Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 15 (1936)
- Issue
- 22 (27.5.1936)
- Date
- 1936-05-27
- Page
- – (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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2Z WIKTSr HAFTlIKK W(M HK; Rationalisierung Es gab Zeiten, in-tonen das Wort von der .Rationalisierung in den öffentlichen Diskussionen und nicht zuletzt in der Wirklichkeit des Wirtschaft, lichen Alltags: eine beherrschende Rolle spielte. Das waren die Jahre 192'7 bis 1930, in denen man; toranging, in großem Ataßstabe eine Rationalisierung zu verwirklichen, die wefensmäßig als An- 7 Wendung, technischer Mittel zu' vermehrter Leistungssteigerung zu begreifen , ist. . Tie Nationalisierung hat damals allerdings zu wirtscl)aftlichen Folgen geführt, die nian bei Beginn jener Rationalisierungsepoche nicht bedacht hatte. Damals erfolgte die Rationalisierung, die hauptsächlich in einer erhöhten und gesteigerten 'Mechanisierung der Betriebe bestand (laufendes Band usw.t, bei Kapitalknappheit und hohem Zinsfuß und.überstieg, das auf die Dauer vertretbare uüd vernünftige Maß, Es ergaben sich insolgedesseu große Kapitalsehlleitungen und weitgehende bedenkliche Freisetzungen von menschlichem Arbeitskräften. Man hat in jenen Jahren .grundsätzlich schlechte Erfahrungen mit der Rationalifierungspshchose gemacht, so schlechte Erfahrungen, daß viele in der übersteigerten Rationalisirung einen Faktor zur Auslösung der Wirtschaftskrise gesehen haben. Heute wird allenthalben die Notwendigkeit einer neuen Nationalisierung in Erwägung gezogen. Man bekennt sich, im Gegensatz zu früher, nicht zu einer Rationalisierung um jeden Preis. Man denkt und handelt in dieser Hinsicht in der richtigen Erkenntnis, daß eine solche übersteigerte Rationalisieruyg mit der „rafio", der Vernunft, wenig zu tun haben würde. Aber deshalb, will man doch nicht ein einziges technisches Hilfsmittel ungenutzt lassenZum die Produktions- und Vertriebskosten nach Möglichkeit zu senken und damit die Rentabilität eines Betriebes oder eines Unternehmens zu stabilisieren. Denn die Rentabilität ist. entscheidend dafür, ob ein Betrieb aufrechterhalten. oder ein Unternehmen fortgeführt werden kann. Auf die Dauer kann es auch auf die gesamte, Volkswirtschaft . nicht ohne Folgen sein, wenn Betriebe nicht rentabel sind. So sehr diese Tatsache auch unbestreitbar und unbestritten ist, sowenig darf sie doch zu einer Rentabilitätspshchose führen. Maßgebende deutsche Wirtschaftsführer haben, grade hierauf hingewiesen. Sie haben zum Ausdruck gebracht, daß die Ergiebigkeit eines Unternehmens nicht zum alleinigen beherrschenden Faktor wirtschaftlichen Denkens werden kann, sofern es sich darum handelt. Belange zu berücksichtigen, die ihrem Wesen, nach überpersönlicher Natur sind. Niemand steht im Leben allein und in der Wirtschaft erst recht nicht. Jeder ist nur Glied in der großen Kette der Gesamtheit und der Gesamtwirtschaft. Bloße Berechnungen gehen ja im Leben nicht immer auf. Es gibt jenseits Aussenhandel, In Berlin fand in der vergangenen Woche der „D e u t s ch e B e t r i e b s w i r t s ch a f t l e r - tag" statt, auf dem unter anderem auch Reichsbankdirektor Brinkmann. Generalreferent tnt Reichswirtschaftsministerium, über „Die Lage im deutschen Außenhandel" sprach. In seinem Referat beschäftigte sich Reichsbankdirektor Brinkmann einleiend mit der Selbsthilfe-Aktion der deutschen Wirtschaft in der Exportförderung. Gegenüber ausländischen Gerüchten und Vorwürfen wies er, nach dem Bericht der „Frankfurter Zeitung", u. a. darauf hin, daß Deutschland nichts verschleudere. Es rechne nach wie vor und treibe keine'wahllose Preispolitik. Gegen Mißstände sei die Preiskoutrolle eingeführt worden. Heute könne man, frei-, lich ohne Jubel, darauf Hinweisen, daß der deutsche Außenhandel wieder aktiv geworden sei. Wenn Deutschland aus , den bekannten zahlungspolitischen Gründen auch nicht in den Genuß des vollen Devisenerlöses des Ausfuhrüberschusses käme, so sei doch jede Steigerung ein begrüßenswerter Effekt für die deutsche Wirtschaft. Tirektor Brinkmann habedann wieder die vom Ausland kommende Empfehlen, die Exportpolitik durch eine generelle Abwertung zu vereinfachen, abgelehnt. Gerade weil Deutschland rechnen müsse," komme eine Devalvation nicht in Frage. Deutschland gewähre seiner Wirtschaft nicht einmal soviel Mittel. wie es dem Wahrungsvorsprung anderer Länder entsprechen würde. Tie PreisprüfungssteUen seien sogar zu einer Wert- Verbesserung der deutschen Ausfuhr gekommen. Schon heute richteten sich andere Länder auf den auswärtigen Märkten nach den deutschen Prei- . sen. und zwar nach. oben. Jeder Pfennig, der. mehr zugesetzt würde, wäre eine. Einbusse an Valuta. Außerdem müßte man sich im Falle einer Abwertung darüber klar sein, daß ein einmal verdorbenes Preisniveau schwer wieder gutzumachen ser. Außerdem würde, der Zwang zu einer vermehrten und verteuerten Rohstoffeinfuhr im Inlande zu Knappheitserscheinungen führen, wie wir sie heute nicht kennen würden. Tie Schwierigkeit der Außenhandelspolitik fei immer wieder die. daß es keinen vielseitigen Verkehr im alten Smn mehr gebe. Tie Möglichkeiten tos zweiseitigen Austausches habe Deutschland bis zu einem Höchstmaß ausnutzen können. Ties wirke sich nicht nur zu seinem eigenen Nutzen aius. sondern — Direktor Brinkmann habe hier an die tudolteuropäiichsn Länder und an Südamerika erinnert — auch zum Nutzen der anderen. Tann habe der Referent im einzelnen, über den Sinn und die Entwicklung der Kompensationsgeschäfte ' und.-der Ausländer-Sonderkonten für Jnlandszahlungen (Aski) gesprochen. Deutschland würde, so habe er werter erklärt, grundsätzlich in der Politik der Preisangleichung so sortfahren wie und Rentabilität Rechnungen und jenseits aller Zahlen etwas. daS sich einfach daraus herleitet, daß niemand in schrankenloser Willkür, handeln darf, wenn nicht das Ganze Schaden leiden soll. Das. Ellenbogenpriuziv und der Grundsatz des uneingeschränkten Egoismus haben ausgespielt. Heute'wird immer mehr und'mehr betont, daß es' auf die. Dauer keine erfolgreiche " Wirtscl)asts> und Arbeitsführung .geben kann, wenn das uneingeschränkte Rentabi- . litätsprinzip allein anerkannt wird. Auch der jüdische Wirtsciiaftler wird seine Unternehmens-' fiihruug nach diesen Prinzipien einrichten, Grade heute ist dieses Wissen mehr denn je für ihn erforderlich. Denn er stellt heute oft genug Berechliungen an. Er macht mehr als einmal Inventur und Bilanz und'stellt mehr als einmal eine Gewinn- und Verlustrechnung auf. Das bringt die besondere Lage jüdischer Wirtschastsmenschen mit sich. Und es gibt hierbei auch Ueberlegungen. die früher für die Entschließungen des einzelnen kaum je vorhanden gewesen waren. Heute kann der Fortzug eines einzigen Steuerzahlers für eine kleine Shnagogengemeinde den Ruin bedeuten. Das Schicksal jüdischer Angestellter und Arbeitnehmet wird durch die Entschließungen eines einzelnen. bei dem sie ihr Brot verdienen, in stärkstem Maße beeinflußt. Alle diese Tinge sind deutlich und werden jeden Tag spürbar und fühlbar. : Wenn die Frage der Rentabilität nicht im luftleeren Raume entschieden werden kann, so ist auch für den jüdischen Wirtschaftler die sich neu anspinuende Diskussion über eine Nationalisicrung wichtig und bedeutsam. Sie kann ihm manche lehrreiche Winke geben, wie ein Betrieb technisch am rationellsten zu . gestalten ist, und welche Einwirkungen diese. Nationalisierung' aus die Rentabilität haben kann. Daß er sein Augenmerk auf gewisse Rationalisierungsmöglichkeiten , richtet und technische Vervollkommnungen un weitesten Sinne, die, wie grade heute hervorgehoben wird, nicht mit der Einsparung von menschlichen Arbeitskräften verbunden zu sein braucht, zum Zwecke der Aufrechterhaltun'g eines Betriebes nicht außer ad)t läßt, wird von -vornherein nicht abzulehnen sein. Eine. Nationalisierung ist noch niemals falsch gewesen, wenn sie unter zweckentsprechendem Einsatz und unter Berücksichtigung der besonderen .Verhältnisse eines Betriebes erfolgt ist. Sie bedarf selbstverständlich genauer und eingehender Erwägungen und Kalkulationen. Wenn sie. von welchen Wirtschaftlern auch immer, vvrgenommen wird, ist sie nur ein Zeichen für einen Willen, nicht auszuruhen, sondern alle vorhandenen Möglichkeiten zu erschöpfen, um weiterzubestehen. Nationalisierung entsteht als Ausdruck der Unternehmensführung. So mündet letzten Endes auch. die Frage der Rationalisierung in das große Problem tor Persönlichkeit in der Wirtschaft. Dr. Arno Herzberg. Banken, Börsen bisher. Die exportpolitische Haltung werde tobet auch immer die gleiche bleiben: es müsse ein volkswirtschaftlicher. Aktivsaldo bleiben. Wenn daher eine scheinbare Ungleichheit der Behändlung von Genehmigungsanträgen beobachtet würde, so solle man nicht immer der Bürokratie Vorwürfe machen.' Die Bürokratie wisse schon, was sie tue. Abschließend habe Direktor Brinkmann betont, die deutsche These stehe fest: Deutsch, land wolle den Rohstoff einführen, den es zur Fortsetzung der Aufbauarbeit im Innern brauche. Wenn die Zusammenarbeit zwischen allen beteiligten Stellen weiterhin gut bleibe, werde der deutschen Wirtschaft auch dieser Rohstofsanteil gesichert bleiben. Auf der Tagung sprach auch StaatSrat Neinhart, der Präsident tor Industrie- und Handelskammer Berlin und Leiter der Wirtschaftsgruppe Privates Bankgewerbe zu der Frage „Banken und Börsen i n iitt , öffe n t l ich e n Meinung". Nach dem gleichen Blatt wies er dabei darauf hin, daß die Beurteilung von Banken und Börse in der öffentlichen Meinung stärkste Schwankungen zwischen Anerkennung und .Verurteilung zeige. Diese Schwankung sei keineswegs von Zeitströmungen. abhängig, wie der Referent an einer Reihe von publizistischen Urteilen gezeigt habe., Tie Einsicht, daß die deutschen Börsen im Grunde doch vorbildlich funktionierten, ihre Funktion als wichtigster Kapitalsammelpunkt erfüllten und einen praktischen Beitrag zum Wiederaufbau Deutschlands lieferten, habe sich doch wieder durchgesetzt. Man dürfe nicht die Einrichtung der Börse unbedingt mit dem Tun und Lassen der Personen, die Zich ihrer bedienten, verwechseln: Mißbräuche sollten keineswegs geleugnet werden.- Spekulation 'ei aber im Grunde nur her Versuch, eine »itgewifse Zukunft vorauszubestimmen, wobei der Eigennutz nicht immer im Widerspruch zum Gemeinnutz zu stehen brauche. Die Grenze zwischen, einer in diesem Sinne gesunden Spekulation und dem Spiel sei freilich nicht immer leicht zu erkennen. Tie Spieler seien zu allen Zeiten ein Unglück gewesen. Eine starke und gesunde Börse könne der heutige Staat nicht entbehren. Die Börse habe wichtige Vorbereitungsarbeiten für die Konsolidierung der Staatsschulden zu leisten, und die Börsenorgane hätten Ausschreitungen zu verhindern. Einzelsälle von Mißbräuchen dürften deshalb niemals au Auarisiien. aus die Börü>- schiecyrhin fuhren. Aehnlich wie das Ansehen der 'Börse schwanke auch tos der Banken in der Lefsentlichkeit. Das Bankgewerbe sei der Exponent aller Fehler, die irgendwo in der Wirtschaft auch von der Politik gemacht würden. Irrtümer einzelner' Personen dürsten auch hier, nicht zu generellen Vorwürfen führen. Die Engländer und Franzosen seien außerordentlich stolz, auf ihr Bankwesen, während man in Deutschland über der Kritik an Auswüchsen leicht die großen Leistungen de4 Bankgewerbes beim Aufbau der deutschen Wirtschaft in der Vorkriegszeit vergesse. Hinsichtlich der Liquiditätsnotwendigkeiten habe Staatsrat -iieinhart vetont, eine Bank sei kein Kassenschrank, aber ein gewisse? Maß von Liquidität sei doch notwendig und bedeute nicht.-daß diese Mittel der Wirtschaft entzogen würden. Die Krise von 1931 sei ausschließlich eine Krise des damaligen polüischeu Systems gewesen.; Der Untersuchungsausschuß für da? deutsche Bankgewerbe habe feststellen' können, daß. organische Fehler tut deutschen Bankgewerbe nicht vorhanden gewesen seien. Auch die Frage der Gebühren für. die Leistungen der Banken würde "immer wieder mißdeutet. Die Wirtschaft habe ein dringendes Interesse daran, daß die Banken rentabel arbeiteten: denn daS sei eine Boraussetzung für die Sicherheit der Mittel, die man einer Bank, anvertraue. Die Inventur Nach § 38. ^Handelsgesetzbuch brauchen buchführungspflichtige Kausleute Inventuren unter bestimmten Voraussetzungen nur alle zwei Jahre aufzustellen. Diese Vergib,stigunaSvorschrift wird, worauf der „Kurzberichterstatter hinweist, durch die Vorschriften des 8 101 RAO dann beseitigt,. a) der Gesamtumsatz mehr al? 200 000 RM. b) to8 Betriebsvermögen mehr als 50 000 RM, e) tos landwirtschaftliche, forstwirtschaftliche imd gärtnerische Vermögen mehr als 100 000 RM oder 6) der Gewerbeertrag mehr als 6000 NM e) die Neineinkünfte aus Land- und Forst- Wirtschaft mehr alS 6000 RM betragen In diesen Fällen wird eine jährliche Bestandsaufnahme zwingend vorgeschrieben. Bei Nichterfüllung der Vorschrift kann, das Finanzamt zur Schätzung schreiten. - Notizbuch Kaufmanns Hebet die Eingliederung der industriellen Herstellex von Zeltens Segeln und Mark ise n in die W i r t scha f t 8 gru ppe „Textilindustrie" ist (vgl. „Wirtschaftsblatt der Industrieimd Handelskammer Berlin') vom Leiter der Hauptgruppe VI der deutschen Industrie — Leder», Textil- und Bekleidungsindustrie, eine Anordnung erlassen worden. In der e l ekt ro te ch n i sichen D ra n che ist eine straffe Verständigung über eine Verkaufs, r e g e l u n g der in Betracht kommenden Organifationen des Handels, Handwerks und der Erzeugung zustande gekommen. die vom Reichswirtschaftsminister genehmigt wurde und kürzlich in Kraft getreten ist. ■ ' ' ' Förderung der Zeitungsanzeige Zwischen dem Reich Sverband der d eu tfch en Z ei t u ngsv erleger und der W i r t s ch a f t S g r u P p e ..Einzelhandel" sind, wie eine in der Tagespresie - veröffentlichte DNB'Meldung besagt, gemeinsame Richtlinien über die Zusammenarbeit der örtlichen Gliederungen beider -Organisationen bei der Aufgabe von Anzeigen des Einzelhandels inZeitüngenvereinbartivorden. Tie Richtlinien gehen davon aus. daß di? Zeitungsanzeige ein überaus wichtiges Werbe m i t t e l f ü r de n Einzelhandel ist und durch enge Zusammenarbeit besonders auch für mittlere und kleinere Unternehmungen stärker als bisher erschlossen wer- -den soll. Es werden besondere Hinweise dafür gegeben, wie die Zeitnngsverleger durch Beratung den Kaufleuten zur größten Werbe- Wirksamkeit der Anzeige verhelfen und wie .die Gliederungen der Wirtfchaftsgrnppe „Einzelhandel" daran Mitarbeiten sollen.', »in . für eine.'vom Standpunkt des Wettbewerbs, einwandfreie Anzeige zu sorgen. Mit dieser Zusammenarbeit soll eine Aufklärung der Kaufleute Hand in Hand gehen, die eine möglichst starke Inanspruchnahme der Anzeigen neben den sonstlgen Werbemitteln des Einzelhandels (Schaufenster, persönliche Knudenpflege nsw.)'bezweckt. Die Entwicklung der Warenhäuser , Tie Zeitschrift „Ter Deutsche.Volkswirt" iin- ' terzieht in Heft 32 tos laufenden Jahrganges die „Entwicklung und Luge der Warenhäuser"' einer eingehenden Untersuchung, Sie kommt dabei zu folgendem abschließenden Ergebnis: „Im ... einzelnen freilich ist die Lage tor Warenhäuser nichteinheitlich: Bei einer Reihe von Disseren- ", zierüngen empfiehlt es sich vor allem, folgende Unterscheidungen zu machen«: Besonders niedrig liegen naturgemäß die Umsätze der »,i di t "rischen Fir m e u. Dabei scheint es lall gleichgültig, ob es sich um Warenhäuser Kauf- Häuser oder Fachgeschäfte handelt. Viele von sine, sen Betrieben sind bereits in den letzten Jahre», besonders in der-zweiten Halste ]935. ve'raimerl_ und umgewandell worüeiw—Tie Lage^der ärischen Warenhäuser ist nicht einheitlich. Ein aller , dings nur ganz kleiner Teil ist durch die Ab- Wanderung ans nrchtari'chen Ei'nzelhandel?qeschäften etwas'begünstigt worden. Andere haben ihren Umsatz halten können und sind von deii Umschichtungen weder positiv noch negativ bar berührt worden. Es handelt fiel; dabei um . Betriebe, die schon seit langem bestehen. Der weitaus größte Teil tor arischen Warenhäuser sreilich hat unter einer mehr oder weniger scharfen Abwanderung der Kunden .zu leiden, da man sich — -wte eingangs toreits ermahnt — nicht nur gegen daS nichtärllckre 'Warenhai:s. sondern gegen daS Warenhaus im allgemeinen wendet. - Wiederiun andere Warenhäuser kämpfen tim ihre. An- BANKHAUS ADOLF KASSEL^ Frankfurt a. M. 'Arndtnroisq 50 w ’ ' Tal. S^.-No, 71244^ erkennung als >z.rische Betriebe,- Dem einen ist eS gelungen, dieses Ziel zn evreidien: bei anderen Unternehmungen steht diese Entscheidung noch Bäderprospekte nur gegen Gebühr Um die vielfach koil!vieligen Werbeschriften, die von Femdenverkehrs-L'rten heransgegeben werden, vor einer unnötigen Verselilendernng zn bewahreii, imd ihre Vertciliing ans ernsthäfte Interessenteit sicher zil stellen, ist vielsacl, sciion bisher die Abgabe von Prospekten, naiiientliä, größerer Badeorte, nur gegen Zahlung einer sogenannten Sckmtzgebühr. meist li' Pfeiinige. erfolgt. Der Präsident des Reichsfremdenverkehrsverbaildes hat lanl Tagespresse liuiimchr angeordnet, daß diese Prospektschnhgebühr allgemein zn erhetoiz, sei. Die Höhe der Gebühr beträgt 5 P f e n n i g e s ü r W erbefriir.ift.cn b i s 1 2 Seiten U m fa » g, 1 0 P f e n n i g b e i größerem II,m f a N g und 20 Pfennig für W e r b e s cl,.r i f t e n . die nicht für eineil einzelnen Ort. sondern für ein ganzes Gebiet w e r be n. Kostenlos darf die Anshändigling von Prospekten in Zukunft mir noch an Pressevertreter rmd Behörden erfolgen. Gebührenfrei abgegeben werden können Werbeschriften, deren Umsang sechs Seiten nicht überschreitet, die als Ptassensliigblatt dienen und keine Wohmingsliste enthalte». Da es sich unreine Gebühr und nicht uin einen Verkaufspreis handeln soll, wird ferner angeordnet, daß die Ein- . u.a h m e.n aus der Schiitzgebühr nicl,t den Heraus- Slebern der Prospekte, sondern den A u S g a bete l len (z. B. den ReisebürvSi zusließen. Derl^ohlen-Einzielhandel Zwischen der Wirt s ch a s t S g r u p p e „E i w z'e l h a n d e l", der Fachgruppe „Kohlen" tor Wirt» schaftsgruppe „Einzelhandel" nnd dem Centralverband de r K o h sie n h ä n d l e r Deutschlands e, V. ist ein Abloininen über die organisatorische Betreuung d'eS KohIeneinzesihaiidelS geschlossen worden. Das Abkominen trage der Tatsache Rechnnng, daß bei der rechtlich und wirtschaftlich besonderen Lage der Kohlenwirtschlft im Kohlenhandel eine besondere enge, einander ergänzende Znsaminenarbeit zwischen der Fackigruppe „Köhlen" und der Kartellorganisation nötig sei. , In dem Abkommen werden die Befugnisse der Fachgruppe „Kohlen" als einer Gliederung der Wirlschaftsgruppe „Einzelhandel" und des Centralverbandes als der Kartellorganisation des Kohlenhandels festgelegt. Das Abkommen regele dann im einzelnen die Zuweisung äwn gemischten Betrieben an die in Betracht komnienden Einzelhandelsgrnppen und ordnet die Beitragssrage in der Weise, daß eine Doppelbelastnng des Kohlenhandels bezüglich der von den Firmen zu entrichtenden Beiträge vermieden werde. Ausverkaufspreise In der Jur. Wochenschrift (Heft 17) wird ein Urteil des Amtsgerichts Leipzig vom 25. Juli 1935 HOO I)s 1-t!3.'»si 'veröffentlicht,, daS sich mit der Frage einer Gegenüberstellung von '.'Insverkailfspreisen niid alten Preisen beschäftigt. Es sei nnznlässig, und verstößt gegen die «8 3 »ud 4 des Gesetzes gegen den imlantcren Wettbewerb. wen» ein Gewerbetreibender bei einem z» herabgeiehteii Preisen sialtiindenden Ansverkans ans öen i^likette» in dem Uäuser erkennbarer 2tzeise den 2lr,-:-nerka>isspre>,ieii' dnrcl,kreuzte Preise hiiiznsnge. die init den leliten tatsächlichen Preisen nichts-z» tim liaben. Davei spiele es leine Rolle, daß dieie Preise vor längerer Zeit rinmn(: tot« 'sächlich, gültig geweien sind. Böen» eine Gegeniibersteünng der Preise erfolgt, io iimüc oazn der Preis herangezvge'n werdeisi der zuletzt nnmittelbar vor dem Ausverkauf gültig ivar. Werde dem '.'lusoerkansspreis ein. inifii'r schon lauge lierahgesetzter Preis gegeiiühergeitellt. so lveröe damit bei den sinndeuder ,Auscl>eiu -eines besonders günstigen Angebotes exiveckt^ Denn das kansende Publikum ricl,1e seinen Einkanf nicht nur nach dcn PA-iisverlanisprci'cn unter Bcriiikn,l,tic,n>Ig sei>ier. .Plittel, sonder» gerade ancl> naclsi?c>em Unterscliied. ster 'z>vi>clien dem AnsoerkäsiispreiS und dem vor öem Ansverkanr giiltige» Preis bestehe. Je größer, dieie Tisserenz sei. s,ir um so günstiger halte Vas Publikum das Angebot. Zm Z»samnienl>a»g mit Oiesein Urteil sei noch-. Nnils nur nie Anordnung öes!lieiä>sjoirtscllastsministers iiber die Aenregelnng Oer 'S a i i nii - l ch I n B v-c r k ä n i e oo»i >4. Ac>ii IU35 «..Reichsanzeigcr" l I_* vom 15. Mai I935> hingeivieien, in der n. a. in 5, l, bestimmt wird: ut verlwte». im Zniaminenliang mit den lKerkäinen in oüentlichen Bekannlnräclningen over Z>liNeilunaen. die sur„einen größeren 2peri>meNtreis be- Ifffinü fihö. Pre,.>lierabsel;u,igen r'fffTfj Gegennberüellnng äer srnlieren nnc> öer wahrenö Ner Berkänie gültigen Preise in einer Weiie anznkkinöigen' die ttir ansierlialli Orr «5escI)a.U:-rä>ime bcsliidliche KanUn'lige.erkenndar " Ter Politcrcrmcister Meyer Cohen. r->n„uü i. 2'Jcfttafi n. in icit° IN ,;,>hrcn mi hliiwmciklnhen »ntiq, mnr lanae in, plnMnp.uniZchntz und als Lachveritanviger tätig.