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Central-Verein-Zeitung · 1938-01-06 · 1 (6.1.1938) · page 4

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
17 (1938)
Issue
1 (6.1.1938)
Date
1938-01-06
Page
– (sequence 4)
Language
German
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-Seite 4 C-Y.-Zeitung Nr.l * 6Januarl938 Fünf Jahre Hilfe und Aufbau erzählen von allem, n>as dem Tage gegeben worden, und von dem. Was für eine Generation geschaffen morden ist. Innerhalb des geruhigen Daseins darf der Beistand im Nahen der Gegenwart bleiben. In einer Zeit wie der, durch welche mir hindurchgehen, tritt die Zukunft mit ihrer Weite vor den Bück dessen, der um die Verantwortung weiss: ein deutliches Bild von dem, was sein soll muss vor ihm stehen. Zu allem Hellen gehört eine gewisse Phantasie, eine Fähigkeit, in das Empfinden des anderen hineinzukommen. Der Aufbau eines neuen Geschlechts, wie er von uns gefordert ist. verlangt von dem, welcher den Weg bahnen will, w'te ja auch von denen dann, die ihn gehen, noch mehr: die schöpferische Phantasie. Sie gibt unserem ZentrcJausschuss sein B* flm/l? 11 pro Tausend und Ue«rt darmt um über Hafte Meier -u> -Ire der ül.r"am Re\öiken Der Anieil der -Inder. an de-- Bevdiker »st von 5 Prozent auf 4.s Prozent ue^mken. w rend der katholische Anted von KJ.S Frozen 1 Piozenl sr.eu:. Fnvrnbden "Ii d^n d»jr teil der Reformierten mit üfi.S I'rozen! und Kvangöliicben mit i> Pn.«:ni!. In Siebenbürgen starb im Alter von H)0 -1 v^n die Jüdin tterkowicz. >ie kounip bis in i ißtzten Lebenslauf-» lesen, w.hreihen und r.fa arbeiten machen. Ihr jimu'ster Fnkei ist :>7. jüngste Urenkel lt> Jahre, .-dt. unc :ib- Glückwünsch an Rabbiner D. Lewkowitz Der Weg. den . Rubbiner Lewkowitz als Theologe, Seelsorger und Lehrer gegangen ist. ist der um iho sich scharenden Gemeinde bekannt. Es soll hier nur eines gesagt werde.'1.: der Grund des Erfolgps. den eir. Rabbiner hat. berrttft die Wirkung, die von seiner Person ausgeht. Die Persönlichkeit, von der alle wissen, die Ltjxrkowitz verehren, ist die eines Menschen, in dem Geradbeil und Zuverlässigkeit sich mit edlem Wohlwollen paaren. Wir sollten nie vergessen, dass in den; Wort Beliebtheit das Wort Liebe steckt. Der Kreis, den sich Lewkowitz in den 25 Jahren seiner rabbinisehen Tätigkeit in Berlin erworben hak der Kreis, in dem Lewkowitz beliebt ist. ist eine Gemeinschaft in der man dankbar weiss, was gegeben wird, wo der Gebende ein Rabbiner isf- Ignaz M;iyb:iiTiu. Im Rahmen einer Verunstaltung der Rabbiner H i r s c b - G e-s e! 1 s e h a f t in der Samson Raphael Hirsch-Schule in Frankfurt a. M. sprach Dr. S. Ehr manu. Vorstandsmitglied des Jüdischen Centrai-Vereins. Landesverband Hessen-Nassau, über das Thema ..Zeitenwende". Anlas» zu dieser Veranstaltung war der Beginn fies 50. Jahres seil dem Abieben von S. R. Hirsch. Die Veranstaltung war außerordentlich stark besucht " A. B. J. Irreführung Der Preussische Landesverband jüdischer Gemeinden und die jüdische Presse Wir lesen: ..Die jüdischen Blätter haben über die Kundgebung und über die Ratstagung, entsprechend der Bedeutung beider Veranstaltungen, austuhrlich berichtet und die Vorgänge durchaus unparteilich behandelt. Eine bemerkenswerte Ausnahme macht allein die C.-V.-Zeitung, fhr ist offensichtlich daran gelegen, die süddeutschen Verbände bei ihrer gegen den Preussischen Landesverband gerichteten Takiik zu unterstützen. Sie glaubt, ihrer publizistischen Pflicht genügt zu haben, indem sie über die Ratstagung unseres Verbandes zunächst, nur mii vier Kurzr.eilen berichtet aus denen niemand — auch nicht dp.r mit den Verhältnissen Vertraute — etwas darüber entnehmen kann, in welcher Wel^c die Sitzung verlaufen ist Diesem Bericht läs-t djp Z.-ituug >n Beschluß des; Rates und die Gegenerklärung des Präsidenten des Verbandes israelitischer Gemeinden in Bayern folgen. Wenn sie über das Ganze die lleberschrift setzt. ..J'iiue Resolution i:nd ihr Echo'*, so kann ihr der Vorwurf nicht erspart werden, dass sie eine unvollständige und deshalb unrichtige Darstellung des Sitzungsvorganges gegeben und sie durch einp irreführende Schlagzeile gekennzeichnet hat Dieses Verhalten eines jüdischen Blattes wird z weil eil os allgemein bedauert werden. Dem Landesverband ist da* wirkliche Echo, das seine Arbeit überall im Lande findet, für >°inc weitere Tätigkeit der wertvollste Anr=nom." Wir lesr-Mi das nicht im Gemeindeblatl des Preussischen Landesverbandes, sondern in zwoi jüdischen Zeitungen, nämlich im Berliner Gemeindeblatl. und im Organ der Staar«- ziouistische.a Organisation. In dem einen beisst einleitend, dass folgende Ausführungen ..uns vom Preussischen Landesverband mit der Biii^ am Veröffentlichung übersandt worden" seien (Gemeindeblatt). in der anderen Zeitung Iteisst es:.....Ausi'ührangen, die uns zum Vorabdruck zur Verfügung gesiei.lt worden sind". Uns selbst, die wir. wie man zugeben wird, an dieser Polemik auch interessiert wären, ist der Artikel nicht übersandt worden. Zur Gedächtnisstütze für unsere Leser das folgende: Der Preussenverband hatte eine Resolution angenommen, in der er den Zusammenschluss aller Gemeindeverhände in Deutschland zu einem Verband der jüdischen Gemeinden im Deutschen Reich zum Ziele nahm: eine Woche darauf hatte namens der süddeutschen Gemeindeverbände Ohersiiandesgerieiitsrat Neumeyer-Münr'neu fliesen Vorschlag zurückgewiesen unter ausdrückliebem Hinweis darauf, dass neben der Reichsverlretung eine weitere Reiehsorgaui- Teppicii- U/j[|u RßrI?Or fJ0- Greifswalder Str. 13 : 523317 reinigung »IHj UCUÄCI, Kunsfstosferei. Entmotturis/.ü'fbe-.vahrb'RRslD. sation der Gemeinden überflüssig und schädlich sei und dass ausserdem der Einfluss des Preussischen Landesverbandes jüdischer Gemeinden innerhalb der Reicbsvertre-tung erst voi' wenigen Monaten durch einmütigen Beschluss sichergestellt worden sei. Wir geben zu, dass unsere. Berichterstattung über diesen eben knapp skizzierten Sachverhalt ausserordentlich kurz gewesen ist Wir glaubten, dass diese Knappheit im Interesse des Preussischen Landesverbände» läge. Da man sie uns jetzt aber zum Vorwurf macht, werden wir über die Resolution und ihre Entstehungsueschichien noch ausführlicher werden. Und nun zum akuten Vorgang. Ist es richtig, dass von privater Landesverbandsseitc einzelnen jüdischen Zeitungen die Resolution sofort weitergegeben wurde, anderen Zeitungen, darunter auch der ft-V-Zeilung. jedoch nicht-? Da nun aber die G.-V.-Zoilung anders als andere jüdische Zeitungen über die Resolution des Preusse.:iverbande? nicht rechtzeitig informiert war. .-kam sie in die dem Preussischen Landesverband unerwünschte, für ihre Leser aber um so bequemere Situation, dass neide Resolutionen gleichzeitig und nebeneinander zur Veröffentlichung gebracht wurden. Wenn der Preussische Landesverband meint, dass aus eine.«* solchen Zusammenstellung eine Irreführung entsteht so niuss. da wir keinen Kommentar gebracht haben, diese im Faktum selbst lieget», also entweder in der Resolution des Preusse.nverbaudes oder in der Resolution Neumeyer. Hierüber zw entscheiden überlassen wir unseren Lesern. End wenn die C.-V.-Zeibearbeitet von P. R o s e n b 1 a. 11 Schachaufgabe >Tr. 315 von A. Schiff mann (.Berlin) ^//,'/.'.', .j/^.'. ... > "21 w ■L 3t =g- Strümpfe / Strickwaren Wäsche / Handschuhe Sc Iii» g;.. ii rni:<?wal<8 str.5« tung als. Überschrift über ihre Veröffentlich fing setzte: ..Hüne .Resolution und. ihr Echo", so bedauern wir sehr, wmn der Preußische. Landesverband mit dieser Formulierung nicht einverstanden ist Aber wir glauben, dass auch ein uuenvi'm^rhler Widerhall immerhin ein Keim ist. Schliesslich und dies sehr ernsthaft: Wenn die verantwortliche Leitung des Preussischen Landesverband-? der Auffassung war. dass die t\-V.-Zeüvmg Unrichtiges berichtel habe, so war gen zusammenfassendes Gremium .Ptiicht. sich immiltelbar an die C.-V.-Zeiumg zu wenden und sie um Richtigstellung zu ersuchen. Die postalische Verbindung zu uns ist sicherlich nicht schwieriger als die. zum Berliner GemeindebiaU oder zum staatszionistischen Blatt Es gibt auch Männer im Preussischen Landesverband, die über sehr gute persönliche Beziehungen zur C.-V.-Zeiluiig verfügen. Anscheinend waren es aber nicht die. die die Resolution und ihre Publizität gemacht haben. Wo die Irreführung liegt, mag nun mehr der Leser «selbst entscheiden. — auch wenn wie im Schlussabsatz des Artikels des. Preussischen Landesverbandes von der höchst bedenklichen und anfechtbaren Resolution auf die von uns in keiner Weise angegriffene Landesverbands a r b e i t übergesprungen wird. Wo der Landesverband sachlich und unparteilich arbeitet wird er unsere volle Unterstützung finden. Wo er aui unklarem XVege unklare jüdisch-politische Ziele zu erreichen versucht wird, er uns aufmerksam aui dem Posten finden, trotz der Presse-Bundesgenossenschaft einiger Herren des Preussenverbaudes. Matt in vier Zügen Kh-2. Th4, LdT. Sfö. Bd-1 fi.?4 K?ö. Bf3. U. g6 Lösunsr der Aufsähe >"r. 11.4: 1. -Scö—bo ('Zugzwang i .... Te3>Cc3v: -J. L«Jo—c4 n.i.-)£t ____ Te3Xei;: ± L«i-)~e4 malt ____ Tc^.Xto: g. c-2--e4 njaii . . . . JvfäXg-"»: -• Ld5—di mati Richtige Lösungen singen eiu von: Michael Levr '•Krei'eld'i.'" S. Bamn (Frankfurta. M.-. Landy.-Rai Envl Bach;»racii (Ambergi. Walter Simon^D«l«bur?- Hamborn i. Frau RuUi Kocbnirmn;Obergbr-ac . Jacob Banraftnn (Köln \ H. Gutfreund : tsbent R.e/-.ijts;i.ijwalt Dr. Emst Boehm '.Briecr . Henuanu Siernaii .'Hanau';. L. Mehrbir.der iKonstadt.». .Direktor >L Oppenheimer ('Heidelberg), ^iegmmid Austerlitr. ■.<".'tc^i-n>, Ivantor D. Cohn (Koblenz), Landg.-Kat. ])r. Kur] Liricli ('Miinchen\ Alfred Dzialosz.vnski. Adolf Kclifick, Fritz Oilendorff (Breslauj. Karl Becnhöfer. Dr. J. Bacharach. Lothar Schöntbsl tNürci)^v£ri. (ronfried Gumbel. Dr. med. H. Kreitheimer iStnr:t::u-ti. E. L. Leiser. Paul Silberstein. Ivecbt?- .-inwaltür. Ernst Meyer. Sanitätsrat Dr. S. Doinke, Dr. med. Gerhard Böhm. Gustav Lew« 'Berlin). IT. Lindner t'Bursrkunstadt,«, R. L- K. (Frankfurt a«n Main'). W.-ilter Wertheim ßt. Gladbacb.X Dr. med- Ilerbe.rt; Picard. Reciusanwalt Ludwig Mayftr (Berlin.). ^'eitere richtige Lösung"« von Nr. 113: Jacor Ru-uiuami -Köln». Yjr. med."Herben Picard, Walter Silbcrste-in (Berlin). Aus der wissenschaftlichen Welt In Wien starb im Alter von 1ÖÖ Jaire-Ti der ■m\t'.-re .iiiili.--ue Rechtsanwalt Oesterreichs Dr. Ado'* S te i n e t. i&ine Spezialgebiete waren das ZMIvmd Gebiilirem-eeht. in der Oeffentlichk-eit wordener :vJ.<; Anwalt - des- Ha.uses Rothschild und durch seine Beteiligung an» Riinalmordprozess Hüsn.er bekannt- Wir er?ä.Tizön uuseve Notiz aus'der Nr% 51 der C.-V.-Zei tu u-g vom "23. Dezember 1§37 über die 15. Tasang der Vereinigung der deutschen Röiitgen o To geti in der Tsrlieehoslowakei um die Mitteilung, dass such Dr. Fried «Breslau) zum korrespondierenclen Mitglied der Vereinigung ge^.ähliwurde. 3:) Wien ii-arb, 81 Jahre alt-, Hof rat Siegfried \ t e r? t maini. ehemals Direktoi' des Zentral-Ta--- und (jebührenmessun.gsamtes. Gerstmann galt äh Autorität auf dem Gebiet des Gebührenwesens. er 'war n. s. viel*3 Jalire VorstAtidsmit-glied der Wiener jiiuisehen Kultu-sgeruemde. einer schweigsamen Minute: ..Auch im Mittelalter stand uns* die Welt offen: wir brauchten nur die Taufe ruizuüehnien.'* Jossei fiililt eine bange Seliuernrai in sich aufsteigeu. Fühlt, wie versperrt, -jer Weg ihm zu Deboras Herzen sei. Vusi überwältigt ihn das jähe Verlangen, zum Ottyuiar Rebben zu geben und ihn. zu fragen: ..Meister, wa? muss ich tun. damit Debora eine makellose Jüdin und mein Weib werde'?'* Da dringt ihre Stimme voll zager Neugierde auf ihn ein: ..Sie sind wo'ni sehr fromm, nicht wahr'?"' Und als er nichts darauf erwidert, spricht -ic mit fraulicher Anmut- „Warum gucken Sie denn .so böse? Ich denke ja gar nicht daran, mich laufen zu lassen.'* Ihre Augeu blitzen für einen Liebtbauch wie zwei Pfeilspitzen auf: ..Sie kennen doch meinen Vater: Ich bin ein*» jüdische Tochter!" Deboras Worte werfen den Mann in ein Entzücken, dass es ihn Übermensch]ich dünkt, das Geheimnis in diesem Moment noch bei sieh zu halten. Eine Lust ohnegleichen überfällt ihn. ihr laut zuzurufen: ..ich bin Jossele. dein Manu1.'* Ihr all die Xanten zu geben, welche sein vergebendes Herz in den Monaten ritt sie aufgespart hat. Er fürchtet sich vor der Macht seiner Empfindung, und mit einer raschen Wendung enteilt er ohne Grass und Erklärung. Debora, welche für sein Verhalten keine Deutung findet, muss sich von ihrer Tante heftige Vorwürfe gefallen lassen, dass sie den scheinbar strenggläubigen jungen Mann mit ihren freisinnigen Ansichten verscheucht habe. Um so erfreuter sind beide, als Jossei sie an) nächsten Morgen zu einem kleinen Ausflug abholt. Auf einer Liegewiese im beginnen den Wald lässt sieh die Tante nicht mehr dazu überreden, weiterzuwandern, und das junge Paar setzt nach einer kurzen Verlegenheitspause, seinen Spaziergang allein fort.. Der Weg führt in dichter, l-aubwaid. in die Stille des Mittags fällt nur das einschläfernde Summen der Insekten. Aus dem Geäst bricht eine Fülle grünen Bausches und fängt das breite Licht von oben wie ein Gefäss auf. Ab und zu schiesst es mit hellen Pfeilbüscheln auf die Gräser, und man steht unter der Sonne, wie unter einer grossen glühenden Brause Aui einem gewellten Platz, geputzt mit Sternblumen und duftigem Blaügestäab lassen sich die zwei Menschen nieder. Ein jeder von ihnen dachte und fühlte das gleiche: ein Sommer tag. beladen mit einer Wucht von köstlichen Abenteuern und heimlichen Gedanken. Ais sie am späten Nachmittag auf den Heimweg geraten, schiebt sich, je näher sie der Liegewiese kommen, eine desto stärkere Beklommenheit zwischen beide. Vergeblich versucht Frau Fanny ihrer Nichte einige - Sätze über den verbrachten Tag zu entlocken. Debora schweigt: in einer seitsamen Stimmung, ais sei sie ein Kind, das nun über eine unbeantwortete Frage nachdenke. Erst spät in der Nacht gesteht sie der wachen mütterlichen Freundin, dass ihre Torheit in Szadony sich jetzt fürchterlich an ihr räche. (Fortsetzung folgt.) Die Prager Ghettopost Ii. M. Mautliiier veröffentlicht einen Aufsatz ..Verschwundene Prager Postämter'', in dem er meint, die merkwürdigste postalische Einrichtung, die das historische Prag besessen habe, sei die sogenannte .-Jüdische Post"' gewesen, ihren. Sitz hatte sie in der längst verschwundenen Rothegasse des Prager Ghettos und im Hause des Nathan von Königsberg. Sie soll über besonders gute Auslandsverbindungen verfügt haben. Die Geschichte dieser mysteriösen Privatpost des 18. Jahrhunderts soll jetzt durch neue« Aktenmaterial erhellt werden, das kürzlich Ludwig Kalmus in Wien entdeckt hat. Wann und wo finden Sie Rat? ^mtel'Jentst-liInnd T> r<»«i«l ei« Jaiiuax. 16—19 Ubr. Jucü;^ W'ixtec-haftshil^^Zeughausstr.S. Jüdisches Leben — jüdischer Geist Berlin Lehrliaus Donnerstagreihe: 13. Januar. Ignaz Majbaum und Manfred S w a r s e n s k y sprechen in der Reihe ..Wirken, in der jüdischen Oeffemiichkeit" über ..Der Rabbiner" i'0.30 Uhr, Brüdervereinshaus Ku rfürstenstr. 115; IG. Vorlesungen: 11. Januar: Harry L e v y .Xmwickluncr tles jüdischen O'csetzes1' (Fasanenstr. SO. 2-')iu Uhr', -Walter Laaser ..Englische Geisiesgeschicine" -Kantstr. 54. i'O.HO Uhr): 12. Januar: Arthur Prinz ..Judettprobleme in den überseeischen Einwaiiderung^läräUern" (G-oltzstr. 2t. 20.:.'.0 l.'hr'. Willi Aron ..Alte und neue Stüe!erneute in der modernen Ü-Insik" (Fasaneastr. 8ö. 20.30 Uhr;. >"eue Arbeitsameiuschai'teii: 10. Januar: Erna D n n ii e in a n n „Lied der Völker" (Fasanenstr. SO, 20.30 Uhr;: 11. Januar: LilHs Guggenheim ..Etagen der Er/ieliungsberatung" (Fasanenstr. SO. 20.3Ow Uhr). Küthe R 6 s e n t Ii a 1 „Hauptprobleme der Vererbungslehre'* (Marburger Str. 5, 20.30 Uhr'"'. Arbeitsgemeinschaften Für die Jugend: Dienstags: Heilmut Silber stein ..Du und da.? Leben"' iKaiserdamin TS. IS—19.80 Uhr), Hans Gärtner ..Palästina-knude" Olarburger Str. y} 38.30—20 Uhr;, Erwin Seil gm an a „Einführung in die Kunstbetraehtung" T'Marburger Str. 5. 20.15—21.30 Uhr): Mittwochs: Erwin .Tospe ..Singegeraeinsehaft" •.'Or».Nienburger Str. 31. Jugendheim. 20—22 Uhr), Auskünfte und Anmeldungen ■ auch zu den Sprachkursen): Montag bis Donnerstag 30—13 und 36—IS Uhr im Sekretariat Marburser Str. 5, Telefon 24 55 87. Rambaiw-Lfchrhaus: innerhalb des Zyklus ..Judenrum als Lelensfonnung und Geraeinschaftsgestaltuüg" werden sprechen: Rabbiner I. ^obel, Rabbiner Dr. 1. J a k o b o v i t s, Rabbiner Dr. L. B e rk o v i t s. Rabbiner Dr. S. Grünberg, Rabbiner Dr. A. A11 na a n n und Rabbiner Dr. Harry L e v y. Auskiiafte erteilt das Sekretariat: Ernst Fiirsienthal. Wilmersdorf. Motzstr. 86. Tel.: 24 70 70. Breslau In einer überfüllten Versammlung de» Reiigiöä-Liberaien Vereins sprach Rabbiner .Dr. Manfred Swsrsens k y , Berlin, über „Jüdische .Existenz — beute". Er cjin? davon aus. dass sich das jüdische Zentrum entsprechend der allgemeinen kultureilen und politischen Vormachtstellung i?on Europa fort verlagere. Die Organisation der Diaspora, iu der 98 Prozent der Judenheit leben, sei ebenso wichtig wie der Aufbau Palästinas. Die Juden müssten sich m den Diaspora-Ländern zwar assimilieren, aber die Assimilation habe an den Grenzen haltzumachen, die durch den jüdischen Geschicbtszusaramenhang und die jüdische Religion geboten seien. Hier erwüchsen den Juden aus Deutschland besondere Aufgaben. Die jüdische Kultur sei immer eine religiöse gewesen, deshalb wäre eine Synthese mit anderen Kulturen möglich geworden. Auch für Palästina sei zu wünschen, dass dort' keine hebräische oder palästinensische, sondern eine wahrhaft jüdische Kultur entstehe. Zum Sehiuss gin? Dr. Swarsensky auf religiöse Gegenwartsprobleme eiu und betonte, die Juden müssten das Volk der Religion bleiben, wenn sie ihren Bestand 'erhalten wollten. Scüw. C.-V.-Veranstaltungen 16. Januar: Landesverband Mitteldeutschland, Delegiertentagimg in Halle. Jüdisches Gemeindebaus, Germarstr. i"2. 11 Übr. Es sprechen: Rudolf Api (Dresden), Dr. Alfred Hirscbberg (Berlin). Kurt Sabatzky (Leipzig). Der Landesverband Oberschlesien im Jüdischen Centraiverein üatte am 21. Dezember die jüdischen Anwälte seines Bezirks zu einem Kurs über „Das De visep recht der Auswanderung" nach Gieiwiiz eingeladen. Die Veranstaltung wurde durch den Landesverbandsvorsitzenden Justizrat Dr. Skalier (Beutben) geleitet. Devisenberater Dr. Heinz Cohn (B e r I i n) zeigte eingangs seines Vortrages aui, wie die Auswanderung" in zahlreiche "Reehtsgebiete des öffentlichen und privaten Rechtes hinübergreife, um dann in mehrstündigen Ausführungen die bei einer Auswanderung zu beachtenden devisenrechtlicben Bestimmungen systematisch darzustellen. Aus einer grossen Erfahrung heraus verstand er den umfangreichen Stoff auch in schwierigen Fällen klarzulegen und auch den Fachleuten, aus denen sich die aufmerksame Hörerschaft zusammensetzte, manches Neue zu bringen. In der sich anschliessenden Aussprache wurden dann noch verschiedene Spezialfragen erörtert. Der Central-Verein dürfte mit dieser Veranstaltung einem sebr aktuellen Bedürfnis entsprochen haben.

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