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Central-Verein-Zeitung · 1936-06-04 · 23 (4.6.1936) · page 2

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
15 (1936)
Issue
23 (4.6.1936)
Date
1936-06-04
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Auswanderer! Wie transferieren j Sie ihr Vermögen? 1. Beratung über, die Einwandecungsstaaten au* I •lg. londeskenntnl» (Europa und Ueber*ee) I 2. Bestmöglicher und schneller Vermögenstransfer | 3. Immobilien-Tausch bei Auswanderungen. Dr. jur. G. E. Rosendahl I Davlspnberater (Volfjurist u. Vollkaufmann) I Frankfurt a. Main, Lieb'igstraße 50 Sprechstunde nach telef. Anmeldg. / Tel 77128 - . Arbeite'rzertiflkate doppelt soviel jüdische Arbeiter eingxtrosfen. sind, ist tatsächlich eine relative Verß rmgeriing de.r^ Arbeitslongkeit eingetreten. Die ' ' uärtschaillichev Aufsichten deuteil ans eine Wiederniifsenigiing der Arbeitslosen in näckister Ziikiinft ' bin und der etwa übrigbleibende Rest wird sicherlich innerhalb der Grenze einer vernünftigen Reserve bleiben. Tie Jowish Agency heit die Notwendigkeit einer solchen Reserve im Interesse eines normalen Lvhuniveaiis. und stnbiler Verhällnisie ans dein Ai beitsniarll. seit jeher betont: die in letzter Zeit eingetretene 'Normalisierung der -Löhne detiästigt ihre Behauptung. Tie für die nächste EinivavderimgSperiode dnrchgeführte Erliebnng des ','libeitsbedarfs ergab die Aussicht auf dauernde wii-tschaslliche Erpansion. was nach An- - siel,t der .fowisli Ajre.ney. die Inteilung einer wesentlie!,!'» Iahl von Zertifikaten ans Grund der normalen uuerweln img der Arbeitspläne und der besonderen Iiiivcndnnge.il des Central Council for Cermau .lewry sür die Ilnterbringnng jüdischer Eiiiivanderer ans Tentschland ersordert. Tr. ./'ßeizniann legt sodann ernste Verwalt r n n g. g e g e n jede ans E i u s ch r ä n . k u ng der jüdischen Einwanderung abzielende Politik ein. begründet nochmals ausführlich die abtelinende Stellungnahme der.lo^iAl, Ageney zum Plan der Einsetziuig eines ans Jude» und Arabern besteltenden Ce-gi^üitive Conneil und wendet sich mit Entschiedenheit gegen das geplaiite. Geietz .zur Eiiischräiikiing des freien BodenverkanfS. das er als unvereinbar mit^dem 'Mandat und seinen anlhentischen Interpretationen bezeichnet. An Dielte dieser negativen Maßnahmen empfiehlt Weizniaini eine p o s i t i v e L,7 n d e n t w i ek- : _ l 11 n g spolit i f", d i e I r e i g a b e n 0 n ~ StaatSlä n d erei e n f ü r j n d i s ch e S i e dl n 11 g und die Beteiligung der Regierung an der Erschließung des Hnle-Gebietes. In zwei weiteren Abschnitten des. Begleitschreibens werden die Lage, und die Bedürfnisse von Industrie und Handel in Palästina behandelt. Es wird der Wunsch znin Ausdruck gebracht', daß durch eine Neugestaltung der Jolle dem Dumping entgegenge-wirlt werde und das; eine autoritative 's Interpretation zuin Prinzip der Offenen Tür er-, folge, 'Naelidem sckiließlich die Forderung nach erhöhten Ttaatsbeihilsen sür Erziehung-?- und Gesnndheitsivesen und nach stärkerer Heranziehung der Juden'.zu-öffentlichen Arbeiten und Tieiisten erhoben wird, findet aueli die aktuelle Frage der Verlegung von Regiertuigsäintern nach Tel-Aviv ihre Behandlung. Der letzte Abschnitt deS Schreibens besaßt sich, mit den letzten Ereignissen in-Palästina. soweit sie in dein vorn 30. Avril" datierten Schriftstück schon Berücksichtigung finden' können. Es heißt zinn Schluß : Während diele Zeilen,geschrieben werden, hält dev arabischeStreif norii an und das.Land befindet sich weiter in einem Instand der Dpannung. CS ist dies nicht'das .erstemal, daß vernicht wird, ourch Anwendung von Gewalt die Maiidatar- - ,ngchr zu veranlatze».' die 'ßolitik der Forderung des Jüdischen. A'ationalheims ausziigeben. und das jüdische Bolt von der Fortsetzung seines Sied- ' linigswerles in "Palästina abznschrecken. Das jiv. diirlie Volk hat bei ähnlichen Gelegenheiten in der Bergangenheil gezeigt, daß. Aiigriiie dieser Art seine Cntschlv'ie.nheit. das N'ationalheim in Palästina iv-.eder aniziibanen. nicht erschüttern sonnen. Die Zmvi>h Agoin-y vertrant daraus, daü -die Mandalärregierung sich ibrer'eits durch keine Trochnngen. DtreikS vder Gewalttaten von der Durch'übrmig ihrer Mandatsverpilichtiiiigen ab- ...bringen laßen wird. Die nimmt die ^Gelegenheit wahr, inn an die 'Mandatarregiernng den ernsten Avpell;n vfi'htni. eine Polin l ak1:ver und Milema tiielier Ermnngnng jüditcher Diedtnngs und Er srliließiingsarbeit einznleuen.. damit die Dtrnktur des Jüdischen National Heims innerhalb kürzester Frist immun iverde gegen seden Augritt. Ich erlaube mir hinziizu'ügen. daß eine 'olrhe Politik ' ' im Hinblick aut die ivirl.'.Aaiüiä'e 3lot und den poliliieben Druck, denen große Teile de-S jüdischen Bolt'es In der Tiaßwra - zurzeit, ansge'etzt sind, 'dringend -geboten 'und daß iie in vollein/Mäße gereäilsertigt ist durch den bemerkenswerten Iort-- ' ieb-ri!!.- dessen. Pa!ä ß:na sieb in den ' letzten' Jahren dank "dzln erbohten jüdichchen Ansivengniigen als fäing erwieien bat. - - A.US tlSr C.-K-ßeivegung Bildungsarbeit des G.-V. in Oberschlesien Ein Aufruf zur Mitarbeit Tie Bedeutung der Bildnngsarbeit für die I-estigung „der. Ginzelpersönlichkeit - und für die. Erhaltung der Gemeinschaft haben wir Inden nn 'Laufeunserer Geschichte immer wieder erfahren. Deshalb' ist gerade in heutiger Zeit eine -Beschäftigung-mit- Den' Geistesqnellen unseres jüdischen Deins ' besonders notivendig. - Die.. Veitüng' des .LandeSverbande-s Oberschleßen des G.-B. hat.daher eine Arbeitsgemeiusch-ist. ..Unser Jndentnm — e r a r h e i t e t a u s leinen O u-e l l e 11" ins Leben gerufen. 'Alle vbevschleuichen M l t g l i e -- der des G.-B. werden ausgerusen.. an dieser Arbeitsgemeinschaft mitzuwirken. ES ist an einen Kurs gedacht, der in Abständen von drei Wochen in Gleiwisz, hauptsächlich für die Atitglieder in/den Indiistriegemeindeii. stattiindet. Am ersten Abend, am Dienstag. 16. Juni, soll daS Thema „O n e l l e 11 d e r I u d e n t n in s kund e" behandelt iverden. Im Laufe des Donuners soll Präs: i'\\ ir-h Am'iu-y for l'nlcmlino. ferner an einem hierfür auch landschaftlich geeigneten Ort eine L e r n t a g u n g stattiinden. Zum Herbst wird voraussichtlich die Arbeit auf weitere Kreise und auch andere- Gemeinden ausgedehnt' werden. - / Die Meldungen zur Teilnahme an dem Kurs - „Unser Judentum — erarbeitet aus seinen -Quellen-",, sind möglichst umgehend an D r. I ä k ö b 0 w i tz i n B e u t h e n (O. - D.). B i r"- ch oäv st r a ß e'11," zu richlen..' Viele Anhänger des -E.-V. rnhlen sich heute n ans inneren ivie ansäußeren Griinden dazu bewogen. bisherige Ansichken nnd .Iormnliernngen zuüberhrüfen und in dieser oder iener Fragenach neuen Antworten zu silcheu. Twse Erscheinung ist nicht aus bestimmte Altersklassen beschränkt, sondern trifft auf die Rachdenklicheu aller Lebensalter , zu. In kleineren Orten wird es gerade die ..Zwifcheugeneration" sein, die Altersklasse der' Kriegsteilnehmer, der Dreißig- bis Fünfzigsährigen. die wieder uachzudenken beginnen. Ideologische Erörterilligen sind heiste wenig von. Nutzen. Die alte Terminologie ist zu. sehr mit. den Ereignissen der letzten Jahre belastet,. und. die Gedanteu selbst sind noch im ALLIGATOR« UNSERE VERKAÜbSGESCHÄFTE. Berlin. Tsuentzienstrabe 16 Hamburg. Jungfemstieg 43 Köln a. Rb.. Hobestrabe 115 Essen.. LImbeckstrab# 10 Essen, Am HaaptisahnboflO Bochum. Kortnmstsaba 67 Frankfurt a.H, Robmaikt 15 Zentrale. Offenbach a-M . Tie Tlandige Btando.lskommißion des Bolkerbnvdes hat am I. Juni in gebeimer Dihung mit der Prüfung des Beriänes der Btandalarmackit . , sür Palästina begonnen, lieber den Verlaus der Beratungen bat die Intormationsabteilung des Völkerbundes ein Eominuvigno ansgegebeii. in dem es n. a. beißt- Wenn auch, die Finanzlage der Palaninaregieriing keinen nninitlelbaren Anlaß zur Besorgnis bietet, so sind doch die Auswirkungen des durch die ungeklärte europäische Ditnation entstandenen Rückschlags auf die einheimische Industrie noch immer zu merken. Tie jüdische Einwanderung während der ersten fünf Monate des lausenden Jahres war niedriger, als in dem gleichen Zeitraum des Jahres 1935. Was TrnnSjordanien betrifft, so waren die- Beziehungeu zu den benachbarten Territorien von Eprien, Irak und Landi-Arabien weiterhin frelindschaftlich. Obwohl die Erutelage in diesem Jahre infolge Regenmangels in Transjordaßien schlecht war. ivar die Finanzlage in diesem Territorium dank wesentlicher Verringerung der Ausgaben und besserer Qteuereingänge im Jahre l93ö zufriedenstellend. Bezüglich der. Unruhen in Palästina sprach -Mr. Trusted. der GeneralsjaatSaiiwalt der Palästiiii-1-Regieriing./sein Bedauern darüber aus. daß sie noch nicht nachgelassen haben. Die Wieder- I,erstellung der Lrdniiiig sei nach Ansicht der Regierung eine Aufgabe, vou allererster Wichtigkeit: die sltegierung Dr. Majestät werde sich von ihrer Politik durch Alnirnhr und Drvhuugeu irgendwelcher Art nicht abbringen lassen. Die englischen und palästinensischen Abteilungen der Polizei wurden verstärkt und die Militärgarnisou wesentlich vermehrt, um der gegenwärtigen Lage Herr zu werden. Es wurden auch gewisse einschränkende Maßnahmen in .bezug auf die BeweglingSsreiheit i^r Agitatoren und Ltreikführer chetroffeii.« GeneralstaatSainvalt Trusted schloß seine Erklärung mit dem Hinweis auf die Ankündigung des Staatssekretärs vorn IS. Mai IBM. daß eine Untersuchung-an Ort und Dtelle durchgeführt und nach Wiederherstellung der Ordnung eine königliche Kommission eingesetzt werden würde, die. ohne die Bestiminitncze» des 'Mandates in Frage zu stellen, die llrsacheu der Unruhe und der angeblichen Beschwerden von Arabern oder Juden erivrschen solle. —- - Ans der am 31. Mai in London eräisneten Iahreskonierenz der 2ioni>t tzastenttion ok Great Britain -and Ireland -hatte Tr. Ehaim Weizniiinn Gelegenheik. in einer großen Rede seine in dein Begleitschreiben zu dem -der MandatS.- loimnislioii vorgelegleii Ptemoränduin enthaltenen Ans'ührungen durch eine Stellungnahme zu den neuesten' Tagesereignissen in Palästina -zu ergänzen. Wei.zmann gab zunächst wieder einmal ein feierliches Bekenntnisder friedlichen Gesinniliig ab. die die Juden für. die Araber hegen. Es sei das stärLste Bestreben der jüdischen Bevölke-- , rniig. mit den Arabern im Frieden zuiammenziiarbeiten und von ibnen .nicht als -Eroberer oder Ausbeuter, sondern ats Mitarbeiter belrnchtet zu werden. Tie wirtichastliäie Entivicktnng habe zur Erfüllung .dieses Üßiinsebes beigetragen, denn es -könne, objektiv teßgeirellt iverdeii. daß die Araber inwirtichaftlicher Beziehung von der jüdischen Eiiiwanderng n>,r proi-itiert hätten. Tie Inualune der araviiitzen.Bevölkerung in den letzlen zwölf -Jahren, -habe etiva än Prozent betragen. Trotz dieses unbtilreitbaren Tatbestandes werde die leiebt erregbare aradiickze Bevölkerung unter 'Mißbrauchreligiöser 'M-otive autgereizt und zum . 'Widerstand auigestaeliell. Bei' diesem Widerstand aber handele es sich nicht nur um ebne sstdisttze Frage, sondern um ein Prodlein. das England. Europa und den Böll-erbnnd' siärlstens in P>illeidenschaft ' ziehe. Tie Araber, kämpfen in dem Bewußi'eiii. daß der -von ' ihnen - änsgeübte' Tlreik und .Terror die engli'che Zllegieriing in Angst und Delirecken versetze und schon allein durch diesen Umstand sdiließlich Erjolg haben werde. 'Weizmaiiii sprach sodann das Bertranen zum Hisrh Commit^ionor ans und erklärte, daß die in jüngster Zeit von der Palästina-Regierung ge tronenen'- Maßnahmen, -nämlich die Bewilligung der" Einwanderungsichediile und die Eröi'nung der Anlegestelle in Tel-Aviv.- von der jüdilchen Bevölkerl'.ng tief gewürdigt werden. Tie Eni Iendung einer königlichen" Unteriuciiungslominiision erklärte er als unnötig, da jeder Winkel und jede Möglichkeit des Landes dekannt fei. Es iei zu fürchten, daß von einer solchen Kommission '!uir B.-uvirrnng- 'ausgehen könne. Im Ge genii - ner neuen Untersuchung 'er eine aktiv -a- :deriiiigspolltik zu fördern und ctiu -Bete : ''r Juden am öffentlichen Dienst ent-' sprechend ihrer zahlenmäßigen Stärke durchzil- .-führen.- Einschränkende ^Maßnahmen jedoch würden ans dem zugesagten Rationalheim eine Mausefalle machen. Zum Tchluß sprach« Tr. Weizrnann vom Wesen und der Bedeutung des Mandats. Er äußerte sein liiierschütteplicheS Vertrauen darauf, daß England an feinem gegebenen Wort festhalte und alles Menschenmögliche tun werde, »m ein Werk zu verteidigen, das eine Sackze der Ehre und der Gerechtigkeit nicht nur für die Juden, sondern astcl, stür die Engländer sei. ' Auf der zionistischen Jahreskvnserenz sprachen / außer Weizmanu Paul G o o d m-a u. Rev. P e r lzw e i. g und das ^Mitglied des Counril kor Cernian. -lawry, Simon Marks. 'Marks berichtete über die 'bisherigen Arbeiten des Counril und über den Stand der von ihm finanzierten Auswaii-deriingsvorhereitinig. Grundsätzlich bedentiingsvoll 'waren seine Ansführungen.. in denen er vom Verhältnis der Palästina-Wanderung und der Auswanderung' in andere Länder sprach. Allen 'Mitgliedern des Counril liege es fern, so führte Siinvil 'Marks auS, aus der gegenwärtigen- Lage.Parteikapitäl zu schlagen. Es solle Hilie nir die 'Auswanderilng in jedes Land geboten werden, in dem die Möglichkeit der Existenz und eines Lebens in Freiheit und Würde besteht. Gewiß freue« sich die Iionisteu darüber, daß Palästina einen großen Teil der aus Deutschland auswandernden Juden aufnehmen könne. Aber sie weisen die Behauptung zurück, daß sie nur-an der palästinensischen Seite ihrer Arbeit interessiert seien. 3193 jüdische Palästina-Einwanderer im April. Wie ans einer Veröffentlichung in der „Offi' eial Gazette" "hervorgeht, sind ungeachtetMder schweren Unruhen der letzten sechs Wochen im 'Monat April 1936 3193 Juden zu dauernder Niederlassung nach Palästina gekommen. Don ihnen gehörten '394 zu der Kategorie der Einwanderer mit einem Mindesteigenkapital von 1000 Pfund. ' Das Palästinaamt teilt mit: Wie wir von der Jpwisli Agency. Jerusalem, telegraphisch erfahren, sind für Deutschland außer den 1200 .Zertifikaten, die am Grund der Aktion des Couneil kor Ger- , man Jowrv' ormirft wurden, weitere 265 Zertifikate bewilligt worden. In dieser Zahl sind ebenso wie bei den früheren Iertifikatsziiteilnngen die Ausivanderer ans Deutschland berücksichtigt, die sich bereits im 'Anstande befinden („Ftüchttmgszertifikate'I. Vor der V6rkiimhiiig des Standrechts in Palästina Wie die Jüdische Telegraphenagentur erfährt, bat die Palästinaregierung bereits den Tert für die Proktamierung des Standrechts (martial law» ansgearbeitet. Die Proklamation soll sofort veröffentlicht iverden. wenn der Terror nicht nach- ' läßt. 'Ans 'Aeghpten ist ein iveiteres Bataillon zur /Verstärkung der ' palästinensischen' Truppen eingetrvsfen. Truppen ünd Polizei' stehen in Jaffa und Hatta in Alarmbereitschaft, um-- bei etivaigen Kundgebimgeii und 2lnsichrettungen nn Iuiammenliang mjt dem Geburtstag Rtohamineds eiiizugreiien. Ani den Tächern der' Häuser«,sind Maickniiengeivehre in Stellung gebracht. Autobusse der jüdischen Gesellschaft „Egged" besorgen ans der Dtrecke Ierniatem—Tel-Aviv den Transport von Truppen und Material miter Bedeckung englischer Maschinengewehrabteilnngen. Vnppertal-Elherfeld. Hcrro-strabe 36 . Flusie. Es ist noch nicht an der Zeit, mit neuen Begriffen.und --neuen. Wegen aufzuweisen. wie in einer gewandelten -Umwelt - Iuhentunr gelebt, werden kann, dessen Bekenner gewillt-sind, es in die Inkunit weiterzutragen und dabei die.ainent. behrliche Berbindnng mit der Umwelt aufrechtzuerhalten. Es ist aber dnra,aus an der Zeit, sich mit den Materialien zu besckMftigen. die die Grundlagen solcher Ueberlegung bilden müssen, nämlich' mit jenen, Abschnitten jüdischer Diasporageschichte, die -von de-r geistigen und volklichen Auseinandersetzung zwischen dem Judentum und den Zeiten und Räumen, in denen es lebte, erfüllt sind. , Ans solchen Neberlegunge» ist i» der Ortsgruppe Oppeln L.--D. zum erstenmal im, Borjahre imd im vergangenen Winter zum zweitenmal der folgende Weg beschritten worden: Zugleich mit der Ankündignng einer Arbeitsgemeinschait über die „G e s ch i ch t e der Jude n in T e u t s ch - land zur Luther-Zeit" unter der Leitung von cand. Ilieol. Bern h ard WechSberg ans Breslau.Reiße, wurde eine kurze Biblioi. graphie bekannt gegeben, die die Besucher instand setzte, mittels leicht .zugänglicher Geschichtswerke lGraetz. Dnbnow, Braun» einen Einblickin den Stoff zu nehmen. Die einzelnen Abende bestanden dann darin-, den historischen Stoff gemeinsam mit den Hörern zusaninieiiziitragen. und seitens des Borträgenden zu ergänzen und zusammenhängend darznstellen. Dadei wurde großer Wrt darauf gelegt. O-riginalterte Iin deiitscher Uebersetzung) vorznlesen und gemeinsam mit den Zuhörern zu deuten imd zu besprechen, z. B. Abschnitte ans Werken Philos bzw. ans Briefen Luthers. Melanchthons. Pieiferkorns und ans -nnttelalterlichen Jndciiordmingen. Der Schluß brachte »vieder eine Insainmeniassuiig des Be-, sprochenen durch den Veranstaltiingsleit-er. Der kleine, aber intensiv initarbertende TeilnehmerkreiS'legte soivohl für das Bedürmis nach [pfdieh Veranstaltungen wie für. die Eignung ihres Leiters Zeugnis ab. Wenn, wie es am kleinen LrE. meist angebracht ist. solche Der-, änstaltnngen der Gemeindeöffentlidikeit geboten iverden, »verden sie auch iverbende Kraft entfalten können. In unserer Gemeinde, die.'an jüdischem Leben nicht arm ist und deren Mitglieder gewöhnt sind. Ansprüdze zu stellen, »var. die diesjährige Vortragsreihe des E.-D. wohl unbestritten der Höhepunkt der geistigen Darbietungen des Winters. Erich Hirschberg (Oppeln). Am I9. 'Mai konnte die Ortsgruppe Ulm nach längerer "Ponse erstmals wieder eine Versammlung abhalten. Ter überaus zahlreiche Besuch in dem schönen Saal des neu nmgebaiiten Gemeindehauses bewies das allseitige Interesse, das dieser Veranstaltung entgegengebracht wurde. Tr. Rudolf H. H e i m a n \ o h n . Mitarbeiter— der Berliner Hauptgeschästsstelle. erstattete einen mit großem Beifall ansgenommenen lieberblick über die gesamte inmangreiche Arbeit des E. D. Nach längerer Pause veranstaltete die Ortsgruppe G ö p P i n g e n am 20. Mai eine Mit- -gliederversammluiig unter ihrem neuen Vorsitzenden, Rechtsanwalt' Tr. Steiner. Dem bis-' herigeu Leiter der Ortsgruppe.- Mar Ottenheim e r . und dem Kassierer Berthold W e r t - h e i m e r wurde für ihre langjährige treue Tätigkeit im. Namen des württcinbergischen Landesansschusies des E.-B. und der Ortsgruppe Göppingen herzlicher Tank ausgesprochen. Tr. Rudolf H. He.imansoh.n lBertin» sprach anschließend über, die-Gesamtarbc-it des E.-V. In seinen anschaulichen Ausführungen gab er ein init vielen' Einzelbeispielen belegtes Bild der zahlreichen 'Ausgaben, deren Lösung honte dem E.-V. obliegt '!c, bis Kolonienminister Ormsby-Gore Ter er ft c Kommivar für öffentliche Arbeiten. G. Ormsbh-Gore. iü zum Nachfolger von H. Thomas zum Nlinister für. die Kolonieu annr ivvrdeu. >:-bv-Gore war bereits in den Jahren 1922 5 und 1M27 bis 1929 llinerstaatssekretär m Colonial Office. Auf einem Bankett, das im 'November 1927 anläßliä» der Iehnsahresteier der Berkündnng der Balionr-Teklaration. stattfand, erklärle Orinsbp-Gore. die Hauptaufgabe der -Regierung bestehe darin, in dem Lande Frieden. ns der 'Balfvnr-Teklaration iei die Politik aller englischen Regierungen und von allen Parteien akzeptiert. . Die ^ucjenemLNTlipation im aeutseben GeEchiditeunterricht In ..Vergangenheit und Gegenioart" <26. Jahrgang. Nr. 3j. der inaßgedlichen Zeitschrift sür Geiaiichtsnnterricht und politische Erziehung, veröffentlicht Oberstudiendirektör Walther H o h - man n in Köln einen „Beitrag zur Tnrchführnng des 'Ministerialerlasies -über Rasienknnde im Geichichtsnnterricht". wobei er n. a. Richtlinien für die Behandlung der Judeneinanzipatwn irn 'Ge- ' ichiditsunterrichl der deutschen Lchnle gibt. „Tie Juden", sagt Hohmann. „verstanden es. diese .'INenschheitSgedanken' lder französischen RevolntioiN zn ihrem Vorteil ausziinntzenl. indem sie ihre bürgerlich-rechtliche Gleichstellung als .ei:-:c gerechte Forderung ster .Humanität' und Toleranz hinstcllten. Tamit begann die verhängnisvolle Berbindnng von Judentum und Deutschtum, die dahin führte, daß die Deutschen mehr und mehr über den weltbürgerlichen Ideen ihr Lolkstum vergaßen. T,:e Inden konnten sich allmählich zum Herrn der deutschen Kultur machen. Ter /Ausgangspunkt dieser für die deutsche Rassengeichichte anßerordentti.ch wichtigen Entwicklung war das preußische Edikt vom IC März 1S12, tii dem Hardenberg den Juden gleiche bürgerliche Rechte und Dreiheiten verlieb. Es war ein unseliger Irrtum der Iudensreunde, -zu glaulitzn. daß die Juden durch diese Gleichstellung zu Teutscheu werden und sich dem deutschen Volke assimilieren könnten. Man utrersah. daß die undeiitichen.Eigenichaiten der Juden auf ihren Erbanlagen beruhten, die durch keine Taufe oder politische Gleichstellung geändert werden können." F.'F. .u KLAUBER-WÄSCHE iN ALLEN FÜHRENDEN wÄSCHE-GESCHÄFTEN |/| jK||QkC-^«Ä|.A.c/t|jC VVASCHEFABRIK ROSA KLAUBER / MÜNCHEN IvLAUD£G<-WA^\.nt

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