Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 17 (1938)
- Issue
- 8 (24.2.1938)
- Date
- 1938-02-24
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
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Seite H C.-V.-Zetimg Nr. 8* 24. Februar 1938 JFäin f Jwhs*** Milf& usud Aufbau Direktor Jose)' S ch ui e i dl e.r, Mitglied des Präsidtalausscbusses der Reichsvertretung der Juden in Deutschland und Mitglied des Vorstandes der Jüdischen Gemeinde Berlin, schreibt: ,,Der Zentralau^ehuss trügt den Xamon -Hille und Aufbau'. Es gibt wohl keinen Juden in Deutschland mehr, für de» diese beiden Begriffe nicht zu einer letzten Verpflichtung geworden isiud- Darüber hinan* ist dieser doppelte Titel aber ein umfassendes Programm. Hilfe bedeutet, die Lebens- Existenz der älteren und nicht auswanderungsfähigeu Generation in einem bestimmten Rahmen einigennassen zu gewährleisten. Der Begriff Aufbau sehliesst die ganze Problematik der Wanderungsplanung in sich, die Fürsorge für die Jugend und die zielsichere Leitung unserer Menschen in Weltgegenden, die ihnen eine neue Heimat bieten. Wenn sich der Zentralausschuss unter der Parole ,5 Jahre Hilfe und Aufbau' an die Judenheit Deutschlands wendet, so muss jeder Jude — ohne Unterschied der jüdisch - politischen Einstellung — sein Aeusserstes tun. die letzten Anstrengungen zu machen und die schwierigsten Opfer für das Gelingen dieses grossen jüdischen Werkes bringen.** ritiftfr^fFftifiitfiiifitffiiiifitifIiijtifiiifiiijffiiiiififtifiiiwiiiiiiifiififfiitiuf packt, mit Wahnsinnslauten in die Welt hinausschreit. Hier wuchs Alfred Lichtenstein, der bis dahin das Bild des Geizigen im Wesentlichen aus komischen Zügen von Mimik und Körperbewegungen geformt hatte, zur Kunst wahrer Menscbengestaltung empor. Die übrigen Rollen des Stückes waren last durchweg auf einen heiter-burlesken Ton gestimmt, am gedämpftesten bei den beiden sympathischen Liebhabern Cleanthe (Bert B a e r) und Valere (Kurt Süssmann), am drastischsten bei der Heiratsvermittlerin Frosine (Steffi R os enba u m). Sehr gehalten, aber auch völlig farblos das Liebhaberinnenpaar Mariane (Franziska Okraia n s k y) und Elise (Ilse M ü Her). Von frischer Verve Werner Hiiuelmann als CJeanthes skrupelloser Diener; nicht beweglich genug und zu dumpf in den humoristischen Tönen der' Kutscher und Koch Jacques von Georg J;a cobsoh n. Dr. Hugo Laclvmanski Im-Kulturbund Rhein-Main: Oratorium „Beisazar" Bei der Aufführung von-Handels-„-Belsäzar" in Frankfurt a. M. durfte es den zahlreichen Mitwirkenden und den Hörern ein gewisses "Gefühl des Stolzes und der Erhebung sein, dass .ihre Gemeinschaft in schwerster Notzeit mit Erfolg eine so-grosse und verantwortliche Aufgabe des künstlerisch-kulturellen Bezirks zu lösen unternommen hat. Es war : in diesem 1922 veröffentlichtes Werk über die ..S-euattiscbe Kunst1* und „Polignot" erwähnt. In Rom beriet Löwy den italienischen König bei 4er Ati?- sestaltung seiner Münzsammlung. Er war Mitglied «ler päpstlichen. Akademie sowie der Akademie für Wissenschaft in Wien. Athen, Stockholm und OxfoH und Ehrenmitglied bedeutendster wissenschaftlicher Institute der Weit. Arbeitstagung der Jugend An der Arbeitstagung des Reichsaussebusses der jüdischen . Jugendverbände, der Spitzenorganisation der Bünde und Sportjugend - Verbände in Berlin nahmen gegen hundert Vertreter der Landesausschüsse und der angeschlossenen Verbände aus dem Reich und aus Berlin teil. Die Beratungen waren durch den Ernst ausgezeichnet, in dem sie geführt wurden, üi den einleitenden Worien des Vorsitzenden Hans Friedenthal, der feststellte, das© diese älteste jüdische Gemeinschaftsorganisation \n Deutschland, deren Name mit dem Gedächtnis Ludwig T i e t z" ständig verbunden bleibt sich nun ..im letzten Stadium'4 ihrer Entwicklung befinde, kam dieser Ernst sogleich zum Ausdruck. Jedoch ist dieses Wort vom „letzten Stadium" nicht etwa als ein neues Wort für den längst zur Gewohnheit gewordenen Begriff der Liquidation des Judentums hier zu verstehen. Die Jugend als ..ewige Glückschance der Völker'4 — ein auf dieser Tagung oft zitiertes Buberwort — ist auch die Glückschance des jüdischen Volkes in der ganzen Welt; so sei es denn die Aufgabe der jüdischen Jugend Deutschlands, in der Auflösung positive Werte, zu schaffen, und wenn nur überall in der Welt die jüdische Jugend aus Deutschland gemäss den hier gesammelten. Erfahrungen leben werde, heliWwerde, jüdisches Leben draussen mit aufzubauen, dann sei die Arbeit der jüdischen -Jugendbewegung hier nicht vergeblich gewesen. So war es weniger das Ergebnis dieser Tagung — man hatte sich wohl kaum besondere Ergebnisse versprochen — als ihr ernster Verantwortungswil'e. der sie für den Zuhörer eindrueksvolfgestaltete. Die Fragen und Probleme wurden alle Dur an-, nie wirklich durchgesprochen. Die Menschen hatten sich in diesem Winter die stärkste und 'eindrucksvollste Leistung des Kulturbundes. Dem Dirigenten Dr. Nathan Ehrenreich, der an der Jüdischen Chorvereinigung und dem J ü d i sehen Kammerchor freudige und gutgeschulte Helfer hatte, gebührt für die vornehme, ausgeglichene Wiedergabe eines Meisterwerks, das gerade uns viel zu sagen hat, zuerst und besonders herzlicher- Dank. Ihn unterstützte in jeder Weise das jüdische Kitlturbundorchester. dem sich Paul Meyer, der ausgezeichnete Pianist, und die junge, begabte Organistin Martha Sommer zugesellten. Zum Soloquartett hatte man Frankfurter und auswärtige Kräfte verpflichtet. Es sprieht für sie, dass sie sich neben einem Künstler wie Hermann S c h e y, dem der ausdrucksvolle Vortrag des berühmten, grandiosen „Arioso" einen spontanen Erfolg eintrug, behaupten konnten. Erna Gross sang die ergreifende Partie der Njtokris mit schönem, schlankem Sopran, Hans Assenh ei m war der geschmackvolle Interpret für die Rollen des Daniel und des Gorgias, und der Tenor Richard Dresdners wurde den recht heiklen Anforderungen des Komponisten gerade an. diese Stimmlage gerecht. Es war ein grosser, wirklich über den Alltag führender Abend: dem entsprachen auch Besuch und begeisterte Anerkennung des Publikums. - Dr. Geonr Schok. Im Kulturbund Mannheim: Cimarosas „Heimliche Ehe" Der Jüdische Kulturbund brachte in drei ausverkauften Aufführungen als einzige Operndarbietung dieses Winters ,.Die heimliche Ehe'* heraus. Wie verständnisvoll sich Kapellmeister Max S i n z h e i m e r dieses Werkes angenommen hatte, bewies die Art, wie durch das Orchester des Kulturbundes all die Feinheiten dieser frischen, melodiösen Musik, von kleinen Unstimmigkeiten der von auswärts zugezogenen Horner abgesehen, zum Klingen kamen. Ausgezeichnet die Besetzung mit dem warmen, tragenden Sopran von Ilse Reis und Max Lipm a n n s stimmlich wie darstellerisch gleich vollwertigem Paolino. Die grosse TTeberrasehimg der Aufführung war der junge Georir Reiss als Geronimo-. Zu .seinem materialreichen, prächtig fimdierteu Bass trat ein so lebendiges, humorvolles-.Spiel, dass man ihm eine erfolgreiche Laufbahn ais Bass-buffo voraussagen kann. Der von Leo K r o n e n b e r g e t mit schönen Mitteln vornehm gesungene "wie gespielte 'Graf, Martha' 0 pp e n h ei m aTs 4einperamentsprübende, stimmlich kultivierte" Elisefta und Friede! Neu als vor allem darstellerisch befriedigende Fidalma vervollständigten das ausgeglichene Ensemble. Die neue'"Uebersetzung und Bearbeitung .der RezitaHve stammte von Ernst Rudolf. M a y.e r; seine 'gesamte. Inszenierung hatte soviel Farbe und Leben, dass Szene und Musik ein beschwingtes Ganzes bildeten. In Erich Marx halte sie einen idealen Bühnenbildner. So kam ein musikalisch wie szenisch geschlossener Gesamteindruck zustande. Am Kreis zu lange nicht gesehen, als . dass anderes möglich gewesen wäre, und die Fragen waren zu zahlreich. Schliesslich war auch der Kreis in seiner Zusammensetzung zu unterschiedlich: riia Leiter zentraler Organisationen sassen mit Rabbinern und Lehrern. Vertretern der Mitteistelle für Erwachsenenbildung und schliesslich den Bündlern zusammen, und eben die Bündler kamen dabei nur sehr s?lten zum Wort. Li dieser Zusammensetzung der Teilnehmer zeigte sich bereits ein häufig besprochenes Problem: die Funktionärfrage. Diejenigen, die sich selbst als eigentlich aus der .Jugendarbeit herausgewachsen bezeichneten, riefen den -längeren eindringlich zu, dass Jugendarbeit von Jugendlichen geleitet werden müsse, weil sie nicht „g e m a,c h V werden, sondern nur w a c h s e u könne. Dem stand gegenüber der Wunsch der Bünde, bei den Gemeinden durch die wirtschaftliche Sicbersteüung ihrer Führer stärkere Hilfe in der Arbeit zu erhalten. Und wenn man. früher seitens der Bündle sich jede Mitarbeit von Erwachsenen dankend verbeten hatte, so wurde •diesmal die Mittelstelle immer wieder aufgefordert, Hflfe zu leisten. Ueberhaupt zeigte der Tätigkeitsbericht eiue zunehmende Zusammenarbeit mit anderen Erwachsenen-Organisationen, dem Kulturbund, der Mittelteile und auch mit den Lehrhäusern. Zentrale Bedeutung wurde vielfach dem Problem der unorganisierten . Jugend - beigemessen.. Schon äuss'eriich fand dies seinen Ausdruck darin, dass man , die Mitarbeiter, der Jugendpflege in Berlin zur Teilnahme ah der Beratung aufgefordert hatte. Man fand auch hier -keinen endgültigen Weg. und die Anschauung, dass die zionistischen Bünde, nicht in der Lage seien, sich dieser Jugend anzunehmen — die übrigens die Mehrzahl der jüdischen Jugendlichen in Deutschland bildet —, wurde ebenso wie die entgegengesetzte vertreten. Trotz einmütiger Beratung der Aelteren und der Jungen taüfehte das in der Jugendbewegung so bekannte Generationsproblem doch zuweilen auf.;So, wenn von einem Vertreter der Mittelsteile ein Lernen in der Stille gefordert wurde: hier antwortete der Reichsausschuss mit grosser Heftigkeit, solch ein Rat sei kein guter für die Jugend, die zwischen gepackten Koffern stehe, in einer Welt die in Bewegung sei. Stille gebe es für die jüdische Jugend nicht inmitten der Schluss konnten mit den Sängern auch Kapellmeister, Regisseur nnd Bühnenbildner den Dank für dies beglückende Erlebnis entgegennehmen. Kurt Sonnemann. Künstlerische Veranstaltungen Mit einer liebevoll geformten, prächtig musizierenden Wiedergabe der Fünften von Schubert Hess Professor Julius Prüwer das Februarkonzert des Frankfurter Kulturbundes im Bereich des „Wahren, Schönen, Guten* auskimgen. Von den beiden „Ilonas" von Jakob Schöuberg fesselte zumal die erste durch rhythmische. Eindringlichkeit und aparte Harmonik. Eiue Liedergruppe „Mimosen" des Frankfurter Tonkünstlers Max Wolff, als Uraufführung gebracht, vereint zehn zarte feinsinnige Spiegelungen der leisen, meist nur an- A-uswärtige Künstler in Berlin Das Sekretariat für bildende Kunst zeigt im Klubheim des Frauenbundes, Berlin, Marburger Strasse 5. verschiedene Künstler. Alle arbeiten ausserhalb Berlins, und es ist ein Verdienst der Ausstellungsleituno;. dass sie uns wieder einmal einen Einblick in das künstlerische Schaffen der sogenannten Provinz vermittelt. Unter den drei Malern, die in Köln beheimatet sind, fällt Otto Schloss als wesentlich auf. Man kann in seinem Malwerk verschiedene Wandlungen bemerken. Seine Bilder „Herbststrauss'*. ..Eileldorf-, sein „Männliches Bildnis*' zeigen ihn als typischen Naturalisten. Interessant gerade dies „Jüdische Antlitz", das ganz realistisch, fast überbetont, jede Falte des Gesichts gibt. Koloristisch gut im Einklang miteinander das Braun und das Schwarz mit dem Ton des Inkarnats, Anders als die Bilder von 1929 oder 1932 nehmen sich die Arbeiten von 1987 aus; Das Winterbild, das die Ausstellung bringt, zeigt die Atmosphäre in ihrer vollsten, lichtesten Ausdrucksmögliehkeit, alles, ist Stimmung. Vordergrund und Hintergrund sind in diesen lichten vollen Klang miteinbezogen. Daneben bietet die Graphik von Otto.Schloss vielerlei Anregung. Mit wenig Strichen ist in den Radierungen viel gesagt ..Das selbstzufriedene Lama'- und das Blatt ..Bonn Likör" sind in ihren» Kleinformat der Schauplatz von; Witz,. Laune und wirklicher graphischer Kunst. . .. ■ Aus Köln kommen auch Maria Zade und I-isel Wetzlar. . Die Bilder von Maria 5£nde sind auf Weitsicht berechnet, was an und für sich kein: Mankozn sein braucht.' Aber, . die Malerin experimentiert doch zu sehr mit der Palette. „Der Reiter im Schnee-"'.und i,Per Garten im März" lassen den Beschauer nicht zu . ruhiger Betrachtung kommen. Zwei Porträts sind sachlich beobachtet nnd ebenso, sachlich gemalt.. . Lisel Wetzlars Stilleben und Landschaften üben auf den ersten Bück, eine interessierende Wirkung aus. Üud gerade, der „erste Bück" ist entscheidend, jedenfalls für den; der-zur Kunst ein intuitives Verhältnis hat. „Vorstadt'* und „Dorfstrasse**, dann aber die. .-Bäuerin in der Landschaft" müssen genannt werden, jene eigenartige, selbständige Wolkenbildung bedarf besonderer Hervorhebung. Leider haüeu die Por- Neuordnuiig einer Welt, in der sie ihren Platz suche. Und waren es früher die Bündler. die von der Unbedinglheit ihres Willens sprachen, so waren . es diesmal die Erwachsenen, die fragten, warum mau denn das. Wort ..Mut'* so wenig auf dieser Tagung höre. Mehr als' nur ein üenerationenproblem trennte aber die einzelnen Sprecher 'voneinander, wenn sie versucbU'n. die Lebensmitte der jüdischen Jugend aufzuzeigen, die die einen im Religiösen, die anderen in der Chaluziut erblickten. Die Bünde wurden abermals einher scharfen Kritik unterworfen, auf die' nur selten geantwortet wurde. Und so sehr die Führerfrage in vieler Beziehung die Erklärung für manchen .Missstand bietet, so wenig war sie doch häufig dazu angetan, Vorwürfe zu entlasten, die etwa Georg Josepbthal vorbrachte. Er war es andererseits, der die Wichtigkeit der Bünde für die Berufsentscheidung des Jugendlichen betonte. Die Berufsfrage würde von allen Delegierten als besonders wichtig empfunden. Gerade hier aber wurde die Tagung den wirklichen Ansprüchen auch dort nicht gerecht, wo dies möglich gewesen wäre. So fanden sich nur zwei Redner, die gegen den von Joseph tbäl und dann später von Eppstein ungleich einseitiger vorgetragenen Standpunkt Stellung nahmen, dass man an der Forderung gegenüber der gesamten jüdischen Jugend festhallen müsse, nach Palästina zu gehen. Da diese Forderung nicht .der Wirklichkeit entspräche, müsse natürlich auch für die anderen dann etwas getan werden. Diese Art der Teilung jüdischer Wanderung in jüdisch wertvolle Palästina- und jüdisch weniger bedeutsame Uebersee Wanderung entspricht einmal nicht den Tatsachen, di» laugst das Wanderungsziel nicht mehr von der Ideologie allein abhängig sein lassen, wie andererseits auch nicht einer jüdischen Wertordnung. Der sehr nachdrücklich von Hans Liebesehülz vorgetragene Gegenstandpunkt wurde ebenso wie Epsteins Ausführungen in der weiteren Diskussion zu wenig beachtet. Der Wert der Tagung für die jüdische Oeffentliehkeit liegt in der Tatsache, dass verschiedene lebenswichtige Fragen jüdischer Jugeud auch mit Menschen beraten wurden, die den Bünden nicht angehören. Diese Unterhaltung dürfte erst beßotmon sein, und mau wird abwarten, wie sie fortgesetzt wird. Für die Bünde aber war es wichtig, naeh Janger Zeit gemeinsam Über die deutenden japanischen Dichtungavorkge?» Susanne Landaber g-Holländer» <&• auch ein paar der Nachromantik nachstehende Lieder von Richard Fuchs vortrug,sang sie mit schönem reinen Sopran, mit innerer Anmut und Wärme. Der Abend bedeutete den vielen Besuchern der Westend-Synagoge Stunden der Freude nnd Erhebung. **. Jüdischer Kulturbund Berlin Wochenplan Theater in der Kommandantenstrasse 87: ..Cap der Guten Hoffnung" 27, Februar, 15 Uhr (Abt. 50, 60), 28. Februar, 20 Uhr (Abt. 8, 18). 1. März (Abt. 21, 31), 2. März (Abt 42, -52). 3. März (Abt. 25, 35); Orch ester-Konze-rt; 27. Februar. KuHwrbimdsaal, Komniandantenstrass» 58 59, 20 Uhr: 28. Februar: Orchester-Konz er*: 3. März: Vortrag Julius B a b. träts der Kölner Künstlerin luckt dasv wras die Landschaften versprechen. Das Bild „Bauer" zeigt in der Gestaltung des Annes dieses Mannes einen , erheblichen Mangel an zeichnerischem Können, und jenes an und für sich repräsentative Gemälde „Lernen'' steht stimmungsmässig und kompositioneil hart au der Grenze, hinter der der edle Kit seh beginnt. Aus Heidelberg belieferte Dr, H. Grossberg er diese Ausstellung mit Plastik und Graphik. Der Gipsabguss eines „Jungen David" bietet in dem sprechenden Mund , des Jünglings Napster SCincN der gute Likör, Mas&Ser München V8I und in der tüchtigen Materialbehandlung (soweit es der Abguss verraten kann!) allerlei Anregungen. Auch zwei Köpfe haben stimmungsmässig etwas zu sagen. — Mehrere Exlibris sind fein gezeichnet und mit Individualität erfasst. Misrachim auf Pergament im Stil der illuminierten Handschriften sind wirkungsvoll. Sehr hübsch eine. Reihe von Federzeichnungen, unter denen -Der Jude im Tallith" an erster Stelle steht. Photos von Gabriele Gutkind Im Foyer des Kuliurhuivitheatprs m\d Phalos von Gabriele Gutkind zu sehen. Eine ideenreiche junge Künstlerin spricht da zu uns, die mit Licht und.Schatten, mit farbigen Wirkungen arbeitet obwohl es doch gar keine Farbenphotös sind, die an den Wänden hähgeiu In Kopenhagen würden die Fahrräder geknipst, in der „Stadt der. Fahrräder"vdrei dieser Fahrzeuge im\>reJH mit drei- Schatten gestaltet, eine besonders reizvolle -Aufnahm« in dieser Schau. Der Dapharbeifer auf dem Gerüst und di<* hüb scheu Kmdorbilder. die landschaftlichen Motive wie im „Säulenumgang von S.'Pietro in Rom", das Mode- und das Industriebild neben vielen Porträts von Menschen des Kulturbundes zeigen . die^ Arbeit von Gabriele Gutkind im vielseitigsten Licht, steht. Dr. O. B. - - * Das K w n s t i n d u s £ v i e. - Museuni in Kopenhagen stellt die wertvollen Bestände der Sammlung H i r s e h 31) r u n g aus. Fragen zu sprechen, die nur von ihnen gelöst werden können und die ihre Zusammenarbeit in stärkerem Masse als bisher erforderlich machen. Im Rahmen der Mitarbeitertagung fand am 7. Februar abends eine Kundgebung statt auf der Hans F r i e d e n t h a 1 und Georg J o s e p hthal' über das Thema „Jüdische Jugend ja dieser Zeit"' unter besonderer Würdigung Marlin Bubers anlässlich seines 60. Geburtstages sprachen. Auf der Tagung selbst die von Hans F r i e d e n t h a 1 geleitet wurde, erstattete Hardi S wa rseji sky den Arbeitsbericht Paul Eppstein sprach über ..Wanderung und beruf liehe Erziehung". Georg Josepbthal über „Erziehungsfragen jüdischer Jugend'4, Paul Fridberg über „Körperliche Erziehung'*. Günter Friedläader Martin Bubers Werk Aus Aulass. von Martin Bubers 6Q. Geburts- .tag gibt sein Verleger Schocke« verschiedene .kleine Schriften heraus, die das Werk und die' Person. des .Jubilars, würdigen, imd popularisieren sollen. In Zusammenarbeit mit der ' Schulabteilung der Reichsvertretung der Juden .in Deutschland erschien ein „Rundbrief an die jüdischen Lehrer*' mit Beiträgen von Leo B a e c je, - Adolf L e s -c h n i t z e r, Robert W e 11 s c h und Ernst S i m o n. FJn 32 Seiten starker Prospekt enthält als Kernstück eine Chronologie von Bubers Bu4ivej'öf?entlichungenr -die - eini'ünfunddr^issigjähriges Schaffen umfasst. Biographisches von Franz Rogenzweig, seine Bedeutung für die <gjqnisnius 'von Robert Weltseh dargestellt, Autobiographisches aus seinen Schriften und Äusserungen über Sinn und Bedeutung der berühmten Blbelübertragung füllen der*" Prospekt, dem •selbstverständlich auch ein vollkommenes Verzeichnis der im. Schocken Verlag erschienenen Schriften des Gefeierten beigegeben ist. ha Verlag L, Mazac, Prag, erscheint eine von Dr. - Isidor Hirsch besorgte Auswahl des T a 1 m u-d in tschechischer Spruche, Kunstausstellungen r.„>£rXZZ?Z^.-t., T E P F1C fl H A U S % E MTM U :M.^:ca^