Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 15 (1936)
- Issue
- 29 (16.7.1936)
- Date
- 1936-07-16
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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Glaubensimh (OIrt. 27) verbürgt wiriv Tie .llnirn . ii’li rn iil-i'iiH'i- Inden',. die den bewnndern-iverl ncn •Uiinipf. Wneuen CctimTidi um io;nc Felb'tändigkeit ynd Unabhängigkeit mit hin g cb n n gsvv II er 'Anteilnahine verfolgt i)-it, rnunrtrt ininntehr vertraneiisvoll.'-da'; .dn- Lenker nilseres^im An'bau begriffene» Vaterlandes^ getreu dem b.t^fjerge- gangenen Tol!s:iß-2peg. auch den Inden Leiterrcichs gegenüber den Grundsatz der Gleichberechtigung fti'1-3 Hochhalten. iverden. Tie österreichischen Inden dürfen 'sich dieser Erwartung mit inn so größerer Zuversicht hingeben. als - Herr BnüdeskanzlM Trt 'Schiiselniigg, der Vach- . . folger e des ^eldeiikanzlers Tollsiiß. iviedcrhvlt - iiffcittitrlj >. bi.e. v rllarnng abgegeben /hat, daß- .die Bnndeeregiernng selbstverständlich ans dem Baden des' 'Versas'niigsgrniidgeietzes der Gsieichheit mild Gleichberechtigung, aller Bnndetzbnrger ' vor°dem Gesetze zn sieben geinnnen' sei. Herr Bnndeskanzler Schnschnigg. hat in seiner Radioansprache betont, das; .da? alleinige und ausichließliche politische Tätigkeitsield für - alle Sestcrreichcr die vaterländische Frvnl , bleibt, die ohne Rücksicht auf rechts oder links für alle Leslcrrcicher geschaffen wurde, die bereit .'sind, sich zu Leslerceich zi; bekennen.' Tie .Union österreichischer Inden', di«/ brreils im Mä.rz des Jahres- 1934 in einer großen Vcrtrauensmännerversammlung einstimmig den korporativen Anschluß' an die Vaterländische Front beschlossen hat. erneuert ihr ansrichtiges ■ Bekenntnis -311111 österreichischen Baterlande und bekundet ihren ehrlichen Lllillcii, für denen Unabhängigkeit und Erstarkung nach heilen Kräitcn zu wirken: sie richtet an alte ihre PHtgliedcr und Freunde den dringenden Appell, der an alle ' Tesiterreicher gerichjeteii t'inssorderrmgdes Herrn - Biindesk-anzlers. ihre Kräfte zum Ausbau des' Vaterlandes, i 111 Rahmen der Vaterländischen Front zur Verfügung zu stellen. Folge zu leinen und, soweit dies'noch nicht geschehen, der Vaierlündischen Front beiziitretcii." Ncnc Eiiibürgcrmigsvors«liri Klen für die Schweiz Sonderregelung. für die „Ostjudcn“ Tor Scliweizor.Uomlponbciit der „Frankfurter Zeitung" berichtet am IN. Juli über eine Teiilichrnt des Z,ürel>er Stndtrats über die Einbürgerung. In der Schweiz sei in den letzten Jahren die Besorgnis vor der Ueberfreindnng durch neu ginoandernde Ausländer gewachsen, umd zwar richte sich die gefühlsmäßige Ablehnung sowohl gegen die ' Berusssrnikiirpeiiz ivie gegen die politische und sultnrelle-Fremdheit der zugeivanderten Ausländer, vor allein sofern sie zu Gruppen gehören, die auf Grtüid ilsrer Eigenarten nach Ansicht der ^chiveizer Bevölkerung als „ststwer assimilierbar" angesehen werden müßten. Teshalb werde svwvlst in der Frage der Neiiziiwaiideriliip als auch bei den Bürgerrcchtsgesuchen das jüdische Element seit einiger Zeit einer schärferen Prüsnng..unterzogen. Tie Tenlschrift des Zürcher StadtratS behandele den gesainten Frageitkompler. „Als einen der derzeit entscheidenden Gründe für die schärfere Baiidhnlniiig der Bestimmnngen". so schreibt . der Korrespondent der Frankfurter 'Zeitung, „verweist er daraus, daß .die veränderten Slaatsiormen in, Tentschland. Oesterreich und Italien' als hauptsächlichsten Hei- Malstaaten der Beiverber cs nach seiner Ansicht MIIIIIIII>IIIIIIIIIIIII,II>IIIIIIIIIII,IIIIIlIII,I„I„IIII„III„II,IIU„I„„„L | Hausverwaltung©n| | an di« Firma S. ACKERMANN| MUnrhen Berlin W9 Ritter v. K|ifi-PIal7.0 _ Tirpilz-l'frr^ . Krst« T!('f>>ron/pn! Boralunq beilmmobilien-VerkBufen jjE HiliiiiiiliiiiiliiliiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiirH als ' ivünsg,ens>veri eriuieuien ' lassen, für die erst iiaci, beende!«';- Schnlzcit- Eilige-" ivaiidcrien eine längere A'iederlasiniigsdaiier zu verlangen. Ter - Stadtral komme zu dem Schluß. die gellenden .Karenzzeiten dnichgeliend für alle Beiverbergriippen zu erhöben! als -liidjt« linie soll dabei gellen, daß der Beiverber während der lebten 12 Juli re nnnnlerbroe!>eii in der Schweiz lind ivnbrend der letzlen «'> Jahre in Z,ü;-iNi ge-'. ' ivvbnt hat; Für die criväbnien .lenlit assimilier' baren' Beiverber tan» die 2ltahnfvift in Zürich ans iniis Ialire lierabgeieb.t iverden. Tagegen ivird >i,r die -sogenannten .Ssijnden' zur Bedingung gestellt, daß sie. .auch wenn im - übrigen alle Voransietzuugen loirlschaillicher. knttnreller und sozialer -?Ivt verbanden seien, mindestens!Z Jahre laiiaNilicli in Fgi.riUi geivvnnt -haben miisien.-?ie Frage der .Lskinden' ipielt >» dem ganzen Prvblem eine io iveientlielie A'olle. daß. der Tladlra! Zur' Erlniilernng seiner Haltniig nochmals ein. Eüilaeliteii veroiienllichl. dns er kurz nachdem Kriege;uv Indenirage ausgearbeiiet Iiatie. Lbgleüb liä, die Verlialtniiie ingvisäien ii'enigslens in der Felnve,; gegenüber-, den Kriegsersdiein-aii gen dentlirli veranderl Iiaven-"-niinilN der Btadl rat die damaligen Argumente ivieder ani. üm den Ilnlerieliied in der '.siinnullerbarkeil z m i s ct,-e n . d e n a 11 v n e u r v väii el, e'n -n n d iv e >> e n r v p a : l Ui e n a n d e r n si n m m e n -. Z a b l d e r ,2 n j-n d e n' sei ans lies e m K n 1 t n r ’l n n d e 1 n d i e 2 eli w e i; ge k 0 mm e 11" n 11 d l, agoei ob , 11 1 ei, l ,ve l -r b e ivee r b •>; f ä 1) i g IN i t d MU b 0 h e r c 11 ttö i r t sieb a i t ll n d Bild n n g s il a n d 0 d e s E> 0. ü l a u d e s . v v r iv i c g e n d a n i d e n H a n j i e r b a n d e t -g e >v v r i e n. F >> i 0 l g e i!, r c r a r m s e l 1 g e n si' e.b e n s t, a l! n n g n 11 d d 11 r rl» d a s fl a r r e F-e >l!i a I l e n a n e i n e r 0 r I lsio d 0 r e n e - l i g i 0 n s n b u 11 g . 1V i e n s i ees ch t i e ß t 1 d> z u e i n e m a n s g e ' p r v ch e n e n F r e m d - als gute Patrioten ihres Heimatlande? bcivährt haben. . Bei aller Anerkenßnng der Tatsache, daß jedes Land das Recht hat. non seinen Bürgern den Eingliedcrnilgswillen zu verlangen, auf dem das reibungslose Funktionieren des Staatsgcfüges beruht, muß doch diese sch'cma. tische Behandlung der Frage Erstaunen erregeii. zumal bei einem Lande/ das früher stolz, darauf'war, As.pl für politisch oder sozial Bedräirgte zu sein. •. tum in der Bev öl kernIIg g.e w 0 r d e n. Ter Lladtrat sei zivar für die Leiden der jüdischen Bevöllernng niet>t nnempsindtich, dort) könne die Cetgveiz sich nicht zniii Znsliichtslaiid dereinem sozialen Truck ansiveieiienden Ausländer machen.' Angesiehls der schon großen Zahl von Ausländern in der Tehivciz sei die Gefnhr, .nils in nnserem eigenen Lande zn verlieren', keine eingebildete. Tabci weist der Ttadlrat für sich die Anschaliniig znrüch ivvnach der Jude ein minderivertigcs. der enropäisetien Kilttnr sremdbteibeiidcs Element sei. Tas Verhalten der Juden in' der Tchweiz. in Tclitschlaiid, Frankreich. England. Italien lind besvliders in Amerika zeige vielmehr, daß zivar nicht alle, aber doch viele, in einzelnen Ländern die große Atehrheit der Inden im Volkstum ihrer Wvhnstaaten ansgehc. Es fehle daher der Anlaß, auch die Einblirgernngen der in westenropäische.n Gebieten beheimateten.Juden eiiischränkendcil Bedingungen zu niiteriversen. In den jetzt verschärften Prnsirugen soll festgestellt werden, ob ein vstjüdischer Beiverber iiiiierhalb der achtzchnjährigen Karenzzeit durch fein Verhalten in Berns oder Geschäft und in seinem gesellschaftlichen Verkehr tatsächlich eine' Anpassung an schlveizerisches Wesen bewiesen habe' oder ob er etiva durch seine Beziehinigen zu einer ai>slä>idisel)en Kolonie mehr am Leben und Gedeihen seiner alten Heimat hänge als an den; seiner.neuen Heimat. Aktuell ist auch die Wertung des Bewerbers als .nützliches 'Element' der .seiiweizerischeil Bolksivirtschait geblieben: weder der mir ans ernstlich konkurrierenden Import von Anslaiidsivare eingestellte, noch der mit seinen ivirtselk-lftlicheil Interessen ansschließlich mit dem Ausland verwurzelte Beiverber erfüllt nach diesem Gutachten die Boranssetznngen. die ihil zu einen; nützlichen Element machen köiiiiten . . ." .Tie Tenkschriit dos Züricher Stadt rat s. wacht eine Untersciieidnng zivischcn Lstjnden und Westjndon. Sie gel;t g^mdsätzlich von der Tatsache der Assimilierbarkeit ans und vertritt die Ansicht. daß'Westjnden ßch.leichter der Schweizer "Bevötkerung' assimilieren als die Tstjnden. Tas Kriterium, nacl; dem sie die Frage der Assimilierbarleit-in; einzctnen nnteüscheidei. liegt ans.verschiedenen Gebieten, dem rein wirtscliaftticlien, dem sozialen lind dem knltnrellen. Tie rvirtseliäftliiche Frage braucht uns hier nicht zu Pc« sciiästigen. vdsclivn es unseres Erachtens durchaus kein Snmptvm gegen die Assitnilierbarkeit eines 'Blenschen zu sein 'braucht, »venu er sicl> üiit BIarenirilpvrt befaßt. Unter Uiilständen ka'lln. er dadurch für die II'irtsciiast des Landes ein ..nütztictieres Element" seil;, als. ein moraliscl; iveniger einwandfreier BtanilI. der selpveizerisclie Indnstrieerzellgnisse erportiert. Es ist überhaupt besreindlicn, daß mit dem Begriff der sclnveren Aisi- - inilierbär.krit ''scheinbar eine Art moralische Tifsamiernng verbunden wird. Es mag sein', d.iß eine große Zal>l der Lstjnden ans tieferem sozialen; Stande -staiihnen. Sie branclien deshalb nbctilange nicht, 'auch wenn . ihre „Zivilisation" eine geringere, ist.- :ituf eil;er ticseren kulturellen Stufe zu stehen, ivie es dieie Tenl'fchrist voraussetzt. Roch' iveniger diirsle man das „starre Festhalten an einer vrNiodoren Religioiisansübnng" >As Blaßstab für die Assiinilierbarkeit eines Bsenielien aniehen. Tie Weltgeschichte .hat gelelirt. daß durchaus orthodoxe Juden sich Lehrittleiter tiolr über,„Nationalsozialismus und Judentum-* . Tas „2 ch w e; n s n' r t.e r-T a g b l a t t" vom '-Ich. Juli berichtet über eine Kiindgebi'iiig, bei -ber der ttellvertreienbe Gauleiter des Gaues Franken. Schriftleiter Holz vom Anrnberger „2türmer", über das Thema .Ztativnalsozialismils und Indentnm" sprach. Er führte, wie es in dem Bericht heißt, bezüglich der in Nürnberg erlassenen Rassegesetze aus, daß diese nur möglich ivaren, iveil dort ein Julius' Streicher die entsprechende Vorarbeit geleistet habe. Turch Fahrlässigkeit und Leichtsiiin sei es möglich geivorden, daß der Jude die Alacht in Tentsehland an sich gerinen und dementsprechend gehandelt habe. Teshalb, so sagte Sehriltteiter Holz, ist jeder ein.Verräter, der mit dem Juden gemeinsame Sache macht oder sich gar mit ihm an einem Tische feiten zu müssen glaubt. Solange cs noch Inden in Tentschland gibt, wird gegen den Inden gekämpft, weil er es ivar. der Teiitschlands Bernichtiing endgültig herbeisnliren wollte. Ter Bericht führt sodann eine Reihe von Borivürien an, die der "Redner gegen die Inden erhob und an die er folgende Bemerkungen knüpfte: 'Wir fönneu der Iudensrage niemals ans dem htvege gehen, da sie zu einer Frage für die ganze Wett geivorden iß. Auch durch Gesetze ist sie nicht zu lösen, iveil der Jude zu allen. seinen-Handliingeii iliid Verbrechen durch das Blut getrieben ivird. Tie nationalsozialistische Nevvliitwn erkläre sich ans nichts anderem, als daß sich deutsches Wesen gegen das Wesen deS Indentiims dnrchgesetzt habe. Ter Beweggrund, gegen das Inden-' tliin anzllkämpsen. sei nicht ans persönlichein Haß geboren, sondern ans Liebe zmn deutschen Volk ilnd darüber hinaus vielleicht ans Liebe zu allen schassenden Menschen ans dieser Erde. Seit viertalisend Jahren handele der Judenach den Gesetzen' des Talmüd, gingen Völker nnd Knltnrei; an jüdischem Gift zngriliide. weil der Jude nicht ivolle, daß der Welt der Frieden erhalten bleibt. Teshalb iverden wir, erklärte der Redner, wenn das Ilideiitiim einst niedergerniigen sein wird, einen Kampf für den Herrgott gekämpft haben. England wird das provisorische Abkommen der zwischenstaatlichen Regierungskonferenz für Auswandererschutz unterschreiben In der Nnterhaussitzling vom 17. Juli fragte Commander F l e t ch e r den si'lnßciimini'ler. ob er eine Erttärnng über die Zwischenstaatliche Re- . gicrungskoniercnZ zur' Rcgetnng der Rechtslage ans Delil'cliland Ausgeivanderter nbgcben. könne - niid ob die Regierung bereit fei. sich den in. Genf gctrviseiicii Verrinbarung.cn. anziipas-sen. - Ter-'ilnterstaatsfekrctär 'fütmcnr*>värtige—?l-n— - gelegenheiien. 'Bisconiit E. r a n b o«r.n c . bestätigte in eine;- .schriftl,cl-.en Antivort auf diese Anfrage,.^ -daß .die vvn'dei'n Lberkömmiiinrfür ans Teut'sci,- land Ansgewanderte einberiisene . ZiviichciiNaat. Ii'clie Regiernngskoiiserenz ein provisorisches- Abkommen zur Festlegimg des Rechtsstatiis der auS Tentichlaild Aiisgeivän'derlen nitunuTei; habe (iHn-qi. E.-V.-Zeitung Ar.--'8 vom N. Juli Diel englische Regierung sci auf dieser Koiiscreuz vertreten gcivescn: sic sei bereit. ,ich der getrofsenen Vereinbarung unter'gewissen weniger bedeutenden- Vorbehalten, über die jetzt beraten werde, anznjchließcil. keiehsxerieht hält Bestellung jüdischer Scheidungsanwälte , für Eheverfehlung Ein Mann, der Mitglied t>er NSTAP iliid Angehöriger des N2KK-war..hatte seine Fra» im Scheidlliigsprvzeß u. a. deshalb einer Ehe> Verfehlung bezichtigt, iveil sie trotz der Zugehörig" seit ihres Mannes zur Partei nnd znm A'SKK (die ihr bekannt wart, nichtarische Nechtsamvälte mit ihrer Vertretling betraut habe. Tas Reichsgericht erkannte diesen Eimvand grimdsätzlichals Dereclitigt an lind verfügte neuerIidie Verhandlinig zur Prnfnng darüber, ob die geschilderte Handtlingsiveisc der Ehefrau chezerrüttend gcivsirkt habe, indem es anssührte: ,.BL;s den Borivurf der Vetranniig nichtarischer Aniväkte mit der Prvzeßvertretnng betreffe. io sei das Bcnlsuugsgericht zui'reüend davon ansgegaiige», daß in diesem Vorgehen der Ehefrau, das nvtivendig zur A n f d e ck n n g . d e s g c s a m t e n E l, e l e b e 11 s v v r Ras s e - fremden habe führen müssen (ziiinal bei der Zugehörigkeit des Ehemaniies zur . Partei und znin A'SKK'. die ihm selbst die Ziizichniig nichtariseher Rechtsamvälte verbietet, recht ivvhl eine E h e ver fehl n n g im Sinne des 8 löc',^ BGB gelegen haben, könne. Tas gelte selbst für den Fall, daß e i n e r d e r A n w ä I t e ständiger B e r a t c r d c r E l t c r n d e r E h e s r a n ge - >v e l e'n sei nnd die Elt e n; ihrer T v ch t e r die zur P r v z c 's; f ü I; r n 11 g e r - s 0 r d' e;• l i eh e n Geld m i t t c 1 v v r g e - »reckt Ii ä t t c ii. Unbeachtlich sei anä, die Frage, ob der Ehemann gegen die Persönlichkeit der-.öeide>i nichtariichcn Anwälte, abgesehen von ihrer Ranezngcliörigkcit, nichts,vorgcbracht habe. (IV Ol :U). — 11. &r 1036. Keine jüdischen Lotterieeinnehmer mehr in Hamburg. -Wie das „Schivarze Korps" initteitt. ivird in Hamburg deiiinächst mit der restlosen Beseiti'gling aller jüdischen Lottericeinnehmer zu rechnen sein. Ter Präsident der Prenßisch-Süddeiitschen Klasseiilokterie ermächtigt die- Zeitung ,zn der Erklärung, daß ihre sänittichen Kottektcnre den Ariernachweis erbracht hcwen. bis auf drei in Lberschtesicn. Erweiterung der ^nsiedlung von Juden aus Deutschland durch die ICA Nachdem Ende 19-15. zivänzig jüdische Familien ans Tentschland durch die lO.-L in ihrer Kolonie in ' Argentinien Avigdor zur Ansiedtlilig gelangt" sind, hat sich die 1E.X eiitschlvsscn. ein erweitertes si'lnsiedlungsprograinm dlirchzilsühren..' Im Lailfe eines Jahres iverden etwa weitere 150 Familien, die durch den Beauftragten der ICA. bereits ausgewählt find, in de» ICA-Kvlvnien zu landivirtschaftlicher Arbeit angesiedelt iverden. Von diesen Fainitien, die in der Regel mindestens drei männliche und eine tueiblidje Arbeitskraftumfassen müssen, wird ein Familieiiinitglied nach einer vierivöchigen - landivirtschaftlichen Borschiilung in; Landiverk Neiiendorf zur Ansbitdung ans ein Jahr der Familie nach Argentinien voransfahren. Tie Ausbildimg erfolgt teiliveise in landwirtschaftlichen Schulen, teiliveise bei alten Siedlerfamilien. Wenn sieh das voransfahrende Familienmitglied -.während dieser Aiisbilduugszeit bewährt, wird die Familie innerhalb eines Jahres augesordert und in den ICA-Kvtvnien. in Argentinien angesiedelt iverden. ' Tie ICA hat außer dieser Erweiterimg ihres Kolvnisationsprvgramms in Argentinien imnmehr auch damit begonnen, jüdische Familien aus Teutschlaud in Brasilien aus einem Areal in der Nähe der Stadt Nezeiide, 190 Kilometer von Rio de Janeiro entfernt, anzilsiedeln. Auf dem von der ICA erivorbcnen Gut iverden den einzelnen Fami- ,lien Sicdlimgsgrnndstücke in einer Größe von etwa 20 Hektar in Pacht gegeben, die landivirtschaftlich - intensiv nnd nach dem System der gemischten Wirt, schastchebaut iverden sollen. Es ist vorgesehen, daß die Siedler in eiüer Zeit vvn etiva 20 Jahren Eigentiimcr des Siedlnngsgrundstücks werden können.', Für diese ICA-Siedlnng sind-in erster Linie die früheren Siedlerfamilien ans Grvß-Gaglow vorgesehen, deren Zahl durch die Aiiswahl weiterer, von den; Beaiistragten der ICA bereits geprüfter Familien erhöht werden soll. Tie ansgewähl-' len Familien iverden zui'amnten mit ihren Angehörigen imd den ihueii beigegebeiien Gehilfen zur Ansiedlung gelangen. Aus der „Ort“-Bewegung In 29ilna fand unser Beteiligung von Vertrete;-»' der sühreudeu jüdischeu Geielllchastskreise die feierliche Eröffmiug der unter der Leituug von Ingenieur Abramiki stehendei; dreimonatigen Bctviibauknrse des Verbandes LRT statt. Ter Verband ORT in F r a-n kr e i ch zur Förderung der siBudivirtschaft uud des Handwerks unter den Iiidcu. hat anläßlich seines löjährigcii Iiitüläums. beschlossen., sünszehn Stipendien im Betrage von je --'!00 Fres. zu schassen, mit deren Hilfe jüdische junge Leute bernslich ansgebildet iverden sollen. . Keine Ermässigung der Telephongebühren für jüdische Kriegsblinde Ta den Kriegsblinden.Vergünstigungen bei den , Feriisprechgebilhre.il i»ir dann bewilligt werden, wenn sie 'Mitglieder der RSKLV. Fachabtcilniig ..Bund erblindeter Krieger", sind, hatte sich der Reichstmnd jüdischer Frviitsoldaten. ivie wir dem „Schild" eiitiiehmeii, mit 1 diesem Bunde in Bcrt'iiidiiiig gesetzt.'iveil ja die jüdischen Kriegsblinden U'iiu'r Betreninig initersteheii und scstgclegt ivorden ivar, das; sich an ihrer llaksächlichcn Lage auch nach ihrem Ausscheiden als Blitglieder nichts ändern solle. Ter Bund erblindeter Krieger hat dem RjF. iinnmelir mitgetcilt. daß der Reichspostininiiter es mit Schreiben vom 10. Juli 1!».;<> äbgcleimt liabe. die Vergnnstigiing bei den Fcr'11sprcchanschlüssen auch auf die Iiichtarifclicn Kriegsblinden zu übertragen. iik$rfabrik Dessert-Otutweine, süß .... Bowlen-Weißweln. Baden , . . Deutscher Rotwein. Pfalz. . . . Preise verstehen sich ohne *N, Brunnenstraße 42 *N, Müllerstraße 144 *N, Chausseestraße 76 *N, Schivelbeiner Straße 8 *Q, Petersburger Straße 42 von — 0.75 an . . . 0.54 0.75 . . . 0.54 0.75 *S0, Grünauer Straße 13 *SW, Bergmannstraße 11 *Moabit, Go tzkowsky Straße 31 •Moabit, Wilsnacker Straße 25 •Lichtenberg. Wiamarplatz 1 Tartagna. süß, Spanien ... . 0,95 1^0 Mstsgs, süß, Spanien.1.10 1.35 Muskateller, süß, Griechenland 1.15 1.4c usskind Weingroßhandlung Deutsdier WermitweHi. 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