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Central-Verein-Zeitung · 1936-07-16 · 29 (16.7.1936) · page 13

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
15 (1936)
Issue
29 (16.7.1936)
Date
1936-07-16
Page
– (sequence 13)
Language
German
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Nr. 29 Beiblatt 16. Juli 19.36 Der Sommerschlussverkauf 1936 \ Der Sommerschlußverkauf 1936 findet im Mich gruiidsachllch in der Zeit 'vom 27. Juli b,s 3. August-1936 statt. Ausnahmen, bestehe,? a) ^sür den Stadtbezirk 'Berlin und d-e n S tad t b e z fr k P o t 5 da m : -Hier 'st der Schtußverkans mit Nüstsicht aus die vom' 1. bis. .16. August 1936 stattsiiideuden Llympischen Spiele -aus die Zeit vom 22. .August- bis'4. September 1956 verlegt worden. — b) für fr» a Ni bürg: Wegen des Pom 23. Juli >bis HO. Juli 1936 in Hamburg tagenden Weltfreizeit.-.stvngresses wurde, der Schlußverkauf It. ,n der Tagespreise wicdergegebencr Mitteilung der Hamburger Tetaillistcnkammer und der Handelskammer Altona auf die Zeit vom 3. bis 3. August 1936 festgeset.it. Tie Verkürzung erfolgt im Hambur,g. wie es in dieser Mitteilung weiter beißt, umdie bereits getroffenen llrlaubsdispofttionen nicht zu stören. Für den Sommerschlußverkauf gilt nach wie -vor die allgemeine Anordnung des Herrn- Reichswii't'chaftsmiiiisters über die Neuregelung der Saisonschliißverkänfe vom 14. Mai 1935 („Reichsanzeiger" Nr. 112 vom 15. Mai 19351. Tanach dürieü inuSommerschlußverlauf zum Verkauf g e st e I f t werden: Tertilien, Bekleiduugsgegenstände und Schuhwaren. In dieser Anordnung bat sich der Reichswirtschaftsminister weitere Beftimmungen über die Warenj die in diese Verkäufe einbezogen werden dürfen, Vorbehalten. Nach einer Anordnung von Anfang Juni 1936 dürfen in den Sommerschlußverkäufen u. a. folgende Wären des Tertilfachgebietes nicht zum Verkauf gestellt werden: glatte weiße Wäschestoffe jeder Art. Inletts, Handtücher. Erstlingswäsche, glatte ungarnierte Bettwäsche, Beitfedern, Matratzen-Betrstellen, blaue Mützen aller Ars. schwarze Herrenbäte, Beruiskleidung. Pelze, Teppiche, Fahnen und Fahnenstofse. Herrenschirme und »stocke, glatte schwarze Tamenschirme, Kinderschirme und Eärtonschirme. Nach der gleichen allgemeinen Anordnung vom 14. Mai 1935 gilt für die A n k ü n d i g u n g der Schlußverkäufe'folgendes' ' Auf die Verkäufe bezugnehmende öffentliche Bekanntmachungen und. Mitteilungendie für einen größeren. Personenkreis bestimmt -sind, dürfen frühestens an dem letzten Werktag vor dem allgemeinen Beginn der Verkäufe ab 19 Uhr erfolgen. Folgende Aus nahm e n sind vorgesehen: a) Soweit bei Tageszeitungen die letzte Ausgabe vor dem Beginn der Verkäufe an dem vorgenannten Werktag, vor 19 Uhr erscheint, dürfen Ankündigungen und Anzeigen der Verkäufe bereits in dieser Ausgabe enthalten sein. d) Bei Zeitschriften und Zeitungen, die mindestens wöchentlich erscheinen, nach der vorgenannten Regelung aber Voranzeigen nicht bringen können, dürfen' Hinweiseauf die bevorstehenden Verkäufe, die keine Warenangebote ent- . halten, in der letzten Ausgabe vor dem allgemeinen Beginn der Verkäufe'enthalten sein. es Mit der Anbringung von Plakaten und der Verteilung von Druckschriften darf am letzten Werktag vor dem Beginn der Verkäufe ab 16 Uhr .begonnen werden. Dies gilt auch für die Film- Werbung. Wichtig ist ferner die Bestimmung, daß alle vorzeitig" erfolgenden Ankündigungen und Mitteilungen deutlich und unmißverständlich den Tag des Beginns der Verkäufe ängeben müssen. - lieber die A r t d e r A n k ü n d i g u n g wurde u. a. benimmtdaß die Bezeichnungen „Sommer-, schlußverkans" und .llllllnterschlußverkauf" eilt- - .weder ebne jede Treniluilg der Worlbestandteile . 'HiS'biniiie.ricillußvm'käiifl 'oder; mit einmaliger Treiinniig vor „Verkauf" (Sommerschluß-Verkaiifi oder-inw zweimaliger -Trennung «Sommer-Schluß-. - Verkauf > -verwendet werden dürfen. -Die Veriveuduiig von - Treniiuiigsüricht'u r-it hierbei nichts vorgeschriebe». In keinemststrlle dnrfen zedoch-dic - Worlbestandteile „Schluß" oder „Schlußverkauf" ..irgendwie l,z. B. durch größeren Druck, andere Farbe oder besondere Anordnung in der Schreib- -weises bcrausgehobeii iverden. Eine stärkere Hervorhebung der Wvrtteile „Sommerschlutz" und „Winterichluß" ist zulässig^ Besonders beachtet werden müsien schließlich noch die Bestimiiumgen, die 'ich mit de-n zum V erkauf b e sti m m t e n W n ien und der P-re i.sa u sze i et, n u u g besä neu. - Es ist nach der. Anordnung vorn .14. Mai 1935 verboten, im Zusammenhang mit den Berlämen in vsfeiitlicl)eii Bekanntmachnngen oder iMiNeilungen, die für einen größeren Personeiikreis bestimmt sind, a) llllaren -zum Verkauf anzubieten. die nach ihrem Verwendungs zweck und dem Zeitpunkt ihrer Anschaffung oder Herstclluiig durch den Ver- - käufer für den Vertrieb oder Verbrauch in dem künftigeii Verhrauchsabichnitt bestimmt sind, und.. bl Preisherabsetzungen durch Gegenüberstellung der früheren und der während der Vor- , kaufe gültigen Preise in einer Weise anzuküiidigen. die für außerhalb der Geschässträume befinMidje Kauflustige erkennbar ist. Hingewiesen fei in diesem Zusammenhang noch . auf die Anordnung des Reichswirtschastsministers —vom 4. Juni 1935 über Sonderveranstaltungen un Einzelhandel, in der in $ 4 über R e st ever - . käute bestimmt.wirb: Besondere Resteverkäufe . dürfen während der letzten drei Tage der Saisonschliiß- und Inventurverkäufe lSommerschluß- und Winterschlußverkäufe) in für diese Verkaufs, veraiistciltiingen ziigclasienen Waren abgchaltcn ' werden. Als Neste sind nur solche aus früheren - Verkäufen verbliebenen Teile eines Ganzen anzusehen, bei denen der verbliebene Teil, für sich genommen, nicht den vollen Verkausswert mehr hat, den er im Zusammenhang mit dem Gänzen besessen hat. Schließlich muß noch betont werden, daß in der Abfassung der. Werbung für den Sommerichlußverkauf, wie auch in allen anderen Fällen, die Vorschriften des Werberats der deutschen Wirtschaft zu beachten-sind. In Nr. 2. des laufenden Jahrganges der C.-D.-Zeitung war hierauf und insbesondere auf die Ziffer 6 der zweiten ' Bekanntmachung des. Werberates vom t. November 1933 (..Reichsanzeiger" Nr.256) bereits hingewiefcn worden. Sie lautete: „Die Werbung soll nicht in marktschreierischer Weise oder durch Uebertrcibung verlocken, sie soll in sachlicher Beweisführüng die. Vorteile der eigenen Leistung hervorhebcn." Die Leipziger Herbstmesse Tie Leipziger Herbstmesse beginnt am'Sonntag, dem 30. August, und schließt am Donnerstag, dem - 3. September. Dieser Termin gilt auch für die Tertil- und Bekleidnngsmesse. die bisher zu den Herbstmessen einen Tag eher schloß. Die Baumesse aus dem Ausstellungsgelände dauert ebenfalls vom 30. August bis 3. September. siken mit sich bringen müssen. Die? gilt insbesondere dann, wenn — wie dein Beeichi zu entnehmen ist — nunmehr auch. größere Kunden, zwar mit größeren Einlagen, aber anch mit höheren Anforderungen, zu den Gesäiaus-ieuiideu -des Instituts zahlen, Es wäre dankenswer-l.. wenn die Verwaltung in ihrem nächsten-Bericht gerade zu ' "diesem Punkr noch einige, zineräniäßige- Einze'l- ' Helten bekaiiutgebeii - wurde. Tie inuaeleitt'e2lui- -stellung der Konten zahlen nach Grostensianen->oi-rd - erst däiiu die Erkenntnis. über die. Siruttur des Geschäfts wirklich erhöhen, iveuii auc!, die abiolnte Hohe der eiiizelneu Großeiiklanen besannt n't. freulich ivare auch, ivenn die-an» längere Zeit feit hereiiigenommeiien und ändererieils seit gegebeueu Gelder wieder eine genauere Unterteilung nach Terminen crfahreii .würden, wie dies zum Teil im^letzteu Jahr noch geschehen war. Schließlich wird mau — une auch in der Generalversammlung von der Verwaltung betont wurde in Zukunft der Stärkung der Reserven und Illückstelllingen ein erhöbtes Ailgeiiiuerk ividmen münen. Es erhebt sich die Frage, ob maii zu ihre» Gunsten »iäü auch zuiiaclist aus.Gewinnverteiliiughalte verzichten sollen.' denn die Siäckung des Jiistltnts liegt mindestens io jetir itu Iute.eiie der Geuoiieii wie eine, kleine Ausstlnitluiig auf ihre -Geschüftsguthalwu. Die Verioallung erkennt im Bericht an. daß die Rückslellunge» bisher ivor der Neiiznweisnng.1 „durchaus unzureichend" ivaren. sie wird sicherlich mit uns der Aiincl>t sein, daß sie aiich jetzt noch eine weitere Dotierung vertragen kvuutcn, dies auch deshalb, weil die eigenen Mittel einer Bank bei zi>n'e>)nieiidem Geschäftsumsang mit wachsen sollteiü Der Bericht gibt übrigens noch einige Ziffern über die Gesamtentwicklung der fünf im Reiche bestehenden Jwriä-Banken. Ihr Gesamtiimsatz betrug. 263.36 sim B. 192.51 Mill. RM und ihre Bilaiizsümme 6Z2 ,3.3.3, ZMill. RM. Das ein- - gezahlte Kapital einschließlich der Reserven stellte sich auf 0,39 (0,3) Ntill. RM. das'gesamte hastende Eigenkapital der fünf Banken belaufe sich ans 0,7,'.' Mill. RM, die Summe der. Ende' 1935 Mi ihre Mitglieder gegebenen Kredite betrage 3.55 Mill. RM. * Ltto Wolf, Essen-Kuhr, Scgerothstr. 17. begeht am 19. Juli sein dreißigjähriges Arbeitsjubiläum im Radreifen-Walzwerk der F'rwä Krupp A.-G„ Essen.. ' Oie Iivria-öanlc Oerlm berichtet Im Anschluß an unsere Artikel über die jüdischen Genossenschaftsbanken ist uns nunmehr auch der Geschäftsbericht der Jwriä-Bank, Berlin,'für 1935 zugegangen. Es ist erfreulich, aus chm erkennen zu können, daß die Verwaltung dem Wunsch nach Publizität in weitgehendem Umfange nachkommt und recht eingehende Erläuterung zu dem Zahleuwerk der Bilanz und der Gewinn- und Derlustrechnung gibt. An wesentlichen Tatsachen entnehmen wir dem Bericht zunächst folgendes: Die Bank hat ihren Gefchästsumfang weiterhin vergrößert. Ter Umsatz stieg von 77.9 auf 105 47 Mill. RM und die Bilanzsumme von 1,45 auf 3,49 Mill. RM. Die täglich fälligen Gelder erhöhten sich von 0,63 auf 1.38, die auf Kündigung für-bestimmte Zeit gegebenen von 0,54 auf 172 und die Sparkonten von 0,09 ans 0,13 Mill. RM. Auf der anderen Seite ist die Summe' der Forderungen von rund 0,9 ans 1,83 und der /Wechselbestand von 0.3-5 auf 0,5s Mill. RM gestiegen. Einen Überblick über die Größenklassen der Einlagen und Ausleihungen gibt die folgende Zusammenstellung der Konten: bis Ivvü bis 5999 biS 19 990 über 19 999 RM RM RM RM täglich-fällige" Gelder 474 175 35 44 feste Gelder 46 55 23 38 Kredite. 309 136 37 52 - Auf Grund dieser Ziffern weist die Verwaltung daran' hin. daß sie auch weiterhin die Betreuung der kleinen und mittleren kaufmännischen Gewerberreibenden alsihre Hauptaufgabe betrachte, wenn auch nicht zu verkennen sei, daß. wie aus der einen Seite Kapitalien in größeren Beträgen aus längere Zeit der Bankgegeben wurden, andererseits auch Unternehmungen größeren Ausmaßes mit entsprechend größeren Anforderungen Mitglieder der Bank geworden seien. Die Berwaltung hat es. wie sie betont, nach' wie vor als ihre besondere Au'gabe betrachtet^ die Liquidität der Bank entsprechend den besonderen Bedürfnissen des Instituts 'am einem hohen Stand zu halten. Sie weist daraus hin. .daß gegenüber 3.23 Mill. RM si. D. 1,27) Eesamtverpslichtungen an Kassenbestand. Guthaben bei Banken. Schecks. Wechseln und Wertpapieren flüssige Mittel von 1,24 (0.55) vor-' Händen seien, d. h. daß von den Gesamtverpflichtungen 38,4 Prozent (42.V2 Prozent) durch flüssige Uebergangsregelung für Devisenberater In der vorigen- Nnnuner der ,E.-V.-Zeitung . haben wir iivell die -Verördniing fiti\- Devisen- . -brreuer -berichtet.- "llnüdein Re üh-ichsdevisensietle "-durch Rnnderlnß,-Nr. v-'\i-:>r. gllgerneiiic Ansfiihriiiigsbeiluiininligeir für "die Vebnndlnng von Zu» lo-nnn-g-'-nntrageu gegeben 'bat. trifft s>r nunmehr durch Rnnderlgi; 'Kr. -94.N«». eine Uebergangsrege- 1. In der''-Verördnnng-seilst i't besliniint. daß I'erei!-> vor dein I. Juli iniige Tevif'enbergter ihre Tgligl'eil bis ziir i'-iilielieidnng über ein von ihnen gesleiUes Znlnnnngsge-nrl, sörtsetzen söimeii. - Tie 3>'eicli->dcvi>eiiilelle bellinuut hierzu, daß die Teviien'lellen neue-.Autrage.in Teviseufaclieu von so!eiien Tevi'enberniern bis-znm -'!l Juli 1956 entgeaeiiziinehiiien und zi, benrbei!eii"habeu. Ta8 gltNilie gilt für.-nene Ai-ilrage j II d -i i ch e r Teviseuberaler mit der Einschränkniig. daß nur solche Antigge entgegeiigenonnnen werden diirfeit, die De« viien'nehen j >1 d i \ di e r A n s w a ii d e r e r be» tresien. Tiefe Regelung gilt enljprechend für Te» viienberater. die .i!>re Znlolliiiig ncich der neuen Verordn,,ug vennlrngs haben, bis zur Entscheidnug über ihr. Zgilassungsgesiich. sur jüdische, also »'jeder mit der. Einichränkniig ans Anträge für jüdische 2. Es ist ferner bestnninl. daß alle vor dem. I. Juli von Tevisenberatev», einschließlich der jüdischen, eingereichlen?liiträge von diesen weiter behandelt »»erden können, auch wenn eine Zula'inng gls Teviienl'erater nielit nachgesncht wird. Euilprechendes" gilt bei Aulrägeu: die in. der Zeit vom 'Iiikrailtreieii der l."erordnnng bis zur Ent« säieidung iiber das Ziilniiiingsgesnch gestellt,' sowie für il>re z'lblvielliing nach Ablehnung des Zulassuiigsgesuches. 3. Als frilseleiiluiig in Devisensacheu jüdisckier Auswanderer gilt sowohl die Hilfeleistung für Juden, die anszuwandern beabsichtigen, alS auch für solche, die nach dein .3. August 1931 aiisgewandert sind. Blick in die Wirtschaft Mittel gedeckt seien. Für die täglich fälligen Gelder von 1,38 Mill. RM betrage dieser Prozentsatz'rund 90 Prozent. Einen weiteren Beweis für die Liquidität, der Bilanz sieht die Berwaltung darin, daß ihre Forderliiigen an Debitoren, die Anlage in Hhpotheken. Beteiligungen und Griindstücken von insaesamt 2,24 -Mill. RM in Höhe von 2,05 Mill. RM (säst 92 Prozent) durch nicht kurzfristige Gelder. Spareinlagen und Eigenkapital gedeckt seien. Das Eigenkapital der Bank beträgt knapp 0.2 Mill. RM und unter Berücksichtigung der Haftstimme rund 0,4 Mill. RM. Tie Reserve und.Rückstellungen stellen sich unter Berücksichtigung der Neuzuweisung aus dem Gewinn . auf rund 4'2 000 RM.?üis der Gewinn, und Derlustrechnung ist hervorzüheben. daß aus dem Gewinn von rund 23 000 RRt erstmals 3*4 Prozent Dividende verteilt werde!«, die ^Rücklagen erhalten, wie schon erwähnt. 18 000 RDt. Ausgewiesen werden u. a. 10 000 RM „sonstige Aufwendungen" (i. V. 6000). die laut Bericht einen zurückgezahlteu Reichs- Zuschuß daritellei!.. Int übrigen ist eine durch die Geschästsentwicklung bedingte Steigerung der Unkosten auf 0.12 (plus 28^ Prozent) — deren Aüfglieder«mg nach der . persönlichen und fachlichen Sei-te wie im. Vorjahr wünschenswert wäre — eingetreten. Tie Nebenausgaben der Bank (Beratung und Betreuung der Kunden und Genossen bei der Ausivanderung nach Palästina, Pasiage- und Lpcd:tioitsabteilui«g, Jnkasiöabteilung, Grundstücksverivaltung und Warenabteilungl feien weiter betreut und in gerviffem Maße or-. ganischerweitert «vorden. In -den ersten 'fünf Monaten 1936 habe der Umsatz rund 52 Millionen gegenüber 38' Millionen im gleichen Zeitraum 1935 betragen. In der Geiieralversaminlung wies Direktor üareski nach dem Bericht der ITÄ u. a. daraus hin. daß bei der beloiidereii Struktur der jüdischen Wirtschaft damit gerechnet werden müise. daß es für diese Entwicklung in absehbarer . Zeit einen Kiilminationspiinkt geben würde. Deshalb iei enlernorlrcht i-ge Iuvcstiri-ons-p^l-iPau^-ch-n.--- möglichst hohes Ncaß von Reserven anzustreben. Schon diei'er kurze Ueberblick zeigt, daß dos Tempo der Entwicklung bei dem Institut in den allerletzten Jahren recht schnell gewesen ist. Wie bei jedem Unternehmen rückt damit aber auch die Notwendigkeit einer ' erivunschten Konsolidierung näher, ganz besonders da der wachsende Geschäftsumfang lind die erweiterten Nebenaufgaben auch bei vorsichtigster Eeschäjtsjührung wachfende .Uli« Berlin, 14. Juli 1936. Das Ereignis der vorigen Woche an der Börse war die Bedeutung, die der Montaumarkt sich wieder erobert hat: er stand an der Spitze säiilt- ' licher.' Marktgebiete. Diese günstige Stellung des Moritanmarktes spiegelt . die . Bedeutung wider, die dom Eisenfrieden, der vor dem Abschluß-steht. zugemessen wird. Dieser Gesichtspunkt fand-auch seine Würdigung durch den Führer der deulsclieu Gruppe der Juterilationalen Rvhftalflerporlgemeinschaft (JREGl, Generaldirektor- Poeusgeu, zu gleicher Zeit Vorsitzender des Borstandes der Bereinigten Stahlwerke, in einer Auslalliing in der Ptonatszeitschrift der Vereinigten T!al,lwerke. wobei festgeltellt wird, man könne, naclfbem rinc Verständiguilg mit England. Polen und 2üdafrika erfolgt ist, annehmen, daß ailiiäherud 90 Prozent der Weltalisfuhr an Eisen und Stuhl kartellmäßig erfaßt und damit einem hemiiningslostv Wettbewerb entzogen seien: „Ei,, erfreu, licher Erfolg zur Fcstiguilg und Hebung de? Welteifengeschäftes." Wenn auch in den letzten drei Jahren die Wiederbelebung des Welteisenhande'ls in bezug auf den mengenmäßigen.lliilsatz nur verhältnismäßig langsame Fortschritte genilicht Hobe, so sei doch.- wie Generaldirektor Poeusgeu hervorhebt, in der Preisentwicklung „acl>: und i,niü eine merkliche Befestigung eingetreten, die iii de,, Absatzgcbieten der kvntiiientalen Erzeiigergruppen fast" ausschließlich der von der I'llEG dnrchgesührten Preispolitik zu danken sei. Es sei geluilgeu, die Durchschnittspreise um etwa ein Pfund Sterling in Gold je Tvilne zu heben. Zu dem weiteren .organisierteü Alisbau der Jilternationalen Eifenverbände wird in dem Artikel angekündigt, daß scholl die nächsten Woctie»-eine Reihe wichtiger Eutscheidungeii briilgen wurden. Schließlich wird noch von Generaldireftor Poensgen betont, die bisherigen Ergebnisse der zlvischen den einzelnen Vertragspartiiern gesiil,r- -4en Derhandlungen ließen die Erwartung beroch, tigt erscheinen, daß auch die noch offenen Fragen ohne Beeinträchtigung des Eiseulriedens gelöst werden könisten. In diesem Zlisammeilhäiig ist eine Äcitteilung der ' „Deutschen Bergiverlszeitliilg" in Eisen (Ruhrl von Interesse, wonach sich auch die britische Eisen- und Stahlindustrie ineinem Zustande befindet, der einer vollen Aus» iiutzu.ug der Leistuiigssähigleit ziemlich nahe koiniiie. Wenn, nun Generaldirektor Poensgen erklärt, daß es geliiiigen sei, die Turehschnittspreise um etwa ein Plnud Sterling in Gold je Tonne zu heben, io ist damit schon angedelitei, daß, iilterualional geieben, ivohlmit einer Rohitvfshausse gerechnet werben kann. d. h. daß wenigstens die 9>iö>Ki,ll,keit dazu vvrbauden ist. Die- Allswirkuilgen dieser Erl,oiung der Rohstofsmärkte und der!Iiol,stosspreise aus dei, gesaiuteii Welthandel Ilissini sich heute nochnicht üherblicken. Es find al'er Anzeichen vvrl)aiideu, die auf. eine strukturelle'-Aenderuiig der V'elthandelslage hiudeuten. Jedeusalls sind die Fragen.-des internationalen Güteraustausches von besonderem Interesse^ was ftdj fdjott Onbni-(f) kennzeichnet, daß alle Kreise, die mit dem Welthandel in Verbindung stehen, in der jüngsten Zeit hejonders die Auswärtshewegi'iilg der englisclien Eisen--und Stahl^rcise l»evbaititet haben, i'lußer den erwähnten Mc^nenten. Oie mit der internationaleii Elseiikviljnnktur und dem «»iseiilriedeii im Z-usammellhang stehen, haben 'naturgemäß zur Velelnnig des Börseubildes in Moutauwerteu der tKeschäst-sbericht der Rheiiiiithen Stallliorrke für .1935 3«', n-nd der Vierteljatir---'bericht che? S tal>l>-ereiiis weseutlicl, beigetragen. Bei einer Würdigung des Geschästsberniiles' der Rhei>liscl)eil Stahlwerke muß selbst, iwritliiidticti auf die enge ll>erbindimg mit den I. G. Farl>eii und Riebeck Montan hingeiviesen werde», da sich dadurch der kitorteil besonders -guter 'Ablätzl'ediuguiigeu von selbst' ergibt. Es sei n'ocl) erwähnt, daß von den Aktiendes Stahlvereins. der belann'iiieh seine Tividendeuzahlung wieder ausgenommen bat, die Rheinisä-en Stahlwerte etwa *’*«) Millionen Reichsmark in Besitz haben, so baß babureh gemeiiisam mit den erwähnten llterbindnilgei, mit I. G. Farben und mit ütiebeck Rlontan klar die gegenwärtig überragende Stellung von Nheinftahl erkenilbar wird. . I> . . . . n. Die Bedarfsdeckungsscheine Die Richtlinien für Gemeinden zum Gesetz über die Förderung der Eheschließung betr. Derkalissstelleu. die zur Entgegeunahme-chpn Bedarfsdeckungsscheinen berechtigt sind, sind durch ein Runderlaß des Reichsfinanzministcrs den Beiürn. mungen des Reichsbürgergesetzes angepaßt worden. Es iit bestimmt, daß die Inhaber der Geschaile Reichsbürger fein müsien. Tie A u s n a h m e für Schwerbeschädigte i st a u f r e ch t zu erhalten. Sind mehrere Personen Inhaber und nicht alle Reichsbürger, so hat die Gemeiilde-uacch- Lage'de- Falles zu entscheiden. Bereits ziigelaöene : Verkaufsstellen, beten Inhaber das Reichsbürgerrech.r nur deshalb nicht , besitzen, weil sie nicht deutsche Staatsangehörige sind, bleiben ziiaelaoen. Ferner wird ausdrücklich betont, daß die Voraussetzungen für die Zulassung von Bcrkau's'kelleil zur Entgegennahme von Bedarssdeclu. gshheinen durch die ministeriellen Bestilllmungen erschöpfend geregelt sind. . Notizbuch des Kaufmanns 'Horn llieichswirt'ilia'tsin'nlsteriniil wird laut Tage?pre>'e darani hingewn.-leri, daß aus'chließlich die für den Bereich der eiilzelnen Wirtschaitsgruppeil der'Reichsgruppe „Industrie" eingerichteten P r -ii f u n g s >'t H I -eyn-Hbr dieB e.ä rbeitung v o n A ii -- s u h r s r a g e n bezüglich der . in . ihren Bereich lallenden. Waren »iskändig'seien. Die An- - idjrtften der Prüsungsstellen sind bei'den BezirkSgruppen, Wirischastsgruppeil. Fachgruppen und Faihuii'tergruppen der Reiehsgruppe Industrie, bei ver Renchsgruppe Haudel und-bei der lüeichsgruppe Ha>>diverk zu erfahren. . . ' . . Tis Sozialamt der TAF hat laut Tagespreise bei einer Besichtigung von Warenhäusern und Geschäften, wie mitgeteilt werde, festaestelli, daß die Bereitstellung von Sitzgelegenheiten ssir die Verkäuferinnen ünzureichend sei. Atan will jetzt zweckmäßige Sitzgelegenheiten --konstruieren, welche die schmalen Gänge hinter den Verkausstischen nicht verstellen.

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