Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 15 (1936)
- Issue
- 37 (10.9.1936)
- Date
- 1936-09-10
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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©erniharb 2. Jacobson bat nun diele Zulammenstellung unternommcn. und tie'ift ihm tuntgebend gelungen, sFumim :'«oianu. Arbeitsnlnn und Stoi'iummlung. Pennal Tora 2lla'aivoda in Deutschland.! Seine Tnrsielluiig umlrsit - außer dem talmudi'chen und mittclalierl-clieuSchriiitnm - auch die, neueren Teulnng->versuche--und-- bring! neben Werke von 2nmum Rciohael Hirlch ,unh solche von-German» (5oben und Franz Üioicnzioein Taft In c ö b I1 nI-? ne'eIleetreuer Fiide die Autoren . seiner Richtung starker -zu Worte kommen um, tut dem Allgemeinen Werte -des Buches - keinen tzlbbruch: denn ie.de,u bleibt e-? uberlanen. von nch - - aus das Ge'Ngle aulz'unehmen .oder . abzulebiieu,^ da sich ja alle modernen Erklär>mge.u um die.alteu, . Terte ranken, die icdein zugänglich geinaebr und- Ter besondere Wert-des Buches bestelsi'darur. daß -zu Allem tzätechrsches. d. h. ge'etzlich'besnminendes. -sowie agadisclies, d. lz. 'erzalsierüch-deiltendes >3)la> teria!" Herbeigetrggen'wird. Die modernen Foriclier werden ebenso genannt wie unsere alten Lehrer, und viele Themen werden zur aus-sulirlichen Besprechung vorgeschlagen. Tie eigene Stellungnahme zu den formen des jüdischen Heben*, die ja . stets erst nach einer genauen Kenntnis ersolgen darf, kann nach dem Studium dieses Buches, das allzu bescheiden nur ..Arbeitsplan und Stoffsammlung" fein will, einsetzen. Fritz Aronstein. Eine große Gemeinde lauschte in der Synagoge Fasanenstraße an Berlin den Reden und Gesängen. die der Echsübrung in die Liturgie des Gottesdienstes der Hoben Feiertage dieuien. Rabbiner I r. M-nn'rcd 2 iv a r sc n ' k n verband es 'ehr au''ä>u!l!äi, den geistigen Fulmli der Gebete dem Hörer nabe -u bringen. 'Gr - umrift die'EntwicklungSlV'chi.dr,'. de» iüoktesdien'leder Hohen Fe'tlaae bis gar Feytzeit- und i'r.rach Mnn,,von der hohen rclig:b''en Bedeutung, die diele Fk'tein nä bergen, Lberkantor Davidlob n gab nun.-- . iinter'tiitzt von der. ausgeicichnelen Begleitung b'iichard A Itmtinri e ' des...Organisten der Synagoge - die^Grlauternngeir, ''ür die gesanglichen , -Und/' mn'ikali'cheb- , FllnstrgNonen -. der -) Gebete. - Wesentlieb'les , des, Charakters- .u:id der' Melodik' , würde, von-.-tbnrch'ar-gEstell't,: ,) Pcan'wernahin 'ebensoiteressier: -cheDoino,lgen 'des' 2cLiosärs-F'w«:t. Ton'ats- Ttchn'mg der ^age voin-.Rabb, Rnmon, ,'Ta? reUr' stidtsche .Rezitativ' wurde- 'dem 'Bolksi-edmäß-.aen gegenubergei-iellt.- Hetoandöw'kü'äind, seine Kono' o-'ntioiieii, erbibreueine :besonders. ei'nS.rin.gljche' dietatvoll gehaltene,. Scknlderiing, Bcit dem ,'lils- . klang der Bersohnungstagsliturgie die von beiden Bortragendeii'ungemeln lebendig gezcichnetaourde. schloß die Veranstaltung. „Luftballonwiese“ . „Lustballonwidle" — Mo wie das klingt, iah .das ganze Kinderfest aus. das in dem herrlichen geräumigen Garten von Frau Werthcim vom Berliner Kindergärtnerinnen-Seminar veranstaltet wurde. . Einen Zirkus gab. es mit Clowns.^ und die zehn kleinen Reger lein ebenso wie Kasperle er'ch-.enen hochuperiontich und immer neu belube.'t. es wurde gelungen und Kuchen -gegessen, hier und da natürlich auch ein bißcheb geweint, wie das sp. bei Kindern ist. Wohin man auch iah. überall Umas" V^r lochend es: Eierlauien ruid-Sackdüpien.' Adler'chieften. Angeln,im Baltin. Büchsenkegeln. Ringiver'en , und Käserjagd: buntschil- -le;nd,e 'Sri'>st.'.blafcn, -zerplatzten am den.Händchen der jauchzenden Kinder: unb-Eltern waren ichwerbeladem. m:i buntem -vielzeug: .lauter, Gewinne! - 'H- ÄN-che'nr '-Jye't'..waren' viele. Freikarten in Schulen. -und- Horten -verteilt wordeniHer Ertrags der gelüsten -garten' stoß dem Kindergärtnerinnen. ' 2.nu.uar -zu. _H. M. jüdische Unterkunftsmöglichkeiten in. Königs- , brrgl , W-.e 'llNs' das -Syndikat--des.Landesverbande? 2I''lrr-c-ußen des EGB/ iKonigsberg i. P.imit-?:. . lcrli. .nehmen dort 'nach 'IllilteilungenZder Presse . auch die..Hotels-...BerlinerHos" und "..Eontinen. tat" liidiiche Galle nicht mehr aus. Ten reisen»- llausleutcn muß daher empfohlen werden, rechtzcing iur Uiilerkunit zu sorgen. Es stehen . lnnre:cb,e!ide.Vrivatauarliere zur' Berkügung. Tas , - E.-B.-Büro. Königsberg i. Pr., Allstadtische Langgane 431-. (Tel.: 42W2';. erteilt in den. Ticullllimden oyn ‘j bis 13 und 16 bis 19 Uhr S€MA€IHI<E€Ki Schachaufgabe Sir. 76 von Martin Sarner (Berlin) Matt iw drei Zügen . ^'eirs: Ub3. Teö. Lh4, Lhl, ,8e4. Bf2, f4 - .(7) Schwarz: Kd4, TgS, Ld8, Sa7. Bc6, d3, gb, g4 <8) Postschlüsse nach Uebersee Vorbemerkung: Diese Debcrsicbt erscheint wöchentlich. Sie ist ohne Gewähr. Postschluss für Luft Postsendungen ist in Berlin beim Postamt C 2, in Frankfurt Main beim Bahnpostamt .19-oder -Flughafen Einwurf bei anderen Postämtern oder in anderen Orten bis zu 1 Tag früher 'als hier vermerkt. Nordamerika a) Seeweg 11.9. ab Berlin; 11. 9. ab Hamburg 19 Uhr ('„Coluinbtis! 12. 9. ab Bremen); 20.9. an New-York 13.9. ..; 13.9. „ „ 19 Lhr („Bremen“” 14.9. „ Bremen); 20.9. 14.9. „; 14.9. K 19 Uhr L,Queen Mary“ 16.9. .. Cherbourg); 21.9. .. „ 16. 9. „; 17.9. .. . * 8 Uhr („Hansa“ 17.9. Cuxhaven); 25.9.- „ ' „ b) Luftweg 14.9. ab Berlin; 15.9. ab Köln (Flughafen) 10 Uhr; .15. 9. ab Cherbourg 'Schiff; 20. 9. an New-York 17.9. „ Berlin ll-Uhr^abJFrankfurtiMalnT7 Uhr; Luftschiff „Hindenburg“; 20. 9. an New-York (Zuschlag auf Auslandiporto für Nachbrrngcflug 15 Pf.für je 20 g; für Lufttchiff 50 Pf. für je 5 g; Leitvermerk: „Mit Luftpost ab Köln zum Dampfer“ resp. „Mit Luftschiff nach Nordamerika“) Südamerika a) Seeweg 10.9. ab Berlin; 11.9. ab Frkf./M. 8 Uhr (Schiff 12. 9. ab Bonlogne); 28. 9. an Rio; 2. 10. an Buenos Aires 10.9.; 11:9. „ Hamburg 13 Uhr tSchiff 11.9. .. Hamburg); 1.10; „; 6.10. j, „ 16.9. ..; 17.9. .. Hamburg 19 Uhr (Schiff 19.9. ..Cherbourg»; 5.10. „ „; 9,10. „ „ b) Luftweg 12. 9. ab Berlin 9 Uhr; ab Frankfurt Main 13 Uhr (Französische Luftpost) Laufzeit 5 Tage - ik. 9. „ .. 21 Uhr: ab „ 24 Uhr (Deutsche Luftpost) Laufzeit 3 Tage (Zuschlag auf Auslandsporto nach Brasilien 1,25 RM füt je 5 g, nach Argentinien 1£0RM für je 5 g) Südafrika a) Seeweg 15.9. ab Berlin 16 Uhr: 16.9. ab Frankf.lMaln 19 Uhr; 18. 9. .ab Marseille 'Schiff'; 3..10. an Kapstadt 16. 9. „ 18 Uhr; 17.9. „ Köln 17 Uhr; 18. 9. ... Southampton (Schiff); 5.10. „ (Von Kapstadt in 30 Stunden nach •Johannesburg und Pretoria) h) Luftweg 11.9 ab Berlin 22 Uhr 15 Min.; 11. 9. ab München (Bahnp. Amt 1) 24 Uhr; Laufzeit 8--9 Tage 15.9. .. .. 22 Uhr 15 Min.; 15. 9. „ ,. (Bahnp. Amt 1) 24 Uhr;. Laufzeit 8—9 Tage (Zuschlag auf Auslandsporto 35 Pf füt je 5 g) Palästina o) Seeweg 14.9. ab Berlin 13 Uhr; 15. 9. ab München 9 Uhr Schiff 17.9. ab Piräus); 19.9. an Haifa 15.9. .. .. 13 Uhr; 16.9. .. .. 9 Uhr (Schiff 17.9. „ Brindisi); 21.9. „ Jaffa; h) Landweg' 11.9. ab Berlin 13 Uhr; 12.9. ab München 9 Uhr über Belgrad—Istanbul); 16.9. an Haifa 13.9. „ „ 13 Uhr: 14.9. „r 9 Uhr < „ .. .. ): 18.9. „Haifa 16.9. „ „ 13 Uhr; 17.9. .. .. 9 Uhr i .. .. s „ ); 22.9. „ Haifa (Letivermcrk: ..via Belgrad—Istanbul') c ) Luftweg Laufzeit bis Jaffa 2 Tage : 12.9. ab München 18 Uhr;-Laufzeit-bis Jaffa 2 Tage , . Laufzeit bis Jaffa 2 Tage Laufzeit bis Jaffa 2 Tage Laufzeit bis Jaffa 2 Tage „ München 18 Uhr; Laufzeit bis Jaffa 2 Tage-, > > 10 Pt füi je 5 g. mindestem 15 Pf ) 11.9. ab München (Bahnp. Amt 1) 18-Uhr 12.9. .. Berlin ' 6 Uhr: Berlin 10 Uhr , München iBahnp. Amt 1) 18 Uhr , Berlin 6 Uhr Berlin 10 Uhr: 17.9. (Zuschlag out Auslondsnom Aus den . Familien camtatirat Tr. Zulius C i l i e n t h a l (Berlin- 3iei:!i« t:cydenalli-e 4!.vollendet am 16. September »ein TD ttedensiabr. Er gehörte mehr als;wei Zahr- V'tintc h'.ndurw als medinnischer -Mitarbeiter der Redaftion der: .-.Boi'ifchen Zeituilg".' an. — sirau Heu» rietle G o l d-s ch in i d t geb. Gerson (Nordhausen)., Vollender cm II: September ihr 80.' Lebensjahr. ^— Georg -2 o b e t f H» ,(Tiliieldori. früher Zeih) ist im Atter von 81 Zabre» gellorben. — Samuel und Rose 6 c T a'n b e > Wilhetinsbaven, begehen i>m .14. Seplember ihre goldene Hochzeit.', — Keorg^Kamm iBurg bei Magdeburg« begeht am 25, September seinen 75, Geburtstag. Lehrer i. R. Julius T obrowolskv «iriiher Marienburg. Westpr.. .jetzt-, Berlin« 'eiert am 16, September seinen 60. Geburtstag. »'Zrau Dertha-Ruth Tannenbaum sind so tahlreiche Beweise von Ureundlaiast und Anteilnahme aus Anlaß des Todes ihres Gatten. Tr, Eugen T an ner.b au m.''zugegangen..chaß es ihr unmöglich ist. einzeln zu antworten ^ie dankt aus diesem- Wege allen freunden und Bekannten au! das Herz« dulrur Luxiraum (Lannkerx) Im Alter von 60 Jahren verschied Kom. merzienrat Julius Buxbaum (Bamberg), ein alter Freund des E.-B. Ter Heimgegangene,'der auch im Wirtschaftsleben Baherns eine geachtete Stellung innegehabt hatte, gehörte zu den führenden Persönlichkeiten der jüdischen Gemeinde Bamchergs und darüber hinaus des Judentums in Bahern. Bis znm Beginn des Jahres gehörte er der fsnhrung der Gemeinde an: vor einem Jahrzehnt wurde Kommerzienrat Burbaum zum Vorsitzenden der Gemeindekammer, später dann zum Piitglie'd der, Berwaltung der Gemeinde gewählt. Lösung der Aufgabe Nr. 75: ^_ 1. Tg3—f3, «Zugzwang) - e4—e3, 2. Tf3—f4 matt' . . . e4Xk3.' 2. Lh4—f2 matt , , , . c4—^c3, 2. Sa5—b3 matt ' . . . Sd8. beliebig, 2? Saö—c6 matt Sg8 beliebig, 2. Lh4Xf6 matt' Richtige Lösungen der Aufgabe 75 gingen ein von: Ouslizrat Georg Äronsohn. -Augenarzt Tr. Ezellitzer, Hans Eohn. Fritz Ehodziesner. Sanitätsrat Tr. S; Tanike. Günther Rosenstvrk. Willy Mid,gelis, Hantz«, Georg Leiser. Bankvorsteher Liebert. Gustav Lewi (Berlin,. Tr. mcd. I. Meyerhoss (Rotenfels). H. Lindner (Burgklindstadt«., Frau Fanny Wertheim (M.- Gladbad))., Siegmund Austerlitz. (Gießen). Moritz Heynemänn (Tüsieldorf). Michael Levy (Krefeld),, Jacob Baumann (Köln). Rabbiner Tr. Tänzer (Göppingen). Heinz Jacob (Tresden,. Adolf Schuck (Bres- ' lau). I. Weinberg (Emden,. Gerda Loewkowiy (Kow> stadt), Werner Baronowitz. Paul Rosenthal (Göt« tin'gen). Tr. med. -schumacher (Hamburg), S. Rosenmann (Altenburg), Tr. Lstcr (München). Martin Hirsch (Grottkau). Redsisanwalt Tr. Ernst Boehm : (Brieg). -Sans Steinberger (Bayreuth). Karl Bechhöker (Nürnberg), Sanitätsrat Tr. S. Ritterband, Theodor Mottek (Tstervde). Tierarzt Tr. Mar Koschminski. Frau Tilde Adler^ (Landsberg). Kantor D. Cohn (Koblenz). Weitere richtige Lösungen von Nr. 73: S. 'Rosenmann (Altenburg). Kurt Burchard (Berlin) und W. Boronowi'tz (Güttingen) (Nr. 73 und 74), Schachaufgabe Nr. 77 von Dr. Oster (München) Frankfurt n. \ 14. September. 20 Uhr 3« Min.z^ Religiöse Feierstunde .-im Trausaal der Westend-synagoge zur Vorbereitung aus die hohen Feiertage. Rabbiner Dr. S a l ,z b e r g e r spridzt , über: ..Väter.- Mütter und Kinder in der Thora- und in der Prophetenverlesüng des Neujahrsfestes." 20. September. 10 Uhr 30 Min.: Synagoge Oranienburger Strafte »29. Gedenkfeier des Reichsbundesjüdischer Frontsoldaten, Landesverband Berlin und Mark für die gefallenen Kameraden de? Wettkrieges. Anschlieft'end: 12 Uhr 30 Min. Gedenkfeier auf dem Ehrenfriedhos in Weißensee. Matt in drei Zügen Weiss: Kg2, Th8. Sh3, Be4. f6 Schwarz: Kg4, Bha Paul Hannemann legt Wert auf die Feststellung, daß er nidit. wie irrtümlich in dem Artikel von Olga Bloch' ..Kunst und Kulturbund" in Nr. 36 der C.-D.» Zeitung angegeben wurde, ein Schüler von Viola B v h m sei. , sichte immer wieder zuchlpvll bannte .und zu. -festen Foruien schloß. Dieses^ Doppelte zeigte Steinberg: Die Strenge und die Leidensämst. den fnnstvvllen Aiisbaii und die Freiheit des elementaren Ausdrucks, den ringenden' und den bezwingenden Beethoven Eine Wie-der>,abe eben'«' groß tvie erregend und nach höchsten Blasistäven zu messen. Ungewohnt und 'ungewöhnlich, mir das Tempo des letzten Satzes, Steinberg spürt.dem geheimen ^.Antrieb' jeder Phrase nach, und wer neben dem übermächtigen' Eindruck des Ganzen noch auf das Detail der Stimmen zu achten vermag. wird tininer tvieder über diese Fälligkeit staunen, den Tonfall, die Gebärde, die Beivegun^ der Melodien so sio'.fäUig zu machen, mau könnte . sich oft graphische Darstellungen danach denken.- Witk verstehen schon'daraus., wie stark die Interpretation Steinbergs vom Tänzerischen bestimmt , ist, Das praktische Beispiel hiersnr ^gab die menuettlose Acvzart-Sii'fonie (k)-änr). Sie wird mit kraftvoller Heiterkeit, mit lyrischer Weichheit. Fülle, Beschwingtheit bei den tadellosen Bläsern gebracht Unmaterieller,teile iri-nnit im zweiten Satz die Stelle vor, bei der die Staccati der ersten Geigen iind Basse gegen die pochenden Sechszehntel gellen. Blozart hat kaum je in seiner : unsäglichen Zartheit Ergreifenderesgeschrieben: Ein reicher, erhebender Abend! der mit der Anssührung von Ernest B 1 o ch s Caneecto grosso (wir besprachen es schon) auch einem j n d >1 ch e n- Kompoinsten eine Gefolgschaft im Publikum schuf, Ludwig Altniann, Joseph § ch ioarz spielte im Jüdischen Kultur, b'und Rhein-Ruhr eine eigene Klaoiertranskription des wiederum von I. S. Bach bearbcitct.en Orgelkonzertes nach Bivaldi mit kraftvollem Umriß. 3 stilistisch klarer Durchbildung und stärkstem Aus- - druck und Erleben. Ganz zu Hanse ist der Künst--. ler in den Werken slawischer Meister, Seine Darstellung der Ehopin-Sonate B-moll atmete -ungewöhnliches Leben, seine Skalen glichen Perlen. warm und biegsam nwr sein Anschlag, unvergetzlill) die Klangwirkung der erregt wirbelnden Triolen des Presto-Satzes. Den' zweiten Teil des Programms füllten Birtuvsenstücke und musikalische Scherze ruIfifd’K'r Komponisten, die in ihrer brillanten Gesälligleit dazu angetan waren, ihres Interpreten unerhörte' tcäiliiiche Künste zu zeige». Reben eiiiem solchen Künstler hatte es die anmutige Sängerrn Erika Samion nicht leicht, ihre Fähigkeiten zu behaupten. Die Sopranistin.. die über eine umfangreiche Stimme verfügt und eine sympathische Vortragsweise besitzt, sollte ihre Sprechtechiiik weiter vervvllkonunnen. Von Professor Schwarz meisterlich begleitet, hörte man Arien von Gluck. Händel und Verdi.- Lieder von Mozart. Schumann (..Die Mondnacht^, gelang ausgezeichnet) und Mahler sowie italienische Volkslieder. Das angeregte Auditorium tat beide Aus- "sühreiiden um einige Ztlgaben. — yo— Theater und Musik Ans dem soeben beendeten 9. Internationalen . Theaterlongreß in Wien, sprach Dr. Lothar Wal l e r st e i Regisseur der Staatsvper^über Fragen der modernen Lpernregie. Architekt Bahner berichtete über den Stil des modernen Bühnenbildes in Oesterreich, wobei er des Begründers der neuen österreichischen Bühnenbildkunsl. LSkax S t r n ä d S , pietätvoll gedachte. In Rew-Vort soll ein „Theater der Nationen" eingerichtet werden, in dem abwechselnd Theater-Eitsembles in verschiedenen Sprachen gastieren sollen,. Für die in New-Pork lebenden ., sprachlichen Minderheiten ist'vorgesehen, daß an . se einem Wochentage eine Ausführung in englischer, deutscher. itälienischer, französischer und jiddischer Sprache.stattfindet. AIS erste Vorstellung der Oesterreichischen Volksbühne, die dein Deutschen Volkstheater in Wien ungegliedert ist. wird „Die Kaisertochter", fünf Akte nach der Geschichte von Felix Salten., zur llrn u s's ührung kommen. Lucie M a N n h e i m die vor einiger Zeit in London in der Komödie „Nina" von Bruno _Frank einen nachhaltigen Erfolg erzielte, hat soeben am Londoner New-Theatre die.Hauptrolle in Franz MolnärS ..Girl unknowm‘‘ * Alexander KipniS wurde für die Winter- 'pielzeit 1936 37 an die Staatsoper W i e n verpslichtet. In B u e n o s A i r e s wurde im Theatre Colon Weinbergers „SchwanLa. der Duöelsackpfeifer" gegeben. Alexander Kip nis hatte dort besondere Erfolge als Kezal in der „Verkausten Braut". , er war ein „nnübertrefflicher" Hägen und ivirkte beider Aufführung der Bachschen Hohen Viesse unter Fritz. Busch. Als ein „Er- . eignis allerersten Ranges" wird das Konzert von Fritz K r e i s l e r bezeichnet. Fitzi J o k l (zuletzt beim Jüdischen Kulturbund Berlin) singt am, 16. September im Schweizerischen Landesscndcr Beromünster in der 'Avieldieuschen Oper „Johann von Paris" die Partie der „Prinzessin von..Navarra"., Die musikalische Leitung der Aufführung hat Lev, L ch o t t - laender, der durch seine Tätigkeit als The» aterfa'chmann. Opcrettenkvmponist und Uebersetzer italienischer Opern bekannt ist. * / Kapellmeister Hans B e r n st e i n dirigierte d«s Orchestra Stabile von Florenz und errang, wie die italienische Presse schreibt, einen grandiosen Erfolg. Dem Konzert wohnten hervorragende Mitglieder der Balienischen Regierung bei. Ter- Pianist Gerhard Ja reck i spieltevor kurzem mit großem Er'olg im palästinensischen -Rundfunk, i!lrthnr R u b i n st e i 'n spielte auf Platten von „Bis Masters Voice.“ fünf. Polonaisen von Chopin. Friedrich Schorr singt am .12. September, 22 Uhr l-tz,Min., im Wiener 'Rundfunk Oratorien- und Opernarien. Radio Prag überträgt am 13. September. 19 Uhr 80 Min., eine Aufführung von Lffenba'chs „Hoffman ns Ee,z.ä h l u n g e n". Am 14. September. 21 Uhr, geben Lilli K-r-a-.n ft.—(Ltemier) und Simon G o l d b e r g (Violine) ein Konzert vor dem Mikrophon des Wiener Senders (Sonaten von Mozart. Debussy. Beethoven). , * Tie Komposition ..Hebräisches Lied" von Maurice Ravel ist am 16 September. 20 Uhr. im Sender Radio Paris und am 15. September. 19 Uhr 10 Min.-, im Warschauer Rundfunk zu hören. Jüdisches Museum Berlin. Am 13. September. 11 Uhr, findet eine Führung durch die Räume de? Museums durch Dr. Irmgard Schüler statt. Max Pategg Max Pategg ist im 82. Lebensjahr gestorben. Er . war am 24. Juni 1854 in Böhmen als Sohn eines jüdischen Kaufmanns geboren. Er war Student an der. Technischen Hochschule in Wien und iourde in der'elben Laienaufführung der „Räuber" entdeckt, die auch Otto Sommerstorff und Max Pohl zuin ersten Male als schauspielerische Talente sichtbar machte. Mit diesen beiden, die ihm nun im Tode ein kurzes Stück vorauf» gingen, hat ihn'die künstlerische, Berufsarbeit noch oft zusammengesührt. „ Aeltere Berliner wissen, daß Pategg viele Jahre - lang Direktor und zugleich Haupidarsteller des' Schiller-Tlseaters in Berlin war. Ta hat er alle großen Charakterrollen, der /Weltliteratur, auch , Wallenstein und Falstaff und König Lear, gespielt. Aber noch ältere'Berliner wissen, daß - Pategg zu der großen Garde gehörte, mit der Adolphe L'Arrvnge das Deutsche Theater.' das . erste siegreiche Privattheater Berlins, gründete. Dort spielte Pategg seit 1885mit seiner krartvollen Figur und seinem tieien, dröhnenden Baß Väterrollen und Charakterchargen. Er war der alte Moor zu dem berühmten Franz von Josef " Kainz. Als^L'Arronge dann seine Herrschaft an Otto Brahm abgab. wollte Pategglieber an zweiter Stelle der Erste sein als an dieser ersten- Bühne ein Mann in zweiter Position.: So ging er an das von Rafael, Loeweiiseld neugeschatfene Bolkstheater im Berliner Osten, wurde der Star -des Schiller-Theaters und später sein Direktor. Auch in der Arbeit der Bühnengenossenschaft hat er eine hervorragende Rolle gespielt.^^-Ein großes Kapitel deutscher Theate^rgeschichte verliert mit Ma»- Pategg einen seiner letzten lebenden Zeugen. 3. B. Magister Kirsch der gute Likör, Magister MttnchenVIl i