Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 17 (1938)
- Issue
- 11 (17.3.1938)
- Date
- 1938-03-17
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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SeifeU C-V.-Zeitung Nr.11 * 17.März1938 Jattnd Neinsager, zur Vorsicht. Nach weiteren Diskussionsreden von Wahrhaftig CMisrachl), Gering (Südafrika) und S.t'iip (Allgemeine Zionisten, Gruppe B) wurde auf Vorschlag von Ussischkin eine Politische Kommission von elf Mitgliedern gewählt. In der Sonnabend-Abendsitzung vervollständigte Weizmann seinen ersten politischen Bericht. Er teilte mit, dass er der Regierung gegenüber mündlich und schriftlich zum Ausdruck gebracht habe, er stünde unwiderruflich auf der Basis des Peel-Planes mit den Verbesserungen, die er in seinem Brief an den Kolonialminister vom Juli 1937 dargelegt habe. Sein allgemeiner Eindruck sei, dass die Regierung nicht die Absicht habe, sich von ihrer bisherigen Position zurückzuziehen. Er habe keine formale Versicherun? darüber erhalten, aber er glaube, es sei die Absicht der Regierung, den Peel-Plan als Basis zu akzeptieren- Er selbst sei von der in Zürich festgelegten Politik nicht abgewichen, und wenn das A. C. beabsichtige, eine Kursänderung zu beschliessen, so könne er die Führung nicht weiter in Jländen behalten. Wenn einige Redner bei ihm eine Veränderung des Tones festgestellt hätten, so IIIIII.............................. in BandS-üeherrr, Taschentüchern, Herren - Berufskleidung. Trikotagen usw. kauft sfärräig f e^en SCasse. - Angebote unter SC. 7053 an C -V. - Zeitung, Berlin W 15. sei es Tatsache, dass seine Stimme im Verhältnis zu der Stärke der Juden^in Palästina an ISaehdruek gewonnen habe. Sein Eindruck von dem Jischuw sei ausgezeichnet, und in diesem Bewusstsein habe er der Regierung erklärt, dass er einen ungünstigeren Plan als den der Peel-Komrriissicn überhaupt nicht vor den Kongress bringen würde. Seine Schiussausfiihruncren benutzte er dazu, um den amerikanischen Juden ihre erhöhte Verantwortung vor Augen zu führen. Er rief alle zur Einigkeit und nationalen Konzentration auf. Ben Gurion führte aus, dass man gegenwärtig einen doppelten Kampf zu führen habe: sowohl für einen Judenstaat wie gleichzeitig für die Aufrechterhaltung des Mandates und für die jüdischen Rechte unter dem Mandat, bis ein Judenstaat errichtet sei. Er selbst glaube fest an den jüdischen Staat und hoffe, dass es auf diese Weise möglich sein werde, innerhalb 10 bis 15 Jahren ■eine jüdische Majorität in ganz Palästina zu schaffen. Sein Endziel sei eine freie jüdische Nation auf der Basis einer freien jüdischen Gemeinschaft in Palästina, die in Freundschaft und Brüderlichkeit mit andern Nationen leben würde. Die Erschliessungen Die Sitzung des AC giag Montag, den 14. März, nachts um 1 Uhr zu Ende. Es kamen füni Resolutionen zur Annahme. In der ersten Resolution wird gegen alle Versuche protestiert, die Juden in Palästina zur dauernden Minderheit zu machen. Sowohl die Jasager wie die Neinsager unter den Zionisten grenzen sich in gleieher Weise gegen die grundsätzliche Gegnerschaft gegen einen jüdischen Staat ab und widersetzen sich jedem Versuch, die Juden in Palästina zu einer ständigen Minderheit zu machen. In der zweiten Resolution wird gegen die Festsetzung der Einwanderungshöchstgrenze uach politischen Prinzipien protestiert. Die dritte Resolution nimmt mit tiefem Bedauern davon Kenntnis, dass der Terrorismus und die Unsicherheit in Palästina ihren Fortgang nehme. Sie enthält eine Anerkennung dafür, dass die Regierung in den letzten Monaten Schritte getan hat, um der Unruhen Herr zu werden, und sie gibt der Zuversieht Ausdruck, dass die Regierung auch weiter alles tun werde, um dem gesetzlosen Zustand ein Ende zu machen. Das AC erwarte, dass der jüdischen Gemeinschaft m Palästina die Möglichkeit gegeben werde, bei ihrer eigenen Verteidigung in grösserem Umfange als bisher mitzuwirken. Es drückt aber auch seine Ueberzeugung aus, dass die Unsicherheit in der Regierungspolitik einer der hauptsächlichsten Faktoren sei, die für die Fortdauer der Unruhen in Palästina verantwortlich gemacht werden müsse, und es bittet daher die Regierung, unmissverständlich klarmachen zu wollen, dass sie entschlossen sei, eine Politik in Palästina zu verfolgen, die ihre Verpflichtungen gegenüber dem jüdischen Volk erfüllt In der vierten Resolution gibt das Aktionskomitee seiner tiefen Erschütterung über die Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage in Palästina Ausdruck und betont, dass angemessene Aktionen der Regierung notwendig seien, um der Landwirtschaft und der Industrie wieder aufzuhelfen. Es verlangt ferner von der Regierung, dass sie durch Inangriffnahme öffentlicher Arbeiten zur Abhilfe der Arbeitslosigkeit beiträgt. In einer fünften Resolution schliesslich erklärt das Aktionskomitee seine Zustimmung in bezug auf die Ansicht der Exekutive, dass Verhandlungen mit arabischen Kreisen, die auf eine arabisch-jüdische Verständigung abzielen, nur durch die Zionistische Organisation und Jewish Agency oder mit deren ausdrücklicher Billigung geführt werden dürfen. Das Administrative Committee Am Sonntag, dem 13. März, trat in London das Administrative Committee der Jewish Agency zu einer Sitzung zusammen. Auf die einleitende Rede von Dr. Weizmann, in der er sich nach Erstattung des politischen Situationsberichts in einer heftigen Polemik gegen die Nicht- und Antizionisten erging, denen er „Hintertreppenpolitik" und nur „zeitweiliges Erwachen aus ihrem Winterschlaf vorwarf, wird nachstehend näher eingegangen. Der politische Bericht Weizmanns wurde von Nahum Gold mann ergänzt. Er unterstrich die Ausführungen Weizmanna über die angebliche Unmöglichkeit, jüdische Länder ausserhalb Palästinas für jüdische Ansiedlung in Vorschlag zu bringen, indem er behauptete, es bestehe keine Möglichkeit, das hierfür notwendige Kapital zu beschaffen. Er schilderte die Arbeit der Exekutive, die auf manchem Gebiete erfolgreich gewesen sei und setzte sich schliesslich für einen akzeptablen Judenstaat ein, da dieser es den Juden gestatten werde, durch Einwanderung von eineinhalb bis zwei Millionen Juden innerhalb der nächsten 20 bis 25 Jahre zu einem mächtigen Faktor im nahen Osten zu werden. Nachdem er noch von den unautorisierten Verhandlungen mit Arabern abgerückt war, gab Eliezer Kaplan, der Schatzmeister der Exekutive einen Bericht über die wirtschaftliche Lage in Palästina. Trotz aller gegenwärtigen Schwierigkeiten, erklärte er, dass Sie wirtschaftlichen Kräfte bei einem Aufhören des politischen Druckes durchaus ausreichen würden, um die Situation entscheidend zu verbessern. Verstärkte Anstrengungen des Keren Hajessod seien erforderlich. Aussprache und EntSchliessung In der Xachmittag-swtzung wurden eine Reibe von Begrüssungstelegramraen verlesen, u. a. von Dr. B a e e k (.Berlin", der vorzeitig aus London wieder hatte nach Berlin zurückkehren müssen und deshalb der Tagung nicht beiwohnte, von Max M. W a r b u r g, Professor Speyer und Cyrus Adler. Dieser forderte erneut zu dem Verguck auf, eine Round-Tahle-Konferenz mit den Arabern zustande zu bringen, und versicherte seine unveränderte Gegnerschaft gegen die Teilung zugunsten eines ungeteilten Palästinas, in dem. weder Juden noch Araber Herrscher oder Beherrschte sei sollen. Die Diskussion wurde von Dr. N u r o c k eröffnet, der eine Resolution gegen die angebliche G-egenarbeit der Non-Zionists gegen die Kongressresolution anregte. Mr. S k o 1 n i k forderte im Interesse der Juden Palästinas zu einer Sondersammlung auf, die das Administrative Committee organisieren solle. Leonard Stein erklärte ein Round-Table-Konferenz für unmöglich, da im Augenblick kein Anzeichen für Verstän-digungsmögliehkeiten zwischen Arabern und Juden festzustellen sei. Der Zusammenbruch einer solchen Konferenz aber würde mehr Schaden als Nutzen bringen. Dr. D a i c h e s beklagte es, dass Weizmann zwar über die Anti- und Nichtzionisten gesprochen habe, die gegen die Teilung seien, aber nicht über die Zionisten, die die gleiche Stellung einnähmen. Er wandte sich gegen eine ungleiche Behandlung der Zionisten und Nicbtzionisten in der Jewish Agency. Auf den Einwand von Zionisten, dass das jüdische G-ebiet zu klein und nicht zu verteidigen sein würde, dass es keine wirkliche Souveränität besitzen könne, und dass allein schon der britische Korridor dazu führen müsse, den Teilungsplan zurückzuweisen, habe Weizmann keine Antwort gegeben. Nachdem auch Dr. Israel Feldmann von den jüdisch-arabischen Verhandlungen abgerückt war. betonte Norman Bentwicö als einziger unter den Anwesenden entschieden die Notwendigkeit einer Verständigung mit den Arabern. In den berüchtigten Verhandlungen habe man niemals daran gedacht, die Juden zu einer ständigen Minderheit werden zu lassen, sondern lediglich zu einer zeitvveisen. Es sei notwendig, zu einer Verständigung mit den Arabern zu kommen, und auf dieser Basis müsste dann die Regierung das Mandat mit dem Grundsatz der wirtschaftlichen Aufnahmefähigkeit des Landes durchführen. Nachdem noch Ussischkin, Katznelscn, Ruppirt, Blumenfeld, Remez und Margulies gesprochen harten, legte G o 1 d m a n n mehrere Resolutionen vor, die mit geringen Veränderungen angenommen wurden. Sie enthalten gegenüber den Resolutionen des Aktionskomitees nur geringe Abweichungen. Eine von ihnen protestiert gegen das politische Einwanderungsmaximum, eine andere gibt lediglich der Exekutive der Jewish Agency die Ermächtigung, mit Arabern zu verhandeln oder verhandeln zu lassen, and eine dritte fordert zu verstärkter Arbeit für den Keren Bajessod auf. Eine Politische Kommission wurde ernannt, in die für die Nichtzionistea Dr. W e i 1 - H a 11 e, Dr. J. Feldmann und ran den, B ergh, für die Zionisten Remez, Goodman und ein noch zu benennender Misraehi-Vertreter gewählt wurden. Auf den durch den Tod von Felix Warburg freigewordenen Platz wurde Saul S t r o o c k , und an Stelle des durch Amtsniederlegung ausgeschiedenen Ch. Hilfstein wurde Dr. Simon Feldblum in das Administrative Committee gewählt. Die Sitzung währte nur einen Tag. Sie wurde am Abend des 13. März abgeschlossen. Diese Londoner Tagungen des Zionistischen Aktionskomitees und des Administrative Committees der Jewish Agency zeigen, soweit schriftliche Protokolle einen wahrheitsgetreuen Eindruck von dem Stimmungsgehalt derartiger Zusammenkünfte zu vermitteln vermögen, kein sehr erhebendes Bild. Der erste grosse politische Bericht Weizmanns im Aktionskomitee war unvollständig und trug zwar dadurch bei, die Spannung auf Ergänzung zu. erhöhen, ergab aber verständlich erweise keine sehr glückliche Diskussionsgrundlage. Dementsprechend trug die Aussprache weder einen einheitlichen Charakter, noch konnte sie dazu beitragen, wesentlich an die eigentlichen Probleme heranzuführen. Es wiederholte sich vielmehr das von den Züricher Kongressen her sattsam bekannte Gegenspiel der .Ja-,und Neinsager, die sich gegenseitig im Anspruch auf den allein echten Ring des Zionismus zu übertrumpfen trachteten. Ernster als diese sich wahrscheinlich aus der objektiven Schwierigkeit der politischen Lage erklärende Unzulänglichkeit des zionistischen Zwischenparlaments haben wir die Stimmung zu nehmen, die aus der Rede Weizmanns auf der Tagung des Administrative Committees der Jewish Agency sprach. In einer völligen Gleichsetzung von Non-Zionists und Anti-Zionisten wandte er sich gegen die „Assimilationsjuden", die in allen Ländern gegen den Judenstaat arbeiteten. Mit äusserster Schärfe und Ironie polemisierte er gegen die sogenannten „friedliebenden" Juden, die bereit seien, auf Kosten der zionistischen Hoffnungen mit den Arabern über Frieden zu einem herabgesetzten Preis zu verhandeln. Am erstaunlichsten aber wurde seine Polemik an der Stelle, an der er davon sprach, dass Kräfte am Werke seien, die die gegenwärtige Situation „ausnützen wollen, um neue Gebiete in der Welt für jüdische Siedlung zu finden". Mit dem Argument, dass diese Menschen nicht wüssten, welche Schwierigkeiten beim Aufbau einer Heimstätte zu überwinden seien, sagte er allen diesen Kräften den Kampf an. Die Gesichtspunkte, die Weizmann mit seinen Ausführungen in den Vordergrund stellte, haben während beider Londoner Tagungen eine gewichtige Rolle gespielt. Fast jeder Diskussionsredner und sämtliche Referenten rückten mit mehr oder weniger grosser Energie von den „unbefugten Unterhändlern" ab, womit die Träger gewisser jüdisch-arabischer Friedensfühler gemeint sind, die sich vorzugsweise um die Person des Kanzlers der Hebräischen Universität Jerusalem, Dr. Magnes, gruppieren- Machten schon diese Polemiken den nicht immer erfreulichen Eindruck, dass man in Ermangelung eines echten positiven Auftriebs eine schwache Stelle im politischen Gefüge suche an der man sich ohne Risiko reiben könne, so musste die Haltung Weizmanns diesmal erst recht enttäuschen. Er, von dem man wie immer Ueberlegenheit und unbedingte Sachlichkeit erwartete, legte in seinen Ausführungen eine sich Punkt für Punkt steigernde Nervosität an den Tag, die auch bei noch so gutwilliger Ansetzung aller Schwierigkeiten seiner Position nicht mehr alles erklären kann, was er gesagt hat. Würde es bei der Feststellung der anti-judenstaatlichen Haltung einer Reihe einflussreicher Juden noch genügen, auf die Unterschiede zwischen ihren Beweggründen und die teils gesinnungsmässige, teils realpolitische Fundierung ihres Standpunktes hinzuweisen, so muss die von Weizmann vorgenommene Charakterisierung der jüdischarabischen Verständigungsversuche schon befremdlicher wirken. Am wenigsten aber ist die Kampfansage zu verstehen, mit der Weizmann sich gegen konstruktive Kolonisationsversuche ausserhalb Palästinas wandte. In einer Zeit, in der die gesamte jüdische Diaspora von praktischen Fragen grösster Tragweite bedrängt wird, sollte es für den unumstrittenen Sachwalter allgemeiner jüdischer Aufgaben nicht angemessen sein, Notwendigkeiten herabzusetzen, deren Dringlichkeit und Legitimität heute von keiner jüdischen Gruppe mehr bestritten werden. Die Nicht-Zionisten in der Jewish Agency als die Vertreter weiter jüdischer Kreise haben bei der Arbeit gerade in Weizmann eine Persönlichkeit von besonderer Qualität und Leistung verehren gelernt. Ihr Vertrauen war gross genug, um selbst sachliche Divergenzen häufig genug zurücktreten zu lassen. Es muss gerade im gegenwärtigen Zeitpunkt bedauert werden, dass das Auftreten Weizmanns vor dem Administrative Comittee in London dieses Vertrauen auf eine so harte Probe gestellt hat. Dr. E. R.-J. Debatte im Unterhaus Im Ansehluss an die Forderung zusätzlicher Mittel für militärische Zwecke in Palästina kam es im Britischen Unterhaus zu einer längeren Debatte über Fragen der Palästinapolitik. Die Hauptredner der Opposition waren: Abgeordneter Jones, Lloyd George und C o 1 o n e 1 W e d g w o o d. Aber auch "eine Anzahl and?rer Abgeordneter, darunter James de Rothschild und Amery nahmen zu längeren Ausführungen das Wort. Die Abgeordneten kritisierten vor allem die Verschleppungstaktik der Regierung, das Fehisn einer klaren Linie d?r Palästinapolitik und die Einwanderungsbeschränkung. Anlässlich eines scharfen Vorsiosses des Abgeordneten Wedgwood kam es zu einer heftigen persönlichen Auseinandersetzung zwischen ihm und dem Kolonienminister Orms b y - Gore. Schliesslich gab Ormsby-Gore die politisch bedeutsame Erklärung ab, dass die Regierung an der Teilung festhalte und entschlossen sei, die auf ihr fussende Politik durchzuführen. Die Grundlage für die Aufgaben der neuen Kommission sei "der Peel-Bericht, jedoc'i habe die Regierung auch die Empfehlungen der Mandatskommission in Betracht zu ziehen. In bezug auf den gegenwärtigen Einwanderungsmodus erklärte der Kolonienminister, dass die Regierung die Empfehlung der Peel-Kommission bezgf. eines politischen Höehstmasses niemals angenommen habe. Der gegenwärtigen Quote liege ein willkürlich angenommener" Massstab zugrunde, auf den man sich festgelegt habe, solange die Teilungsdiskussion andauere. Das werde grundsätzlich auch in der nächsten Periode so sein. Eine Entscheidung über die neue Zertifikatsanzahl sei noch nicht getroffen. Viscount Samuel, der mit seiner Gattin zu einem kurzen Besuch in Palästina eingetroffen ist, begab sich nach Besichtigung des Tel-Aviver Hafens und der Haifa-Bay nach Jerusalem. Während der letzten Tage seiner Anwesenheit nimmt er im Regierungshaus Wohnung. Tee&bend ■ des Keren Hajessod Auf einem Teeabend des Keren Hajessod in Berlin am 9. März stellten Rabbiner Dr. Leo B a e c k, Rabbiner Dr. Max Wiener und Dr. Robert W e 11 s c h die Bedeutung des Palästinawerks für Judentum und Judermeit unter der Fragestellung „Erbe und Erfüllung" zur Erörterung. Bemerkenswert waren hierbei besonders die Ausführungen von Robert Weltseh, die einen Abriss des jüdischen Geschichtsabiaufs in der Wechselwirkung zwischen Judentum und Umwelt, zwischen Traditionsgebundenheit und Auflehnung gaben. Nach längeren einleitenden Ausführungen von Dr. David Schlossberg gelangte ein kurzer Palästina-Tonfilm „Ein Tag — ein Werk" zur Uraufführung. Der Film schildert in technisch gut gelungenen Bildern den Aufbau der Kolonie Tirat Zvi, der, entsprechend den besonderen Formen der palästinensischen Bodenbesitznahme, innerhalb eines Tages erfolgen musste. Er klingt mit der Verheissung aus dem Prophetenabschnitt Arnos aus, den Herbert Grünbaum in Urtext und Uebersetzung eindrucksvoll zum Vortrag brachte. Die musikalische Umrahmung des Abends, der bei einem weniger vielfältigen Programm vielleicht eine noch stärkere Wirkung erzielt hätte, lag in Händen des jüdischen Kulturbundorchesters, das unter Leitung von Rudolf Schwarz ein Concerto grosso von Händel und unier Leitung von Dr. Kurt Singer eine Ouvertüre von Mendelssohn zum Vortrag brachte. W. R—ck. 2 ^Se*6|mK*e*W«M0^SvJett- "f ~" v*-^ l "MW 7~ > J " M * ' , *t&f&&"SBZZ£rv ww ©-'"i* t mA n ss e i a e n .,^;.-....-,.«:i»f^.Snd.js.rj^j,,r...: "v-, T mmr ^> Wß mW, ' * ~?~r<rTV> •'"^ .* ^*T* - ^W5*tet mittel* afr15 B»&tSbtt0S& ,^~-.5ök Wörter^, rZlffetgeJ^hf"^-' * " ~ Pöstofh ibsendt^^BngotWeSi* ■TW^ ,-Tr ^ry25Pf$Vnac^earReJ^W Unterricht Londoner unterrichtet Eng lisch Ueberseeeng lisch.Amerikanisch Schnallstbeherr sebuns garantiert Stande 40 Pfg Berlin NO 43 Post schliessfa-rh acht PrSvatstandes. 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