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Central-Verein-Zeitung · 1936-09-10 · 37 (10.9.1936) · page 7

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
15 (1936)
Issue
37 (10.9.1936)
Date
1936-09-10
Page
– (sequence 7)
Language
German
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/ Nr. 37 # 2. Beiblatt 10. September 1936 Die Tagung des Reichs verbandes der jüdischen Kulturbünde In der Zeit vom 5. bis 7. September hielt der Reichsverband der Jüdischen Kulturbünde in Deutschland.eine Kulturtagung in Berlin ab. auf -deren programmatische Bedeutung der Leitartikel' ..der C.-V.-Zeitung der vergangenen Woche aufinerfic.m gemacht hatte. , An ihr nahmen. neben' den Vertretern der einzelnen Kulturbünde. Dele- . -gierte der großen zentralen jüdischen Organi-' sationen. darunter deS Jüdischen Central-Vereins. und der jüdischen Gemeinden sowie zahlreiche Schausp»elcr, Sänger. Musiker. Regisseure u. a. teil. TaS Präsidium der Tagung bestand aus Intendant 'Tr. Kurt S i n g e r . Rechtsanwalt Benno Cohn und Rabbiner Dr. Max W i e n e r. Der Vorsitzende des Reichsverbandes, Dr. Singer, begrüßte die Tagungsteilnehmer und besonders den Reichskulturwalter, Staatskommissar Hans H i nkel, der während der Tagung mehrfach seinen Standpunkt präzisierte.' In einem einleitenden, für die Tagung grundlegenden Referat „D i e Ar b e i t d e r jüdischen Kulturbünde — Rückblick und Vorschau" ging Dr. Singer von der Wandlung aus. die sich im kiuturellen Leben und Schaffen der Juden in Deutschland in den vergangenen dreieinhalb Jahren vollzogen habe. Bis 1933 waren bie. Juden in Deutschland Mitträger und Mitgestalter allgemein-europäischer Kultur. Diesen Zustand habe die neue Gesetzgebung entscheidend geändert. 1933. im Jahre erster Ansätze jüdischer Kulturarbeit in Deutschland, mochte kaum einer an ein jüdisches Theater glauben, die wenigsten wünschten es. und die meisten lehnten es ab. Aber schon 1934 habe langsam und versuchsweise eine stärkere Durchsetzung vor allem des Theaterrepertojres mit jüdischem Stoff begonnen, dem das Publikum innerlich vielfach noch ferngestanden habe und erst allmählich, bei größerem Dertrautseiy mit jüdischen Dingen. näherkommen werde. Das Programm der nächsten Jahre werde, soweit das Theater in Betracht komme, in einem Dreifachen bestehen: die' Werke der internationalen. Kunst zu prlcgcn. Stücke jüdischer Dichter, die sonst in Deutschland nicht ansgeführt werden, zu bringen und schließlich hebräische und jiddische Stücke, ins Deutsche übertragen, zu bearbeiten und spielen zu lassen. Entscheidend für die Beurteilung und Bewertung eine? Dtückes bleibe die Tatsache, daß das Werk ein Kunstwerk sei.- Gesinnung und Abstämmling des Autors allein könnten den Wert eines Stückes Nicht bestimmen und es jüdisch wertvoll mackten. Zum jüdischen Theater gehöre mehr als der jüdische Atltor und der jüdische' Stoff. Zum jüdischen Tlseater gehörten Spieler und Sänger, die von jüdischem Wesen gleichsam besessen seien, im Intellekt wie im Herzen. Zu den musikalischen Ausgaben der Kulturbünde gewandt, be- Merkte Tr. Singer, daß sich der Sp.ielplan der Kulturbünde. weil im Gegensatz zum Schauspiel die Oper eine durchaus internationale Sprache spreche, auch in' Zukunft aus da? vorhandene, allgemein ansgesührte Material beschränken könne. Manche Pläne würden erwogen, viele Forderungen gestellt, noch mehr Wünsckse geäußert. Cs gelte, verant-. wortungsbewußt und ohne - llebersteigerung der Forderungen den möglichen Zielen näherzukom, men. Zunächst sei gedacht an die Schaffung einer zentralen AuSkunsts- und Vermittlungsstelle für. dramaturgische Fragen, an die Schaffung eines Schallplattenarchivs, die Herstellung eines regelmäßigen Gedanken, und Erfahrungsaustausches Mit Palästina, die stärkere Pflege des .Hauskonzertwesens u. a. Beim Reichsoerband seien etwa 2400 Berufskünstler gemeldet, uiid es sei bedauerlich, daß nur ein ganz kleiner Bruchteil auf Leschäf- tigung rechnen dürfe. Dr. Joachim P r i u z sprach sodannüber „D.i e kn l t u re ll e S i t u a t i o n d e r Jude n i n Deutschland und das jüdische Thea-., t e r". Im Judentum in Deutschland, das durch Geschichte und Tradition tzeworden, sei der Wille, in das jüdische Volk hineinzuwachsen, zwar deutlich erkennbar. Aber das Fehlen einer jüdischen Sprache in Deutschland wirke, wenn man Volk, Land und Sprache als Träger einer Kultur an* spreche, komplizierend auf die -Bildung einer eigenen jüdischen Kultur.. Tie in Deutschland lebenden Juden hätten keine eigenen jüdischen Werke geschaffen, die das Spezifikum einer jüdischen Kultur in sich tragen. Man müsse daher von dem., was bereits vorhanden und innerhalb geschlossener jüdischer Volksgruppen geschaffen sei, leben. Das jüdische Theater, als besonderer Exponent der jüdisüien Kultur, habe seine besonderen Funktionen. Unsere Verknüpfung mit den Weriken der Völker der Welt lasse sich, so hob Dr. Prinz hervor, aus unserem Leben nicht wegleugneu. Tie Stosfwahl bei der Festsetzung des Theaterspielplans müsse nach Möglichkeit aber so erfolgen. daß die Stucke den jüdischen Menschen von der. Peripherie in das Zentrum jüdischen Lebens führen'. Somit habe, die Stofswahl einen eminentnationälpädagogischen Sinn. Dorn Schauspieler forderte Prinz, daß er zugleich Lehrmeister des Judentums werden müsse Er solle deshalb zum wirklichen jüdischen Leben in Palästina oder Osteuropa in Begehung gebracht werden. Wenn also der jüdische Schauspieler aktualisiert werde, so. sei dieser Vorgang nicht als falsche Politisierung anzusehen. Am Schluß seines Referates warnte Dr. Prinz davor, sich, angesichts dersprach- . liehen Schwierigkeitenin das Gebiet allein des jiddischen Theaters zu flüchten. Er hoffe, daß innerhalb des Reichsverbandes ein Institut geschaffen werde, das Werke der jiddischen und hebräischen Sprache den Dramaturgen der Kulturbundtheater zugunsten der Pflege , einer shstematischen ,'üdischen Kulturpolitik zuleite.. Sifld) den beiden Einleitungsreferatembemerkte Reichskulturwalter Hinke.!, daß dem.Sinn dieser Ausführungen von deutscher Seite her weder, etwas hinzuzufügen noch etwas wegzustreichen sei. Tie Arbeit der Tagung fand in-Kommissionssitzungen ihre Fortsetzung. E. G. L. Die Theaterkommission Die Kulturtagung des Reichsverbandes der Jüdischen Kulturbünde in Deutschland wurde am Sonntag Vormittag, in erneuter Anwesenheit des Reichskulturwalters und Staatskommissars Hinkel. mit der Arbeitssitzung der Theaterkommission fortgesetzt. Nach einleitenden Worten des Vorsitzenden. Dr: Kurt Singer, der betonte, daß eS . sich bei dieser Sitzung nicht um die Ausstellung von Gesetzen, sondern nur um allgemeine Richtlinien handele, erstattete Dr. Borodiansk-i das Referat über „Das Stoffproblem des jüdischen Theaters". Der Vortragende ging, dabei von der für jede Kunst gültigen These aus. daß nicht der Stoff allein, sondern die Gestaltung auch für da8 jüdische Theater maßgebend sei. Auch ntchtjudische Stoffe, die sich an Allgemein-Menschliches hielten, köiinten. sofern sie künstlerisches Gepräge trügen, in das Bereich des jüdischen Theaters fallen, wobei das einzelne Slück dann für sich selbst sprechen müsst. Für das Stvfsgebiet will Borodianski drei Kategorien unterschieden wissen, die historischen. . die zeitlich gebundenen tthb die zeitlosen Stoffe, also eine Entwicklung, die sowohl Otto Ludwigs „Makkabäer" wie Moritz Heimanns „Weib des Akiba" wie das moderne jüdische Mileustück in sich schließe. Das ostjüdische Stück, soiveit cs im reinen Osten spiele, könne nur mit großer Einschränkung für unsere jüdischen Theater nutzbar gemacht werden, da es ethnographische Kenntnisse voraus? setze, die unser Publikum nicht besitze: dagegen könnten Zeitstücke, die. den neuen, den anfbaücnden Inden in Palästina, Argentinien oder anderswo zeigten, oder solche Stücke, die den liebergang vom Ghetto ins Moderne darstellen-(wie Ofsip Dhmviv) auf Verständnis und Interesse.unseres Publikums rechnen. Als die schwierigste Kategorie bezcichnete der. Redner das zeitlose <-tück, das von der neuen jüdischen Literatur herkomme und im romantisch-- mhstischcn Boden wurzele; von diesen Stücken könne nur ein Teil, wie etwa Perez. gespielt werden. Zum Schluß seiner Ausführungen kam Borodianski auf die Schaffung eines Archivs zu sprechen, in dem das vorhandene, für das moderne jüdische Theater in Betracht kommende Material zu sammeln und zu sichten sei. Borodianskis Ausführungen konnten das Ltosfproblem des - jüdischen Theaters nur. ündeuten. keineswegs erschöpfen, und wenn man ihnen, im einzelnen auch eine substantischcre Begründung^ gewünscht hätte, io wiesen sie doch.den Weg zu einer programmatischen Gestaltung, die »vir vorläufig noch wie einen tastenden Versuch empfinden. Das zweite Referat über „Das Bildungsproblem-des jüdischen Schauspielers" hatte, Fritz Wisten übernommen. Seine Rede war keine . nüchterne theoretische Erörterung des Themas, sondern ein subjektives Bekenntnis., vom Schwung und. vom Ethos einer, inneren Ueberzcuguug getragen, die spontane Beifallsäußerungen hervorrief. Wisten forderte von seinen Kollegen, daß-sie - das Problem des Jüdischen nicht als Qual, sonderu als Gnade aufuehmen sollen, und daß sie, mit. der Erfüllung ihrer neuen schauspielerischen Aufgaben, sich des Dienstes am Göttlichen bewußt blieben. Der jüdische Schauspieler der Gegenwart müsse, so betonte er, den Reichtum der jüdischeu Welt kcnnenlcruen, wie er sich in der Welt der Dichtung offenbare. Praktisch schlug Wisten für den schauspielerischen Nachwuchs obligatorische hebräische oder jiddische Kurse vor. die auch das. wirtschaftliche ,Fortkommen des jüdischen Schauspielers austden entsprechenden Bühnen erleichtern würden. In der lebhaften Diskussion. die sich an die beiden Referate anschloß, wurden die angeschlagenen Themen sowohl nach der theoretischen ' wie der praktischen Leite hin ausführlich erörtert. Zu dem allgemeinen Wissensproblem in Verbindung mit den Erfordernissen des -jüdischen Theaters sprach Dr. Heinrich Lev i n ge r (Kölns, der Leiter der Kultnrbundbühne Rhein-Ruhr; Dr. Mar Nußbaum umritz im einzelnen die natiönalpädagogische Ausgabe, die -sich für den Kulturbund aus der heutigen Situation ergäbe: Dr. Joachitn Prinz warnte — im Gegensatz zu Nußbaum — davor, die Angelegenheit zu intellektualisieren und machte für die Gestaltung des TheatervrcPramms einige präzise Vorschläge; Tr. Werner' Levie; sprach zu der in Aussicht genommenen Einrichtung eines Archivs, dys als-dramaturgisches Büro für das ganze Reich gedacht sei. Auch die sehr schwierige und noch , immer ungelöste Frage einer jüdischen Kleinkunst bildete den Gegenstand ein- - gehender Aussprache; es wurde dabei von Mar Ehrlich, dem Leiter der Berliner Kleinkunstbühne, ausdrücklich betont, daß eine solche Kunst, trotz vielfachen Anläufen, noch nicht existiere und daß man .daher als Ersatz dem Publikum bisher ein reines Unterhaltungsprogramm geboten habe. H.L. Ah Mksete leset! 3*33*99 wird der Briefträger in diesen Tagen für das 4. Quartal 1936 (Oktober, November, Dezember) kassieren. Nur wer die Postquittung pünktlich elnltfsf, bekommt auch die Zeitung pünktlich zugestellt. 99 Pfennig an den Brieftrfiger für Abonnement der C.-V.-Zeitung I VERTRIEB DER C.-V.-ZEITUNG, BERLIN W 15, EMSER STRASSE 42. TELEFON J 2, OLIVA 8141 Die Musikkommission Die Kommissionssitznttg am Sonntag nachmittag war der M n s i k gewidn.et. lieber das musikalisch Fachliche zum allgemein Sachlichen stieß Direktor Karl Adler (Stuttgart) vor. Tie zlvei wesentlichsten Punkte waren' hier für ihn: Uns sind nicht Person, .ihre Hcrkniist, die Stvise, die behandelt werden, allein entscheidend, »vir zirkeln ii» den Werken nicht ab — und können es auch nicht —, was jüdisch ist und. »vas nicht, tvir wenden uns gegen Konjnnktnrkitsch und fordern Qualität. sauberes handiverklickies Könneu, ohne das Gesinnung allein nichts schasst. Wir fragen vor allem nach der Musik. die uns als. Inden in heutiger Zeit stärken. Halt geben kann. 1 IN der Chvrnuisik haben die Probleme des Tages keinen Platz. Dann sprach Adler von, speziellen Fachdingen. Bei Bearbeitungen iit ans Einfachheit., richtiges, Verhältnis von Aufwand und Inhalt zu sehen. Chorwerke seien im Partituren, nicht nur in einzelnen Stimmen den Sängern in die Hand gegeben.. Wir brancl»en eine ausgesprochene Gebrauchsliinst, die trotzdem nicht ins Simple heräbsinken darf. Adler sprach schließlich über sein eigentlick)es Arbeitsgebiet, die Aktivierung der Laienchöre durch eigenes »nd gemeinschastliclses Tun. das namentlich bei Feiern wirksam werden muß. ' Dos Referat von Arno N adel über ..Liturgische Musik und Volkslied" war historisch eingestellt. Nadel geht' von der Vorzeit aus. die bezüglich der jüdischen Musik durch die vergleickstnde Musil»vi'sensct>ast erhellt »vird, und erkennt in drei melodischen Floskeln,. Grundtypen, die der Melodik aller orientalischen Völker eigen feien und’auf die als Kern sich alles ninsikalisclse Gescksehen zurücksühren lasse. Die Entivicklung bei den Juden setzt sich fort erstens bei den jemeii»tiscl)en, zweitens den sephardijcksen Juden, drittens bei den Juden von Polen und Balkan, Nadel »viederholt seine bekannte Lehre von den sieben^ Charakteren, die »»ach seiner Meinuyg das spezifische der hebräiicl-en Nlnsik umfassen. Er weist als altes Denkmal ans das „Hannoversckse Kompendium". notiert 1710. Er glaubt hier jüdisci-e Tradition sestgehalten. die von dem jüdisch-inusikalischen Stil bis etiva zmn Jahre 1400 zurück, Kunde gibt. Nadel tritt für Austvertung der Archive,.ei>». M"sikprvben gab der Mänirerchor von Chemjo W, i n a >v e r. Sprach Nadel über Vergangenheit. sti»»agogale. vokale Musik, so gab Tr. Hans Nathan einen Uebcrblick über die »noderne, meist-weltliche, instrumentale jüdische Kunst. Er gliedert seln Referat in zwei Teilet Im ersten nennt er — als Be», trag zu konkreten Programmvorschläben — viele moderne Orck-ester- und Kaininerinusiktverke von Juden. Er gibt eine reine Aufzählung und oerzichtet auf Charakterisierung und Werturteil. Daß Nathan im ganzen modern-musikalisch «inge, stellt ist. zeigte der z»veite, shstematisck>e Teil feinet Vortrags. Nathan ver»oarf das übliche, sck»ablon«nhaste Konzertprograirun. Da dieses hauptsächlich -von der Musik des letzten Jal»rh»uidcrts getragen »vird. ko»ni»ll er zu einer Ablehnrmg dieser Epoche nl'c'rhallpt. die er in überspitzten Formulierungen knndlnt. Er setzte sich ciir für Belebung der vorbachsclien Ninsik. neuartige Ziisauimeustellung dieser allen mit invderuer Musik, für Kiuderkonzerte. Die jiidische Niusik selbst zeige, eutsprecheyd dem Lebet» der Juden, eine große Vielfalt der Stile. lieber das jüdische Kunstlied sprach Dr. Anneliese Land a u. Dpezislsch Jildisches sei hier bis- , her noch »licht erkennbar.- In Beispielen (gegeben von iltzilhelm G ,»t t m a ii >» .und" Erna Klei n) »vurdei» Gesänge von Rlal)ler. Scl>alit. Ntilhaud. . Koivalsli vurgesührt. - .Dr. Landalt empfahl noch Schänberg. Moritz, Gvldiei>Iag. Kornanth, Toch, , Wellesz. Ratliaus. Da die Feit mit diesen Bericl»lc>» ansgefüllt war, kamcs nicht mehr zu der vorgeielieue» Diskussion. Es -war daher dänkenslvert. daß Dr. Singer 'wäh- ..-ren-d.der al»'chlie>ßeiideil Bö«-Sitzung noch eininal, Gelegenheit gab. .zu bem I>isl>er. Gejagten Stellung zu nehmen. Dr. Lslar u t.t in >i » n bemängelte, baß die Frage ist jüdische Munk und gibt es eine.'" iiirljt bcrnl,r! imirde. Allein Dr. Landau , habe sie »ür das .U nnft Lu d negal iv beantwortet und Nadet-sie in Bezug ans die Bergangeiiheit der - S»>>>agogeiiinnsik »iit - Ri-itzl bejaht. Doch habe Nadel den wichtigen Vergleich'des gregvrianjsck)en Ehorpls uüt der alten Dempeliiiiisil,nicht gezogen. Tie von Zpadel anigestellte Dhpennnd Eharak-. terenlelire bezcichnete Giiltmaiin als vielfach nichtssagend nn-d erkannte andere Stili»erkii>ale als beze'ichnender. Eine Ernenerniig der Jiidische» Musik sei zueril ans Iltilrgilili-.-m Geliiet zu hossen. hier helie schon die Aliiiosptiäre der hebräiscl)en -Dprache. Gnttmann »o.rderte von den Kultur- - bünden, die Fragen der liturgischen Rewrin mit in ihr Arbeitsprogrämm ausziinehiiien und vor allem der Jugend.Raumzu geben. Erstrebensivert sei ferner ein. eventuell späteres Preisausschreiben für eine jüdische Qper und Qperette. Kapellmeister E i s n e r (Müncheii) sprach von - der'Schihierigkeit., ein zum Teil konzertsremdes Publikum überhaupt für Niusik zu getvinnen und von der notwendigen Rücksicht auf das technische Können der Proviiizorcheitcr. die großenteils aus Laien bestehen.. Beides mache die von lllathan ge» ‘ forderte ^lusschallni'ig der Musik, des, 19. Jahrhunderts uiniivglich. ' - Dr. Ludioig Misch ivill den Anschluß an die Weltkultui nicht verloren sel>en. ie Dlinagogenchöre, als Berussianger und bezahlke .ttraste. könnten die Grimdlage für eim' Ehorknltiir abgeben. Tr, Misch »nachte dann einige detaillierte Angaben über die Schivierigkeilen der llNnsikerziehung in Schule' und Koiizertckivr. Ta bas musikalische Pensnin der Tagung ganz -spezielle Themen-stellte und »nan nirgends in ein reines Theoretisieren geriet, konnten die ab» mm 2Vorlqq8ncq.6QxUQ;mitfranse LT msSPi erne streifen br.Mr SBSSS*** .nur Berlin C2, Spandauer Sfr.

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