeinandertreffen. Die wSieger bestreiten die Zwischenrunde am 22. Mai. Das Endspiel soll bereits am 26. Mai durchgeführt werden, so dass die Fussballspielzeit im Mai abgescblosesn sein wird. J- G« Schild Worms I—Schild Frankfurt a. M. I 0:4 Das stets faire F u s s b a 11 - Treffen endete mit einem Ueberraschungssieg der Frankfurter, da Worms auf Grund der letzten Ergebnisse höher eingeschätzt wurde. Dem Spielverlauf nach war das Ergebnis aber auch zu hoch. « Weitere Handballenrebnisse: Schild Frankfurt a. M. Jugend—Schild Wiesbaden Jugend 6:2 (4 :2), Schild Frankfurt a. M. Frauen—Schild Wiesbaden Frauen I 13 : 0 (7 : 0) L. B. Leichtathletische Einige Neuerungen auf leichtathletisehem Gebiet wird man in der kommenden Saison auch im Bereich des jüdischen Sports zu beachten haben. So die zusätzlichen Bestimmungen zur Hochsprung wertung, die Erweiterung des Machtbereichs der Starter usw. (siehe „Sportblatt" der C.-V.-Zeitung Nr. 12. vom 24. März). Ob es notwendig ist, daneben auch die Einführung der Startblöcke zu übernehmen, erscheint uns allein aus materiellen Gründen zweifelhaft Wichtiger $m Smt md Sief Sonntag, 24. April Berlin Fnsshall: JSG 33—Sportgruppe Breslau «Vorrunde zur ,,Schilde-Meisterschaft), Sportplatz am Schäfersee, WA Uhr. Handball: Verbandssph-le u. a. JSK I—JBC „Berlin" I, Sportplatz am S'häfersee, 17 Uhr. Kegeln: Erste Gruppenkämpfe der SKV Berlin zur „Schild" - Meisterschaft. Keglerhallen Alexandrinenstrasse 106/107, ab 10 Uhr. Leipzig Handball: Schild Leipzig I—JSG 33 Berlin I, Schild Leipzig 1. Frauen—JSG 33 Berlin 1. Frauen ' fZwisriiennmdenspiele um die ,,Se.hild''-Meisterschaft), Sportplatz Thekla, 15 ühr. Rheinland-Westfalen Fussball: Schild Bochum—Schild Frankfurt a. M. Vorrunde um ü'w ..Schilde-Meisterschaft'1, Köln, Fort Denkstein, WA ühr: Punktespielo: Schild Krefeid-S.-hikl Neuwied, Krefeld, Schild - Platz: *-hiid M. Gladbach—.TTV 02 Köln, 1. und 2. Schüler, M Gladbach. Platz am Alten Wasserturm. Handball: Schild M. Gladbach—Schild Frankfurt a. Main, Schild Bonn Frauen—Schild Frankfurt a. M. Frauen (Vorrunde um die „Sehild"-Meistersdiaft),. Köln, Fort Deckstein, ab WA Ühr. Südwestdeutschland Fnssball: Schild Worms I—Bar Kochba Frankfurt a. Main I, Wiesbaden, Sportplatz Lahnstrasse, 15 Uhr; Bar Kochba Offenbach I—JTB Frankfurt a. Main I, Offenbach, Sportplatz am Nebeabahnhof, WA ühr: Bar Kochba Frankfurt a. M. Ia-JSV Offenbach I, Frankfurt a. M., Sportplatz Sondershausener Strasse. 15 ühr; Schild Frankfurt a. M. Jugend A—Bar Kochba Frankfurt a. M. Jugend A, Frankfurt a. M., Sportplatz Buchrainweiher, 10 Uhr; Bar Kochba Mannheim I—Hakoah Karlsrahe I, Mannheim, BK-Sportplatz, WA Uhr; Hakoah Stuttgart I—Schild Mannheim I. Stuttgart, Sportplatz Feuerbacher Tal, 14% Ühr; TC 03 Karlsruhe I—Schild Stuttgart I, Karlsruhe, TCK 03-Sportplatz, 153^ Uhr. Handball: JJB Hanau I—Bar Kochba Frankfu^f a. Main I, Hanau, Sportplatz am Nebenbahnhof, 16 Uhr: Hakoah Frankfurt a. M Frauen—Bar Kochba Offenbach Frauen, Frankfurt a. M., Sportplatz Bornh-eimer Hang, WA ühr; JSV Offenbach Frauen —Schild Wiesbaden Frauen, Offen^ach, Sportplatz am Nebenbahnhof, IVA Ühr: Schild Stuttgart I —Schild Mannheim I, Stuttgart, Soortplate Feuerbacher Tal, 16# ühr. dagegen wäre schon, künftig die Bestimmung, 400-Meter-Läufe auf unabgesteckten Bahnen starten zu lassen, auch in unseren Wettbewerben anzuwenden. Diese Massnahme erzieht zur Härte und gewährleistet vielleicht sogar noch schönere Kämpfe und bessere Leistungen, als wir 6ie bisher auf dieser Strecke sahen. &■ Der Gehsport ist in letzter Zeit fast überall in einem Masse gefördert worden, dass man auch bei uns dieser Disziplin mehr Aufmerksamkeit schenken sollte. Es wäre falsch, sich über die eigenartige Technik der Geher lustig zu machen — ebenso falsch, die Frage entscheiden zu wollen: ist Laufen oder sportliches Gehen als Leibesübung wertvoller? Zweifellos ist der Lauf die natürlichere Sportart. Aber sicherlich hat auch das Gehen seine Vorzüge, zumal durch die Eigenart des Stils, Becken- und Schultergürtel des Gehers eine besondere Kräftigung erfahren. Fernerhin erzieht das Gehen in auffälligem Masse den Willen; denn eiserne Disziplin gehört schon dazu, im Kampf IIiIiITI?HlIII!IIfIISIII!IIIIIIinFfII!IIfIIiniIlIfIIlSI1lliIliiniI9IIlIlI11iII]IllIIl! Neue Kämpfe Arn 24. April: Um die „Schild"-Meisterschaften 1938 Berlin Fussball: ISG 33 Berlin — Sportgruppe Breslau (Vorrunde). Leipzig Handball: Schild Leipzig—ISG33 Berlin. Männer und Frauen (Zwischenrunden). Köln F u s s b a 11: Schild Bochum—Schild Frankfurt a. M. (Vorrunde). Handball: Schild M.-Gladbach — Schild Frankfurt a. M. (Vorrunde). Frauen: Schild Bonn — Schild Frankfurt «. M. (Vorrunde). (Nähere Angaben über Ort und Zeit siehe unter „Vor Stari und Sieg".) inHiiiniiiiiHiiiiiiniiiiiiiiiiiiuiiiiiiiiHiiuiifiiiiHiiifiiiiiiniiiifiifiiiifiii mit dem gleichwertigen oder besseren Gegner auch nicht im geringsten von den Regeln abzuweichen und in das oftmals bequemere und vorteilbringendere Laufen zu verfallen. Vielleicht würde es einmal auch für unseren Betrieb eine interessante Abwechsung darstellen, gehsportliche Wettbewerbe im Rahmen der Sportfeste auszuschreiben. Gegen sinnvolle Programmbereicherung soll man sich nie von vornherein sträuben. * Der Sportbund „Schild" hat seine erste (noch nicht vollständige) Terminliste veröffentlicht, um — wie wir es kurzlich forderten — eine systematische Planung der Saison zu ermöglichen und Ueberschneidungen grösserer Veranstaltungen zu verhindern. Ihr entnehmen wir im einzelnen, dass die ISG 33 Berlin die Kämpfe am 22. Mai mit einem Eröffnungssportfest startet. Der 12. Juni ist der Jüdischen Gemeinde Berlin vorbehalten, die an diesem Tag eine gemeinsame Veranstaltung beider Verbände aufzuziehen beabsichtigt. Eine Woche später zeichnet Schild- Königsberg verantwortlich, und am 26. Juni beginnt der bis zum 3. Juli dauernde leichtathletische Förderungskurs mit einem Jugendsportfest in Berlin. Am 10. Juli führen die Landesverbände Württemberg, Baden und Westdeutschland ihre Meisterschaften durch, der IBC ..Berlin" sein Werbesportfest Dann folgen die südwestdeutschen Meisterschaften in Frankfurt am Main, die man mit einem Drei-Verbände- Kampf West, Südwest und Berlin verbunden hat. Vor den allgemeinen „Schild"-Meisterschaiten, die man diesmal schon am 14. August in Berlin unter Dach und Fach bringen will, ermittelt eine Woche vorher der Berliner „Schild" seine Meister. Das traditionelle Jugendsportfest in Hamburg ist für den 23. August reserviert, während sich am 4. September die drei Landesverbände in Berlin zum Rückkampf treffen. Die Saison will dann die ISG 33 am 18. September mit einem Schlusssportfest beenden. Von Interesse dürfte sein, dass sämtliche Grossveranstaltungen dieser Saison reichsoffen ausgeschrieben sind. Eine offizielle Mitteilung des Sportbußdes „Schild" regelt die leichtathletische Kampfrichterfrage. Zwecks ordnungsmässiger Durchführung der Veranstaltungen hat man angeordnet, dass in Zukunft kein Kampfrichter ohne einen Bildausweis sein Amt ausüben darf. In allen Landessportverbänden haben Kurse und Prüfungen für die Kampfrichter stattzufinden, die bis zum Beginn der ersten leichtathletischen Veranstaltung abgeschlossen sein müssen, und auf Grund deren der Landessportleiter die Ausweise erteilt. Geprüfte Kampfrichter haben grundsätzlich freien Eintritt zu allen Sportveranstaltungen des „Schild". M. F. Der Rekord Ueberall wo Sport getrieben wird, spielt der Begriff des Rekords, des Erzielens einer Höchstleistung, eine wesentliche, stets aktuetle Rolle. Man spricht für und man spricht gegen ihn. Wo der Rekord um des blossen Rekordes willen aufgestellt wird, ist er unter allen Umständen abzulehnen, weil er dem ideellen Sinn. Ig) Maley-meisfer Oskar Simenouer W Berlin XV «5. Pariser Str. 50. 9215 37. Erstkl Ref des Sports widerspricht. Der Rekord dagegen, der aus der Leistung, aus dein Kampf als Folge eines natürlichen, triebmässigen Vorgangs hervorgeht, ist das gesündeste und normalste, was es in der Welt des Sports überhaupt gibt. Denn eine Höchstleistung stellt Höhepunkt und Absehluss eines langen und systematischen sportlichen Trainings dar. Die Praxis beweist diese Ansicht aufs beste: die Mehrzahl der bestehenden Rekorde sind nicht das Ergebnis eigentlicher und besonders zu diesem Zweck veranstaltete!- Rekordversuche. Sie resultieren vielmehr aus Kämpfen gleichwertiger Sportler, aus Kämpfen, in denen der Gedanke um den Sieg vorherrschte. —n. Leo Heumann Einer der bekanntesten Vertreter des jüdischen Sports in Westdeutschland, Leo Heumann, ist vor kurzem gestorben. Heumann, dessen Einsatz für die Erziehung und Führung seiner jüdischen Sportkameraden beispielhaft war, spielte im Sportleben des ..Schild'* eine besondere Rolle. Als Leiter der Sportgruppe Eschweiler versah er daneben in vorbildlichem Eifer das Amt eines westdeutschen Verbandsobmannes im Handball und in der Leichtathletik. Seine Arbeit hat ihm viele Freunde gewonnen. Sie alle werden ihm stete gern ein ehrendes Andenken bewahren. In Nürnberg besteht seit 25 Jahren ein jüdischer Turnverein.. Im Jahre 1913 wurde er unter dem Namen Bar Kochba gegründet und konnte dann, namentlich nach dem Kriege, grosse sportliche Erfolge erringen. Der jetzige ITUS, der die Nachfolge des damaligen Bar Kochba angetreten hat, beging kürzlich das Jubiläum in würdiger Form. Fortbildung der jüdischen Äerzie Die Gesundheitsverwaltung der Jüdischen Ge« meinde Berlin sorgt nach wie vor für die Fort« bildung der Berliner jüdischen Aerzte durch fort" laufende Veranstaltung von Lehrgängen und Demonstrationsabenden. Der neue ^Kursus, der vom 25. April bis zum 5. Juli dauert, behandelt an zehn Abenden das wichtige Gebiet der Ernährung in gesunden und "kranken Tagen bei Erwachsenen und hei Kindern, die Rolle der Vitamine und verschiedene Diätformen bei einzelnen Krankheitszuständen. Die Vorträge finden im Gebäude der Gemeindeverwaltung, C 2, Rosen- Strasse 2—4, statt Ausserdem sind"— im Krankenhaus der Jüdischen Gemeinde — gemeinsame Demonstrationen aus dem Gesamtgebiet der Medizin sowie an anderen Stellen einige Sondert eh rgänge vorgesehen. Und endlich kündigt das Programm, wie sonst, eine Reihe wissenschaftlicher Vortragsabende in der Aula der Josef - Lehmann - Schule, W 15, Joachimsthaler Strasse 13, an. Br. An der Ländlichen Haushaltnngsschule der Israelitischen Gartenbatisehule Ahlem fand die staatlich anerkannte Abschlußprüfung de-s zweijährigen Lehrganges statt. Die Schülerinnen hatten nachzuweisen, dass sie alle für eine zukünftige Siedlersfrau wichtigen Arbeiten in Haus, Küche, Wäsche, Hof und Staü beherrschen. Auf Geflügel- und Kleintierzucht einschl. Milchverwertung wurde besonderer Wert gelegt. Sämtliche Prüflinge bestanden das Examen. Fünf Jfahre Milf® und Auf hau Intendant Dr. Kurt Singer, Präsident des Reichsverbandes der jüdischen Kulturbünde in Deutschland, schreibt: „Dem unentrinnbaren und umgeleiteten Muss gab der Zentralausschuss für Hilfe und Aufbau mit festem, klarem Willen seine Richtung. Sammlung und Ueberlegung, Rat und Tat, Ruhe und Sicherheit sollten die Wegweiser für die Zukunft der jüdischen Menschen sein; sie gaben die Richtung an auf der langen Strasse der Wanderung, dio endlich zum Ziel der Hoffnung und der Zufriedenheit führen sollte. Dieses grosse und umfassende produktive Hilfswerk für jüdische Menschen aufzubauen, beim Aufbau neuer jüdischer Existenz zu helfen, das war und ist die edelste lohnendste, ist die wahrhaft begnadete Aufgabe, die?ich der Zentralausschuss für Hilfe und Aufbau geschaffen und geformt hat."

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