Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 15 (1936)
- Issue
- 31 (30.7.1936)
- Date
- 1936-07-30
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Wr. 31 2. Beiblo« 30. Juli 1.936 Jüdische Gedichte Von ABRAHAM REISEN Abraham .Reisens- 60, Geburtstag ist kürzlich von den. jüdischen Kreisen in Russland. Polen und vor allem in Amerika gefeiert worden. An Stelle einer Würdigung dieses populärsten und sehr feinsinnigen jiddischen Lyrikers, des Verfassers mancher auch hier gesungenen: Volkslieder, bringen wir einige seiner Gedichte in der Uebersctrune von Leo Hirsch. ’ „ ■I. Wilder Wind, ach warum kannst du niemals ruhn? Wessen Seufzer, wessen Stöhnen trägst du nun? Rammelst du die Seufzer alle von der Welt, trägst du sie nach oben bis zu Gottes Zelt? ■Willst du Gott dort oben wecken, stören seine Ruh? Und allein die schwarzen Wolken lassen dich nicht zu? Und in dir brennt immer wilder zornige Pein: Warum schlierst sich unser Gott im Himmel ein? IIschneit ein armer Mann Herein in die reiche Stadt, scheint ihm schon-, dass jedes Haus Spott nur für ihn hat. Scheint ihm schon, dass jede Säule, jeder Stein der Brücke, alles schreit: Benimm dich, Lump!./ und wirft schiefe Blicke. Scheint ihm schon, dass, was er sieht, böse auf ihn guckt. •.Will er fluchen, selbst den- Fluch er vor Schreck verschluckt. Schneit ein armer Mann herein in die reiche Stadt, ausser Gott für seine Pein niemand Augen hat. HU Hör ich sagen, I eure klagen: Ach. die abgelebten Zeiten, sic verschwinden mit den Winden, führt kein Weg in ihre Weiten Meine alten Tag', die kalten leben all, ich sehe sie, ach, wie sie winken, wie sie hinken, schleppen sich mir in&ner nach.- Shaw - Kompendium .V‘/-”criinrb;n. CÖcbtirtof.iq rrtdiimntt. . Tfruiii!'dK>r: die /hiiir 'l'ionngrn9htr unn\u’ilno- B'-n-.b,;n .liciirr , t'jeft.Tlt.' Tic erite--'?lü-'»i<Vbe von . l ->T*- r. irrirntlidi onnmVvt"mib; dir Tni ftriliiim iV\ 'J'Jnf:- ivj.v in.-,;- fi'U^efnint. mm.so. («f; J'urf-x.ig dil’t . r-> fonip usldio ‘'(i'unn-mmtg.-hriV-v . >st'or iuidi.fi'iiif aiTbrvr r ,ui beut-iwr vJ'iH-ndw. ■ctaUbriini, m rni nti-vfii’niditii'.v finnt'ä '.bitd) criditritcn mit brm .Ittel .• 3 li .i ii' st o m reu d i ii in •. Vii'vfti'iivbtii in r •> iim.idi't b.tbiirdi. daß her '^rrfaiier, ' her in bnindiacörodiember hrn berühmten ritglifriirn Jintnr hnubolt, ,'vv.iii'hm'c ift; lyr. heißt .Y It P i e r Ö eil hct. iü 'f!rotenor ,im Vt);rum in '.WiilUhnii'Vn. mib ho* Pndi i>i im /-erin9 T j hier in . P a r r-> oriditenen. v'riibe.t. her ein heimibere-s 2tiib;iim brr '?in;* n.ihiiif Beruard Thaws iii ,?entid)l,nib mibmet. le^t lltev eine Materialfammiuitg non großem llmimig nor. :\',im einem Ber;eiduii> von ^linio-j iViupi* yidtitdmcn ^eben->bnteii iinb einer yiüc 'einer vtmtlidien biifitcri'diMi. Fvitiidjen uub potitiidien ■rdiniten folgt ein Verzeichnis ber nim.tliriint Mvnvgrapluen über Bermirb Iham. (Oin-i-geiin'ien Mc Monographie von Herbert Tkintpole. erndneiien in Bonbon hei Allen L Niiwin,. Tann rolgen. )nhaltsangabeit ber weientlichen W>erke --haw-> durch aii-:>gewählte Kritiken. i»ib frili'die , Darstellungen ber wichtigtten Monographien über ^baw id,ließen sich an. )n einer -,'lrl stwtt'd,eiiipiel besd,reiben bann «riegirieb I r e b i t f d, als ber beiitrdie ilehcrfchcr iinb;/ni in-> B a b al-ider deuttche Biograph Lhaw-Z. wie fie zu ihrer Arbeit gcfnmmen iinb. (Taß biefc beiben. cbciiio. mie ein erheblicher Teil ber vorher zitierten Kritiker ,'niben hub. ift hdier kein Ziiiall: zwischen dem Weien die'es irifdien. (rngliinber-s 1111b benv jübischen 3'tknen gibt eitiefe Jliiziehungipiiiikte.V ^111 zweiten Teil feine-:- Buche-K veriiidit bann v'enbor. ein Berzeidini-L ber in dentt'cher T'pradie erichierienen Artikel v 011 Bernarb Thaw in Leitungen iinb.Zeitschriften zu geben imb ein Berzeidinii aller ii b e r Simm 1111b .feine Werke in Teurfchländ cr-riiicncnen 'Artikel. Bvil ständig ift - zmn iniudesien letzteres Berzeichuis nicht. Tai iv.ire auch gar nicht möglich.. 3i)enn man benft. baß nach feber ber vielen hundert -Tlsaw-Aiifsiihrnngen ivahrenb ber leßten Au ^al,r,e in Tentich-. lanb niele Tnßeiibe von .ftritiken erfdnenen finb. fv .würbe ein vollständiges- Borzcichnii den Ihn-' fang von mehreren Banben Brockhani haben miii'em: nnbbas wäre gewiß, eine iiberilii-'hge Arbeit. 3r-as.^äenbet hier auf ungefähr äh Trnck- 'eiten annihrt. ist febenfalls refdilich genug, um ■■uni' eine lehhafte Bvrnellnng zu vermitteln von ber außerorbeinlichen Energie, mit ber Bernarb .Thaws 3/erk ein.Mensdienalter lang bai geistige TeiU'dilanb ve'diäfkfgt hat. -yaehbets iniflievolle imb tleihfge Arveii in eine vortrefflidle -hülfe tiir feben. ber bie Aufnahme Bernarb Thawi in Teutfchlanb nnbieren will. Nnb bai fit ein Ttnbiiiih. hei bein man sehr viel nher bie lhefchidile 9 bei ouroodifdieit. (Seiftei. im ersten Drittel bei zn'.ihzigflen ,',alvL!innberti erfaliren. kann.?tt'- 'vfern ift dies beinahe Buch ein ei Tranzo.feu über biefen englifchen .vn^mr irifrher . v'erfnn.ft non hohem ^ntereffe. ■ xA —... B. Mav Brod: Xo.vollon aus Boluuen. F.. P. Tal Vorlag. Wien. ■.?. Tev Titel voir Mar Brobs.'neuem Bnd,- ..A'ovelle'n ans Bolimeu" .bezieht fid, mehr ant ben 'Ber'affer al-v auf ben von ilim hearheiteteii Tlof'. Tie. B.'enfdieii chiefer/Tkizzen leben wie ihr Autor in Böhmen: il,r Tenken imb ihr v>aiibelii in allgeineinnneiifduidi. in an keinen benimmten A'aiirn, an feine bestimmte Zeit - - mit einer Ausnahme — ■ gebimben. Tie Qualität ber 'Jlrbeiten ist verfchieben. -Tie verraten jebod, Weber in ber -Tpradie. noch'in ber hriinbimg ber Äiaiiblimg. liodi in ber geistige» Tlirdibringiiiig des Tlofiei die Meifterichaft,- ,zn ber Mar Brob aiitziifleigeii vermag. Wir haben bas theinbl, Tlizzen zn leien, bie mehr für ben Tag als für bie ,',eit gefdirieheii find. Ais gewidiligei B»d, erhalten sie gefammelt eine Bebeiitnng. bie ihnen ber Beriafier selbst vielleid>t gar ntriit verleihen nwllle. •Jev 0,1,1,11 lt: -Sieben Novellen, von benen ■■fünf Tchidsale bürgerlid,er Aiensdieii. schildern, bie burd, eingeborene Triebe zu triebhaften -öanb. lungen verleitet »nb in be» Alltag znriidgestoßeii werben. Ta ift bie hZesd,iel,te ,.bines ,Willigen vom Vanbe". bie lxrzahlnng von ben ...Befd,»eiteii Tpiiimveben". ber Beridit vom. Tdiickfal bes Fräulein Tlawa '..Tdiliif; mit Fräulein Tlawa",. — ,,Ter Bräutigam" allerbings iinb öerr Hawranek l..Melifd,lid,e (hemeinfd>aft") itiid,ten ihre -Teelen ans ber brinfiimfeit ber bnrokratifel>e>i -Tphäre ins freiere jenseits. Tazwifchen steht bie (hroteske vom Tozenteii -öoberlein t..T.er Tob ift ein borübergeheiiber Tdiwächeziiftanb") nnb am -Td,liiß .'.Ein. 'Abenteuer A'apoleons". Anr in dieser Tkizze. beim mehr in ancii biefe Aovelle nidit. greift Brod. über den allzu eng gezogenen;W,rinnen hinaus. vYn einer traumhaften N0iifrontier>ing Aapole0»s mit Tanto» verfndü Brob I,ier beii.T.inn ber A'evolntion fd>leditl,in zu beuten. Tanton verteibigt bas Yeben. Aapoleon ben Tob — nnb unterliegt Taß biefe Novellen, trotz aller Bvrhehalte. in. der 'Ansdeiituiig pnidiologifcher Vorgänge bas ganze Wifien Brobs iim bie menfri,lid,en Verstrickungen verraten, bedarf keiner befonbereN Betoiiimg. Ilm in mehr muß man bedauern, dai; diefein Bud, die letzte sz-eiliiyg fehlt. Es bleibt die hofiniiiigsfrohe ErmartuNg auf eine neue; reifere Frucht im schaffen des Tidsters. ffans OppenKoimoe. II>o Molzahit: ,.Dor schwarze Storch“. Ernst Rowohlt Vorlag. Berlin Ein schwerer beklommener Atem geht durch biefe E»eschichte einer .üinbhrit. die mit einem lchilshoi im hohen l'iorboften Tentsdilands ipiell. Veib und Yeibenfchaiien in der Tphäre ber großen Yente legen fick, wie ein 'Alpdruck auf die Teele - des kleinen 'h<äbd,eus. .ßatl,ariua. dätz ..so einfmn vub hilflos-, ist. ivie nur giuder eS sein kbnneii. '.'Utes eulgleitet dem fel,nfiid,Iigeu »ud liebemäcl;- ligeu Herzen. des Niudesdie .Mutter, eine eitttauichte Trau mit verschütteten •■Yni'tinften, hei: 'T-aler. durch nüenidüidic i'iübehrnngen nnb ün.-.t? ichiilliche - 3,'iederlogeu vis in.- die : feeliiche /.ipil* Nma gelietzl b,v-> idioue Tieniimabdien Velen», dem Ninbe lierzlnlr zugetan., -bimn .!•,->■;>>in t!ntev- >Vtiig,:'iü eine biiuiomidie. Tragödie be-s' Blutes per-' '■strickt: endlich c/Tntel. 'Nliik be.r die ßleuie m.- '•ilirer.'Tr>ulin>oelt. a.ntfudi!.- sie .chl'er ptotzticli ..ver- . laßtum zu heirale.u. ' Tie alle itoße» bas-.tl-iudi -bäs inil. zitternden T mue» iauchln und ne»!, nnb mehr noch oI,nt. was ..oben' ■ bei den .lvroßen vor», ■nein, tu die dmitp'e Aiig.n iinb T.-nal der n'iiienben - N-nwii>eiiI,eit zurück. Trott gibt nur die Eriimernng. ,111 velene. bas lote Mabdien.-. b,is für bie .Meine gelieinmisvoll weilerleht. Nnb 7. roft gibt bie von gewaiiigen wie von nngeiib zarten Ereigniüe» bnrdizitterte A.'atiir ber veiinat.. --. Tiefes Bud, von .'tth' 'Alolzaim ift in j?iuem biängeuben A'imiinnns uub einer fiellenioeiie tief bidilevtidieu T-pradie geidtvieben. Es packi. uns mit ben ersten .deileu uub hält uns feit mnliaininert biS zmn Td'.iutt. ' ■ Nr. K. M. I)r. Josef I.öIm‘1: Lebensretter. Detektivromane .aus der G« schichte der Medizin, Bihliothek zeitgenössischer -Werke, Zürich. Ter üiViereitt l,at lange gezögert, zu bieiem Bud, kr-itiid, Stellung zu »elnne». Ter Bertafier "war ihm aus ber ,vüll.r non populär luebiziuiichen Artikeln als . ein Tchriiltteller iiebeiiswiirdjgfteu Tormats zu f01,v im Eiebädiluis. ais bafz er fid, nicht vor negativer Bewertung eines feiner. Büdier . fdiente. Ta es aber eimiial fein innfr. fv fei bei - aller 3t'>erlsdiap,>ing für bie 'tzerso» des. Autors gelag!, daß das vorliegende Bud, i>id>t zu feinen, giucklidifieii Er.zengniiien zalilt. Er konnut uns diesmal zu populär. Unsere .ttrilik riditet ii di babei iiirift gegen baS Priuzip ,oId,er Tarileiliingen; rie- Ai mit hol uns ge zeigt, bafz eine tebenbige. iuijd)ii!ilid)e uub 01t gerade zu dramatische Tarflellmig hei aller 'Alalirimg des wiffenfdiaftlid,eii■ Inhaltes durdiaus »wglid, tft, Vöbel fdjeint uns biesinal in feine», Bestreben, populär fein zu wollen, eine» Td,ritt zu weil gegangen zu fein. Er hat die Eiesalir der Tladil,eit lischt iminer her- Wieben. liniere 'Jüertjdiatzimg für ben fingen, inenfdüid, uheilegeuen /dieiitjteller Vohel wirv bind) bie kritiidie /teHimgimhiue zu seinem letzten f>mbe iud,t geschmälert. Wir freuen. lins mit vielen seiner Yeiev aus feilt nächstes Werk. F. Br. Generalversammlung der Jüdischen Buchvereinigung Tie ,\iibifd,e Buchoereiiiiguug e. B.. Berlin \Y tzarifer Tiraße 7. teilt mitvTie alli.tlirlid, stotttinbeube cheueralverfaiuiulmig her gudiseheu Budivereiiiigiiiig fand am /nli flott. Tic vorgelegte Bilanz würbe genehmigt und beut Borstaub iiiib der lüeschättsfiil,riuig Eiitlaituiig erteilt. Ter bisl>erige'Boritaud, Yuftizrat Tr. Tr. Mägnus. 'tzlofeffor .Z-mia r E l h 0 g e 11. Tirektor (ßerton B a ck>. würbe auf zwei weitere ,'i,tl,re wiebergewä>,lt, ebenso bie Yiterorijdje Kommiffigir bestehend aus Tr. Berta B a b t - L't r a u fz. Tr. '!>,arg,trete Edell,eiiii. Tr. Ludwig T e 11 rti t w a 11 g e r ('Jtimuijem,;)iabhine.r Tr. Mar W 1 e >1 e r. - X LudwigSteinmetz % V Nürnberger Str. 56 (neben Woolworth) Das Anabenschiff Erzählung von S r i tz K o r l> y i e ss e r mit Zeichnungen von Horst Ntoran - (^6. Fortsetzung.) ■ Alle TWanner an Bord batten ungepileare, lanae J^arte. ihre Xleider traren schmutzig und zerriuen, so daß sie sich überaus ob; schreckend ausnabitten. Aber sie ließen die Xnaben geifübr ren. Vielleicht batten sie den Befehl hierzu erhalten. Vielleicht war es auch eine un; bewußte .Aegung von t'V; fühl bei den rohen?Wännrrn: denn es waren Binder, zarte und kraftiae, ängstliche aind nuiiiae, ernste und ver- .ipielte Xnaben.' diin und wieder kam es sogar zu einer IJnterhaituna. Vie Verständigung war jedoch schwel: die V'^aten iprachen tnaurit'ch. die Knaben ipaniich.?rachde,n die .'Tnäben die r?cheu überwunden batten, mit ibien Entsuhtetn zu ivtechen, wollten sie wissen, was aus ihnen werden wurde. Vie Antwoir rvar nicht dazu angetan, hossnungsfroh zu sein. Aus andere fragen erhielten sie eher Auskunst, aber sowie sie etwas über sich in Ersah.- rung zu bringen versuchten, entgegnete man ihnen, mit kargen und brimimenden TVorten: inan wußte es auch nicht. Alle>?Vänner an Vord hatten lingepslegie, lange Barte, ihre sairiges Instrument zur Hand■ nahm, um diesem mlk einer Fischgräte kunstfertig ^öne zu entlocken, dann standen die Xnahen innher und hörten zn. .Brit der gleichen Anteilnahiiie 'sahen sie zu, wenn die BWairosen es verständen, vom fahrenden Schiff ans, ,x>fche :>t fangen und sie aus seltsame Jlrt in heißer Holzasche , zii.hereiteten, wobei nicht selten rin Stück für die .stnaben abfiel. rNc Saravelle aber glitt sanft durch das Jüasser und sützrie sie einein iinbestiinniken Dasein zu. Sie waren losgelöst von jeder Sicherheit, jedem Schutz und jeder Liebe. Vorkäiisig aber brauchten sie wenigstens keinen Ö7»mger zn leiden. •)eden Sag gab es Schiffszwiebäcke, Brühe, und den Vfrfferiiinnztrank. .1 zur. wenige schloffen sich noch von dem (ßeniiß der Brühe ans: Savid, ^eNto und deren Siemide, die auch regelmäßig ihre Gebete sprachen. Am Vormittag des sünflen Sages bemächtigte sich eine neue Alifregmig der st naben. Vom?Vä,Fkörb wurde laut ■ gerufen, die?-iaiinschast spähte'in-einer bestimmten .stichtung, die stnaben folgten-ihren Blicken: in iiicht allzu iveiler Siitferming zeigte sich ein Schiff, stommaiidos ertönten. Sie S.egel ivnrden nmgesetzi, um näher a» das fremde. ,yah> zeinz l'eraiiziikoiiimen. .Vichl lange, und-man'.erkannte,eine 'Brigantine.lind bald daraus sahen einige der stnaben am öAeck ein hohes staßell s,ch abzeichnen. Ss war die Brigantine, die an jenem?J7orgen „"V^b tilö erster in der Bucht hotte hegen sehen. Von beiden Schissen iviirde signalisteittz als die Brigantine, ganz nahe ivar, ändeile die Saravelle wieder die .stichliiiig, das kleinere Fahrzeug soigie iin st'ielivasser. Von allen zeigte?Wäiniel in den llnierhaliimgen mit de,'?!kannsch,ist das größie lNesd'ick. Sas >o,ir das Erbteil seines Vaters, der sich in jeder Lage zm echisinden und' seinen 'Vorteil beianssuchen foimie. TJiaiiuel war. es denn, agch, der bald alles tn' Erfahrung brachte: Sie Brigantine war das ziveite ,^ahi zeug des Schiffsl'aiipimamis. Sie ivar in einem l'iegieichen Wrjedn gekapert und' durch das aufgesetzte Bastell aus einem stnstenschiff einem—>!-vieasiabr-ir-ng »mgehaut 'worden. . Sie war voraus- "äi-fahi en und stieß jetzt ivieder zu der Eatavelle. Samals hatte sie in der Bucht Anker geworfe» und ein Boot mit st imdschastern ivar aiisgesetzt ivorden. )sn Arstla aber hatten diese, von der mißlidien Lag der Erulanten gehört, und deshalb ordnele der Schissssehens in seine Düthe geriet, stieß der Pilot ein furchtbares Schimpfwort aus und die Bewrgmigeii, die diesen Aiisriis brglri« teten, io.ii e,i nicht zu mißdemen. Anch^die .ütamischasi si'irchteie ihn. JL.-»» seine Beselcke nicht svsort lind i»il größter Eile ausgesülut lomdeii, dam, drohle er mit einem laugen Leder, innen, dei, er steig in der Hand hielt oder im Giiiiel trug. JL.eim es aber geschal,, daß der sttloi aus de» kleinen ,'ßia'h .traf, ,’o ivurde sein l'1e|id,t hlmleer vor Ji'iit. , piroh, aber auch alle linderen, dir znsällig in der .Inihe U'are,,, raimteii dan» wie gehetzt hinweg. All,um,-I loolltc wisten, daß auch die .A»ai„isd',i,i diesen En egi>»gsz,iistaiid des fttloie» »icku vei stand, früher solllo er ein ruhiger und verstäudiger Brsel)1shaber geweseii sein. E'S war am .Lioiaeii des. seckisten SageS,- der Bund ivar noch mehr-abgeslaiit, aber D'io E omie. schien viel lteißer und sie,l,ender. Hajiiu stand vor einem Tring Saue. Er luitte daruiite, eine Eiseiistange liegen sel'eu und sie bei vorgezogen.' Vir lonr vier ,^nß lang und an ■einem Ende zuaespitzt. Eie diente walu scheüiliist dazu, um Sa ne zu spleißen, odei .zu einem anderen . seemämiisckß-n ijweck. Ha>,m wog sie in der -Gand: damit konnte mau ausge, ^mcht das-Lager' zu ühersallen, sondern die A-naben-^ -Beute initzmiehnien. Von ihrem Hauptmann sprachen die TJratrosen nur mit einem stillen Schaiier. 3» Gesicht bekamen die stnaben ihn »nr sehr selten, und dann Iierek^tie vor der,ge> spenstigen, ungeheuren Gestalt schnell davon. TBie die .Blannschast heimlich und sliisternd erzählte, sollte er so stark sein, daß er . imstande war. das Schiss ganz-allein durch den rasendsten Sturm;u steuern. Um so oster sahen die stnaben den Piloten. Sie Ilcrradiiro nannte man « in Spanien zeichnet das heimatliche E tangenspi'el ausühen. Herraduro nannte man es in Spanien: mit strast und Geschick mußte die schwere Stange so aeschleiidei t werden, daß sie in möalick)st weiter Ent« sernung mit. der Spitze im Boden stecken blieh. Unter der fugend Eedanos >var Hajim ein Meister im Spiel gewesen. ,)'B1 sich ihm die Möglichkeit, seine stunst wieder zeigen. Schnell