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Central-Verein-Zeitung · 1936-05-27 · 22 (27.5.1936) · page 16

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
15 (1936)
Issue
22 (27.5.1936)
Date
1936-05-27
Page
– (sequence 16)
Language
German
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Kulturelle Veranstaltungen Opernauffiihrang in Köln Zugunsten der Jüdischen. Winterhilfe wartete man in Köln zum erstenmal mit einer Oper auf. mit ,.Sa Sprva- Padrona“ von Pergolese. jenem Kabinettstück feinsten Humors, das nichtnur der.-italienischen Opera Bufta für die Folgezeit als Vorbild dient, sondern auch'für die Entstehung der komischen Oper in Frankreich von historischer Bedentungist.. Unter der sicheren Stobnihninq von- Kurt Hein ema n n wirrde bicic^,Intermezzo"! ein feinziieliertes,beschwingtes -Gelulde. - 'Tank der geschickten Tia.log-Neusassung durch Gerhard W a l t er - R.o s e n - b a u in, der auch mit stilkundiger Hand dem Spiel zur slotten i'll'wicklung verhalf — die aus primitiven Mitteln geschmackvoll zusammengestellten Bühnenbilder. Dekorationen nnd Kostüme entwarf Egon Markus, und für die Anfertigung der Kleidung zeichnete Herta K r a k o —, war die Ausführung abgerundet und eindrucksvoll Dr. Leo B a r c z h n s k i ist ein Darsteller, über jede Kritik erhaben.. Sein fülliger Bast. seine Btiisikalität, seine Bühnenroutine liehen eiiien idealen Umberto erstehen. Ihm zur Seite . Lueie M a n k i ew i h als Serpina,. keck, grazil mit sympathischem. schlankem Sopran. Den stummen Diener mimte mit unividerstehlicher Komik der nie versagende Jul-ius Rutkowsky. Schon in dem den Abend einleitenden Violinkonzert A-moll non I. S: Bach (Solistin war die begabte, von Satz zu" Satz in ihre Aufgabe hineinwachsende Geigerin Ilse S ch e f l e r) leistete das winzige K a m m e r ö r ch e st e r Hervorragendes: man darf seinem Dirigenten Kurt Heinemann nur >vünschen, daß er mehr Gelegenheit haben möge, seine Fähigkeiten auch an der Spitze größerer .Klangkörper zu zeigen. Noch ein Wort über die I ü d i s che E. h o r ve r c i n ig u n g . die. ihren unermüdlichen Leiter Heinemann am Pult, die Liebcslicderwalzer von Brahms sang, eine beachtenswerte Darstellung, die man allerdings lieber bei anderer Gelegenheit in günstigerer Programmfolge gehört hätte. Als feinfühlige Begleiter betätigten sich Jlie S a st und Willi L ö iv e n st e i n zu vier Händen. Ein hochivertiger Abendl den das Publikum durch l)crzliche Beifallsbezeugungen zu schätzen wustte. — vo — Konzerte und Vorträge Das Haus Weil in Berlin stellt wieder einen Werdenden heraus: Der Geiger Jürgen R vnis besitzt gute technische Grundlagen, die sich namentlich im Laufwerk bewähren. Für den künstlerischen Ernit sprach das Programm: Sonaten von Händeh Bach. Brahms. Ruins müßte nun noch nach bewußterer Disposition, stärkerer Kontrolle der Tempi bei den alten Bleistern streben, der Brahms war kontrastreicher, elementarer zu gestalten. Ein sehr einfühlsamer, versierter, aber, farblos spielender Begleiter rvar Heinz Fenster: die leidensckDftliche Sinsonik in vielen Stellen der letzten Brahms-Sonate wurde nicht entfernt ansgeschöpft. Zwischen dein Instrumentalen sang Walter Ol i tz k i. Blau freute sich, ihn und den ganzen Znklns der Beeckwvem'chen Gellert-Lieder zu hören, niögen auch die stärksten Ansdrncksbereiche des beliebten st nnülers woanders liegen. Kurt R a h in e r . eigentlich ein bnnoiiesker dharakterbaß mit edlen Stimmitteln, findet gleichwohl den Weg zu der lastenden Schwere einiger Schubert, und Wolf-Lieder. Sein Humor, ans Ernst erwachsend und sich trocken gebend, bewährt -sich dann in Mozarts Registerarieaus der er durch ein Mehr an. heimlicher. andentender^Spöttereiein Kabinett- und Paradestückchen hätte formen können. Alfred Wittenberg spielte-, als Hanptstück Mozarts berühmtestes' Violinkonzert. Wie unendlich oft rnnst. Meister Wittenberg', dieses Werk in seiner langen Laufbahn gespielt. haben!Man spurt die Routine dessen, der keine. Probleme mehr sieht. Ter.Pianistin Natalie L i t t a n e r ist-der vielfach gegluckte -Wille zu einfühlsamer. Begleitung iiachzusagen, . die Aufgaben. konnten aber, namentlich im Mozart-Konzert, technisch nicht überlegen bewältigt werden. - Ein Kompositionsabend von Gerhard Goldschlag bei Weil wurde von Dr. Kurt. Singer eingeleitet. der Goldschlag mit Recht den Romantikern znordnete, die immer das Widcrspiel zu Rationalismus und Sachlichkeit waren,Unter der 'langen Reihe der Lieder selbst war keines, das .nicht in seiner Art gut gearbeitet war nnd dem Text sinnvoll nachging, aber auch kein einziges, das. musikalisch gesehen, eigenes Profil hatte und, die Konvention durchbrach. Plan täte Goldschlag mit einem Zweifel an der Ehrlichkeit seines Empfindens unrecht. aber in der Realisierung seines Fühlens, in der Schöpfung der Klänge kommt er strichweise über eine bloße Kopie berühmter Vorbilder (Schubert. Schumann, der ganz, junge Wolf und vor allem sehr viel Brahms» nicht hinaus. Tie Lieder sind sorgsam gesetzt, wobei allerdings ein Zuviel an gleichförmiger-, billiger Vorhaltsbildung im Klaviersatz und das Zufteuern auf manche reichlich abgegriffene Akkorde nicht gerade originell wirkt. Der größte Vorzug dieser Musik ist ihre melodische Eingänglichkeit. die dem Sänger immer dankbare Aufgaben stellt. In Susanne L o e w e nst e i n und Wilhelm G u t t m a nn hatten sich dem Komponisten, der selbst am Klavier begleitete, hervorragende Interpreten zur Verfügung gestellt. Das „K o l l e k t i v jüdischer B ü h n e n - säug e r" brachte Mozarts ..Figaro" in einer Konzertausführung mit Klavierbegleitung, was jedenfalls einer Wiedergabe mit unzulänglichen szenischen und orck)estralen ' Mitteln vorzuziehen ist, wenn auch das ganz auf Situationskomik gestellte Stück hier nicht als ..Handlung" verständlich sein koiinte. Zur Diskussion standen Stimmen. Stimmkiiltnr und Kestaltungsgabe bisher wenig Bekannter. Unter ihnen ist mit Lob Werner S i m o n zu nennen, der einen saftigen, rnndeu Bast sein eigen nennt, und Else Selizzmann, , die sich seit ihren letzten Kvnzertvcrsuchenverbessert hat. Alle übrigen Leistungen können nur mit einem stark einschränkenden „Aber" genannt werden. Fritz S a l o m o n s k i s ' stimme und Darstellung ist das Weiche und auch das komisch Blasierte (Geishas eher zugänglichäls die-herrische Geste des Grasen, die er nicht überzeugend heraus- . arbeiten kann. Die Naivität Susannens darf nicht in eine so süßlich-neckische Pose übertragen werden, wie das Erna Stapf tat. Mariquita Vogel s d o r f f sang reichlich affektiert und unrein. Wilhelm Meyer soh n wird auf den Brettern ein gilt spielender Figaro sein, man merkt das an seinen andeutenden Gebärden, an dem Ausdruck der Stimme, die. leider nur zu wenig klangliche Fülle und Volumen für diese Bombenrolle hat. Bei Ilse Silberstei n steht einer hübschen Hohe die belegt klingende und wenig tragiähige Mittellage gegenüber. Hier könnte strenge Arbeit einen Sinn haben. Es wirkten noch Edgar Lißner (dju sympathischer Tenors. Martin Loewy. Wally Tuchler. Herbert L i I i e n t h a l Hot das Ganze einstudiert und leitete es, am Klavier spielend, mit kräftigem Zupacken, wobei naturgemäß manche Fei-uheit dieses mozartlichsten Stückes vergröbert werden mußte: aber Lilienthal hat gründliche Arbeit geleistet, die einen glatten Ablauf sicherstellte. L. A. Die Bereini gung jüdischer »Fra uen Groß-Berlins veranstaltete einen heiteren Prosa-Abend, der seine Bestimmung erfüllte: man schmunzelte, lächelte, lachte über „Lur" von Manfred Kyber. „Tie Haselnußtorte" air a. E lse Roman wußte als bewährte Sprecherin durch ihr Verständnis s»r alle Stufungen seinen Humors die Geister des Frohsinns zu wecken, ihre Tochter I u g e b o r g Rom a n geistreiche Satire in der- .selbenleichtspielerischen Art:zu vermitteln, ohiie der Versuchung zu possenhafter llebertreibung zu erliegen. Ein Beitrag von Frieda M e h l e r fand als Erinnerung an den.. 65:-Geburtstag der Dichterin Soliderapplaus der dankbaren Hörerschaft. A. 8. - Der Kulturbund für Ostwestfalen und'angrenzende Gebiete (Sitz Herford» veranstaltete in Bielefeld,» Detmold, Hamm. Herford, Minden, Münster, Oldenburg, Osnabrück, Paderborn und Rheda Konzerte mit Boris und I o f e p h Schwarz. Das Programm brachte u. a. Werke von Beethoven, Chopin und Korngold. Der leidenschaftlich satte Ton des Sohnes vereinte sich mit dem kraftvoll formenden Musizieren des Vaters zil einem festen musikalischen Erlebnis. Als Höhepunkt muß die Wiedergabe der Chopinschen Sonate L-moN (mit dem Tranermarschs durch den Vater und der Krentzersvnate von Beethoven durch Vater und Sohn besonders hervorgehoben werden. Die Künstler ernteten überall stürmischen Beifall. „Heitere Melodien" betitelte sich eine Veranstaltung des Hannoverschen Kulturbundes, die vom gesamten Schwarzwaldorchester, Berlin, unter Leitung von Erich Schwarzwald bestritten wurde. Als Solistin sprang für eine erkrankte Kollegin Rita A t l a s z. Berlin, ein. Mit ihrem strahlenden, gutgeschulten Koloratursopran ersang sie sich einen außergewöhnlichen Erfolg. Das Orchester spielte Ouvertüren. Walzer und Potpourris aus der bekanntesten Lperettenliteratur. 0. B. Im Jüdischen Kulturbund Königsberg Pr. sang und spielte Willy Rosen einen kleinen Ansziig aus seinen früheren Schlagern. Daß er es fertig bekam, das Publikum zum Mitsingen der Refrains seiner neuen Lieder zu bringen, das will schon etwas bedeuten. Willy M a s ch k e hatte die Stimmung für Rosen durch seine unaufdringliche und witzige Conference glänzend vorbereitet, Sally Gu.tkind begleitete so taktvoll am Flügel und Hedi H a a s e war eine so famos charakterisierende Chansonette, daß das Auditorium lachend, ja^ beinahe ausgelassen nkitging und dankbar diese Stunden der Entspannung genoß. 1. leb. Mit vorbildlicher Diskretion und unübertrefflicher Sicherheit der Pointierung brächte in Frankfurt a. M. Willy Prager alte und neue Arbeiten: alles Belege gepflegter Uuterhaltung-5kirnst, für die jetzt nur noch selten Begabungen nachwachsen. Den Nummern von Camilla Spirä- E i s n e r merkt man die Flaute ihres Genres an. Aus der Menge belangloser Liedchen rettete sich auf die Insel des sicheren Erfolges: das .-.Weiße Rösfl", das ihren Namen begründet hat. Den ..akademischen" Teil bestritten der ausgezeichnete Geiger Hans B a s s e r m a.n st. mit virtuoser Kleinkunst bekannter Herkunft und Sätzen aus Konzerten von Max Bruch und Richard Strauß, außerdem die Altistin Magda Spiestel, die -den großen Kreis, ihrer Anhänger durch Arien wirksam an ihre Glanzzeit als Mitglied der Frankfurter Oper erinnerte. ~ An einem Kammermusikabend des Kulturbundes R h e i n - M a i n stellte sich der Bratscher - des Streichquartetts. Richard K a r p. in der biedermeierisch gemächlichen Musik der Sonate für Viola und Klavier von Dittersdorf eine lohnende Aufgabe, In. Mozarts Klavierquartett O-moll nnd dem Fvrellenguintett voir Schubert vereinigten sich mit dem Solisten noch die beivährten Kräfte -des Orchesters- Anni Steiger.Ary S chii ye r . Ernst Bö h m und der kultivierte -Hamöurgec Pianist . Bernhard A b r a m o w i t s ch zu harmonisch abgestimmter Ensemblekuust. A. H--e. An zwei gutbesuchten Abenden bot der „Liederkranz" (Jüdischer Knlturbmrd» Mannheim Kleinkunst. Anftakt war ein „Bunter Teil", den die. sanglich rontiuierte Edith E i s e n y e i m e r und der materialreiche Hans A i i e n h e i m , beide aus- .'-Frankfurt' a. Rä. bestritten. Dem Sänger . hätte man etwas mehr Schlichtheit, der Künstlerin ein wenig mehr Nuance des Vortrags gewünscht- Von -.Annemarie Fuß.' Pkannheim. sah man Tanze persönlicher Prägung. P!ar Koninski, / Berlin, las mit besoiidcrs starker Wirkung kleineostjüdische Geschichten- Er hatte wiich die. „Lestlichen Bilderbogen" nach der Inszenierung von Nikolai' Eljaichoff einftiidiert, deren markanteste darstellerische TM'-ei'. inan ihm dankte. Prächtig Franz L p p e n h e i m e r . der verdicirstvolle .. Leiter des Abeiids. Zuw., nachhaltigen Erfolg trugen auch Mar F i r n b e r g. -Fraicksurt a, M.,. am Flügel und der Gestalter des Bühnenbildes. Erich Mar r. Mannheim, das ihre best 8». Tie Peinhaurschüleriii Elsbeth War b irr g und der Baritonist Willi "i. r o n i o h iniisizierten im Kiilturbiind ihrer Heimatstadt Nordhausen. Aronson zeigte in Werkeii von Haydn. Beethoveii. Schubert und hebräischen Liedern von Engel gutes Stimmaterial. Die Piai>?«tin. die sich auch als Begleiterin des Säugers mit ErfolKbetätigte. . spielte Solostücke von Mendetssohu. Beethoven und Liszt und erntete wie der Sänger außerordentlich starken'Beifall. , P. F. Die Presseabteilung der Reichsvertrrtung der Juden in Deutschland erfährt, baß <General muiirdirektor Jasef Rose n st a ck für ^wei Jahre an bas »^'-S>vmiü>c>.nia Orchestr;i in Infio, bas erste Orchester Japans, als ständiger Tirigent berufen worden ist. . Zu Gunsten des Mittagstisches der Künstlerhilse. der von einem Tanienkainiteck unter Leitung von Frau Helene London unterhalten wird, und der täg- - lirti etwa 50 zurzeit beichästigiingslose Künstler. beköstigt. findet am 6. Juni.'Lsi.M Uhr. in der Private» Waldschule Kaliski. Dahlem. Im Tot 6. ein heiterer Abend Katt. Reben Mar E.hrlich wirken mit: Cläre Arnstein. Rnt Sttarf. Thea Stuckenschmidt. Friy Taschaner. Am Flüzet: Werner B a e r. Rach der Beranstattung genlüttichc? Beisammensein, Karten zum Preise von 5 RM der: Künstlerhilse. Kantstraße ir>s kBismarck '611231. Frau Helene London, JoachimSthaler Straße iBisinarck Prioate Waldschule Kaliski. Dahlem, Im Tbl 6 (Schmargendorf 09li7'. Der Reichsverband der Jüdischen Kultirrbünde Deutschlands teilt mit: Die blaiien Reichsverb a n d?- a » 4 w e i S k a r . e n llk-Karteni haben eine. Gültigkeitsdauer Vom 1. Oktober 1935 bis zum 3«. September 1936. Ter Pr-iS für diese Karten betrug 1 RM. Ta für lienhiiizutretendc Erwerber die Gültigkeltsdaucr nur vier 'Ronate beträgt, werden die U-Karten ab 1. Juni für 0,50 RM ausgegeben. Am 3N. September läuft.die Gültigkeit ab. Ab 1. Oktober - werden neue .Karten für ein Jahr ,um Preise von 1 RM ansgegeben. Im September können Neuerwerber wählen, vH sie noch die alte blaue Karte für 0.50 RM oderz-schon die.neue Karte für 1 RM erwerben wollen, deren Gültigkeitsdauer in diesem Falle um einen Monat uorverlegt wird. „Meine Schwester und ich" in der Kleinkunst^ bühne des Jüdischen Kulturbundes, B e r l i n. Am 2. Juni (Wiederholung: 3. Juni) findet im Cccks Leon (Dachgarten) die Premiere dieses musika. lischen Spiels von Ralph Benatzky als Gastspiel des Hamburger Jüdischen Kulturbundes (Regie: Hans Buxbäum) statt. In den Hauptrollen: Dtar E h r l i ch, Liselotte C o h n (Rosen), Edith -Herßlik, Fritz Melchior u. a. An zwei Flügeln: Kurt Behrens und Dr. Richard -Hirsch, , Die Reichsausstellung jüdischer Künstler im Jüdischen Mustum Berlin ist nur noch kurze Zert zu besichtigen. Jm'Jnterene der Künstler wäre zu wünschen. daß der Besuch weiter rege ist. Am/tzsinqm sonntgg lind -mont'ag ist das Museum geöffnet. Ideater, Musik, Film Frau; M o l n a r S dramatische Legende ..Das Püiinder in deiiHBergeii", über die in der letzte» 'stummer der E.-V.-Zei1i,iig berichtet ioiirde. wird im Herb» am Theater in der Jv'efstadt in 3B t e » — boraiisstctiNich mit Albert Bastermann in einer der Hanvtrvlten — z»r d e ii t s ch e n Nrails. führung gelangen. ' Im Sdiöiibruliiier Säiloßtheater in- W i f n veranstallete das 9J c i n Ii a r d t - Seminar eine '.stnüührnng von - Franz M o.l.n ä r s ..Liliom". Tie Leiiimg Halle Tr. Ernst Lothar. Fritzi Ptafiarv. die feit dem Tode ihres Gallen P>ar Pallenberg der Biihne serngeblieben ist, wird st in Herbst ivieder vor das Piiblikiim trete». Sie wird im Tbeaier in der Jo'e'stadt in , Wien 'in der Komödie ..Blaue Wolken" von Hans Jar,iv - eine der veiden weiblichen.Hauptrollen darüellen. Am Tli.stiire 0vn>in>>.'- in P a r l s ging Henry Bor ii st e i n s ..Sckiaii'piet -..Tas.- Herz" (..Le; coeur“) zum Male in Szene. ' Bon den Stücken, die in dieser Spielzeit in B n d a p e ii zur Aiiffi,hr>ing gelangten, erzielte den größten Theatereriolg des Verslustipiel „Tcr stumme »Kittei:" von Jeno H e l t a i. Tie G ii » a v - Pt a h Le t Ged c n f f e i e r n in Lü i e n^erre^änen mik-der Aiiffiihrunq von Mahlers d. Sinionie nnier Leitung Bruno Walters ihren Hobevnnkl. Beide Veranstalliingen, d:e nnler dem Elirenvorsttz des Bimdeskanzle.rs Tr. p. Sckni'änngg »nuianden, waren ausverkäuit. Reben neben So!:»en ivirkten mit: die 'Wiener Sin- -dov-Sing'.v-rs:n-der Gefell'chast--dcr 'Mufikfreunde. der '^üiener Lehrer a-capc>Na-Ehor. die 'A'iener.Sängerknaben. Tcr Abend, dem der Bundeskanzler foivie der Uinerrickilsminister Tr. Pernler veriönlich.bciwohisten. fciiloß mit begeisterten , Kundgebungen inr Bruno Walter und feine Künstler. - * Im War'cha u," r Sender wird am 29. Mai. 2ä Nlir. die. -1. Sin'onie von' Gustav M a b l e r unter Gregor Fitelberg geftstel:. Tas gleiche Werk bringt der Prager Rundfimk am 31. Mai. 17 Uhr 50 Minuten, unter der Leitung von Fritz Zweig. Der französische Gesandte in Wien. Gabriel Pnanr. hat Bruno Wa l t e r in besonderer Würdigung der Dielieitigkeit seiner Dirigentenkunst. die Insignien zu dem ihm vom Präsidenten der. tränzösifchen Republik verliehenen Kommandcurkrcuz der. Ehrenlegion überreicht. In dem Konzert, das Brvnislaw Hube.r« man am L«. Ptai im Großen -Könzerthanssaal in Wien mit den Wiener Philbarmonikern vcranstattet, wirkt als Dirigent Generalnulsikdirektvr H a n? W i l h.e l m S t e i n b e r gs. dcr zukünftige Leiter der Opernnnd Kviizertauiführungen des Berliner Kulturbundes. Mvriz R v s e n t h a l gab sieben" Konzerte ln London unter dem Geiansttitel „Bon Bach bis »um '20, Jahrhundert". Publikum und Presse feierten den Künstler. Wanda Landowika. die. bekannte Eembalistin, konzertierte in Paris m't stücken von Couperin-und"Rameau.. Der Geiger Nathan M i l stei n spielte in Chicago das Mendelsiohn-Konzert. Er hatte, einen eigenen Abend in I n d i a n a p.o l i's . wo er besonders mit einer Lvstofonate von Bach tiefen Eindruck hinterließ. V Margarete Desiofk, Gründerin und Leiterin de? Deisoff-Ehors, Now-Pork. zieht sich von der Leitung mit einem Abschiedskonzert zurück, das neben Bach iind. Brahms ein Werk von K ren ek ..Der Herbst" und S a m i n s k y „Neufundland- Lied" bringt. Jokei § ck, u st e r wurde al? erster Cellist an das N e w -')) o r k e r Philhärmomfche "Orchester für die kommende Saison verpflichtet. Er spielte kürzlich im- W e i ß e n H a u s e. Der Pianist Rudolf,S e r k in gab in Gens einen Klavierabend mit Stücken, aus Bach. Beet- Hoven und Mendelssohn. * In der International Opera Season, die kürzlich im Covent Garden .in. S o n b o n begonnen hat. dirigierte Fritz Reiner, der frühere Generalmusikdirektor der Dresdener Staatsoper, Richad Wagners „Parsisal". Der atis Breslau stammende junge Komponist Rudolf Holzmann reichte zu dem von der Brüsseler Kunstgemeinschaft ausgeschriebenen Komponistenwettbewerb ein Septett ein. das zu de:i. . vier besten musikalischen Schöpfungen, für die sich das Preisgericht entschied, gehört und mit den anderen preisgekrönten Werken in Brüssel ausgeführt wurde, Leo Blech ist vom König von Schiveden zum Hoskapellmeister ernannt worden. Blech wirkt seit langen Jahren gastweise an der Stockholmer: Oper. - * - Walter Herbe r t, Dirigent an der Wiener Bolksvper. dirigiert in Tokio einige Konzerte des Tokioer Sinfonieorchesters, - Emnnuel F e u e r m a n n gab - im Rahmen einer Konzerttournee durch Japan einige Konzerte in Tokio. Die Zuhörer brachten dem Künstler herzliche Ovationen. In ,Chieago wird .Weinbergers ,.S ch wand a" von der Universität ausgeführt. In Mailand erschien, ein neues Werk von Erneit -Bloch im Druck, eine dreisätzige Klaviersonate. deren zweiter Satz 'ein Pastorale, deren - dritter ein Marsch ist. Das Werk ist schwer, aber nicht unpianistisch gesetzt. * Da? Quintett für Klavier und Streicher von Ernest Bloch (das man in Berlin seinerzeit von Joseph Rosenstock und dem Frey-Luartett hörte), erlebt seine kanadische Urau fführung in Toronto. In der bekannten Synagoge New P o r k s.. dem Tempel Emanu-El. fand neulich ein Chorkonzert statt, das auch in-der allgenreinen Prelle ein Echo fand. Es kamen neuere Kompositionen, unter Leitung des Chordirigenten, des als Komponisten vielgenannten Lazare S a m i n s k r. zur . Aufführung, darunter Ernest Blochs Gottesdienstoratorium. Der Kapellmeister Richard Falk (früher an der Komischen Oper, Berlin) leitete in Pergoleses Geburtsort Jesi (bei Ancona) eine von ihm neubearbeitcte komische Oper des Meisters, ..II Maestro di Musira“ mit besonderem Erfolg. Bürgerschaft, Mägi»tr.at und die faschistischen Be- Hörden nahmen teil. Falk wurde daraufhin zum Festdirigenten der P e r g o l e s e-I e i e r im September (200. Todestag) gewählt. Hier wird er eine der ernsten Opern Pergoleses. die „Olympiade", bearbeiten und dirigieren. Aus Anlaß br? zehnjährigen Tirigentenjubit, länms Ignatz Al pars fand in der Ofener Hauptsynagoge ein Festkonzert statt, am dem die Schwester des Jubilars. Gitta A l p a r (Gesang), Lilly H e r z ' lKlavier), Gabriel Rejtö (Cello). Edith Farrachi (Klavier), Oskar Beregi (Rezitation) mitwirkten. . Am. Bbeatre Gaite Lyrique tn Paris erzielte die neue Operette „Der letzte Walzer" von Oscar Straus. Tert von Brummer nnd Grünw a l d , einen außerordentlichen Erfolg. Das Tlieätre Portc-Saint Martin in P a r i s' eröifnete seine Ope«:nsaison mit Berdis „Traviata". Lotte S ch » n e sang die Rolle der Vivletta. In L o n d o n btceitet Alerander K o r d a die Aufnahme zu einem großen kunsthistorischen Film vor. der das Leben und die Kunst Rembrandts behandelt. * Harry Bares spielt in einer Neufassung der „Golem", die zurzeit in der Tschecho» s l o w a k e i läuft und in dem Film „Wenn ich Rothschild wäre", tar: jetzt in W i e n gezeigt wird, die Hauptrolle. Tie polinsche >.Grin"-Filmgesellschaft bereitet einen jüdischen Tonfilm vor. den Konrad Taß schreibt. Die Hauptrollen werden die amerikanisckfen Schauspieler Jizchatt Feld, Morris Kress i n und H. Jacobson spielen. Jean Benoit Levy. der Regisseur der ..Maternelle", wird nach dem Roman von Vicki Baum „Helene Wilfuer" verfilmen.

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