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Central-Verein-Zeitung · 1938-03-24 · 12 (24.3.1938) · page 16

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
17 (1938)
Issue
12 (24.3.1938)
Date
1938-03-24
Page
– (sequence 16)
Language
German
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C.-V.-Zeltung Nr. 12 * 24. Marz 1938 wer in Mainz, hörte man zwei Horras von Schönberg, sowie Werke-Von Lalo, Tschaikowsky und Meyerbeer. Der wohldiszip'linierte Klang-, körper vermittelte wiederum einen hohen Kunstgenuss. Theo R a t n e r als Solist wusste ausserordentlich durch seine geschmeidige Bogenführung zu' gefallen. — Ehrliche Bewunderung löste in einem Klavierabend das technisch -eminent hohe Können Erich Landerers .aus. In Werken von Debussy, Schubert, Chopin. Rachmaninoi'f, Liszt und De Falla erntete er grossen Beifall und musste sich wiederholt zu Zugaben verstehen. M—l. Im letzten Konzert, dasder Jüdische Kulturbund Mannheim in dieser Saison veranstaltete, bewies das Orchester der Jüdischen Kulturbünde unter Professor Julius P r ü w e r erneut seine bemerkenswerte Qualität. Erich Landerer als Solist, der ebenso Schuberts anforderungsreicher Wander-Fantasie wie Mussorgskis „Bildern einer Ausstellung" gerecht wurde, bot den Höhepunkt seiner stürmisch bejubelten Gaben mit Chopin. So. Die Beuthener Kleinkunst bühne wartete mit einer netten Ueberraschung auf. Abweichend von den sonst üblichen revueähnlichen Darbietungen brachte Willy Feuereisen in Zusammenarbeit mit Poidy Jotikowitz eine Kleine$! Malermeister Osker Simenauer Berlin W 15. Pariser .«ffr. SO. 92 15 37. Erstkl. Ref. operette „Von Liebe und von Dauerwellen" auf die Bühne. Grosstadtmässig war das Bühnenbild von H. F r Ö h 1 i c h. Feuereisen riss das Publikum durch seinen unverwüstlichen Humor und seine Fingerfertigkeit zu Beifallsstürmen hin und gab auch das Tempo an, dem sich Lotte Eisenhardt schauspielerisch und gesanglich anschloss. Zita N e u m a n n , Heinz Stern, G. Alexander und Max Löwenstein wurden den Anforderungen ihrer Rollen gerecht. Die musikalische Üntermalung besorgten wieder Edgar K u 11 o e r und Heinz Imbach. W. F. Der Hamburger'Kulturbund erzielte mit der Aufführung von Molnärs ..Deliia" im Breslauer Kulturbund einen grossen Erfolg, der ebenso der geistreichen Komödie wie der Darstellung galt. Schw. In der Synagoge in Neuss fand eine musikalische Veranstaltung statt. Julius Goldberg, Musiklehrer an der Jawn.escb.ule in Köln, referierte über das jüdische Volkslied. Adelheid Hess (Köln) sang mit wohlklingender Altstimme u. a. jüdische Volkslieder. Im Kulturbund Königsberg (Pr.) gaben Ruth Co n d e 11 und Nelly Hirscheinen Tanzabend. Die glänzende technische Ausbildung, die beschwingte "Grazie, die sprechende Mimik und das mitreissende Temperament der jungen Tänzerinnen entzückten das Publikum ebensosehr wie die geschickte Zusammenstellung des Programms und die frohen Farbender schönen Kostüme. Am-Klavier begleitete, sich anpassend und anfeuernd, Werner Baer. Seine Klaviervorträge waren mehr als "nur Ausfüllung der Umkleidepaüsen. L. Lck. Der jüdische Kulturverein Landsberg a. d. W. veranstaltete einen Liederabend mit Alice Hannes-Cassirer (Berlin) und Ellen Epstein (Berlin). Sängerin und Pianistin fanden reichen Beifall. Sie konzertierten auch in Küstrin. Im Kulturbund Nordhausen sang Fränze Rosenthal (Halle) mit schönem Mezzo Werke von Dvorak. Schubert, Mendelssohn und Verdi. Elsbeth Warburg brachte das schwere Werk von Moritz Moussorgsky ..Bilder einer Ausstellung", nachdem sie vorher die einzelnen Bilder erläutert hatte. F. Jüdisches Leben Berlin Mitteilungen des Jüdischen Lehrhauses: Die Vorlesung von Curt Borcbardt „Welche Anforderungen werden im Auslande an den Radio-Ingenieur. gestellt?'1 (28. März. 20H Uhr) ist nach Fasanen- Strasse 80 verlegt worden. Der Photok u r s u s findet jeden Dienstag. 20 bis 22 Uhr, Marburger Strasse 5, statt. Zum 1. April können noch Teilnehmer in den englischen Intensivkursus aufgenommen werden. Am 1. April beginnt ein spanischer Tageskursus (Montag bis Freitag von 9 bis 13 Uhr), Teilnehmergebühr 30 RM. Dauer vier Monate. Auskunft und Anmeldungen im Sekretariat, W 50, Marburger Strasse 5, III, Telephon 24 55 87, Montag bis Donnerstag von 10 bis 12 und von 16 bis IS Uhr. Dortmund In der Vereinigung für das religiös-liberale Judentum hielt Konrektor i. R. M. Andorn (Essen) an drei Abenden eine Arbeitsgemeinschaft über das Thema ..Die zwölf Stämme, eine Familienforschung" ab. Am ersten Abend erläuterte er Namen und zeigte uns die werdende Sippenbiidung in Quer- und Längsverbindungen. Am zweiten Abend Hess er die Sippe zum Stamme werden, unterstützte die hochinteressanten Ausführungen durch zahlreiche Skizzen und Tabellen, und am dritten Abend zeigte er die Lagerung der Stämme, ihre vorzüglichsten Aufgaben und Pflichten. Die instruktive Art. mit der Andorn vorzutragen versteht, liess Zeit und Raum schwinden und alles in sichtbare Nähe treten. Er führte uns ins Heim der Patriarchen, die wir ehrfurchtsvoll grüssten. Des alten Tempels Pracht und Herrlichkeit liess er uns bewundernd schauen. Es waren anregende Ausführungen, wertvolle Abende. ' E. G. Mainz Dr. Ludwig Feucht wanger (München) sprach im Jüdischen Lehrhaus über ..Eigenwelt und Umwelt im Werke Franz Rosenzweigs". Der Redner verstand es, den Werdegang dieses seltenen Menschen den zahlreichen Hörern anschaulich zu vermitteln. — Assessor Lichten (Mainz) gab in einem ..Bericht über eine Itaiienreise'^ eine ausgezeichnete Schilderung des modernen Italien. M-l. München Auf Einladung des Jüdischen Lehrhauses hielt Dr. Hans Liebeschütz (Hamburg- Berlin) einen Kursus vor Jugendführern über das Problem des Geschichtsunterrichts, dargetan an der Behandlung der Entwicklung des englischen Imperiumsrund einen Vortrag über den Anteil der Juden am Aufbau der englischen Monarchie. Mit überlegener Beherrschung der historischen und wirtschaftlichen Zusammenhänge und besonderem pädagogischen Geschick gab der Redner eine -gediegene Einführung in die wichtigen 'Stoffgebiete; 'Es wäre solchen, wirklich wesentliches Bildungsgut vermittelnden Veranstaltungen ein weit besserer Besuch zu wünschen. H. L. Stuttgart Im Jüdischen Lehrhaus sprach Dr. Werner Cahnmann (München) über „Geistige Grundlagen des Palästina - Aufbaus". Nach einer pfastischen Darstellung, der der eigentlichen Einwanderung vorangehenden religiösen Strömungen im westlichen und östlichen Judentum, gab er einen fesselnden U eberblick über die zur Zeit im Gang befindlichen Bewegungen religiöser, sozialer und kultureller - jüdischer Geist Art und vermittelte seinen Hörern einen klaren Eindruck von der derzeitigen Situation. A- R. Krankhafte Ueberempfindliehkeit Die Frage der Ueberempfindliehkeit beschäftigt heute, wo das Zeitgeschehen so viele Menschen „überempfindlich" gemacht hat, Aerzte und Laien in. gleicher Weise. Es ist eigentlich — wie eo vieles, was plötzlich als „Neuheit" auftaucht — ein uraltes Problem, das in der täglichen Erfahrung immer wieder erscheint; man denke nur an die Nesselausschläge nach Genuss von Erdbeeren. Die wissenschaftliche Forschung ist der Sache nachgegangen und hat — von manchen Seiten nicht ganz unwidersprochen — eine ganze Reihe von Krankheitsbildern festgestellt, die auf einer besonderen Empfindlichkeit gegen einen bestimmten Reizstoff beruhen und zum Verschwinden kommen, wenn dieser schädliche Stoff ausgeschaltet wird — vorausgesetzt, dass nicht eine organische Krankheit zugrunde liegt. Nebenbei bemerkt, können beide Ursachen zugleich wirksam sein und ineinandergreifen. Dass manche Menschen selbst so alltägliche Dinge wie Milch, Ei, Mehl, Schokolade, Fleisch absolut nicht vertragen, ist bekannt. Aber auch leblose Gegenstände der Umgebung, beispielsweise Bettfedern. Tierhaare. Blütenstaub, lösen — wenn sie mit dem Körper irgendwie in Berührung kommen — bei entsprechender Empfänglichkeit sogenannte Ueberempfindlichkeitskrankheiten aus. Es sei auch an den Heuschnupf en, an das Bettfedern-, das Katzen- und Stallasthma erinnert. In einem bemerkenswerten Vortrag vor der Jüdischen Aerzteschaft m Berlin erläuterte Dr. Lucie Adelsberger — im Rahmen einer von der jüdischen Gesundheit s v e r w a 11 u n g in der Josef-Lehmann- Schule veranstalteten Vortragsreihe — dieses Problem und wies darauf hin, dass allerlei Magendarmstörungen, selbst Gallenkoliken, Migräne, Herzbeschwerden und Gelenkleiden unter Umständen durch einen bestimmten schädlichen Reizstoff ausgelöst werden können. Mit der Ausschaltung des Reizstoffes schwindet, wie bereits erwähnt, die Ueberempfindliehkeitskrankheit. Andernfalls muss der' Patient versuchsweise desensibiliert, d. h. durch allmähliche Gewöhnung an das schädliche Agens, abgestumpft werden. Nach Dr. Lucie Adelsberger sprach Dr. F. Hirs-ehberg über „neuere Diagnostik und Behandlung der Ülcuskrankheit''. B. Geheimrat I. Boas Ein bis vor wenigen Jahren viel genannter Kliniker in Berlin, Geheimrat Prozessor Df. Ismar Boas, ist in Wien, wohin er vor zwei Jahren übersiedelte, kurz vor Beginn seines 80. Lebensjahres gestorben. Er war — das ist bezeichnend für seinen ganzen beruflichen und wissenschaftlichen Werdegang — einer jener wenigen grossen Forscher, die ohne irgendeine akademische Anlehnung gehabt zu haben, ganz aus sich heraus zu einer international anerkannten Autorität auf seinem Sonderfach der Magen-, Darm- und Stoffwechselkrankheiten emporgewachsen ist. Seine Arbeiten und Bücher — diese in einer wunderbaren Klarheit geschrieben — sind bis in die letzte Zeit seines Schaffens tonangebend gewesen, so vor allem sein grosses „Lehrbuch der Diagnostik und Therapie der Magenkrankheiten". Ueberall anerkannt ist auch sein bis vor kurzem von ihm selbst geleitetes „Archiv für Verdauungskrankheiten". Nebenbei war Boas ein Mensch von einer wirklich universellen Bildung, der auch die Dinge in seinem engeren Beruf mit weitem Blick und feinem Verständnis betrachtete, arbeitsfreudig und arbeitszäh bis in die letzten Tage, wo er noch unentwegt im Laboratorium eines seiner Wiener Schüler tätig war. Prof. B. In Zürich hielt Professor Dr. Harry T o r c z y n e r auf Einladung der Universität einen, Vortrag über das Thema „Vom Bibelwort zum lebenden Hebräisch'1. * Zur Feier des 300. Jahrestages der schwedischen Kolonie Nya Sverige begab sich Professor E1 i Heckscher (Stockholm) auf eine Vortragstournee in die Vereinigten Staaten, wo er an verschiedenen Universitäten sprechen wird. Professor Ileckstlic-r wurde von der American Eenonomie Association zum Honorary Foreigns Fellow ernannt,^ eine Ehrung, die bisher ausserhalb der Staaten nur 25 Gelehrten zuteil wurde. K. S. Jüdischer Kulturbund Berlin Wochenplan Theater in der Konunandantenstrasse 57, 20 Uhr: ..Wennich Köuig wä r"': 26. März (Abt. 21, 31), 27. März (Abt. 23. 33), 29. März (Abi 44, 54), 30. März (Abt. 22, 32), 31. März (Sonderverapstaltnng für Mitglieder. Abonnenten und Abweehsler); „Kap derguten Hoffnun g": 28. März (Abt. 9, 19). Kulturbundsaal, Kommandantenstr. 58/59: Kleinkunstbühne, „Warum lügst du, Cherie?'1: 26. und 27. März, 20}< Uhr; 20 Uhr: 28. März: Vortrag Johann Meyer und Lotte Rosenbaum- Schwarz; 30. März: Vortrag Dr. Max O s h o r n. In der Aufführung von Molnars „Deliia", der nächsten Premiere, führt Dr. Hans Buxbaum Regie. In den Hauptrollen: Jenny Bernstein, Fritz Wisten, ferner Elfriede Borodkin, Walther Herz, Siegmund Nunberg, Martin Brandt, Fritz Lion, Alfred Lichtenstein, Eva Baruch. Ausstattung: Heinz Condell. Zur Aufführung noch in dieser Spielzeit hat der Kulturbund das Werk „Der Gerichtstag" (Land in Flammen), ein Palästina-Spiel ans dem Jahre 1936, von Bat-Dori erworben. Bearbeitung: Herbert Friedenthal. Theater der jüdischen Schulen, Berlin. Die nächsten Aufführungen finden am 4. und 11. April, und 19^ Uhr, im Jüdischen Brüdervereinshaus statt. In dem Lustspiel von Sturm und Färber „D a s Extemporale" wird Max Ehrlich als Gast mitwirken. # Der Gesellschaltsabend zugunsten des Jüdischen Kulturbundes Berlin am 2. April im Jüdischen Brüdervereinshaus, W 62, Kurfiirstenstrasse 115,f116, verspricht durch die Mitwirkung der Mitglieder des Kulturbund ensembles eine besondere Note zu erhalten. Eine Repertoiresehau als Uebersieht über die erfolgreichsten Stücke der letzten Jahre wird von den Solisten in den entsprechenden Kostüme» geboten. Lustige Verse stammen von Max Ehrlich, der auch mit anderen Ueberrascbungen aufwarten wird. Zu dem reichhaltigen Programm gehören u.a. Solotänze, eine Tombola mit wertvollen Stiftungen jüdischer Firmen. Zum Tanz spielen drei Kapellen auf. Tischplätze und Eintrittskarten in denbekanntes Vor verkaufssteilen und telephonisch unter 17 69 43. iiniiuiniiiiiniiiinuiiuniiuiiiiiiinnunTiniiiiiiuiiiiiniiiiiinuiiiniiifi An alle Mitarbeiter Wir bitten dringend, Einsendungen nicht an ein bestimmtes Mitglied der Redaktion zu richten, sondern an die Redaktion der C.-V.-Zeitung, da bei Urlaub oder beruflicher Abwesenheit des betreffenden Redaktionsmitgliedes die Gefahr besteht, dass Briefe uneröffnet liegen bleiben, die Zustellung der Arbeit verzögert oder die Veröffentlichung unmöglich wird. Literatur über Musik In der ,.M onatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums" untersucht Erich W e r n e r die ..Hebräischen Intonationen in B. Marcellos Estro poeticoarmonico". Es handelt sich um synagogale Weisen, die der nichtjüdische italienische Meister in seinen 1724—27 erschienenen Psalmkompositionen verarbeitet hat, und zwar sowohl solche des sefardischen wie des aschkenasischen Ritus. Der Aufsatz berichtet eingehend über Entstehung und Geschichte des seinerzeit weitverbreiteten Werkes, das u. a. schon 1728 in Hamburg (durch Mattheson) aufgeführt wurde, und unterzieht in seinem zweiten Teil die von Marcello etwas abgewandelten Melodien einer gründlichen stilkritischen Untersuchung. Darüber hinaus werden wesentliche, vor allein quellenkundliche Fragen der jüdischen Musikgeschichte berührt. H. Fr. Im Jibueh-Verla?. Wien (Auslieferung auch durch, den Hofmeister-Figaro-Verlag), ist ein ..Jüdisches Jugendalbu m" erschienen, das zwölf Originaikompositionen lebender Tonsetzer enthält. Diese Veröffentlichung stellt einen Versuch, dar, die instruktiven und pädagogischen Begabungen der jüdischen Komponist en unter Beweis zu stellen. Die zwölf kurzen Stücke sind für den Anfangsunterricht gedacht Wir rinden bekannte Komponistennamen wie Achron, Dessau, Rothmüller, Stutschwesky mit kurzweiligen und bunten Impressionen. " Besonders begrüssenswert ist die Mischung von zwei- und vierhändigen Stücken für Schüler und Lehrer. K. W. Musiknotizen Das Palästina- Orchester brachte unter Hans Wilhelm Steinberg u.a. die 6. und 8. Sinfonie sowie das Triplekonzert von Beethoven, die Symphonie phantastique von Berlioz. Wladinir Vogels ,Ritmica ostinata", Bruchs Violinkonzert (gespielt von H. Basserruann), Stravinskys Petrusebka, Chopins f-moli-Konzert und Mozarts Jupiter-Sinfonie. Als weitere Dirigenten wurden Eueren Szenker. I. Dohr owea und "M. Sarg^nt gewonnen: im April wird Toscanini dirigieren. Michael Taube brachte mit seinem Kamnicrorchcstor klassische und moderne Werke, u. a. Hindemiths ,.Daimon"-Suite; die Cembalistin Alice Ehlers spielte Werke von Haydn und Mozart. In weiteren Konzerten gab es neue palästinensische Musik, u.a. Werke von Karl Salomon und Peter Grade n w i t z. Auch Schumanns jetzt erst veröffentliches Violinkonzert wurde bereits aufgeführt. Konzerte der Tel-Aviver Konservatorien brachten u.a. Werke von Bach, ■ Mendelsohn, Braams und Schubert. Das H a u s e r - Quartett brachte, ein Werk seines Bratschisten, des Hindemi tb-Schülers Heinrich Jacoby, zur Uraufführung. Die neue palästinensische Kammer-Oper unter der L-eitung von Bruno Fränkel und der musikalischen Leitung von A. Daus eröffnete mit Offenbachs „Verlobung unter der Laterne" und Adams „Doli", wobei der Orchesterpart von zwei Klavieren übernommen werden musste. Im Stockholmer Konzerthaus wurde unter Leitung von Fritz Busch als Gastdirigenten die ..Hebräische Rhapsodie" des Stockholmer Komponisten Moses Pergament uraufgeführt. Der Erfolg war gross. Der finnische Dirigent Simon Pergame nt-Parmet, ein Bruder des Komponisten, wurde für den Sommer 193S von Huberman für das Palästina-Orchester verpflichtet. Er wird die ..Hebräische Rhopsodie': seines Bruders aufführen. Gleichzeitig wird die Fantasie „Dyhuk" von Moses Pergament in Tel-Aviv uraufgeführt. * Bronislaw Huberman befindet sich in London. Er ist soweit wiederhergestellt, dass er das Violinspiel wieder aufnehmen konnte und gleichsam sein eigener Lehrer ist. Es ist damit zu rechnen, dass er in der kommenden Saison auf das Konzertpodium zurückkehren kann. * Der. Mannheimer Komponist Hugo Adler hat ein Werk „Akedah" vollendet, eine für Soli, Gemischten Chor, Orchester und Klavipr geschriebene' biblische Legende, dargestellt na-^h Genesis Kap. 22 aus der Buber-Rosenzweigschen Bibel-Uebertragung und den Ueberliefernngen aus Mi drasch und Agadah. x. In Genf gab die Tanzgruppe N i k o w . die aus jemenitischen Jüdinnen besteht, ihren ersten Gastspielabend in der Schweiz. Dk> Truppe, die vorwiegend Tänze folkloristischen Charakters zeigte, wurde von der gesamten Presse sehr beifällig kritisiert. * Mendelssohns ..Elias" gelangt im September auf einem Musikfest in Wo rc est er zur Aufführung. Für die Saison an der Londoner Covent Garden Opera wurden u. a. Erich Kleiber und Richard Tauber verpflichtet. Tauher wird die Opernfestspiele im Covent Garden mit „Don Juan" in deutscher Sprache eröffnen. * Das L e n e r - Quartett konzertierte in London. * Drei Symphonien von Darius M i 1 h a u d gelangten in einem Konzert des Londoner Neuen Kammerorchesters zur Aufführung. Ychudi M e n u h i m gibt gemeinsam mit seiner Schwester, der Pianistin Hephzibah M e n u h i m , in der Queens Hall in London einen Beethoven- und Moza r t-S o na t e nabend. * Fritz K r e i s 1 e r konzertiert mit dem Londoner Philharmonischen Orchester unter Leitung von Thomas Beecham zum Besten der Kinderblindenheime. * Der englische Nationalsendcr brachte kürzlich das Streichquartett von Karol Rathaus zur Aufführung. H- Issai Dobrowen dirigierte in Rom neue Musik. # Bruno Walter steht mit der Verwaltung des Amsterdamer Concertgebouw in Unterhandlungen wegen der kommenden Saison. Er hat sich grundsätzlich bereiterklärt, auch in der kommenden Saison eine Zeitlang die Leitung de-s Orchesters zu übernehmen. * Die Otchestersuite „Prosperos Beschwörungen"' fnach Shakespeares . Sturm'1) von Egon W e 11 e s z , die mit grossem Erfolge in Wien zur Uraufführung kam. wird demnächst" auch in Amsterdam zu Gehör gebracht werden. * Aus Anlass der Enthüllung eines Denkmals von Camüle Saint-Saens im Foyer der Opera in Paris wurde die Oper „Samson u n d D a 1 i 1 a" in völliger Neueinstudierung herausgebracht. * Die Tänzerin Ida R u b i n s tei n wird im Frühjahr in der Opera in P a r i s u. a. ein dramatisches Oratorium '..Jeanne d'Arc auf dem Scheiterhaufen'' und das „Fest der Weisheit" von Paul Claudel und Darius M i 1 b a u d tanzen. reber da.s „New Symphonie Orchcstra", Tokio, dessen Leiter Generalmusikdirektor Joseph Rosenstock ist, unterrichtet eine mit Bildern versehene Sondernummer der japanischen Zeitschrift „The Philharmony". in ihr ist u. a. ein Verzeichnis der in dieser und der vorigen Saison unter der Leitung Roscnstocks aufgeführten Werke veröffentlicht. Darunter befindet sich ein symphonisches Konzert für Klavier und Orchester von Rosenstock selbst. ■ * Kapellmeister Hans Bernstein, New-York, hat die „Java-Suite" von Leopold Godowsky für grosses Orchester bearbeitet (Originalkomposition für Klavier) und dirigiert .diese Stücke mit dem Boston-Orchester in Boston. * Efrem Z i m b a 1 i st spielte in der Carnegie Hall in New-York mit dem Philhannonischen Symphonie-Orchester das Violinkonzert von Sibeiius. Rose P a u 1 y sang in der Carnegie-Hall in New-York Lieder von Richard Stranss. mit Orchesterbegleitung sowie eine Partie aus „S&Iome". * Die Pianistin Heida Hermanns spielte in New-York mit grossem Erfolg im International House, im Kaufmann Auditorium der Young Men's Hebrew Association sowie ferner in einer Sendung der WABC (Columbia Broadcasting Comp.). * Auf der nordamerikanischen Tournee des Kanadischen Hart House Quartett trat Richard Ka rp an die Stelle des erkrankten .Bratsehers. * Max Hansen erzielte am Wasa-Theater in Stockholm in dem musikalischen Lustspiel „Axel an der Himmelstür" einen stürmischen Erfolg. # Raoul Gunsbonrg, der Direktor der Oper von Monte Carlo, hat das künstlerische Wagnis unternommen. Andersen-Märchen zu einer „Feen- Oper" in drei Akten und fünf Bildern zu vereinen und mit Melodien von Grieg musikalisch zu illustrieren. Das Werk hat bei" der Uraufführung in Monte Carlo ausserordentlich gefallen. Jascha H e i f e t z trat nach längerer Pause in zwei Konzerten in Budapest auf. * Ludwig B irö hat eine neue Komödie „Quadrille" vollendet, die in Budapest zur Uraufführung kommt. * Kammersängerin Vera Schwarz gastierte inj Budapester Stadttheater in „Carmen",

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