Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 15 (1936)
- Issue
- 14 (2.4.1936)
- Date
- 1936-04-02
- Page
- – (sequence 21)
- Language
- German
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Jn den städtischen- Berufen. Zum Vergleich sei die Berufsgliederung oinitior -anderer. Länder ' beigefiigL (ebenfalls in ■ Prozent der insgesamt' Berufstätigen): ■voll als die Höhe der Kapitalinvestitionen; wir, haben darum in unserer Tabelle diese nach verschiedenen Schätzungen, die aber nicht zuweit von einander entfernt sind, verwandt. Die La- In Vo der Beschäftigten Landwirtschaft -. Industrie und Bergbau . . . . Handel und Verkehr . . '. -. . .Freie Berufe und Verwaltung > -Häusl. Dienste . . ", ,^'ersehiedene . . . . . . . ,! 49.1 18.4 l - 3.9 . Wenn diese Zahlentialurhich aucli. mir eine . beschrankte' übernationale. Yergleirhsfalngk’eit haben; da die Zahlungen nicht einheitlich sind. . so lassen sie doch den . Schluss zu, dass die jüdische -\\ irtsdiaft in Palästina ■ heilte .eher nacti der Richtung, der Industrieländer tu,,neigt als nach'der .der Agrarländer. Am meisten ähnelt der Borufsaufbau dem -der. Vereinigten Staaten, welche im (iegensatz zu -den anderen Ländern ebenfalls ein Koloniallaml sind, freilich unter ganz anderen Verhältnissen in Bezug, auf Bodenschätze und landwirtschaftlicher Bewirtschaftung und in einer ganz anderen Plinse der Entwicklung. Die K i n w a n >1 e r u » g der letzte nf ii n f .1 a h r e. die somit Palästina noch starker in die Richtung des Ausbaus der Städte und der städtischen Wirtschaft, getrieben hat. setzte sich aus' recht- Ii e t e r o g e u e n K 1 e m e n t e » zusammen. Die -tragende Schicht war wohl ebenfalls wieder eine mittelst ä .1 i s c h e mit kleinen und mittleren Kapitalien, dazu kam aber auch eine kleinere Zahl von (irosskapitalisten, .die znin Teil auch- (leider von im Ausland sesshaft 'bleibenden ■Personen., ins Land '•führten. Krheblic.h war weiter die Einwande- -Tung von Angehörigen fre irr Bortifc, zumeist ebenfalls mit einem Kapital-, und vor altem, im .lalir 1935 die von Angehörigen von bereits in Palästina Lebenden. Der wachsende Zufluss von Kapital ermöglichte weiter die Erhöhung der Einwauderungsziffer von Arbeitnehmern. die meist ihre Spezialausbildung in Industrie oder Landwirtschuft ausserhalb des Landes erhalten hallen. Die (i rund läge d e r k o.n j u n. k t »re 1 1 e n E n t w i c k tu n g. war nuii in diesem Zusammenwirken der Ein- . Wanderung von Kapital und Menschen zu suchen. Dabei liegt der Nachdruck darauf, dass beide-innerhalb der'letzten vier Jahre ständig und verhältnismässig gleichförmig stiegen und somit eine ununterbrochene Vermehrung der Beschäftigung mit sich brachten. Die folgende Tabelle, gibt, ein deutliches Bild dieser Entwicklung. . i.m i»;« 1134 ms Klnwanderunc . - . . . 9551 30 327 -4L 359 61 854 Ka|Htall*trii . . . . -. - 754 3 267 5P« 6 198 Arbeiter . . . ... 2611 11 4fis 11 276 1072 Angehlirlgc '«n I’alästlna-Renohnern 1541 -3 155 7 281 17.629 Klnwanderer deutscher StantsariKchttrlskrlt . 462 5 515 6 941 5 464 Elmxnndercr polnischer SlaiUsanpchllrlKkcIt . 1160 11111 18 028 211107 -Investierte Kapitalien (In 31111. Pfd. Sterl.) 1142 1123 1»34 1»35 nach verschiedenen Schält/iingen . . . 1 - 1.25 5.25-6.10 - 8.5-10 10-12 I'.i,„- exakle Zahl des Kapital-zuflusses nach Palästina ist schwer festz'usielleir, nach Angaben von Weizmann stellte ersieh in d m letzten vier Jahren, die .auch in unserer Tabelle erfasst sind, . auf etwa 29 Millionen .Pfund Sterling. Der Kapital-zustrom ' ist natürlich weniger bedeutungsrallelität -von Einwanderung;-un-d- K a i> i t a l a n 1 a g e ist .ganz deutlich - sichtbar,- . Insbesondere die drei letzten Jahre, lassen ei- 'kennen, dass je Einwanderer durrhschniUhcti etwa -00 Pfund Sterling Neuinvestitioneu vor-- : genommen worden" sind. Aber auch das Verhältnis vom kapitalistischen Einwanderer (d. h. mindestens 1000 Pfund Sterling Vermögen) und (iesamteinwanderung ist ziemlich konstant-, etwa 1*2 Prozent waren Kapitalisten und erst 1935 sind infolge der starken Anforderung von Familienangehörigen nur etwa 10b- Prozent der Gesamteinwanderung der Kapitalistenkategorie zugehörig. Das ausserordentlich günstige Tempo des Zuflusses von Kapital und Menschen hat also weitgehend zii der gleichförmigen Entwicklung bis Herbst 1935 beigetragen. Dazu kam aber weiter noch, dass in den letzten drei Jahren die Neueinwanderung durchweg etwa 22 Prozent der jüdischen Bevölkerungszahl des Landes betrug, dass also auf knapp 5 zu Anfang des Jahres zur jüdischen Gemeinschaft zählende Menschen ein Neuein wunderer kann. Die hebende Wirkung dieser Tatsache springt in die Augen; die w'irt- . schafttiche Aufgabe des Landes lag nun. darin, jedes Jahr neu für über ein Fünftel der Bevölkerung neue Wohngelogenheiten. Arbeitsplätze, in gewissem Umfang.' auch Nahrung und Kleidung zii schaffen. Ein Fortgang der bisherigen Entwicklung müsste nun aber zum allermindeslen eine Steigerung der Kapital- und Menscheueinwanderung im gleichen Umfang zur Folge haben, d. b. für 1930 einen Zuwachs von rund SOO(K) Menschen, wahrscheinlich noch etwas mehr, da die Ziffer der Einwanderung von 1935 nicht die im Land selbst Legalisierten einbegreift und das Verhältnis 5:1 mir ganz schematisch ist, da nicht von der Zahl der Bevölkerung, sondern der wirtschaftenden Individuen auszugehen ist. Deren Anteil ist aber unter den Neuoinwanderern prozentual .grösser als unter der ansässigen, Bevölkerung. Ebenso müssten die investierten Kapitalien steigen. Der wirtschaftliche Aufbau des Landes hat somit gewisse Aehnlichkeiteu mit der Struktur . einer Bausparkasse, wo jeweils der Neueinzahlende die Zuteilung an-einen vorher Dinge trete neu ermöglicht, wo aber eine Stockung eintreten muss, sobald das Tempo sich verlangsamt. Sehr richtig stellt aber I)r. Etting e r, Tel -Aviv, in der Zeitschrift ..Palästina“, Fe- . hruar-Heft 1936, fest, dass nicht einmal die Wahrung des gleichförmigen Einw'anderungsproporzes die Aufhaukonjunktur des Landes für die Dauer aufrechtzuerhalten vermöchte. Denn es liegt im Wesen der kapitalistischen Wirtschaft, dass der Unternehmer seine Betriebskapazität nicht dem gegenwärtigen oder demnächst zu erwartenden, sondern bereits dem späteren Bedarf anzupassen sucht, und dass hei einer so stürmischen Konjunktur, wie es die palästinensische in den letzten Jahren gewesen , ist, HU so grossen mobilen Kapitalien und' ebenso mobilen, nicht verwurzelten Arbeits-, Kräften die Spekulation auch eine künftige Konsumsteigerung zu eskomptieren sucht, und. damit auf vielen Gebieten, wenn nicht schon jetzt-, so doch bald auch bei arithmetischer Steigerung der Einwanderung von Kapital und Menschen eine Verlangsamung der Konjunktur eintreten müsste. Dazu kommt, dass im letzten llak’iahr das Tempo sowieso erheblich nachgelassen hat und die Einholung - der allen Tourenzahl wiederum einen nicht unerheblichen zusätzlichen Antrieb bedeuten müsste. So wäre also; zur. Aufrechterbaltung der Konjunktur in Palästina, worunter in visier Liniedie des - Si-hlüsselgewerbes.; der Bauindustrie, zu. verstehen, ist. eine ganzo rh.e h l i c Ire S t e i;g e. - r u n g d e r E i n w a n d c-rung u n d des K a p i t a-1 z u f 1 u s-s e s - nötig. Beides, ist unwahrscheinlich: politische wie devisenbedingte Tatsachen und Massnahmen stehen dem entgegen. Die Regierung des Mandats hat schqp durch die Herabsetzung der Arbeiter- Schedule gezeigt, dass ihr das Tempo der Entwicklung im letzten Jahr zu rasch war. Die nunmehr offenbar fällengelassene Erwägung, den Mindestbetrag des Käpitalistenzertifikats auf'2000 Lst. heraufzusetzen, liegt in derselben Richtung. Wenn die politischen Vorgänge iiii Vorderen Orient auch den A nstos s zii .dem Rückschlag im letzten Herbst gegeben haben, so ist dadurch nicht etwa die gegenwärtige Depression verursachtworden. Die Eigenart der palästinensischen Konjunktur trug den Keim dieser Krise.bereits in sich. Zwischen den Vorgängen im Lande und der Einwanderung von Kapital tnd Menschen besteht aber eine Wechselwirkung..- Eine Wirtschaft wie die palästinensische, die einerseits nur geringe innere Reserven in Form von Bodenschätzen oder anderen Ausfuhrerzeugnissen hat, andererseits durch politische Gefahrenmomente dauernd unter Druck steht oder plötzlich unter neuen Druck gesetzt werden kann, bei der Bodensperre und Fehlinvestitionen eine Rolle spielen, istfür Menschen nicht unbeschränkt aufnahmefähig. Nicht die Verringerung der Einwanderung ist an der Krise schuld, sondern die Entwicklung im Land wirkt sich in der Richtung verringerter Einwanderung aus, wie Ettinger in dem erwähnten Aufsatz richtig ausführt. . Ein Kapitel des palästinensischen Wirtschaftsaufbaus ist also mit der gegenwärtigen Stockung w-ohl abgeschlossen, eine Konjunktur, die in verschiedenen Phasen durch Investitionen vor allem in der Bauwirtschaft, teilweise wohl auch in der Industrie bedingt war. Wann eine neue Periode verstärkter Einwanderung beginnen wird, hängt von politischen Ilmständen in erster Linie ab, es kann eine Frage von vielleicht nur kurzer Dauer, aber auch von Jahren sein. Die geringere Kapitalzufuhr dürfte natürlich auch auf den Aussenhandel des Landes - Wirkungen haben. Die Einfuhr wird zurückgehen, und damit bedauerlicherweise auch für den deutschen Transfer eine neue Schwierigkeit auftauchen. Wie weit der Krisendruck im Inland wirksam sein wird, hängt ab von den Möglichkeiten zur Umstellung, von der richtigen oder falschen Investition in der Krise und von den Massnahmen, die von der Regierung und von den jüdischen Organen -ergriffen werden. Wichtige Sektoren der palästinensischen Wirtschaft sind weitgehend kris'entes t, vor allem die Landwirtschaft, und eine verstärkte Siedlungstätigkeit ■ wird das beste Mittel zur Krisenbekümpfung sein. So kann auch die innere Kaufkraft langsam gehoben werden, die heute noch, an europäischen Verhältnissen gemessen, sehr gering ist. In der Hebung des Fremdenverkehrs, dessen Rückgang 1936 sieb krisenverschärfend bemerkbar macht, liegen gewisse , Chancen. Die Zitruswirtschaft und die-Industrie können, je nach ihrer Entwicklung in den nächsten Jahren; die Konjunktur günstig oder schädigend . beeinflussen. Aller dieser unbekannte» -Grossen' wegen scheint es aber notwendig, dass die' verantwortlichenjüdischen - Instanzen künftig p.J-.ii n v.o 11 e r als bisher vor-- gehen und Auswüchse wie die Bodenspekulation der vorangegangenen dvonjunkturphase ■ vermeiden helfen. - -- - ' - - * - ■ flirr mirhstc Aufsatz und die Industrie in; . rulüstina bcliyiidclii.J Politische Notizen Arabische Arbeiter-KAiiipfverbände. Während sich an einigen Stellen des Landes arabische Arbeiter zur Zusammenarbeit mit der jüdischen Histadrut Haowdim entschlossen haben, wird von seiten der arabischen Nationalbewegung jetzt der Versuch gemacht, selbständige arabische Arbeiterverbände mit ausgesprochenem Kampfcharakter zu gründen. Wie bekannt, hat der Iligh Commissioner dieser Tage die arabischen Forderungen nach erweiterten Befugnissen des -Gesetzgebenden Rates abschlägig beschieden und seinen Vorschlag, die Grenze für die KapitalisterirEinwanderung auf 2000 LP heräufzusotzen, fallen lassen. Der High Commissioner bei Dizengoff. Sir Arthur Wauchope hat bei einem privaten Besuch, den . er dem Tel-Aviver Bürgermeister Dizengoff abstattete, seiner Befriedigung über die Lösung der schwierigen Budgetfrage Ausdruck gegeben. Die Aufstellung des Haushaltsplanes für die Stadt Tel-Ayiv stiess dieses Jahr auf besondere Schwierigkeiten. Tel-Aviv erhält eine wesentlich geringere Regierungsbeihilfe' als Jerusalem, obwohl es als grösste, einheitlichste und modernste Stadt des Landes besonders umfangreiche öffentliche Aufgaben zu bewältigen hat. Ausserdem hat die Aufsichtsbehörde die sofortige Rückstellung erheblicher Beträge für den Dienst -der bevorstehenden Englandanleihe in Höhe von 1 MM. LP gefordert. Der Stadtrat hat bereits beschlossen, die Schulsteuer und die Haussteuer um je 1 Prozent zu erhöben. Ausserdem wurde eine Kopfsteuer vorgescblagen, um Mittel für den 'Ausbau der Sozialfürsorge zu beschaffen. Auch eine Senkung der höheren Beamtengehälter — das heisst nach hiesigen Verhältnissen schon der Gehälter über 10 LP monatlich — soll erwogen werden. Es zeigt sich immer stärker der Widerspruch zwischen den beschränkten Befugnissen, welche die unter anderen Bedingungen geschaffene Municipalitätsverfassung der Stadt Tel-Aviv gewährt, und den wachsenden öffentlichen Aufgaben, die sich aus der stürmischen Entwicklung zur modernen Grossstadt und zu einem jüdischen Wirtschafts- und Kulturzentrum ergeben. * „AMICA“ und „PICA“. Zum ersten Male haben sich die „AMICA“, eine Tochtergesellschaft der PTCA und der Keren Kajemet. zu gemeinsamen Bödeukäufen zusammengetan. Radio Jerusalem. Der Sender Jerusalem, der Ende März endgültig in Betrieb genommen werden soll, hat mit Versuchsemlungen'begonnen, um sicherzustellen, dass sein Betrieb den Empfang anderer Stationen nicht beeinträchtigt. Etwas Uraltes zur neuesten Industrie Palästinas Kürzlich wurde hier mitgeteilt, dass jetzt in Palästina eine (Tlasfnbrikation begonnen werden soll. Hersteller sind die Ulioeniziu-tilaswerke, die 70 Arbeiter beschäftigen werden uirti mit einein Kapital von EU>00 Pfund ausgeslallet sind. Die Fabrik befindet sich in der Haifa-Kay; das ist für den Fachmann -selbstverständlich, denn dort findet sich das Bodenprodukt, das für die Fabrikation -gebraucht wird: der Seesand, -der. wie B o nn e in seinem Palästina-Buch berichtet, an-dieser Stelle der Küste -einen ausserordentlich hohen . Kieselsäuregehalt gegenüber allen anderen Sandproben Palästinas . besitzt. Der Nichtfaehmann sei daran erinnert, das (ilip; aus dem Verschmelzen von Sand (Kieselsäure), Kalk und Natriumsalzen (/.. H.'Kochsalz) gewonnen -wird, . ... Diese neueste Industrie des Landes isj aber zugleich seine älteste, wenn wir nicht sogar die V rspnmgsquelle für diese Industrie überhaupt dort vermuten dürfen. Das Glas wird in der Bibel schon sehr früh er- . wähnl mul gleichzeitig werden Ursprungs- Ort und Quelle des Rohstoffes erwähnt. Kein.Geringerer als. Mosche Kabbenu halte genaue Kenntnis hiervon, lind so finden wir in seinem letzten Segen, dem berühmten letztem Kapitel der Tora in Kapitel BB Vers 10 in einer. Schilderung der Auf- -ffltwvOT :mr Me.^-ooyoipienaen Stämme Sebulon und lissachar und deren Erworbsmöglichkeiten unter anderem folgende Stelle in der ZunzsclnBi Uebersotzung: „Den Ueherfiuss der Meere saugen sie und das Verwahrte. Verscharrte des Sandes.“ Kasclii bemerkt zu dieser Stelle, dass cs sich ausser um die Purpurschnecke zur Bereitung der Tsclvelethfarbe auch um den weissen' Sand handelt, den man zur Herstellung des Glases benötigt. Auch Tacitiis und Plinius berichteten, dass man südlich von Akko beim Flusse Beins wahrscheinlich die Glasbereitung erfunden habe oder doch wenigstens das Glas in grösserer Menge zu bearbeiten verstand. Auch iin Buche .Tosua, Kapitel 11, Vers 8. und Kapitel 1B, Vers 6, werden alte Glasmaclierstätten erwähnt. Jösua verfolgte bei seinen Kriegszügen' im Norden des Landes die Feinde bei Sidon, dem heutigen Saida, etwa 90 km nördlich von Altes palästinensisches' Glas aus der Zeit des zweiten Tempels (National- M museum in Jerusalem) ■ Fot. Herbert-Sannen feil Haifa und zwar bis zu den Wassern, die Luther mit „warmen Wassern”, Zunz mit „Wassergräben“ und Fürst mit „Salzbrennereien“ richtig zu bezeichnen glaubt. Sicherlich diente das dort gewonnene Salz nicht nur als Komponente zur Glasherstellung, sondern auch für Speisezwecke. Aber in einem solchen Lande, in dem die Salzgewinnung auf leichteste Weise mit bester Ausbeute am Toten Meere möglich war, wäre die Notwendigkeit dieser SalzgewinnungssLUten am Meere nicht zu verstehen, wenn nicht der Ueberscliuss des Salzes auch für industrielle Zwecke, nämlich zur Glasfabrikation, in der Verbindung mit Seesand des Meeres und des Kalks der Gebirge ausgenutzt worden wäre. Noch heute soll man in der Nahe von Tyrus (heute Zor) solche alten Stätten in Verbindung mit alten Glashütten an-, treffen. Die Fabrikation scheint nicht leicht gewesen zu sein, da das Glas als etwas sehr Kostbares im alten -Israel'galt. Aus Hiob, Kapitel 28 Vers 17 über die Unschützbarkeit der Weisheit lässt sich entnehmen, dass Glas sogar dem Golde gleichgesetzt wurde. Dort heisst es: „Nicht schätzt man sie (die Weisheit) nach Gold und Glas.“ . Aus altägyptischen Grabfunden geht hervor, dass das Glas schon sehr früh erzeugt wurde, und zwar in Aegypten aus Kalk, Soda und höchstwahrscheinlich' Bergkristall, statt der kieselsäurehalligen Beimischung. Sollten also nach den Worten von Mosche Rabbenu 'israelitische Stämme zuerst den Sand als Beimengung verwendet haben, so hätten wir hier in der noch heutegültigen,wichtigsten 11erstellungsmethode des Glases aus Sand, Kalk und Salz eine jüdische Erfindung, zu sehen und können in diesen Tagen zu unserer Freude das Wioderaufblühen eirnn- Industrie erleben, der unser grosser Lehrer Mose Ort und Ziel gewiesen hat. Df. Emanuel Grünthal. Eugen Schwarz, Domfreiheit, nächst der Kaufingerstrasse empfiehlt zum öOjähriseu Bestehen der Firma, in eigener modern eingerichteter < Iross-Rosterei lügltrh frisch gebrannten KAFFEE Jnbilümns-Ilischung zu RH.2.40 p. Pfand. Versand von S Pfund an portofrei Oie .tubil.dutns-Preislistc mit vielen hill geil Angeboten wird aut Wunsch gugtsaudt 0991