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Central-Verein-Zeitung · 1936-04-02 · 14 (2.4.1936) · page 23

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
15 (1936)
Issue
14 (2.4.1936)
Date
1936-04-02
Page
– (sequence 23)
Language
German
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A uslandsnachrichten Amerika Präsident N o o i e o e 11 f)ot an das Bankett des " lUntioimt Ieivijh Hospital in Tcnver ein . iHeciriifjiincj:-irfjrcit>t'n gerichtet, in. dem er das. Krankenhan-s als „ein der Linderung menschlichen Leidens gewidmetes edles W-erk" rühmt. Der amerikanische Handelsminister No Per erklärte' in einem Begrüßungsschreiben, T>skriminierungaus Gründen der Rasie oderder Religion könne in dem nationalen Leben'Amerikas seinen Raum sniden. Litauen ' In (Gegenwart nvu Vertretern der. Regierung und Armee Litauens sowie -der- Meniel.-Reglerunq ' naud, tvie IDA meldet, in Alemel eine Kviiferenz r des Verbandes der jüdischen Kriegsteilnehmer .Litauens statt. Ter Goiiveriienr tum Rtemel K orkan s k as 1}icIt eine Begrüßungsansprache, in der er die hervorragende Bolle der Juden in den litauischen Frciheitslämpsen hervvrhvb. In Aiierlennnng der dem Lande von der jüdischen Bevölkerung geleisteten hervorragenden Dienste übergab der Won» verneur dem griegsteilnehmerverband eine neue In ähnlichem Sinne sprachen die Vertreter der litauischen 'Armee, Lberst L an d s karniki und Lberst L i a r in a n a s sowie der ehemalige Kriegsiiiinister General D l i s zu s als Bertreter des Berbaudes der -Koiemeuffi.^icro. General Tliszns trat iür ein srenndsehastliehes Ziisamme». lebe» von Inden und Litauern ein. (nbetonte, daß er -wahrend der Besreiniigskämvie die (n'= ’ fahrnng gemacht habe, daß Juden und Litauer in voller Harmonie Seite an Jette leben und kämpfen können, wie sie es jahrhundertelang getan hätten. Ter litauische Abgeordnete K i b r a n e a s versprach, daß er sich unablässig gegen jede jirdenseiiidliche Betätigung in seiner Provinz wenden utzrde. Es gibt, jagte er, Platz geling in diesem Lande für Litauer und Juden. - Ter titanische Staatspräsident emetvna hat den jüdiselien Arzt Tr. I. Segall zum Leiter des Gasschutzes iiir das Gesamtgebiet der ilteplibtik Litauen ernannt. Tr. Segall liat als LiNzier an den litaniictien Ireiheitslämpseii teilgeiiominen. nach dem Kriege war er einige Jahre lang Tireltvr des hebräischen Ghmiiasiuin-s in Riga. Zllacki seiner Rückkehr nach Litauen wurde er aiifgesordert, wieder in die Armee eiiiznlreten. Bis vor kurzem war er Taiiuätsches der Garniivn von Kamms. . Tie litauische Regierung verössentlieht eine in scharsem Ton gehaltene Kundgebung gegen die Berbreitung antisemitischer Aitual-mord-! egenden, die im Hinblick auf die .bevor-/ ste-he»den jüdischen Penach'Tage bedenkliche Iarmen angenommen und in verschiedenen Provinz- Zentren zu a n t i j n d i s eh e n N » r n h e n geführt hat. Filistere Mächte. so heißt es in der Regierungsklindgebiing. führen eine Agitation gegen die Inden: in der letzten Woche kam es verschiedentlich zu Ausschreitungen. Tie Bevölkerung wird aiifgesordert, die Hetzer der Polizei zu über, geben, die sie der gerechten Strafe Zufuhren wird. Oesterreich ■ In den jüdiicklen Kreisen ist man allgemein der Ansicht, daß die Unruhe, die durch die Bor- .stoße gegen die jüdische Gleichberechtigung in letzter Zeit erregt wurde, nur dadurch beseitigt werden köiiute. daß die Regierung eine Erklärnng erläßt, in der sie sich von den jüngsten Aeußerungen des Ttaatsrats K u u s ich a k, des Iesuitensxiters Bichtmair und des Wreiier Bi zebürgermeisters Tr. K resse entschieden distanziert. Auch in der Tagespreise 'wird die>em Bedürfnis der Lefientlichkeit Ausdruck gegeben. Ter „Wiener Tag" weist auf die ' jndenseindlichen -Koben und die' durch sie hervorg'erusenen Proteste hin, und bemerkt dazu: „Tie'Zahl der Kundgebungen zu den judenfeindlichen Aeußerungeu . ist nun recht beträchtlich angestiegen und es wäre wohl an der Zeit, daß eine offizielle Aeußerung zu den Denunziationen erfolgen wurde, gegen die sich, die Proteste richten. Die Bundesregierung hat wiederholt darauf hingewieseu, daß die aus , den Staatsgrundgesetzen vorn Jahre l^67 in..die , Bersassung der Republik. Lesterreich nbernomnu> . nen Bestimmungen über die allgemeliien Rechte der Staatsbürger auch in die Bilndesverfaisunq >9:',s eingebaut wurden., tztack, diesen Bkrfasiniigsbestlinmnngen..ist die Diskriminierung einzelner . Staatsbürger ' oder• eiiizelner Gruppen von Ceiler* neiüiern iinzulüfsig. Tie tliechtslage ist also keines, tvegs unklar. Ta es gich jedoch um eine hochpolitische Angelegenheit handelt, wiirde es sich wohl empfehlen, lvenn zu gegebener Zeit alle zuständigen Stellen, also vor "allem die Bundes- . regierung und die Baterläiidisck>e Front, ihre!, Standpunkt neuerlich Präzisierten. Auch eine . Stellungnahme der Wiener Gemeindeverwaltung .wäre sicherlich opportun." Rumänien Im Hinblick aus die fortgesetzte Terrorisierung jüdischer Studenten an der Ezernowitzer Universität durch antisemitische Hvchschüler. die die . jüdischen Studenten..am. Besuch der Bvrlesuiig verhindern. hat der Senat der Universität einen Ausruf erlassen. sowohl auf akademischem Boden als auch außerhalb desselben unbedingte Ruhe und Lrdiiling zu wahren, sollten.die Ausschreitungen .andauern, so iverde es notwendig sein, die Universität auf ein Jahr zu schließen. Im rumänischeu Senat hielt der trühere h>Hnifterpräsideut I v r g a eine scharte Rede gegen die ungerechte Beliandlnng der Minderheiten im allgemeinen und der Juden im l>esv!idereii. Professor Ivrga verlangte, daß der Grundsatz des gleichen Rechtes für alle Bürger in der Praxis Ausdruck findt't. R'achdem der Z e n t r a l r a t d e r I n d e n R ii in ä u j e n s gegen die Berletzung der in der Bersassung geivährleisteten Gleichberechtigung des jüdischen Kultus in Rninäiiien durch Streichling der bisherigen staatljcllen Beihilfen beim König, bei»! Acinislerpräsideiiten und beim Knltnsmiiiister Einspruch erhoben hatte, ist nniimehr eine staatliche Siibvention von zwei Alilliouen Lei für Zwecke des jüdischen Kiiltns in das Budget des tziillusministerinins eingestellt worden. .BHiiisterpräsideiit T ata r e s c ll hat dem Berbaiid der jüdiictlcm Gemeindeu eine vtsizieUe Mitteilung hierüber zugeheu lassen. Bon jüdiickier Seite ivird gegen die zu geringe Bemessung der staatlichen Beihilfe, die bisher «!'> Millionen Lei betrug. Einspruch erhoben. Roch vor der Bekanntgabe der ueueii Snbventiousfiunme hat der Zentralrat der Inden N'iiinäniens ein von dem Präsidenten Tr. Wilhelm Filderm an und den Generalsekretären Rt, Zelter- S a r a t e a n >l und Adv. M. B e n v e n i st i unterzeichneies Schreiben an den Rtinisterpräfidenteii gerichtet, in dem'darauf hingeiviesen wird, daß die Subvention für den reformierten Amitarisck>en und evcingelischen svivie mohammedanischen Kultus nur um ganze 100 OOU Lei herabgesetzt. die riir den katholiscl^i, .Uulnis sogar erhöht wvrdcm sei. während die Subvention für den mosaischen Kultus vollständig gestrickpn wurde. Jetzt heiße es. daß inait eine oder zivei Millionen Lei tcewilligen wolle. -Wir-fordern, heißt es imdem Schreiben, kein Almosen, sondern.unser Recht. Wenn der Ttaat über Riittel im Ausmaß des vorjährigen Budgets nicht versügt, dann müsse eine proportionale Herabsetzung,'nicht-jedoch eine ungleickp) itattsindeu. bis 1!MS. Iu verhüllter Form wird in der Denkschrift ferner mit einer wachsenden Gärung im. arabischen Lrieut gedroht, talls Frankreich -und England in ihrer Eigenschaft als Acandatsmächte iveiterhin die Forderungen der ' arabiickien Rationalbewegung, insbesondere in Shrien, mißachten sollten. Ta in den englischen Mandatsgebieten durch den Bertrag mit dem Königreich Irak und die Zusagen auf eine Parlamentarische Vertretung in Palästina eine.Lösung der arabischen Frage bereits angebahnt ist, isr man der Meinung, daß sich die Tenkschrift des. Emirs Abdullah im wesentlichen gegen. Frankreich richtet. ' Man glaubt, daß sie versuche, die Früchte eines künftigen 'Ausgleichs in Shrien zugunsten Englands.vorwegzunehmen. In diesem Zusammenhang Hortman auch von .Pläne'n, die' auf eine Bereinigung Transtor-' dauiens' und Surieus, vielleicht sogar-Palästinas unter der Herrschast des Emirs- Abdullah. abzieten - Die cIct arabischen Welt I» einem nnterrichlenden Anüatz „Tie arabische Welt von heute" «..Teutsches Bolkstum". 1S. Jahrgang, Rr. geht Proseüor Richard H a r t in a ii'n von der Feslelliing ans, daß das Aravertiim-nicht eine völkische Einlieit im eigentlichen Tinne, svndern eine durch ' Glauben und 'Sprache ziisammeiigelialtene Tlalnmesgemein'chait bilde. Ter Rluslii» iiihle iieli niein. z» einem beftimntton Slaat. nieilt zu einem Lande zugeliörig. . sondern zu der einen islamiielieii Gemeinde, die sa von hiechls ivegeu auch eine vvluisclie Einlieit sein müßte, iveim die'er Idealzmtand auch in dieser schlechten Weli seit Ialiclumderten luchl mehr ver» - wirklictil sei. Bon einem nationalen Gesiiht tonne davei niciit loohl ge'vroel'.en werden. Trohdem dürfeman heute noch 'von einer Einheit der arahiiehe» 'Bäett ivreelien. loenn die'e Einlieit aneli -sehr bnnt ziliammenge'eul ''ei. Iunach,': tonne von ' einer, blutinäßigen Einlieit der Bevollernng uiclN die Rede sein. Gewiß iei-iiberält ein echt-arabUchcr Ein'iäitag vorbanden: rein 'ei das arabische .Blut- - - und änch das nur in be'coranliem Alane ---- - in geiviüen Teilen Arabien-s: 'OiNt iibenviege l'iberall der in. denAnnzelnen Teilen des webieies vericluedene. mein ielbn ' schon sebr ,'gemischte Gruii.düock dev.Bevoltcrnng aus der Zeit vor der .islamischen Eroberung. Tie Zalit dex aravisclieii Eroberer t.onue immogliä, 'ehr hoch eingesäiatzl iverdeii. Tanet'e.i bedinge die tleigehende gevgrapliiiche Ber'äiiedenlieit der einzetinm ' Laiidereiiiheiieii des nngehcner. 'ausgedehnten .Gebietes'auch die Eulwicktuiig verickiiebener Eigenart der Beioolmer. und die maiinig'attigeii pvlitiichen Geickiicke der Lander. sorderleu nur die schon gegebene Ti''ereii.äernng. Aber bei alt dem übernnege doch das einende Band, das-die'gemeinsame Religion n»d die gemein'amenberlieiene Zivilisation darNelienI'jene erst heute. unt» nur znm Teil e'ru ge'avrdet,e. islamische Ziyilisatio». Aus den Gemeinden Im Februar 19K5 beschloß die Breslauer G e m e i n d e v e r t r e t u u g .. die Stiftung von den verstorlienen Gebrüdern Leßerreicher dazu zu verwenden, Häuser mit je sechs Wohiunigeu unter einem Kostenaiiswand von rund lvEuOtt . RM.zu errichten, um notleidenden jüdisclien Handwerkern der Gemeinde Beschäftiguiig zu ver'ck^iffeii und gleichzeitig den sozialen Zweck der Stiftung, die eigentlich für die Errichtung eines Waisenhauses bestimmt war. zu verwirklichen. Tie Häuser der Stiftung sind nunmehr vollendet und die Wohnungen bezogen worden. Es sind u. a. ein Kriegsblinder, zwei Kriegsbeschädigte^ zwei Kriegerivitwen, ein Kriegshinterbliebener, »ünf Schwerbeschädigte, ig, übrigen kinderreickie Familien sowie Körperbehinderte mit ihren Familien untergebracht worden. Tie . Gemeindevertretung der 7 Svnagogengemeinde B r es l a u beschloß in ihrer ersten Arheitssitznng liiiter-anderem, die Ilebernahme des Jüdischen Arbeitsnachweises durch die Gemeinde, -j- In der anschließenden geheimen Sitzung wurde Sauitätsrat Tr. Bach in Auerkeuuriug 'einer l'esondereu Verdienste um die Gemeinde zum Gemeiiideältesten ernannt. T.r. Bach, der dem neuen Geliieiiidevorstand nicht mehr angehört, war seit IBorstandsmitglied lind vor allem nn Wvhtsahrtsivesen führend, tätig. In T res de n werden von eiioa Gstä jüdischeii G e m e i u d e in i t g t i e d e r u < lü-'hbeirug deren Zahl rund ö30ü) 770 durch die Jüdische Winterhilfe betreut. -Tie' Israelitische Kuliusgemeinde F('cth sBapern) betreut .in ihrer Winterhilfe augcnblicktich l4S Familien mit Sät Köpfen. Ties eut- 'vricht etwa -0. Prozent der Gemeindcbevölkerung. die also ans annähernd IsisO geschätzt wird, l'-'-'ö iimsaßte die Gemeinde noch 2-7>00, l'os-1 noch etwa •JoOO Seeleii. ■ Zu Lstern wird au der Jüdischen Bvlks'äiule - in Tusseldorf das neunte "Schuljahr-'- e:n- . geführt werden. Im Tüsicldorscr Gemeiudeblart ' wird die Rotwendigkeit dieses neunten Schuliahres damit begründet, daß die heutige Sitnalion vom jüdischen Kinde Kenntnisse wertänge, die über das Winen eines.'Volksschnlkuides - hniausgehenT. und' daß eine praktische -Ausbildung, erforderlich: sei, . die zu neuen Berufen'vorbereite. Ter theoretische Unterridit um laßt die üblichen Schulfächer mit besonderer .''Berücksichtigung'»-des v Hebral'men. .und des Englischen: in einem zweiten. fremdivrachlichen Kurs -wird französisch gelehrt. Ter S:iu, ' des theoretischen Unterrichts ist: Bitdnng zu enieil'- Wetlbitd. das dem jüdischen Kind inneren Halt auf der Grundlage eines guten jüdi'cheu und allgemeinen Wissens geben soll. Ter prakti'ckie Unterricht umiaßt erweiterten Werkuiilerricht tur die Jungen, erweiterten Radelarbeilsunlerrn-n, mit Einbeziehung von Werkunterricht »nr die Rtadchen. Kochkilrie und Gartenbau werden iiir Iungens und Rtädcheu eingerichtet. Ferner wird lttzerl gelegt auf gute zeichneri'ehe Ausbitdiing. Pttege des Musikverftändnisfes und körperliche Erniauigung. Es werden ichließtich Kurie über Gefundbeilstehre. Säuglingspflege und Berbandstechnik abgehatlen werden. In einer .Kliratorininssitziing der Iüdi'ch-.'n- LehrakMalt -Iawne in K ö 1 n wurde die-Wiedereröffn,mg der Lberiekiinda zu Beginn des neuen Schuljahres beichlöheu. Tie Lberituw die'er einzigen höheren jüdischen Schute im Rheinland und Westfalen war Lstern 19M iortge'atten. Infolge der. forlschreiteiiden Abnahme deriüdiicheu Schüler an den Kölner höheren Scti.ileu .ist die Frage airfgetaucht. in we!ck',er Weite die Religionslehrer der- Svnagvgengeineinde andermeing ' be'chäfligt werden können. - Entsprechende Entscheidungen werden nach Lstern gcn'v'fen werden. Ter Begräbnisvlatz der Jentniien Iiraelitischen Gemeinde .und' der Portugiesi'ch.Irrdi'chen. Gemeinde in H a in b u r g . der iogenannle Griudeliriedhos. wird, wie einer Bekanntmachung der Borstände der beiden Gemeinden zu entnehmen in. geräumt und das Grundstück an' den Staat znm 10. September IRK! zurückgegeben. Tie Gebeine der aut dem. Friedhoi Pesianeten 'ollen naäi dem Gemeindebegräbnisptatz iii Lhlsdori uberge'nhrl werden. - Juristische Wochenschau die Marke Jjä FÜR STARKE die in den Gegenden mit christlicher Minderheit ielhfi über die Grenze» der llleligionsgeineilisck).,', hiiiansgreiie, »ud deren stärkstes Ptittet eben die eine arabische Schriftsprache sei. Politischer' und wirtsckiastlicher Triick >vie das eigene Empiinden von der Ilebertegenheit des Abendlandes — fährt Professor Hartmann fort — haben gleichzeitig mit der Erweckniig der Erkenntnis. daß man von der abendländischen Zivilisation zu lernen hat. -zu terueii, gerade-um das Unvergängliche und Wertvolle des eigenen Erbes zu wahren, das Gefühl von der eigenen Art vertieit. -und damit vollends nationales Selbst-'' beiviißlsein znm Tiirchbruch gebracht. Wenn heilte gerade in den — »ach abendländischen Begrnsen - - 'orlgescurittenslen Ländern die Entwicklung mehr nnd mehr in der Richtung eiiies lokalen Tvndernationatismiis zu gehen scheint, so ist das Beivußt'eiii von einer liötiere» Einheit der arabischen Well nirgends aiisgestvrben, nnd niemand kann vvranssehen, ob es nicht 'durch irgendwelclieii Aniioß, . vielleicht aus dem heule inleresiantesien Winkel.der arabischen Wett, ans Arabien selbn. wieder einmal-nberrascliende Kraft ' annetimen kann. PX'B üH'ldt't aus .lomcfalom: ".'lnläßlieh des Beginns der sranzönsch-ivriichen Berhandtnngeii in Baris veronenltichl die-arabische Preise eine Tentichriil des Emirs-Abdullah von - Transjvrdailien an den englischen "Anßenmiiuster Ede». Ter Emir vertangl in dieser Tenkichriit. daß England die Forderniigen der snriickien 'Ratioilalisten bei der französischen Re- . giernng linterslützen solle, vor allem also eine-endgiiltige Löiung der svrischen Frage »ach dem Muster des Irak, der früher britisches Mandat >oar. Ter Emir verweist davei auf seine langjährigen Benüihllngen iiin eine Beiriedniig des arabischen Lstens. iiachdem 'ein Bruder, der König Fei'ial. durch die Franzvien ans Tamaskns vertrieben worden .ioar. nnd ani leine sraiizosenirenndliche tlleiitralität während des zslnistandes -—der nn-iidien- Trchemim--Iahre lOJO.. Tie Tentichri'l Abdullahs enthält iveiter einen vvrsich-' tigen Hinweis an' 'eine veriöntichen 'Ansprüche ani das i’olitiH'he Erbe König Feisials. ivornnier "'anäi die- Aliwartscha'r ani den fpri'chen Thron fällt. - Tie'e Wiivariichail nützt sich aus die Ber-- - bindnng Fei'ials mit dem arabischen Aiiinand im Hed'chls gegen die Türkei in'den Jahren lOlE Gesetzliche Vertretung eines deutschbliitigen Vciters bei jüdischem Kind, Tic Ehe eines deutichblütigen Paters mir einer Jüdin war aus alleinigem Berichutden des s Rcannes geschieden worden. Tas Kind — Mi'chling — gehört der jüdischen Religivusgemeiiischait «»ii, gilt-alw als I'ude. Tie Sorge für die P e r s 0 n des Kindes steht deinuach der Mutter zu. ioähreud der Bater nur das Recht zur geier:- licüen Bertretung des Kindes in den. periönticheu und verwögeusrechllicheil Augeiegenheiteu behalten hat.. Tas .Kammergericht bat einen Amtrag der jüdischen Mutter, dem Väter mit Rücksicht ans die Raiienverichiedenheit zwilchen Barer und Kind das Recht zur Bertretnng des Kindes zu entziehen, in einem Beschluß vom tzl, Januar lü-'B („Teutfche Justiz" UKS«> S.. abgelehnl. In der Begründung heißt' es. daß die Viinderjähricge dem Bater. abstammungs- und ra»'enmäßig ebenso nahe stehe wie der Mittler, Teshaib könne nicht angenominen werden. d«rß der Barer sich ohne weiteres in einem rassi'ch bedingren io erheblicheil Interessengegeilsatz zri dem Kinde befinde, daß er schlechthin llilgeeignel zur 'achgeiiläßen Wahrnehiiluilg der Interessen des Kindes sei. Bielmehr könne, eine Entziehung des Bertretungsrechls erst dann in Frage kommen, wenn er a n ß e r der raisiichen Ber'chiedenheit sein Bertretiingsrecht mißbrauche oder 'ich eines ehrlosen oder nnsitttichen Berhaltens schuldig mache. Amtsgeriehtsrat a ß t e 11 e r mach! in einer Anmerhing zu dieser Entscheidung daraus merksam.' daß diese vom Kammergerimt ausgesvrocheueu Grundsätze ani den Fall u i ch l angeweiidet ioerdeu köiuieu, d«,ß eine von der geietzlichen BestiMmuiig des u;iv BGB - abweichende Verteilung des P e r ' 0 u e n'orgerechrs begehrt ivird. Bei einer Regetiuig der Erziehungsbesugnis kommt es also ans die rassische Ver'chiedenlieit an. Sv hat das Amtsgericht Torgau einer Witwe, die mit einem Inden bis zum Juli lO:r> in geschlechtlichen Beziehungen gestanden hatte, das Perwnensvrgerechr über ihre Kinder entzogen. Tas Landgericht Torgan bat die'en Besihiliß bestätigt Juristische . Wochen'chri'l" 1 S. Eü.'.t und in der Begründung ausge'ührl. die Mutter habe sich, durch den fahrotaugen Ber- . lehr mit dem Juden eines ehrto'ei: uiid uniitlticheil Berhatteus schuldig gemacht.' Sie habe diesen: Perlehr auch noch fortgesetzt Zu einer Zett. als die durch den' nntionalfoziÄ'isti'chen Staat Vtanmäßig betriebene Auiktärliug über die Ranentrage bereits soweit ins Volk gedrungen war., daß jeder einzelne »ich über die Perwer'ticrikett des Geschlechtsverkehrs zwischen -Arieru .und Inden klar sein mußte. Tamil habe sie die ra'te-- vvtiliichen Benrebuiitgeil des nati011aI'0;:ati-:i>'a,e Staates sabotiert'. Auch das Amtsgericht Lickitertelde bat in einem Beschluß vom Iannar IRZE (..Teur'cke Reäitsvtlege" V.'-'ü Rr. IJiii ausgesprochen, daß eine artliiid ränenividrig handelnde und sich'geacn sundaiiientate Grundsätze des nanonat'vu.'>ckistn icben Slaaies vergehende Rcutker das ibr -tnnehende Berkehrsrecht mit ibrem'Krnde nian m.n r verdiene nnd"-es verwirkt habe. Mischehen und Nürnberger Gesetze Aehulich ivie in dem in der E.-B.-Zeitung vom l'?. Rlärz t'Mö vervssenllichlen Urteil des Reimsgerichts vom -w. Januar IL-Ztz bat da-i-'ecbe wicdcruiii in einem Urteil vom I.-. Februar 1936 — veröstentlicht in der ..Fraulsurter Zeitung" vom-26, März' 1936' — ausgesprochen, daß. tur bereits bestehende M i i m e h e n irgendnoelciie Fol- -- gerungen aus dem Blutichutzgeietz vom G. - September 19:75 nicht,.hergeleiter werden können. Ja der Begrüudnug dieter Entscheidung beißt es: ..Rach dem Btiilichutzgeietz find Ehe'chüeßunaen zwischen Juden und Staatsangehörige:' deitt'wen Blutes nur tür die Zukunft verboten. Tarans wlgt. daß alle reclittimen Bezieb'angeil der Ehegatten zueinander bestehen bleiben. Tür den ehelichen Berkehr in einer Btiiä^he sind innnin nur die bisherigen gesetzliäreu Bestimmuiigen maßgebend. Solche Ehegatten sinddaher wie alle Ehegatten überhalipt einander zur ehelichen Lebensgemeinschaft verpstichtel. Ta die nationalsozialistische Wel'tausckrciuuiig im Blut'chiitzgesetz'-und der dazu - ergangenen Anssühriingsvervrdnlmg ihren vollständigen und abiaitießenden Ausdruck ge'undeil Par. ist für eine a u s d e n n e n d e A u s l.e.g'ü n g die'er Bor'christen unter Berufung' aus das Bolksemvs-.ndeu kein R a u m. Gewährung vo** Kinderbeihilfen nur an Reich Bürger In einer Turchsührungsverordnung zur Berord. niulg iiber dle Geivanrling von -K?nderbe::n:s>.:i an kinderreiciie Familien ' wird bestimmt, daß .lautende .Kindervettirlsen' nur Ettern erhalten können, die R e 1 ch s b ü r g e r im Sinn? des Reichsbürgcrge'etzes vom l-'>. September und. Verschweigen der Nichtariereigenschaft In den amtliäen M:tte:I:::'aen des Tren- Verordnung über Musterung und Aushebung zum ■Wehrdienst d:e Riairarier ausnatimsto-s der Erianreterve tt uberwie'en. ^Im Krieae werden d:e An sevorlge::" Jüdische Kommentare in der Ehrenrechtsprechung rechtsan'.oaltskammer vom ' Marz Jur:- tzeriän-sbarkeir der Rean-samvatte nrw.::r jud:st-ve Kommentare zur Reän-samvatt-sordmmg - 'innen 'vite.' testgestellr. daß die Enrengerichre der Anwalrskammern rv.re Enitcheidungen ans ei.rcnrm bewußt abtevneii. stch zur Begründung ihrer Entscheidungen an' i'idi'che Kommentare zu bs-

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