Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 17 (1938)
- Issue
- 12 (24.3.1938)
- Date
- 1938-03-24
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 12 * 4. Beiblatt 24. März 1933 * Seite 15?90peras do judeus" — Die Opera des Juden Marannenschicksal eines Dichters / Von Dr. Ernst Fraenkel Am 19. Oktober 1739 wird im Theatro Bairro Alto zu Lissabon wieder einmal eines jener Stücke aufgeführt, deren Autor zwar dem grossen Publikum unbekannt ist, die aber durch ihren kecken Witz, ihre vielfachen Anspielungen auf politische, soziale und literarische Zustände im Lande, durch die geschickt in die Handlung eingestreuten melodiösen Arien und Lieder immer wieder das Publikum in Heiterkeit und begeisterten Jubel versetzen. Die Theater-Habitues flüstern eich zwar diskret lächelnd einen Namen zu, und die Kunde davon verbreitet sich im Theater schnell. Aber bei den wachsamen Augen und noch wachsameren Ohren des augenblicklich wieder tagenden Inquisitionsgerichts scheint es doch ratsamer, den Namen des jugendlichen Autors nicht zu deutlich zu nennen. Es genügt zu wissen, dass es eine der beliebten „Üperas do judeus" ist, die zur Aufführung gelangt. Aber während auf der Bühne ein spassiger und komischer Einfall den anderen jagt, ein Witzwort dem anderen folgt und die Zuschauer sich immer wieder von neuem begeistern, weil 'sie in den Personen auf der Bühne sich selbst und das porfugiesiscbe Volk mit seiuen Vorzügen und Schwächen wiedererkennen, weil sie die Sprache boren, die sie selbst sprechen, ist am gleichen Tage wenige Stunden vorher ein junger, schlanker Mann mit bleichem Gesicht und dunklem Haar bei dem grossen Autodafe zur Ricbtstätle der Inquisition geschritten, haben die gierigen Flammen des Scheiterhaufens schon vor Stunden verzehrt, was sterblich war an dem grossen Spötter, dessen Herz glühte für alles Wahre und Schöne und m der grossen Liebe für sein Land, feine Heimat- Don Antonio Jose da Silva, Verfasser der „Operas do judeüs". Antonio Jose da Silva entstammt einer jener portugiesisch-jüdischen Familien, die nach der Vertreibung der Holländer aus Brasilien im Jahre 1654 trotz der Gefahren der Inquisition das Land nicht verlassen hatten.. Sein Vater, Joao Mendez da Silva, war ein angesehener Advokat und Schriftsteller in Rio de Janeiro. Unter dem üblichen Zwange hatte er seinen Sohn Antonio bald nach seiner Geburt, am S. Mai 1705, taufen lassen, aber die Mutter. Dona Laurencia, hat ihn im geheimen zweifellos im alten Glauben unterrichtet, zu dem sie sieb im Innern und aus tiefstem Herzen bekannte und auch späterhin bekannt hat. Diese ihre Haltung wird für sie und ihren Sohn zum Verhängnis. Denn als Antonio Jos6 acht Jahre alt ist, wird die Mutter auf Gebeiss der Inquisition ins Gefängnis geworfen und dann, der Rechtspraxis entsprechend, nach Lissabon zur Aburteilung gebracht. (Die Inquisitionsakten berichten aus dem Jahre 1713 allein von 32 Männern und 40 Frauen, die aus Brasilien nach Lissabon zum Autodafe gesandt wurden.) Nach langer Haft und öffentlicher Busse wird Dona Laurencia aus dem Gefängnis entlassen. Nach Lissabon war ihr inzwischen der Gatte mit der Familie gefolgt, und bald hat sich Don Joao Mertdez wieder eine beträchtliche Anwaltspraxis und eine geachtete Stellung in der Hauptstadt verschafft. Sein Sohn studiert auf der Hochschule Coimbra Rechtswissenschaft. Aber den jungen Mann treibt es zur Kunst und in die Oeffentlichkeit. Er hat inzwischen einige kecke satirische Verse veröffentlicht, und diese Unvorsichtigkeit hat die Aufmerksamkeit der Inquisition von neuem auf die Familie gelenkt. Im Alter von 21 Jahren wird er gemeinsam mit der Mutter wegen Verdachts „des geheimen Anbängens an den jüdischen Aber- THEATRO COMICO PORTUGUEZ, COLLECCJAÖ DAS OPERAS PORTUGUEZ AS, Que fe reprefentaraö na Cafa do Theatro pubheo do Bairro Alro de Lisboa. Oferectdas A MU1TO NOBRE SENHORA PECUNIA ARGENTINA Por *** Quarta ^..ip-ejfaö. TOMO PRIMEIRO. f vidi de D. Quixotc de b Manch». Ca > J Efcp3«*» <»i vida <k ^P0vauax < 0s Encant0J ie Mcd^a. (^AmphitryaS, oo Jupiter , c Akraera LISBOA, Na Of- Fatriarcal de Franc. hu\z Aromo. M. DCC LIX. Cm*t /;ro>f<ij ti<ctjf*Ti*ittPte<;ilrt'8Rt*/. Links: Marmor Standbild von Antonio Jo*e da Silva von Jose Simoe* de Almeida. — Oben: Titelblatt einer 1759 in U**abon anonym erschienenen Av*gabe der Gesammelten Werbe des A* Jose da Silva Priral.ovfna.hw m glauben" gefangen gesetzt und ins Gefängnis geworfen. Erst nach unendlichen Martern und Foltern und nur unter der Bedingung, dass er fortan ein guter Christ sein wolle, erhält er die Freiheit wieder. Seine Mutter verbleibt noch drei Jahre in der Gefangenschaft. Nach Beendigung seines Studiums wird da Silva in die Lissaboner Advokatenliste eingetragen. Er gründet einen Hausstand, übernimmt nach des Vaters Tode dessen Praxis und lebt einige Jahre in glücklicher Ehe. Am Abend des 15. Oktobers 1737, als er gerade im Kreise seiuer Familie den Geburtstag seines Kindes feiert, wird er auf Gebeiss des heiligen Kollegiums gemeinsam mit seiner Frau und seiner Mutter verhaftet, und allen dreien wird der Prozess gemacht. A oderthalb Jabre dauert die Untersuchung mit dem Ziele, ihn der geheim befolgten Ausübung jüdischer Zeremonialgesetze zu überführen; eine Negerin aus dem Dienstpersonal seiner Mutter wird als Hauptbelastungszeugin vorgeführt, und Aussagen von gekauften Mitgefangenen werden gegen ihn verwandt. Vergebens bemühen sich Freunde seiner Kunst und selbst Portugals König um ihn; er wird im März 1739 vom Inquisitioustribunal für überführt und schuldig erklärt, aber erst sieben Monate später von den „Richtern der weitlichen Gewalt" zum Tode verurteilt. Am Tage darauf wird das Urteil vollzogen. Seine Frau und seine Mutter, die beide kurze Zeit darauf im Gefängnis endeten, müssen dem Autodafe beiwohnen. Es wird berichtet, dass da Silva vor seinem Tode seine letzten Gebete „an den einig einzigen Gott, den Gott Israels, der immer sein Gott gewesen sei", gerichtet habe. Als Ende der zwanziger Jahre des 18. Jahrhunderts die ersten ,.Operas do judeus" auf dem Lissaboner Theatro Publico erschienen, lag das Drama, wie die gesamte portugiesische Literatur noch sehr im argen. Spanische und italienische Singspiele beherrschten das Repertoire; dazu kam der Einfluss des französischen Klassizismus. Der kunstbegeisterte und gelehrte Graf Ericeira, später ein Freund und Gönner da Silvas, hatte Boileau übersetzt und auf dem Theater Portugals heimisch gemacht. Nun aber brachte ein junger unbekannter Dichter eine neue und doch alte volkstümliche Weise zu Gehör. Seit 200 Jahren, seit Gil Vicente, der neben Camoes eine der^ genialsten Erscheinungen der portugiesischen Literatur ist, hatte es keine volkstümliche Dichtung mehr auf der Bühne gegeben. Da Silva brachte wieder Menschen seiner Zeit auf das Theater, die die Sprache des Volkes redeten. An die Stelle der hochtrabenden Rede des französischen Dramas, der tändelnden italienischen, der gravitätisch würdevollen spanischen Sprache traten Ausdruckswe'.se und Redensart des einfachen Mannes, und wenn Jose in seinen mythologischen Stücken Griechen und Römer, Götter und Göttinnen auftreten liess, so lebten, hassten und liebten sie so. dass das Publikum mit ihnen lachen und weinen konnte, mit ihnen jubelte und zitterte. Die Stoffe wurden trotz der vielen Vorbilder mit so genialer Originalität behandelt, so sehr in lebendige Beziehimg zur Gegenwart gesetzt, dass die Stücke als die volkstümlichsten in portugiesischer Sprache gelten können. Indem der Dichter auf die Bühne wieder die ..minha" brachte, eine Art Operettenarie im Volkston, die ursprünglich in Portugal entstanden, dort aber wieder in Vergessenheit geraten war. und die man nur noch in seiner alten Heimat Brasilien kannte, gestaltete er seine Stücke besonders effektvoll, schuf er von neuem eine nationale portugiesische literarische Kunstform, das komische Volksstück, das erst seit der .Mitte des 19. Jahrhunderts von den Literarhistorikern in seiner ganzen Originalität und in seinem Wert aJs nationale Volksdichtung verstanden worden ist. Dass sich ein Manu von der geistigen Eigenart da Silvas als Stoff für seine Bühnendichtungen nicht die Figur des tragikomischen Ritters Don Quichote und seines Dieners Sancho Pansa entgehen lassen konnte, liegt auf der Hand. Aber was er mit der Dramatisierung dieser Figur schuf, wie er immer wieder neue, teils derb komische, teils geistreich satirische Episoden erdachte, das war so, dass man. trotz seines grossen Vorbildes, fast von einer „originalen Leistung" sprechen kann. Mau muss gelesen haben, wie Sancho Pansa nach seiner Ernennuug zum „Gouverneur" auf die Frage eines Soldaten nach der Gerechtigkeit diesem erklärt, warum die Güttin stets mit verbundenen Augen und. mit Schwert und Waage in den Händen dargestellt werde, und man wird sich leicht vorstellen können, wie all die mehr oder weniger deutlichen Anspielungen von der Bühne herab belacht wurden, mit welch innerer Freude das Publikum all die scheinbar so dummen, aber doch so wahren Worte aufnahm. Eine Fülle von Stücken hat da Silva auf die Bühne gebracht, die besten sind der ,.Don Quir-bote" und das Volksstück im Lokal- und Zeitkolorit: ..Der Krieg zwischen Rosmarin und Majoran.*' Aber in allen findet man jene Freiheit-, jene Selbständigkeit, jene von den drei geforderten dramatischen Einheiten unabhängig"- Originalität, die für seine Beurteilung um so wesentlicher ist, als ja damals gerade die Literatur der gesamten Iberischen Halbinsel unter dem Druck des französischen Pseudoklassizismus stand. In bewusstem Gegensatz zu ihm schuf da Silva das portugiesische Volksstück, wie es ähnlich wenige Jabre später in. Italien Carlo Gqldoni mit seinen Singspielen tat. Konzerte und Vorträge in Berlin und im Reicb Die Sopranistin Käte G u t h m a n n - K a 11 - m a n n. die in Beriiu konzertierte, bat aussergewöhnlioh grosses und günstiges Material, das sich erst nach einer gründlichen technischen Revision, namentlich in der Vokalbebandlung, zu seiner vollen Schönheil entfalten wird; von den vorzüglich sitzenden i-Lauten ausgebend, wäre ein Vokalausgleich anzustreben, der der Intonation zugute käme. Im Liedgesang wäre mehr vom Wort her und mit grösserer Schlichtheit zu gestalten; in den Arien dagegen ergibt die dramatische Verve der Sängerin ein viel überzeugenderes Bild. Die unbedingt vorhandenen starken Möglichkeiten bedürfen sorgsamer Pflege! Leo Rostals Cellokantilene schwelgt in warmem, dunklem Klang. Wilhelm Altmann begleitete gewandt, wenn auch bisweilen etwas voll. H. Fr. 100. Abend bei Weil! Nur wer. seit vier Jahren diese Veranstaltungen verfolgen durfte, vermag es ganz zu würdigen, was in diesem wesentlichen Sektor unseres Berliner jüdischen Musiklebens geleistet wurde; Dr. Hermann Schildberger fasste es in seiner Ansprache zusammen: Programme von hohem Niveau, Start für unsern künstlerischen Nachwuchs und vor allem: 51 lebende jüdische Komponisten kamen zu Wort, ganz abgesehen von den literarischen Abenden und den Aussteilungen bildender Kunst! Hier ist eine kulturelle Arbeit geleistet worden, auf die die Veranstalterin, Gertrud Weil, mit berechtigtem Stolz blicken darf. Am Jubiläumsabend spendete Mascha B e n j a - konski aus dem klaren Quell ihres herrlichen Soprans, vertiefte sich Wilhelm Guttmano mit der für ihn selbstverständlichen Intensität in einige Kowalski-Lieder. Abschliessend vereinigten sich beide Stimmen als Gilda und Rigoletto zu dramatischer Wirkung. Helmut S p 111 e 1 brachte auf seiner Klarinette saubere Kantilene, und der Begleiter Rudi Lehmann verriet i'd zwei Scarlaiti-Sonaten pianistischen Instinkt H. Fr. Eine Veranstaltung im Hause Weil galt dem Werk Arno Na d eis in Wrort und Bild. Das Bild durchdringt oft seine lyrischen Konzeptionen, uud die Stimmung einer „milden Traurigkeit", die als Leitmotiv in seinen Dichtungen aufklingt, fängt er in Visionen. ein, die wie aus dem Dunkel der Nacht in melancholischem Glanz als Gegenstände oder Gestalten hervortreten. Im Gegensatz zu den Moliklüngen der Nadeischen Lyrik, die wir an die&em Abend von ihm hörten, erhob sich seine biblische S.tene „.Jona"', eine Nachbildung des ersten Kapitels aus dem ..Prophet Jona", zur Wucht und Fülle des dramatischen Ausdrucks. Für die- Wiedergabe seiner Dichtungen konnte sich Nadel keinen vollkommeneren Sprecher wünschen als Otto Bernsfei n : er gab den lyrischen Stücken die eindringliche Melodie seiner schlichten, vergeistigten Sprechkunst, und er steigerte die Jona-Szene lediglich durch die intuitive Kraft der Nachgestaltung bis zur fltusion eines lebendigen, biVanengemässen Vorganges. H. L. Fritz M e i c h i o r, eine der Hauptstützen des Schauspielensembles des Jüdischen Kulturbundes Hamburg. Hess sich mm auch (an fünf Abenden) als Sprecher und Rezitator vernehmen. Es waren farbige, heitere und gewinnende Kleinkunstabende in Hamburg;, die zwischen dem Künstler und den Zuschauern einen persönlichen Kontakt vermittelten. Der Zuschauer sah den Künstler einmal in seiner geistigen Werkstatt, die Gestaltung des Wortes und der' Zeichnung — Fritz Melchior zeigte sich als ein überraschender Schnellzeichner , von Format —. aus der Vorstellung und aus der künstlerischen Phantasie. In Kurzgeschichten von beraiung e. schein _"ilieroacl-ogg'^EgSN^mi Meistern der Kleinkunst, wie Auburtin, Meyrink, Altenberg. Heine und Saphir war Melchior ein anpassungsfähiger Sprecher, der, je nach dem. eine prägnante, suchliche W7ortgestaKung oder ein farbiges Kolorit des Tonfalls bevorzugte. Immer fesselnd, immer mit Geschmack und der Sicherheit des Könnens die Register einer unmittelbaren, dabei geistig orientierten .Heiterkeit ziehend. E. Olm. Der Tenor Paul Schwarz, früher an der Hamburger Oper, bestritt im Hamburger K u I - t u r b u n d ein in seiner Reichhaltigkeit und Mannigfaltigkeit besonders geschickt zusammengestellte? Programm. Die Liebenswürdigkeit seiner Künstlerpersönlichkeit und die scharmante Art seines Vortrages Hessen ihn rasch den Kontakt mit den Hörern finden umsomehr. als er, auf eine feste Vortragsfoige verzichtend, in heiterem, scherzhaften Zwiegespräch mit dem Publikum sein Programm selbst ansagte. Diese neuartige Umrahmung gefiel den Hörern ungemein, und so gab es ständig wachsenden Beifall, der zum Sc'iluss Zugaben verlangte. Lutz Pros kauer am Flügel war ein einfühlsamer, unaufdringlicher Begleiter; mit dem Solovortrag der ..Versunkenen Kathedrale" von Debussy hatte er einen wohlverdienten Soodererfolg. —Charlotte Rosen (Violine). Erwin. Palm (Klavier) und Dr. Jacob Sakom (Violincello) vereinigten sich zu Kammermusik- Vorträgen. Die Geigerin bringt für Kammermusik die wesentlichen Vorzüge" mit. Ihre weitentwickelte Technik sieht immer im Dienst der musikalischen Gestaltung. Im Zusammenspiel war sie eine ebenbürtige Partnerin. Man hörte Dvorak (Dumky) und Mendelssohn (D-moli) in glänzendem Stil. Zwischen den Trios sang Ruth K i s c h - Arndt, Köln, die man hier zum ersten Male hörte, von Erwin Palm begleitet, Lieder von Schubert. Herbert Fromm. Arno Nade! und J.Enge] mit ungewöhnlich starkem Erfolg. Stürmischer Applaus dankte allen Mitwirkenden. A. Im Frankfurter Kulturbund erzählte Gerhard Walter Rosen bäum von Heinrich Heiner Leben und Schicksal. Die geistvolle, mitunter stark subjektiv gehaltene Analyse, bildete den Rahmen zu gesprochenen und gesungeneu Werken Heines, zu Lyrik. Ballade, Selbstbekenntnissen und grösseren Prosastücken. Selbst ein Meister der Rezitation wie Otto Bernslein hatte mitunter Mühe, seine' Stimme den akustischen Verhältnissen anzupassen. Thea Stuckensch mi dt, von Kapellmeister Kurt Heinemaun zart begleitet, vermittelte die Lieder, unter ihnen ein paar stimmungsvolle, als Uraufführung gebrachte Vertonungen des Frankfurter Max^Kow a 1 s k i, mit warmem Ausdruck und schön gefärbter Altstimme — aber warum zum guten Teil solche, die entschieden einer Männerstimme zugehören? In einem Konzert auf zwei Klavieren in Frankfurt a.. M. erwiesen sieb .Alice Rosenba u m und Dr. Willy Saloraoo wiederum als ausgezeichnet aufeinander eingespielte Pianisten, die ihr Programm mit technischer Bravour bewältigten. U. a. waren „Improvisationen über eine sephardisebe Melodie" von James Rothstein, eine gefällige „Akkordarbeit", und die sehr geschickte Bearbeitung des Meyerbeerschen ..Fackeltanzes'4 (von W. Salomon) zu hören. Ein paar hübsche Miniaturen von Bernhard S e k- 1 e s (Fünf Skizzen) trug Alice Rosen bäum stilvoll vor. Aufmerksamkeit und Beifall dankte beiden Künstlern. —ff. Den Mitgliedern der Kölner Jüdischen Kunstgemeinschaft stellte sich die Altistin Susanne Löwenstein, eine Künstlerin von Rang. vor. Ihr ureigenstes Gebiet ist der dramatische Gesang, jedoch auch als Liederinteroretin findet sie sich bei kluger Beherrschung ihres Temperaments in den verhalteneren Stil des Konzertgesanges. Sie brachte Kompositionen von Gluck, Marcello, Meyerbeer, Mendelssohn, Mahler u. a. m. Von Alice Krieger-Isaac deren Klavierspiel durch seine vornehme Auffassung immer wieder zu interessieren vermag, hörte man Werke von Frescobaldi, Mendelssohn und Chopin. Der Sängerin war sie eine vortreffliche Begleiterin. Die Vortragenden fanden reichen, wohlverdienten Beifall. — y0 _ Im zweiten Orchesterkonzert des Orchesters der Jüdischen Kulturbünde unter Julius Prü- DP y Jüdischer Buchvertrieb Martin Salomon Bücher - Ritualien - Schallplatten Kä S^l BKRUN-CHARLOTTINRURd, DAHLMANN.STRASSI > RUPt M 1141 VERSAND IN- UND AUSLAND