Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 17 (1938)
- Issue
- 14 (7.4.1938)
- Date
- 1938-04-07
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 14 7. Aprii 1938 'aläsiina-ITmseliaii der C-V.-Zeituiij Rr. 14 Beiblatt Wieder verstärkter Terror Die schweren Verbrechen, die in der vergangenen Woche so zahlreiche jüdische Todesopfer forderten, haben noch weitere Folgen nach sich gezogen. Der Chauffeur des Autos, von dessen üeberfall auf der Landstrasse Akko-Saied schon vier Tote gemeldet werden mussten, ist gleichfalls tot aufgefunden worden. Ebenso die als vermisst gemeldete Insassin des Autos, Allegra (nicht Zipora) Mozeri. Sie war 19 Jahre alt, die Tochter eines sepbardischen Rabbiners in Haifa und stand unmittelbar vor der Heirat mit einem . jüdischen Grenzpolizisten. Dieser versuchte sofort nach dem Ueberfal] die Vermissten zu suchen und ist bis jetzt noch nicht zurückgekehrt. Das Begräbnis der Opfer fand unier Teilnahme der ganzen Gemeinde in Safed statt. Während der Beisetzung herrschte auf Grund einer Anordnung des Oberrabbinats Arbeitsruhe im ganzen Lande; alle Geschäfte, Büros und nationalen Institutionen waren geschlossen. In einem dringlichen Telegramm lenkte die 'Gemeinde Safed die Aufmerksamkeit des High Commissioners auf den Mord an sechs unschuldigen Menschen. Vor dem Hadassa-Krankenhaus in Haifa, in dem die Toten aufgebahrt waren, versammelte sich eine grosse trauernde Menschenmenge. Auch zu dem Angriff auf die neue Siedlung im Norden des Landes, Chanuta, muss noch, nachgetragen werden, dass Jakob Berger, der bei dem Versuch, seinem Kameraden Brenner zu Hilfe zu kommen, angeschossen wurde, seinen Verletzungen erlegen ist. Es bedarf kaum der Erwähnung, dass die Opfer, die die Landnahme bei Chanuta erforderte, die Arbeit der Siedler nicht aufhalten konnte. Sie schreitet tatkräftig voran. Chaim Weizmann, der in Begleitung seiner Frau und Mosche Shertoks der Siedlung einen Besuch abstattete, war tief beeindruckt von der in so kurzer Zeit vollbrachten Leistung. Der TJeberfall auf den christlichen Araber Nicola Fares, von dem wir bereits berichteten, hat gleichfalls noch weitere Todesopfer gefordert: Der Chauffeur Abraham Mizrachi wurde in der??ähe von Safed erschossen aufgefunden. Er war ein zum Judentum bekehrter Mohammedaner. Der arabische Terrorist, der von Fares in seiner . ©SST2g @ Berlin C2, Hoher St8inwsg15 511788 Notwehr vor dem Tode angeschossen und verwundet wurde, starb in der Polizeistation, in die er eingeliefert worden war. Die neue Terrorwelle hat sich auch noch in weiteren Angriffen fortgesetzt. So wurde in Haifa der 46jährige jüdische Wächter, Jehuda Migdali aus dem Hinterhalt angeschossen und schwer verwundet. Er erlag kurze Zeit später seinen Verletzungen. Im Waldgebiet des Berges Karmel wurde eine Gruppe von 20 jüdischen Arbeitern beim Strassenbau überfallen, wobei der 22jährige jüdische Hilfspolizist Mordechai Baer den Tod fand. Der Arbeiter Fritz Lichtenstein wurde leicht verwundet Die Angegriffenen erwiderten das Feuer, wobei ein arabischer Terrorist ums Leben kam. Baer war im Jahre 1936 von Deutschland nach Palästina gekommen und Mitglied der Arbeitergruppe der Agudat Jisrael. Auf der Hebron-Landstrasse, südlich von Jerusalem, hielt eine arabische Bande zwei arabische Omnibusse und einen Postwagen an, raubte die Passagiere aus und steckte den Postwagen in Brand. Polizei verwickelte die Räuber in ein Gefecht, bei dem zwei Terroristen getötet und einer gefangengenommen wurde. Auf Mitgliedsbeiträge für den JtidischenCeiitrai- Verein Landesverband Gross-Berlin auf Postscheckkonto Berlin: 115 501 die Sirecken Ludd-Jerusalem und Ludd- Haifa wurden erfolglose Eisenbahnattentate unternommen. In der Nähe von Haifa wurde die Kwuzza Alonim von einer hundert Mann starken Araberbande angegriffen, wobei zwei Juden durch Steinwürfe leicht verletzt wurden. Auf die Werkleute-Siedlung Jokneam in der Nähe von Haifa wurden etwa 40Schüeseabgegeben: auch die Siedlungen M i g d a 1, Sedjera und Juara wurden heftig beschossen. Glücklicherweise wurde niemand verletzt Die irakische 0 e 11 e i t u n g ist im Emek wieder einmal angebohrt und in Brand gesteckt worden. & Der bei dem üeberlall auf das Auto in der Nähe von Atiit verwundete jüdische Arzt, Dr. Z1 o c i s t i aus Haifa, befindet sich auf dem Wege der Besserung. Der gleichfalls verwundete Chauffeur Philipp Liber wurde bereits aus dem Krankenhaus entlassen. Araber gegen Araber Charakteristisch ist es, dass die Terroristen in letzter Zeit bei ihren Ueberfällen kaum mehr Unterschiede zwischen Juden und Arabern machen. Es wird rücksichtslos auf jüdische und arabische Wagen gefeuert, Terroristen fallen in arabische Dörfer ein und plündern die Einwohner. In dem Araberdorf M u j e i d a 1 in der Nähe der Migdal Zedek-Steinbriiche wurde von Terroristen ein arabisches Haus, dessen Besitzer sich geweigert hatte, 6ich erpressen zu lassen, in Braad gesteckt. Die arabischen Nachbarn trauten sich aus Furcht vor den Terroristen nicht, den Bedrohten zu Hilfe zu kommen. Fünf jüdische Hilfspolizisten eilten von den Steinbrüchen herbei, vertrieben die etwa 20 Mann starke Bande und retteten die Opfer, die schon schwere Brandwunden erlitten hatten. Das Dorf Mujeidal unterbreitete daraufhin den Behörden ein Gesuch, in dem es darum bittet, unter den Schutz jüdischer Richter gestellt zu werden. Der Terror von Arabern gegen Araber hat auch zahlreiche Todesopfer gefordert Au? seine Ausbreitung, auch über die Grenzen Palästinas hinaus, deutet die Notiz der arabischen Zeitung ..Felesti n" hin, nach der in das Haus des Ministerpräsidenten von Transjordanien, Ibrahim Haschern in Amman eine Bombe geworfen wurde, die jedoch nicht explodiert©. Die neue Kommission Im englischen Unterhaus wurde der Name des vierten Mitgliedes der Technischen Paläsünakommission vom Kolonienminister mitgeteilt: es ist Mr. Thomas R e i d. Mr. R e i d trat im Jahre 1905 in Ceylon in den Staatsdienst ein. Im Jahre 1919 wurde er zum Bürgermeister und Vorsitzenden des Stadtrates von Colombo ernannt und im Jahre 1925 zum Inspektor des Arbeitsdepartements. Im Anschluss daran wurde er zu besonderen Diensten in Verbindung mit der Einführung der neuen Gesetzgebung in Ceylon herangezogen. Seit seiner Pensionierung im Jahre 1931 fungierte er in der Seychelles-Kolonie als besonderer Finanzkommissar sowie als Vorsitzender der Völkerbundskommission, die mit der Organisierung und Oberaufsicht der Wahlen im Sandschak von Alexandrette beauftragt war. Die übrigen Mitglieder der Teflungskornmiseion sind, .wie bekannt, Sir John Woodhead (Vorsitzender), Sir Alison Russell und Mr. A. P. Waterfield. Wie bereits mitgeteilt, wird erwartet, dass sieb die Kommission so bald wie möglich nach Palästina begeben wird, um dort nach Abschluss der Osterieierlichkeiten in Jerusalem einzutreffen. Die Kreditgenossenschaften in Palästina Von unserem «-Palästina-Berichterstatter Tel-Aviv, Ende März 1938. Fast genau jeder fünfte Jude in Palästina ist Mitglied einer Kreditgenossenschaft. Selbstverständlich hat diese Feststellung mehr „statistische1' als tatsächliche Bedeutung. Denn unter den knapp 86 000 Mitgliedern, die Ende des Jahres in den 95 zur amtlichen Statistik berichtenden Kreditgenossenschaften organisiert waren, sind natürlich auch Doppelmitgliedschaften enthalten, obwohl einige grössere Institute sich neuerdings bemühen, solche Doppelmitgliedschaften nach Möglichkeit auszuschalten. Die" starke Verbreitung des Genossenschaftswesens auch in der Kreditwirtschaft des jüdischen Palästinas, ist höchst bezeichnend für den gesellschaftlichen Aufbau des jüdischen Sektors. Gerade weil es für bestimmte Schichten" von Kleingewerbetreibenden und Kleinbauern, Arbeitern, Angestellten und neuen Einwanderern oft schwer ist, die kleinen Einzelsummen, die doch eine so grosse Bedeutung für die Existenz des Kreditsuchenden haben können, auf dem Wege des eigentlichen Bankkredits zu erhalten, kam der Gedanke auf, die flüssigen Gelder, die ja auch innerhalb dieser Gruppen an manchen Stellen verfügbar sind, zu erfassen und so durch das System der Gegenseitigkeit aus eigener Kraft Kreditmöglichkeiten zu schaffen. Die so entstandenen Institute, gestützt durch die solidarische Haftung ihrer Mitglieder, vermochten dann auch Gelder von aussen zu erlangen und damit die Kreditbasis für ihre Mitglieder zu verbreitern. Die hier genannten Schichten der Kleinbürger, Kleinbauern und Arbeitnehmer spielen in der Zusammensetzung der jüdischen Bevölkerung eine besonders grosse Rolle. Die meisten . Kreditgenossenschaften beschränken sich auf bestimmte Ausschnitte dieser Gesellschaftsschichten, seien es Einwanderer aus bestimmten Ländern — auch die Einwanderer aus Deutschland haben eine sehr gut organisierte Kreditgenossenschaft — seien es bestimmte Berufsgruppen oder Einwohner bestimmter Ortschaften. Neben der soziologischen ist aber auch die wirtschaftliche Bedeutung der Kreditgenossenschaften nicht zu unterschätzen. Ende 1937 war rund ein Sechstel aller Depositeneinlagen bei den Genossenschaftsbanken konzentriert. Noch grösser war ihr Anteil an der bankmäasigen Kreditversorgung der Wirtschaft. Beinahe ein Viertel der von bankmässigen Instituten gegebenen Kundenkredite und Wechseldiskonte entfielen auf die Kreditgenossenschaften. Selbstverständlich sind bei dieser Rechnung die langfristigen Darlehen der Hypothekenbank und sonstiger Spezialinstitute nicht berücksichtigt. Wirtschaftlich und soziologisch bezeichnend ist auch der Unterschied der g e - nossenschaftlichen Entwicklung im jüdischen und im arabischen Sektor der palästinensischen Bevölkerung. Das jüdische Genossenschaftswesen hat schon seit Jahren einen hohen Stand erreicht Es ist daher erklärlich, dass im letzten Jahre nur noch ein geringes Wachstum festzustellen war. Die Zahl der "jüdischen Kreditgenossenschaften vermehrte sich um zwei auf 95, ihr Mitgliederbestand von rund 80 000 auf knapp 86 000. Demgegenüber hat sich die Zahl der arabischen Kreditgenossenschaften gerade im Laufe des letzten Jahres von 60 auf 120 verdoppelt und die Gesamtzahl ihrer Mitglieder von rund 3000 auf 5121 erhöht. Aber schon dieses Missverhältnis zwischen der Zahl der Institute und der Zahl der Mitglieder zeigt, dass es sieb bei den arabischen Genossenschaften um völlig andere Gebilde handelt, als bei den jüdischen. Die durchschnittliche Mitgliederzahl der arabischen Genossenschaft beträgt kaum fünfzig, die der jüdischen fast tausend. Eigenkapital und Reserven stiegen im Laufe des Jahres bei den jüdischen Genossenschaften von rund 750 000 auf rund 840 000 LP, bei den arabisch' n von 6000 auf 10 000 LP, die sogenannten geborgten Fonds — also Mittel, die den Genossenschaften von anderen Stellen für längere Zeit leihweise zur Verfügung gestellt wurden — erhöhten sich bei den Juden ungefähr von 700 000 auf 800 000, bei den Arabern von 50 000 auf 62 000. Noch krasser ist der Unterschied im Anleihegeschäft. Der ausstehende Betrag der an die Mitglieder gewährten Darlehen, einschliesslich der Wechseldiskonte, betrug bei den jüdischen Genossenschaften zu Beginn des Jahres 3,2 Millionen LP und erhöhte sich, unter Schwankungen, bis Ende 1937 auf 3,4 Millionen. Bei den arabischen Genossenschaften ist nur eine Steigerung von 56 000 auf 72 000 LP zu verzeichnen. Dieser besonders grosse Unterschied erklärt sich im wesentlichen daraus, dass den jüdischen Genossenschaften ausser dem Eigenkapital und sonstigen Quellen noch Depositen- und Spareinlagen der Mitglieder zur Verfügung standen, die sich bei ihnen sogar, im Gegensatz zu der per saldo leicht rückläufigen Entwicklung bei den eigentlichen Banken, im Laufe des Jahres von 2,7 auf 2,8 Millionen LP erhöhten. Die arabischen Kreditgenossenschaften dagegen betreiben überhaupt kein Depositen- und. Spargeschäft. Sie sind eigentlich keine Genossenschaftsbanken wie die jüdischen Kreditgenossenschaften, die über einen modernen Apparat verfügen und so ziemlich alle Arten von bankgeschäftlichen Transaktionen für ihre Mitglieder erledigen, und sie sind auch nicht, wie die jüdischen, aus eigener Initiative entstanden. Sie sind vielmehr auf Veranlassung der Regierang gegründet worden und bilden im Wesentlichen nur organisierte Sammelbürgschaften von bestimmten Dorfgemeinden für Saisonkredite, welche die Barclays Bank, das Finanzinstitut der Regierung, zur Stützung der fellachischen Wirtschaft gegeben hat Selbstverständlich sind auch in Palästina dem Arbeitsbereich der Genossenschaften gewisse natürliche Grenzen gesetzt, deren Ueberschreitung gefährlich wäre. Das gesunde Gleichgewicht kann nur im Wege der Arbeitsteilung zwischen den Genossenschaften und den anderen Formen des Geld- und Kreditverkehrs, nicht aber in einem blinden, auf Kompetenzüberschreitung beruhenden Wettbewerb erreicht werden. Es entspricht der gegenwärtigen Struktur und den Wachstumstendenzen der jüdischen Palästina-Wirtschaft, dass der finanzielle Schwerpunkt eindeutig bei den Kredit- und Depositenbanken im engeren Sinne sowie bei den verschiedenen Spezialinstituten liegt Dessen ungeachtet aber haben die Kreditgenossenschaften, innerhalb ihres natürlichen Aufgabenkreise«, gerade im jüdischen Palästina besonders wichtige und umfangreiche Aufgaben zu erfüllen. Wie stark das Bedürfnis danach ist, beweist die Tatsache, dass sich gerade die Genossenschaften selbst in dem schweren Jahr 1937 weiter aufwärts entwickeln konnten. Trotzdem ist nicht zu leugnen, dass sich gerade unter der Mitgliedschaft der Kreditgenossenschaften auch solche Kreise befinden, die von den Wirkungen der Wirtschaftskrise besonders schwer betroffen worden sind. Manche dieser Institute müssen daher bei den Zinseingängen sowie den Kreditrückzahlungen mit relativ hohen ' Rückständen rechnen. Die Erfahrung früherer Krisen hat aber gezeigt, dass trotz solcher Verzögerungen .die wirklichen Ausfälle meist nur gering sind. Die Bindung des Genossen an sein Finanzinstitut hat sich als ein sehr wirksamer Faktor der Kreditsicherheit erwiesen. Abgesehen von dem Eigenkapital und den Reserven sowie den erheblichen Sonderrückstellungen für Kreditrisiko usw. besteht, als latente Reserve auf Abruf, noch die Haftsumme der Mitglieder, die zur Zeit mit etwa 3,4 Millionen LP. also einem vielfachen des eingezahlten Kapitals, berechnet wird. Blick in die Wirtschaft Länder und Währungen Anmerkungen zurWelt- ■wirtschaft Steuer- Termine Palästina und Uebersee Postschlüsse Devisenrecbt - Gesetze und Entscheidungen Senden Sie mir bis auf Widerruf die G-V«-Zeitung 66 P f e n n i g zahle ich für Mai und Juni bei Vorlage der Postquittung an den Briefträger. Die beiden letzten April- Nummern erhalte ich kostenlos. Name: , Ort: — Strasse:« Ausschneiden und mit 3 Pfg. frankiert senden on* C.-V.-Zeft ung, Vertrieb, Berlin W15, Emser Str. 42 Teief.j 92 81 41-45 Die jüdischen Kreditgenossenschaften Palästinas sind im wesentlichen in drei grossen Gruppen zusammengefasst, deren jede über einen eigenen Revisionsverband sowie über ein eigenes zentrales Finanzinstitut, das seinerseits nicht in Form der Genossenschaft, sondern der Aktienbank organisiert ist, verfügt. Für die Genossenschaften der Arbeiterbewegung fungiert als Zentralinstitut die Arbeiterbank, für die Mitglieder des Revisionsverbandes Merkas die Bank Serubabel und für eine andere wichtige Gruppe die „Central Bank of Cooperative Societies", die einer ausländisch-jüdischen Finanzgruppe nahesteht. Auch besteht eine gewisse Staatsaufsicht über die Kredit- Entsprechend der Bevölkerungsstruktur des jüdischen Palästina liegt das Schwergewicht der Kreditgenossenschaften in der Stadt Zwar beträgt die Zahl der städtischen Genossenschaften nur 36 — gegen 59 ländliche — aber ihr durchschnittlicher Mitgliederbestand ist mit rund 1800 annähernd sechsmal so gross wie bei den ländlichen Genossenschaften, und ähnlich ist das Verhältnis in bezug auf den Geschäftsumfang. Bei all diesen Zahlen und Tatsachen ist aber zu beachten, dass die Kreditgenossenschaften nur einen Ausschnitt aus der Genossenschaftsbewegung des jüdischen Palästina darstellen. Ein erheblicher Teil der landwirtschaftlichen und handwerklichen Produktion, des Einkaufs und des Vertriebs sowie namentlich des Verkehrsgewerbes ist ebenfalls in genossenschaftlicher Form organisiert. „Weitzentram für jüdische Musik,in Palästina" Kürzlich fand in Anwesenheit von Vertretern aller Kulturorganisationen Palästinas und von etwa 200 Gästen die konstituierende Versammlung des „Weltzentrums für jüdische Musik" statt, die von dem Mitglied der Zionistischen Exekutive und der Jewish Agency, Jizchak Grünbaum, geleitet wurde. Dr. Salli L e v i erstattete einen Bericht über die bisher geleisteten Vorarbeiten, Hermann S w e t und der Komponist Salomo Rosowsky hielten Referate über Ziele und Ideologie des „Weltzentrums". Es überbrachten Grüsse der stellvertretende Bürgermeister von Jerusalem, Daniel Auster, und Karl Salomen vom Palästinensischen Rundfunk. Die Versammlung, die mit einer Rede des Leiters der Kulturabteilling des Waad Leumi, Dr. Jehuda Kauffmann, schloss, begrüsste die bevorstehende Herausgabe einer Zeitschrift für jüdische Musik, „Musica Ebraica", (Herausgeber: Dr. Salli Levi, Redakteur: Hermann Swet) und verkündete die Proklamierung eines Weltkongresses für jüdische Musik, der in Palästina im Laufe der nächsten zwei Jahre zusammentreten soll Es wurde ein Welt Präsidium gewählt, bestehend aus Ernest Bloch und Darius M i 1 - h a u d als Ehrenpräsidenten, Joseph A c h r o n (Los Angeles), Ernst Toch (Los Angeles), Josef Yasser (New-York), Lazare Sarai nsky (New-York), Salomo Rosowsky (Palästina), Karol Rathaus (London), Heinrich Schalit (Rom) und Joachim Stutscheneky (Wien) als Präsidenten. Die Exekutive setzt sieh zusammen aus: Dr. Salli Levi (Präsident), Salomo Rosowsky, Dr. Erich H u r w i t z, Paul J a c o b i, Max L am - p e 1, Karl Salomen und Hermann Swet ..pp.crr^r."^^,., TEPP ICH HA US ZENTRUM BerSSn €2, Spsndauer Strasse 28 an der KSnisstrasse