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Central-Verein-Zeitung · 1936-07-16 · 29 (16.7.1936) · page 6

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
15 (1936)
Issue
29 (16.7.1936)
Date
1936-07-16
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Haym Salomon In bieten- Wochen hat bet amerikanische Kongreß einstimmig beschlossen, den Innenminister aufzufvrdern. baß er in Washington einen Platz für die Errichtung eines Denkmals für Haym Salomon aut Verfügung stelle. Nur wenige Ju- ' den in 'Deutschland werben den Namen dieses Mannes kennen, den inan als „The pood Sa mar; ■, ritan“ des llnalhängigleitskrieges bezeichnet hat. -Haym Salomon wurde-1740. in Lissa in .Polen . geboren,; neu wo aus er' 1772 nach der ersten ' Teilung .Polens auswänderte. - Nach - mancherlei . Treijen. auf denen - er - sich umsassenbe Sprachkeuut- . .niste-aneiaiiete.' kam er 'lim 1777. nach New-Pork < .rmd schloß Ach alsbald, begeistert'chlirch die Ideen Nom Freiheit, iiud' Ui,abl,äugigkeit. -den Kämpfen, der Amerikanischen Staaten um die Loslösung von England an.- Als die englischen Truppen lAem- . Pork entnahmen, geriet Salomon in Gefangenschaft und verlebte schwerste Zeiten. Aber bald werden seine außerordentlichen Lprachkenntnisse bekannt, und so stellt man ihn zur Verfügung des hessischen Generals Heister, der damals an der Spitze von 12 OOO deutschen, vom ihren Landes- ■ Herren verkauften Soldaten den Engländern zu .Hilfe gekommen war. Nach kurzer. Zeit gelingt es ihm. unter größten Schwierigkeiten der Gefaugenfclfaft zu entfliehen und nach Philadelphia zu kommen, wo der Mittelpunkt des revolutionären Widerstandes gegen die Engländer ist. Er errichtet ein Bankgeschäft, und binnen kurzem wird er neben James -MarPisvn. dem bedeutendsten amerikanischen Finanzmann der damaligen Zeit, der finanzielle und wirtschaftliche Berater und vorderer der amerikanischen Truppen. Er ist die Vermittlungsstelle für die Subsidien und Anleihen, die aus Frankreich. Holland, und Spanien komnien, und ans seinen eigenen AHtteln niiterstützt er die führenden Männer mit großen Beträgen, ohne zu wissen, ob er sie semals wiederbekvmmen wird. Er ist auch der Bankier der französischen Hilssarmee und der französischen Diplomaten, die die amerikanische Sache materiell und ideell unterstützen. besonders des Gesandten Chevalier de la Luzerne und der beiden Generalkonsuln Nlarkais und de lg Foreste. den späteren? Ministern Napoleons I. Er ist auch der amerikanische Finanzagent Hollands und Spaniens. Großzügig, freigebig und. wie spätere Untersuchungen erwiesen haben, selbstlos und ohne an Zeinen Vorteil zu denken, steht er den führenden Scannern im Freiheitskampf mit seinen Mitteln zur Verfügung, und zu denen, die seine Hilfe in Anspruch nahmen. - gehört auch der Organisator der amerikanischen . Armee, der preußischen General. Steuden. James Maddison. der spätere Präsident _der Vereinigten Staaten, dessen politischen Weitblick Haym Salomon schon in dem 29jährigen erkannte, schreibt in_ einem Briefe an einen seiner Gesinnungsfreunde: .„Die Güte.unseres kleinen Freundes-in der Front- . street ist ein Schatz, der mich vor dem Aeußersten bewahren wird. Aber ich nehme dazu nur mit größter Selbstverleugnung Zuflucht, da er hart-. näckig jede Entschädigung. ablehnt." („as Hs obstinatsl.v rsjsets all rseompsnsis".) Als Haym 1785 stirbt, hmterläßt er feine Witwe und feine beiden Kinder völlig mittellos. Sein Vermögen ist verloren gegangen, von den großen Summen, die er der amerikanischen Sache zugewandt hatte, haben er und seine Erben niemals etwas zurückerhalten. Der Betrag, den ihm der Staat schuldete, wurde 1884 von der „Senatskommission für die revolutionären Ansprüche" auf 353 728 Dollars festgesetzt. Schon 14 Jahre vorher ■ waren die Entschädigungsansprüche seiner Erben ausdrücklich anerkannt worden. Damals ' hatte der Bericht im Senat bestätigt, daß „Haym Salomon die. Negierung großzügig durch Hergabe von Geldern unterstützt habe zu'einer Zeit, als biete Gelder die Nerven und ausschlaggebend für den Eriolg des Kampfes gewesen feien." 1893 ■ wurde ein Gesetzesantrag im Senat .eingebracht, daß in Anerkennung der Verdienste Haym Salomons eine. Goldmedaille geprägt werden sollte — diele Ehrung blieb aus dem Papier stehen. , Aber die. Bemühungen um -die. wenn auch verspätete, öffentliche Anerkennung der Verdienste des „patriotischen Bänqüiers." ruhten nicht. Gerade in den letzten Jahrzehnten hat - sich die amerikanische Wissenschaft besonders mit der' geschichtlichen Er-- forschNng der ' Tätigkeit Salonkvns beschäftigt. 1929 und 19:'.y erschienen diebeiden . großen Biographien von H. F: Baron und Eh. E.. R ir ff e i. - Gegenüber mancherlei Fehlurteilen und.? phantaiievollen Behauptungen schrieb dann der Ps-ste Kenner der Geschichte der amerikanischen Juden. Mar. I. Köhler, seine Broschüre, in der auch er bei aller kritischen Zuruckweisung mancher Uebertreibungen die reine Uneigennutztqkeit und die großen Leistungen des „patriotic broker“ für den Freiheitskampf bestätigte. Ter amerikanische Kongreß, der jetzt, 159 Jahre nach seinem Tode. Haym Salomon vor aller Welt ehren will, faßt seine Bedeutung m folgenden klaren Worten zusammen: „Die vaterländische Hingabe Haym Salonions an die Sache der anierikanischen Freiheit ist außer aller Frage. Tie Starke seines großen Eharakters und sein Bild als Bürger und Kaufmann ist rein und unbestritten." . Aber wenn Salomon sich für die großen politischen Ideen seiiies neuen Vaterlandes hingebiiiigsvoll einsetzte, so vergaß er doch gleichzeitig nie sein Iudeiitum. In Philadelphia gehörte er . zu den'tätigsten Mitgliedern der 1761 gegründeten .Gemeinde „Mickweh Israel", die von verschiedenen alis Deutschland eingewanderten Familien gegrün- . det morden war. Philadelphia wurde damals Mittelpunkt des jüdischen Lebens in Amerika und die Gemeinde verdankst nicht zum wenigsten Salomon ihre große Entwicklung. Mit Hilfe seiner Mittel wurde eine neue große Synagoge errichtet, die 1782 eingeweiht werden konnte. Meldepflicht fiir ältere ausgebildete Wehrpflichtige Im ..Reichsgesetzblatt" Nr. 59 vom 26. Juni' 1936 wird eine Verordnung über die Erfassung militärisch ausgebildet^r Wehrpflichtiger älterer Geburtsjahrgänge veröffentlicht. Hiernach haben sich in der Zeit vom 13. Juli bis 22. August 1936 bei den polizeilichen Meldebehörden anzumelden: 1. Die Offiziere und Beamten aller Gattungen, die dem aktiven oder beurlaubten Stande des früheren Heeres, der Schutztruppe, der Kaiserlichen Marine oder der Reichswehr angehört haben. 2. Alle einem älteren Geburtsjahrgang - als 1913 (in Ostpreußen 1910) angehören- _ den. seit dem 1. Januar.1921 aus der Wehrmacht oder der Landespolizeiaus- - geschiedenen Teckoffiziere. Unteroffiziere und Mannschaften sowie alle Männer.-die durch, eine von der Wehrmacht oder der .Landespolizei veranlaßte kurzfristige Ausbildung militärisch geschult sind, soweit sie wehrpflichtig sind, die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen und ihren Wohnsitz und dauernden Aufenthalt im Deutschen Reich haben. . Die Wehrpflicht dauert bis zu dem auf die Vollendung des 45. Lebensjahres folgen- >vr Postschlüsse nach Uebersee Vorbemerkung: Diese Uebersioht erscheint, wöchentlich. Sie ist ohne Gewähr. Postschluss für Luft- »ostsendungen ist in Berlin beim Postamt C 2. in Frankfurt'Main beim Bahnpostamt 19 oder Flughafen. 2inwurf bei anderen Postämtern oder in anderen Orten bis zu 1 Tag früher als hier vermerkt.- Nordamerika a) Seeweg 20. 7. ab Berlin: 20.7. ab Hamburg 19 Uhr ('..Queen Mary“ 22.7. ab Cherbourg); 27. 7. an New-York 24. 7. .. „; 24.7. .. .. . 19 Uhr .'..Bremen“., 25.7. „ Bremen): 31.7. . . .. b) Luftweg 25.7. ab Berlin. 26. 7. ab Köln (Flughafen) 10 Uhr; 26.7. ab Cherbourg (Schiff) 31. 7. an New-York (Zuschlag auf Auslandsporto 15 Pf. für je 20 g; Leiivermerk: „Mit Luftpost ab Köln zum Dampfer") Südamerika a) Seeweg 20. 7. ab Berlin: 21. 7. ab Frf.iMain 19 Uhr (Schiff 22. 7 ab Genna): 4.8. an Rio: 8.8. an Buenos Aires 24. 7. : 25.7. „ Köln 17 Uhr '„Schiff 28. 7. „ Lissabon); 10.8. „ .. : 14.8. „ „ b) Luftweg IS. 7. ab..Berlin. 9 Uhr: ab Frankfurt Main 13 Uhr .(Französische Luftpost), Laufzeit 5 Tage £2. 7. .21 Uhr; .. 24 Uhr (Deutsche Luftpost). Laufzeit 3 Tage (Zuschlag auf,.Auslandsporto nach Brasilien 1.25 RM.lur je 5 g, nach Argentinien 1,50 RM für je 5 g) Südafrika ^a) Seeweg. 21. 7. ab Berlin: 22. 7. ab Frankfurt Main 19 Uhr; 24. 7. ab Marseille (SchifU. Laufzeit bis Kapstadt 15 Tg. 22! 7. . ■: 23.7. „ Köln 17 Uhr: 24.7. .. Southampton (.Schiff'. Laufzeit bis«Kapstadt 17 Tg. b) Luftweg 18.7; ab Berlin 10 Uhr 15 Min.: 18. 7.' ab München iBahnp. Amt D 13 Uhr. Laufzeit 8—9 Tage 22. 7. ... „ 10 Uhr 15 Min.: 22. 7. .. „ (Bahnp. Amt 1) 13 Uhr, Laufzeit S—9 Tage (Zuschlag auf Auslandsporto 35 Pf. für je 5 g) Palästina a) Seeweg 18 7. ab Berlin 16 Uhr. 19. 7 ab München 9 Uhr (Schiff 21. 7. ab Piräus): 23.7. an Haifa o; » 16 Uhr: 22. 7. „ „ 9 Uhr (Schiff 23. 7. Brindisi); 27. 7. „ Jaffa 25. 7. .. 16 Uhr: 26.7. „ „ 9 Uhr .(Schiff 28.7. „ Piräus); 31.7. „ Jaffa ... b) Landweg 17 7 ali Berlin 13 Uhr: 18. 7. ab München 9 Uhr (über Belgrad—Istanbul): 22.7. an Haifa 12.7.' . „ illhr; 20.7. „ .. 9 Uhr ( „ .. ): 21.7. ,. Haifa CLeitvcimerlri- -..vw Belgrad,^Istanbul') ■ . 1 München iBahnp. Amt D 18 Uhr . Berlin « U'hi Berlin 9' U'hi München Bahnp Amt V 10 l hr Berlin '' Uhr Berlin 10 1 >0 c) Luftweg 7. ab München 18 Uhr. München 18 Uhr Laufzeit bis Jaffa 2 Tage Laufzeit bis Jaffa 2 Tage Laufzeit bis Jaffa 2 Tage Laufzeit bis Jaffa 2 Tage Laufzeit hi< Jaffa 2 Tage it h!< l.affa 2 Tage (Zuschlag auf Auslandsporto 10 Pf. jüt je-5 g. mindestens 15 Pf.) r»"”--“"'-...... Fife 66 8#etsrsi§e #is mut l.tf&taSee f liefern wir Ihnen die C.-V.-ZeBorig. Die Bezugsgebühren zahle i<h an den Briefhöger. -j| Name .... ).:_ .'...._ Ort _ _____ . Strosse.. . _ __!-- | Ausschneiden und mit 3 Fi, frankiert (oder unfrankiert) senden cn C.-V.-Zeitung Vortrieb, BerlltrW 15, Emser iSitrasta 41. Für Bestellungen,-die ncch dem 23. Juli eingohen, erhebt die Post eine einmalige Ver-. spätungtgobühr. yon 20 Pfennigen. . jdUßL M1 den 31. März. Da im Sinne des Wehrgesetzes auch die Juden der Wehrpflicht unterliegen, gilt die Anordnung, auch für die betroffenen jüdischen Personen. Näheres ist aus. den von einzelnen Polizeibehörden erlassenen Bekanntmachungen zu ersehen. Auskünfte in Zweifelsfällen erteilen die Wehrersatzdienststellen) nicht die Polizeimeldebehörden. „Jücli5che8 und deutsches Soldatentum“ Im Juli-Heft der „Nationalsozialistischen Monatshefte" veröffentlicht Dr. Joachim M rü g 0 w s k y ' einen , Aufsatz über „Jüdisches und deutsches Soldatentum", den er einen „Beitrag zur Nassenseelenforichnng"- nennt. Durch Gegenüberstellung und Vergleich von deutschen und jüdischen Dokumenten aus dent Kriege, die er den „Kriegsbriesen .gefallener Studenten" - und den vom RjF herausgegebenen „Kriegsbriefen .. gefallener deutscher Juden" entnimmt, versucht er den Nachweis, daß es eine tiefe, unüberwindbare Kluft zwifck>en Deutschtum und Judentum, zwischen deutscher und jüdischer Denkungsart und Grundhaltung gebe, lieber Pie „Kriegsbricie Pesallener deutscher Juden." äußert der Verfasser: „Dem Buche liegt offenbar die Absicht ^zugrunde, zu beweisen, daß sich diese gefallenen Inden als Angehörige des deutschen Volkes gefühlt hätten, daß es also doch Pentfche Judew gäbe. Zunächst ist es ein ebenso ersäiütterndes Zeugnis des großen Krieges, ..wie jeder andere Bericht, der uns unmittelbar .von-dem großen Ringen erzählt und es uns nacheöleben läßt. Es'spricht von Berivundnng und Tod. von täglichen Erlebnissen und vo:: Religion, vom Sinn des Lebens und anderen Dingen, die eiitem erst in Augenblicken nachhaltiger Geiayr klar werden. Es spricht auch von Plänen für die Zukunft und der geballten Kratt. nach Beendigung des Kriege-:- sich besonders stark bernstich einzusetzen. Alles Dinge, die allgemein menschlich lind, die wohl jeder Soldat in .Augenblicken, cine-ch gefahrvollen Lebens durchdenkt." Mrngowikn stellt nun auszuaswei'" Briefe'aus den oben zitierten - Büchern zusammen,, die zivar das gleiche.Thema benandeln. aber doch, unterschiedlich leien. .was wir, wie der Ber'aüer Meint, „aük eine ait-'- dere Reaktionsivene des PNenichen. znrückiührenkönnen". Zunächst gibt er etivas über die Gründe, aus denen heraus sich die Briefschreiber bei Krteg-5beginn freiwillig zur Trüvvc.meldeten. Er kommt dabei zu der Folgerung, daß die Juden die Gefühle, die iie pur freiivilligen Meldung veranlassen. zerg'iedern und analysieren, daß sie „rein verstänöfsmäßig" ihre Handlungswette motivieren. Dem Denifchen sei das fremd. §ür . ihn bedarf es ..keiner langen Ileberlegnug. ans ivelchen Nivliven heraus das Dpfer gebracht ivird. Es wird gebraclit. weil es ..einfach.selbstverständlich' ist. Die'e-Grundhaltung bat der Menfch, oberer yat sie nicht.. Lernen und erdenken kann man sie nicht, wenn man auch ain Umwegen , trotzdem zu demselben Eraebnis^kommen kann: du mußt jetzt ein ^.-pier' bringen." Während, wie der Beriaiicr aus weiteren Briefen folgert, die er zitiert, fitr dne Dent'chen das d e u t f ch e Volk im Mittelpunkt alles Denkens- und Füll lens stelle, 'viele für den jübi'chen striegsteiln.clnner ..die . 'Men'chhctt eine inn fo größere Rolle": ..Dort das Sehnen nach der .höheren' Menschheit — liier glänbige-: Verkrauen am die. Kraft des eigenen Volkes, selbst unter Ausschaltung, der eigenen Persönlichkeit. Dort Individualismus — hier stärkster Einfatzwille für die Gesamtheit des eigenen Volkes." Der Verfasser kommt zu dem Schluß, daß. die ..Kriegsbriefe gefallener-deutscher .Juden" zweifellos ein erschütterndes Dokument feien, „wie es alle Kriegsbriese sind. Dabei ist es gleichgültig, ob sie von Deutschen. Franzosen. Juden oder Japanern geschrieben sind. Gerade aber weil in ihnen dasselbe Thema. dasselbe Erleben behandelt wird, treten die Unterschiede in der Auffassung stärker hervor. Gerade dieses, was anders ist,, ist für uns. wichtig. In ihm zeigt sich die Rasfenfeele." II. 8—2. Konferenz der Agudas Jisroel in Marienbad Die Exekutive der Weltorganisation Agudas Jisroel hat für die Zeit vom 4. bis 6. August den Zentralrat der Organisation und den Rabbinischen Rat zu einer „Knessio Mechino". einem Vorbereitungskongrcß für die im nächsten Jahr in Jerusalem zusammentretende Knessio Gedaulo (Weltkongreß der Agudo), nach Martenbad ein», berufen. Tie Marienbäder Konferenz wird sich u. a. mit einem Antrag, die gesamte'Palästinaarbeit in Jerusalem unter der Leitung von Tr, Jsaac'Breuer zu konzentrieren, und'mit der Verlegung der Keren-Halora-Zentrale von Wien nach London zu befassen haben. . Im Zusammenhang mit der Einberufung der Konferenz hat der politische Sekretär der Agudas Jisroel. H. A. Goodman, eine Besprechung mit dem tschcchoslowakifchen Gesandten in London, Jan Masaryk. gehabt. Der Gesandte brachte sein Interesse für die 'Arbeit der Agudas Jisroel zum Ausdruck. Tagung des rheinisch-westfälischen Rabbinerverbandes Am 8. Juli fand in Düsseldorf eine Tagung des rheinisch-westfälischen Rabbinerverbandes statt, bei der Professor K..a-N t 0 r o w i tz (Frankfurt a. MI über Fragen jüdischer Erwachfenenbildung sprach. Tie sich anschließende rege Anssprache brachte.zunächst allen zur Kennt- .ms., daß in Duisburgseit geraumer. Zeit eine vom. Referenten Verlangte Bildungsgemeinschaft bestände, die auch von den Nachbargemeinden Duisburgs beschickt werde. Die Aussprache beschäftigte - sich besonders mit der Verwirklichung der Anregungen des Referenten in den Kleingemeinden Als nächster Redner sprach Rabbiner Dr. H a h n (Essen) über das Amt des Rabbiners in Palästina und zeigte, wie sehr dort das Bedürfnis nach rabbiniicher Betreuung bei allen Kreisen des neuen Jischuw bestünde, wie wenig aber bisher dafür getan sei. Eine rabbinische Betreuung in ri.nferem Sinne bestünde nur in Tel-Aviv und in Haiia. nicht einmal in Jerusalem, obwohl gerade dort die äußeren Bedingungen dazu vorhanden feien Im SchlnßreferaU sprach Rabbiner Dr. Kober Möln) über „Tie Bedeutung der Juden in Dentichland fitr die gesamtjüdüche Kultur". Mit einer angeregten Aussprache, über Fragen des rabbinnctien Amtes., besonders der Stell'.ing des Retigionsnnterr'ichtes. schloß die von Rabbiner Tr. Eschelbächer (Düsseldorf) geleitete Tagung. 2iii«rbadi.

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