Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 17 (1938)
- Issue
- 12 (24.3.1938)
- Date
- 1938-03-24
- Page
- – (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 12 * Beiblatt 24. Marz 1938 * Seife 19 blati C-.V.- Kongresse und Beschlüsse Der Makkabi tagte in Paris Einige wichtige Beschlüsse fasste der Makkabi-Weltverband, auf dessen kürzlicher Tagung in Paris insgesamt 21 Landeskreise durch 85 Delegierte vertreten waren. Von "besonderem Interesse scheint uns, dass man die III. M a k k a b i a h, die schon in diesem Jahre stattfinden sollte und verschoben werden musste, nun endgültig im Frühjahr 1939 durchzuführen beabsichtigt. Die Exekutive des Makkabi wurde beauftragt, die Verhandlungen mit anderen jüdischen Sportorganisationen zwecks Beteiligung an der kommenden Makkabiah aufzunehmen. Wesentlich erscheint auch die Gründung einer „Gesellschaft der Freunde des Makkabi", der die materielle und ideelle Unterstützung des aktiven Makkabi obliegt. Fernerhin wurde die Einrichtung einer palästinensischen Sportlehrerschule gefordert. Im Verlauf der Vorstandswahlen ehrte man Lord Melchett durch seine Ernennung zum Ehrenpräsidenten. Startblocke und andere Neuerungen Wenige Tage zuvor war Paris auch Schauplatz der IAAF-Tagung, d. h. der alljährlichen Zusammenkunft des Internationalen Leichtathletik-Verbandes. Während der Federation insgesamt 54 Staaten angehören, hatten sich diesmal nur 35 Vertreter von 17 Nationen eingefunden. Neben der Anerkennung einer grossen Anzahl neuer Weltrekorde die im einzelnen bekannt sein dürften, verdienen besonders die Neuregelungen einiger Wettkampfbestimmungen erwähnt zu werden. Zunächst wurde der Antrag auf Einführung von Startblöcken mit Wirkung vom 1. Januar 1939 angenommen. Mit deren Hilfe können nicht nur die Startvorbereitungen -beschleunigt werden, vielmehr wird auch die Aschenbahn wesentlich geschützt, da in Zukunft das Graben der Startlöcher entfällt. Die Blöcke, die nach den in Amerika gewonnenen Erfahrungen am zweckmässigsten. aus hartem Material bestehen und anpassbar gemacht werden können, aber keine Sprungfeder oder irgendeine Vorrichtung aufweisen dürfen, die künstlich den Anlauf des Startenden begünstigen, sind jederzeit ohne Verzögerung und ohne Beschädigung der Bahn aufzustellen und abzubauen. Eine neue Regelung hat auch das Aufgabengebiet des Starters erfahren. Er allein hat nun die Entscheidung über die Gültigkeit des Starts. Der Start erfolgt durch einen Pistolenschuss. Der Startende muss ruhig, d. h. ohne zu zucken oder die Glieder zu bewegen, auf den Schuss warten. Bei jedem Ablauf hat sich der Starter so zu stellen, dass er ungefähr gleich entfernt von allen Wettkämpfern steht. Für internationale Kämpfe wurden Mindestanlauf weiten im Hochsprung (15 Meter), im Weitsprung, Dreisprung und Stabhochsprung (40 Meter) sowie im Speerwerfen (25 Meter) festgesetzt. Für den Hochsprung allein gilt in Zukunft folgende Zusatzbestimmung: „Wenn ein Teilnehmer aufhört zu springen, bevor er -drei misslungene Versuche nacheinander gemacht hat, gilt er bei der von ihm zuletzt übersprungenen Höhe als ausgeschieden." Diese Regelung ist insofern wichtig, als in einem Wettbewerb bekanntlich der Teilnehmer gewinnt, der am Schluss bei gleicher Höhe die geringste Anzahl von Fehlsprüngen aufzuweisen hat. Daher kam es oft vor, dass ein Wettkämpfer, der eine Höhe nicht mehr zu schaffen glaubte, einfach auf die ihm zustehende Höhe verzichtete, um auf diese Art Kraft zu sparen und weniger Fehlsprünge aufweisen zu können. Einen breiten Raum nahm natürlich die Vorbereitung und Terminbestimmung der nächsten Olympischer.. Spiele in Tokio ein. Fussfehler bleiben verboten Im Verlauf der Internationalen Tennistagung beschäftigte man sich ernstlich mit einer Umgestaltung der viel kritisierten Fussfehlerresel. Da jedoch die notwendige Mehrheit für einen der zahlreichen Vorschläge nicht zu erreichen war, bleiben die bisherigen Bestimmungen unverändert gültig. U.a. war beantragt, das Hochspringen beim Aufschlag zu erlauben, nicht aber das Gehen; ein weiterer Vorschlag wiederum wollte lediglich das Ueberschreiten der Grundlinie verboten wissen. Profi-Boxer vor der Einigung Den Bemühungen des italienischen Boxverbandes ist es nun doch gelungen, eine Weltkonferenz zwecks Zusammenfassung aller in der Welt bestehenden Berufsboxer-Verbände zustande zu bringen. Sie soll am 19. April in R o m stattfinden. Man rechnet damit, dass die Vertreter von 70 Staaten und Ländern anwesend sein werden. Auch die New-Yorker Boxsport-Behörde, die bisher als einzige noch Schwierigkeiten machte, hat nach Zusicherung einiger von ihr vertretener Anträge ihre Teilnahme erklärt. lg Sportbetrieb überall Bayern Fussballkämpfe: ISC Fürth—ITUS Nürnberg 3:3 Bis zur Pause erzielte Nürnberg drei Tore, die Fürth erst nach der Pause durch eine grosse Energieleistung seiner Mannschaft aufholen und so einen wichtigen Punkt aus diesem Verbandsspiel erringen konnte. Schiedsrichter Sehafheimer (Würzbtirg) hatte das Spiel jederzeit in der Hand. Jugendverbandsspiel: ISC Fürth—ITUS Nürnberg 7:1. ■ R. St. ITUS Nürnberg—Schild Stuttgart Das Erscheinen des südwestdeutschen Pokalsiegers Schild Stuttgart hatte seine Anziehungskraft nicht verfehlt. Man sah ein ritterlich durchgeführtes, flinkes und abwechslungsreiches Spiel, bei dem die Nürnberger verdienter Sieger wurden. Die Nürnberger Mannschaft war in guter Verfassung,' während die Stuttgarter Elf. durch Spielerverluste erheblich geschwächt, nicht recht überzeugen konnte. Dennoch hätte eine Niederlage leicht vermieden werden können, wenn der Torwart seine Ausflüge weit über die Strafraumgrenze hinaus unterlassen hätte. ISC Fürth Knaben—ITÜS Nürnberg Knaben 3 :0. R. ST. Südwestdeutschland TCK 03 erzwingt ein 2:2 Nach einem flott durchgeführten Spiel trennten sieh in Stuttgart die beiden 1. Fussbai 1 mannschaften von Schild Stuttgart und TC03 Karlsruhe unentschieden. Das Ergebnis entspricht durchaus dem Verlauf. Gleich von Beginn an drängte Karlsruhe mächtig, nm <lann die Führung an die Stuttgarter abzugeben, die durch Ralf Maier zum 1:0 kamen. Ein Foul-Elfmeter brachte Karlsruhe den Ausgleich. Das Spiel war verteilt, a.ber auch systemlos, bis ein plötzlicher Durchbruch des Stuttgarter Linksausscn, Otto Wolf, zur 2:1-Führung führt. Karlsruhe drängte nun mächtig — mit dem Erfolg, dass Karlsruhes Verteidiger Kaufmann fast von der Mittellinie aus einen Ball auf das ungedeckte Tor wuchtet und damit Ausgleich und Endergebnis (2 :2) herstellte. Schiedsrichter Lyon (Frankfurt a* M.) hatte das Spiel jederzeit in der Hand. Schild Stuttgart AH—TC 03 Karlsruhe AH 1 : 4; Scniid Stuttgart Jugend—TC 03 Karlsruhe Jugend 0:2. E. H. Weitere Ergebnisse: F u s s b a 11 : JJB Hanau I—Bar Kochba Frankfurt a. M. Ia 5 : 3; Schild Frankfurt a. M. I—Bar Kochba Ottenbach 16:1; Schild Frankfurt a. iL II—JSV Offenbach AH 4 : 0 (-2 : 0). Handball: Schild Frankfurt a. M. Jugend—Schild Mainz Jugend 6 : 5; JJB Hanau Frauen—Hakoah Frankfurt a. M. Frauen 3:3: Fhilanthropin Frauen—Schild Frankfurt a. M. Frauen B 0:2; Bar Kochba Frankfurt a. M. Frauen—JSV Offenbach Frauen 4 : 1 (0 : 1). L. B. ¥ß& Si&d Mid §i®§> Sonntag, 27. März 1938 Berlin Turnen: Klubkampf JSG 33—Bar Kochba Hakoah in sämtlichen Klassen, Turnhalle Joachimsthaler Strasse 13, 16 Uhr. Handball: Verbandsspiele n. a. JSG 33 I—Harber I, 10K ühr, JSG 33 II—JBC „Berlin" I, 1-1 Uhr, beide Spiele: Grunewaldsportplatz. FussbaH: Verbandsspiele u. a. Hakoah II—-Hagibor I, U% Uhr Hakoah I—Hagibor II, IG Uhr, beide Spiele: Sportplatz am Schäfersee. Rheinland-Westfalen Fussball: Endspiel um die Westdeutsche Schild- Meisterschaft: JSG Schild Dortmund—Schild Bochum, Köln. Fort Deckstein; Punktespiele JTV 02 Köln— Schild Aachen/Düren. Köln, Fort Deckstein; Schild Düsseldorf—Schild Neuwied, Düsseldorf, Schild- Platz; Schild Bonn—Schild Krefeld, Bonn, Schild- Platz. Handball: Punktespiel Schild Bonn Frauen—Schild Krefeld Frauen, Bonn, Schild-Platz. Tischtennis: Mannschaftsmeisterschaft Schild Meschede—JSG Schild Dortmund, Meschede, Pension Kahn; JTV 02 Köln—Schild Krefeld, Köln, Schild-Turnhalle. Siidwestdeutschland Fussball: JJB Hanau I—Schild Frankfurt a. M. I, Hanau, Sportplate am Nebenbahnbof, lö% Uhr; Bar Kochba Frankfurt a. M. I—Bar Kochba Offenbach I, Frankfurt a. M., Sportplatz Sondershausener Strasse, 16 Uhr; JSV Offenbach I—Bar Kochba Frankfurt a. M. Ia. O f f e n b a c h , Sportplatz am Nebenbahnhof, 11 Uhr; JTB Frankfurt a. Main I—Schild Worms L Frankfurt a, M., Sportplatz Bornheimer Hang, lb% Uhr: JJB Hanau Jugend A—Schild Frankfurt a. M. Jugend A, H a n a u, Sportplatz am Nebenbahnhof, 12% Uhr; Schild Heilbronn I—Hakoah Karlsruhe I. Stuttgart, Sportplatz Feuerbacher Tal, 12% Uhr; TC 03 Karlsruhe I —Bar Kochba Mannheim I, Karlsruhe, TV 03, Sportplatz. 15K' Uhr. Handball: Bar Kochba Frankfurt a. M. Jugend— Philanthropin Frankfurt a. M. 2. Jugend, Frankfurt a. M., Sportplatz Sondershausener Strasse, 10 Uhr; Schild Mainz Jugend—Philanthropen Frankfurt a. M. 1. Jugend, Wiesbaden, Sportplatz Lahnstrasse, 15 Uhr; JJB Hanau Frauen—Schild Frankfurt a. M. 1. Frauen, Hanau. Sportplatz am Nebenbahnhof, 15 ühr: JSV Offenbach Frauen— Hakoah Frankfurt a. M. Frauen. Offe nbach, Sportplatz am Nebenbahnhof, 15 Uhr; Philanthropin Frankfurt a. M. Frauen—Bar Kochba Offenbach Frauen, Frankfurt a. M., Sportplatz Bornheimer Hang, 11% Ühr. Mitteldeutschland Handball: Bar Kochba Leipzig I—JTUS Nürnberg I, Leipzig, Bar Kochba-PIatz, 14 Uhr. Fussball: Bar Kochba Leipzig I—JTUS Nürnberg I, Leipzig, Bar Kochba-Platz. Tischtennis: Offenes Jugendturnier des Bar Kochba, Leipzig, Turnhalle Gustav-Adolf-Strasse 7, ab 9 Uhr. Schlesien Tischtennis: Sportgruppe Neisse—Jüdischer Touren- Ruder-Club Breslau, Neisse, Gemeindesaal, Goldammerstr. 2. Die für den 28. März angesetzte Filmveranstaltung des Jugendpflegedezernats der Jüdischen Gemeinde Berlin, in der eine Reihe von Sportfilmen gezeigt werden seilten, muss aus technischen Gründen ausfallen. Am 26. März findet im Philanthropin Frankfurt a. M. ein interessanter, geräteloser Turnwettkampf statt, an dem u. a. die Mädels von Hakoah Frankfurt a. M.. Schild Mainz und Bar Kochba. Frankfurt a. M. teilnehmen. Die Veranstaltung wird von Geräteturnen und Bosvorführungen umraämt. Schild Mannheim Meister Hoch favorisiert ging der TC03 Karlsruhe am 13. März in Pforzheim in den Fussballkampf gegen Mannheim. Wohl war die Turnclub-Elf während der ganzen Spielzeit überlegen, aber der Sturm verstand nicht zu schiessen. Mannheims Stürmer waren glücklicher und gewannen das Spiel mit 2 :1. Schild Mannheim A.H.—TC 03 A.H. 1:1: Schild Mannheim Jugend—TC 03 Jugend 3:2. K. W. Schlesien In Breslau: Tischtennismeisterschaften In Breslau brachte die dortige Sportgruippe des „Schild"' am 20. März die diesjährigen reichsoffen ausgeschriebenen Tischtennismeisterschaften des Sportbundes für Schlesien zur Durchführung. Zahlreiche Vereine beider Verbände aus dem Reich hatten ihre besten Spieler geschickt. Ira Herreneinzel gelangten Cohn (Sportgrappe Breslau) durch einen überzeugenden 3:0-Sie^ über Langsam (B. K. Berlin) und Makkabimeister Sprung (13. K. Berlin) gegen M. Fachler (Hagibor Berlin) in die Endrunde, in der sieh Sprung gegen den reichlich nervös spielenden Breslau er sicher mit 21:19, 16, 17 den Titel eroberte. Im Herrendoppel siegten die favorisierten Sprung/Langsam gegen Lustig/ Cohn (Sportgr. Breslau) 3 :1, während im Endspiel des Dameneinzels Frl. Blatt (Bar Kochba Breslau) gesreu Frl. Berglas (Sportgruppe Breslau) gewann. Ira Gemischten Doppel konnten sich Frl. Blatt/Redlich (Bar Kochba Breslau) überraschend über Frau Wedell/Jauch („Grunewald") hinwegsetzen und im Endspiel Frl. Lustig/Langsam 3:1 schlagen. — Das Herren-Einzel der 2. Klasse gewann Rippmann (Sportgruppe Breslau), Das Doppel Ritter/Rosenzweig (Hagibor Berlin). In Verbindung mit den Meisterschaften trugen Bar Kochba Hakoah Berlin, Hagibor Berlin und Sportgrappe Breslau einen Mannschafts-Dreikampf aus, den Bar Kochba gegen die Breslaucr, nachdem diese Hagibor 7 :2 ausgeschaltet hatten, klar mit 6:2 für sich entschied. Dul. In Ellgut-Steinau (Schlesien) traf eine kombinierte Mannschaft der Sportgruppe Neisse in einem F u s sb al 1 -Freundschaftskampf auf die neu gebildete Elf des Jüdischen Lehrgutes Ellgut. Die Gastgeber hielten sich überraschend gut und unterlagen nur knapp 3:4. _ Dul. Rheinland-Westfalen Westdeutschlands Handballmeister Am 20. März wurden zwar noch nicht die endgültigen Landesverbandsmeister im Handball ermittelt, die Situation ist jedoch soweit geklärt, dass die Vertreter für die Spiele um die Schild- Meisterschaft namhaft gemacht wrerden können. Bei den Männern verteidigte M. - G 1 a d b a c h / Rheydt seinen Titel durch ein 7:7 (4 :3) gegen AachcnlDüren. denn das noch ausstehende Spiel gegen JTV 02 Köln werden sie kaum verlieren. Der Kampf in M.-Gladbach war äusserst schnell und zeitweise auch hart. Gleich fanden sich die Gastgeber glänzend zusammen und bald stand es 4 : 0. Die Aachener gaben aber nichts verloren, hatten den Vorsprung bis zur Pause bis auf einen Treffer wettgemacht und führten kurz vor Schluss sogar 7:5. Erst ein Gewaltspurt brachte den Gladbachern das rettende und gerechte Unentschieden, Mars (Bonn) war ein hervorragender Leiter. Die Krefolder Frauen dagegen müssen den Titel abtreten. Nach der Niederlage "in M.-Gladbach verloren sie nun auch gegen Bonn mit 1:2 (1:1). Zwar waren die Krefelderinnen im Felde etwas besser, aber ihre ungenauen Torwürfe wurden von der glänzend aufgelegten Bonner Hüterin sämtlich zunichte gemacht. In den letzten Minuten kamen die Bonnerinnen immer mehr auf. Ihr Siegtreffer war nicht unverdient. Der Kampf verlief schön und fair. Die Leitung durch Heumann (Düren) war einwandfrei. J. G. Fussball in Köln In der Reihe der Pflichtspiele des Bezirks Mitfelrhein gab es ein Zusammentreffen von Neuwied und A a ch en / D ü ren. Nach verteiltem Kampf und mässigen Leistungenblieb Neuwied mit 4:1 (2 :1) geschlagen. Der Verlauf war reibungslos. Die Leitung durch Mars (Köln) ohne TadeL G. Schild Bonn in Hochform Kurz vor Schluss der Spielzeit zeigte die Fussball mannsehäft von Schild Bonn in Krefeld noch einmal, was sie wirklich kann. Technisch gross überlegen, kam die Mannschaft so genau ins Spiel, dass die Krefelder trotz guter Leistungen ihres To:- warts und rechten Verteidigers eine 8:2 (5:0)- Niederlage nicht verhindern konnten. Schild Bonn Schüler—Krefeld Schüler 3:1 (1 :1). In den Kämpfen nm die Tischtennis-Mannschaftsmeisterschaft im Bezirk Mittelrhein fiel die Entscheidung. M.-Gladbach (Rheydt siegte gegen Krefeld S: 4 und wurde dadurch -ohne Punktverlust Meister. Die Hockeym^nnschaften von Hakoah Köln und Schild Frankfurt a. M. trafen in Köln aufeinander and lieferten sich ein torreiches Treffen. Die im Angriff entschlosseneren Kölner gewannen den fairen Kampf mit 5:3 (2:1). Ausgezeichnet war die Leitung durch (Cohen (Schild M.-GladhachiRheydt). B. K. Frankfurt a. M. geschlagen Im Rahmen einer Reihe von Grossveranstaltungen „Makkabijugend bei Spiel und Sport" wurde am 20. März um den Preis des KKL im Handball und Fussball gekämpft. Ueberlegener Sieger wurden unerwartet die kombinierten Makkabimannschafien der Berliner Vereine, die sich gegenüber der Gegnerschaft des Bar Kochba Frankfurt a. M. und des Bar Kochba Leipzig erfolgreich zu behaupten vermochten. Die Turniere, an denen zwölf Mannschaften beteiligt waren, wurden in Kurzspieien zu je zweimal 20 Minuien durchgeführt. Im Handball siegte zunächst, Makkabi Berlin gegen Bar Kochba. Leipzig mit G : 3 und wenig später Bar Kochba Frankfurt a. M. gegen den gleichen Gegner mit 7 : 0. Im entscheidenden Treffen schien die Frankfurter Makkabi-Meistcrmannschaft ermüdet. Jedenfalls gab es an dem knappen 5 : 4-(3 : l-)Erfolg der Berliner nichts zu deuteln, zumal im Verlauf des Kampfes zwei Südwestdeutsche (Flörsheim und Wellwarth) vorzeitig vom Platz mussten. Die Entscheidungen des Schiedsrichters Mundstock (JSG 33) gingen, trotzdem sich die Frankfurter benachteiligt fühlten, durchaus in Ordnung. Das Jugend turnier gewannen dagegen die Jugendlichen der Frankfurter Gäste, die den Spiess umdrehten und ihre Berliner Kameraden, deren Form alles andere als überzeugend war. nach schönem, hoffnungsvollem Spiel mit 4:3 schlugen. Auch im Fussball blieb der Elf des diesjährigen Makkabi-Mcisters eine Niederlage nicht erspart; denn 15 Minuten vor Spielsehluss gelang es Ringel, den Berlinern das einzige und siegbringende Tor zu markieren. Mit Ausnahme eines Zwischenfalls blieb das Spiel dank der vorzüglichen Leistung des Schiedsrichters Loser (JSK) einwandfrei fair und kameradschaftlich. Giglirski schien schwächer als sonst. Bar Kochbas Leipziger Mannschaft war mit Abstand spielschwächer. Sie verlor gegen Berlin 0:3 und gegen Frankfurt a. M. sogar 0 : 6. Weitere Ergebnisse: Jugendhandball Bar Kochba Berlin—Bar Kochba Leipzig 3 : 3; Bar Kochba Frankfurt a. Main—Bar Kochba Leipzig 3 : 2; Jugcndfussball Makkabi Berlin (Auswahlmannschaft)—Bar Kochba Frankfurt a. M. 0:0; Makkabi Berlin (Auswahlmannschaft)- Bar Kochba Leipzig 9:0; Bar Kochba Frankfurt a. M.— Bar Kochba Leipzig 6 : 0; Sciiiilerfussball Hakoah—JSK 0:2; JSK—Hagibor 2:0; Hakoah—Hagibor 2 : 1. M. F. JSG 33-Frauen gewannen sicher _ Durch ihren Sieg gegen Bar Kochba Hakoah I, der mit 7:3 (5:1) recht eindeutig ausfiel, sicherte sich die Frauenmannschaft der JSG 33 auf ein weiteres Jahr den Meistertitel des Berliner Spielausschusses. Von den Spielen der Männer interessierten der knapoe 4 :3-Sieg von Bar Kochba II über Hagibor I und der 6 :1-Erfolg des „Maccabi" über die Ruderer des JRC Triton. Ündine gewann gegen JSG 33 A. H. mit 7: 0. * Bei den Hockeyspielern gab es zwischen Bar Kochba Hakoah I und-JSG 33 I einen unentschiedenen 1:1- Ausgang. Auf beiden Seiten sah man viel Ersatz. Das Treffen der zweiten Mannschaften gewannen die Bar Kocbbaner mit 3:0. H. F. JSG 33 Berliner „Schild"-Meister Durch den Verzicht des JBC „Berlin", der durch' Verhinderung von fünf seiner besten Spieler zum entscheidenden Kampf um die Berliner H and ballmeistersebaft des ..Schild1' am-20. März nicht antreten konnte, ist die JSG 33 kampflos in den Besitz des Titels gekommen. Dieses (vierte) Spiel war nötig geworden, nachdem der JBC am 13. März mit 6 :3, die JSG 33 einige Wochen zuvor mit 5:3 je ein Treffen gewonnen hatten. Das erste Zusammentreffen der beiden Gegner im Rahmen der Verbandsspiele, das wiederum den JBC mit 5 :4 als Sieger sah, wurde für die ,.Sehild"-Meistersehaft nicht gewertet. JBC „Berlin" boxte gegen „Maccabi46 Zum erstenmal trafen sich am Sonntag die „feindlichen Brüder": JBC Berlin und JBC Maccabi in vier Einladungskämpfen ira Rahmen eines Nachwucbsnachmittags des JBC Berlin. Ehrlich gesagt: die Kämpfe haben nicht ganz zufriedengestellt, vor allem, weil die Zusammensetzung der Paarungen nicht befriedigte. Die einzigen passenden Gegner schienen uns Katz (Maccabi) und Link (JBCB) zu sein, die sieh dann auch den schönsten Kampf des Tages lieferten. Das Unentschieden ging in Ordnung, obgleich Link in der dritten Runde ein wenig im Vorteil gewesen sein muss. Und wenn er sich nicht auf die Kampfesführung seines Gegners eingelassen, sondern seine technischen Vorteile ausgespielt hätte, wäre sein Sieg nicht überraschend gekommen. Leo Levy, Mittelgewich tsmeister des „Schild", der vor seiner Auswanderung das letztemal im Ring stand, boxte gegen den 15 Pfund schwereren Lcwkowitz. In jeder Runde kam es zu wilden, aber kopflosen Sehla.gwecb.seln, die beide abwechselnd groggy sahen. Dass Lewkowitz jede Chance wahrnahm und seine Gewichtsvorteile kräftig ausnutzte, war nicht verwunderlieh. Wo dies allerdings regelwidrig geschah, hätte ihn der Ringrichter in die Schranken weisen müssen. Das unterblieb und benachteiligte Levy offensichtlich. Der Punktsieg von Lewkowitz war knapp, allerdings durchaus verdient. Auch Ruckenstein (Maccabi), der Günter Loewinski (JBCB) zum Gegner hatte, war schwerer. Das mag wohl mit ein Grund zum Unentschieden gewesen sein, trotzdem man Loewinskis Leistung hoch anerkeunen musste. Einen klaren körperlichen Unterschied gab es ebenfalls im vierten Treffen: Eskanazi I (Maccabi)—Koslowski (JBCB). Der um einen Kopf kleinere und muskelbepackte Maccabi- Mann bearbeitete die Körperpartien des für einen solchen Kampf noch keineswegs reifen, schlanken JBCers derart, dass der Kampf in der zweiten Runde abgebrochen werden musste. In den internen Rahmenkämpfen gab es ausgezeichneten Sport. Am besten gefiel wieder Klaus Schnell, der seinen guten Gegner Kokoski klär auspunktete. Weiterhin schlug Neubieser seinen Kiubkameraden Ziegelmann, Goldbarth blieb über Alexander und Ostrowski über Kurt Link erfolgreich. Unentschieden trennten sich S. Loewinski und Herzog. Der Anfang ist gemacht. Die JBCer haben bewiesen, dass sie dem Maccabi durchaus ernsthafte Gegner sein können. Deshalb müsste schon aus sportlichen Interessen die weitere Zusammenarbeit der beiden Berliner Boxvereine in besonderem Masse gefördert und unterstützt werder9 M. F,,