Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 15 (1936)
- Issue
- 16 (16.4.1936)
- Date
- 1936-04-16
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 77% known words query
- IRI
…/2277379-2278137-2278153--10809-2290966- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
" ' Vlnd/Un 1 mrtT toplilfaiirfnibef :~t. Schon die ^citen-S will .vt/itm. mit1 .i-orc:*.:- :'-rr. Urzeit und in (yrpätpttn.vn die <M't:he:t .nnc'inimcc _ fic *\c \ i. o ii den wurde. 'r'r.id'l'eweiien urteilt crn oie mii ne bald für. bald gegen ideii ai'.wendet: Die chara kter-iuifrijc'Aus- '.or-c nln r die Lebensjahre vor und nach der Utz't in den . Aaniensl-isten -Kap. . 5 ' und i, beduigt/wucngleichen -Berta iscr:- yerseliie- Wrtwalit /cliliestt eiltest „ solchen aber nicht an?.- wfck derr-t'e -B(/r'as'st' bald ,'ach!ich berichten I kann, bald nut andern - B.-urte-n/ 'ich -zum Palhö-r.' erhebt, Ga» ze Wo'rtlchGwdxr einen „OneUe" zin ' chiineichNnch'nervrriiderneadg>'t'red;e!i.!iiiif;!e..^i Die.'- -^rEsuhrelr.^-Grei!ig ha' umii Penane/äaterariiche 'Porträtsder iinbekiiuuien -Beregner eiitivorten. je' -' nn.ni,wncheNicheiiid ich' dunnchg ober/ lheoIögi'cher'"- Rm:'^!^g.. 2;-?iiuo ,/oieob gelingt m-, die Beri-chiedenndit der-ril-egewisser Berichte auf-innere wrnnde zurück zu-:,!,reu er unterscheidet die --nrgldw pro;ü,e!,U'!,er inelndenlieir und dichteritmeii >rchnnng->^vdii der rem religiösen und -der juriikinnen ron-are: b:e'e vou der-derchvieS, de-; Blarkles. der - Ge'eiligfeil. Gr entwickelt klare - Et i I a e ' etz e der al-thebxäiichen Prosadie alle Schwierigkeiten angcbliei,er 2/idersprüche ohne die Annahme verTlstedener lleberlieieriinge.il de- Iieden. Im neuen Lachte erncheiut eine GrzähllingskunU.- die v y. Personen erit ein-iihrt,- wann und wo ihnen eine Polch'.zmällt.-Vorgänge und Reden an einer ipäiereri stelle uachholt, gvo .sie erst wirksgin werden. -Tu»! Io'eph seine Bruder an der tnrnde um Erbarmen angeilelit hat. erfahren mir/ eru aus AuGws L'lh'-rlen in bleghplen: wie -tief Zstkoo a.wchir um :>lal,el getrauert hat. erst ans iiudg.-- 'chlorten und -ziilelst von Iakol> aus seinem letueit Kraukeulagerr -il'er eine (* i nlicit graui^wier Art m die v s e >' l, g e s el, i ch t e. ' Ein g!eic!,er Uäiäuueis gelingt B. Pieob mit, dem Sintflutber:cht. dessen angeblich seibikaiidige Fragmente er oluie dmi vo-riiegendeu-Zu'ammenhang in ihrer uollcheir Sinnlosigkeit darlegt. ga. sogar Schöhfunassbericht -<Kap. I, und Menichenbildung im '' -radier: Siinde Und- Ver-Irewnstg: Kain und'Abel heit ’,n,c wob, ui», dal tlöhcrer G'in> D a r st e l, n,, a n, c u i el, l i el, e ii Gech i ck e -? ui einer iiemniiigen, eibiidieii Allegorie (tfftp. 2 dir- -! > loird. /ui -Kap. I ist der Mensch die Spitze e ii e r P n r a m i d e . in 2 - 4 der IUI i t t e l - n iinft e in er- .Ureiiech. Der llledaktor al'er. dieser ..Fetisch Per Kritik, den sie bald fiipt.' ba?d orüget!." nt ft'in andrer, a l'% der B c r » s a s > e r s e I b h! Der Bummmendrmch der jg indessen i'nr ^aeod nielit da-? lewe npvrt über Berkunit und Gesel'.ichte de-> Dtoitee. Die Genesis sieht die spätere Dlgmme->geschichle in den Ulhuen chorgebildet, und. stellt sie riiekichauend dar. Uln; loolcher cheiUage, vernmg auel, er nicht bi; aut ^ahr und Dag an-g,geben. bin.Königtum erwartet der Ber-m-iier der Gene'is.iuir aii-r ^uda: David und D a I o m o' stehen ihm vor Uluge»i chi.elleicht auch sclwu die NI e ich -- i palt u ii g. jener Unn. von dem Propheten und Patrioten immergelunii babe-u. dag er siel, wieder ielilieneii werde. Pirgeich-- l'e'lreitei Benno .chrcob da-i.-Borbandeniein allerer, iniindlicher oder sichristlicher Dmelleu: er loeisi um ireiude Dagenstotie und tleberliechriiügen. nur das: die'e nielit an die (rr gählkiiiiit der Bibel lieranreiclien. Gr hat dureh den '.lIaeiiwei-7 melhodisausaliiher Diierarkriiik den - '2tchg gtl-einer walirliaslen ireigemaäit und ihr die Pichtniig. geii'ie'en. '.'I.ichi fiirj Bi'torik denen, was gar.niciit Binoru: sein noollte, sondern a utvrit a t i o r e l i g i o s.e Belehrung, tritt B. Pacob em: aueh.Uiäu iur Blb'e-r' Deiiristslelterrnhw.' dg sein chiiulun aus anderem Gebiete liegt: sondern für D e r t > r e n e und .Gi n li e i t I i d) f p i t der Geneiic-. diele-? mächtigen Gei'leemerl-:-. ans das ^'rael-> höhere-? Dasein ..einzigartig gegründet" 2. Die bibelgemässe Exegese ('•in andres ist ein sprachlich und historisch, areliaolvgisch geschuller Philologe, ein anderes der Greget eure-? bidliseheu Buche-?, das.vvnr Ddem de-? Göttlichen erfüllt in. Tie Ghrsnrcht. die einem -Boiuer und den '.'lihelungen, Dhakeipeare' und Goethe giigebilligt wird, kann der Bibel mit um t>rn Preis völliger Beritä11dnislvsigleit verweigert -werden. Bier aber vermutetes daß für sic tief ein- , dringende, sprachlich-.shntaktische und -vergleichende - . Dlnd.ieii entbehrlich würenh.befände.-sieh.wiederum ain falselier sgährte. . U.Iieinand, auch-Ben.no charob ilichl, konrite-'ei-n'Iirter.pret der Bibel .werden.- be> .vor er iie .nielit -wiederholt, vvm ertien bi-? p»n - lechten. Buchstaben" .durchforscht.. hatte., '.il-nr io wurde auchuer - ihr', bibelgewäher Dolmetsch: 'Gr folgte -damit dem B.eispiel iinserer 'grossen Gregeten - aii-?:, der.ftranischeu -und nordf-ranchsi-scheu. .Dchrile,.' die bei ihren Grklarnn'gen' ch,m l. Berte -der -Schrift-: diese vollständig' vors Augeii hatten.''einm schliesslich ihrer gesehlich-jnridischeil wie' homiletisch - m i d r a s ch i sche>i Dradition. Bingu komme» fürden heutigen Gelehrten die lamaritanische Bersion und melirere aramäisclie Paraphrasen: die sogen. Leptiiagiiita nebst weiteren, griechisd,eu Ucbersehungcu -und demnäeliit die wichtigeren Au--, legnngei^ in vielfachen Idiomen aus."fast zwei Jahrtausenden, .und all diese nur als Bvrftuicn für ein höheres Berständnis. Ta-? Dchwergewicht wird niemals auf die fvrtlauseude Uebersehung und die jedem Abschnitt'svlgende Wvrt- und Dacl>- erkläruug fallen (jo wertvoll diese sein mögen sondern-auf die gewvuueiieu Diiiudeutuiigeii. Die bilden denn auch bei Jacob in ihrer -Klarheit, Pichtsülle und pshelivlogischeu Diese die. Gla n z. ft ii el c des W e r k e -?. Gs iit schiver. vvii dem liier enisalteten Gleich- ' tum auch »iir annähernd einen Begriff zu geben. Aus genialer Beobachtung sprachlicher Yvi'iil* heilen, die sich bis auf Artikel und Partikel erstrecken, gewinnt B. Jacob überraschende Grlenuiii'isse. -weit über alle Bvrgänger hinaiis. Gr ist der erste, der die völkerrechtliche Dtelliing des Abral,am-DtaiiuneS in der damaligen Weltlage ausklärt: er erkennt Kanaan als geographihhen Begriü. A c g y p t e ii als einen politischen- Faktor, P h i l i st a e a als Blilitärmonarcliie. Gr legt die Bedeutung der kuiturellen und sozialen Zustände zur Zeit der Grzväter dar. den Gegensat; von Birt lind Jäger,von -Balbiwinaden und Dtadtbewohuer: die Bedcntuug de-? altisraelitisclien Patriarchats . lim- Gegensah zum Pliilterrechli: die Familien, ehre, die Dtclluiig der Frau, den Diiiu der Per» wandten- (insbesondere Dchwager->Ghe. Besonderen, psychologischen ' Dcl,arsblick visenbart unser Greget jedoch i» der Würdigung der kürzer behandelten Aebcnpcrsviieu - ebenso lvie bei' den im vollen Lichte gtehenden Bauptträgeru der Bätergeschichte. Dd Beiwch, Aimrod. Terach. Lot, Glicser. pagar. Ismael. der Pharao und Abimelech zur Zeit Abrahams, Laban und Gsau: oder die -Erzväter und Plütter selbstvdcr -ramar und Juda, endlich Ivse.pl, und der Pharao seiner Zeit: sie alle erfahren bildliaste Zeichiinngen mit sicherem Grisiel und glänzender Farbengebnng. Dv'oit B. Iaevo versucht war. aluiungslvser Bibel, blindheit oder absichtlicher Bernnglimpfui-ig ent. gegenzutretkii. niemals liest er siel, dazu verleiten. ' ein sillliches Berdilt zu saliel)cn oder abzuschwächen. Die Gchlhcit seiner Gregese genügte, um Licht und Dchatteu gereicht zu verteilen. Gr spricht von - A b r a h a m S irresülireuder Doppelsliinigkeit, von seiner Delbsjanklage und Uldbille. Gr'lästt Isaak, den „Aatiirsreund". Gsau-? Gvttentfrem. du»g überstchen: einen G s a m ohne Prüfung seiner Würdigkeit heimlich, ii'iiic Degmuig vorbereiteii; er spricht. davon, das;'de» jugeiidlichen Jakob eine Lüge 20 Jahre seines Lebens gekostet habe. Um so li.eber folgen wir ihm, lvo-er rechtsertigen. loden und erheben kann. 3. Eine jüdische Theologie in Umrissen , Lehte Zielsehuiig eines ..chomnientators der ' Genesis-wird Grkenutni-? und Darlegung der in ihr zutag?- tretenden Glauben'Sborstel» 1 u,n g e n fein. Fan . aus jedem ihrer Blätter redet sie von Gott, seinem.Wallen in Aatur und Dlenschenleben. dem Berlehr des Alenschen mit Gott. Prüfstein bibelgemäster Gregese wird es daher'fein, ob. sich ihr die ivalire -Höhenlage jener Glanbeiiswel-t eiithn-lit. an' der die Bedentnng der Bibel bis heute beruht. Wie schwer es i't._ von allsten in diese Welt einziidringcn, ^beweist io maiichc Tarstellung ^Biblischen Theologie", die der Feder chriitliäzer. Gelehrter entflossen ist. wahrend sie in-jüdischen Herzen und Kopsen lebt und wirkt. - - - ■■ .- Ganz ungeeignet hat. sich vit -die ver- - gleichende. ' Religsonsgeschichtc . erwiesen. ..der -Sonderart,, geschweige , dem religiöse.» Genuis Israels' in der-"GeuesiS gerecht zu werden.^ Die, prophetisch gehobene Dvrache, die farbigen Gleich- - Nisse' und Bilder? dieiiiibetiinimerlc-Giiibeziehuiig Gottes in die Dphäre-des Plenschen waren diciermit unscrm /.erleuchteten" Zeitgeist und iiach fremden Maßstäben abwertenden. Wisienschast ebensoviel Belveise einer mythologisierenden, kindhaft gebilndenen Epoche. Wo ein Wcltengvtt sich herbeiläßt, mit Menschen lvie ein Bater-oder Freund in einem Garten zu ivaudeln.^ oder zu Tische zu sisteu, oder wo er ihm einen.Aingkainpf anbietet, könne nur.von einer Primitivität geredet werden, die eine viel spätere Zeit gestisientlich, aber vergeblich, übermalt Habei Wirklicher Glaubensstaud der Genesis sei ein numiiwse.s' Geistwesen, da? mit Vorliebe Plenschengestalt annirnnit und durch ein Gefolge vonanderen tmminosen Wesen seine Befehle aussührt-. ^Geister Hausen auch in Duellen. Bäumen lind Steinen und empfangen kultische Verehrung. Animismus lind Tvtenkult herrschen vor: Opfer,-Riten und Sitten verraten rvhc Täbn-Vvrstellnngcn. Demgegenüber leuchtet auS Benno Jacobs Werk eine jüdische Theologie in -Umrissen aus. Sie kann nicht vollständig sein, weil nur e i n Buch., das allerdings die Bvrhalle zu allen übrigen bildet, zur Behandliiiig gelangt. Um so erstaunlicher ist eS. lvievicl Themata zu fast erschöpfender Tarstelliing -kommen. Wieder' . mag nur das Wichtigste heraiisgehvben werdeii- Ein Dchöpfcrgvtl. der die Weiten ins Dasein ruft, büszt nichts von seiner Erhabenheit ein. . mag er durch unzulängliche Worte »och so stark ist die menschliche Sphäre herabgezvgen - erscheinen. Ie näher sich der Alenseh Gott weist, desto bildhafter darf er'von ihm sprechen: je entfernter, desto4 abstrakter werden seine Vvrsteltniigen von Gott sein. Gugel, Bisionen. Träume, Aiirnie Gottes sind - Redeweisen, deren agch der moderne Mensch sieh nicht zu schämen br'äiicht. Von Anfang au weist die Bibel, wohin sie zielt, lveun sie von alisgezeichiicten Pleuicheu berichtet, die die Wege GvtteS iuehten und Gott nachzuwandeln strebten. Sie sind Leuchten einer Völkerwett. die neben der physischen Euiheit der Abstammung zu einer höheren des Glaubens und der Gesittung geführt werden soll. Der ganzen Menschheit leuchtet der farbige Regenbogen, da-? Zeichen deS Bundes mit-der Ulat-ur: ihr gilt der: messiauisch vvrschaueude Se'sten Abrahams. de'S ..Vaters des V ö l ke r gaiv v ge s". ' Dem Abrahamstamiue vorhehalten sind' Sabbat lind Beichneidiing. Zeichen der Diener Gottes, die in diesem Dienste ihre ,Freiheit und -ihren Adel erblicken. Zum Ade l' der P e r s ö n l i eh feit ist aber jeder Rlensch bestimmt, der die Gottheit. däS Ich aller Ichs. in sich walten lässt. Ter-verkennt B. Jacobs dln'si'cht, der ihn jede religiöse Entwicklung von-der Bäterzeit biS heute leugnen läßt. Was er Erziehung 'und L-citNiig GotteS nennt, ist nicht-? anderes als ein Vvrwärisschrcitcn. Die Ghrstircht vor unseren Vätern, die zweifellos geeignete Werkzeuge GvlteS waren, gehört jedoch mit zu jener Erziehung. ..Wahrlich". so ruft er anS. ..kein Volk der Erde besitzt ein solches Fainilienbnch!" „Theolvgiimena" kann man zahlreiche Dar? legtingen Benno Jacobs nennen; solche über daS ' Verbot, de? B I u t'g e-u ul \ c? und der h ü f k» ade r : über die Ideen von Nt e ch l f e r t i g^st K 9 - und G n a d c. S ü i^d hastig l c i t und tr » iin-adic vor Gott, Im T i er o p icr erblickt Jacob die Ueberl-'genheit de-? Bteuschen über das Tier, zugleich aber eine' Schranke gegen Kaum* balismus wie. Hiiidüisinus.' 4. Der Schriftsteller und der Eindruck seines Werkes Gin Meisterwerk der Bibelausleguug darf Iac-vbs- Gdnests auch -ivegen - seiner sprachlichen Gbstä l tu u g -. geiia-n n t. - iverden.. , 'Ri cht - zu fciUi g i!t . er. - als Giitdeeker alrhebräischer Stilgesetzetiescr? ' als ' andere "zum. wahre-il Gehalt der: biblischest , : Lgahrhei-t i vorgedriuigentPilstch selbst.-steht das; IiistruiiieiiGber Sprache-in allen ihren Donnr-tcii. 'vo°n sachlicher -Darlegung bis zunz höchsten-Pathos, - belebt durch Humor und Ironie, umspielt von sprühendem Geiste, zur Verfügung.. Das Echo. in der wisilusehastlichen Welt ist bereits heute groß. Professor Georg Beer (Heidelberg) - nennt das Werk in -der '.Orient. Lit.-Zeitimg" eine „Fundgrube und ein Sammelbecken Phänomeualer Belesenheit, einen zuverlässigen Mentor und eiiieu Markstein )'. G. E. C losten, -L. I-, I.. vorn.Päpstl. Bibl. Institut zu Rom. zählt es in' der Zeitschrift i.Bibkica" „zum Besten, was jemals über die literarische Struktur der Genesis . gesagt wurde", uiid rechnet „maucl)e Teile ficljcr zu den ivertvoUslen Leistungen deutscher Bibelnbertragniigen überhaupt". Wenn B. E l o s e n die mäUgelnde Berüeksichtignng der christlichen Gregese durch Jacob daiür verantwortlich macht, daß ihm das letzte Verständnis der Genesis und ihrer vorbereitenden Stellniig .in der Hcilsgcichichte trvtz allem vcrschloiien geblieben sei, io Du rite der Gelehrte eine Üebcreinstimmnng mit' katholischer Ghristolvgic kaum criisthast erwarten. Ter englische Prvfessvr Robinson (Eardiüe). „in noch einen dritten zu nennen, bringt eine feine Besprechnngim ...Journal of tlie Hoyal Asiatic 8oeioly" (Dklvber 10-S5). Gr nennt IacvbS Werk eine der „in vieler Hinsicht bemerkenswertesten Leistmigeu der iienereu Zeit im Gebiete der. alttestainentliehen- Fgrschnng, aus ge baut auf der Kenntnis christlicher wie. jüdischer Vorarbeiten. und vor allent w r i t t o n b-y a -l e w. fo r .1 t'-ws". Ja. er gla;ibt. daß Jacob seinem schönsten Ziele in idealer Weise nahe gekommen. : das er im Vorwort mit/den Worten kennzeichnet: dringend notwendig schien mir einwissenschastlicher, unabhängiger. jüdischer .sivnuneiitar, der von unserer Gemeinschaft die Bescliänumg nehmen sollte, zur tvisseiischaitlicheu Belehriing über ihr eigenstes und heiligstes Buch, nur auf christliche Kommentare angeiviesen zu sein: einen neuen Weg zum Studium ti » s e r c r Tora galt es. ihr zu zeigen. Der Dank der Gemeinselxlst für den großen Kommentator ihrer .Genesis" kann nur in lebhafter Beschättigiing mit seinem Werke und wachsender Anerkenntnis seines Lehrgehalts de- ■ stehen, . ' / Berichtigung. In meinem Nachruf für Prof. Iadasiohn in der.Nummer vorn 2. April lststli ist mir infolge eines telephonischen Mist-verständnisl'es ein bedauerlicher Irrtum unterlauseu: Herr Prof. Darier lebt und erfreut sich bester Gesundheit. AIvge er noch recht lange der Wissen'chait als Zierde, der. leidenden Menschheit als Helfer erhalten bleiben! Dr. Georg Seegall. immer 'st.'is lebendig und anmutig, sie sprach Uiiw.iltelt'.'.r an. weil sie den Scliei» der Improvisi'eneiy wanne, der -aber dur-.h lleberlegiing und 'gewivenbaste BerärbeU fundiert - ist. Gs wird larnw wenige bei im-? geben, die io ip-röde Materie den -Hörerii 'uabebringen. ja. die überhaupt' »nt fr-lä'eu' Dlii'iiieii e:u großes Pnblikiim anzi'ehen. kenne:!. Bin der Lbiedergnoe der Beispiele waren ''Iinb . 'Bo! s ' r e i m und B'-alter D l i tz l i be- 'travi. mst- Kiapier voilbracliie Bh'ener S c e l i-g- Des 7. - A-bounementslonzert' des 7uidi-sei,en RI u ' > k v e , e i n s Breslau ivurde »ul 'Ulozarls D::"enie cre''n.e!.. 'Bon G'.nzelhc'iten abge- :. e' - st!?-'Une.tisgeglicljen- Iudi'chcn Kulturbundes Rhein -Main über die Szene rollen. .Ihre .Kleinkunst nimmt - die von den russischen- Imitatoren eines '..veredelten .stalxirett-?"/ entwiekelten Ideen a>i>. mit besonderer Betoiuing der in den. südisehen-Feiertagen ruhenden Gehalte und . Symbole. In .dein zwischen Griist und Sel,erz pendelnde!! Geschehen - - Dialoge. Rezitationen. Lieder - - befindet siet, mancherlei, was. wie etiva ..Die vier Dopen", das ..Drendelchen". das „Lämiudieii" und die vstjiidiselien Lieder, die Absichten der Autoren ' ansprechend verivirllicht,- s'lndere. all zu farblose Nummerii'. bedürften der uochiualigen Ilcberprüsung. -Herbert F r v in m S Mutik iel,ärste die Konturen der Szenik. '.Ularta Gisenberg. iutirte deii Klavierpart >iewa»dt - durch. Begabte Opern- und Schauspielkräste: Gdill, G i i e ii h e i m c r . Leu, Stein b e r g . .Hans 2l f i e ii hei m , Bert B a r und Rudolf' Gn ii z bewiesen beisällswürdig il,re Biebseiligkeit. Blar G l, r l i et, als Bastermanu, Pallcuberg. Riel,a.rd Tauber: eine vcrbliiifende Annäherung an die Originale. Aber Glirliel, mm erst als Mar Glirlia, selbst!- D-leien ziui'gensertigen. blitzhellea, giitlierngen Berliner must wan gern habcii. wen».- cr. mit 'einem P'astlieben Spröstting, seinem düminliäien Sportplatzbekaniileii und den anderen Dopen - seiner dn'iUeriielien Plmntaste angeriiettkpinint. --' Das' 'Piibu-lniw des Ilidiselien -Knl-inrbnudes Rhein-' Blaiu erwiderte rollet Dankbarkeit die Witzkanouadeii mit knatternden Lachsalven/ Hermann Ludwig S ch I e ' i n g e r assistierte gewandt als Sciian'pie'.er und PlrvikilS'. die annuilige Partnerin -vieler -Di-rlvge. Gläre -A r n st c i u . steiierie .zum Programm noch einige, nielit 'übermäßig Unterhallende vhan'vns aus eigener t!'öerlstgtl bei. .X. H ~ e. Gin p.'l'.er Grst'Ig >var das im Rahmen des K u l tu; o u'-jt des veranstallelG Konzen des verstärkten Stütagogenchors der Hanplihnagogc. Muuiz n.uer der zielbewustlen Leirnng .'eines" ingcndl'.chei!" Dirigenten Alired Ni e n d e l.- Gin - abioee0'!:ing-?veiä,es. geschickt au'gebanies Programm legge - Ieugnis ab von ehrlichem kiinst-- laui.'!»?», T lreben. Gule Durchbildung verrietder Eber in 'A-erlen von -Kirschner. Roie. Sctiubert. Aaumbonrg und Haodn. blote G a h n . .Käll,e K I e; n , - opranl. Oberkantvr I o n a s (Baritoni / und Tens.B luin iTenori trugen als Soliiien au's' beste' zum Gelingen der Beransiallnng bei. Erika - T >1, i e t, c r > Drge!'. 'Böiesbaden, und Kart Gzuba: o (Bwäme) ,n Instrumnualslucken von Bach. Vitali und Würzburger. Alfred Blende l verdient auch alS dezenter Begleiter "genannt zu ,verden. Die Zuhörer gaben iviedcrhvlt ihrer Begeitterung durch spontanes Erheben zum Ausdruck. Rur hätte der Abend einen stärkeren Beinch -verdient. ~ M. L. In einem genustreichen Kulturbund» kvnzert in Kassel'trug Erich Tveplitz iFlöte,. Frankfurt ä. PI,. Bach, Lnsoni und Reger mit schönem, tveichem Tvn ansdrncksvvlt. vor. Den Höliepmikt bildetedie Nachtigall-Arie von Händel, in der der intime Klangcharakter der Flöte, abgelöst von den Echos eines Soprans, besonderen Reiz auf die Hörer ausübte.. Anw», H e i n em n n o. Kassel, brachte die stlachtigaUirnitationen dank ihrer gntgeschnlteii. lieblich , klingenden Sliinrne besonders tviiichön znin Vortrag. Sic gcüel ansterdern ich der Rvfen'-Arie ans dem „Figaro" "und in Schubert-Liedern. -Kurt H a v e l - la-ii d, Breslau, der sich als Begleiter bewährte, hatte auch-, als - Solist Gelegenheit, sein hervorragendes Können zu beiveifen. P- In einem Konzert de-?' Jüdischen K n! t u rb u ii d e -5 Düsseldorf zeigte Ginnih I o i e p h - L-» st h e i m e r. Plaiinheiin. , austergewöhnliche Leistnngen ii» Lied- und Kvlvratnrgeiang. Blühelvs bringt ihr voller, .'weicher und schmiegiamer Sopran jeden Ton. gelingest ihr die schwierigileii .Koloraturen -in strahlender Schönheit guid edler 'Reinheit'. Dazu kommt ein Vortrag voll'Geschmack, Beseelung uiid Anmut."der besonderc-D Lob^ verdient. Am Flügel Erwin P a l iu.^ Düsseldorf, al? ebenbürtiger Partner. Alice L.i f f m a st n und Gertrud N e u nt ann - Br i't n u. . Dütseldort. ipielteu Brahms' Bäriationeu über ein Theiua von Haydn au, zwei Klavieren. Beide Künstlerinnen cnüüten die - Voraussetzungen tür das Spiel aut zwei Iuftrumenlen: Indculität des A>tfchlags. der Phrasterting und des Vortrags. _ Dev wohlgelungene Abend, dem man gern ein größeres Aiidiivriiiin aewünscht hätte, brachte allen iinit- ’ lern wohlverdienten ultckbegeistertewBo-iall^Z. (/^ Der Kölner I ü d i s ch e n K ü n st g e in e i >i - schuft stellte sich in uneigennütziger '/öeiie die Pianistin Martha May zur Verfügung, die mit starker Beseelung und technischem Können Stücke von Schubert. Beethoven. Ghopiu und Licht ipielte. stn Grete'R o s e'n b a u m lernte man eine überaus i>,inpa!>,i'che Sängerin kennen, bereu wgrmer Sopran und deren lebhafte EestaUung sich vorzüglich zur Interpretation Brahmsscher Lieder' eignen. Enum, Weber begleitete die Künstlerin auch beim Bortrag der „Buttcrslst^-Arie von Puecini musikalisch/'undgewandt. Der Beifall ivar herzlich. , —yo— DaS CoHp"iuni musicum jüdischer Musikliebhäber in Leipzig veranstattete unter Leitung von Barnet Licht ein Kvnzert in der Synagoge. Die Trauersinfvnie für Streichvrchester vvu Lvcatelii iviwde im Gedenken an die im Weltkrieg gesälleneu jüdischest Svldateit stehend angehvrt. Tanja. U rv- Zuitser spielte mit starkem Ausdruck Fantasie und Klavierkonzert F-moll von Bach., Barnet Licht, der sein Orchester straff zu führen versteht, erntete mit den, ( om-er», grosso G-nioll op. 6, 6 von Händcl größten Beiiall. Plirsarn Z lins er als Prfnigeigeriit zeichnete sichbesonders rnis:- Aenne H v f t m n n n bewährte sich am Cembalo. Den Kviizerlen de-? Gullertinni muaicuni sollte man , stärkere Beachtung schenken; der Saal war. leider mir halb gefüllt. Professor Earl Flesch spielte auch'in Leipzig, und zwar iin Battenberg-Dheater. dem neuen-Heilst des dortigen Knltnrbundes/ Ans dem Programm seien das .-X-,Iui'-Kvnzert von Plozart, - Pastorale von-Händel in der Bearbeitung von Fleich. Pagoiiinis Oktavenstück (Eaprice Nr. XVIi, und Ticha,- kowslys Löi-önacke inölaneolicjne'besonders hervorgelioben. Der sehr große Beisall errang einige Zug-iben. Am Flügel wirkte wieder Rudolf S eh iv a r z als mitgestaltciider Begleiter. H.S. Das Konzert des F r a n £ t u r t e r K u I t u r h u u d v r ch e ft e. r -? in Hannover unter Hans Übilh'elin S t e i u b e r g verlief glanzvvl'l. Wieiieri'ch.beschwingt tind doch scharf rhhthiuisicrt erwnten die vertrauten Klänge der „Rv'äiunnden"-. Ouvertüre. In erhabener "Größe baute sich die Dritte Beethovens vor dem Hörer aut. Haws B a f l crma n u konnte im Vivlinkvuzert ll-ciur. von Brahms wieder alle "Vorzüge des hervorragenden Geigers vfsenbaren. Sein Ton war von —i-iiiiiaer BeieelNieit und - seine Technlt^EE^ssden schwierigen Part inül,elv-?. Das Publikum dankte in schweigender Ergrissenheit für die hvhen Kiinstgenüsse. ' 0. L. Im Jüdischen Knltiiibiind Nordhcrusen gaben E I ' e B e r k o w i tz und' m e r h'a r d Be r k o - w i tz. Hannover, ein Konzert ' mir "Werken jü-'- discher -Kpinpoiiisten. Plan hörte Lieder von Bernhard Sekte; und Guslav iücal3Ler, Arien von