Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 15 (1936)
- Issue
- 38 (16.9.1936)
- Date
- 1936-09-16
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Tie T-ierbilder -fint*: Widder. Stier,?,Willi nqe. Krebs, Löive. Inngfran, Waage. Ttorpivn. Schlitze. Tieinbock, Wasserniann tuun Ü^aficrrinirr und Ii'stste. In Beth-Alpha und die Zivickel mvi'lsten dein Tierkreis und dein ' ^Siiadral. in da? er t'iiincfin^t ift, mit den •VMllnißiiiYii der vier Ialsreszeiteil besetzt. steiln^rltc' Ieaneii'ignren, mit' Attribiilen per--' U'ljcn. Ter Irnihling wird Persvliisiziert dnT.l, einen Hirlenilab und einen die frische Erde de- Pi-ckenden Tunnel, im Sominer selten ivir Bnuiu-- niniHe und Gaben des Feldes, -der Herbst wird charatteriiiert init lsiranatäp'eli,. Femen und T rauben und einenst Patiiibanm und einem /Boge!./ 3ein: chnrntierulml, ist der Winteruü? st l l'ei e .Fean gestach:: alle /die'e .Fstlstrest '.sind, -lvie 'dist: Tierbtldep imt den . -hebr'ä-i schon Ramen/'' bezeickiiiet. -'' Tie /neuere Forschung koniite nun Ine den -Haggnden. in / vielen Biaeln'oriin. z. B. in Leipzig. Tre-den und Budapest. vor .atlein aber in der ersten Riiriiberger -Haggada intereiianw Büdgestal- Inngenzum Thema Bionaksbilder nu'nudeu. -Hinzu komm! da? Holnstliniltbstck, ..Biintziigiiii", jenes Branchbuch. das ivir seit dem 17. Ialirbnnstert in mehreren Trnckcn kennen und von de:u':rir annelnnen. daß es noch auf ältere Trrlnueu znrückgenk. Tie Berliner' Ittdi'che r/>eiueiude-TudIiotl)ek besitzt einen. Triick vvni*7,und es in in diesem Zusammenhang vor ai:en 'Tilgen die Tarnettnilg des fiedeulen T'ivurls. Tifchri,'bedeutsam.' Ten Fcstin'onat l».tt inan in Amsterdam »deilii dort ivurde das B'st!N.l»bneh gedruckt) mit der Waage^gekenn- -.e'.n-uer. In denr Mvnätsbild wird auf die Boe:::ern!e "Bez:.r'g..genvmmen, obwohl.cs '•'.'io't und' Korn find groß geivorden. Sehr 'eili.drncksvoü. die' Tarstellung. des . Sestofar- ..BlaPrsst zu Reniatpr blafend.- man/che.iu anest " - den 'ststostabvätttz dieBFran , beiin- Licht'egeii., d,:-:- Tiotnßgebel des rl!er»übit'ungstäge-; mi t der Treue des. Ge-setzem.Mrii.ges. zive-i. Bi-!der! mit der La-usthiitle. RahetPRiehintzer hebt dann-' i:e/i! 'em. Bild für '.Ho'ckiä.ttä radba 'iiiit dem . WnUii. der bei Renmond »ein.en Tistatien olme . Kmi ervUckt. als, döies Tinen hervor, das den 'liniuen Tod, dedeuiet. und Tnnchatis -Tlpora. 'das wieder emen froheren Eliarakker in den Festmonat dringt. Y 0. U. Novelle von A gn o n. von M. Spitzer schon übertragen, dünn hebrai'che Bieinviren, ans dein - Böhmen . vor hnndc.rt Inliren. . dann Talinan S ch v cken s Beriei'i ilber dis Eninelamg' - iii'd V>.. B r » d n -7g'lrdeitsdericht de?/ IerlchnngSinst!-. tun für hed'räische Tichiung_. . . Neu vor allein tll o ,'e n t we i q mit» B u b e r filvr. Lernen und 'Inn, TNdarung ^i!nd Be>ctz.l wesentliche, cin< drinal'.ch'te' '?luscinnndrr'etzungen. — T>c-r n'l noch loi'.r'l" Nietn das a-msc 'Inl,a!t-ver;ei.chms de? g'ltmanächs. m dem chr le'en da? viel'eitigne gennge Vergnügen/in. - d. M^iselier (Ü.-V.-I^aleiräer 569? Ziim.lli'eue» Inchre gil't der ..Indische l>rnfrii[» . Verein" B. einen gesclimackvollen kleinen Taschenkalender kierans, der iiur s.iir seine Blitglieder dcstimint ist. ' . TaS r'kndenken der beide» Im Ialire-.'>>>»«", Berstordenen sillirenden Weriönluchkeiten des d'.-B.. Julius: B r o d n i tz und r'ndivig H o l l ä nD e r. wird durch uvei Ieichiinngen geelirt.- Tein -galcnder, der in feiner Nanniaiivrdniing gioeckniasiig und datier siir den täglielicn Bedranch deionder? geeignet in, sind -Iiiuveise vorangestellt, die »ür den Juden in Teutichland ivichtig sind. Blau findet unter" -anderem Änssiilirnngen nder die Iwecksetiung des .'.Iiidiielikii d'entralvereins", die chli'christeu und Tvrechilnnde» der Timdikale nnd Beratniigsstel'len de? io.-B., wichtige den Juden detressende Beiedesdeitiinniungeri, eine r'lus;älilung der ilidüche» Telnilen in Berlin und eine Uedersicht üder den Poittaris. To ivird derö.-P.r.galender seinen Iiveck erfüllen: ein wertvolle? -vi-ls?iniltel de? täglichen Vedeii? gi sein nnd ein Nlaimer chrgleich.- die tägliche tiiiigediingsvolle jüdi-schc i.'lrdctt de? nicht zu vergessen! r tt. Ter Palästinakalcnder der Zionistischen Dcreinigung für Deutschland, im Verlag der Jüdischen siilindschr» von "Ivachinr P r i n z chxraii?- gegeden. mit yerrlicheii r'lnsiialuueir von Venne Bl v? d ä-ch e r .. .Uniiel, Nalmm G i d a 1, Iern'alcm, vg eä s; cii st e i n , Tel-llviv. -verdert T o ii - n e n i e lch . Berlin, lind Wiedexgaden a»-- denr Valästina-Tonsilm" „Vivodali" von r'e r s k: -geschmückt, ericheiiit.ivie e? in derchinleitnng tieint. .,die?n>al in den Tage» der Ungeivisilieil" iider -die lvristenz de? Lande?. Bossen ivir. das; die Volizeiilalionen inr Lande, die z. B. von r'ienne Blo?dacher vdvtvgras!l,iert sind.-dald ,nieder an?- reichen lverden-. iun alt den Blännern, I-rawm und -ginde.ru. deren Bilder ivir in dem-galeiidersinden. die Tirlu'rlieii in dem Lande gi ge'vadren." desien gelil'nw Landsälaslen iind -atte nnd 'neue Bauteil nn? gleichsall.? aus diesem Jätender an-- -schauen. / (5ineu Luach gibt die Besellschast für jüdische Dolksdildung. I-ranksnrt a. Bl., inr-da? Ialir:>6r,~ lii'rau?-.. Das - kleine Be»t entl'ält neben dem na? lendarinin eine Bergleich?ladelie gider die.Iai-.re iu-i'i uu. genaue Viigädeu! iider Beginnrind dmdc der 'Tabdät- und" Ie'trage und eine: Barimui-a- T'al'elle. Vu-sterdem in '>>r jeden Taddat genau der Wochenadschiiilt angegeben. Tie Beicllichaii. die sndi'che? -Winen verd-reiten, will.', kommt mir. -die'em kleinen 'SLerk. da? mit e-iuer Iledernclit iider die Bedemung der Ieiertage erugeleitet ist. sirlier-!:ch einem Bediirrni? entgegen. Ten voran?-: gedern -Baddiner Tr.. Beorg. Tal z d e-r g e r nnd Bro'enor Tr..-Moritz Werner gedülirt der;, ticher Tank. 8LkoeKen-^ImanaeK 569? - Ter neue. Tchocken - Vlmanach gibt inelir als mir eine mit- . Vn?;ngen an? fiii-üti- . gen Berlage-werken dele'gle Vorschau ans da? -neue - Vrdeitssadr de? Berlage?. . er gidt in Zad'.reienen. -knavven und doeii runden, vorire''- lich er!e>enen. und geimiut komvonierten Beispielen einen. Nuiiddiick iider unsere Literatur im iveitenen/ Tmne. von'der geinliaren Lvrik di? zur Ttatiitik. von der 'Novelle in?;ur Tregele, von der aklncllcn - Bolemik ln?;nm Bleinvircnwerk. Bon der '-.nun? sind mit unsere Besten deiken-S vertreten: Bl om dort mit einem kosmischen -Boom.. Lndivig T trau ft mit einem Gesang an? einem me'ftam-'chen vve?. Wol'? ke dl.init zwei -Gedichten und fünf Umdichtungen mittelalterlicher -geistlirlter Gedichte. I::r Geschichte und Literaturgeichichie. die sa bei un? vornelnnlich GeiNe?- Geschichte und: G. Tcholem üder Tadattiaii!?- inii?. Bae r iider die Berireibung auT Tvanien. Tchmar;atm Le vI.n' üder' den Lrden der Bne Blo.'che. Zum Tdema Baiä'tina: Tä,one chaüidi'etie BU'we de? Braniaivers üder da? BeUige üand. ein gn.nddericht an? einer aiitiken jüdischen - Tiadr von :>l e i s e n d e r g. Brauer iider Iel- . Iaä;e:!. G o ft e i ii nder die Berknnst der paläitinrn'ischon Slrader-. B a e ck'-üder Bella? und Palä- , n:ua.. Gr::'t' 6 u vn u? und Iaeod B e r n a N? nder d:e kulrurelld Blisnonde? Griechen- und . Vn?.altem Tchri'ignt: Btidraschim. Trimmen de? Blaimomde? und de? Boaen üsaddi Low: ein. iüd-i'ch-dcul'UieS B.aeiirgedel. Tann-Grm'r T i m v n »der Bialik? Ta>:l:er-/laä-diäi!>.:ng. dann eine Ein neuer biblischer Roman Emst Fürstenthal: Abraham. Jüdische Buch-Vereinigung, Berlin 1936, : Tie-Geschichte Blbraliain?/de?- exsteii/vr;vaterS.. /ist ivii u der sch MI lind ergreifend, Wa?. man'davonin der .Bidet .lesen kann, ist nur ein '-Gerüst, -eui TiäNiin,um den/sich iii 'vielen.Blidraschim lind.. Vgadut' die nvüudtrsa.innen Btü't'enpslai'.zen der". -jüdischen Bvll?dichti!iig Ialirchimdert um: Ialix- Üimdert üppiger cmpvrransten: »nd mancherlei " orientalische Legenden nnd jüdi'äie Teurer ipälorer -Zeiten spaiiiieii-die Blvtive nach ivciicr und weiker.- ' In. dieser Uedersnlle der Berichte und Legenden. Bllstlienund Blärellt'ii. Tagen nnd Teutnugkn kann miau so die grvfte Gestalt', kaum medr einliellig ivndriieliinen. in il>r' sind einfach, alle (sleinente groftinenschlicher Leden?daltnng vereint. Vdraftani ist 'vivvlil der schlichte Gv1te?mann und - (rrdeninensch einer lnvniimental naiven Bor;eitil'elt ivie - der alle Tdevlvgien.üderivindende 'inlurische Blensch- Iieitserloser inittelalterlicher Uaddalislik,. Priener. Biel;ter, Prvviiet. Bvlk?mensch. ls'oterikcr. gnrzinn. ein-en Blvdainnied-, dUiristn?-,- Bapolevn-. Goetlie- oder Mvies-Nvinaii. kann niei>t leichter noch - schwerer sei» al? einen Vdrapain-Nvman -zu schrei den. Ernst-' Iüritenllial nennt sein Werk nicht Nvmaii, vdivodl ' c?'ivie ein Üloman Vdrapam? Gc'chichle darnellt.. und zivar di? zum Vusdruch iiaäi -llanaan. E? degiimt vor der . Beirat von Vdradain? Eltern., '.gönig Sllimrod perrscht ans Erden. Tieseii -gönig der irdischen .Gewalt', nnd Blaeliivolll'oiniiienlleit' -.-..stellt-. Iürstentlial feinem V drall am fe.hr. glücklich al? Widerpart gegenüber, io daft der Iie'ere Reiz der Bandlüng eden von dem Ringen ziviichen' l>!iinrod nnd Vdraftam. zn'ischen Gott niid G'öüen, zwischen Trieb nnd- Goiit. ansgelit.-- Und die schönsten Vdichnitte de? Buche? sind die, in denen dieser -gamps völlig anS der, Idee, der vorgeiaftt ideelichen Tarlegnii-g. deranstritt.-niid ganz Bild. Beispiel, dimte Erzäliliiiig ivird. Ta? in vor--allem nnd io glänzend, daft inan aiemlv? iveiterliest. der Iall der der . Tchildernng von Vdrahain? Geburt und RimrvdS liervdianischer Tucht,. deS Kindes habhaft zu ivcrden. König Rimrod läftt in Babel ein pompöses Bau? der Biutter ausbanen. in dem alle Irauen gebaren: die Biädchen zur Welt bringen, werden be'eiieiikt. jeder Knabe getötet, weil Nimrod au? den Tteriren iveift. daft einer geboren wird, der mächtiger sein wird al? er. Und dennoch wird , Vbrabam geboren, in der Wüste, heimlich, seht seine Blntter Um an?, und der-König schickt Tcrah. seinen I-eldlierrn. Vdral,aiü? erst .ahnnngSloieie Vater, mit einex_Vrmee von.Tausenden gegen die? Kind. Grvftartig nun wird erzählt,, wie dennoch das Kind frei und leben bleibt, wie die Vrmee . zngrimde g'el'it. ivie der I-eldherr Terah ziviselieu Kö'ii.ig.?l.reue und ^'ateraesühlen hin nnd her ge- .re'ien ivird, in Ungnade fallt, verkommt. Wie der König Nimrod' milde wird,- d'anll wieder' gegen Vdraüam - pvr'geht. der nun schon ein ..Prophet" - Gone?- i>t und “mit. seiner Iamilie nach Kanaan - a::'brich! ... " . - - . .'Ta?-.-sind'.' .einmal 'nnr dclle'.riili'ch gesehen.. ,dl.e packeichsteie "Vd'.chn.itte.-.-de?. Bliche?,. denen ge- UmgeiidKe Ena--ra!lero gennft.^ Terah und. König. : Ri'inrod sind.. Vdrahani?' nliier iioch. Vdram) E liarak'wr ' in schon-- .wen'iaer"-konlüren'esr"' eriäftt.. T>e Iuäe i'-!id'Verschiedenartigkeil der Urderli'e'erniigcn venm'eiit ienie Umrisse, und er wirkt am eindrirckSvollft-.'-n. 'wo er fc-ibft nicht - wirkt., sondern nur T.diekl der Bandiung üt. Es -war vielleicht - ein :idrr:nei,''ch:'ich>'s- Verlangen, jeden- 'all? :,'l es. Iiirneiiktial inel!! recht gelungen, die'rr Iianr. lind somit-- seinem! Werkal?- Ganzem ein Ge'icht, einen Tlil zu geben. - - , Ter Tut de? B'-lche? pendelt etwas laich niid nngenalt ziviichen den verichiedeixen Tchiehten der beniilucn Tra-dinon. Teine Tvraäie ii't zinvcilen. z B. i'.i den Vr,'a»g?kapireln. von moderner' Färblongkeu. da lra! da?-Bii'lieu' weder bistvrische iwch 'gevgravliisilie Vlinospliare. Vbcr da? liest sieh, vie-l leucht' ebrn dar mich leicht und nett, lind' man da x? um hl vvu nieniaiid ein Lokalkolorit niid eine Geieliichksschau. verlangen, wie Thomas Blann sie nn Ivse'phsronian fertig bekommt. Bier reden die Leute, umc im? der Teimabe! geivachsen nt.' und eben de?!ialb geiviimt da? Ganze eiueu Reiz von Vklualität. Und-was die Ttilvermischung. 'angeht.'- 'v lvar ziviichen arabischen. Legenden, Blidraschim. Mid ' Bibeinelldn die eine Linie schiieftliel, nvch-'Zn .gewinnen. - Tarüber hinaus aber schiverlich. Tie kabbalistischen Nachträge bälten lamn h.ineingeheinmiftt werden dürren, es patzt gar nicht z>>m llebrigen. daft Vbraham plötzlich schriitstellert. da? limsli'sche Buch Iezira. Versatz t. däs .der iudis'erenle Lotdann gar noch abschreibt. Uiid wenn Vbraham ans dem Tinai-in. den Gehei-mklilt ringeweiht wird. was. ganz ans dem Rahmen fällt, dann feiert eine zweisclhaste Vrchävlvgie. die ziveiselhastesten Triumphe, ohne daft - der' Le.ses'td's dadurch an Tpaimkrast oder geistiger I-iindiernng gewinnt. IürstentHal Hat seiner.Arbeit Lnellenangaben beigeiügt. aus denen man ersieht, lvie wenig er sich die ungeheure Arbeit leicht gemacht hat. Wir freuen un? uni so mehr an seiner Redlichkeit-im Arbeiten, an seiner Tuche in den tiefen Quellen, ans denen ein derartiger Ertrakt in deutscher Tprache älic? iii -altem noch nicht gewonnen wurde. Ta? ist sicherlich der-'beste Gewinn an diesem in vielem schönen Buch. -T,. H.. Lied und Leid (v? kamen die Engel des TicnsteS zu dem Heiligen, gelobt sei" Er. und fragten Itzn: ..Warum .ungeu die Juden eigentlich um Rosch Hascksana nullt lvie an änderen Iesteu das Iubellied des Hallel vor TirB" LluUvortete er: ..Ist es denn schicklich, dast.'wälirend der König aus dem hIchterstulst filzt und die Bücher der Lebenden und der Toten vvr ililn - ansaeseblaaen liegen, Israel vor mir ein Iubellied singt'." Midrasch, mitgetcilt von Tr. U. II. Ein Junge fabuliert Von Alfred Auerbach Tor Junge würde immer zerstreuter in der §cku>le.- Ter.Pater lvnrde zii dem'Herrn' Präzeptor gerufen., der lzarte Worte fand: . .-so was von Unanslnerklamkeit ist wvAy nicht -dageiveten . . . iftv inöetite kein wlckie? I-rüchtle unter meinen Tölmen.liaben . . In der Ttimde malte der Bube Wännchen. Ter Biätlieinatikprvsessvrnnnszte BlvdeU sein, er war lvie ein Vlranmvnrzet'pul. T .e Klasse batte ihre I-rende an dem Unfug: Ban! -hatte deil Lelirer als algebraische.Gleichung gestrichelt, der Kops nnd der.Banell lvareu ans üttiben. I-rennd Tttv packte das Blatt und zerr in es.' ..Wenn dieb der Läppte verdrvi'än bätt'. Kerle, uo lvärscht glslvge." . ' Aberdiele Tpielerei genügte, dein, kleinen Plsant.isten.nicht, er maelne -auch Binndart- - Tie las er in der Panse vor. .Ein Tch'.:t- .'freund sagte: '..Tarf ich' die'Berste' meirn Batter zeige? Tor luit einen Ireiiiid. der iutit bei der Zeiknng. nnd der svllls lese." Erst wagte Paul keinen Eittschlnsz. da:::i lockte ibn doch die Btögtielikeit. saeinnänni'ebe? llr-teil zu iivren. Tnrch dieIBermilttniig des Jungen niid seines Bate'rs kam er zu -dem Redakteur der Tageszeitung. Ter war ein Btaini mit einem großen Bvllbart und Britleiilnntelglälerii. Er empfing Bant nn-' geduldig. Reben ilnn'stand'ein Riefenpapierlvrb.' - ' ..Ra. ivas soll'?. Paiil'WenMd^zitterild seine Gedielite bin. der Herr i'ab griiiinng drein und ivrach-nur: „Ramen drailssckireiben. adieu'." Paul-, ging mit ietilechtem Eelvi''en — ' was winde nun gescheben'? ' - Zn Hanfe siel leine Berstorkbeit auf. die Lchlvester'sagte: ..Er hat einen Tvarren.' Ter Vater sagte zur Biutter: .Ten Eparren yal er von euch." . BaNt wurde blauer und blasser vor Ungeiviszbeit über das. tvas rnin kommen würde. Tie ZRutler gab ilnn Lebertran, den er nickst a-nsstellen konnte, aber im Tckinld- .beionsttiein 'cknoeigend nnd geduldig fchlnckte. Er.'-borte-'.-endlich incksts inebr. die Boit brauste keinen Brie'.'er atmete-ans und.dachte an den Rie'enpapierkorb. der batte -gewiß leiiie Tcklutdigkeit getan nnddie Gedichte Rach, 'eens Wochen packte.ibn sein §rdund. - nnd ''agte: ,.Ro. loa? sag'.tit jeyt- Bau.', war starr, 'ein Herzmuskel raste bedenklnu. Er rauste eme Zeitung nnd rannte damit in die Anlagen: dort - suchte er eine entlegene Bank-nlid entst'.ttete ste. Richtig, da stand es. aber es waren abstBenticho Trnck-'ebler drin..: Tas Ged'.an mißfiel imn" Er rannte nach Han'e'.' .schloß.sich ein'nnd berst'e. Ietst ivar es ans initIilnn. er dürste stai-wobt.:ste wieder blicken lasten. * Tenne Tante narre ein indisches -Hotel am -. Trt.-tvp uni ge'gnoaßt io::rde. dort ivü.rden. die Leute.-stierst iiber ibn berfatlen nnd dann die Iauu.ie. der Barer, die arme Biutter! Bai,! twuw::n'ente stchstd'en I-rennd.-die Ge- Es r.ouste an der Tnre. Er gab keine - Antivort.-^ Tue Bst.ttrer war's: ...Paul, .wo di'ckir. be.f'.-or du die Zeitung g'leie. weifchr.. Ban: '.-utna'zle. Ter Bategkam: ..PMU7 was ist denn ' Tas Gediebl ist 'ebr nett." - Bani uorck'.re anst der Barer war ans Rorddent'. u.and ans einer knnststnnigen Za:::i!:e .uu..eülst :ua.r das Gedickst . dockt nie.st ganz 'p neG.' o'r rrocknerc die Tranen joch ibn frenndtrch an und sprach: ..Und da kriegt er.au no was drsür." Tatz er anch'noch Geld mit seinem Uiisinn verdienen werde, bonnrnbigte Paul.von nenem. und iinn siel ißin eine mene droheitde' Gesabr ein: die Tchnle. die Präzeptoren! Aber da.'geschab nichts . . . nach einigen Tagen war die Tacho säst vergessen. Tas Gedicht ivar an einer ziemlich versteckten dTieüe znm Abdruck . gekommen . . Tder schwiegen.-die Leute ans Biitzaebtima? Neue Gedanken gnälten den übersensiblen Jungen. In der -I-amilie gab es in seiner -Alnvesenbeit Beratnugen. Man linlim die Angelegenbeit ernst.. Ter Pater meinte, man sollte ein . berübmtes Biitgl.ied " der Berivandtschatt. einen Künstler von Rns befragen. Vielleicht .gebe das Talent Pauls nach dieser Richtung Biöglichleilen. znm Studieren oder znm Käinmann' tauge er doch nicht.' er ßabo nur Allotria im Kopse. -I Also begab inst die Biutter mit Paul-ans den 'Weg. Am Berge nwl)nte ein pensionierter Hosmnstlns. der war Iainitienstolz. war am Tbeater Kapellmeister gewesen! -Er lvar -ans der Iainilie^ der Biutter. stlild, -wenn sie auch sonst nullt sehr knnstsreundlich lvar. der Raine des Bronlinenten stand in bobein Aiu'eben . . . ja. lvenn - es Paul so weit bringen würde!!-Aber das lvar Soltenbeit... so roas durste nlän nicht erwarten. - ----- Balil mutzte den besten Anzllg nlilegen mild mit der Biutter bergan wandern. Er lieble deil alten Herrn nicht, er kannte ibn' als felrr eitlen i i n d , r au nzi gen de nBienichen. Ter BiiMkns lvar vi-rbiltert. er bielt stch inr allzu srübzeitig peilsioiliert und unaerecht bebandelt. er sprach andaliernd voll —den ..Kabalen liild Intrigen der Büblle" —. Als die Biutter mit Paul das Empfangszimmer betrat, lvar der alte Herr noch nickst zugegen. Es roch in dern Raum ügch vergitbttn Lorbeeren, an den Wänden hingen viele Bilder berüinitter . Zeitgenossen mit ei genliäudigeil Widmungen. Tie hatten inebr oder iveniger po'eist)asle Blsolograplsterstellnilgen. besonders die Sänger - und. Schauspieler spielten mtd) ans den Bildern ältestes Theater, batten die Arme in den.Ileberwnrs ge- 'sthlnirgen nnd'rollteil siirchtbar die Augen. Paul sah mit.Schrecken ans die Pyotograplsteinuinieil.. st Tie Bilitter eiilpsand dagegen Weihe in . diesenl Rälnile. Endlich, nach berechneter Panse, erschien der Binstlns. :Er reichte-der Biutter lässig die Hand, dein Ilingeil nicht. Er hörte die 'Rede der Biutter n'äbeteiligt im Sessel an. schob das Gesicht zurück und - orgelte mit inüden Tüllen: .-.Was ihr euch denkt! Künstler! Allzu viele fühlen sieb berufen, wenige niid ails-. erlväbtt, und die -Anserwählten und Biarchrer ihres Berufs. Ich habe einen Weg gemacht, wie wenige, aber ich habe erkannt, roas es heißt, an' den-.Höben zu wandelil. Tort liegen die Memoiren mernes Werde-- aaiigs — lveilil sie dennlächst im Truck ersisteineil. wird mäil das Unrecht erkenilen, das mall mir angetan . . ." Ter alte Herr schwieg. Er ba-tte sich im Berlatis ü-tnor Rede unter die Büste gesoßt, die der Bildhauer Bltlilegger von ihm gemacht nnd klassizistisch idealinert batte — als der Binnkus drunter' saß. bemerkte, man .die totale Unähnlichkeit. Tie Biutter verstnminte in Ehrfurcht und verabschiedete sich. Als der Junge mit ihr bergab ging, klopfte wieder sein Herz, aber es schlug inv Takt die Worte: ..'Jetzt — erst— recht — setzt — erst — recht!". Und damit lvar sein Lebensweg eiltichiedeno' Ausstellung Äar,Iabian. Tie erüe Ausstellung des I ü d : s ch e n M u [cum» Berli n (R '24, istrainenbnrfter Strafte 311 im ©interiemeuor 1936/37 ift dem Andenken an den vor 10 Jahren gestördenen ausgezeichneten Berliner Maler Mar Ja b i a n gewidmet. Sie beginnt am 20. September. 10 Uhr. und dann täglich (außer Sonnabend» von 10 bis 14 Uhr zu besichtigen. Jeder Befucher erhält kvsteinrei den mit einigen Abbildungen und einer Würdigung des Künstlers von Professor Franz Landsberger versehenen Katalog.