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Central-Verein-Zeitung · 1936-03-19 · 12 (19.3.1936) · page 17

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
15 (1936)
Issue
12 (19.3.1936)
Date
1936-03-19
Page
– (sequence 17)
Language
German
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•rfne Xtmosphäre geschaffen werden würde, Hie sich unve’rmeidlich als höchst ungünstig für die Entwicklung des .Indischen Nationalheims erweisen und den Kredit* Palästinas' schädigen würde, was zu weitreichenden' verhängnisvollen Folgen führen könnte, einer Lage, die ich persönlich bedauern würde. Ich vertraue darauf, dass die Ueberlegungen, die ich in den vorangegangenen Abschnitten darzulegen versuchte, dazu dienen werden, die, ' Gründe, aus denen die Regierung Seiner Majestät handelt; klarzumachen und die jüdische öffentliche Meinung über ihre Politik und .Absichten zu beruhigen.? Ihr aufrichtiger . J. Hl. Thomas. Auf das Schreiben des Kolonienminieters , a n t w o r t e t e L o r d M e 1 c h e 11 ani 10. März u. a. das folgende: Lieber Mr- Tlionlas. ich möchte Ihnen namens der jüdischen Abordnung. die Sie am 31. Januar 1930 zu empfangen die Güte hatten, unseren aufrichtigsten Dank für die Erwägung ausdrücken, der Sie die Vorstellungen unterzogen haben, die wir bei jener Gelegenheit erhoben haben, und für die ausführliche Antwort, die Sie uns zusandten. Zu dieser Antwort möchte ich zunächst sagen, dass wir mit Freude Jhre erneute Versicherung zur Kenntnis genommen haben, es gebe in dein jetzt vorgeschlagenen Plan eines Legislative Council in Palästina nichts, was die Erfüllung der M a n d a t s v e r p f 1 i c h t un g e n der Regierung Seiner Majestät stören oder sie in irgendeiner Weise beeinträchtigen könnte. Wenn ich es wage, einen oder zwei der in der Antwort berührten Punkte kurz zu kommentieren. so darum, weil, wie ich zü. meinem Bedauern sagen muss, unsere B esor g n i $ wegen dieser. Frage trotz dieser Versicherung in hohem Masse unbehoben bleibt leb glaube, hinzufügen zu sollen, dass, was" die Ansicht betrifft, die jüdische öffentliche Meinung hege unnötige Befürchtungen'in dieser Sache, die jüngsten Debatten über die Frage des Legislative Council im House of Lords zu zeigen scheinen, dass diese Befürchtungen in der Tat von vielen Mitgliedern . des Hauses geteilt werden.. Vor allem anderen glauben, wir. nochmals nachdrücklich betonen zu müssen, dass, falls das Jüdische, Nationalheim irgendeinen wahren. Sinn haben soll, der Charakter der palästinensischen Judenheit als nationale Einheit volle verfassungsmässige Anerkennung finden muss, und dass in bezug auf die Vertretung im CÖuncil die. Juden Palästinas irgendeinem anderen Teil der Bevölkerung nicht in eine inferiore Lage gebracht werden dürfen. ■ Eine solche Stellung anzunehmen, hiesse sich formell mit der endgültigen Herabsetzung der jüdischen Bevölkerung Palästinas auf jenen Miiiderheitsstatus zufriedenzugeben, der für die jüdische Lage in vieler) anderen Ländern bezeichnend ist, und dessen Beseitigung in Palästina einer der primären Zwecke der Balfour- Deklaration und des Mandates waren. ... Die letzten fünfzehn Jahre haben gezeigt, dass die Juden imstande sind, ihr Nalionallieim in Palästina zu errichten; andererseits haben sich die. Hoffnungen auf eine jüdisch-arabische Zusammenarbeit, soweit die , politischen Führer der verschiedenen arabischen Parteien in Krage kommen, nicht erfüllt. Während die Frage, ob die Schaffung eines solchen Council in der Tat zu einer besseren Verständigung zwischen den beiden Völkern führen werde, oder —. wie wir behaupten — zu dem Gegenteil, notwendigerweise eine Sache der Vermutung'.sein muss, ist der Schluss, dass eine solche gesetzgebende Körperschaft voraussichtlich zu Reibungen und Uneinigkeit führen wird, gerechtfertigt. Die arabischen Führer haben ausdrücklich zugegeben, dass sie den Council hauptsächlich darum für wünschenswert halten, weil er dazu benutzt werden kann, die auf das Jüdische.Nationalheim bezüglichen Klauseln des Mandats unw i rksa in zu m ach. en. „ Mit allem Respekt wird weiter unterbreitet, dass es als wünschenswert erachtet wird, dass die'-Einwohner des Landes, bevor sie zur Uebernabme der Verantwortung einer zentralen Gesetzgebung herangezogen werden, einige Erfahrung in der Kunst örtlicher Verwaltung erwerben; wir stimmen darin überein, dass solche Erfahrung eine ausserordentlich wünschenswerte Vorbedingung ist; Gemeindewahlen, bei denen — wie im. Distrikt Jerusalem — etwa 1,2 % der Bevölkerung wahlberechtigt lind, können kaum als eine angemessene Schulung für auf dem allgemeinen Wahlrecht beruhende Parlamentswahleu erachtet werden. Was die Erwägungen betrifft, die sich auf Grund von Ereignissen ausserhalb Palästinas ergeben und die, wie wir glauben, den gegenwärtigen Augenblick als ganz besonders ungeeignet für die Einführung eines Legislative . Councjl erscheinen lassen, so wagen wir zu behaupten, dass diese Erwägungen von der Regierung ■ Sr. Majestät bei' der Festsetzung des geeigneten Zeitpunktes für die Verwirklichung . jeglicher Versprechungen, die von ihr in bezug auf die Schaffung eines solchen Council gemacht worden-sein mögen, entsprechend berücksichtigt, werden könne. . . . So sehr wir die Bedeutung der in Ihrem Brief vom 20. Februar angeführten Punkte würdigen, und so dankbar wir für die Zusicherungen sind, die Sie uns zu geben die Güte hatten, so finden wir uns zu unserem tiefen Bedauern genötigt, den Ausdruck unserer Beso r g n i s zu wiederholen, der in unserem früheren Memorandum enthalten war, und zu fordern, dass ein Schritt, der mit so schweren Gefahren für den ■friedlichen Fortschritt für die Bevölkerung unseres Landes verbunden, ist, zwecks nochmal i g e r Erwäg u n g zurückzustellen Ihr aufrichtiger Meic-hett.' Angesichts der vorstehenden, den Stand der Dinge zusammenfassenden offiziellen Darstellung sind die Einzelerörlerungen im britischen Unterhaus, die auch während der vorigen Woche ihren Fortgang nahmen, von geringerer Wichtigkeit. Es sei lediglich erwähnt, dass Minister. (Thomas auf einig j weitere Anfragen von Abgeordneten hin. die Erklärung abgab. dass das über die geplantenew* Verfassung über Unterhaus vor der endgültigen 'Entscheidung Palästina erschienen. Die ach! Seiten umfassende „ •über die Frage des Legislative .Council Gelegen- Druckschrift enthält' die An-pracln*. die Sir heit zu einer nochmaligen Aussprache erhalten Arthur Wauchope am'21. und 2'E Dezember 102.7, werde. Gleichzeitig wurde nochmals betont, dass an die arabischen und jüdischen Führer gehal- Frageu des Mandates oder der jüdischen Einteil hat. Voran geht eine Vorbemerkung d"S . Wanderung, 'keinesfalls der Kompetenz d°s ge- KoUmionministers, in der .erläuternd darauf hinplanten, Legislative' Council unterliegen wird. gewiesen wird, dass für die drei Glaubeiis- Andererseits lehftte der Kolonien,,uuister '.die gemeinschaften in Palästina : getrennt« AVahl- Kinset7.ung einer Kommission zur Ueberprüfung Körper geschaffen werden sollen, so dass die des palästinensischen Verfassungsp)robiems ab. Mohammedaner selbständig .acht, 'die Juden drei Dem Wunsch des Parlaments nach einer V-*r- und die. Christen ei» -Mitglieddes-, Council zu, offentlichung des Materials iilver die Palästinawählen haben. Aus-er-.den von dem High Com- ■ Verfassung, ist inzwischen Rechnung, getragen- - miss inner .a »gekündigten Massnahmen seien Be- ■ worden; '• / ■ Stimmungen ..über den WahJapparnf und : Wahl- ••. * . -vergehen sowie .über ■Einzelheiten-der Gescliäfts- 1m Verlag der Londoner Staatsdnickerej ist Ordnung vorgesehen, 1 » den Dobat-ton des Cou»- das von dem Kolonienminister jm Unterhaus "aneil sollen Englisch.. .-Arabisch und Hebräisch als gekündigte Cornniaiid. Paper (ein auf königlichen , die in Palästina -offiziell-, a-'uerkilmiteir -Sprachen- Befehl dem Parlament vo'rzulegendes Dokument) benutzt werden können.’ - Mandat und Aufbau o n unserem*- Palas . Tel Aviv, den 2. März 193t). In den'letzten. Wochen war das jüdische Palästina in Gefahr, wieder. zijm blossen Objekt der Geschichte zu werden; zum Objekt der Welt- Politik im' allgemeinen und zum Objekt der britischen l'hnpirepolit-ik im besonderen, denn auch die arabische Politik kann ja auf die jüdische Entwicklung nur indirekt, nämlich auf dem Umweg über die englische Verwaltung, legalen Einfluss nehmen. Sieht man einmal von den verbrieften jüdischen Rechten und von den ebenso verbrieften Pflichten . der Mandatarmarht gegenüber der jüdischen Heimstätte ab, so werden zwei Umstände für die Beantwortung der Frage, ob das jüdische Palästina mehr ist als ein Objekt im 1 nteressenspiel der vorderasiatischen Politik, den Ausschlag geben. Viel wird davon abhängen, welche Stellung die beteiligten Faktoren zum jüdischen Gesamtprobien, eimiehmen. Daneben aber werden schon die nächsten Wochen klarstellen, ob die jüdische Siedlung in Palästina bereits genug eigenes-Schwergewicht erlangt hat, um als selbständiger' Faktor gewürdigt und berücksichtigt zu werden. ' / Es ist selbstverständlich, dass man in Palästina mit gespannter Aufmerksamkeit -den Ausgang der Verhandlungen, die jetzt von .führenden Persönlichkeiten der Exekutive in London geführt werden, erwartet. Inzwischen könnte man hier in, Lande und in den Nachbarländern aus verschiedenen Anzeichen schliessen, dass die Engländer jedenfalls nicht den Eindruck aufkommet, lassen wollen, als sei ihre Politik nun völlig ins arabische Fahrwasser geraten, und als könnten auch extremste Handlungen auf unbegrenzte Nachsicht rechnen. Die Schwierigkeiten^ im benachbarten französischen Mandatsgebiet Syrien sind möglicherweise nicht ohne Einfluss geblieben. Die Regierung des Iraq, des arabischen Nachbarreiches, das sich einer rechtweitgehenden Selbst än di gkeit erfreut, hat den syrischen Revolutionären eine bemerkenswert kühle Antwort auf ihre Interventionsgesuche gegeben. In Transjordanien ist es zu einem offenen Konflikt zwischen dein Emir und der dortigen lokal-partikularistischen Nationalbewegung gekommen. In Palästina sind verschiedene Ereignisse zu verzeichnen; die zwar die' immer noch .bestehende Schärfe der jüdisch-arabischen Gegensätze erkennen lassen. zugleich aber auch von einem Ausgleichsstreben der Mandatsregierung Zeugnis ablegen. In diesem Zusammenhang seien zunächst drei Ereignisse erwähnt: Der Baukohflikt in Jaffa, der Schulkonflikt in Nahlus und Tülkerem sowie endlich die Rede des High Uommissioners m R echobot. Der BaukonfLikt in Jaffa. war bezeichnend für den Kampf um den Anteil am Arbeitsmarkt. Die Regierung hat im Einvernehmen mit der Stadtverwaltung den Bau von zwei Schulen m Jaffa dem Baubüro der jüdischen Arbeiterorganisation übertragen. Die Organisation hat sich dafür verpflichtet, auch eine Anzahl arabischer Arbeiter zu beschäftigen. Nachdem diese Regelung eine Weile in Kraft gewesen war. erschienen plötzlich vor der Baustelle ..Streikposten" arabischer Organisationen, und die Arbeit musste, um Zusammenstösse zu vermeiden, unterbrochen werden. Neue Verhandlungen fühlten dazu, dass die «arabische Quote auf! 50 Prozent der beschäftigten Arbeiter erhöht wurde; weitere Störungsversuche würden' von der Polizei unterdrückt und jetzt gellt die Arbeit auf Grund des fairen Angebots der jüdischen Gewerkschaft weiter. Zum Verständnis dieser Vorfälle Ist daran zu erinnern, dass Jaffa, trotz seiner an Iel-Aviy angrenzenden jüdischen .Viertel, eine arabische Stadt ist. Der .Schulkonflikt berührt die Bodenfragf*. In der Sekundärschule in Nahlus sowie in der arabischen landwirtschaftlichen Kadoorieschule in 1 ulkereiu sind, die Schüler in' Streik getreten, um gegen, die Uehertragung eines bisher von der Kadoörmsrhule bearbeiteten Geländes an den Keren. Kajemet zu protestieren. W.ie.erinrierlich, hat der Keren Kajemet vor einiger Zeit ein Stück Land, das er rechtmässig erworben hatte, einigen Beduine,- stämmen als Weideland zur Verfügung gestellt. Die Schüler der arabischen Kadöorieschule wollten allerdings gleichzeitig auch' gegen die englische Kontrolle demonstrieren und die Forderung erheben, dass ein arabischer Direktor eingesetzt werde, ebenso wie die jüdische Kadoorieschule einen jüdischen Direktor habe; beide Schulen sind seinerzeit von der.Regierung aus testamentarischen Mitteln des Juden Sir FMis Kadoorie gegründet worden. . Interessanter als diese Füinzelvorfälle ist die Rede, die der High. Comniissioner zur Einweihung des von ihm gestifteten Gebäudes für das neue jüdische Bodenforschungsinstitut in Rechobot gehalten hat. Nach einem Appell zur Zusammenarbeit gab der High Comniissioner der Hoffnung Ausdruck, dass dieses neue Institut dazu beitragen .werde, das Land ärmer an tina-Korrespondenten 'Problemen und ' reicher an Möglichkeiten zu machen. Und er erklärte ausdrücklich, dass die Intensivierung-der Produktion, die sich das Institut zur Aufgabe gesetzt habe, das Land aufnahmefähig für eine grössere Au'/.ahl von Menschen machen werde. .Von arabischer Seite wird c-ogar schon die Meinung, angedeutet; dass die Regierung im Begriff sei. zu einer mehr antiarahisclien oder j>rojirdischeir Politik umzusch\veiikeii. wofür allerdings in Wirklichkeit keinerlei Anzeichen vor-' liegen. Die Partei des Mufti (des höchsten mohammedanischen Geistlichen des Bandes und Vorsitzenden des „Moslem Comicil". der offiziellen 'mohammedanisch-arabischen Vertretung), hat die radikale Linie, zu der sie sich schon in den Verhandlungen über den gesetzgebenden Rat entschieden halte, beibehalt,>n und jetzt sogar die Bildung uniformierter arabischer Slurmtmpps beschlossen. Ausserdem wurde in der arabischen-Presse,, offenbar in alarmierender'Absicht, das Gerücht verzeichnet, dass der wasserarme und ziemlich verödete Distrikt von Beersheba mir deshalb von den Regelungen des neuen Bodeitgeselzes ausgenommen werden solle, weil die Regierung beabsichtige, dort der Jewisli Agency ‘100 000 Dunau, zur Arisiedlung von 00 000 jüdischen Familien zur Verfügung zu stellen. , Die 'Regierung hat jedoch diese Nachricht amtlich dementier!. Jedenfalls muss von j ü d i s c her Seile her alles geschehen, um von der Seite der Siedlung und der Arbeitsbeschaffung die Aufnahmefähigkeit des Landes zu steigern. Das von der Regierung neu gegründete, statistische Bundesamt betrachtet es als seine -wesentliche -Aufgabe, durch Beobachtung .der wirtschaftlichen Entwicklung die Aufnahmefähigkeit, des Bandes f e s t z u s t e 1 I e n , um der Regierung. Material nicht zuletzt für die Zuleitung der F.iiiwanderer- ..Zertifikate, zu liefern. Demgegenüber ist es eindeutig die Aufgabe der entsprechenden jüdischen Steilen, durch Auffindung neuer Möglichkeiten die Aufnahmefähigkeit des Bandes zu erhöhen. Das bedeutet auf . der einen Seile Forschung Und Planung sowie weit stärkere Er-' ■Ziehung der jüdischen Bevölkerung und der neuen Einwanderer zu Einsicht und Disziplin, auf dmanderen Seile Beschaffung von Boden, Men.-rhen lind Kapital sowie Ausarbeitung geeigneter Vorschläge zum planvollen »Einsatz dieser Kräfte. Man hat den Eindruck.- dass all diese-.Aufgaben jetzt sehr ernstlich in Angriff .genommen werden. Welche Bedingungen eine solche aktivere Wirtschaftspolitik im gegenwärtigen Augenblick vorfindet, sei durch eine kurze Betrachtung wichtiger Wirlschaf.tsfakloren. beleuchtet. Die Bautätigkeit in Tel-Aviv — dem einzigen Bezirk, für den es eine zuverlässig«; aktuelle Statistik gibt — liegt unter dem Vorjahresniveau. Jm -Januar wurden Baiiiizmizen für 040 Zimmer mul 20; Läden .neu erteilt, gegenüber 1185 Zimmern und 22 Enden im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Der weitaus grösste Teil der Neubauten entfällt auf Zweizimmerwohnungen, .ein zweifelloser Fortschritt lind ein Erfolg der baupolitischen Einflussnahme durch, die zentralen Instanz,-n. Aber die. Bewegung der Baulizenzen allein entscheidet noch nicht über ilas Ausmass der wirklichen Bautätigkeit und über die Eage am Arbeitsmarkt. Vielmehr ist vor allem zu berücksichtigen, dass in grossem Umfange die Bauten, die bereits im Vorjahre genehmigt wurden, jetzt, zur 'Ausführung gelangen! Erinnert sei nur an die neue Vorsiadtsiedhmg im Süden TeI~Avi'vs, wo jetzt der Grundstein für■ die. grosse Arbeitersiedlung der llisladrut („Kiria't A w o d a', Stadl <I,t Arlmit) gelegt wurde und wo ausserdem, ei,,.; private Fabrikum] Wohnsiedlung auf dem.von der Agrobank . erschlossenen Privalboden im Entstellen ist. Weiterhin ist bereits im Februar die Zahl der;Anträge auf neue Banli/e,>-rlieblich gestiegen, ein Zeichen, dass dm Umfang, der Rauplanungen wieder wächst. Endr%h aber ist Tel-Aviv noch nicht das ganze Band, und ein etwas verlangsamtes . Wachstum dieser Gross- Stadt würdewenig bedeuten, wem, der Ausfall durch vermehrte Bau- und .SiedlungstütigkeU in anderen Städten und namentlich auf dem Bande wettgemacht würde. Dazu gehören aber, wie gesagt, erhebliche Vorarbeiten der zentralen Stellen. ■; _ . Einmal auf dem Gebiete der Auswahl; Ausbildung und 'Beratung der .Menschen. Man i-l in den Städten immerWieder erschüttert, wenn man sieht, mit wie wenig Phantasie, Berechnung und volkswirtschaftlicher Einsicht oft „ge. g r ti n d e t‘‘ wird, ist in einer, bestimmten Gegend ein Geschäft einer bestimmten Branche aufgemacht worden, das einigermassen zu ..geheri‘--scheint, sü findet das gute Beispiel sofort Nacheiferung, und in nächster Nähe, etablieren sich drei. fünf, sechs ode*r mehr Geschäfte gleicher Art. ohne Rücksicht darauf, ob .Gegend und Branche ein solches Ueberangebotvertragen. Aber für gesunde, neuartige Gründungen in weniger erschlossenen* Bezirken ist es nichtimmer leicht. Menschen und privates Kapital zu finden. Zum'Teil liegt das natürlich au der Beschaffenheit der Menschen selbst, und deshalb --haben die Bestrebungen nach. Richtung desliinw anderen,uilerials,. soweit es überhaupt einer Kontrolle durch jüdische Stellen unterliegt, ihre Berechtigung;-hur-muss freilich dieso Kontrolle and,, nach - vernünftige,," ■Gesichtspunkten und von Kennen,-der palästinensischen Verhältnisse ausgeübt werden. Zum Teil liegt es aber daran, dass die (hnenlierungsmüglichkeiten nicht immer dem Bedürfnis.genügen und mancher, sich aus Mangel an'Beratungschliesslich, zu dem NiichtsUegemlei, -sdas keineswegs immer das Siel,e.ivte und Beste zu sein braucht — entscbliesst. .Manchmal findet man aber auch - . bei de.» neuen Einwanderern, lia'menllicl, bei "denen, die ohne liniere Vorbereitung ins Band kommen, einen starken ' l-laiig' zum „Besser- ' wissen", die Neigung zur Urfeilsln'Mung v o r gründlichem Studium des Bandes und seiner so verschiedenartigen Menschen, ln solchen Fällen muss eben Lehrgeld gezahlt werden. Eil, Weiteres Problem ist die -Kapital« frage. de schwieriger die Kapilalisten-Ein« Wanderung wird, tun so mehr muss nach anderen Quellen gesucht werden. Verschiedene Institute, so die’General' Mortgage Bank uml dio jüdisch-amerikanische Palest ine .Economic. Corporation. luthcn. mit gute», Erfolg neue Emissionen, im' Ausland abgesetzt. mul es wäre denkbar. dass auf diesem ..Gebiete in absehbarer Zeit noch mehr geschieht. Aber auch die inländischen Kapitalreservon sind noch nicht :,»sgeschöpft. Int letzten Jahr sind „ach den Schätzungen des American Economic (’omitlee etwa 15 bis lti Millionen EP neues Kapital nach Palästina geflossen, das Sind etwa zwei Millionen mehr als im Vorjahr. Neu investiert wurden, wie im Vorjahr 10 bis 11 Millionen EP. Selbst wenn mau den reicht.erheblichen Kapitnlverzehr ahrecluiel, ,so ergibt sich, dass die flüssige, also noch nicht investierte Kapitalreserve eher weiter gewachsen ist: Dass aber auch anderswo (leider mobil gemacht werden können, zeigt die Arbeitshesrhaffungsaktioi, der llistadnil, 'die in den ersten zwei Wochen bereits .25 000 BP gebracht,, also den Voranschlag weit überschritten hat. Allerdings ist dieser Betrag absolut noch immer nicht alb,u bedeutend und'schliesst <li« Notwendigkeit weiterer Gehlbesrhaffungsmassnalime nicht aus; aber als Symptom ist dieso Aktion vielleicht eines der wichtigsten und l>e. stimmt eines der rühmlichsten Kapitel jüdischer Krisemibwchr in Palästina. Die Natur selber schein! nicht, allzuviel zur llivlerslützung dieses Kampfes lim zu wollen. Der G i t r u s e x p o r t betrug, bisher nur 4.(5 Millionen Kisten gegenüber 1.5 Millionen im gleichen Zeitraum des Vorjahrs. Der Vorsprung gegenüberder vergangenen Saison hat «ich also immer weiter verringert. K» bleibt abzuwarlen. wie «ich das .Endergebnis gestalten wird. Schon .jetzt aber verdichtet: sich die Befürchtung, dass sowohl dm Uilrns« wie die Feldfruchternle .des laufenden .1 ihres durch den Hegenmangel diese« Wilder« und den vorzeitigen 'Eintritt heisser; ('hamsinlago empfindlich geschmälert .worden sind. Immer wieder' wird deshalb der Ruf nach aktiver Hilfe der Regierung und verstärkter jiidisclijiiabischer Zusammenarbeit auf den, Gebiete, (her Cifruswirtschafl erhoben, um eiim wirksam« Kenlrolleder zum Export gelangende,, Qualitäten sowie eine .pflegliche Behandlung der 'Märkte, «irhcr/.iistellen. Demi dm anballeiid günstige l’rejsentwickhiug .dieser Saison — ein immerhin-erfreulicher Ausgleich für die anderweitigen Schädigungen — ist schliesslich nicht nur ein Ergebnis der palästinensischen Vertrielispolitik, sondern auch eine Folge verminderter Konkurrenz auf dem Weltmarkt: di« Frostschäden in Spanien und der'_ Völkerbunds- Boykott gegen Italien haben da« Angebot natürlich l,erat,gedrückt. Uet Mtnaield Mkd MtUi ieitukf. lesen muss die Umleitung der C.-V.- Zeitung nach seiner neuen Wohnung bei pcee/r seinem alten Postamt (ZeitungssteMe) schriftlich ausdrücki IM 1 hch beantragen. Der gewöhnliche Nachsendeanfrag gilt nur für die ßrief- - E ./-^P ° * ». Wer sich 1 dieser; . ■■//• Mühe kleinen '[; nicht! O i ' unt erzieht, wird sich über das Ausbleiben der Zeitung und über die Zahlung von Strafgebühren ärgern. Der hieE hat's riehg gemocht 1 Machen Sie’s ihrp. nach. C.-V.-Zeitung Berlin W15, EmserStr. 42.

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