Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 17 (1938)
- Issue
- 11 (17.3.1938)
- Date
- 1938-03-17
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2277379-2278191-2278199--12674-2291536- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Hanau 3× ep/1047937
- Wrocław 2× ep/1002369
- Rheydt 1× ep/1045545
OCR text
Nr. 11 ♦ Beiblatt 17. Marz 1938 * Seite .15 C-Vrlei+un Nach den Kämpfen Ein Fazit der „Schilde-Meisterschaften im Boxen Die Boxmeisterschaften des Sportbundes „Schild" liegen einige Wochen zurück. Sie haben zweifellos erkennen lassen, dass es mit dem boxerisch-en Können innerhalb der „Schild"-Vereine wieder aufwärts geht. Dank vorzüglicher eigener Naehwuchsschulung hat man es heute bereits geschafft, jene Lücken, die die Auswanderung gerade in die Reihen unserer Besten schlug, erneut und vollwertig auszufüllen. Diese Jungen, die sich gerade erst ihre Meisterschaitssporen verdienten, stellen neben dem bewährten Leistungsvermögen einiger älterer Routiniers eine Spitzengruppe dar/deren solide Grundlage für die Zukunft ein beruhigendes Gefühl vermittelt. Die Dortmunder Kämpfe haben in ihrem sportlichen und organisatorischen Verlauf ausserordentlich begeisert. Mit vollem Recht l[!iil!!!!i!ll!!l!!lllllllillllIHl!!illllll!!ffl Max Baer gewann Vor einem Weltmeisterschaftskampf Des ehemaligen Weltmeisters jahrelanges Bemühen, wieder in die Spitzenklasse des Weltboxsportee vorzudringen, scheint endlich doch noch von Erfolg gekrönt zu sein. In der Nacht vom 10. zum 11. März traf er vor 20 000 Zuschauern im Madison Square Garden. New-York, auf den britischen Meister aller Gewichtsklassen, Tommy Farr. Uebei fünfzehn Runden landete er einen ebenso überlegenen wie verdienten Punktsieg. Farr wurde im Verlauf des Kampfes dreimal zu Boden geschlagen. Da dieser Kampf offiziell als Weltmeisterschaftsausscheidung galt, dürfte Baer im September dieses Jahres als Herausforderer des bis dahin ermittelten Weltmeisters um den Titel kämpfen. eiiiuoiiiniHüiUHiiiufumiiiuiinifniHiiiinuniimiiHiuinnuHniuiiii lobte sie unser R. ß.-BericJiterstatter vor zwei Wochen an dieser Stelle. Und doch gab es anscheinend einige Schatten; denn die Berliner erklärten, mit einigen Urteilen keineswegs einverstanden gewesen zu sein. Wir sind selbstverständlich weit davon entfernt, die Autorität und Objektivität des amtierenden Schiedsgerichts anzuzweifeln; wir finden es nur eigentümlich, dass im umgekehrten Fall, als nämlich die westdeutschen „Schild"-Boxer vor einigen Monaten in Berlin weilten, sie diejenigen waren, die die damaligen Urteile als ungerecht anzweifelten. Sollten diese beiderseitigen Proteste ihren Grund in der verschiedenartigen „stilistischen" Auffassung der jeweiligen Kampfgerichte haben? Das könnte durchaus stimmen; denn während man bekanntlich in Berlin unter Buchbaums früherer Leitung technisches Boxen bevorzugte, trainiert man im Westen in der Hauptsache auf Härte und Sehlagkraft. Das ist der wesentliche Unterschied, der sich erklärlicherweise auch auf die Auffassung und Urteilskraft seitens der Punkt- und Kampfrichter ausgewirkt haben mag, und der dann die anderen glauben läset, sie seien benachteiligt worden. Vielleicht Hesse sich hier in gemeinsamer Schulungsarbeit, etwa in Form eines Trainingsleiterkurses, eia Ausgleich erreichen, vielleicht aber fehlt auch nur die „starke Hand" des den einzuschlagenden Kurs xentral bestimmenden „Schilde-Obmannes der Sparte Boxen? Ueberhaupt glauben wir, dass der Boxbetrieb im „Schild"-Sportbund im Interesse einer stetigen Aufwärtsentwicklung und Nachwuchsförderung weiter intensiviert und ausgebaut werden müsste. Gewiss, die Idee der westdeutschen „Kleinring'-Veranstaltungen ist gut Ihre Erfolge konnte man in Dortmund feststellen. Dazu ist begrüssenswert, dass auch Südwestdeutschland sich zu dieser Veranstaltungsform bekannt hat Unter Langmanns Leitung sollte auch hier der Auftrieb nicht ausbleiben. Aber was machen indes die Berliner IBCer? Auch sie brauchen zu ihrer Entwicklung ernsthafte Kämpfe mit gleichwertigen Kameraden, deren Kampfstil ihnen unbekannt ist, und nicht nur die wenig abwechslungsreichen Kampfpaarungen ihrer internen Klubnachmittage. Das war nämlich in Dortmund mit ausschlaggebend: ihnen fehlte die Einstellung auf die fremde, überraschende Kampfesführung des Gegners. Man wird daher gerade auf den IBC Berlin bei der Gestaltung des kommenden Programms besondere Rücksicht nehmen müssen. Was hält man in den leitenden Boxkreisen des „Schild" im übrigen von der Einführung einer Mannschafts-Meisterschaft, deren Projekt wir hiermit zur Debatte stellen? In ihrem Rahmen müsste es kleineren Vereinen, die eine alle Gewichtsklassen umfassende Mannschaft allein nicht aufstellen können, natürlich gestattet sein, mit einer in ähnlicher'Lage befindlichen Sportgruppe der näheren Umgebung zu diesem Zwecke zu fusionieren. Dies als Vorschlag; über nähere Einzelheiten der Organisation wäre noch zu sprechen. Grundsätzlich verstehen wir die (heutige boxerische Situation folgendermassen: unsere Jugend, und auf sie richtet sich allein unser Augenmerk, muss zunächst mit technischem Rüstzeug vertraut gemacht werden. Erst später, bei fortgeschrittener körperlicher Entwicklung, sind Härte und Schlagkraft in den Vordergrund zu stellen. Dann aber auch mit vollem Einsatz; denn schliesslich ist Boxen eine Leibesübung, die alle körperlichen und charakterlichen Vorzüge eines sportgestählten Mannes zum Ausdruck bringen soll. Uns scheint die trainingsmässige Förderung der Jungen des IBC Berlin die richtige gewesen zu sein. Bewusst hat man sie bisher zur Technik erzogen und geht erst jetzt dazu über, ihre boxerische Ausbildung durch systematisches Härtetraining zu vervollkommnen. Es mag sein, dass die Meisterschaften den durchweg 16- bis 18jährigen Berlinern noch nicht ins Programm gepasst haben. Sie trafen sie mitten in der Umstellung. Aber Kampfgelegenheiten, selbst Meisterschaften schaden nie, zumal man an ehrenvollen Niederlagen am besten seine Fehler und Schwächen erkennen kann. In einem halben Jahr werden wir weitersehen! Und nun: „Ring frei" zur nächsten grossen Prüfung, der Meisterschaftsrevanche, die der .Sportbund „Schild" und der IBC in Berlin gemeinsam zu veranstalten beabsichtigen. Wir würden als Form einen Landesverbandskampf Westdeutschland—Berlin in allen Gewichtsklassen für die glücklichste und zugkräftigste Lösung halten, trotz der schweren Aufgabe des IBC Berlin, dem ungemein kampfstarke*! westdeutschen Landesverband des „Schild" ein ebenbürtiger Gegner zu sein. Wir wissen jedoch, dass der Ehrgeiz der Berliner um so grösser sein wird, als sie auf diese Revanche, von deren Ergebnissen sie sich viel versprechen, geradezu brennen. Unter der Leitung eines neutralen Ringgerichts sollte es dabei zu Leistungen kommen, deren Niveau dem Boxsport des ..Schild" in Berlin neue, zahlreiche Freunde gewinnen könnte. * Die boxsportlichen Beziehungen des „S c h i 1 d"- Sportbimdes zum Deutseben M a k k a b i kreis scheinen sich nun auch günstiger gestalten zu wollen. Nachdem in Westdeutschland und Südwestdeutscbland schon seit längerer Zeit gemeinsame Veranstaltungen zustande gekommen sind, wird jetzt auch Berlin folgen. Im Rahmen der am 20. März beabsichtigten internen Nachwuchskämpfe des JBC „Berlin" in der Turnhalle Joacbimsthaler Strasse werden auch einige Begegnungen stattfinden, in denen die beiden bisher „feindlichen" Vereine, JBC „Berlin" und JBC „Maccabi", aufeinandertreffen. Folgende drei Paarungen sind vorgesehen: Günter Lewinski (JBC)—Rinkenstein (Maccabi), Link (JBC)—Katz ftlaccabi), Reichwald (JBC)—Eskenazi I (Maccabi). Es ist zu hoffen, dass damit, unabhängig vom Ausgang dieser Kämpfe, der Anfang zu einer künftig friedlichen Zusammenarbeit gemacht ist, die schliesslich im Interesse der Aktiven beider Vereine liegen müsste. M. F. Sport der Woche IBC schlug ISG33 6:3 Berliner Handball-Verbandsspiele Ein spannendes, schönes Spiel zweier guter Mannschaften lieferten sich am 13. März IBC „Berlin" I und ISG 33 I vor überraschend zahlreichen Zuschauern. Es ging in diesem Spiel nicht nur um den 2. Tabellenplatz der Berliner Verbandsrunde, sondern vor allem auch um die Ermittlung des Berliner Vertreters in der Handballmeisterschaft des „Schild"-Sportbundes. Entsprechend war der Einsatz aller Beteiligten. Wenn schliesslich der IBC völlig verdient mit 6:3 (4:3) Toren den Sieg errang, trotzdem er ohne seinen erkrankten Sturmführer Porfmann vorher fast aussichtslos schien, so hat er das dem geradezu verbissenen Kampfgeist seiner gesamten Elf zu verdanken, in der jeder bis zum Letzten sein Bestes gab. Mit diesem stolzen Erfolg dürfte dem IBC der 2. Tabellenplatz sicher sein, während im Kampf um den Berliner Meistertitel erst ein viertes Spiel (der erste Verbandsspielsieg des IBC ist nicht angerechnet worden) entscheiden muss. Unter der fehlerlosen Leitung von Perls (B.K.-H.) begannen die Boxer überraschend stark und hatten in kurzer Zeit durch Weinstock, den besten aller zehn Stürmer, einen 3:0- Vorsprung hergestellt. Ihn aufzuholen, kostete der ISG 33 die zum Schluss fte'Stoi mi 5ie§ Sonntag, 20. März 1938 Berlin -Handball und Fo&sbail: Blitzturniere des Makkabi unter Beteiligung des Bar Kochba Frankfurt a. >L, Bar Kochba Leipzig und je einer Auswahlmannschaft der Berliner Makkabivereine, Sportplatz Grunewald, Beginn 12% Uhr, Hauptkämpfe 15 Uhr. Handball: Entscheidungsspiel um die Berliner ^Schilde-Meisterschaft ISC „Berlin"—ISG 33, Sportplatz Schäfersee, lbxA Uhr; Verbandsspiele u. a. Triton I—Makkabi I. 9 Uhr, Hagibor I—Bar Kochba II, 10% Uhr, ISG 33 1. Frauen—Bar Kochba 1. Frauen, 11K Uhr, sämtliche Spiele: Sportplatz Grunewald. Leichtathletik: Waldiaufmeisterschaften des Deutschen Makkabikreises, Start und Ziel: Sportplatz Grunewald, ab 10 Uhr. Hockey: Verbandsspiele ISG 33 II—Bar Kochba II, m Ubr, ISG 33 I-Bar Kochba I, lO>-i Uhr, Tennisclub Bar Kochba I—JTK „-Grunewald" I, 11% Uhr, sämtliche Spiele: Sportplatz Mariendorf. Boxen: Nacbwncbskä'mpfe des IBC „Berlin", n. a. drei Kämpfe gegen IBC „Makkabi", Turnhalle Joachimsthaler Str. 13, 17 Uhr. Südwestdeutschlanä Fassball: JJB Hanau I—Bar Kochba Frankfurt a. Main Ia, Aschaffenbure, 16% Uhr; TSV Schild Frankfurt a. M. I—Bar Kochba Offenbach I, Frankfurt a. M., Sportplatz Buchrainweiher, 152* Uhr; TSV Schild Frankfurt a. M. II—ISV Opfenbach AH, Frankfurt a. M., SportplatzBuchtainweiher, 10% Uhr; Bar Kochba Mannheim I— Hakoah Stattgart I, Mannheim, B. K.-Sportplatz, U% Uhr; Schild Stuttgart I—TC 03 Karlsruhe I, Stuttgart, Sportplatz Feuerbachertal, 15 Uhr. Handball: Philanthropin Frankfurt a. M. Jugend A—Philanthropin Frankfurt a. M. Jugend B, Frankfurt a. M., Sportplatz Bornheimer Hang, 10 Uhr; TSV Schild Frankfurt a. M. Jugend— Schild Mainz Jugend, Frankfurt a. M., Sportplatz Buchrainweiher, U% Uhr. JJB Hanau Frauen—Hakoah Frankfurt a. M. Frauen, Aschaff e n b u r g. lbH Uhr: Phil-anthropia Frankfurt a, M. Frauen TSV Schild Frankfurt a. M. Frauen B. Frankfurt a. M., Sportplatz Bornheimer Hang, lllA Uhr; Bar Kochba Frankfurt a. M. Frauen— ISV Offenhach Frauen, Frankfurt a. M., Sportplatz Sondersbausener Strasse, 15 Uhr; Bar Kochba Mannheim I—Hakoah Stuttgart I, Mannheim. B. K.-Sportplatz, 16;< Uhr. Tischtennis: Meisterschaften des Landesverbandes Niederschlesien des Sportbundes, reichsoffen für alle Spieler der beiden jüdischen Verbände, Breslau, vor- und nachmittags, Räume der Geselligen Vereinigung, Hindenburgplatz 9. Rheinland—Westfalen Fussball: Punktespiel Schild Bonn—ITV Köln, Bonn, Schildplatz; Hakoah Essen—Makkabi M.-Gladbach, M. - G1 a d b a c b, Schüdplatz; Makkabi Düsseldorf—Hakoah Köln, Düsseldorf, Schildplatz. Handball: ITV 02 Köln Schild—Schild Düsseldorf, Köln, Fort Deckstein; Schild M.-Gladbach—SG Schild Aachen/Düren, Männer und Frauen, M.¬ Gladbach, Platz am Alten Wasserturm. Tischtennis: Schild Meschede — Schild Herne, Meschede, Pension Kahn. Schlesien Tischtennis: Mannschaftskampf Bar Kochba — Hakoah Berlin, Hagibor Berlin, Sportgruppe Breslau. Breslau, ab 18.30 Uhr, Räume der Geselligen Vereinigung, Hindenburgplatz S. Bayern Fusshall: Verbandsspiele: ISC Fürth I—Itug Nürnberg I; ISC Fürth Jugend—Itus Nürnberg «Jugend, Fürth, Karolinenstrasse US, 14 Uhr. * Der Deutsche Makkabikreis führt in der Woche vom 20. bis 27. März eine Reihe von Grossveranstaltungen durch, die unter dem Motto „Makkabijugend bei Sport und Spiel" stehen. Die genauen Termine veröffentlichen wir jeweils unter „Vor Start und Sieg"8 fehlende Kraft: das war ausschlaggebend. Mit 4 :3 vermochten die IBCer in die Pause zu gehen. Zwei weitere Tore waren die Ausbeute der zweiten Spielhälfte, während die ISG infolge aufmerksamer Deckung und sicherer Torwa.rtleistung zu keinem Gegentreffer mehr kamen. Je ein Spieler beider Mannschaften müsste vorzeitig den Platz verlassen. Weitere Ergebnisse: IBC „Berlin" II—ISK II 5:4; Triton I—Bar Kochba III 5 : 4; Undine I—Taubstummen I 8:1: Ba.r Kochba A. H. I—ISG 33 IV 9 :3; Bw Kochba A. H. II—Triton II 2:2: IBC „Berlin" 1. Juzend—ISK 1. Jugend 15 : 0; Bar Kochba 2. Jugend—Taubstummen Jugend 9 :2; ISG 33 2. Jugend—ISG 33 3. Jugend 16 :2; Bar Kochba 2. Frauen—Damen R..C. 11:0; IBC „Berlin" 2. Jugend—Bar Kochba 1. Knaben 7 : 2; ISG 33 1. Mädchen—Bar Kochba 4. Mädchen 5:2. H. F. Fussball: Hakoah—ISG33 1 :1 Schon vor der Pause hätte die ISG 33 ihren Sieg gegen Bar Kochba Hakoah sicherstellen können, wenn der Sturm vor dem gegnerischen Tor seine Chancen besser ausgenutzt "hätte. So reichte es durch Schollack nur zum Ausgleich, nachdem ein unhaltbares Selbsttor den einzigen Hakoah-Treffer hergestellt hatte. Aber auch der Hakoah-Sturm spielte ohne jeden Druck. Vor allem der Innensturm bedarf schnellstens einer Reorganisation. Das Spiel, das im allgemeinen zwar fair, jedoeb ohne besondere Spannungsmomente verlief, hatte wenige Minuten vor Schluss seinen Höhepunkt. Ringel gelang es zu dieser Zeit, einen wahrscheinlich bereits im Aus befindlichen Ball doch noch zur Mitte hereinzuflanken, wo ihn Rohrstock sicher einschoss. Der Schieds- richter gab zunächst Tor, Hess sich dann allerdings durch Proteste der ISG 38 umstimmen: „Abstoss" und kurz danach Schlusspfiff. Damit hatte das Spiel seinen gerechten unentschiedenen Aussang behalten. Eine stark verjüngte Mannschaft des ISK musste sich indes der „Zweiten" des Hagibor mit 0:2 beugen. Sie war namentlich im Ausnutzen von Torgelegenheiten körperlich noch zu schwach. M. F. Für die Jüdische Winterhilfe kämpfte Schild Westdeutschland Auch der 13. März stand in Westdeutschland im Zeichen von Spielea für die Jüdische Winterhilfe. In Düsseldorf und Köln gab es Begegnungen mit dem Makkabikreis. Gleichzeitig wurde in Köln ein entscheidendes Punktespiel der Fussbalier um die Mittelrhein-Meisterschaft ausgetragen. JTV 02 Köln-Schild Bochum 2:2 (1:0) Die Bochumer Elf spielte in schwacher Form, da-" gegen.waren die Kölner sehr lebendig und hätten in der 1. Spielhälfte klarer fähren müssen. Kurz nach der Pause gab der schwach leitende Schiedsrichter einen Elfmeter, den Bochum verwandelte.. Einige Minuten vor Schluss gücb Köln aus, und das zeitweilige harte Treffen fand einen gerechten Abschluss. Bochums Vorsprung von drei Punkten bleibt damit bestehen. Da infolge des frühen Beginns der Endspiele um die Schildmeisterschaft die Rundenspiele nicht zu Ende geführt werden können, wurde Bochum zum Vertreter des Bezirks Mittelrhein bestimmt. Schild Düsseldorf—Makkabi Düsseldorf 0 : o (0:2) Die Düsseldorfer Ortsrivalen lieferten sich einen ruhigen, und fairen Kampf, der trotz des hoben Trefferunterschiedes durchweg ausgeglichen verlief. Schild hatte_ Schwächen in der Hintermannschaft, wo sonst zuverlässige Leute vollkommen versagten. Der Makkabis-turm gefiel durch sein schnelles und zweckmässiges Abspiel. Verlauf und Leitung ohne Tadel, Skimeisterschaften Schlesien: in Reinerz Die Sportgruppe Breslau brachte in Tteinerz gut beschickte Skiwettkämpfe zur Durchführung, die neben den ,Schild'*-Sportgruppen aus Nieder- und Oberschlesien auch den Bar Kochba Breslau am Start sahen und für die. Sportbundmitglieder als Meisterschaften gewertet wurden. Die Wettkämpfe, die bei den Männern aus einem 11-km- Langlauf und einem Torlauf (200 m) in zwei Läufen, für die Damen aus einem 3-km-Langlauf und ebenfalls einem Torlauf bestanden, boten gute Leistungen, besonders auch seitens der ProvinzsruPDen. , , Den Meistertitel holte sich Franz Braunthal vor seinem Bruder Heinz Braunthal (beide Sportgruppe Breslau!. Als nächste placierten sich Dr. Steinfela (Sportgruppe Breslau) und Dr. Philippsohn (Waldenburg) im Langlauf bzw. Dr. Rotter und Liebrecht (beide Bar Kochba Breslau) im Abfahrtslauf. Bei den Damen siegte Frl. Bodländer vor Mmm Weiss (beide Sportgruppe Breslau) und Heilborn (Oppeln', bei den Jungmannen Roth vöchüd Beuthen), während sich im Abfahrtslauf der Altersklasse I Matzner (Bar Kochba Breslau) weitaus überlegen zeigte und in Altersklasse II Cassel (Schild Oppeln) bzw. Zweig (Schild Beuthen] erfolgreich waren. Die gut organisierte Veranstaltung erwies sich als wirksame Werbung für den jüdischen Skisport. Erfreulich stark war wiederum die Beteiligung seitens der jüdischen Schulen. Den Wanderpreis in Lang- und Slalomlauf gewann wie im Vorjahr das Jüdische Reformrealgymnas'.um Rhedigerpiatz. Einzelsieger wurde Chan? vor Rosenbaum und - Grünbaum (alle Jüdisches Reform- Realgymnasium). -D'11* Baden: im Schwarzwald Prächtiger Schnee und herrlicher Sonnenschein waren den diesjährigen badischen Skimeisterschaften des „Sehild"-Sportbundes beschert, die im „Ochsenstall'" (Hornisgrindegebiet) zur Austragung gelangten. Wohl hatte die Festsetzung auf einen Werktag zur Folge, dass diesmal nicht so viel Teilnehmer am Start waren, aber die gezeigten Leistungen reihen sich würdig an die des letzten Jahres an. Gewertet wurde nur die Kombination von Abfahris- und Torlauf. Sieger der Kombination in der Hauptklasse wurde Erich Simon (T. C 03 Karlsruhe^ an zweiter Stelle placierte sich sein Klubkamerad Max Odenheimer. Bei der männlichen Jugend war Ludwig Fröhlich (Gut Breesen) der Beste. Die Altersklasse sah Emil Heimberger (T.C.K. 03) vor Julius Straus, als Sieger. Bei den Damen siegte erwartungsgemäss Frau Straus (T.C.K. 03) vor der Jugendlichen Marianne Beissinger. — Die Organisation durch die Skigruppe des Turnclub 03 Karlsruhe bewährte sich wieder einmal. K. W. Schild «.-Gladbach—JSG Dortmund 2:2 (0:0) Beide Mannschaften wiesen gute Form auf. M.- Giadbaeh zeigte die einheitlichere Leistung, während Dortmund im Verteidiger Vogeisang eine überragend« Kraft hatte. «*■<*• Krefelds Frauen geschlagen Die bisher unbesiegten Krefelder Handfcallerinaen wurden in M.- Gladbach/Rheydt 2:1 besiegt. Die M.-GIadbacher Mädels waren in ganz grosser Form, die beiden Treffer warf Cläre Meyer. Beim Seitenwechsel stand das faire und von Heumann (Düren) ausgezeichnet geleitete Spie! 1:1. J. G. Tischtennis: ,.Schilä:'-Mit.teIrhein—„Schild"-Südwesl; 18 :3; Makkabi M Gladbach—Schild Krefeld 12 :8. B. Die JSG Dortmund wiederholte am 12. Marz ihr Werbeturnen und konnte wiederum über einen grossen Zuschauererfolg quittieren. Gleichzeitig wurde der verdiente Sportleiter der Dortmunder Sportgruppe. Herbert Gollubier, der nach Köln zieht, verabschiedet, ß. B. & Werner Hecht, der sich bei den Meisterschaften des deutschen Makkabi-Kreises im G e r ä t etu rn en in Berlin am 6. März den Meistertitel holte, gehört dem TSV „Makkabi^-Düsseldorf an. Süd westd eutschland Wieder Spielabbruch — diesmal in Frankfurt a. M. Nachdem die 2. Mannschaft des Bar Kochba Frankfurt a. M. die des Schild im Fuss ball mit 2:1 (1:1} geschlagen hatte, traten die 1. Mannschaften an. TJm es vorweg zu sagen: die Scbildmannscbaft war räch* mehr die von früher, die gegen ihren Lokalgegner alle Kraftreserve einsetzten. Es spielt-© eine Mannschaft, die sich gelegentlich einmal zu einer Aktion aufraffte, der aber im allgemeinen der Zusammenhang und vor allem die Schnelligkeit fehlte. Der Gegner dagegen führte zeitweise ein schönes Kombinationsspiel vor und war vor allem wesentlich flinker. So konnte das Endresultat von S . ö (4:0; nicht überraschen. Die Handball- Frauen des Schild trugen einen nicht ganz so hohen Sieg wie sonst nach Haus. Isach einer Halbzeit von 1:0 lautete das Endresultat doch noch 5 :0. Als die 1. Männer - Handballer zum Spiel antraten, zeigte sich schon bei Beginn eine nervöse Stimmung unter den Spielern. Sacfa wenigen ausgeglichenen Minuten landete ein Bar-Koch ba-Strafstoss unhaltbar. Während Bar Kochba nach und nach auf 4:0 erhöhte, misslangen die Angriffe des Schild sämtlich. Das Spiel war sehr schnell und wurde von beiden Seiten mit restlosem Einsatz durchgeführt. Trotzdem schien Bar Kochba unbestreitbar besser zu sein. Allerdings ging es sehr hart zu. Nachdem mehrmals S'child-Spieler zu Boden mussten, brach der Schiedsrichter das Spiel kurz vor Halbzeit ab. — War das nicht reichlich voreilig, zumal man den Eindruck hatte, dass manches unabsichtlich geschah? L. B. Weitere Ergebnisse: Fussball: Schild Worms I—JSV Offenbach 16-4 (3:1); JJB Hanau I—JTB Frankfurt a. M. 17:1; JJB Hanau Jugend—Bar Kochba Offenbach Jugend 2:5; JTB Jugend B—JSV Offenbach Jugend B Iß : 0 (4.0); Philanthropin 3. Schüler—Bar Kochba Frankfurt a. M 1 Schüler 0:10 (0:3); Philanthropin 1. Schüler—Hakoah Frankfurt a. M. 2. Schüler 3:1 (1 :0). Handball: JJB Hanau Frauen—Bar Kochba Offenbach, Frauen 0 :0; Bar Kochba Frankfurt a. M. Jugend—Schild Frankfurt a. il, Jugend 5:1 (4 :0)» g.