Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 15 (1936)
- Issue
- 14 (2.4.1936)
- Date
- 1936-04-02
- Page
- – (sequence 22)
- Language
- German
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Kampf gegen die Arbeitslosigkeit Von unserem ^Palästina- Korrespondenten Tol-Aviv. den 18. Märzlm Die Unilagerung der Bautätigkeit, die als ein Ausweg aus der Krise" schon mehrfach an-, gekündigt. wurde, scheint im (lange zu sein. Während--aul der einen Seite auch die Bautätigkeit in Tel-Aviv, dem Zentrum der..jüdisch-patästinen- ■ sischen."Bautätigkeit; sich von ihrer zeitweiligen. . Ermattung erholt hat und wieder anziehende Tendenz zeigt.-ist an anderen Stellen.sogar*.-eine... stetige Siegerung iibm den Rekordstand ‘des ' .Vorjahres hinaus’;z'u verzeichnen. Tu .Jerusalem _ waren im Pebrnarpdinvses- -Jahras 2t)ü neije Häuser ■- im Bau, das sind'genau 20 Prozent mehr als, im gleichen Monat des Vorjahres. l>,ie Landeshauptstadt. die den stürmischen Aufschwung der letzten Jahre nur zögernd und vorsichtig mitgemacht hatte, beginnt also aufzuholen. Der weitaus grösste Teil der Neubauten, nämlich ISA. wird mit jüdischem Kapital errichtet. Die Zahl der hei diesen Bauten hesfhäftigten jüdischen Arbeiter ist von lHJö auf 1717. also stärker ais die Zahl der Bauvorhaben, gestiegen. Diese Tatsache beweist, dass es gelungen ist, den Anteil der jüdischen Arbeit an den; jüdischen Bauten zu vergrössern.. Ein solches Ventil brauchte aber der Jerusalemer Arbeitsmarkt, weil in den dortigen Regienmgs- und Konimunalwerkstätten nur eine unbillig niedrige Zahl jüdischer Arbeiter beschäftigt, wird. Aus den Siedlungen des Schomron. insbesondere aus Karkur und Pardess Ghana. wird im Zusammenhang mit dem Endspurt der Orangenernte und mit den Chausseebauten bei Chederasogar akuter Arbeitermangel gemeldet. Nicht , unwichtig für den Arbeitsmarkt ist auch die Tatsache, dass im Emek Jesreel, doni wichtigen Zentrum der jüdischen - gemischten Landwirtschaft, die Dürregefahr dank neuer .Regenfälle als ziemlich beseitigt gelten kann, in anderen Teilen des Landes liegen die bisher niedergegangenen Regenmengen freilich noch unter dem Durchschnitt. und in vielen Orange . ■wesentlich früher als sonst mit der Bewässerung begonnen werden. Interessant ist auch eine Mitteilung des In- 'diistriellenverhandes Haifa, wonach die Industrie durch die Ereignisse des letzten halben Jahres kaum berührt worden sei. Die 7 .gelernten Arbeitskräften befinde Steigen, da in erheblichem Ausmass 1.« Fabriken erweitert und neue gegründet Trotz dieser deutlichen Entspannungszeichmi kann nicht geleugnet werden, dass stellenweise noch immer eine für die Betroffenen äüeserst empfindliche Arbeitslosigkeit besteht. Der Ausgleich zwischen den Orten des Arbeitermangels und den Orten der Arbeitslosigkeit ist deshalb schwierig, weil es ja verschiedenartige Menschen sind, die hier gesucht werden und die dort Artralen haben, zur Intensiv;-' igesetzt. So wurm mit der Applanierung der -Dumm 'm. :----uen Siedlung Kiryat Unajm begönne::. Pas*.- abgesehen von den ir. Bearbe.:u:ig b-'lf.n:liehen landwirtschaftlichen, siedln:>gsaufgabe. au m :n den Städten noch zusätzliche off—gliche Arer zu finden sind, beweist d-r-soeb-'n gefasste.Beschluss des Magistrats Te!-Av;v. eine g-roso-'r-» Summe für die Fertigstellung der zwerr.urx:ert noch ungepflasterten Strassen dieser Stau zu , bewilligen; ■-. ■ . . ' Hoffentlich?' und private F mauzinMiiute s.mf.; teilweise .schon mit recht gutem Erfo.g. bemuri.. , ■.palästinensische -Wertpapiere im Auslauj ab- /usetzen und dam t neu-'? 1; ve>: * ou'^ai- :.U. :,? ■ Land 7ii zceii-'n,,■Hi-'j'.'ji 'Problem ist :n vierlad-.- äusserst wuchtig; denndie Kre : tver^>-ga-’..g> 'Bauwirtschaft' mul 'Industrie lasst. xWifazn mv-‘i zu wünschen übrig i.ni me f-‘ B e' heitmancher Unternehmungen ist wanr-m-i;■ ue.r; Krise und auch noch spater lunibar geworden. Dabei ..ist die Zahl der Insolvenzen nach wie vor sehr niedrig, aber d e Mangel der 'Kap.tal- .verteilung. die sich wahrend der letzten Jahre herausgebildet hatten und auch die -Lnanz ehe... Struktur gesunder Unternehmungen beeintraca-. tigten, müssen erst allmählich bereinigt werden. Da die Organisation der jüdischen Wirtschaft hier noch in den Anfängen steckt, erfordert me Lösung dieser Frage Zeit und Kraft. Jedenfalls wäre es falsch, etwa nur mit den Massstäben europäischer Konjunkturforschung die lwärtigen Verhältnisse Palästinas tu b“- Dinge. die in - Europa ::n Handumdrehen zu erledigen wären, stossen hier auf unvorhersehbare Schwierigkeiten, aber de mit jedem Aufbau verbundenen Stauungen und Reibungen, die den Europäer befremden mögen, werden hier meistens mi-t ersiaauiTh-r Zähigkeit und Leichtigkeit überwunden oder beisf.te - sich sogar im die Entwicklung der palast Schaft—eineentscheidende sehen davon, dass noch un heit suchen. Ei Land ist nur denkbar in Verbindung mit ausreichenden Möglichkeiten der Siedlung.weil es ■ sonst für den Arbeiter kaum möglich ist. im Dorf auf unregelmässige Arbeitsgelegenheit zu ...o zu einem gewissen Grade sind bei der Lösung dieser Krage die Spitzenvorliände d >r. Kibbuzim und lvwuz.ot, der genossenschaftlichen Arbeitergruppen mul Kollektiv-Siedlungen, in die Bresche gesprungen. Der grösste dieser Spitzenverbände, der Kibbuz Me'.uchad. der ääod Mitglieder zählt, hat in den letzten Monaten 4«kJ neue Mitglieder aufgenommen, und dies in einer Zeit, wo' selbst die •'Arbeitsbeschaffung, für al'e Mitglieder stellenweise bereits schwierig war: ln u«chs‘»r Zeit sollen 4Ö0 weitere Mitglieder. neuere Einwanderer, neu aufgenommen ierden und auch für die Jugeiidaliia . aus. Deutschland, über die sieh die Spitzen des Kibbuz Me'udiad sehr anerkennend geäussert haben, wurde Vorsorge getroffen. Noch in d?n Anfängen steht ein Versuch, eine Gruppe von - hundert Mitgliedern, die zu einer besonder-n Gemeinschaft zusammeivgefasst wurden.’ für Schiffahrt und Ei?cherei. ausz.ulülden. um damit der jiidischetp Arbeit, erweiterte BetäKgungsmöglichkeiten zu erschliessem Die freiwillige Steuer zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit, welche die Freunde und Mitglieder der ..Hi.-tadrut“ (Jüdischer Arb eterverhaad) sich.selbst auferlegt haben, erbrachte bereits in den ersten Wochen mehr als öOUOrt LP. Diese Mittel, die ausschliesslich der produktiven Arbeitsbeschaffung dienen, werden im Rahmen einer grossen Organisation, zu der sich unter dem Namen ..Bizur“ (Konsolidierung) die Histadruth, der Keren Häjessod und die Zen- Le- - -- ■ •- . Köm:; . : ' r erb;. wie fast ai> aufmers-ame:: Beooacir.er. Kernfrage in d-r W a s? e r v e r > o r g Auch der La.e rn-gr-;:: d;e U gke;: Problem-, w- - - - ■. : al g---r:.-:. . .. zwi-chen .M-. i Muhen - > mernde F.ru -ar.-:- ’ln die?em Z.;-'am. Bericht besomi-r■' befindliche A u f: o Bäume haben m-r erfüllen: als Winds-. Der 1000. Jugendliche von der Jtigend-Alijah nach Palästina geschickt Lebensmittel-Versorgung, Regen, Aufforstung Von unserem ♦-Palästina- Korrespondenten Tel-Aviv. 27 Marz IPSS. Sowohl für die Aufnahme neuer jüdischer’ h für die Heicjug des L*:e:is- UUOtA» arabischen Feüach-N. :?t neu*ischen Lar.dw irt- Frage. Ganz ahgeungeheure Bodenflächen liegen, werden auch,die in Kultur befind- Böden zu einem grossen Feil schlecht ausgenutzt. Intensivierung der Landwinschaft und" Erschliessung neuer Gebiete würden di-» Lebenshaltung der vorhandenen Bevölkerung wesentlich verbessern und darüber hinaus obre alle Reibungen die Aufnahme neuer Einwanderer in weit grösserem M Die .. auf land weniger ausgenützt worden s:s dm Möglichkeiten. Wenn sich auch P, mählich vom reinen Agrarland?u e der gemischten, agrarisch Schaftsstruktur-entwickelt bat. e-o ■ uberwiegt doch innerhalb der Ge*amtbevoikerung noch immer die Landwirtschaft als der Beruf der grossen Massen. Eigentlich müsste die Produktion d--r heimischen Landwirtschaft dazu ausreich m den gesamten Inlandsbedarf zu befriedigen, uni zwar besser als bisher: gegenwärtig werden aber roh Millionenbetrage für die .Einfuhr von L- ':-■■■>- mittein verausgabt: Vor allem aber ist w-.'hvg, dass die Landwirtschaft von der Natur rur Produzentin des w Einigstn -palastinensei'.- n . Ausfuhrartikelsbestimmt :>t: der.tv -.i:-* 'Austc.-.r eines Landes wird sich imm-r e:st--r Lu -r auf solche Erzeugnisse stütz-::, für : - natürliche Produktionsgrundiage sowor.i hutsichtlich der phystkalisor.en Guge:---ti;-:t-:i als auch hinsichtlich der Tradition, sow> r Eignung und Erfahrung der arb-.tet-d-n M-' sch-n ist. Alle diese Voraussetzungen aper für die wichtigste Ausfuhr;::iustr.e Pai.ä- Orangenbäu. »-S zwar nicht unbedingt richtig — oft behauptet wird —. nass Palästinas Lebensmittel iulanz e.r.e.m Euifurrüberschuss abschliesse. dass also' die' -Landwirtechaft in der Tat bisher noch nun > n Ernährungsbedarf des Lann-.-s d-. c^-u t-. Ls Wirklichkeit ist dem Werte muh u - A.isfnt.r an Lebensmitteln un i Getränken genau s - gross wie die Einfuhr: es finde: atso- :v.:r e > -t--n- 1 austausch statt, p.-e. Hmfunr ar: ar.u-re:: mittein wird mit -i-r Ausfuhr vor; s. •■rusfr-.. utm die Palästina un Ubrii^ ir*. z Bchon damit leis:-: -'U-e i iru?p:..u - m - - n sehr erheblicnen B-.trag für e N^ .t..ng?m. Versorgung u--- La:: 1—. Ai—r s—. W.-.7 :> sn-r nicht iinstand-'. d..uu - r . z . ->i- '- tieren. das? aiicn der Lu.f, -ui :tt str-eilen Fallt.Kal-ii’.. der ja -ut Zeilen des Auibaus. -i-r r. u: U: g :i-.:-r Fafu-ike». sowie uer starr;--:: L.::wa:.:-:ut'.g : — -sonders gro??■?-'::,i muss. -w-u. decken und noch t-utie wie Fleisch. Miichprc-iuKt«. iu 'ausreichenden M-rgeu M-r Wichtiges Material m-r Lage rieht. - den >!-" Per - Jagend- .Zukunft i>cr>- i die Aufgabe, die-.heute ..mb- und b-vci-derer Sc:;\v.,-r.gkl \. D e ..Arm-.l?g'-m-i:-?c:i.>it für K .lugen.t-Alijah'* mlfi zu utr-m dieser Aufgabe. W-'m;?.-■ jetzt -o tau?.-::!- 'sten ‘jungen ju.t.scner. Menschen \en Deut?<-:>- fand mic-, Palästinas.'i.cki. ' - > i--.teai.it -m? dass 'Zukauf: gefuhrt ■ war-iem De Jugend-AL-ah k--:u:‘ keine Ndiranken jüdiscii-m-rie uch.-r Art. Nicnt aue.n'.lugeii-tnch.» der zion sUscm-a Bun ie \ er?-u: ••.-i--i -t--r Rieh-, Jungen.?omt--rn auch J m ge.,;>:.d M.i l-.-lo-n. de frutier o :-r u:-'r.i.u.ipt k--.: n.-. l b u l n ngen ' batten, ver,:e:i m.-r v.-re.mgt. Darul—r luuatir» steil-n r.atünich a-u.-h Uui.-rs.-iii, ,:.- m!>.-zug auf H-'-rk-u’u neu. sozuaie. >!e iu-.g der Eltern.. r*T - g-.se i.ui'ieiiu’ig ke-n-r.-'-: lirmnm.N-e -i.ir. Jag»-: -i A; ijan >l w .Ie* -Gen,.--m-cliaft d-r Jug-.-r:-f. Da'ei w rd s.-’i^tversiandiich auf. .Le Ac,- s.-hauung des -einzelnenjungen Menschen Kuck-- s eht g-nontmem Um nur das Beispiel der .religiösen Jugendlichen herauszugreifen: .für ihre wo;.-ui. w--,f.-ie 1 rib-ib: -!. la!.'.. .-m-fimlig zu macii'-!!. u •••} -!u-J;-f-1i Ailfgai‘--:i A u-r-mi!!-! d.-r .nächsten in \ i-! >i;trk--rm V.-als t?!:--r Artieitsg--:;:--.akl:;.' umiihif.-n 1 unterstützen I' -Ar', ui-c'n.if? für - k md.-r.- und •■.-••• i - -.-r'i.,1«. .Ms lauf--!!-!.-:,. .i.-inr.-? ’Wi- *- Pau--iid ju-iischer ' junger M-n?.üi»-m mi.-i l'icslina zii t.rii-.gen. um so der Jugend ein- Zukunft zu bereite::.- R. M. ue-I als natürliche Regulatoren für d»n inneren Bi »her 'hol. na;h den Feststellungen de*- Bericht--?. '2>ihin.rn mit > > rang -- n mi-t 4M i'aram mit Grapefru-chi bepflanzt. Sio -kdaie glaubt, i.’a-s - *h 72 D.-.maui ’ t «'rangen u:ui L>oItunam mit Grapefrucht .i-ep:lar,7t wrden konnten, wenn es gelang.-. <n- Was?erfrage zu losem -Eine ge?etzbche Aui.’aube?chränkung. wie sie im Hinblick auf dm Stauungen am Weltmarkt 'mehrfach er-.rt.-ri worden war. halt er nicht für spruchreif, zun.ai die B-'teihgt-n selber in dieser Frag--iiichi Der Export von Frucht?aft.-;i und -koa-erven. der -!.-i ei-enf.-U? da? ganze da’nr h-mdnrcii möglich;■?*. ma-.h: 1-ortschntte.;:ml auch liier dnrib-?::i zeig-::, da?? -!i- A..?f-.iiir -v..n-v.-!:ii t.:z-'üg:: :??,-:i :: ai-ie-t-.-.i' ••''•.•;:?.> ' 1 <■ i11i i-l. w - - r- - '■ :• x: " kd.-.- - Die Zuimbm-- .je? ]:■ Werd.-ns" - -noch .n-.-bt g.D--m judisc S-.'d'.-r?I--b>-n w -haltl'-.-tr»*’F or>cbung. i z-'-itliche Schulung;;« iiganisatibn und auch Kapital m gr.-re;n 'Ausn-.i?? -zur Verfügung -als dem a-ai.--.-h..,, I’-'11a.Ü!..,i, Aber diesr hat .1 ,;-:r de-, \h.r-. | d-T .'Jraditinr,. der F.riahruag, .!> :> .n?i:!iki;v>-,i bum fur die F'or- - de| l'IIg.--,, d- - B<-!--!,?- i:1 d - Vs-hs. die der li-ai umg.-?.-io.-h!ele jlldl-cj,-. Siedler »oeil Iio-Iit bah-,,. kann. - so reagj.-rt nicht i NeiA.,?!iat auf i:i d--r . I... a-i-w i rt?cnaft e.f.mai, - hw. r. v--rine:.ii-.;j,..:, /w^.-u.-ufaU« au.!i iii.l c,ir..•:i -,- i;• i• -:-1 1 i»-kämpften' I- , . V. ‘ . . - a I at.l?clie,i B-oi-i a.“g- I <: .. . r v;.-1 i*■ ■.-iit auf den er-r.!i LU-. ad- >-.!--- v<-rnrt-il. ----- K - - di-' ja g I- -me- Z-." '? :t : a.- Karii-t'-- .u. .w - 1- -g- >. ■ i -: ----- d - i.g gegen Nen.-rini- ■!.--r Ib-zirk-- - -!■- 11 -1 r i k t - - L ie --- --- Trink- . ■ •> . . n Vo-h- P: d. - i ‘ Verkehrsreform in Palästina!. .-• da -khi'i; - r.-'Cj.-tzt ,. -rh*-- li-jmr- -7t. ■nimmt -t.-nfali« - n -• a i- B—. ' t K n w - : : Mt }•■ ■ g-. r arat- -ch--u La- - und eb-'-n :■ - ii._u ^« .-mm.--am - : f..:. .1.; A ■- " :• 1 a--..-'-> V.-‘z'm. - -. g ' - - - . : i :: .7.“ 7“T . i;,. k-1 a:.M . . .. i :. A r :• -; t